Bing Vergaser R26

Begonnen von Twomoons, 11 November 2011, 22:14:54

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Twomoons

#30
Das Spiel zwischen dem Ventilteller und dem Grundkörper ist wirklich nur minimal in OT-Stellung. Gemessen habe ich 0,05mm. Mit etrwas Dynamik könnten hier die Teile zusammenstoßen!
Was kann ich tun?
Übrigens ist die Stößelstange am Einlaß etwas kurz, und steht nicht über die Kontermutter heraus. Am Einlaß passt alles, hier sind einige Gewindegänge der Stößelstange über der Kontermutter vorhanden.

Twomoons

#30

cledrera

Sorry,
zwei Bitten:
1. Ihr habt mich gerade abgehängt, daher die Nachfrage:
Der Ventilteller ist derjenige Teil des Ventils, der im Brennraum sitzt.
Ihr meint, dass der Federteller oben (ETL R25/3, Stand 1960, Nr. 00 26 132) gegen den Kipphebelgrundkörper schlagen könnte?
2. Twomoons,
wärst Du so nett und würdest ein Bild der Situation bei Dir machen?

Danke

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf

"Ihr meint, dass der Federteller oben (ETL R25/3, Stand 1960, Nr. 00 26 132) gegen den Kipphebelgrundkörper schlagen könnte?"!
Ja....und du hast recht...Ventilteller ist unten...besser wäre Ventilfederteller

Twomoons

Zylinderkopf
Kipphebel und oberer Ventilteller

Twomoons

#34
Hallo im vorangegangenen Beitrag seht ihr wie knapp das Spiel ist zwischen Kipphebel und oberem Ventilteller. Der verbeleibende Spalt, in OT-Stellung, ist durch die Fühlerlehre gekennzeichnet. Im Hintergrund ist auch der kurze Stößel zu sehen, der nicht über die Kontermutter ragt.
Wie kann ich mit minimalem Aufwand das Spiel vergrößern? Soll ich ein längeren Stößel einbauen?

rolf

Wenn du ihn bekommst würde ich es machen
Spiel zwischen Ventil und Kipphebel würde ich vergrößern....mittels Flex (für Ungeduldige) o.ä..

rolf.soler

ist der Grund für diesen geringen Abstand nicht meistens, dass die Ständerhülsen ein wenig abgesoffen sind ?
(und die Lösung die Flex, wenn man nicht die Ständerhülsenlöcher zuschweissen und neu bohren will ?)

cledrera

Rolf hat Recht  ;D (Jetzt geht das wieder los  :lol:)

Auf dem Bild zwei ist (neben dem KühlwindunterbrechendmontiertenTutehorn) zu sehen,
dass der Kipphebel auf der Auslaßventilseite niedriger ist, als der einlaßseitig.

Bevor hier rumgeflext wird, würde ich mal die Stößel vermessen.
Da Du eine R26 hast, sollte die Länge 175 mm sein. Aber ist das wirklich so?

However:
Könnte man nicht in einer solchen Situation einen 185 mm-Stößel der /3 verbauen?
Natürlich, das ist ja auch der Gedanke dabei, müsste man dann den Kipphebel auslaßseitig unterbauen.
Ein Formstück (Nix 2 Unterlagscheiben) fein gefräst: Weg wäre das Problem.

Spricht da was dagegen?

Clemens


Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Rütz

I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

Twomoons

#39
Hallo,
Kruemel war mit seiner Isetta hier bei mir zuhause. Übrigens ein wunderschönes Gefährt!!
Wir haben den Motor ohne Kopfdeckel laufen lassen und festgestellt, dass der Abstand zwischen Teller und Kipphebel zwar knapp ist, aber scheinbar noch ausreicht, dass es zu keiner Berührung bzw. Aufschlagen kommt. Am Kipphebel sind auch keine Schlagspuren zu sehen. Zusätzliches einölen der Kopfmechanik hat auch keine Geräuschveränderung gebracht.

Kurz nach dem Start (4-6°C) war zunächst garnichts zu hören und ich habe schon an einen Vorführefekt geglaubt. Beim Probelauf wurde das Nageln mit zunehmender Betriebstemperatur heftiger.

Wir haben dann nochmal das Ventilspiel eingestellt, ohne hörbaren Erfolg.

Der Zündzeitpunkt (elektronische Zündung) wurde mit dem Stroboskop gemessen und er ist ist perfek.

Insgesamt ist das Nageln im Leerlauf deutlich herauszuhören, mit zunehmender Drehzahl verschwindet es jedoch hinter den anderen Motorgeräuschen. D.H. das Nageln nimmt mit den Drehzahlen, im Verhältnis zu den anderen Motorgeräuschen, weniger stark zu.

Insgesamt glaubt Krümel zu hören, dass das Geräusch ehr aus tieferen Zonen und nicht aus den Kiphebeln entsteigt.

Wer von euch kennt des Nagelgeräusch? Und hat noch einen Tipp.

kruemel

Nageln trifft es nicht ganz... Es kling eher, wie wenn man mit der gabel an ein glas oder geländer schlägt und es ist aus mehreren m entfernung zu hören. Das geräusch geht klar im motortakt mit, beim gas wegnehmen meine ich gehört zu haben, dass es kurzfristig verstummt, bevor es im ll wieder kommt. Ich habe da einige ideen, würde aber gerne mal den rest hören...


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BMW R24 und Isetta 300

rolf.soler

Zitat von: cledrera am 05 April 2013, 19:38:02
Rolf hat Recht  ;D
welcher ?  ;D

Zum Geräusch...es ist nicht etwa das Pleuellager...?

cledrera

Rütz,
bei Deinem Link waren die Ventile von Hannes 300er-Motor durch neue Ventilsitze tiefer in den Kopf eingetaucht und standen deswegen oben am Kipphebel höher.
Wenn man aber die Kipphebel nur unterbaut, um sie auf die orschinale Höhe zu bringen?
Dann soll der Kipphebel an dem Deckelchen anschlagen?
Im Leben nicht.

Und was heißt eigentlich "scheinbar noch ausreichend"?
0,05 mm Luft sollen bei schwingenden Systemen ausreichen?

Nochmal: Stößelstange ausbauen und Länge messen.
Dann kann man weiter überlegen, weshalb bei dem etwa eingesackten Kipphebel sich die Ventileinstellschraube fast nicht mehr sicher befestigen lässt.
Twomoons hatte folgendes, wobei ich eine Korrektur vorgenommen habe, geschrieben:
ZitatÜbrigens ist die Stößelstange am Einlaß Auslaß etwas kurz, und steht nicht über die Kontermutter heraus. Am Einlaß passt alles, hier sind einige Gewindegänge der Stößelstange über der Kontermutter vorhanden.

Das Klappern könnten übrigens die Stößel sein. Nimmt man Gas weg, fehlt`s für das Geräusch an Kontakt.

Clemens
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rolf

So richtig hast du es scheinbar immer noch nicht verstanden, Clemens....neue Sitze = mehr Luft zwischen Ventilfederteller und Kipphebel....und was haben denn eigentlich die Stösselstangen damit zu tun?

Twomoons

Habe die zu kurze Stößelstange ausgebaut und will sie durch eine Längere ersetzen. Die neue hat ein Maß von 175mm. Aber wie bekomme ich die Stüßelstange richtig rein? Irgendwie geht die Neue und im Verrsuch auch die Alte, nicht mehr tief genug rein.

Rütz

Motor auf Kompressions-OT stellen?
Ansonsten riecht es nach einem zerbrochenen 4-Fensterstößel... :-\\
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rolf

Dann liegen sie nicht in der Mulde vom Stössel...wie lang war denn die zu kurze?
gerade gelesen: Rütz....dann werden die doch nicht länger?

Rütz

Ja doch... die brechen ja nicht genau waagerecht durch, sondern in der Regel irgendwie schräg/stufig/"spiralig" (wendelig)...
Beim Entfernen der Stoßstange hebt man ja oft den Stößel ein Stück mit an ("pappt" an der Stoßstange), in diesem Fall evtl. nur die obere Hälfte des Stößels.
Wenn die dann wieder runter fällt, trifft sie untere Hälfte nicht genau passend (sondern verdreht) mit der Folge, daß das resultierende "Stößelgebilde" in jedem Fall höher ist als vorher.

...zumindest theoretisch möglich...
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rolf


Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

cledrera

Also:
1. Alte Stoesselstange messen.
2. Zylinder ziehen.
3. Stößel (beide) begutachten.
4. Bilder hier einstellen.

@Rolf,
wenn der Ventilsitz tiefer im Zylinderkopf sitzt, kommt der Federteller höher, basta.
Allerdings wuerde ich bei dem Kopf das Auslassventil ausbauen und das Ventil der Laenge nach messen. Dem Braten trau ich nicht, bevor alles gesichtet und geprüft ist.

Clemens
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kruemel

Da der motor eigentlich gut läuft, wollten wir nicht einfach alles auf verdacht auseinanderreißen. Die frage war ja zunächst, was dieses geräusch verursacht. Ich liste mal mögliche verdächtige auf:
- Ventilteller auf Kipphebel (haben mit dem fühlerbatt im laufenden betrieb gefingert und das blatt hat nicht gegriffen)
- stößelspiel (klingt mit dem schraubenzieher gehorcht aber gut)
- kolbenringe gebrochen oder zu viel spiel (dann müsste man den ölverbrauch ja sehen/riechen)
- kettenspanner (glaub ich nicht...)
- pleuellagerspiel (???)
- sitzring vom ventil (spricht dafür, weil nur warm das geräusch auftritt)
- klappernder kolben (???)

Können wir auf diese weise weiter eingrenzen?


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Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

cledrera

Meiner Meinung nach nicht, solange die Stößelstange nicht passt.
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Twomoons

Hallo,
hier zunächst ein Zwischenstand:
1. Zylinderkopf habe ich überholen lassen. Neue Sitze, neue Ventile neue Führungen, neues Gewinde für Auspuff. Vorher waren Einlass- und Auslassventil vertauscht (!), die Sitze ausgeschlagen und eine Führung locker. Das war die Ursache für das Anstoßen der oberen Ventilfeder-Tassen am Kipphebelgrundkörper. Ausßerdem ist der Auspuff abgefallen wegen defektem Gewinde am Kopf.
2. Zylinder neu geschliffen und neuer Kolben. Grund waren Fressspuren an Zylinder und Kolben.
3. Kein Radiales Spiel beim Pleul. Sichtbare Flächen von Nockenwelle O.K.
4. Geräusch immer noch da!!

kruemel

Hast du die führungen der stössel einmal herausgedreht und analysiert?
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

rolf

Seitenspiel der Kipphebel war ok (zu faul 4 seiten nachzulesen ;D)?

kruemel

Ja...spiel nicht spürbar, wenn hebel frei...
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

rolf

"Das war die Ursache für das Anstoßen der oberen Ventilfeder-Tassen am Kipphebelgrundkörper. "....ich denke das wurde kontrolliert
??
Könnte noch das Spiel zwischen Stössel und Führung sein....horch das mal ab (Schraubenzieher aud das Chromteil mit 6-Kant halten)

Twomoons

Hallo an alle die mir bei der Fehlersuche behilflich waren, hier der Weisheit letzter Schluss:
Der Motor war insgesamt verbastelt und mit Zeitbomben gespickt.

Folgende Fehler wurden gefunden, waren aber nicht die Ursache für das Geräusch
1. Das Auslass- und Einlassventil waren vertauscht im Zylinderkopf eingebaut
2. Die Ventilsitze waren ausgeschlagen und die oberen Ventilfedertassen sind deshalb wohl am Kipphebel angeschlagen
3. Eine Ventilführung war nur locker im Zylinderkopf eingebaut
4. Die Schwungscheibe war nur handfest angeschraubt und hätte sich bald selbständig machen können
5. Das Krümmergewinde am Zylinderkopf war hinüber
6. Der Zylinder war ungleichmäßig geschliffen. Oben hatte die Bohrung gepaßt, unten war der Durchmesser zu groß
7. Der Kolben hatte deutliche Freßspuren
8. Auf die Schwungmasse der Kurbelwelle wurdem Metallscheiben angeheftet, mit Schweißßpunkten, wohl um die Kurbelwelle auszuwuchten

Folgende Fehler war die Ursache für das Geräusch:
Das obere Pleullager war ausgeschlagen, hierdurch konnte der Kolben hin und her kippen.

Viele Grüße


mekgyver

Vielen Dank, 2Moons,
für das Feedback,
ist ja erstaunlich, was alles so zusammengekloppt wird, was gerade passend scheint  ::)
Viel Erfolg und erkenntnissreiche Probefahrten  :o
Gruß mek  :schrauber:
... 73er-Gang

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