Müssen Motoren streng nach Vorschrift eingefahren werden? login
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Autor Thema: Müssen Motoren streng nach Vorschrift eingefahren werden?  (Gelesen 1512 mal)

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Karl

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Moderne Motoren haben eigentlich nur noch wenige Teile, welche wirklich eingefahren werden müssen. In erster Linie sind dies die Kolbenringe. Diese brauchen tatsächlich noch eine Einfahrphase bis sie wirklich genau an den Zylinderwänden anliegen. Solange die Kolbenringe noch nicht sauber anliegen, können a) Verbrennungsgase vorbeizischen (was fast wie ein Schweißbrenner wirkt) und b) die Wärme des Kolbens kann noch nicht abgeführt werden. Im Extremfall könnte dies zum Motorsterben führen. In der Praxis rächt sich dies eher durch hohen Ölverbrauch und schlechte Leistung.

Wenn man dies nun weiß, so ist eigentlich klar, wie man einen Motor einfahren muß. Es muß vermeiden werden, daß der Motor sehr heiß wird (Betriebswarm ist natürlich ok! Ja sogar unbedingt erwünscht). Also sind Autobahnvollgasfahrten genauso falsch wie untertouriges bergauffahren. Richtig fährt man ein, wenn der Motor möglichst mit wechselnden Drehzahlen bewegt wird. Dabei braucht man sich nicht(!) an die exakten Drehzahlgrenzen zu halten, welche vom Werk vorgegeben sind. Diese dürfen ruhig mal überschritten werden (z.B. beim Beschleunigen). Ideal sind daher kurvige Landstraßen, wo man ohnehin mit wechselnden Geschwindigkeiten und Drehzahlen fährt.

Bis hier war es, soweit möglich, objektiv. Jetzt kommen meine subjektive Regeln dazu, mit welchen ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe:

Die ersten 100km das Motorrad, wenn möglich, nicht in Gegenden mit starken Steigungen und Gefällen fahren. Als Höchstdrehzahl nehme ich etwa halbe Maximaldrehzahl. Danach erhöhe ich die Höchsdrehzahl langsam(!) auf das maximal erlaubte, so daß der Motor etwa bei Kilometerstand 500 zum ersten mal voll ausgedreht wird (beim Beschleunigen). Von 500 bis 1000 bewege ich das Motorrad auch schon mal kurz(!) auf der Autobahn mit Vollgas. Ab km-Stand 1000km (also nach dem ersten Ölwechsel) belaste ich den Motor voll. Generell ist es natürlich wichtig für fließende Übergänge zu sorgen. Also immer alles langsam steigern.

Nachtrag:

Die Diskussion um´s korrekte Einfahren ist schon Jahrzehnte alt (Angefangen mit Hartwick´s "Brachial"-Methode). Lesen Sie bitte dazu mehr in unserem FORUM.

[Diesen Beitrag habe ich aus einer anderen Homepage entnommen]
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Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten. Ohne Konservierungsstoffe (lt. Gesetz). Ohne Farbstoffe. Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe. Deckt 2% des Richtwertes des täglichen Benzintalkbedarfs.

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