Zylinderkopfschrauben lösen, aber wie???

Begonnen von Bero, 25 August 2007, 14:46:03

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isie

klar brennt Benzin auch, wollte ja nur sagen dass Spritus usw.

nein äh ja: Neu ist nicht immer gut.

M.E.n. ist Bero mit "abgeb, prüf und mach" beim Stemmler und Co (UliS !) am besten bedient.

This what I wanted to express.

Vg H (noch mit Schreibrecht AS GUEST)

isie



rolf


† Knut

Hi Bero,

poste mir mal per PM Deine Telefonnummer, ich rufe Dich heute Abend 'mal an. Ich denke da an einen Transfer des ZK an mich, ich Ventile einschleifen und alles prüfen, dann zurück an Dich.

Denkst Du, dass Du ohne weitere Hilfe den Zylinder runter bekommst? Die Kolbenringe und das Kolbenringspiel müsste noch gemessen werden? Schau 'mal in das WHB (egal welches), da stehts drin.

Denke, dass kriegen wir ohne Stemmmmler und Co. hin, weil, kann ja nicht viel sein.

Knut

27-steib

Moin zusammen,

jetzt nochmal eine neue Meinung zum Thema. Wenn die Fluessigkeit so langsam aus dem Brennraum laeft, dann ist bein Kicken immer Kompression zu spuueren, und das Moped bleibt auf einer Tour eh nicht ploetzlich stehen. Ich vermute, dass da nur mal ein Ventil haengen geblieben ist, und die Kompression dann auf schlag null ist.

So ist's mir passiert- gibt keine Graeusche bei der Fahrtn geht einfach aus, Kompression null. Hatte Gluech und lief bei kaltem Motor wieder. Ich glaube, das beui deinem Motor nun nach den Gekloppe mit dem Hammer auf dem Kopf dieVentile wieder geschlossen haben.

Ich ahb damals die Ventile eingschliffen und die Fuehrungn mit dickenOel undeine Reibahle nachgerieben und seitdem ist alles bestens. Das wuer ich probieren, bevor du viel Geld unnuetz ausgibst!

Viel Erfolg Jan

isie

Zitat von: 27-steib am 30 August 2007, 09:40:43
Moin zusammen,

jetzt nochmal eine neue Meinung zum Thema. Wenn die Fluessigkeit so langsam aus dem Brennraum laeft, dann ist bein Kicken immer Kompression zu spuueren, und das Moped bleibt auf einer Tour eh nicht ploetzlich stehen. Ich vermute, dass da nur mal ein Ventil haengen geblieben ist, und die Kompression dann auf schlag null ist.

So ist's mir passiert- gibt keine Graeusche bei der Fahrtn geht einfach aus, Kompression null. Hatte Gluech und lief bei kaltem Motor wieder. Ich glaube, das beui deinem Motor nun nach den Gekloppe mit dem Hammer auf dem Kopf dieVentile wieder geschlossen haben.

Ich ahb damals die Ventile eingschliffen und die Fuehrungn mit dickenOel undeine Reibahle nachgerieben und seitdem ist alles bestens. Das wuer ich probieren, bevor du viel Geld unnuetz ausgibst!

Viel Erfolg Jan

da ist etwas dran und daher hatte ich auch andere (Mit-)Ursachen vermutet..:

Andererseits:

* WENN jetzt schon der ZK demoniert ist, könnte man es auch "richtig" machen.. (TE: ...nie seit ´55 überholt)
* warum sollten denn das / die Ventile nach xx Jahren plötzlich JETZT klemmen ?

IMHO: Damit man halt nicht bei "Nacht und Nebel" stehen bleibt - UND das sind nun einmal keine Neufahrzeuge: Bei denkbaren Ausfallursachen ..: Abstellen - und zwar VORHER ...

Ok, my option.

VG Ingo (H= shit happens Mr ROLF !)
 

Bero

Hallo Oldie-Freunde,

es tut mir sehr leid, nicht ständig im Forum präsent sein zu können. Nur morgens und abends werfe ich ganz kurz, aber regelmäßig einen Blick ins Forum, um zu sehen, was es Neues gibt.
Nur am Wochenende ab Freitagnachmittag bis Sonntagabend komme ich dazu, mich um Belange aus dem Forum in Form von genüßlichem Lesen, selten was zu kommentieren, zu kümmern.
Auch kann ich mich in der Regel nur in dem o.g. Zeitraum mit Reparaturen an meiner R25-3 oder mich zeitaufwändiger mit dem  Forum beschäftigen.

@ diejenigen, die wegen meiner medizinischen Ausdrucksweise auf mich neugierig geworden sind:
   Mediziner der verschiedensten Fachrichtungen gehören zu meinem Freundes~ und    Bekanntenkreis, ich selbst bin Landesbeamter.
Die juxig verwendeten Ausdrücke:
    "längsten Finger der Hand" - "oral" - "rektal" dienten zur bessseren Veranschaulichung meiner darstellenden Worte hinsichtlich meiner manipulativen Vorgehensweise an meinem Zylindderkopf. Interpretation war etwa so gedacht (gewesen):

    "oral" = durch den/die Mund(öffnung) = durch den Vergaserflansch gefühlt
   "rektal" = durch die Arxxxöffnung = durch die Auspufföffnung ertastet

@ Isie, meinem gern gelesenen Gast!
Leider ist es mir aus zwei Gründen nicht möglich Fotos einzustellen.
Erstens: ich habe keine Digi-kamera und kann auch nicht an eine drankommen.
Zweitens: bei mehreren Versuchen von meiner Festplatte ein Textdokument oder ein Foto an Beiträge von mir anzuhängen und ins Forum zu stellen, sind jedesmal fehlgeschlagen. Irgendwas muss ich wohl jedesmal falsch gemacht haben.

Zu guter Letzt: die echte Betriebszeit meiner ,,Alten -3" war in den Zeiträumen:

von 1955 bis 1970, ganzjährig angemeldet und auch bei moderatem Wetterwetter benutzt; dann stillgelegt bzw. abgemeldet; dann
   DORNRÖSCHENSCHLAF mit jährlich 1 – 2 Wiederbelebungsaktionen um das Motoröl wieder überall hin neu zu verteilen

seit dem 6. Oktober 2006 ganzjährig angemeldet und auch wieder bei moderatem Winterwetter benutzt;
sie ist seit ihrer Inbetriebnahmen laut Tacho 22800 km gelaufen (jung und unverschlissen), ordentlich gewartet worden (Inspektionen, Arbeiten laut Wartungs~ und Abschmierplan etc.), aber nie ist in diesem Zeitraum Motor, Getriebe oder Hinterradantrieb auseinandergenommen worden, weil  ,, sie lief und lief  und lief  ... "

@ Knut:   Danke für dein Angebot, aber ich warte noch etwas ab, ehe ich mich an die Demontage des Zylinders vom Kurbelgehäuse, insbesondere an das Lösen des Kolbens vom Pleuel herantraue.
Sollte ich nicht vorher noch dem Tipp von  <steib 27> nachgehen wegen der Möglichkeit des   ,,hängenden Ventils" nachgehen und wie er es zu reparieren versuchen ???
Ich poste dir mal per PM meine Telefonnummer für alle Fälle oder ergänzender Auskunft im telefonischen Dialog. Das ist für dich sicher einfacher und spontaner.

Seid alle gegrüßt von mir,   BERO

† Knut

#36
Moin Bernd,

habe die Zeit gefunden, den ganzen Thread nochmal zu lesen.

So, wie Du mit den Ablagerungen im Brennraum usw. schreibst, habe ich den starken Verdacht, dass auch die Ventilführungen und der Sitz der Ventile reichlich verkokt sind. Wenn Du dann auch noch die Ventile nur schwer aus dem Sitz drücken kannst, hat eins oder beide Ventile in der offenen Stellung geklemmt und keine Kompression mehr. Nach WHB brauchen die Ventilfedern in Einbaulage eine Kraft von ca. 25kg, um eingedrückt zu werden (das schafft man auch als "Landesbeamter" mit beiden Daumen).

Meines Erachtens wird es wahrscheinlich reichen, die Ventile auszubauen, alles schön sauber machen, Ventile mit Paste neu einschleifen, auch die Ventile im Bereich der Führungen, sowie die Führungen selbst reinigen. Ob ich für die Führungen Paste nehmen würde, muss man sehen. Ich hab's bei meiner mit Scotchbrite abbekommen.

Zur Frage, wieso dass überhaupt so verkoken kann? Du schreibst von "DORNRÖSCHENSCHLAF mit jährlich 1 – 2 Wiederbelebungsaktionen um das Motoröl wieder überall hin neu zu verteilen".

Bei solchen Aktionen wird der Motor nie warm und an den kalten Motorwänden und im Brennraum bleibt Restbenzin hängen, der dann richtig schön festbackt. Sowas ist Kontraproduktiv. Ausserdem sammelt sich dabei jede Menge agressives Wasser im Auspuff und es fängt an zu gammeln...

Bernd, hilft nix, Ventile müssen 'raus. Die einzige Schwierigkeit dabei ist, die blöden Keile rauszunehmen. Wie's geht, ist im Forum oft genug beschrieben worden.

Und wenn sie dann wieder läuft, kräftig am Draht ziehen, dann verbrennt alles im Brennraum von ganz alleine. Nicht so rumbummeln.... haben die Jungs vor 50 Jahren auch nicht gemacht

Knut

Bero

Hallo Forumsleute,
besonders: hallo Knut,

es ist gut, dass du den Thread spontan wieder aufgegriffen hast, an dem ich auch erkennen konnte, dass du meine PM mit meinen spärlichen Daten bekommen hast  -- wegen den (,,NICHT-HOLZ"-)Hackern auf Behördenebene.

Am Wochenende habe ich bei bzw. zusammen mit einem versierten Autoschrauber den Motor nach Art der Archäologen akribig gereinigt, überall die Ölkohle und Wassersteinanhaftung (???) entfernt, alle (!)Ölkanäle gesäubert und mit 10 bar durchgeblasen.
Der Autoschrauber zweifelte wohl noch an der Undichtigkeit meiner Ventile, so dass wir mit etwas veränderter Testmethode die Ventile nochmals überprüften.
Hier die Vorgehensweise:
Zylindderkopf mit der Öffnung nach oben und eingeschraubter Zündkerze randvoll mit Ethanol gefüllt, mit der Ausblaspistole bei 10 bar maximalem Kesseldruck ,,oral" und ,,rektal", wie schon vorher, in die Ein- und Auslassöffnungen hineingeblasen.
Testergebnis:
Das Auslassventil war ganz dicht (keine einzige Luftperle im Ethanol zu sehen!).
Das Einlassventil dagegen hatte sich als ziemlich undicht erwiesen.
Wenn das Rund des Ventiltellers wie ein Uhrenzifferblatt eingeteilt wäre, zeigte sich in einem Winkel von gut 10 Minuten auf dem viertuellen  Ziffernblatt eine linear dicht aneinandergereihte Serie von Luftbläschen, die, auf Grund ihrer hohen Austrittsgeschwindigkeit, die Oberfläche des Ethanols kräftig in Wallung brachten.
Also Einlassventil mit Sicherheit und nachweisbar undicht.!!!

Der Autoschrauber ist auch deiner Ansicht und meint, dass es wahrscheinlich reichen wird, die Ventile auszubauen, alles schön sauber zu machen, die Ventile mit Paste neu einzuschleifen und  auch die Ventilführungen zu reinigen und zu bearbeiten.
Diese Arbeiten habe ich mir für´s nächste Wochenende vorgenommen, wenn spontan nichts dazwischen kommt.

Mit dem derzeitigen Stand der Dinge bin ich vollauf zufrieden und bin auch sehr zuversichtlich, dass ich es geregelt bekomme.
An die dieser Stelle nochmals vielen Dank allen, die mir geholfen und geraten haben.
Wie die Geschichte weitergeht, schildere ich euch, wenn sich etwas Neues ereignet hat.

Gruß     Bernd, <BERO>

† Knut

....gut LI, sehr gut (Zitat aus Wolfgang Petersens "Das Boot")

Mache bitte Bilder von den ausgebauten und ungereinigten(!) Ventile. Dieses wahrscheinlich schreckliche Bild solltest Du den anderen nicht vorenthalten.

Hier hat Heiko nochmal was wichtiges gepostet: http://www.bmw-einzylinder.de/Start/tips/indexm/zkdichten.php

Waren die Zylinderkopfschrauben auch verkokt?? Wenn ja, auch diese sauber machen und das innere der Ständerhülsen reinigen. Abnehmen würde ich die nicht, nur kräftig mit Bremsenreiniger einweichen und spülen, ggf. mit scotchbrite und rotierenden "Etwas" säubern. Hierzu hat Ser was geschrieben. Da sieht man auch gut die Ölkanäle, die sauber sein müssen! http://www.bmw-einzylinder.de/Start/tips/indexm/oelleitung.php

Viel Erfolg

Knut

hannes55

Wenn Du schon so weit bist:

Zieh auch mal den Zylinder ab und schau Dir Kolbenringe und Pleuellager mal ganz genau an...

Wär einfach doof, Mitte nächsten Jahres den Motor wieder ausbauen zu müssen  :P

Gruß, Hannes
Was dann?!

† Knut

... immer langsam.... alles een bi een (so sagt man in Norddeutschland)

Da wird noch mehr kommen:

Zylinder runter
Ölsteigleitung reinigen
Kolbenringspiel prüfen
Kolbenringnuten sind wahrscheinlich auch verkokt
Pleuellager prüfen
Wenn der Zylinder schon runter ist, werden auch gleich noch die Stössel mit überprüft und gereinigt

... und mir fällt bestimmt noch mehr ein, aber keine Angst Bernd, das kriegen wir auch über Ferndiagnose und -Anleitung hin.

Knut

† odeon8

Zitat von: Bero am 03 September 2007, 08:19:27
(...) bei 10 bar maximalem Kesseldruck ...  in die Ein- und Auslassöffnungen hineingeblasen...

Servus Bernd,

mich wundert dass bei dieser Prüfmethode ein Ventil überhaupt dicht sein kann - 
bei 25 kg Schließdruck der Ventilfeder und ca. 80 kg Blasdruck (Einlaßventil Ø34mm )
und 75 kg bei Auslaßventil (Ø32mm), gerechnet jeweils ohne Ventilschaft Ø7 mm
ist das fast ein Wunder.....

Thomas (, ungläubiger)
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

† Knut

#42
@Thomas,

die sind nur dicht, weil verkokt, die klemmen einfach auf dem Ventilsitz und in den Führungen.... und, wie schon früher gesagt, durch das Gekloppe sind die wieder in den Sitz reingerutscht.

(Ausserdem glaube ich nicht, dass die 10bar Kesseldruck auch vor den Ventilen ankommen.. also stimmt Deine Rechnung auch nicht, Euer Durchlaucht [Verneigung und untertänigster Abgang nach hinten])

Knut U(ntertan)

Bero

Hallo FF (= Forums Fans),

Bero   --- der mit verloren gegangenen Kompression aus dem R25 – Zylinder ---    meldet sich zurück.

Meine Ventile waren beide undicht etc.,  etc.,  etc.
Habe wegen der nötigen Arbeit an den Ventilen den Zylinderkopf in eine Motoreninstandsetzung hier im Ort gegeben, später noch auf deren Rat hin zwecks Überprüfung den abgebauten Zylinder mitsamt dem derzeitig verwendeten KS-Kolben nachgereicht.
Laut Untersuchungsergebnis mussten die Ventile, die Ventilsitzringe, der in meinem Beisein ausgemessene Zylinder gehont und der überprüfte und etwas abgenutzteKolben  komplett ersetzt werden.
--- (nächster Übermaßkolben mit Kolbenringen und Bolzen in 69 mm Durchmesser, 1 Zylinder bohren und honen, 1 Zylinderfußdichtung, 2 O-Ringe Stösselrohre,  1 Zylinderkopfdichtung, zuzüglich die Bearbeitung des Zylinderkopfes zum  Gesamtpreis incl. Mwst. von 399,84 € ---
Jetzt sind wieder alle Teile aus der Instandsetzung bei mir zu Hause zurück, so dass ich an den Zusammenbau bzw. Rückbau des Motors gehen kann.
Die Zylinderkopfschrauben werde ich mit vorgeschriebenem Anzugsmoment: 3,5 kpm festziehen und die Tipps in:   http://www.bmw-einzylinder.de:80/forum/index.php?topic=3553.0    >  heißt auch:  ,,Zylinderkopfdichtung, die 86."
berücksichtigen.
Ist sonst noch an was Wichtiges zu denken und zu befolgen???
Ihr wisst ja noch, dass ich ein ziemlich unerfahrener Restaurator bzw. ein Schrauberanfänger bin ? :Frage:

Gruß Bero

isie

#44
Hallo Bero,

1.) ZK-Schrauben überkreuz UND in mehreren Schritten mit einem "ordentlichen" (<> Baumarkt)   DrehmomentSchlüssel anziehen.
35 Nm könnten auch 40 oder 45 Nm sein... Je nach ZK-Dichtungen musse es ggf. auch ZUERST > 60 Nm SEIN:
(das sind die mit Silikondichtungen).

2.) Unbedingt ZK-Dichtfläche vorher säubern. (Gut, hat der ordentliche Instandsetzer sowieso gemacht). UND die ZK-Schraubengewinde mit Stahlbürste säubern und mit neuen MotorÖl einführen - damit es gut "flutscht"... 

3.) ZK -Schrauben MÜSSEN nach 50 km und dann sukzessive bei 500 km usw. nachgezogen werden.

4.) Die Auspuffmutter übrigens auch so wie 3.)  nachziehen. Bei Montage unbedingt KupferFett ins Gewinde geben, sonst könnte es fressen; und den KupferDichtring dort auch neu.

ERklährung..: Die ZK Dichtung usw. setzt sich ggf.

Selbstredend auch jeweils Ventilspiel prüfen usw.

Do it & viel Spass

Bye

Ingo (hier übrigens kein Gast mehr)

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