R26 Schwungscheibe Scheibenfeder Halbmondkeil

Begonnen von Eppo, 30 März 2026, 14:32:01

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Eppo

Hallo Zusammen,

da ich nix passendes zu meiner Frage finden konnte, hier mal ein neues Thema:

Ich sitze gerade an der Scheibenfeder der R26 KW zur Schwungscheibe (also Teil 37 in der ETL #0016132)

Laut Ulis wird das Ersatzteil als 5x4,5 angeboten, Normteil laut DIN 6888 gibt es nur in 5x6,5.
Also hab ich mir die Norm-Scheibenfeder auf 5x4,5 runter geschliffen und die Passprobe an der KW im ausgebauten Zustand gemacht.

Zum Glück, denn es passt nicht  :kopfhau: .

Die Scheibenfeder ist wie sie sein soll eingesetzt und sitzt auch voll im Radius der Kreisform in der KW (siehe Grafik).

Bildschirmfoto_2026-03-30_14-18-56.png

Daraufhin habe ich weiter abgeschliffen und bin jetzt schon bei 5x4,3. Ist aber immer noch zu hoch.

Wenn ich mir das untere Bild von Lorenz seinem Beitrag hernehme, dann ist die Scheibenfeder bei mir immer noch zu hoch.
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=347723

Hat von den Motorexperten hier vielleicht jemand das Realmaß für diese Scheibenfeder?

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Eppo

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RTwenty7

Die Feder soll, meine ich, bei montierter Schwungscheibe 0,4mm? Spiel haben, damit gewährleistet wird, dass sie beim Anballern nicht den einwandfreien Sitz verhindert.
Roll On!
Amir

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Eppo

🤔 Da werd ich wohl mal versuchen mit der Quetschmethode die Tiefe der Nut in der Schwungscheibe zu bestimmen:

Schwungscheibe ohne Scheibenfeder versetzt auf die KW aufsetzen und Lötzinn platt drücken.
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Kees

R25 kan ich nicht mehr errinern aber beim R69 musste ich von das Ding unglaublich viel abfeilen, bis fast nichts mehr überstand. Es ist auch nur zum positionieren gedacht.

strichzwojan

Die Grafik ist natürlich verwirrend. Die gerade, schmale Fläche des Halbmondkeils soll natürlich parallel zur Oberfläche des KW-Stumpfs stehen. Und in dieser Position sind 1 bis 1,5 mm Überstand eine gute Ausgangsbasis.
Ich hatte meinen Keil übrigens noch niemals draußen.
Bei meiner Ersatzkurbelwelle von Uli ist ein Tütchen mit allen Keilen für alle Nuten dabeigewesen. Ich hoffe, sie passen dann auch... :)

Hansdampf

Hab hier mal ins Lager geschaut, wir haben sie in 3 Höhen. 6,5; 7,5; 9,0. Niedriger als 6,5 dürfte keiner Norm entsprechen.

strichzwojan

Um sicherzustellen, dass der Keil bei der Anprobe auch wirklich satt in der Nut sitzt, würde ich ihn mit einem Zangenschlüssel eindrücken.

Eppo

Zitat von: strichzwojan am 30 März 2026, 16:07:31Die Grafik ist natürlich verwirrend. Die gerade, schmale Fläche des Halbmondkeils soll natürlich parallel zur Oberfläche des KW-Stumpfs stehen.

Nein Jan, dann passt es nicht, weil die Nut in der Schwungscheibe nicht dem Verlauf des Konus folgt, sondern gerade ist und damit einen Keil bildet und die letzten ca. 5mm der Schwungscheibe zum KW-Lager sind als Konus abdichtend.

Hab mal noch ein Bild meiner damaligen R25/2 Restauration gefunden:
R25-2_KW_eppo.jpg

Die KW-Sicherungsmutter war damals so fest an der R25/2, dass ich davon ausgehe, dass da noch alles original war.
Der Überstand der Scheibenfeder über den Kegel ist echt nicht viel  ::) .

Zitat von: Hansdampf am 30 März 2026, 16:17:32Niedriger als 6,5 dürfte keiner Norm entsprechen

Stimmt, daher hatte ich auch nur als kleinstes Maß die 5x6,5 bzw. passt die 5x6,5 an der R25/2.
In der R25/2 ist die Scheibenfeder ja auch noch als 5x6,5 angegeben, ab den ETL der R25/3 steht kein Maß mehr dabei.
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strichzwojan

Das hört sich ja fast so an, als wäre bei dir die Nut eingestoßen worden und nicht eingefräst mit einem Keilnutenfräser, oder wie das auch immer heißt.
Bei meiner R25/2 schaut der Halbmond-Keil jedenfalls gleichmäßig aus der Welle heraus.

Wann immer ich mit den Nuten an Nockenwelle oder jetzt auch beim Bestücken der Nachbaukurbelwelle zu tun hatte, waren die Nuten halbmondförmig.

Eppo

Auf der KW ist mit Fräser gearbeitet worden und sicherlich an der Schwungscheibe mit einer Räumnadel gearbeitet worden.
Das wird bei der R25/2 genauso sein wie bei der R26 und anderen.

Das Bild im Beitrag #7 ist übrigens von meiner R25/2 KW so wie die Scheibenfeder beim Ausbau vorgefunden wurde.
Entsprechend der Scheibenfederposition konnte damals an meiner R25/2 das hintere KW-Lager gewechselt werden, ohne den Keil auszubauen.
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kahlo

Kannst du uns deine Schwungscheibe mal zeigen?
An der meiner R25/2 ist auf der schmalen Seite des Konus keine Ausräumung erkennbar, die Nut ist also nicht gestossen.. Die andere Seite habe ich leider nicht fotografiert...

IMG_6328_web.jpg

Fred

Ganz kann ich das Problem nicht nachvollziehen.
Wenn man die Scheibenfeder vorne nur geringfügig tiefer als hinten in die Nut drückt gibt es kein Montageproblem. Falls die Scheibenfeder hinten in der Schwungscheibennut ansteht wird sie nur in die Schwungradnut gedrückt und rückt dadurch vorne etwas raus.
Fred

CHAMBONDU

Hallo Zusammen.

Falls der Passfeder weiterhin festsitzt, bohre ich ihn auf und schneide ein M.3-Gewinde hinein, um eine Schraube einzusetzen, mit der ich ihn herausziehen kann.

Jean-Claude.

Fred


Beppo

Passfeder geht immer mit dem Seitenschneider raus! das würd mir nicht einfallen, noch ein Loch bohren und Gewinde schneiden... nei, nei, nei. ::)
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

RTwenty7

IMMER geht die Feder nicht mit dem Seitenschneider raus. Steckt sie so fest, dass sie nicht mit ein paar zarten Schlägen mit dem Durchschlag raushopst, drückst du sie mit dem Seitenschneider mit Sicherheit platt an den Kanten, so weich wie die sind.
Roll On!
Amir

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Eppo

#16
Es geht ja hier in dem Thema nicht darum, wie man die Scheibenfeder heraus bekommt  ::) .
Da hat scheinbar jeder so seine "Mittelchen".
Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht (sofern die Scheibenfeder weit genug hervor steht), direkt mit einem passenden Splinttreiber oder Trennstemmer an Pos.2 schräg heraus zu schlagen
oder wenn der Platz dazu nicht reicht, die Welle bündig gegenüber der Scheibenfeder auf einer harten Unterlage (Amboss, Kante vom Maschinenschraubstock etc.) zu legen und dann mit einem passenden Splinttreiber zuerst an Pos.1 zu schlagen damit an Pos.2 mehr Material zum Ansetzen hervor kommt.

Bildschirmfoto_2026-04-01_23-07-07.png

Von der Methode mit Zange bin ich schon lange abgekommen, da dies meist nur geht, wenn die Scheibenfeder eher locker sitzt.

Aber zurück zur eigentlichen Thematik  ;D .
Gestern hatte es mich mit Migräne und Kreislauf dahin gerafft  :thumbdown: und ich hab den ganzen Tag im Bett verbracht.
Das musste heut gleich wieder nachgeholt werden.

@kahlo :
Die Nut in der Schwungscheibe geht nicht durch und ist keilförmig (also wie oben in meiner Grafik dargestellt).

IMG_20260401_144140_bearb.jpg

@Fred: es geht mir hier nicht vorrangig darum, wie die Scheibenfeder in die Nut kommt, denn dies wird durch den Keil-Ausschnitt der Schwungscheibe vorgegeben.

Hier geht es darum, wie hoch die Scheibenfeder sein darf.
Ausgangsbasis ist ein Normteil 5x6,5, allerdings wird diese Scheibenfeder so weit abgeschliffen bis die Schwungscheibe passt und genau diese Höhe wäre für mich von Interesse gewesen.

Da aber offensichtlich noch nicht sehr viele hier in den "Genuss" einer Neuanfertigung dieser Scheibenfeder gekommen sind (einziger Hinweis dazu von kees), habe ich mich langsam heran getastet und im 1/10mm Bereich abgeschiffen.

Ergebnis:
ich bin jetzt bei der Scheibenfeder mit 3,6 bis 3,65mm Höhe dabei, durch das Freihandschleifen ergeben sich eben einige Unebenheiten. Aus Ermangelung einer passenden schmalen Fühlerlehre kam zurechtgeschnittenes & gefalltetes Papier zum Messen des Spalts zwischen Scheibenfeder und Nut der Schwungscheibe zum Einsatz.

IMG_20260401_173039_bearb.jpg

Beim Vergleich meiner Bilder der R25/2 Revision, ist stark anzunehmen, dass auch diese Scheibenfeder an der R25/2 KW einer Nacharbeit unterlegen war und dass das Normteil 5x6,5 nicht ohne Weiteres passt.

Anhand des minimalen Überstandes wird schon jetzt sichtbar, dass man da mit einer Zange wenig "Fleisch" zum Greifen hat.

Aber sofern die Scheibenfeder unbeschädigt ist, muss man zum Glück bei der Motorrevision die Scheibenfeder nicht entfernen, um das hintere Lager zu tauschen.

MfG
Eppo
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strichzwojan

Alles richtig Eppo, und alles richtig gemacht!

Zum Thema Passgenauigkeit: wer kann denn sagen, von welcher Werkbank die gelieferten Scheibenfedern kommen, wie präzise der Radius gefertigt ist, die Dicke, die Höhe. Etwas Nacharbeit wird wohl immer vonnöten sein, und dann kann man auch gleich so loslegen.
Der wichtigste Erfahrungswert dürfte sein, dass die Feder nur maximal ca. 1mm vorstehen sollte. Und dann kann man diese Feder ja ein Kurbelwellenleben lang vergessen.

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