Tipps & Empfehlungen Lackierpistole f. kleinere Objekte gesucht

Begonnen von 4Taktix, 27 März 2026, 12:21:06

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4Taktix

Moinsen,
ich suche 'was für kleinere Objekte - sagen wir mal max. Schuhkartongröße.
Farbbecher im Bereich 100 ml. Welche Düsengröße ist da sinnvoll ?
Ich will keine Lackierbude aufmachen, brauche also kein "High-End-Gerät".
Preissegment bis ca. 50,- Euro - da gibt's ja reichlich "HVLP"-Dinger.
Worauf sollte ich achten, gibt's empfehlenswerte Marken/Modelle, gibt's "No-Go"-Marken/Modelle ?
Kompressor ist ausreichend "potent" ( 50 Liter/10 bar )
Es sollen vorwiegend wasserbasierte Lacke verarbeitet werden.
Bin für Tipps aus der Praxis dankbar.
Think outside the box !

4Taktix

Think outside the box !

berndr253

#1
Maßgeblich für die Düsengröße ist der Lack. Für ne Grundierung - ggf Grundierfiller - braucht es schon ne dickere Düse. Da du aber nur kleine Objekte bearbeiten willst reicht hier auch ne Sprühdose 1K-Grundierung vollkommen aus.
Fürs Lackieren von Wasserlacken würde ich ne Düse mit 1,2 bis 1,3 mm nehmen. Auch für 2K-Autolack würde ich die nehmen.

Vermutlich reicht für deine Ansprüche auch ne kleine Lackierpistole mit ne 0,8er Düse wie man sie für spot-repair Arbeiten benutzt.
Schau mal nach HVLP-Spritzen - ich hatte mir eine von Wiltec gekauft - war preiswert und ganz ordentlich. Allerdings gibt es da wohl auch Besseres für einen akzeptablen Kurs.
Höffi hatte mal ein Set von zwei preiswerten Pistolen gekauft das recht ordentlich war

Nach meiner leidvollen Erfahrung sind neben der Lackierpistole auch noch andere Dinge für ein ordentliches Ergebnis wichtig - ein Auslaufbecher um die Lackierviskosität korrekt einzustellen ist hier wichtig. Hab die Brühe häufig entweder zu dünn oder zu dick eingestellt mit den entsprechenden Ergebnissen.
Nicht zu unterschätzen ist ein Druckminderer direkt vor der Lackierpistole. Hier kann der Arbeitsdruck wirklich exakt eingestellt werden. Das über den Kompressor zu machen ist wenig sinnvoll. Wasserabscheider direkt hinter den Kompressor nicht vergessen

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Heiko

Wasserabscheider ganz wichtig! Auch sehr wichtig nicht in der Nähe von offenen Öldosen usw. lackieren. Das dünstet minimal aus und kann sich auf dem Werkstück niederschlagen.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

4Taktix

Also Düsengröße haben wir jetzt von 0,8 bis 1,3.
Mit welcher Größe lässt sich denn in etwa eine Menge/Auftrag/Spritzbild wie eine Klickerdose erzielen ?
Think outside the box !

Eppo

#4
Das Spritzbild und die Wahl der Düse hängen stark von der Verdünnung des Lacks ab und auch ganz wichtig ist die Einstellung an Druckluft.

Ich hatte damals mit dem Revell Starter Set angefangen.
Einfache Venturidüse und bringt sehr gute/bessere Ergebnisse als eine Sprühdose.
Da hast du vorerst drei Parameter zum "Spielen" : Viskosität, Vordruck und Position der Venturi.
Wenn die Parameter passen, gibt die Pistole so ein seichtes Pfeifgeräuch beim Versprühen von sich.

Da auch wenige Bauteile dran sind, lässt es sich einfach Zerlegen und Reinigen.
Hab mich aber gleich zu Beginn von den Einwegdruckdosen verabschiedet und aus Messing einen Übergang auf Druckluftkupplung zum Kompressor gebaut.

Die Pistole nehme ich heute noch,
z.B den Lima-Deckel hab ich damit gemacht oder auch meine Felgen der /2

MfG
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

berndr253

#5
Wesentlich für das Ergebnis ist naturgemäß die Vorbereitung - schleifen, schleifen, schleifen - frag mal Tim, der hat da seine Erfahrungen mit seinem Seitenwagen gemacht.

Ich bin beim Lackieren von größer dimensionierten Teilen dann dazu übergegangen ein paar Schichten 2K-Lack in der Wunschfarbe auf die Oberflächen zu ziehen, dann nach dem Durchtrocknen noch mal schleifen und abschließend auf diese Oberfäche von einem Profi 2 Lagen Klarlack auflegen lassen.
Auch wenn es dabei immer "Gemecker" gibt (der Lack hält nicht, usw.) hab ich immer ein sehr gutes Ergebnis erhalten.

Würde sehr gerne mal an einem  "Lackierkurs" teilnehmen - das wäre vielleicht mal eine "Weiterbildung" die man hier im Forum organisieren könnte - halt so wie die "Getriebeseminare" in der Vergangenheit.
Hab mal im Netz nach solchen Seminaren gesucht ... (https://www.oldtimer-restaurieren-handwerk.de/oldtimer-lackieren/)

Grusz

Bernd

Leben und Leben lassen

Kees

Das ist natürlich eine Möglichkeit, 2K selst anbringen, danach Klarlack vom profi. Da habe ich dan noch eine Gedanke:

Aber wenn du das 2K Ergebnis schon wieder schön flach geschliffen hast, warum dann nicht selbst polieren? Was gibt der Klarlackkünstler das nicht schon eine polierte 2K fläche hat?


Marc97

Ich hab mir eine einfach hvlp für 40€ geholt. Mit düsen 0,8... 1,2 und glaube 1,7. Bei richtig eingestellten Druck kann die definitiv was.
Wichtig ist vor allem der Wasserabscheider. Lackieren zumeist mit mit 1,2. Grundieren mit 1,7
Wie schon voran geschrieben kommt darauf an wie sehr du verdünnst.
Am besten einfach mal kaufen und dann Blechreste probeweise lackieren :thumbsup:
Ich nutze die erbedol Lacke und Grundierungen+ Verdünnung/ Härter.
Unterschätze nur nicht das teile mit einer komplexeren Struktur echt viel Farbe brauchen. Ich erinnere mich da an meinen Campingmofa Rahmen, der doch tatsächlich 3 sprühdosen Lack gebraucht hat ;D
Viel in der Garage, wenig was fährt

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