Ölablaßschraube mit Magnet

Begonnen von Taz, 06 September 2024, 20:28:00

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Taz

Hi zusammen.

Um bei dem neu eingebauten Motor zumindest in der Einfahrphase den magnetischen Abrieb einzufangen, hatte ich eine magnetische Ablaßschraube im Sinn.

Nur...die übliche Lösung mit dem geklebten Magneten finde ich nicht soo toll und einfach ein paar Magnete in der Ölwanne verstreuen wollte ich auch nicht.

Bei einem Versandhändler im Netz habe ich dann kleine Magnete 10mm Durchmesser, 3mm stark, mit 3er Bohrung gefunden...flugs erworben, einer beliebigen Ablaßschraube ein passendes Sachkloch verpaßt und den Magneten geschraubt. Die Gewindelänge ist so gewählt, daß die Schraube auf dem letzten Millimeter Selbstsicherung betreibt...getestet und für gut befunden...und wenn ich den Magneten mal tauschen oder ganz ausbauen will, ist das auch kein Problem.

20240906-taz-magnetische_ablassschraube.jpg

Viele Grüße, Ute
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Taz


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strichzwojan

Absolut nichts spricht gegen Selberbauen, auch wenn es diese Magnetablassschrauben durchaus auch zu kaufen gibt.
 
Ich habe vor Jahren mal eine selber gemacht, die immer noch im Betrieb ist. Einfach in die originale ein flaches 6mm Loch bohren, einen kleinen Rundmagnet mit viel Power reinstecken und dann die Ränder mit dem Körner rundherum verstemmen. Das war in zwei Minuten erledigt.

Da ja immer wieder darauf hingewiesen wird, dass manche Magnettypen keine Hitze vertragen, teste ich bei jedem Ölwechsel die Haftkraft. Immer noch OK.

CowBoy

Ich habe es so wie Ute gemacht. Allerdings mit einem etwas größeren Magneten.
Die geschraubte Version hat den Vorteil der einfachen Reinigung, weil zerlegbar.

Schorsch

#3
Moin,

Hier mal die Klassen der Neodymmagnete bezgl. Wärme:

N  bis 80 Grad
M  bis 100 Grad
H  bis 120 Grad
SH bis 150 Grad
UH bis 180 Grad
EH bis 200 Grad

Ich hab allerdings 6 Magnete in der Ölwanne.

Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Kees

Das bringt doch nicht viel? Der Ablassschraube sitzt viel zu viel am Rande des Geschehens. Einige Magneten rundum das Ölsieb haben eher Chance etwas auf zu fängen.

Taz

#5
Nun...

Zitat von: Schorsch am 06 September 2024, 22:12:01... Hier mal die Klassen der Neodymmagnete bezgl. Wärme:

N  bis 80 Grad
M  bis 100 Grad
H  bis 120 Grad
...

Wenn die Öltemperatur längere Zeit auch nur Klasse N überlastet, sind auch von anderer Seite Probleme zu erwarten, oder?

Zitat von: Kees am 06 September 2024, 22:13:44Das bringt doch nicht viel? Der Ablassschraube sitzt viel zu viel am Rande des Geschehens. Einige Magneten rundum das Ölsieb haben eher Chance etwas auf zu fängen.

Pssst..mein Magnet weiß das nicht und hat die ersten Ölwechsel ganz ordentlich Abrieb von den vier Kolbenringen aufgesammelt...einen Teufel werd' ich tun und ihm sagen, daß er zu weit weg ist und eigentlich nichts finden darf...

Hab ich erwähnt, daß Bärbelchen aktuell mit einer R24 Ölwanne rumtuckert?  ;D
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Schorsch

Naja Taz,

80 Grad Öltemperatur sind an heißen Tagen schnell erreicht.
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Taz

#7
Ich teste die Magnetkraft wie Jan...wenn der erste nix mehr taugt, kommen der Reihe nach die 19 Geschwister dran...Großpackungen sind manchmal ein echter Segen ;D
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M. Bumerang

UH bis 180 Grad

8 Stück in der Ölwanne. Die sammeln jedes mü Körnchen ein.

ZitatHab ich erwähnt, daß Bärbelchen aktuell mit einer R24 Ölwanne rumtuckert?  ;D

Du weißt aber das Deine r25/3 jetzt nur noch 12 PS hat? Wenn überhaupt.
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

Taz

Zitat von: M. Bumerang am 06 September 2024, 23:37:38... Du weißt aber das Deine r25/3 jetzt nur noch 12 PS hat? ...

Kein Plan ist perfekt...
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CowBoy

Zitat von: Kees am 06 September 2024, 22:13:44Das bringt doch nicht viel? Der Ablassschraube sitzt viel zu viel am Rande des Geschehens. Einige Magneten rundum das Ölsieb haben eher Chance etwas auf zu fängen.
Im Motor ist durch die Umlaufschmierung ausreichend Bewegung im Öl. Da zieht der Magnet schon gut was an.
Im Getriebe und im Achsantrieb panscht es erheblich weniger und die Ablass-Schrauben sind an der tiefsten Stelle.
Da sinkt der Abrieb im Stand von allein hin.
Und gerade in den Getrieben fällt mehr Abrieb als im Motor an.

Bei den starken Magneten in der Ölwanne hätte ich Bedenken, dass der Motor weiterdreht, wenn die Kurbelwangen in die Nähe der Magenten kommen. ;D

Kees

Man möchte natürlich die Eisenspäne auffangen bevor die im Ölkreislauf kommen. Erstens weil es nicht so gut für Pumpe und Lager ist aber vor allem weil man das Zeug nicht in die Schleuderscheibe haben möchte.

Jetzt muss ich natürlich mein Motor aufmachen und nachschauen in die Schleuderscheibe ob meine Magnete das wirklich gemacht haben. Ich werde mal schauen ob ich morgen Zeit habe  :auslach:

strichzwojan

Der geringste Teil des ganzen Motorschmodders dürfte magnetisch sein.
Denkt man an abrollende, gleitende, reibende Teile, dann sind das Kolbenringe, die Zylinderwand, Kugellager, Steuerkette, Stösselstangenenden, Stössel, Nocken...(ist doch mehr als gedacht  ;) ).
 
Deshalb kommt man um das fleißige Wechseln des Öls nicht herum.

Der Magnet hat vor allem die Aufgabe, rechtzeitig auf Probleme hinzuweisen.

Eppo

Na so ein Magnet verhindert auch, daß größere Partikel weiterhin ihr Unwesen treiben (Stichwort verschwundene Mutter im Getriebe  ::))
Verhindert ja auch, dass die Metallteilchen immer wieder mit dem Ölkreislauf zirkulieren und so noch mehr Abrieb erzeugen.

Diesen Effekt sollte man nicht unterschätzen, klar regelmäßige Ölwechsel helfen da auch
und auch Öle die einen Ölsumpf bilden und die Partikel nicht in Schwebe umpumpen.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Taz

Hi.

Zitat von: Eppo am 07 September 2024, 09:55:48... Na so ein Magnet verhindert auch, daß größere Partikel weiterhin ihr Unwesen treiben (Stichwort verschwundene Mutter im Getriebe  ::)) ...

Wobei ich hoffe, daß der betreffende Magnet dann auch beim Getriebe montiert war (sofern wir in diesem Fall noch von einer Einzylinder-BMW sprechen)  ;D

Schön, daß mein Posting noch andere Optionen zusammengebracht hat, wie man magnetischen Metallabrieb im Kurbelgehäuse einfangen kann...wenn da noch Bilder dazukommen, könnte man ein "best of" dieses Threads direkt bei den Tipps dazustellen....
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patro

https://photos.app.goo.gl/Nrcsiw3VcYGaYVny9

Ich habe mit meinen Neodym Staubsaugermagneten schon Einiges eingesammelt. Wenn das alles irgendwo durch den Motor gelaufen wäre oder sogar im Ölschleuderblech angekommen wäre, hätte ich sicherlich ein Problem.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

berndr253

Den "Teilchen" die du hier abgeschieden hast nach zu urteilen HAST du ein Problem mit dem Motor. Die großen Teile, die hier abgeschieden worden sind müssen ja irgendwo herkommen.
Wenn an den Magneten "Stäub" und Schlamm abgeschieden ist seh ich das auch als unproblematisch an - bei großen Teilen deren Herkunft nicht eindeutig geklärt ist würde ich wenig optimistisch sein

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

M. Bumerang

Du hast doch den Motor generalüberholt. Und hast dann diese Teile gefunden?
https://photos.app.goo.gl/Nrcsiw3VcYGaYVny9
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

patro

Ja, ich habe den Motor generalüberholt und er läuft super. Meine Vermutung ist dass es sich bei dem großen Teil um ein Stück von dem Gewinde der Ölwanne für die Ölablassschraube handelt.

Da hat irgendeiner der Vorbesitzer mal ein bisschen dran rumgeschweißt. Als ich dann die neue Schraube mit Magnet eingebaut habe, ist dieses Stück vermutlich abgebrochen.

Das Stück ist so groß, dass es auch keine Chance hätte durch den Ölfilter wieder in den Motor zu gelangen.

Zudem ist es direkt beim ersten Durchlauf am Magneten hängen geblieben.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

M. Bumerang

Dann müsste das Stück am Gewinde/Ölablassschraube ja fehlen.
Die Rückstände am Magneten würde ich für normal halten
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
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Taz

Zitat von: patro am 08 September 2024, 19:56:41... Meine Vermutung ist dass es sich bei dem großen Teil um ein Stück von dem Gewinde der Ölwanne für die Ölablassschraube handelt ...

Das würde mich vermutlich so stark irritieren, daß ich nicht eher Ruhe geben würde, bevor ich das nicht (hoffentlich) sicher bestätigt hätte...freifliegende Brocken im Ölkreislauf haben etwas beunruhigendes...aber das sieht wohl jeder anders...
Life's a bugger, and then you die

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patro

#21
Also in dieser Hinsicht bin ich sehr tiefenentspannt.

Ich denke ich bin jetzt etwas über 1500 km - 2000 km gefahren. Der Tacho hat nicht immer mitgemacht, daher kann ich es nicht genau beziffern.

Interessanter wird die alte Lady nach der Generalüberholung mit zunehmender Kilometerleistung immer leiser.

Oder ich habe bereits einen Hörschaden.

Ich habe mit der Bee Moto mal eine Geschwindigkeit von 97, noch was gemessen. Ich glaube wenn ich jetzt drauf angelegt hätte, wäre es noch mehr geworden. Sie war noch nicht am Ende, aber mir wurde es zu heiß

Ich glaube damit darf man zufrieden sein.

Der Tacho ist dabei übrigens irgendwo zwischen 110 und 120 km pro Stunde unterwegs. Ich hoffe dann, dass ich alles richtig gemacht habe beim Zusammenbau

Kommt aber sehr selten vor, dass ich mich mit dieser Geschwindigkeit bewege.



Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Schorsch

Ist doch ne Kleinigkeit,

Ölwanne ab, gucken, fertig.

Schluss mit könnte, hätte.
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

kahlo

Zitat von: patro am 08 September 2024, 21:30:24Der Tacho ist dabei übrigens irgendwo zwischen 110 und 120 km pro Stunde unterwegs
So einen Tacho hab ich auch  :oberlehrer: . Bei über 90km/h fängt er an, nach oben abzudriften. Bei 100 Sachen schägt er bis 120 durch. Sieht auf dem Tacho aus wie satter Durchzug, ist aber nicht  ;) .

Grüsse,
Kahlo.

patro

Zitat von: Schorsch am 08 September 2024, 21:52:44Ist doch ne Kleinigkeit,

Ölwanne ab, gucken, fertig.

Schluss mit könnte, hätte.
Tatsächlich steht der nächste Ölwechsel an und vielleicht komme ich morgen Abend dazu.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

patro

Zitat von: kahlo am 08 September 2024, 21:56:09So einen Tacho hab ich auch  :oberlehrer: . Bei über 90km/h fängt er an, nach oben abzudriften. Bei 100 Sachen schägt er bis 120 durch. Sieht auf dem Tacho aus wie satter Durchzug, ist aber nicht  ;) .

Grüsse,
Kahlo.
Ich finde das okay. Ich glaube die Wirbelströme werden bei dieser Geschwindigkeit etwas wuschig und wissen nicht mehr was sie tun ...

Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

strichzwojan

Ich verstehe nicht, warum die schönen VDOs so wackelig anzeigen. Alle. Auch bei der Strichfünf (Motometer). Einzig der Tacho der Paralever-GS tut seit 1988 unbeirrt seinen Dienst.
Seit einiger Zeit nervt mein Nachbau-VDO von der "Mobilen Tradition" damit, dass er im starken Gefälle oder bei heftigen Steigungen zuviel anzeigt und bei Langsamerwerden nicht richtig runterkommt.

patro

Zitat von: strichzwojan am 08 September 2024, 22:33:36Ich verstehe nicht, warum die schönen VDOs so wackelig anzeigen. Alle. Auch bei der Strichfünf (Motometer). Einzig der Tacho der Paralever-GS tut seit 1988 unbeirrt seinen Dienst.
Seit einiger Zeit nervt mein Nachbau-VDO von der "Mobilen Tradition" damit, dass er im starken Gefälle oder bei heftigen Steigungen zuviel anzeigt und bei Langsamerwerden nicht richtig runterkommt.
Ich vermute, das hängt bei höheren Drehzahlen mit der verbauten und notwendigen Rückholfeder zusammen. Ich glaube die fängt dann irgendwann an zu schwingen, was man dann sehr eindrucksvoll auf dem Tacho sehen kann.

 Dazu glaube ich, es gab wenige die 1953 mit über 100 km pro Stunde unterwegs waren. Die Straßen waren da einfach noch nicht so weit. Hat vermutlich niemanden interessiert.

Auf keinen Fall möchte ich einen präzisen Tacho an der alten Maschine.


Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

M. Bumerang

Mein erster Tach war aus FFM. Nachbau. Nach 300km konnte man zu sehen wie er sich während der Fahrt zerlegte.
Der zweite Tacho kam vom KAJA Tacho Dienst. 1988. Über 300 DM. Der läuft heute noch. Laut Navi bei 100km/h 5 km zu viel.
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
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Borgward

Zitat von: strichzwojan am 08 September 2024, 22:33:36Ich verstehe nicht, warum die schönen VDOs so wackelig anzeigen. Alle. Auch bei der Strichfünf (Motometer).
bei meiner Strichfünf zeigt der Tacho die Geschwindigkeit in allen Bereichen zuverlässig und ohne Wackler an. Ist noch das originale Motometer von 1972, wurde in den 90er Jahren von VDO überholt

Hubi

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