Bohren in Werkzeugstahl Damast 1.3343 (60-62HRc)

Begonnen von Hodima, 28 April 2023, 12:46:40

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Hodima

Liebe Gemeinde, wie bekomme ich Löcher in diesen Stahl?

Was geschah:
1. Ankörnen ging nicht, 2 Körner beim ersten Schlag platt
2. bohren mit HSS-E Bohrer Cobalt ging nicht
3. bohren mit VHM Bohrer ging nicht
4. mit WIG durchglühen ging nicht, die Wärmetrompete weitete da Loch zu weit auf

Habe den Stahl an der Bohrstelle mit WIG leicht zum Glühen gebracht um die Härte zu reduzieren.
- 3 mm VHM bei niedriger Drehzahl abgebrochen
- mit dem Drehmel und einem spitzen Schleifaufsatz ein kleines Loch geschliffen (Aufsatz kaputt)
  danach konnte ich mit 5mm VHM aufbohren

Das muß doch besser gehen, aber wie?????

Lerne gerne dazu, Gruß  Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

Hodima

wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

Kees

Mit hardmetal eingesetzte bohrer. Mit so ein Steinbohrer, zurecht geschliffen fur metal wird es schon gehen. 

Kees

Oh warte mal. Das ist VHM. Hast du schon probiert.

Dann bleibt eignylich nur noch diamant. 

CHAMBONDU


kahlo

60-62HRc heisst, dass das gehärteter Werkzeugstahl ist, da soll niemand ein Loch reinbekommen. Das geht erst, wenn er mehrere Stunden bei 850 Grad geglüht wurde und dann über Stunden langsam abkühlt. Hinterher muss wieder gehärtet werden.
Der Schleifaufsatz war schon der richtige Weg denke ich.

Grüsse,
Kahlo.

bemwenesu

Wird nur mit Erodieren zu machen sein

 Senkerodieren ist ein Verfahren, bei dem die Form in den zu bearbeitenden Werkstücken durch eine Elektrode hergestellt wird. Beim Senkerodieren stellt die Elektrode dabei das Gegenstück zur geplanten Werkstückform dar.
Einfach mal googeln.

Gruß    Frank

berndr253

Das Material ist ein HSS-Stahl - aus diesem Material sind Drehstähle gefertigt. Hier Löcher reinzubohren wird schwierig werden.
Schleifen mit "Edelkorund" wäre hier eine Möglichkeit der Bearbeitung. 

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

rolf


Hodima

#8
es ist ein sehr hochwertiger Stahl für Messer

die Löcher sind nötig, um den Griff befestigen zu können

beim nächsten Loch werde ich es einmal mit Plasma versuchen

sonst bleibt mir nur wieder Edelkorund, aber der ist dann auch schnell hin

Senkerodieren werde ich wohl nicht realisieren können

Gruß Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

Stefan

Zitat von: Hodima am 28 April 2023, 19:30:16Senkerodieren werde ich im "Heimischen-Schweiß-Schmiederaum" wohl nicht realisieren können

Guck mal hier:
The evil is always and everywhere!

Anulu

Kleb die Griffschalen fest.
Nieten oder Schrauben kannst du dann doch zur Zierde setzen.

Oder spotte Gewindebuchsen oder Stifte drann.

Gruss Manu
Gruß Manuel



Rock or Bust!

NordmannR26

Hallo Horst Dieter,
Werkzeugmacher verwenden einen sogenannten Bohrteufel, um in Werkzeugstähle eine Startbohrung für das Drahterodieren zu setzen. Meines Wissens ist das auch ein Senkerodierverfahren, jedoch schnell und effizient, dafür nicht so präzise. Ich würde mal bei einem kleinen Betrieb anfragen, ob die schnell die zwei Bohrungen reinteufeln.
Viele Grüße
Rüdiger
Ich kann alles...ist nur eine Frage der Zeit.

Karl

#12
Zitat von: Hodima am 28 April 2023, 19:30:16es ist ein sehr hochwertiger Stahl für Messer. die Löcher sind nötig, um den Griff befestigen zu können.

Ich weiß nicht ob jemand die TV Serie "Forged in Fire" (dt. "Wettkampf der Waffenschmiede") kennt.
Dort geraten die Probanden regelmäßig an genau dieses Problem. I.d.R. lösen die das Problem wie folgt:
a) der Erl (das Metallstück im Griff) wird nochmal mit Acetylen-Flamme weich geglüht, dabei die Klinge mit nassen Tüchern gekühlt, um dort die Härtung nicht zu verlieren
b) der Erl wird nicht durchbohrt und die Griffschalen werden mit 2k Epoxy dran geklebt oder mit zB Paracord umwickelt.

VG Karl
Support this Board: Wer das Forum unterstützen möchte, kann das gerne per PAYPAL machen.

Hodima



Frank, Stefan
ich hatte von Senkerodieren noch nie etwas gehört, es eröffnet aber ungeahnte Möglichkeiten
was ich leider noch nicht habe finden können, ist eine brauchbare Bauanleitung
da häufig ein Netzgerät bereits vorhanden ist, sollte ein provisorischer Aufbau durchaus machbar sein

Notfalls versuche ich es einmal mit dem ARKOGAF. Das wird für ein Anfangsloch sicher auch funktionieren, dauert aber recht lange

Gruß Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

Hodima

Karl
Wettkampf der Waffenschmiede sehe ich regelmäßig, es gibt so an die 100 Folgen
die Anleitung ist richtig, hat aber leider nicht funktioniert,
dieser Stahl ist einfach zu hart, diese Härte wird dort wohl nicht erreicht



in dem Video sind folgende Teile verbaut worden, leider ohne den Schaltplan zu zeigen
Im Video zu sehen ist der sehr einfache Aufbau meiner Erodieranlage. Ein Trafo 230V zu 30V 200VA, Brückengleichrichter, 5000uF 50V Stützelkos, zwei 400W Stabbrenner als Wiederstand und einen 1000uF 50V Elko für die Entladungen. Erodiert wird mit einer Messinghohlelektrode außen 4mm Bohrung 3mm. Durch die Bohrung wird mit Kühlschmiermittel gespült. Die 4mm Bohrung in eine 10mm dicke gehärtete Stahlwelle dauert 20-25 Minuten. 

Gruß Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

schraubenkoenig

Zitat von: Hodima am 01 Mai 2023, 11:28:06

Frank, Stefan
ich hatte von Senkerodieren noch nie etwas gehört, es eröffnet aber ungeahnte Möglichkeiten
was ich leider noch nicht habe finden können, ist eine brauchbare Bauanleitung
da häufig ein Netzgerät bereits vorhanden ist, sollte ein provisorischer Aufbau durchaus machbar sein

Notfalls versuche ich es einmal mit dem ARKOGAF. Das wird für ein Anfangsloch sicher auch funktionieren, dauert aber recht lange

Gruß Horst-Dieter

Geh doch mal in einer Werkzeugbaufirma vorbei. Da wird senk- und drahterodiert. Damit geht jeder Stahl(Haerte uninteressant).   Mit dem Arkograf wirst du die Staerke nicht hninbekommen. Zu meiner Zerspanerzeit habe ich 8mm Vollbohrungen in durchgehaertete Stahlbloeke (HRC58) gebohrt. vc waren 20m/min bei f=0,1mm/Umdrehung... Das geht aber nur auf einer richtig stabilen Fraemaschine. Sonst platzt der Bohrer.   Glaubt man nich bevor man es live sieht.

Similar topics (2)

Hauptmenü

Anleitungen & Bücher Baureihe Specials Startseite Vergleichsliste

Presse & Wissen

Bauzeiten & Stückzahlen Historisches Liste der BMW Modelle Presseberichte Prospekte & Plakate

Foren & Literatur

Bildergalerie Bildtafel-Suche Forum: Boxerforum Handbücher Servicedaten

Allgemeine Infos

Bildtafelsuche Glossar Impressum Kontakt Sitemap

Tipps & Service

Dienstleister Händler Märkte & Museen Tipps Verschleißteile & Werkzeuge