Wer hat eine TR500 in die Garage stehen?

Begonnen von Kees, 13 April 2023, 09:15:40

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Kees

Es sind ein paar Dinge dazwischen gekommen, wie so üblich. Ich habe mir ein neues Spielzeug gekauft, eine Emcomat 7 Drehmaschine! Ziemlich klein natürlich aber gute Qualität. Es ist auch schon ein Oldtimer von 1976 aber wenig genutzt und darum auch sehr wenig verschleiss. Ich habe alles auseinander genommen, gesaubert, eingestellt usw. Und damit gespielt natürlich.
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Dann wollte ich noch eine Blechkantbank haben. Konnte man auch kaufen (billig import aus China) aber ich habe selbst etwas gebastelt. Es funktioniert, nicht so gut wie der professionele in die Arbeit, aber für mal schnel etwas biegen ist es gut genug. Ich hatte es schon mit Farbe eingenebelt, und erst danach getestet. Natürlich war es noch viel zu labil und ich habe viele Verstärkungen nachher eingeschweisst. Da lernt man mal wieder das lackierte teile Wig schweissen ein Drama ist, das der Lack dann nicht schöner wird und das man nicht in t-shirt schweissen soll (habe jetzt rote Obenärme...).
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Aber ich habe der Deckel nicht ganz vergessen. Im vorige Bericht hatte ich geschrieben das ich die alte Seitenteile wieder verwenden wollte. Aber nachdem ich die ausgeschnitten hatte und versucht die wieder recht und ansehnlich zu machen, habe ich doch entschieden die neu zu machen. Am ende habe ich nur die zwei Lagerbuchsen wieder verwendet vom alten Deckel.
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Seitenteile am Oberteil geschweisst, diesmal ohne Probleme. Alles schön flach geklopft, angepasst am Seitenwagen, ausgerichtet und es passt jetzt viel besser. Nur ist es noch viel zu labil. Ich möchte da noch ein paar verstärkungen einschweissen (dafür auch die Kantbank gebaut). Aber es soll natürlich nicht tordiert sein als ich die Verstärkungen einschweisse. Darum habe ich mir eine Versteifung aussen rum gebaut von eine Holzplatte und ein paar Bügel provisorisch angepunktet.
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Und da bin ich jetzt. Mal sehen wieviel ich vor meine Ferien damit noch machen kan.

Kees


Eppo

Emco ist gut  :thumbsup:, zumindest die Made in Austria, hab selber Seit vielen Jahren eine Emcomat 8.4.
Viel Spaß damit.
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Kees

Ja die 8.4 ist noch ein bischen besser, vor allem weil die mehr höhe hat. Ich kann eigentlich nur 8 mm Meissel einsetzen. 10 mm ist gerade zu viel. Und abstechen damit ist auch eine herausforderung.

Eppo

In meiner "Sturm & Drang" Zeit hab ich mir auch mal die Mühe gemacht und mir ein Schnellwechselsystem mit 4 Haltern gebaut, dass ist nun auch schon wieder 14Jahre her  ::).

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Wie die Zeit vergeht, damals konnte ich mir keinen Multifix leisten, heute gibt es die Adapter echt günstig aus China.
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Fastnachter

Kees, wie schön wieder hier ein Update zu lesen. Ich bin ein großer Fan deiner Aktivitäten! Ganz toller Arbeit mal wieder.

Viele Grüße
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Kees

Danke Jan,

Und ja Eppo, Schnelwechsel wäre schön aber das geht nicht so einfach mit so wenig höhe. Da passt eigentlich nur das kleinste drauf. Vorläufig schaffe ich es mit die einfache Klemme und die Unetrlegplatten.

Eppo

Das wird schon Kees, mit neuem Spielzeug kommen neue Ideen und Möglichkeiten.

Vielleicht lässt sich auch am Klemmhalter noch Material abtragen, dann gewinnst du mehr Abstand und vielleicht passen dann auch 10mm Drehstähle.
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Kees

Der Deckel braucht noch ein paar Versteifungen. Dazu habe ich die Kantbank gebaut, der kan aber auch nicht alles. Also, zum Profil biegen kann ich damit ein anfang machen, aber es hört auf wo die Anschweissflansch kommt. Und das ist weil der Deckel von oben nicht ganz flach ist. Da habe ich eine Wölbung einmassiert mit das Englische Rad, weil das viel stabiler ist und gegen Frosche im Blech hilft. Jetzt mit das Versteifungsprofil ist es aber ein Problem.

Ich habe schon etliche Methoden probiert, aber am ende ist es mit meine bescheidene Mittel am besten dies handwerklich an zu fassen. Also, die Wölbung aufnehmen und auf ein stück Pappe zeichnen, ausschneiden und damit am Blech abzeichnen. Und dann mit Hammer und Amboss das Blech umlegen da wo es umgelegt werden soll.

IMG_5501.jpg    IMG_5500.jpg

Natürlich kann ich nicht durch das Blech hindurch schauen wo die Kante vom Amboss ist. Deshalb legt man es erst ein bischen zu weit nach aussen an, schlägt mit der Hammer und schaut wo die Kante sich im Blech bildet, und dann schiebt man das Blech ein bischen dichter zur Linie und schlagt bis die Kante deutlich auf die gezeichnete Linie liegt.
Und genau das ist was mir immer am meisten spass macht, eine Aufgabe nicht mit Maschinen lösen aber mit Handwerk!

Und hier ist deutlich zu sehen wie das Blech bogenformig umgelegt ist. Und wie es im Deckel passt (braucht noch sicher eine Stunde feinjustierung!)

IMG_5502.jpg   IMG_5503.jpg

Einzylindär

Therapeutisches Klopfen... ;D

Toll...Ginge das mit der Sickenmaschine? Ich überlege gerade....

Englisch wheel hätte ich auch noch Spaß dran...welches hast du?

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Kees

Ja dafür ist die Sickenmaschine perfekt. Nur, die Rollen brauchen platz und das hatte ich da nicht. Mann konnte natürlich auch erst diese kanten mit der Sickenmaschine rollen, aber dann passt es nicht mehr im Kantenbank...

Als Englisches Rad hatte ich die billigste bei HBM gekauft. Und das Ding dann gleich extra verstärkt mit Winkeleisen. engels wiel.jpg

jo.gi

Die Baubeschreibung des Bootes ist echt Klasse.  :thumbsup:
Chapeau!

Du hast hier händisch ein Hutprofil mit variabler Höhe hergestellt.
Was an dieser Stelle vielleicht auch möglich gewesen wäre ist, ein Hutprofil aus der Kantbank, mit konstantem Querschnitt, nachträglich in Form zu bringen. Die Wölbung vom Deckel ist ja nicht besonders groß. Bitte dies nicht als Kritik verstehen, nur als Alternative.

Mit zwei Auflagen, Körpergewicht/ Presse/ Hammer (je nachdem, was zu Verfügung steht) und vielen kleinen gefühlvollen Schritten geht das ganz gut. Man darf halt nicht zuviel auf einmal wollen, dann knicken die Wände des Profils gern ein, grade bei dünnen Materialstärken.
(OT: Ich ,,durfte" das mal für den Träger eines Stoßfängers beim Auto machen. Es gab kein Ersatzteil nach einem Heckaufprall.)

SF_01.jpg

Oben der originale Alu-Biegeträger, unten der Nachbau.
SF_02.jpg

Wie wirst Du die Versteifung mit dem Deckel verbinden?
Die Situation ist vergleichbar mit Spriegel/ Dachhaut beim Auto. Da haben die Flansche des Spriegels so 3-4 mm Luft zum Dach und werden mit dauerelastischem Kleber (wie z.B. für die Windschutzscheibe) montiert. Nur ganz außen sind sie mit der Struktur verschweißt.
Das läßt dem Dach etwas Bewegungsspielraum, z.B. bei Wärmeausdehnung, und vermeidet vor allem, dass sich Schweißpunkte oder -nähte außen abzeichnen und vor dem Lackieren dann nachbearbeitet werden müssen. Auch kleine Toleranzen vom Flansch gleicht der Kleber aus.

Es gibt noch einen Vorteil dabei, Korrosionsschutz.
Hier entsteht ein geschlossenes Profil, in das man hinterher nur schwer mit Lack hinkommt. Beim Kleben kann vorher die Innenseite vom Profil und der Deckel bereichsweise lackiert, und so geschützt werden.
Kondenswasserbildung läßt sich in dem geschlossenen Profil auch nicht vermeiden. Vielleicht denkst Du noch über ein paar großzügige Löcher in der Versteifung für Ablauf und Belüftung nach. Spart auch Gewicht ...

(Sorry, ich bestreite meinen Lebensunterhalt mit Karosseriekonstruktion. Da schlägt man sich täglich mit solchen Überlegungen herum.)
Viel Erfolg und vor allem Spaß weiterhin.
Jörg

Kees

Hi Jörg,

Herzlich dank für deine Anmerkungen! Über die Möglichkeit das Profil hinterher zu biegen habe ich nicht gedacht. Eigentlich logisch. Na ja. nächstes mal...

Und ja ich hatte erst vor die Profile zu verschweissen, mittels punktschweissungen. Heute morgen hatte ich auch schon über Kleber gedacht, weil alle deine Punkte hier auch zutreffen. 4mm wäre mir hier viel zu viel, aber 1-2 wird schon gehen. Und dann mit eine moderne Kleber/Kit das am obere Blech ankleben und nur die Endkanten verschweissen.

Heute habe ich alle Verstärkungsprofille fertig gebasteld.

Profielen.jpg

Fastnachter

(Sorry, ich bestreite meinen Lebensunterhalt mit Karosseriekonstruktion. Da schlägt man sich täglich mit solchen Überlegungen herum.)


Und das sagst du erst jetzt?
WO WARST DU BEI DER ISETTA?

Kees, tolle Arbeit!

Viele Grüße

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Kees

Er ist jetzt verschweisst, und oh Wunder, nur minimal verzochen! Alles passt, auch nachdem ich die temporäre auswendige Versteifung abgeschraubt habe!

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Es passt jetzt, es ist stabil, das kann so ohne Probleme ein Reserverad tragen.
Das Schweissen selbst war etwas stressig. Es wollte nicht überal wie ich das wollte. Aber immerhin, alles ist fest. ich werde es noch ein bischen verschleifen, vielleicht mit Karroseriekit zuschmieren damit es ein bischen professioneler aussieht....

IMG_5516.jpg

Wie von Jörg beschrieben habe ich erst die Profilen mit Scheibenkleber angeklebt. Dan erst mal wieder gepasst ob es immer noch gut geht. Dan rundum Schweisspunkte gesetzt. Wieder gepasst und zum schluss durchgeschweisst.
Und weil es doch ganz heiss wird, hat der Kleber nicht überal gehalten. Aber genug damit es am Steifigkeit beiträgt.

Nun muss ich mir noch längere Scharnierbolzen drehen, es ist jetzt ein bischen zu eng. Und ich muss noch die Löcher für das Reserveradgestell bohren und verstärken.

Alles im allen bin ich jetzt rundum glücklich  ;D

jo.gi

Das schaut ja gut aus.  :ok:

Nur, man kann es auf dem Bild nicht gut erkennen, das Thema Korrosionsschutz.
Hast Du die Hohlräume vor dem Zusammenbau innen lackiert? Falls nicht ist dort nun blankes Blech das schnell Rost ansetzen wird.
Ausschwenken mit Lack dürfte eine ziemliche Sauerei geben. Ansonsten fällt mir nur Hohlraumwachs, mit einer Sonde gesprüht, ein.

Jörg

Kees

Ja ueberall habe ich eine Primer gestrichen. Nur nicht da wo ich noch schweissen musste. Vor allem mit Wig schweissen geht das ueberhaupt nicht. Auch als die Farbe nur innen sitzt, durch die Schmelze schwimmt das auf und es spritzt schrecklich. 

Da muss ich also spaeter mit Hollraumwachs das nochmal versiegeln. 

Zum gluck ist das nicht im Spritzwasserbereich. Also nicht so schlimm gefaehrdet. Frueher wurde ueberhaupt nicht abgeschirmt, das war blankes Blech in alle Hohlraume. Ob die besseres Blech hatten?

jo.gi

Fein.

Besseres Blech glaube ich nicht, es hat sich halt niemand Gedanken drüber gemacht. Und die Leute kannten es nicht anders.
Aber bei der ganzen Arbeit, die Du in dieses Projekt steckst, wäre es schade, wenn nach zwei Jahren da die Rostspuren den Deckel herunterlaufen würden.

Kees

Flugrost gibt es natürlich reichlich bei die ganz alte Veteranen, aber Durchrostungen eher nur da wo Wasser längere Zeit anliegt, zum Beispiel in die Schweller von Automobilen. Wenn man so eine alte Ford A Restauration sieht, viel Flugrost, aber das Blech ist vielerorts noch voll dabei.

Ich habe die Teile meiner Gespann ohne Schweissprimer aneinder gepunktet und dann nachher mit verdünte Primer die Falzen geflutet. Hoffentlich ist da so viel wie möglich dazwischen gekrochen. Und dann wird es noch mit Abdichtkit versiegelt. So ein Gespann hat weiter keine Hohlraume, nur hier im Deckel habe ich die eingebaut. Das ist nicht wie original, aber viel stabiler.


Heute noch mal die Löcher für die Bolzen verstärkt. Da kommen die Bolzen für der Gepäck/Reserverad Träger. Durch das eingesetzte stück Rohr kann man die Bolzen anknallen ohne die Profile ein zu stauchen.

IMG_5527.JPG

Jetzt ist die Argon Flasche alle, und ich gehe auf Ferien. Das Projekt muss jetzt also ausruhen, genau wie ich  8)

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