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BMW Einzylinder-Forum

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Autor Thema: Abrieb im Getriebeöl  (Gelesen 591 mal)

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BastiBS

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Abrieb im Getriebeöl
« am: 28 September 2021, 00:45:53 »

Guten Abend zusammen,

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ölwechsel und dann die Tüv-Prüfung werden, letztere habe ich jetzt erstmal auf Eis gelegt.
Bei meiner R25/3 wollte ich heute einmal Motoröl wechseln und Getriebe- und Kardanöl checken. Kurz warmgefahren nach etwas Standzeit und dann mal beim Getriebeöleinfülloch geschaut.
Mir fiel direkt die Farbe des Öls auf: quasi Mausgrau, wie auch auf den Bildern zu sehen. Direkt abgelassen und dann diese schimmernden Schlieren gesehen.
Kurze Info zum Getriebe: die Maschine wurde in den 90ern bewegt, stand dann 20 Jahre, wurde dann wiederbelebt, alle Flüssigkeiten getauscht und ist seitdem maximal 1000km gelaufen.
Geschaltet hat das Getriebe bisher immer relativ gut, manchmal war das Schalten vom 1. in den 2. Gang nicht ganz so sicher, das klappt nicht immer ganz auf den ersten Versuch.

Sollte ich besser vorsichtig sein, das Getriebe einmal ausbauen, zerlegen und auf Verschleiß begutachten? Oder könnten die Ablagerungen noch Reste des letzten Öls/-schlammes sein, der beim einmaligen Ablassen (vermutlich auch nicht betriebswarm gewesen) im Getriebe verblieben ist?

Wenn zerlegen besser ist: worauf sollte ich genau achten? Zahnflankenabnutzung, Lager?
Ist das Zerlegen ohne die Sonderwerkzeuge so ohne weiteres machbar?

Vielen lieben Dank für eure Hilfe im Voraus!
Grüße
Basti
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BMW Einzylinder-Forum

Abrieb im Getriebeöl
« am: 28 September 2021, 00:45:53 »

4Taktix

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #1 am: 28 September 2021, 01:47:30 »

'nahmt Basti,
keine Panik, ich wüsste auf Anhieb kein bewegliches Teil im Getriebe, das einen derart hellgrauen Abrieb verursachen könnte.
Stahl-Abrieb ist i.d.R. schwarz, oder zumindest viel dunkler grau, eher wie Anthrazit/Bleistiftmine.
An Deiner Stelle würde ich die Zahnradkiste einmal mit billigem Motoröl zum Spülen befüllen und ein- oder zweimal warmfahren, dann ablassen.
Zusätzlich könntest Du eine Ölablassschraube mit Magnet verwenden, die fängt ein bisschen 'was 'raus, ist aber nicht kriegsentscheidend.
Danach Getriebeöl GL3 (nicht GL4 oder GL5 !) Viskosität 80, evtl. 90 einfüllen, Motoröl geht auch immer noch.
Nach weiteren 500 bis 1000 km nochmal das Öl begutachten ("Peilstab" in Zewa abwischen zur Beurteilung).
Deine Bilder sehen mir sehr stark danach aus, als ob der Vorbesitzer irgendeine MoS2-Paste zusätzlich eingefüllt hatte.
Kann man machen, schadet nicht.
Wenn Du mal mit dem Finger an der tiefsten Stelle Deines Sammelbehälters popelst und dann keine Krümel zwischen den Fingern spüren kannst,
würde ich erstmal Entwarnung sagen.

Gruß,
Sascha
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strichzwojan

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #2 am: 28 September 2021, 09:24:57 »

Basti, genauso machen wie Sascha schrieb. Entscheidend ist dann der Fahr- und Höreindruck des Getriebes. Und nimm eine magnetische Ablassschraube, das erleichtert manchmal die Diagnose. Und auf den Tachowelleneingang achten, da kann Wasser reinkommen.
Ich fahre übrigens nur GL 1 / 2 Öl, was ich von Kaubek Oldtimerschmierstoffe  beziehe. Hypoidöl (GL5) wäre superschädlich!

Gruß, Jan

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rolf.soler

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #3 am: 28 September 2021, 11:10:24 »

Addinol GL-3: billig, perfekt für unsere Oldtimer
zum spülen 2-3 x  geht auch billiges Motoröl 15W-30 bis 10W-40, nachsehen und wenn grau ablassen und neues Oel, nach 100, 200, 500, 1000 km
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Borgward

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #4 am: 28 September 2021, 12:26:42 »

weil es gerade dazu passt:
letzte Woche hab ich beim Öffnen meines R25-2 Getriebes (etwas heftigeren) Abrieb gefunden.
Nachdem der Getriebedeckel abgenommen war zeigte das Lager der Nebenwelle einige Fehlstellen (Bild1).
Zum Glück ist dieses Lager ein zweireihiges Rillenkugellager, und nur die in Richtung Deckel liegende Reihe war betroffen, so dass der gröbste Abrieb (Bild2) nicht in das Getriebe gelangte, sondern zwischen Lager und Deckel eingeschlossen war und dort aber fleißig unter dem Lagersitz arbeitete (Bild3). Bild 4 zeigt noch einmal das ausgebaute Lager.....

Hubi
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Rütz

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #5 am: 28 September 2021, 15:46:49 »

Zum Glück ist dieses Lager ein zweireihiges Rillenkugellager, ...
Also original ist das ja nicht so.
Es kommt (und passt) da nur ein einfaches Rillenlager 6203-c3 hin.

Um dort auch ein zweireihiges verwenden zu können, hätte der Lagersitz im Deckel verteift werden müssen.
Ich glaube, das wurde nicht gemacht...
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Borgward

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #6 am: 28 September 2021, 17:43:03 »

Komisch, lt. Ersatzteilliste hast du recht, aber bei mir (r25) war da ein 4203 drinnen und hat auch von der Lagesitztiefe gepasst. Ich hab jetzt auch wieder ein 4203 eingebaut - passt..
Vielleicht sollte ich doch ein 6203 mit zusätzlichen Distanzscheiben (ca. 5mm!) nehmen?

Hubi
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JochenD

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #7 am: 28 September 2021, 17:50:53 »

4203 klingt nach R24 Getriebe.....
Mach mal Bitte ein Foto vom Gesamtgetriebe.
Danke.

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #8 am: 28 September 2021, 18:03:26 »

Hallo Jochen,
du hast recht, es ist tatsächlich ein R24 Getriebe!  :respekt: gerade nachgeschaut und mit der Vergleichsliste überprüft:
- Handschalthebel
- kein Leerlaufkontakt
- Lagerblock für Ausrückhebel angegossen

und siehe da, 4203 stimmt lt. Ersatzteilliste  :applaus:

Jetzt besitz ich also auch noch ein R24 Getriebe


Hubi
« Letzte Änderung: 28 September 2021, 19:08:11 von Borgward »
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Rütz

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #9 am: 28 September 2021, 22:01:01 »

Man lernt nicht aus.
Diese Besonderheit am R24 Getriebe kannte ich auch nicht.
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BastiBS

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Re: Abrieb im Getriebeöl
« Antwort #10 am: 12 Oktober 2021, 21:03:18 »

Hi liebe Leute!

Danke für die Tipps, macht schon sinn, dass das Öl nicht durch Abrieb so silber werden kann, da ist was dran.
Habe mich mal mit zwei Füllungen mit billigem Öl probiert und siehe da, sieht schon ganz anders aus! Im Hinterachsantrieb war dieselbe Verfärbung, scheint also wirklich was altes im Öl zu sein... Auffällig war auch bei den weiteren Probe- und Warmfahrten nichts, also alles paletti! Dann kann ich jetzt beruhigt weiter mit dem neuen Öl fahren..
Danke für eure Hilfe :)
Die Plakette gabs nach einer Runde ums TÜV-Gebäude und Licht anmachen auch ohne Probleme  ;D

LG
Basti
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