R25/3 mit zusammengewürfeltem Motor ans Laufen kriegen

Begonnen von youare, 23 Januar 2021, 22:53:21

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rolf

Zitat von: cledrera am 28 Januar 2021, 17:39:59
:lol:
Früher hast du immer "Sitz!" gesagt.

auch das stimmt nicht...ich habe immer "Platz" gesagt

rolf


4Taktix

Moin Udo,
kleiner Hinweis: Wenn Du bei den KW-Lagern wiederstehen kannst, eines mit Messingkäfig zu wählen, hast Du später freie Wahl beim Öl !
( dazu sollten auch die Kipphebelbuchsen aus Stahl sein, nicht aus Rotguss oder Bronze, wie z.B. bei /3 Serie )
Einige Additive aus hochlegierten, modernen Mehrbereichsölen können Buntmetalle angreifen.
Wenn Du die vermeidest, kannst Du also bedenkenlos 15-W40 Baumarktöl fahren. Das bietet m.E. viele Vorteile.
Mehr Hubraum kann man machen, würde ich persönlich aber nur, wenn eines oder mehrere der dafür auszutauschenden Teile sowieso mangelhaft sind.
( Simmering-Dichtflächen auf KW-Stumpf vorne/hinten, Hubzapfen/Pleuellager, )
Dadurch kommen auch wieder neue Problemchen, die Du sonst nicht hättest. ( Auswuchtung, Vergaserabstimmung/Bedüsung )
Wenn KW und Pleuellager gut sind, würde ich nur das Schleuderblech erneuern und alles so wieder verwenden.
Letztlich ist es aber Deine Entscheidung.

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

strichzwojan

Sascha,
ich habe nie darüber nachgedacht, dass Motorinnereien aus Messing oder Bronze, von Rotguss ganz zu schweigen, nicht motorölverträglich sein könnten. Diese ZDDP Diskussionen habe ich jedoch mitverfolgt. Ich dachte bislang, dass Buntmetalle sich nur mit Hypoidzusätzen kritisch verhalten, also in Getriebe und HAG, falls man da so eine GL5-Suppe fährt.
Alle unsere Einzylinder haben doch Bronzebuchsen im oberen Pleuelauge. Da müssten ja quasi bei Jedem im Forum, der nicht mit Einbereichsöl unterwegs ist (und das sind viele), ein Schaden auftreten. Dann fällt mir noch mein hinteres Nockenwellenlager mit Messingkäfig ein (vor 14 Monaten in der Hand gehabt, geprüft und wieder eingebaut), dass schon über 42.000 km mit billigem Mehrbereichsöl läuft. Ach ja, und Strichdreikippis habe ich auch schon ewig.

Gruß, Jan

4Taktix

Da hast Du Recht, Jan. Hat sich wohl in meinem Kopf etwas miteinander vermischt - ich hatte zuletzt Lager für's HAG bestellt und lange suchen müssen,
bis ich für die Ritzelwelle welche mit Stahlkäfig finden konnte.
Ich ziehe den Gehirnmatsch zurück.  ;D

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

OldsCool!

Vorsicht mit dem Lagerdeckel!  :oberlehrer: Die Metallschrottkisten sind voll von Deckeln mit abgebrochenen Laschen. Nur mit passendem Abzieher arbeiten  :thumbsup:

Gruß Steffen
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

berndr253

Wer auf Stahlkäfigen fürs HAG-Ritzelwelle steht - das N304E gibts bei DSWÄLZLAGER, das 3303 glaub ich auch. Sind aber wohl Produkte aus Fernost

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

... und auf dem "FAG"-Tellerradlager steht "made in India" - "Bosch"-Zündkontakte sind "made in Korea" -
meine neu gekaufte "Bosch" (blau) Bohrmaschine ist "made in Russia" und auf meinem Mountainbike steht: "Designed in USA, welded in China"   ;)
Unsere hiesigen Lohnkosten können sich auch die großen Traditionsunternehmen nicht mehr leisten. "Money Money Money......."
Oder anders: Das ist "normal"

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

strichzwojan

Wenn die NGKs für meine Einzylinder aus dem Hochlohnland Japan kommen, die Bosch-Kerzen für meine Großen , "made in Russia" sind, und nahezu gleichviel kosten, dann liegt der Verdacht nahe, dass das eingesparte Geld bei der Produktion komplett in den Firmenprofit fließt, und nicht an den Endkunden weitergegeben wird.
Dann gibt es noch diese netten Umverpackungen auf denen "Made in Switzerland" steht (U-Kontakt der 75/5), aber so richtig traue ich dem Braten nicht. Vielleicht ist ja nur der Karton aus der Schweiz. Und besonders gefiel mir ein Originalprodukt von Beru (Kondensator), wo auf der Pappschachtel der Firmenname, die Mikrofaradzahl und "made in Turkey" stand, aber drinnen ein gänzlich unbeschriftetes Teil steckte.
Und dann noch Kugellager mit ASK-Logo (eine Kornwestheimer Firma), die an der Seitenwagenschwingenachse gerade mal 5000 Km hielten. Vermutlich nicht in Deutschland hergestellt. Und die Autobatterie beim Opel meiner Eltern "Centro" by Bosch: nach zwei Jahren platt...
Es muss ja nicht immer "Made in Germany" sein, aber speziell bei Kugellagern kaufe ich nur noch Ware, wo eingeprägt steht "Made in France", "Made in Italy", "Made in Germany", "Made in Japan".

R25-2-3-7Hartmut

Da es viele Kupferlegierungen gibt , sollte man annehmen das die heute verwendeten Werkstoffe auch zu den Schmierstoffen passen. Für die obere Pleuelbuchse und Ventilführungen wird cw713 R ehemals 2.0550 verwendet. Das hat eine gute korrosionsbeständigkeit und hohe Verschleißfestigkeit und ist damit bestens geeignet.
Gruß Hartmut

strichzwojan

Hartmut, weißt du, ob die heute käuflichen Pleuelaugenbuchsen vor dem Ausreiben noch ins Ölbad müssen und wie lange? Ich las das mal. Einige Hersteller lieferten wohl bereits "geölte" Buchsen.

Gruß, Jan

rolf

bin zwar nicht Hartmut....ins heisse Ölbad werden sie gelegt damit sie wachsen....und das nicht erst im Motor ....im Betrieb. Wachsen bei Hitze tuen nämlich alle Buchsen....ich meine das einmalige wachsen beim ersten mal erhitzen....das bleibt nämlich auch nach dem abkühlen bestehen.

strichzwojan

Zitat von: rolf am 30 Januar 2021, 10:15:45
bin zwar nicht Hartmut....ins heisse Ölbad werden sie gelegt damit sie wachsen....und das nicht erst im Motor ....im Betrieb. Wachsen bei Hitze tuen nämlich alle Buchsen....ich meine das einmalige wachsen beim ersten mal erhitzen....das bleibt nämlich auch nach dem abkühlen bestehen.
Eine neue Pleuelbuchse einziehen und ausreiben (Hungergerät) macht man ja nicht alle Tage. Wenn ja: hast du die Buchsen dann nochmal selbst "fritttiert" oder ist das nicht nötig, weil im Herstellungsprozess bereits geschehen? Auf meiner letzten Buchse stand BOGRA oder BÖGRA.

Gruß, Jan

rolf

ICH! würde bei der Firma nachfragen....und im Zweifel das selber nochmal machen

youare

#73
Kurbelwelle: In dem "Ueberholung-1-Zylinder.pdf" wird erwähnt, dass eine zuverlässige Verschleißprüfung kaum möglich sei. Daher denke ich, ich werde sie überholen lassen oder gleich auf 72er Hub umrüsten.

Habe heute ein Foto der Simmeringlauffläche an der Schwungscheibe gemacht. Maß 44,85 mit dem Messschieber in der Rille gemessen, wo der Simmering wohl gelaufen ist. Die Messung ist natürlich relativ ungenau, da man ja nicht richtig in die Rille kommt. Gibt es da ein Verschleißmass? Oder einfach den Simmering drüber schieben und schauen, ob er noch Vorpsannung hat? In der Anleitung steht nur: Achten, ob Simmering-Abdichtung einwandfrei ist.

Ich habe gebrauchte Kipphebel einer 51/3 bekommen. Die Hohlwellen müssen andersherum verbaut werden. Bei der Demontage habe ich noch ein Sandkorn in einer Ölbohrung gefunden. Gut, dass ich sie zerlegen musste. Bei der Einstellschraube ist mir aufgefallen, dass sie kein Durchgangsloch hat. Ist das nötig? Es gibt ein kleines Loch in der Aufnahme des Stößels. Kann man das Loch im Gewinde einfach reinbohren?

Ölpumpe: Das Axialspiel ist gut. Die axiale Fläche mit leichten Riefen kann man über eine Platte ziehen. Aber des Flankenspiel scheint deutlich zu groß zu sein. Die 0,15mm Fühlerlehre paßt dazwischen. Die Zahnräder müssen wohl auch neu.

Bei der Kontrolle des Zylinderkopfes ist mir noch eine dicke Macke an der Dichtfläche zum Vergaser aufgefallen. Das wäre mit Sicherheit nicht dicht geworden. Das habe ich schon nachgearbeitet.
Der Ansaugkanal scheint bearbeitet worden zu sein. Daher kommt vielleicht auch der 24er Einlasskanal statt des 22er eines /2 Kopfes.

Schönen Gruß
Udo

Nachtrag: Der Zylinderkopf hat einen Dulenit Auslassventilsitz.

rolf

die 51/3 Hebel passen nicht, die haben eine andere Ölzuführung....da soll das Öl in die Bohrung tropfen....die /2 Röhrchen passen da auch nicht rein

strichzwojan

Der Schwungscheibenstumpf sieht sehr mitgenommen aus. Es gibt hier im Forum Leute, die das mit so einer drübergezogenen Blechkappe (Easy Sleeve oder so ähnlich) repariert haben, aber eine gute gebrauchte Schwungscheibe kommt wahrscheinlich auch nicht viel teurer.
Der Simmering hinterlässt immer eine Laufspur, sie sollte aber nicht mit dem Fingernagel zu fühlen sein.
Neben passenden Kipphebeln brauchst auch die passenden Ventilschrauben, hohlgebohrt, damit bei den Einzylindern da im Betrieb Öl einsickern kann und schmiert. Bei den Boxern macht das wegen der liegenden Zylinder natürlich keinen Sinn.
Das letzte Foto lässt wohl einen merkwürdigen Sitzring erkennen. Wenn da wirklich so ein Kragen in den Strömungsverlauf hineinragt dann ist das richtig schlecht.
Mach doch noch mal ein, zwei Fotos vom Brennraum mit ausgebauten Ventilen.
Wenn ich an die Nasen der Kipphebel, den Schwungscheibenstumpf, die "Kolben-Zylinder-Anomalie" denke, dann kommt mir der Verdacht, dass es da mal einen heftigen Motorschaden wegen Ölmangels gab.

Anulu

#76
Moin,

Ich war einer von denen.




https://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=16102


Das Teil heisst Speedi Sleeve und funktioniert hervorragend:

https://www.skf.com/de/products/industrial-seals/power-transmission-seals/wear-sleeves/skf-speedi-sleeve

Ich glaub ich hab was um die 30,-€ bezahlt bei agrolager.de

5 Minuten und die SS ist wieder ok.

Bei einer gebrauchten weiss man ja auch oft nicht ( wenn man sie nicht life in die Finger bekommt) wie gut die Lauffläche ist.

Ich würds reparieren.

Gruss Manuel
Gruß Manuel



Rock or Bust!

Borgward

Ich kann Manu nur beipflichten, mit Speedi Sleeve hab ich nur gute Erfahrungen gemacht, und wie Manu schreibt, bei Agrolager kaufen, ist mit Abstand am günstigsten.
Hubi

youare

Schwungscheibe: Vielen Dank für den Tip mit der Speedi Sleeve. Das werde ich versuchen. Wie Manuel geschrieben, hat bei gebrauchten Teilen, weiß man nicht, was man bekommt, bis man sie in den Händen hält oder auch zerlegt hat. Wenn ich meinen Motor so ansehe  ???

Kipphebel: Rolf, danke für den Hinweis. Ich hatte die Vergleichstabelle studiert und dort stand, dass sie auch in einer 51/3 verwendet werden. Mit der Hohlwelle hast du auf jeden Fall recht, das Loch ist etwas kleiner (R25/2 6-6,05mm und R51/3 5,2mm) . Ich werde die originalen Kipphebel auch mal zerlegen und genau vergleichen. Alternativ müßte ich mir andere besorgen oder doch die Alten schleifen (lassen).

Zylinderkopf: Der Übergang ist vielleicht nicht optimal, aber auch nicht besonders schlecht. Ich würde mich den Kanälen sowieso nochmal widmen und alles anpassen. Falls die Hubraumvergrößerung in Angriff genommen wird, würde ich den Einlass auf 26mm erweitern. Die Auflagefläche der Ventile (Ventilsitz) finde ich auch zu breit. Da müßte nochmal ne Korrkturfräsung gemacht werden.

Letztendlich sind so viele Sachen zu machen, dass der Motor komplett überholt werden muss. Habe mir eine Teileliste für den Motor erstellt. Für die 277ccm bin ich bei ca. 1200€ und es kommen bestimmt noch einge Sachen hinzu. Aber dafür habe ich dann hoffentlich erstmal Ruhe. Wobei ich ja auch schon anderes hier über überholte Motoren gelesen habe. Klemmer, Virbrationen, gerissene Steuerkette (Kipphebel Kollision mit Ventildeckel). Hoffe aber davon verschont zu bleiben. Werde aber bestimmt noch den einen oder anderen Rückschlag erleiden.

Übrigens nochmal vielen Dank für die Unterstützung aus dem Forum. Wirklich klasse  :juhuu:

Schönen Gruß
Udo

strichzwojan

Nochmal zum Zylinderkopf. Ich habe bei Meyer ein Foto entdeckt, wo ein Kopf mit drei Rippen unter dem Kerzengewinde und Bohrungen für die Ölröhrchen zu sehen sind. Und ich dachte immer, dass drei Rippen unter der Kerze eindeutig Strichdrei sind.

https://www.meyer-bikes.de/index.php?page=details&art=0021006

Jan

Krottenkopp

Nee, hatten die letzten /2 auch schon.
Meine (der Originale sowie ein Reservekopf) mit 22er Einlass.
Ob es die aber auch schon mit 24er Einlass gab weiß ich nicht...


Gruß Heiko/2
Gruß Heiko/2

youare

Mein Zylinderkopf hat auch 3 Rippen unterhalb des Kerzengewindes.  ???

youare

Habe ein paar Telefonate geführt und bin ein wenig weiter mit meinen Überlegungen.

Eine neue Kupplung und eine Antriebswelle für die Ölpumpe ist schon da. Das Getriebe ist bei Patrick. Ein R50 Zylinder und eine Schleicher Nockenwelle ist auf dem Weg zu mir.
Da das untere Pleuellager nicht mehr in Ordnung ist, muss die Kurbelwelle überholt oder getauscht werden. Evtl. kann ich eine 72er Welle aus einem abgebrochen Projekt bekommen (130er Pleuel mit 20er Kolbenbolzen)

Also ist folgende Konfiguration angedacht:
72mm Hub, 72mm Bohrung, R60/2 Kolben mit 20er Bolzen, 113.5 Schleicher Nochenwelle, Zylinder anpassen und neue Stößelschutzrohre, Zylinderkopf und Motorblock ausspindeln, neue Ventile, Federn etc., Kanäle und Ventilführungen anpassen, alle Lager, Ölpumpe, Steuerkette neu, Vergaser min. 26er. Krümmer evtl. /2, aber dann brauche ich auch noch einen neuen Auspuff.

Puh ... die Liste ist ganz schön lang und sieht auch nicht nach "mal eben" aus. Aber ich habe ja Zeit.

Schönen Gruß
Udo

4Taktix

Moin Udo,
ein /2-Krümmer passt nicht an einen R26/27-Kopf !  Anschluss ja, aber die Richtung nicht.
Beim /2-Kopf geht der Auslass genau gerade noch vorn ab, bei R26/27 ist dieser ca. 15° nach links gerichtet. Krümmer dementsprechend.
Wenn Du einen individuellen Dämpfer planst, ist es vermutlich einfacher, einen R26/27 Krümmer hinten zu verlängern, falls nötig.
Die Steuerzeiten der 113,5er Schleicherwelle kenne ich nicht, aber ich gehe davon aus, dass die Leistung über/bei höhreren Drehzahlen geholt werden soll.
Da wirst Du Dich um den Ventiltrieb und eine angepasste Wuchtung speziell des schwereren Kolbens kümmern müssen. ( Wenn es länger halten soll )
Wo soll denn die Reise hingehen ? Drehorgel oder Bums von unten ? bisher klingt es nach Drehorgel ......

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Hans Otté

Zitat von: 4Taktix am 05 Februar 2021, 09:45:05
Moin Udo,
ein /2-Krümmer passt nicht an einen R26/27-Kopf !  Anschluss ja, aber die Richtung nicht.
Beim /2-Kopf geht der Auslass genau gerade noch vorn ab, bei R26/27 ist dieser ca. 15° nach links gerichtet. Krümmer dementsprechend.
Wenn Du einen individuellen Dämpfer planst, ist es vermutlich einfacher, einen R26/27 Krümmer hinten zu verlängern, falls nötig.
Die Steuerzeiten der 113,5er Schleicherwelle kenne ich nicht, aber ich gehe davon aus, dass die Leistung über/bei höhreren Drehzahlen geholt werden soll.
Da wirst Du Dich um den Ventiltrieb und eine angepasste Wuchtung speziell des schwereren Kolbens kümmern müssen. ( Wenn es länger halten soll )
Wo soll denn die Reise hingehen ? Drehorgel oder Bums von unten ? bisher klingt es nach Drehorgel ......

Gruß,
Sascha


Ich würde mir diese Kombination gut überlegen. Die Schleicherwelle braucht wirklich Drehzahlen um die Mehr-Leistung zu bringen und mich hatte das damals nicht wirklich befriedigt. Das passt eigentlich nicht zu der Charakteristik unserer alten Einzylinder. Da ist der Spass ja gerade das untertourige Fahren und entschleunigte dahingleiten. Die Schleicherwelle hat den richtigen Biss erst so ab mehr als 4500U/min. Darunter ist das Fahren dann eher mühsam und das Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen nicht ohne dauernd herunterschalten erfolgreich. Also nochmals prüfen was das später werden soll. Grüße, *****
Pour être le meilleur il suffit parfois que les autres soient moins bon!
Et le chemin le plus court d'un point à un autre, c'est de ne pas y aller!

4Taktix

Zitat von: Hans Otté am 05 Februar 2021, 10:29:14
... Das passt eigentlich nicht zu der Charakteristik unserer alten Einzylinder.
...
is'n bisschen wie Reiner Calmund im String-Tanga beim Stabhochsprung ....
Think outside the box !

youare

Hallo Sascha,

vielleicht habe ich mich nicht ganz eindeutig ausgedrückt, aber ich habe wohl einen /2 Kopf. Der wird auf 78mm ausgespindelt. Momentan ist ein /3 Krümmer + Auspuff verbaut. Beides wurde vom Vorgänger neu gekauft. Daher eigentlich zu schade um nicht zu nutzen. Aber wenn ich mir noch einen /2 zulege, hätte ich dann die Möglichkeit auch /2 und /3 mal zu testen. Werde auf jeden Fall die Tips zur Strömungsoptimierung des Schalldämpfers prüfen und ggf. umsetzen.

Mit Vergaser min.26er meinte ich 26mm Durchlass.

Die Nockenwelle habe ich relativ günstig bekommen und wollte es versuchen. Zur Not muss ich später zurückrüsten oder eine andere Nocke suchen/machen lassen. Ich habe schon einige Berichte hier bzgl der unterschiedlichen Nockenwellen gelesen. Prinzipiell scheint mir seitens BMW die Wahl der Ventildurchmesser nicht ganz optimal zu sein. Im Verhältnis zum Einlassventil ist das Auslassventil zu groß. Wahrscheinlich wäre ein 38er Ventil mit der RS1.5 Nocke der bessere Weg. Mein Wunsch wäre wohl das Profil der 113.5er mit 6 oder 6,2mm Hub.

Motorcharakteristik: Ich weiß, dass es schwierig/nicht möglich ist tiefe und hohe Drehzahlen gleich gut abzudecken. Ich gehe auch davon aus, dass das maximale Drehmoment/Leistung eher bei höheren Drehzahlen liegt. Ich strebe keine Höchstleistung an.

Daher werde ich wahrscheinlich erstmal nicht den größten Durchmesser im Einlasskanal und Vergaser anstreben. Größer machen kann man immer noch. Damit sollte dann die Gasgeschwindigkeit bei niedrigeren Drehzahlen nicht zu sehr absinken. Laut Apfelbeck nicht unter 45m/s.

Wenn die Teile eingetroffen sind, werde ich erstmal eine Bestandsaufnahme machen und schauen, ob der Zylinder wirklich nutzbar ist. Die Anpassungen des Zylinderfuss wird die erste Massnahme sein.

Übrigens nochmal vielen Dank für die Hinweise und gute Tips und Ratschläge sind immer Willkommen.

Gruß
Udo

4Taktix

OK, jetzt wird es klarer.
Apfelbeck ist natürlich eine gute Referenz.
Dann würde ich! mit der Schleicher-Nocke eine Ventilerhebungskurve erstellen und dabei primär auf die maximale Ventilbeschleuningung achten.
Mehr Hub, längere Öffnung und mehr Überschneidung sollten ja tendentiell "mehr Leistung" bringen.
Der limitierende Faktor ist bei unseren Stoßstangenmotoren dabei jedoch der elastische Ventiltrieb !
Anders ausgedrückt: Wenn die Steuerzeiten/Ventilbeschleunigung zu rabiat sind, kann das nicht 1 zu 1 bis zum Ventil übertragen werden.
Es kommt "verwaschen/verzögert" an und kann dann auch "nach hinten" losgehen - weniger Leistung, als die Zahlen theoretisch versprechen.
Aus genau diesem Grund hat ja schon die R27 um ca. 10° vorverlegte Steuerzeiten, für alle Vorgänger wird das "Tuning-Nockenwellenrad" angeboten.
Das macht genau dasselbe - durch etwas versetzte Montagenut werden die Zeiten um 10° vorverlegt.
Hier ist dann eine gute Balance gefragt. Tendentiell ist es hier sinnvoll, den Ventiltrieb zu erleichtern und rigider zu machen.
Persönlich tendiere ich auch dahin, die Nockenwelle mit zusätzlicher Schwungmasse zu versehen, um das vor- und zurückschnellen zu verringern,
das durch den schlabberigen Kettenantrieb ermöglicht wird. Der Kettenspanner allein kann das kaum ausgleichen.
Allein der Platz für die nötige Schwungmasse ist sehr begrenzt.
Auf die erhöhten Drehzahlen wirst Du auch beim Auspuff Rücksicht nehmen müssen. Spätestens ab ca. 6000 U/min wird auch ein Viertakter zur
Strömungsmaschine - und der Auspuff muss unter diesem Aspekt "angepasst" werden. "Kochrezepte" gibt's da leider nicht, hier ist Ausprobieren angesagt.
Theoretisch wird es auf einen Absorptionschalldämpfer hinauslaufen. Aber da gibt's ja noch die §29-Untersuchung, die man alle 2 Jahre bestehen muss .....
Der Weg könnte steinig werden ....  ;)

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

berndr253

Eine 72er Welle für einen R25 unterscheidet sich allerdings von den 72-er Wellen der R26/27-Motoren.
Sicher, dass die Welle auch in das R25-Gehäuse passt?
72er Welle bringt ordentlich Drehmoment - wo solls denn mit der Schleicherwelle hingehen? Ich halte das für keine glückliche Kombination - die beiden Kurbelwellenlager (Hauptlager) sind 6206-Lager - bei der R26/27 ist zumindest das hintere Lager größer und stabiler ausgeführt (6207).
Zudem - das Fahrwerk der 25/3 ist für höhere Geschwindigkeiten nicht sonderlich gut geeignet. Ich bin mit meiner /3 mal echte 120 km/h gefahren - da brauchts schon die gesamte Breite der Fahrspur.

Viel Erfolg beim Schrauben und Probefahren

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

Zitat von: berndr253 am 05 Februar 2021, 13:04:12
...Ich bin mit meiner /3 mal echte 120 km/h gefahren - da brauchts schon die gesamte Breite der Fahrspur.
...
...einfach keine Lenk-Korrekturen vornehmen. Sonst gibt's eine "PIO" = Pilot Induced Oscillation   ;D  :-*
Think outside the box !

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