Vergaser demontieren geht nicht... er klebt fest.

Begonnen von Nuvolaneraiii, 22 Mai 2013, 19:56:44

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Nuvolaneraiii

Sorry, war gestern nicht online und habe leider verpasst, dasseinige der ganz grossen des Forums hier sehr interessante Tips gegeben haben. Was mich betrifft brauche ich noch keine Dichtmasse... bin dem Alter meiner Maschnine noch um einige Jahre voraus... oder hintendran... je nach dem
bezueglich der Vergaserdichtung, wird sie (wenn das Wetter morgen mitmacht) durchgetrennt und zwar nach Abnahme der Gewindebolzen (ich habe schon mal 2 duenne Muttern besorgt) und nach Einstopfung eines Hochwertigen Microfasertuchs, sozusagen als Dichtmasse..., um zu vermeiden dass Kruemelreste in den Zylinder dringen.
Ein Bild des Vergasers haenge ich mal an. Ganz frisch geschossen.

Vielen Dank inzwischen fuer die Tips
Melius abundare quam deficere est

Nuvolaneraiii


Melius abundare quam deficere est

Viking1412

#31
Hallo Nuvo.....

Eines unserer Standardhilfsmittel zur Problemlösung ist doch die Heißluftpistole. Hast du dass schon versucht?

Wenn nicht würde ich es sehr empfehlen.

Wichtig wäre es, den Vergaser zuerst völlig von Benzin zu entleeren, damit entstehende Benzindämpfe keine unliebsamen Überraschungen bereiten. Am besten ist es, den Vergaser oben und unten zu öffnen und mit Pressluft durch zu blasen.

Um gleichmäßige Erwärmung zu erziele ist es zweckmäßig abwechselnd von beiden Seiten mit der Heißluftpistole zu arbeiten und eventuell mit einem Stück Pappe den Luftstrom auf der abgelegenen Seite zu bremsen.

Nach der Erwärmung, mit den bekannten mechanischen Hilfsmitteln, wie Klopfen und Hebeln, fortsetzen.

Könnte klappen – muss aber nicht.

Auf deinem Bild ist die sichtbare Mutter am Flansch noch aufgeschraubt. Das ist vermutlich nur für den Zweck des Fotos.

Gruß
Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Wolfgang

Ich würde wie folgt vorgehen:

-Stehbolzen entfernen
-umlaufenden Ladungssicherungsgurt (200 daN) zwischen Vergaserflansch und hinteres Rahmenrohr spannen und anziehen. Nicht zu sehr, wichtig ist nur das er unter Spannung steht
- Vergaser dick in Lumpen einwickeln und mit Klebeband fixieren
- über Nacht warten und am nächsten Morgen ist das Problem gelöst
- wenn nicht nochmals etwas nachspannen und noch ne Nacht warten


den Stechbeitel nimmst du nur für Holz und klopfen am Vergaser wäre mir zu gefährlich

Nuvolaneraiii

So, bbin soeben aus der Garage zurück... habe bei laufendem Motor den Flansch mit Starthilfe Spray eingespritzt... und  nichts hat sich an der Standgas Drehzahl geändert.
Habe danach die Hauptduese von unten abgeschraubt und gereinigt,  und siehe da...sie springt wieder beim ersten Kick an und patscht bei Standgas nur noch ab und zu aus dem Luftfilter.

Hallo Karl, die Mutter auf dem Bild ist fest. Stimmt da was nicht?

Hallo Wolfgang, du meinst dass durch "einfachen" Zug das System getrennt werden kann? Vielleicht könnte ich da mit Aufkleber loesendem Spray nachhelfen?

Da meine dem Schrauben zur Verfügung stehende Zeit rum ist werde ich nun die Woche über mal sehen was passiert, vielleicht wied s I e ja aich von alleine wieder gesund... :trost:

Nächstes We schaun mer mal weiter

Vielen Dank nochmals

Ciao
Melius abundare quam deficere est

rolf

Häh?? Die Mutter ist fest??? Wie meinst du denn ist der Vergaser am Kopf befestigt...durch Gebete??
Mache mal BEIDE Muttern ab (auf der anderen Seite ist auch noch eine) und dann ziehe mal ein Bißchen.
Karl....du hast Adleraugen!! :respekt:

isie

was Karl meinte .. war ... zur (beschädigungsfreien) Demontage der Vergasers MÜSSEN NATÜRLICH beide BefestigungSchrauben od Muttern gelöst werden (auch nach dem Muttertag).

Nuvolaneraiii

Also Anfänger ist ja ok.. aber dass da jemand denkt ich versucje den Vergaser zu loesen ohne die Muttern abzuschrauben ist doch ein bisschen viel... hatte ja auch im Anfangsthread geschrieben dass der Vergaser NACH abnahme der Muttern immer noch festsitzt. Aug dem Foto sind die Muttern noch  dran weil die Maschiene trotz gepatsche täglich meine Toechter zur Schule bringt...

Ok?
Melius abundare quam deficere est

isie

well, was your hint, not ours:

Zitat von: Nuvolaneraiii am 25 Mai 2013, 17:51:58
Hallo Karl, die Mutter auf dem Bild ist fest. Stimmt da was nicht?


mekgyver

Ferndiagnosen bergen immer das Risiko, dass man aneinander vorbeiredet.
Je präziser der Fragsteller sein Problem bezeichnet desto besser ist die Diagnose.
das Problem steckt oft in der präzisen Bezeichnung, deshalb sprechen Bilder mehr als 1000 Worte.
Gruß mek  :prost:
... 73er-Gang

rolf


Nuvolaneraiii

Auf jeden Fall... :prost:

...isch liebe eusch alle...
Melius abundare quam deficere est

Viking1412

Schönen Dank an alle, die geholfen haben die Mutternfrage zu klären, sodass wir uns jetzt wieder dem eigentlichen Problem widmen können.

Ich hätte gerne gewusst, ob du, NUVO, schon meinen Vorschlag, mit der Heißluftpistole zu arbeiten, gefolgt bist und welche Erfahrung du dabei gemacht hast?

Das Hindernis könnte ja sein, dass die verwendete Klebemasse so hitzebeständig ist, das sie der erreichten Temperatur widerstehen kann.

Manche dieser Dichtmassen haben die Eigenschaft, unter ständiger Belastung zu fließen. Mit ständig meine ich mehrere Stunden, oder sogar Tage.

Du könntest das mal probiere, indem du nach der Entfernung der Stehbolzen einen gut passenden Stiftschlüssel ansetzt und ein schweres Gewicht am Ende des Schaftes befestigst. Dann läst du die Sache braten, bis der Flansch sich löst, oder du beschließt diesen Weg aufzugeben.

Übrigens gibt der Stiftschlüssel eine sehr gute Möglichkeit, ein Drehmoment auf den Flansch zu überführen, sodass das allein vielleicht schon genügen könnte, um ihn los zu bekommen. Wenn du die technischen Möglichkeiten dazu hast, ist es recht einfach einen, vielleicht nicht sehr hübschen, aber doch effektiven Stiftschlüssel zusammen zu schweißen. Die Stifte sollten nicht länger sein, als die Dicke des Flansches, und ihr Durchmesser sollte den Bohrungen im Flansch entsprechen.

Ich werde den weiteren Verlauf der Sache mit Interesse verfolgen.

Gruß
Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

cledrera

Noch ein Vorschlag:
Dremel, biegsame Welle, Flexscheibe.
Dichtung überall mittig schwaechen.
Dann weiche Keile reintreiben.

Dauert das laenger als eine halbe Stunde, will ich mein Geld zurueck.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

isie

mal ehrlich, ist das nicht ein biszchen übertrieben ?!: Dremel, Heissluft, ev. noch Hammer, Keil und Dynamit ?

Das kann doch nur maximal an der Kontaktflächen kleben und diese sind recht klein, zumal da ja auch noch die Dichtung (Trennfläche) dazwischen liegt. Ev. noch mit Hylomar u.ä. eingeklebt.  Aber auch das sollte trennbar sein.
 
=> Alles lösen, und dann mit dem Handballen beidseitig leicht gegenklopfen usw. 

Nuvolaneraiii

Hallo Karl, ich habe so eine spärlich ausgestattete Garage,  dass ich weder ein Schweißgerät habe, noch einen Föhn...
Ein Gedanke bezueglich dem Heissluftfoehn... ist der Flansch am Zylindereingang nach einer laengeren Tour nicht auch schon warm genug um feststellen zu koennen ob die Dichtmasse weicher wird? Und wenn ich nach der Tour versuche (mit abgeschraubten Muttern....) den Vergaser irgendwie zu bewegen kann ich keinen nennenswerten Unterschied zum kalten Zustand feststellen. Weder beim hebeln, noch beim versuchen mit einer Klinge zwischen Flansch und Dichtung einzudringen...
So sus dem Gefuehl hersus würde ich die Methode mit dem vorsichtgen Auftrennen mittels Meissel bevorzugen... (nachdem ich die Gewindestifte hearusgedreht habe...)
Muss aber noch ein paar Tage warten
Melius abundare quam deficere est

rolf.soler

komm jetzt....Muttern weg, Stechbeitel in die Flanschdichtung klopfen, nachher ev dickeren Schraubenzieher, dabei die Schrauben nicht beschädigen, damit kommt er bestimmt; notfalls noch die Stehbolzen rausschrauben. Dann die Resten abkratzen mit Stechbeitel/spachtel, putzen, neue Flanschdichtung (ohne Dichtmasse) und fertig

cledrera

Zitat(nachdem ich die Gewindestifte hearusgedreht habe...)

Und da könnte es zu einem Problem kommen. Die Gewindestifte sitzen manchmal richtig fest.
Wenn das, was isie eben geschrieben hat, "Handballen und klopfen" nicht nutzt, Brett und Hammer.
Brett auf Vergaserflansch und dann von allen Seiten vorsichtig klopfen.
Hast Du das schon?
Man kann übrigens auch mit Hammerschlag auf einen Messerrücken die Klinge in die Dichtung treiben.
Hängen lassen, nächstes Messer und auf der anderen Seite weiter.
Die Dichtung ist aus langfaserigem Material und spleißt irgendwann auf bzw. durch.

Clemens

PS: Stechbeitel, wer hat den sowas?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf.soler

Langes Messer geeignet zum draufklopfen ist auch unter dem Namen Stechbeitel bekannt. Lass die Bolzen erst mal drin, die Dichtung kannst Du wahrscheinlich auch so spalten
Zitat von: cledrera am 26 Mai 2013, 20:02:17
PS: Stechbeitel, wer hat den sowas?
jeder Baumarkt

isie

kommt noch der Volle Zug äh die Meldung desselben  ?!

Fastnachter

Also ich würde den Kopf samt Vergaser demontieren. Bei der Gelegenheit kannst du dann auch gleich die Kopfdichtung mitmachen und wenn du willst auch noch den Zylinder ziehen, diesen honen lassen und dem Kolben neue Ringe verpassen.

Zu deinem Dichtungsproblem:
Am besten spannst du dann den Kopf mit dem Zylinder ordentlich auf und fräst die Dichtung raus. CNC ist hier übertrieben, kurbeln reicht. Du wirst sehen: in wenigen Stunden ist der Vergaser frei.

Solltest du selbst kein entsprechendes Gerät haben frag doch mal rund. Vielleicht kann das ja jemand übernehmen.

Gruß
Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Viking1412

Zitat von: Nuvolaneraiii am 26 Mai 2013, 18:47:55

Ein Gedanke bezueglich dem Heissluftfoehn... ist der Flansch am Zylindereingang nach einer laengeren Tour nicht auch schon warm genug um feststellen zu koennen ob die Dichtmasse weicher wird?

Hallo Nuvo.

Du hast Recht, dass die Teile warm werde; aber nur so viel, das du dir die Finger verbrennst. Die Dichtung und eventuelle Dichtmasse sind ja für diesen Betriebszustand geschaffen. Sie werden also nicht so warm, das sie mehr oder weniger verbrennen, bzw. ihre Struktur zerstört wird.

Den Föhn deiner Frau, oder Freundin zu entwenden nützt nichts, weil die Temperatur dieser Haushaltsgeräte zu niedrig ist.

Ich möchte nochmals auf meinen Vorschlag, eine längere Belastung, unter Erhitzung vorzunehmen, hinweisen. Du könntest sicher jemand finden, der dir die kurzen Schweißnähte für einen Stiftschlüssen (oder heißt der Zapfenschlüssel auf Deutsch) macht. Es handelt sich ja nur um ein Stück Flacheisen, vielleicht 20x5, etwa 40 cm lang, an das du an dem einen Ende 2 kurze Stücke des gleichen Eisens winkelrecht dazu anschweißen lässt, welche die Stifte (oder Zapfen?) tragen, die in die Bohrungen für die entfernten Stehbolzen passen.

Die von unseren verehrten Forumsbrüdern hervorgebrachten Vorschläge, die Dichtung durch mechanische Einwirkungen, wie bohren, schleifen oder sägen zu bearbeiten, kann sicherlich zu einer Trennung der Teile führen; aber die Gefahr, dabei irgendwelche Schäden zu verursachen, währe zu groß für mein Nervensystem.

Viel Glück, egal welche Entscheidung du triffst.

Gruß
Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Nuvolaneraiii

Hallo nochmal an alle und vielen Dank fuer die vielen Tips. Da ich den Vergaser wegen verdacht auf Nebenluft abbauen wollte, aber das Einspruehen des Flansches keine Aenderung der Drehzahl bewrikte und da nach Reineigung der Hauptduese das Patschen im Vergaser weg ist werde ich getreu der Weisheit "never change a winning horse..." den Vergaser erst mal drauf lassen.
Die Tips werden diesen Winter, oder falls es wieder patschen sollte, dann entsprechend angewandt.

Vielen Dank nochmal fuer die Tips.

Ciao
Melius abundare quam deficere est

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