Schleicher Nockenwelle mit Ulis Nockenwellenrad

Begonnen von Mopedwoife, 27 September 2010, 16:07:28

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Mopedwoife

Hi Clemens,

gar nicht! Die Balligkeit beträgt gerade mal so viel, dass man es mit normalen Auge fast nicht sieht.

Wenn die Balligkeit abgedreht wird und danach geläppt, nimmst Du vielleicht 0,1 mm vom Material weg. Die gehärtete Schicht ist aber ca. 2 mm stark.

Also brauchst Du nur begradigen und gut ist´s.

Brauch nur noch jemanden, der das ganze ausführt  :(... Kann das wer von euch?

Viele Grüße,

Wolfgang

Mopedwoife


Mopedwoife

Anbei noch zwei Fotos von den neuen Stösseln mit 2 Fenstern:

Bei den Fotos sind die beiden Stössel an der Lauffläche zusammengelegt und gegen das Licht fotografiert, dann kann man die leichte Balligkeit gut sehen.

cledrera

Hi Wolfgang,
das klingt stimmig.
Trotzdem  8), man könnte ja auch versuchen alte verbrauchte gerade Stößel abzudrehen usw. um sie wieder zu verwenden.
Und die alten Dinger,die ich dabei im Auge habe, haben sicherlich mehr als 0,1 überflüssiges Material.
Da müsste es doch, für alle Fälle, eine Härteprozedur geben, welche uns auf die sichere Seite bringt.
Nur: Wie geht das konkret? Was ist das für Stahl, aus dem die Stößel sind?

Clemens

PS: Danke für die Fotos. Sehr anschaulich!
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

† Knut

Zitat von: cledrera am 06 Oktober 2010, 18:29:03
Was ist das für Stahl, aus dem die Stößel sind?

Clemens


Mahannn, warte ein paar Tage - Rom ist auch nicht in zwei Tagen erbaut worden. Solch' eine Spektrosgraphie braucht seine Zeid!
Die Stücke sind im Labor und die kommenden Herbstferien in Bremen und Niedersachsen werden genutzt, um das Labor anderweitig auszulasten  :D
Der Härteverlauf wird auch noch gemacht.
Wäre doch gelacht, wenn wir den Geheimnissen dieser blöden Stößel nicht auf die Spur kommen. Bisher kann ich nur sagen, dass sie gegossen und danach gespant wurden. Warum die Zylinderlauffläche nicht gehärtet wurde, weiss ich noch nicht.

Wolfgang, Du kannst abschleifen - der Rest ist "The Cherry on the Top"!

Knut

P.S.: Dank' an Wolfgang und Thomas

gradweg

Hi,

Wolfgang, kleine pittings kannst du auch nach heimwerkermethode rausschleifen,mache das so , wie ich die vergaserflansche begradige.

schleifpapier auf eine geschliffene stahlplatte spannen oder kleben,schön plan aufsetzen,dann so lange schleifen bis die pittings weg sind.

dauert,aber was man selber macht kostet nichts.

gruss reinhold

cledrera

N`abend Kroßer Knut,
werde geduldig warten.
Konnte ich ahnen, dass Du soweit analysieren wolltest?
(Ja, konnte man  :kopfhau:)
Ist aber auch zu spannend; großes Kino.

Clemens g(eht Popcorn und Cola holen)
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Zitat von: Knut am 06 Oktober 2010, 18:51:07
Warum die Zylinderlauffläche nicht gehärtet wurde, weiss ich noch nicht.
Knut

Da kann ich vielleicht was zu sagen. Kolben und Zylinder bilden eine Gleitpaarung, die mit der Ölschmierung einen niedrigen Reibbeiwert hat. Das Honen der Zylinderoberfläche (Kreuzschliff) führt dazu, dass sich Öl in den "Vertiefungen" ansammeln kann und der Kolben auf einem Ölpolster "schwimmt". So sollte es zumindest sein. Die gehonte Oberfläche wird mit zunehmender Laufleistung glatt - jedoch sind die Honspuren selbst nach langen Betriebszeiten noch sichtbar und funktionstauglich.
Wird die gehonte Fläche gehärtet bleibt die Oberfläche "rauh" - das Einlaufen findet nicht mehr statt und der Kolben wird nach und nach "zerrieben". Das Einfahren dient also nicht nur dazu die Kolbenringe einzuschleifen sondern auch die "rauhe" Oberfläche des Zylinders optimal zu glätten.

Der gleiche Effekt tritt auch bei trocken laufenden Systemen auf - hier ist der Einlaufvorgang von Kolben (in der Regel beschichtet) und dem Zylinder noch wesentlich intensiver.
Meine Versuche mit sehr harten Oberflächen (Hartchrom) haben gezeigt, dass hier das Einlaufen nicht mehr stattfinden kann - die Beschichtung des Kolbens reibt sich sehr schnell ab und das System ist reif für die Tonne. Versuche mit gehärteten Oberflächen zeigen, dass es für eine definierte Laufpaarung beispielsweise "Modifiziertes PTFE/Stahl" eine Härte für Stahl gibt bei der das System extrem langlebig ist.
Ich gehe davon aus, dass dies auch auf geschmierte Systeme übertragbar ist.

Bernd
Leben und Leben lassen

† odeon8

Zitat von: berndr253(...)  dass sich Öl in den "Vertiefungen" ansammeln kann

stimmt - wir haben vor einiger Zeit mal eine Laseranlage für BMW gebaut
die genau diese Vertiefungen in der Zylinderlauffläche erzeugt.

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

† odeon8

Nachtrag: Falls jemand seine Welle selber schleifen will - hier ein Vorschlag.
Das gezeigte Profil ist auch für unsere Flachstößel geeignet - nicht nur für Rollenstößel /-Kipphebel.

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

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