Was war bisher eure weiteste Tour mit eurem Einzylinder

Begonnen von brama, 16 November 2022, 19:42:56

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brama

Gerne würde ich ein neues Thema anfangen, weil ich es (als Einzylinderneuling) interessant finde.

Was war bisher eure weiteste Tour mit eurem Einzylinder.
Wie lange wart ihr unterwegs und was habt ihr alles so erlebt.


Berichtet doch mal von euren Abenteuern. Ich habe ja schon einiges hier im Forum gelesen.


Ich starte mal:

Meine längste Tour war dieses Jahr (2022) nach Riedenburg zum STS- Treffen.
Es war einfach super nur das Wetter hat nicht so recht mitgemacht.

Motorrad:   R27
Strecke:    Neuburg – Riedenburg - Neuburg, ca. 780 km
Wetter:    bewölkt, zeitweise Regen, Temp. um 13 Grad

Gruß Martin

brama



berndr253

Mit meiner 25/3 - schon lange her - wir hatten ja nichts - Dortmund - Gibraltar - Burgos - Toulouse - Strassburg - Dortmund. Dann noch ein paar mal Frankreich (Bordeaux, ...) - mal in die Schweiz/Liechtenstein.
Danach dann nur noch Touren mit "schnellen Maschinen" - R50 Spanien, Italien, ...

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Taz

Siehe Signatur... ;D
  • am weitesten weg von der damaligen Basisstation beim Trip auf die Isle of Skye
  • am hoechsten hinauf auf der Edelweiss-Spitze der Grossglockerhochalpenstrasse
  • der laengste Ausflug nach Kilometern war die Zipfelreise
Von den beiden erstgenannten Touren finden die Beschreibungen von Rudi im Forum, meine Erlebnisse auf der Zipfelreise habe ich hier zusammengefasst.

Also...nur Mut, die Mopeds bringens immer noch  :bike:

Liebe Gruesse, Ute
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
Northumbria (2024)
Zipfelreise (2019)
Cymru "Radnor Revivals" (2016)
Alba "Isle of Skye" (2013)
Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

rolf

Hamburg---Rundfahrt Frankreich incl Zentralmassiv...Dune de Pyla...Paris...Belgien....ca. 6500km...25/2 2 Mann plus Camping Gepäck

strichzwojan

#4
Ganz allein 1980 von Darmstadt nach Genua, rübergesetzt nach La Goulette, Tunesien, drei Wochen die Gastfreundschaft und Neugier der Tunesier erlebt, auch den berühmten Salzsee bzw. die Salzwüste Chott Djerid, inklusive massiver Elektropanne, zurück über Sizilien und Neapel, wegen Geldknappheit wirklich nur noch Wasser und Brot  - Benzin und Autobahngebühren hatten Priorität. Beruhigend war in Afrika immer der Satz aus der Betriebsanleitung "Benzin mit mind. 70 Oktan". Da hatten die XT 500 Fahrer, die ich unterwegs mal begleitete, andere Sorgen! 

Bis 1993 Reisen mit dem Guzzigespann, dann wieder Einzylinder:

1993 von Stuttgart in die spanischen Pyrenäen, nur Landstraßen gefahren, Maschine im heißen Asphalt beim Parken in Tremp eingesunken und umgefallen. Im Embalse di S. Antonii den ersten Karpfen meines Lebens gefangen und gegessen. Noch vor den massiven Straßenbauprogrammen mit EU-Geldern die winzigen, wilden Straßen dort genießen können. Weiter von Katalonien ins Baskenland, dann zurück.

1995 von Stuttgart nach Schottland, drei Wochen Sonne, nur zwei Tage mit Regen, die Schotten wegen des Wetters ziemlich in Fahrt, Queen Mum nach Teilnahme bei den Highland Games in Kelso die Hand geschüttelt. Tolle Menschen kennengelernt, tolle Landschaften, tolle Distillen. Ein Jahr drauf nochmal hin, mit der R100 GS, drei Wochen Regen, nur zwei Tage mit Sonne...

Alle Reisen jeweils im August oder September.

Jan

hannes55

1980 mit der 12 Ps-R25/2 mit Freundin und Gepäck von Frankfurt über Marseille ins Baskenland, dann an der spanischen Nordküste lang übe3r Santander bis Gijon- und zurück!
4 Wochen unterwegs jede Menge Pannen, meistens aber nur nen Platten, jedenfalls nichts, was wir nicht unterwegs wieder hingekriegt hätten. Aber mehrfach den Gepäckträger nachschweißen lassen... :o  Ca. 5000 km alles in allem, schätze ich jetzt mal.
Was dann?!

Donnervogel

In den 70er Jahren von RW nach Hyeres, Frankreich mit 2 R25/3. Meine war in einem lausigen Zustand, hatte als Schüler noch wenig Geld. Sie hatte einen ungeheuren Öldurst. Bei Avignon war keine Kompression mehr vorhanden, alle Ventile waren verklebt. An einer Wäscheleine hat mich mein Kumpel in der Nacht durch das Städtchen geschleppt bis auf ein Stoppelfeld am Stadtrand. Dort wurde erstmal gepennt. Am Morgen wurde in der Hitze repariert, wir hatten vorsorglich Zylinder, -kopf und Kolben als Ersatz dabei. Wir wollten ursprünglich nach Spanien, aber nach dem Schrecken wurde der Reiseplan verkürzt. 

CHAMBONDU

Hallo Zusammen.

1970 war ich in den Ferien in Südfrankreich bei einem Schulfreund, der einen R 27 besaß und in der Nähe von Alès im Departement Gard wohnte. Er hatte mir den R26 verkauft, den er grün lackiert hatte.  Anschließend fuhr ich mit meinem R 26 über die Route Napoléon an Grenoble vorbei nach Morzine in den Alpen, wo ich zeltete. Es ist eine wunderbare Straße für Motorradfahrer mit vielen Kurven.1974 kam ich zu Ihnen , zum Elefantentreffen, das auf dem Nürburgring stattfand. Ich fuhr damals eine R60/5 und hatte in Verdun wegen des Glatteises auf der Straße einen Schrecken bekommen.

Jean-Claude

Hodima

1973
Hamburg - Rimini - Cannes - Basel - Hamburg
Leider mit div. Pannen, unvergesslich

Letztlich war dann in der Schweiz auch noch der Gasgriff kaputt.
Ich habe dann immer am Seil gezogen und den Draht um den Spiegel gewickelt.
Was für ein Abendteuer.

Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

Taz

Ich bin doch nicht die einzige, die in diesem Jahrtausend noch auf Langstrecke gegangen ist...da gab's die Baltikumtour, Südengland usw...
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
Northumbria (2024)
Zipfelreise (2019)
Cymru "Radnor Revivals" (2016)
Alba "Isle of Skye" (2013)
Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

berndr253

Nö - das nicht, bin die Strecken ausserhalb Deutschlands aber mit dem Zweizylinder gefahren - ist für zwei Personen auf dem Bock aber auch akzeptabel.
Bis 400 km Radius fahre ich auch mit der 27 - die 25/3 ist nun in Rente und wird nur noch für kleine Ausflüge aktiviert.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Fastnachter

Zitat von: berndr253 am 17 November 2022, 13:06:20die 25/3 ist nun in Rente und wird nur noch für kleine Ausflüge aktiviert.

...und die Fahrt zum Baumarkt?
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Wolfgang aus Bremen

Zitat von: Taz am 17 November 2022, 12:50:54Ich bin doch nicht die einzige, die in diesem Jahrtausend noch auf Langstrecke gegangen ist...da gab's die Baltikumtou

Stimmt, und hier sind auch die Teilnehmner :

https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=12510.0
Ich denke, also bin ich - hier falsch

cledrera

1979: Hercules K50 RLC

Nideggen - Marseille - Andorra -Tarragona - Toulouse - Clermont Ferrant - Auxerre -Nancy - Schengen - Trier - Bitburg - Nideggen

um 3.500 km

1980/81: BMW R25

München "Aus`m Heustadl" - Düren

1983: Suzuki GSX 550 ES

Merzenich - München - Insbruck -Schweiz/Italien/Schweiz/Italien- Grenoble - Bordeaux - Brest Saint Malo - Paris - Merzenich

1984: Suzuki GSX 550 ES

Merzenich - Paris - Tours - Bordeaux - Merzenich

2013: BMW R25/3

Köln - Isle of Skye -Köln
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf.soler

Zitat von: berndr253 am 17 November 2022, 13:06:20Bis 400 km Radius fahre ich auch mit der 27 - die 25/3 ist nun in Rente und wird nur noch für kleine Ausflüge aktiviert.
Da bin ich aber froh dass es auch Leute gibt die noch weniger weit fahren als ich...
zum Edersee, drumherum und zurück war bei mir das Maximum (1800 km ca.)

berndr253

Naja - die 400 km sind Tagestouren mit der 27 (letzte Tour Osttreffen - hin 400 - zurück 400 km mit nur einem technischen Halt (Reifenpanne)). Bequem ist die 27 - auch die Vibrationen sind deutlich geringer als mit der "Rüttelplatte" - dennoch muss ich gestehen, dass die 50/2 und /5 für längere Strecken noch erheblich bequemer sind.
Mit der 50/2 bin ich mal in drei Tagen von Dortmund nach Malaga gefahren - das waren jeden Tag ca. 800 km - und dabei hatte ich keinerlei Probleme (technisch/körperlich).
Ob ICH das nocheinmal durchstehen würde weiss ich nicht - die 50/2 würde das aber sicher "stemmen".

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

strichzwojan

Zuerst kommt die Phase, wo man eben "dieses" Motorrad hat und kein anderes, mit dem man diese Reise macht. Dann kommt (meist) ein anderes Motorrad. Geschickterweise hat man Platz, um in dieser Lebensphase das erste Motorrad aufzubewahren (elterliche Garage, Scheune). Dann kommen Erinnerungen an diese tollen ersten Reisen. Dann wird das andere Motorrad verkauft und noch ein anderes gekauft. Die Erinnerungen bleiben. Dann wird das erste wieder angemeldet oder vielleich auch schon wieder restauriert. Dann wird wieder gefahren. Auch gereist. Und dann kommt der Moment, wo man nichts mehr beweisen muss, vor allem sich selber. Und dann geht der Spaß erst richtig los...

92fzr

Leider noch nicht so weit, mit dem Gespann, Wuppertal - Hamburg und zurück, über Landstraße.
Pausen, nur zum Tanken - 9 Stunden, hat aber Spaß gemacht.

Gruß Dirk
Es grüßt Dirk

Stefan

1999 mit Freundin und zwei Vespen mit dem Autoreisezug von Köln nach Livorno und dann in zwei Wochen durch Ligurien, Toskana, Apennin (dort auf dem Passo Cento Croci viel zu kleine Italiener auf viel zu großen Ducatis gejagt), Lago di Como, Gotthard, Susten (Nufenen war gesperrt wegen Schnees) und Glattfelden nach Lörrach und von dort wieder mit dem Autoreisezug nach Köln. Waren irgendwas um 1500 km (ohne Zug).
Für lange Tagestouren bin ich nicht gemacht.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

brama

Wenn man das so liest, was für Touren gemacht wurden.
Ohne Eurocheck-Karte, womöglich ohne (Auslands-) Schutzbrief, immer wieder Währungstausch.
Und das alles ohne Handy!

Martin

Stefan

Der Auslandsschutzbrief lag in Form einer Werkzeugtasche und Pflasterheftchen im Handschuhfach.
The evil is always and everywhere!

OBS

Tolles Thema. Gefällt mir, auch als Anregung für andere Foren, in denen ich noch "mitfahre".
Da die BMW erst im kommenden Frühjahr uff de Gass kommt, kann ich da nur beschränkt mitreden.
Die AWO 425Touren fährt einmal jährlich nach dem Erzgebirge um an dortigen Rallyes, oder Sternfahrten teilzunehmen. Das sind einfach jeweils 450 km. Mache aber meist in Bamberg, oder Umgebung eine Übernachtung. Da bin ich auch immer allein unterwegs.
Mit einem anderen Einzylinder (MZ RT125) bin ich mit einem Oldtimer-Kollegen 2019 nach Südspanien geknattert. 2 Männer, 2 Motorräder, eins mit Anhänger PAV40. Eine Panne hatte ich. Vorderrad platt im Zentralmassiv. Eine Panne hatte der Kollege. Anhänger ist beim Abbiegen aus einem Kreisverkehr in Valencia weiter im Kreisverkehr geblieben. Deichsel gebrochen. Konnten wir reparieren. In den 125-ern hatten wir allerdings 150 ccm Motoren verbaut. Wir wollten ja auch irgendwann ankommen.
2017 in dieser Zusammenstellung auch Balkanrundfahrt ohne Probleme gefahren.
Der Schmied braucht Hammer und Computer

Borgward

Mit dem Bruder in den 70ern von Südbayern an die Nordsee zum Zelten gefahren. Er mit R27, ich mit R26.
Bald nach dem Start macht bei der R27 die Lichtmaschine schlapp (Anker defekt). Weitergefahren und alle paar hundert km die Batterien getauscht, ging hin und zurück (ca. 2000 km) - Nur bei Tageslicht gefahren, Tagfahrlicht gab es nicht.

Hans Otté

Meine erste große Fahrt, allein und ohne direktes Ziel nach dem Führerscheinerwerb im Frühjahr 1973,begann mit einer zusammengestrickten und gerade erst gekauften R25/2. Außer einem Ölwechsel (nur am Motor) wurde nichts besonderes getätigt. Da hatte ich als blutiger Anfänger noch keinerlei Erfahrung mit Wartung und Einstellarbeiten an den alten Einzylindern. (Vorher bildeten nur noch ältere kleine 2-Takter mein Grundwissen.)
Der Start zu der Fahrt der 5 Wochen langen Tour war in Süddeutschland, ging zuerst in Richtung Belgien nach Ostende, dann die Küste herunter über die Normandie, Bretagne, Vendée nach Bordeaux und Biarritz und weiter nach Tarrangona/Spanien. Von da zurück über Narbonne und die frz. Seealpen durch die Schweiz zum Bodensee.
Das waren insgesamt ca. 3.500Km mit nur einer kleinen Panne; hier hatte sich am Zündkondensator das Kabel abviberiert.
Heute würde ich eine derartige Tour mit so wenig Vorbereitung sicherlich nicht mehr unternehen.
Fazit: die Fahrt war voller toller Erlebnisse und ich hatte einfach ungeheueres Glück das ich mit dieser verbastelten Maschine wieder gesund und unbeschadet zu Hause ankam. Und das alles mit recht bescheidenen finanziellen Mitteln ohne die Kommunikationsmöglichkeiten der heutigen modernen Zeit. Grüße, *****

 
Pour être le meilleur il suffit parfois que les autres soient moins bon!
Et le chemin le plus court d'un point à un autre, c'est de ne pas y aller!

strichzwojan

#24
Ich kann noch ein Bild beisteuern, irgendwo in Südtunesien, vor dem Dahar-Gebirge. Die gelbe Kiste habe ich immer noch. Wahnsinn, was die wiegt. Und der Überhang ohne Abstützung zum Rahmen.  Der Tank war von einer 500er und die 18 Liter Inhalt beruhigten auf langen Etappen im Hinterland doch sehr.

IMG_8462.JPG

Das andere Bild ist aus Schottland. Eine Gruppe von Galloways lag am Spülsaum des Meeres und kaute Seetang. Unglaublich friedliche Stimmung. Aufregend war nur, dass ich für das Foto auf den rutschigen Steinen mit meiner Rollei 35 wegen der Brennweite auf ungefähr 2 Meter Entfernung heranmusste. Die Hörner sind nicht ohne...

Ungültige Dateianhangs-ID.

Jan



Gueni

#25
Bin Mitte der 70ger mit meiner 200 Zündapp Norma L und meinem Kupel und seiner NSU Max von Hannover nach London gefahren. Nach viel Schrauberei unterwegs in London angekommen wurden die zwei Einzylinder überall bestaunt und es gab schnell eine Menschentraube um uns rum, dann stahl uns ein Rollerfahrer aus München mit seiner alten Vespa die Show, angeblich war er die ganze Strecke gefahren  :respekt:  ... Für die weiteren Touren hatte ich dann später meinen Boxer.
Gruß Günter
Probleme die man konsequent ignoriert verschwinden nur um sich Verstärkung zu holen !

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