Lenkschloss anpassen an neuen Schlüssel.

Begonnen von Viking1412, 27 Mai 2010, 21:37:11

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Viking1412

Hallo liebe Schrauber !

Ich habe mir die Aufgabe gestellt, mein ausgebautes Lenkschloss auf einen anderen BMW-Schlüssel um zu stellen.

Wenn ich das richtig sehe, erfordert das, dass die Höhe der Kernstifte entsprechend den Spitzen des Schlüssel gefeilt werden müssen, sodass sie glatt mit dem Außendurchmesser des Kerns stehen.

Um das zu tun muss man jedoch den Kern des Schlosses aus dem Gehäuse ausbauen, und da liegt meine Frage:

Wie macht man das, ohne dem Schloss mehr Schaden, als unbedingt notwendig, zuzufügen?

Um den Sachverhalt klar zu legen habe ich dieses Foto des Schlosses, mitsamt der ausgebauten Einzelteile, gemacht.



Das Foto zeigt das Schloss in 4 Ansichten, die jeweils 90 Grad um die Lenksachse gedreht sind.
Der Schlüssel ist aufgesteckt, um die Positionen deutlich sichtbar zu machen.

Ich vermute, dass der  Ø 2,0 Stift, der auf der Ansicht von oben zu sehen ist, lediglich dazu dient den linken Schließteil mit dem Gehäuse des Schlosses zu verbinden.

Die M3 Stiftschraube, die auf der Ansicht von rechts zu sehen ist, hatte ich schon Mal ausgeschraubt, was aber keinen Erfolg gab.

Übrig wäre noch der Ø 2,0 Stift, der auf der Ansicht von links zu sehen ist.

Ist das ein Stift, oder eine Schraube und wie bekommt man den, oder die, heraus ??

Letztlich möchte ich noch fragen, ob mein Schlüssel tief genug in den Kern eindringt? Sollte er nicht bis zu seinem Anschlag rein gehen?

Für Eure guten Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Schöne Grüße

Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Viking1412


Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

BenW

Karl, leider kann ich Dir mangels 'Panzerknackererfahrung' keine Tipps zu Schlössern geben. Allerdings habe ich mich beim Betrachten Deines Bildes gefragt, ob Du vielleicht auch noch eine Methode für Zeitreisen entwickelt hast - das Bild scheint am 27. Juni 2010 aufgenommen zu sein: wie geht das? Flux-Kompensator?

Beste Grüsse,
BenW

Stefan

Zum Zerlegen muß neben der Schraube M3 auch der Stift in der Ansicht links raus, müßte sich mit einer guten Zange ziehen lassen. Der andere 2mm-Stift hält tatsächlich nur den verzinkten (?) Zapfen im Schloßgehäuse.

Du kannst die Stifte auch im nichtzerlegten Zustand anpassen, ist nur nervenaufreibender.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

isie

Genau. Die Stifte müssen alle bei eingestecktem Schlüssel "bündig abgleiten"

Aber..: Deine Federn sind ja alle hin und krumm. So wird das nix.

The easy way..: Kauf die ein neues Schloss mit x neuen Schlüsseln, ca. 15 Eur(achmen).

The Hard way: Neue Federn beschaffen (oder kürzen und längen), Bolzen / Stifte untereinander tauschen ggf. länge anpassen. 

Viking1412

Zitat von: BenW am 27 Mai 2010, 22:48:35
das Bild scheint am 27. Juni 2010 aufgenommen zu sein: wie geht das? Flux-Kompensator?

Hallo BenW,

Nix Flux-Kompensator.

Ich versuche immer vor der Öffentlichkeit zu verbergen, das ich meiner Zeit voraus bin, weil man dadurch oft unpopulär wird. Danke das Du mich auf meinen Versager aufmerksam gemacht hast. Ich habe meinen Fehler jetzt korrigiert.

Schöne Grüße Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Viking1412

Zitat von: Stefan am 28 Mai 2010, 08:47:10
Du kannst die Stifte auch im nichtzerlegten Zustand anpassen, ist nur nervenaufreibender.

Danke Stefan.
Ich ziehe es vor, meine Nerven zu schonen, und ich glaube auch, dass man ein besseres Resultat erziehlt, wenn man das Schloß zerlegt.


@ isie: Zitat: "The easy way..: Kauf die ein neues Schloss mit x neuen Schlüsseln, ca. 15 Eur(achmen)"

Das ist ohne Zweifel die einfachste Lösung; aber der Zweck der Übung ist es, meinen Horizont zu erweitern, oder anders ausgedrückt: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Besten Dank und schöne Grüsse
Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Taz

Hallo Karl.

Off topic: Genau das ist der Punkt...den eigenen Horizont erweitern und dazulernen...denn neu kaufen (auch wenn es sicher der um Längen einfachere Weg ist, der zudem in dem meisten Fällen auch rückschlagsfrei verläuft ;D) kann jeder, aber dabei erleichtert man nur seinen Geldbeutel, sonst nix.

Schöne Grüße, Tas Z(urück zum Thema ;))
Life's a bugger, and then you die

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Viking1412

Zitat von: isie am 28 Mai 2010, 18:22:56Die Stifte müssen alle bei eingestecktem Schlüssel "bündig abgleiten"

Hallo isie,

ich habe nochmals über deine Bemerkung zur Anpassung der Schließstifte nachgedacht. Du hast absolut recht, dass die Stift ,,bündig abgleiten" müssen; aber da fehlt (wenigstens prinzipiell) noch anzuführen, dass die Stifte sich höchst wahrscheinlich beim Auf- und Zuschließen um ihre eigene Längsachse drehen. Die Ursache ist die, dass der Schlüssel im Allgemeinen nicht konzentrisch über den Stiftboden gleitet und dadurch ein Drehmoment hervorruft. Auch die Druckfedern üben bei ihrer Deformation ein, wenn auch kleines, Drehmoment aus.

Das bedeutet, dass die Stifte rund herum den selben Bogen haben müssen, sodass eine Kalotte gebildet wird.

Ich hab mal die Bogenhöhe der Kalotte für den Stiftdurchmesser 2,0 mm und Kerndurchmesser 9,0 mm berechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich nur um 0,11 mm handelt. Ein leichtes Abrunden der Oberfläche der Stifte wird also wohl genügen, zumal die Lochkanten im Allgemeinen nicht sehr scharf sein dürften.

Ich wollte dies nur der Vollständigkeit halber hinzufügen.

Schöne Grüße
Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Viking1412

Zitat von: Tassilo am 29 Mai 2010, 12:20:43

Hallo Tas, das war mal wieder wie aus meinem Herzen gesprochen. Hab vielen Dank für deine netten Worte und für den zugeteilten Punkt.

Schöne Grüße
Karl
Karl Viking

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie. (Kurt Lewin, 1890 - 1947)

Andre.Hubein

Ich habe vor kurzem meine Sammlung aus alten Lenkschlössern zerlegt(blöderweise sind immer wieder mal Stifte stiften gegangen und sich Federn in der Weite der Unendlichkeit der Werkstatt verloren)um mir ein,zwei Schlösser mit gleich schließendem Schlüssel zusammen zu bauen.
Bisher fehlte mir dafür die Zeit.Aber es ist schön sich mit der Funktion der kleinsten Komponenten unserer Maschinen zu befassen.
Gruß André

cevvi

ich finde das auch sehr spannend.....und ich habe auch noch ein schloss im lenkrad ohne schlüssel.... ???

grundsätzlich kann man bei solchen arbeiten nur gewinnen denke ich !!

schöne grüsse roman
Schön Grüße aus dem Allgäu

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