Axiales Spiel des Kipphebels

Begonnen von patro, 28 Juni 2025, 18:01:35

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

patro

Moin,

Ich habe gerade einmal das axiale Spiel des Kipphebels überprüft. Es gibt ein geringes Spiel, man kann es sehen und auch hören.

https://photos.app.goo.gl/nnCa5MgXB2GXUuAr8

Ich habe davon gehört dass man Unterlegscheiben oder Distanzschreiben verbauen kann, ist das hier notwendig?

Die Ölversorgung sieht hervorragend aus meine ich.


Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

patro


Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

M. Bumerang

Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

Anulu

Drück die Dinger im Schraubstock wieder auf pass zusammen. Passiert bei den einteiligen Kipphebelböcken gelegentlich.

Gruss
Gruß Manuel



Rock or Bust!

M. Bumerang

wenn es zuviel ist dann klemmen die Schrauben in der Kipphebelachse
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

Heiko

Dann wieder auseinander drücken...
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

patro

#5
Müsste das nicht auch mit einer Schraubzwinge machbar sein?

Wie viel Spiel darf es denn überhaupt sein?

Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

strichzwojan

#6
Zitat von: M. Bumerang am 28 Juni 2025, 19:46:57wenn es zuviel ist dann klemmen die Schrauben in der Kipphebelachse
Manfred

Dann, und nur dann braucht man Beilagscheiben. Am Besten im Schraubstock mit einer Nuss auf einer Seite etwas zusammenspannen und anschließend die Freigängikeit prüfen. Und dann auf die Ständerhülsen legen und schauen, ob die Schrauben gut durchgehen.
Anzustreben ist minimalstes Spiel. Kleiner als bei den Gleitlagerboxern, also gerne unter 5/100mm. Dann laufen die Motoren wunderbar leise.

Klar geht das auch mit einer Schraubzwinge, aber nur im ausgebauten Zustand kann man die Kipphebel so weit ausschwenken, dass zweifelsfrei zu wenig Spiel entdeckt werden kann! Einmal richtig eingestellt, verändert sich das Spiel (anders als bei den Boxern!) dann sozusagen nie mehr. Eine dankbare Sache also...

Longo

#7
Hallo Ralf,
die Welle ist da, zwar sehr stramm, aber nur reingesteckt. Du kannst einen Lagerbock mit Alubacken von links und rechts in den Schraubstock klemmen und dann an dem anderen Lagerbock ne Stange durchstecken und drehen, bis die Welle raus ist. An der Welle ist ne Fläche, durch die das Öl fließt. Alles einmal richtig saubermachen und dann wieder zusammenbauen. Dann mit hin- und herdrehen soweit zusammenbringen, bis die Kipphebel leicht klemmen, dann wieder minimal zurück bis sie so gerade wieder frei sind und die Böcke plan auf den Kopfflächen aufgelegt werden können. Ist ein bisschen filigran Arbeit aber kein Hexenwerk. Die Kopfschrauben sollten dann frei reingehen.
Läuft die BMW schön schnell,
war's nicht Longo sondern Shell.

Schöne Grüße
Dirk
R26 Bj. 1957
R26 Bj. 1960 (wurde versehentlich, anstatt des bestellten eBikes geliefert🤔)

M. Bumerang

Das sind Kipphebelwellen von einer R25/2
Die Kipphebel sollen spielfrei zu bewegen sein.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

Einzylindär

Hast du die Forums Kunststoff Scheiben?

Gruß
Stefan, der Einzylindär

patro

#10
Reicht das, wenn ich das im Herbst mache?
Würde jetzt ungern in der Saison alles zerlegen ...

Bin gerade noch eine schöne Runde gefahren. Habe sie mal richtig rangenommen, Öltemperatur irgendwo zwischen 90 und 100 Grad Celsius. Läuft super.

Wie macht sich denn axiales Spiel der Kipphebel akustisch bemerkbar?

Gruß, Ralf.

Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Longo

#11
Hat das Steigrohr nicht eine Bohrung zum Kolben und schmiert die Kolbenringe und den Kolben?
Wenn die Kipphebel zu viel Spiel haben, baut sich ggf. nicht genug Druck auf, um das Öl in die Zylinderlaufbahn zu drücken. Auch drückt es sich unter Umständen nicht genug in die Laufbuchsen der Kipphebel, sondern drückt nur zwischen dem Lagerblock und Kipphebel raus. Wenn die Kipphebel  zu viel Spiel haben, hörst du ein klackern oben im Zylinderkopf. Wenn du das Spiel beseitigst, ist das weg. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Läuft die BMW schön schnell,
war's nicht Longo sondern Shell.

Schöne Grüße
Dirk
R26 Bj. 1957
R26 Bj. 1960 (wurde versehentlich, anstatt des bestellten eBikes geliefert🤔)

patro

#12
Soweit ich mich erinnere ist dass bei der R25/2 nicht der Fall mit der Bohrung. Ich kenne das nur von meinem anderen Projekt, der R25/2 SPECIALE. Dort ist diese Bohrung vorhanden.

Ich werde mal das axiale Spiel mit einer Fühlerlehre ausmessen, dann habe ich ZDF.

Könnte ich theoretisch folgendermaßen vorgehen:

1. Im eingebauten Zustand die Zylinderkopfschrauben lösen, damit die Kipphebelböcke frei sind.

2. Mit einer Schraubzwinge und zwei Nüssen von jeder Seite das axiale Spiel minimieren.

3. Zylinderkopfschrauben mit 35 Newtonmeter wieder anziehen

4. Ventilspiel einstellen

?

Übrigens ist dieses Klackern tatsächlich vorhanden, wenn ich leicht untertourig an Steigungen unterwegs bin. Insbesondere bei höheren Öltemperaturen ist es gut zu hören. Ich vermute mal dass aufgrund der geringeren Viskosität bei diesen höheren Temperaturen die Dämpfung nicht mehr so hoch ist und dadurch das Klackern gut zu hören ist. Bei hoher Viskosität wird der Schall wahrscheinlich stärker gedämpft, so dass man es nicht hört.

So meine Theorie.

Gruß, Ralf.

Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

CowBoy

Zitat von: patro am 28 Juni 2025, 23:30:51Soweit ich mich erinnere ist dass bei der R25/2 nicht der Fall mit der Bohrung. Ich kenne das nur von meinem anderen Projekt, der R25/2 SPECIALE. Dort ist diese Bohrung vorhanden.

Ich werde mal das axiale Spiel mit einer Fühlerlehre ausmessen, dann habe ich ZDF.

Könnte ich theoretisch folgendermaßen vorgehen:

1. Im eingebauten Zustand die Zylinderkopfschrauben lösen, damit die Kipphebelböcke frei sind.

2. Mit einer Schraubzwinge und zwei Nüssen von jeder Seite das axiale Spiel minimieren.

3. Zylinderkopfschrauben mit 35 Newtonmeter wieder anziehen

4. Ventilspiel einstellen

?

Übrigens ist dieses Klackern tatsächlich vorhanden, wenn ich leicht untertourig an Steigungen unterwegs bin. Insbesondere bei höheren Öltemperaturen ist es gut zu hören. Ich vermute mal dass aufgrund der geringeren Viskosität bei diesen höheren Temperaturen die Dämpfung nicht mehr so hoch ist und dadurch das Klackern gut zu hören ist. Bei hoher Viskosität wird der Schall wahrscheinlich stärker gedämpft, so dass man es nicht hört.

So meine Theorie.

Gruß, Ralf.

Motorradmechaniker i. A.

Probiere es aus - da die Toleranz Kipphebelachse/Kipphebelbock sehr gering ist, wird das nichts bringen.
Kipphebel ausbauen und unter die Presse legen schon eher.
Andererseits ist das Klappern nur unschön, aber zieht keine Schäden nach sich.
Die /5 und jünger Modelle rasseln da viel mehr...

M. Bumerang

Ich glaube nicht das du mit der Schraubzwinge den Druck aufbauen kannst um die Kipphebelböcke zu verschieben.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

patro

Okay. Wenn ich den Motor nicht ausbauen will, muss ich vermutlich den Tank soweit anheben, dass ich die ZK-Schrauben ziehen kann, richtig?

Motorradmechaniker i. A.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Heiko

#16
Ralf,

man kann es auch lassen und erst im Winter machen.

@Longo: Da ist schon genug Widerstand, wenn sich das Öl an den Kopfschrauben vorbei durch die Ständerhülsen quetschen muss.

Leute, macht da bitte nicht so eine Wissenschaft draus. Das klappert nur. Im Winter fertig machen und gut ist. Wenn man unbedingt will auch jetzt.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

patro

ja, besser noch den schönen Sommer nutzen und dann solide vorgehen im Herbst/Winter.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Timmmäh

Seh ich so wie Heiko.
Nebenbei, wenn du das wie oben beschrieben mit der Schraubzwinge machst, kannst du nicht feststellen ob der Kipphebel leichtgängig dreht.
Ist ja auch alles verbaut.
Theoretisch könntest du den ohne zu merken klemmen.
Das halte ich für problematischer als ein bisschen tickern.

Meine Vorgehensweise:
Ich press die Kipphebel im Schraubstock auf Block zusammen.
Achte darauf dass die Achse vermittelt ist und die ausnehmungen in der Achse mit den Bohrungen im Bock überein stimmen.
Dann nimmst du das ganze Paket aus dem Schraubstock und hältst den Kipphebel senkrecht am "oberen" Bock zwischen zwei Fingern.
Dann nimmst du nen Hammer und gibst der Achse einen leichten "tick".
So kannst du sehr leicht einstellen, leichtgängig aber spielfrei.

Grüße
Tim
101010

berndr253

Ist das Spiel nicht eher ein "Radiales"? In diesm Fall nützt es nichts das Axialspiel einzustellen. Mir scheint die Ursache für das Klappen in ausgenudelten Kipphebelachsen zu liegen

Ausbauen - zerlegen und prüfen

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Beppo

#20
Hab an meiner 25/0 andere Lagerbockbefestigung und in den Schraubenlöchern ist etwas Toleranz so das ich mit leichten Schlägen bei leicht angezogenen Schrauben das Spiel mit der Fühlerlehre auf 0,2 eingestellt habe. Bei sehr heißem Motor hör ich auch ein klackern. Finde das aber OK. Das Öl das in meine Kipphebelwelle läuft muss ja auch irgenwoh raus können.

Radiales Spiel merkst du gleich wenn du das Ventilspiel mal ganz öffnest und die Kipphebel seitlich wackeln kannst.

ich korrigiere: bei fest eingeprssten Buchsen kan das Lagerspiel auch rauf und runter gehn.

Gruß Beppo
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

RTwenty7

Schläge am Zylinderkopf sind immer empfehlenswert, besonders bei Alu als Trägermaterial ::)  ???
Roll On!
Amir

Chrome don´t bring you Home

berndr253

Axiales Spiel würde ich auf 0,05 mm einstellen - heißt dreh- aber nicht mehr fühlbar

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

patro

Ich warte bis zum Herbst oder auf die nächste große Regenzeit ... bis dahin wird das erstmal funktionieren. Und dann gehe ich richtig an das Thema ran.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

4Taktix

Von BMW heisst es:"spielfrei, aber leicht drehbar" - da würde ich die von Bernd vorgeschlagenen 0,05 mm ansetzen.
Aber Achtung: Das gilt für die "engste Stelle" !
Gebrauchte Kipphebel haben durch Verschleiß der KH-Achsen oder Buchsen häufig radiales Spiel (gehabt) und liefen
daher leicht "verkantet". Dies führt dazu, dass die Stirnseite gegenüber den Einstellschrauben nur in einem
Bereich anliegt (obere Hälfte) - dieser Bereich sieht blank poliert aus. Genau da ist die "engste Stelle"
und genau da muss gemessen werden.
Dies und das Einstellen geht eigtl. nur im ausgebauten Zustand.
Meiner Erfahrung nach gibt es Bock/Achse Passungen, bei denen sich die Böcke mit der Hand auf der Achse drehen lassen,
und andere, wo man Hammer / Schraubstock / Sonstiges braucht.
Zweiteres ist besser. Bei den leicht drehbaren "verstellt" sich das eingestellte Spiel meist wieder beim Anziehen
der Kopfschrauben.
Ich habe bei mir diese "engsten Stellen" auf dem Kipphebelkörper mit Edding markiert, um nach Einbau zu wissen,
wo ich die Fühlerlehre zur Kontrolle reinstecken muss.
Think outside the box !

patro

Immer sehr wertvolle Tipps!

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

4Taktix

hier mal zwei Bilder mit den erwähnten "blanken Stelle" stirnseitig auf der Druckseite ( gegenüber den Einstellschr. ) Sektor rot markiert.
Bessere habe ich grad nicht zur Hand.
Think outside the box !

Hauptmenü

Anleitungen & Bücher Baureihe Specials Startseite Vergleichsliste

Presse & Wissen

Bauzeiten & Stückzahlen Historisches Liste der BMW Modelle Presseberichte Prospekte & Plakate

Foren & Literatur

Bildergalerie Bildtafel-Suche Forum: Boxerforum Handbücher Servicedaten

Allgemeine Infos

Bildtafelsuche Glossar Impressum Kontakt Sitemap

Tipps & Service

Dienstleister Händler Märkte & Museen Tipps Verschleißteile & Werkzeuge