Mechanisches Problem am Vergaser

Begonnen von strichzwojan, 24 Juni 2025, 06:43:21

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strichzwojan

#30
Schlüsseldienste haben das deshalb nicht mehr, weil die elektifizierten Haustürschlösser mit Öffnungsmöglichkeit von den Wohnungen aus wohl sehr empfindlich auf das stromleitende Zeug reagieren können.

Ich habe mir damals echt einen abgesucht, nur um das Zeug dann bei OBI für ganz schlankes Geld zu finden (LUX). Im grauen Plastikfläschchen, was von der Form wie ein Fahrradölfläschen aussieht.

Bei mir funktioniert das jetzt ja. Aber wenn der Vergaser nochmal ausgebaut wird, dann überarbeite ich den Schacht mit der abgedrehten Zündkerzennuss. Die habe ich heute mit doppelseitigem Klebeband und 600er Schleifpapier versehen, damit ich startklar bin.

In beklebtem Zustand ist das Werkzeug nun zwischen 26,85 und 26,92 mm im Durchmesser. Für mich ist das eine hinreichend exakte "Rundfeile"...
Irgendwie habe ich den Verdacht, dass der Schieber durch eine Verengung direkt am Gewinde kurz vor dem unteren Anschlag in eine zu enge Passung gezwungen wird, die Nadel damit seitlich verschiebt, welche dann in der Nadeldüse für Schwergängigkeit sorgt

strichzwojan

#30


Heiko

#31
Elektrische Türöffner werden seid jeher mit einer dezenten Fettschmierung schon bei der Auslieferung versehen. Graphit ist dort wenig hilfreich und hat nichts mit der Magnetspule zu tun. Weiter ist Graphit bei modernen Schlössern kontraproduktiv, weil die Schlösser mittlerweile sehr präzise gefertigt werden und dieses im Schloss verklumpt wenn der Schlüssel eingeführt wird und die Riegelstifte dann verkleben und anfangen zu klemmen.

Bei den alten Kastenschlössern war das kein Problem.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

cledrera

Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

strichzwojan

Heiko, man glaubt ja nicht, auf was für Ideen die Leute kommen. Unsere Haustür (36-Parteien-Haus) zickt seit Jahren, und irgendein Bastler hatte mal eine teure Reparatur verursacht. Ich kam zufällig gerade nach Hause, als der Mechaniker schwer herumfluchte, was sich auf Tirolerisch durchaus bedrohlich anhörte.
Mir fällt spontan noch etwas ein, was vielleicht gut gemeint, aber doch richtig übel sein kann / konnte. Motoröl mit MoSO2-Feststoffanteil. Das gab es mal früher, z.B. von LiquiMoly als 20W50, sollte gut schmieren und hätte bei uns gnadenlos die Ölschleuderbleche aufgefüllt...

Beppo

Und dann gibts noch die Leute die gnadenlos mit Überzeugung überall WD40 drauf sprühen. :kotz:
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

strichzwojan

So, ich habe heute mal mein "Honwerkzeug" in Betrieb genommen. Die abgedrehte Nuss, mit Teppichklebeband und 600er Schleifpapier zur Rundfeile abgeändert.
Was soll ich sagen? Das Ding ging prima rein in den Schieberschacht, ein paar mal drehend auf und ab und dann innen kontrolliert. An Stellen, wo ich es nie erwartet hätte waren nun silbrige Flecken: Abtrag von Material!
Ausgeblasen, mit Bremsenreiniger gespült. Und der alte Schieber geht nun ohne die geringste Klemmneigung hinein! Graphitpuderkur, zusammengebaut mit einer neuen Feder (kann ja nicht schaden).
Alles bestens.

Ich würde nun jedem empfehlen, bei Klemmproblemen nicht am armen Schieber herumzufeilen, sondern sich um den Schacht zu kümmern. Wenn man so ein Hilfswerkzeug wie meine Zündkerzennuss hat, dann schleift man auch nicht Rillen in den Vergaser hinein. Der Abtrag war wirklich minimal, aber eben genau an den richtigen Stellen...

Ich würde das Ding auch verleihen. Passt für das 27mm Grundmass eines Strichzwei- oder Strichdreivergasers von BING.

Jan

strichzwojan

Arbeit zieht Arbeit nach sich.

Nachdem ich vor einigen Jahren die Luftzuführung des Vergasers überarbeitet hatte ( Gehäuse mit Papierfilter und 6cm langem Schlauch) hatte ich eine schöne Abstimmung gefunden.
Im Zuge des klemmenden Schiebers erneuerte ich ja die Nadeldüse und die Düsennadel. Ergebnis war, dass der Motor im mittleren Drehzahlbereich nicht mehr so schön hochdrehte. Während die alte und die neue Nadel beide exakt 2,46 mm dick sind im zylindrischen Teil (was im konischen Teil los ist kann ich nicht messen), war die alte Nadeldüse schon mit bloßem Auge erkennbar exzentrisch verschlissen. Da muss das Gemisch fetter gewesen sein vorher.

Deshalb heute die Nadel ein Loch höher gehängt. Der Motor läuft nun viel besser, hat an Durchzugskraft gewonnen. Ich muss tatsächlich nicht mehr so viel zwischen drittem und viertem Gang hin- und herschalten!
Achtung, das bezieht sich auf Bergstraßenbetrieb!

Mal sehen, was der zuletzt superniedrige Benzinverbrauch macht...

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