BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Blubb am 18 März 2012, 11:12:07
Hallo zusammen !
Ich möchte noch eine kleine Bestandsaufnahme zum jetzigen Zustand meiner Strich drei schreiben.
Es bestehen noch drei kleine Probleme:
1. Die beiden Flansche der Hardyscheibe haben einen Abstand 33,5mm und liegen damit 1,5mm über Toleranz. Ich würde es einfach so lassen, weil ich nicht denke, dass es negative Auswirkungen haben könnte. Wie seht ihr das ?
2. Es besteht immer noch das Problem das sie im Standgas schwarz qualmt, jedoch kann ich mir nicht erklären warum das so ist. Das Kerzenbild bei Vollgas ist absolut optimal. Der Isolator ist weiß der der Rest schwarz (siehe Bild )
3. Wie im letzten Fred beschrieben wackelt der linke Achshalter. Ich habe das Problem mit eine Coladose gelöst, auch wenn das vielleicht nicht ganz zulässig ist :verlegen: , aber es hält absolut perfekt und das schon fast 200 km ohne jegliche Probleme.
Trotz dieser kleinen Probleme fährt sie sich wirklich super. Der Motor bringt die volle Leistung 110 (mit genügend Anlauf), auch wenn man dann denkt, das ( wie bei Werner ;D ) der Asphalt gleich anfängt zu brennen ;D.
Ich habe sie echt nicht geschont. Mit Vollgas über die Landstraße und den Berg hoch, mehrere Kilometer Vollgas über die Autobahn usw. Alles ohne Probleme !
Außerdem habe ich im Moment noch die Möglichkeit ein zweites Motorrad zu kaufen. Es ist eine XJ 550. Hat jemanden von euch Erfahrungen mit dieser Kiste ? Der Zustand ist relativ gut für 900 Teuros.
Viele Grüße,
Markus
Hallo Markus,
ich weiss ja nicht wie Du das Problem mit der wackelnden Hinterradfederung und einer Koladoste gelöst hast - an dieser Stelle irgendwie mit einer "hingepfuschten" Lösung längere Stecken zu fahren finde ich allerdings bedenklich. Wäre an dieser Stelle durchaus angebracht eine technisch hinreichend Instandsetzung vorzunehmen, also die Gleitbuchsen zu erneuern.
Das Rauchen der Maschine im Standgas könnte mir einer falschen Gemischeinstellung zu tun haben. Wie ist die Düsenbestückung? Welcher Vergaser?? Wie eingestellt???
Bernd
Drehe mal deine leerlaufgemischschraube (Puuuh!) einfach mal erst eine 1/2.....dann eine ganze Umdrehung raus (originalstellung merken!!)....verschwindet dann das Rußen?
Mit ner Coladose? Na jetzt bin ich gespannt. Haste mal Bilder?
Gruß
ZitatDrehe mal deine leerlaufgemischschraube (Puuuh!) einfach mal erst eine 1/2.....dann eine ganze Umdrehung raus (originalstellung merken!!)....verschwindet dann das Rußen?
Den Vergaser habe ich komplett neu gemacht. Neue Bedüsung und neue Dichtungen. Alles ist auf Standart Einstellungen, also die Leerlaufgemischschraube auch.
ZitatDas Rauchen der Maschine im Standgas könnte mir einer falschen Gemischeinstellung zu tun haben. Wie ist die Düsenbestückung? Welcher Vergaser?? Wie eingestellt??
Der Vergaser ist ein 1/22/42 mit 35er Leerlaufdüse. Die Leerlaufgemischschraube ist 1,5 Umdrehungen geöffnet.
ZitatMit ner Coladose? Na jetzt bin ich gespannt. Haste mal Bilder?
Ich habe einfach ein Blech ausgeschnitten, dass die Achse komplett umschießt und die Breite des Achshalters hat.
Grüße
Habs immer noch nicht verstanden. Achse = Rad oder Gleitrohr? Hatte auch irgendwann mal gefragt wo und wie es denn überhaupt wackelt. Mach doch mal ein Bild bitte.
Zu deinem Vergaser: Ist der Falsche. Vielleicht liegts daran. ::) /3 hat nen 24er Vergaser. Mit Originalbedüsung liegst du also sicher falsch.
Gruß
Jan (Schau mal in die Vergleichstabelle...)
Sorry, ich habe mit verschrieben. Es ist eine 1/24/42.
Das Bild kommt gleich.
Blubb,
Du hast Dich sicher verschrieben:
Der Bing Zitat1/22/42
ist für eine R51/3.
Er wird mit einer 40er Leerlaufdüse, einer 90er Hauptdüse und einer Nadeldüse 1208 bestückt; dann läuft die 51/3.
Montierst Du den 1/22/42 an eine R25/3, stimmt irgendwie das Bild nicht. ;D
Also: Sag mal was dazu, anderenfalls und sowieso kannst Du nur wie von Rolf beschrieben vorgehen.
Clemens
PS: Hol das rasantrostende Coladosenblech da wieder raus, kauf Dir anständiges Holsten Pils Premium und nimm das Blech; ist aus Alu. ;)
PPS: Na geht doch!
PPPS: Hertweck Besser machen ab S. 231 lesen
Es wackelte in die Richtungen in die die roten Pfeile zeigen. Ich habe das Blech einfach um die Achse gelegt und bei der Montage mit reingedrückt.
Grüße,
Markus
Verzeihung, das ist aber richtig gefährlicher Mist.
Ich dachte Du hättest das Blech an der Federung eingebaut, nicht an der Achse.
Überprüfe mal, ob Du überhaupt Klemmschraube und -büchse montiert hast.
Da darf sich seitlich nichts bewegen und zwar ohne sonstige Hilfsmittel.
Clemens
Hallo Markus,
da muß ich mich anschließen, das ist gefährlich. In einer Kurve gibt das alles nach, es gibt einen kleinen Ruck und Du liegst auf der Nase.
Ich sollte noch einen Achshalter da haben, schick mir ne mail mit Deiner Adresse, dann bekommst Du das Teil.
Gruß,
Jochen
Auch ich schließe mich da gerne an, also da bitte NICHT pfuschen.
Gruß
Jan (...womit mal wieder bewiesen wäre, dass genaue Beschreibungen, am Besten mit Bildern erheblich zur Problemlösung beitragen ::) )
Na, wenn beim Vergaser alles in Standardeinstellung ist ist ja gut....wozu schreibe ich eigentlich ::)
Ist die Mutter der Achsklemmung überhaupt fest angezogen ? (Teil Nr.15 auf dem Bild)
( Ja, die, die auf dem Bild von unten "unter der Achse" sitzt)
Wenn ja, und es wackelt trotzdem:
- Mutter lösen
- Achse herausziehen (Radmutter entfernen - logo)
- Klemmbolzen von unten mit Durchschlag nach oben heraustreiben
- unteres Klemmstück nach unten heraustreiben
( Ja, es müssen 2 sein, ein oberes und ein unteres, Teile 12 und 14 vom folgenden Bild ! )
- jetzt gucken, warum sich das Ganze nicht so fest ziehen lässt, dass es die Achse klemmt.
( Falsche oder vermurkste Klemmstücke, verbogener Bolzen, beschädigtes Gewinde,
Grate oder "Stufen" im Achshalter....)
-> Es MUSS einen mechanischen Grund geben !!! Der MUSS beseitigt werden! <-
So weiterzufahren ist lebensgefährlich !
(sagt einer, der selbst kein heiliger ist, aber so ist das "mechanisch Roulette" )
vorher gibt's von mir zumindest auch keine weiteren Tipps.
Sascha
Hier das Bild zum Text
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Gruß
Die Mutter ist angezogen. Als mir das Problem aufgefallen ist habe ich schon einmal versucht den Klemmbolzen zu demontieren. Der Klemmbolzen wollte sich keinen Millimeter bewegen lassen
Ich kann es die Tage noch mal versuchen..... Hoffentlich klappt es dann...
Grüße
Dann mach den Achshalter mit Lötlampe oder Heissluftpistole schön warm, dann kommt der Bolzen schon.
Rostlöser schadet auch nicht.
Nicht mit dem Hammer auf's Gewinde dreschen, lieber mit einem Durchschlag o.ä. seitlich am Bolzen vorbei
auf den dicken Teil des Klemmstücks zielen, Seite regelmässig wechseln.
(Wo die Pfeile im Bild hinzeigen)
Dazu muss natürlich das untere Klemmstück (14) zuerst 'raus.
Wichtig ist, dass der Luftspalt im Bild groß genug ist, die Teile 12 und 14 dürfen nicht direkt aufeinander
drücken, sonst kann die Achse nicht geklemmt werden.
Sascha
Ich habe den Klemmbolzen und das Gegenstück letztendlich doch noch rausbekommen, alles sauber gemacht und angeschaut, jedoch keinen Grund finden können der das Klemmen der Achse verhindert.
Dann ist mir aufgefallen, dass die Achse ab der Stelle in der sie im Achshalter steckt dünner wird.....komisch.... Wenn man mit den Fingern drüber fährt kann man es deutlich spüren.
Eigentlich sollte die Achse doch härter sein als der Halter, oder nicht ?
Markus
Hi Markus,
das hört sich nicht gut an.
Ja, die Achse (Stahl) ist härter als der Achshalter (Alu-Legierung).
Die Achse hat vom stumpfen Ende bis zum Radlager normalerweise den gleichen Durchmesser,
nur der Teil, der "im Rad" steckt, ist dünner.
Wenn Deine Achse im Achshalterbereich dünner ist, bzw. eine "Stufe" hat, ist die verschlissen.
Und da die Achse härter ist, als der Achshalter, wird dessen Achsbohrung auch schön ausgenudelt sein.
Dann ist klar, warum Du diese Achse in diesem Achshalter so nicht geklemmt bekommst.
Mach' mal ein Foto von der ausgebauten Achse, evtl. bestätigt sich dann meine Vermutung.
Prüfe auch mal die Achsbohrung im Achshalter, ob die aussen genauso groß ist, wie in der Mitte,
bzw. ob die Bohrungswandung achsparallel ist.
Ich tippe mal, dass beides total verschlissen ist und ersetzt werden muss.
Wenn das so ist, muss die Ursache für diesen enormen Verschleiss beseitigt werden,
und das werden m.E. die Führungsbuchsen sein, ein typischer Schwachpunkt der 25/0 /2 /3.
Alles reparierbar, die Kosten bleiben auch überschaubar.
Aber mach erstmal ein Foto der Achse und poste das hier, dann kann man evtl. schon mehr sagen.
Kopf hoch, alles kein Hexenwerk. Gruß, Sascha
Hallo Markus,
und wenn du schon dran bist: Wenn der verschleiß wirklich so groß ist, dann solltest du sogar mit nem Messchieber messen können ob die Bohrung noch rund ist oder nicht.
Wenn du ne neue Achse brsuchst sag bescheid.
Gruß
Jan.
Alles richtig, was Sascha sagt, aber vergeßt den Klemmbolzen und das Gegenstück nicht.
Die Achse muss sich gedreht haben und an Alu kann sie sich schlecht verdünnt haben.
Könnten/dürften also die zwei Teile sein.
Wie auch immer der Achshalter beschaffen ist: Die drei Teile raus.
Clemens
Zitat von: Blubb am 23 März 2012, 16:51:11
Ich habe den Klemmbolzen und das Gegenstück letztendlich doch noch rausbekommen, alles sauber gemacht und angeschaut, jedoch keinen Grund finden können der das Klemmen der Achse verhindert.
Dann ist mir aufgefallen, dass die Achse ab der Stelle in der sie im Achshalter steckt dünner wird.....komisch.... Wenn man mit den Fingern drüber fährt kann man es deutlich spüren.
Eigentlich sollte die Achse doch härter sein als der Halter, oder nicht ?
Markus
Hallo Markus,
die Achse hat einen Absatz - dieser liegt bei korrekte montierter Achse direkt VOR der linken Seite der Radlagerverschraubung und fixiert das Rad. Mach doch bitte mal ein Bild von der Achse und den ausgebauten Klemmstücken sowie dem Teil in dem die Achse und die Klemmstücke montiert sind. Dann könne wir sicher mehr zu Deinem Problem sagen.
Grusz
Bernd