BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Joey K. am 08 Juli 2011, 20:35:47
Hallo,
da ich Heute nach 20 Jahren des stehens an meiner R26 einen Ölwechsel machen wollte und dabei auch gleich die Korkdichtung der Ölwanne austauschen wollte da diese schwitzt. Deshalb habe ich mich erst mal zur Begutachtung unter die R26 gelegt, da ich diese von dieser Seite noch nie gesehen habe, und mir mal die Schrauben angesehen welche abgschraubt werden müssen. Dabei endeckte ich das ein Schraubenkopf fehlte aber hierfür ein Loch in der Ölwanne war. Ich befürchtete bereits das schlimmste. konnte aber durch das Bohrloch nicht richtig hinsehen. Somit habe ich das Öl abgelassen und die Ölwanne mit deren 11 Schrauben abgenommen. Nun konnte ich genau sehen was ich schon befürchtet hatte. Jemand der vor mir an der R26 geschraubt hatte hat die hinter linke Ölwannenbefestigungsschraube ( links neben der Ablassschraube ) abgerissen. Nun kann ich aber nicht sagen da ich diesen Mist selbst nicht verusacht habe, ob diese Schraube zu sehr festgessen ist und diese wurde beim herausdrehen abgedreht, oder jemand hat kein Gefühl in den Fingern und hat gedrückt bis die Schraube ab war ??????? Danach hat der jenige aber nichts weiter an der Schraube gemacht und die Ölwanne einfach mit den restlichen 11 Schrauben wieder angeschraubt.
Nun sitzt aber die Schraube fest im Motorblock und ist fast plan mit dem Block abgerissen, es steht eigentlich nur noch auf einer Seite ein Gewindegang über, an dem ich keinen Halt finde und auch nicht herummurxen möchte, da ich eigentlich noch nie eine Schraube ausbohren musste, weiß ich auch nicht wie ich hier vorgehen sollte ????????? Ich weiß nur das ich dort sicherlich nicht gerne rumbohren möchte da die Schraube sicherlich härter ist als der Block und ich das Gewinde nicht noch komplett verlöten möchte.
Was könnte ich denn machen um die Schraube wieder heraus zu bekommen, oder sollte ich lieber gleich in eine Oldie-Werkstatt gehen ???????
Währe über Tipps sehr dankbar, da mein Nachbar Heute zufällig dagestanden ist und den Mist mitbekommen hat, nun meint er man könne das ganze mit einem Körner ankörnen und von Hand die Schraube anbohren und diese dann versuchen herauszudrehen, wur weiß ich nicht ob er das auch wirklich kann, nicht das mein Block einen zweiten Ölablass bekommt. ??? ??? ??? ??? ??? ???
Für schnelle Antworten währe ich euch wirklich dankbar, da er sich das ganze mal morgen näher ansehen möchte.
Grüße
Joachim
Schöne Sch..e,
Ich kann Dir hier kein Universalrezept geben sondern nur schreiben wie ich vorgehen würde.
Lass das mit dem Ankörnen und Ausbohren - vermutlich noch mit einer Handbohrmaschine oder einer Tischbohrmaschine aus dem Baumarkt. Das kann böse daneben gehen.
Mein Tipp:
Einen kompletten Dichtungssatz und einen Steuerkettenspanner und Steuerkette beim Dealer Deiner Wahl bestellen
Motor ausbauen, Deckel, Kopf, Zylinder und Kolben runter nehmen (müssen wahrscheinlich eh mal von Grund auf gereinigt und revisiert werden. Lichmaschine runter und Kettenkastendeckel abnehmen.
Dann in eine ordentliche Metallwerkstatt gehen und sich den abgebrochen Schraubenrest ausfräsen lassen, hier mit einem Schraubenausdreher die Reste entfernen, Gewinde nachschneiden und fertig.
Jetzt wo alles so ordentlich auseinander gebaut ist, kannst Du eine neue Steuerkette und Kettenspanner einbauen! Lohnt sich - insbesondere wenn kein Kettenspanner vorher montiert war.
Alles kontrollieren, ggf. instandsetzen, zusammen bauen, in den Rahmen einbauen und fertig.
Die Aktion den Kettenkastendeckel runter zu nehmen ist naturgemäß optional, aber wenn man schon dabei ist ...
Bernd
1. so lassen und ggf. mit hylomar abdichten
oder
2. Linksbohrer 2mm kaufen, r26 auf die seite legen ankörnen, mit akkuschrauber anbohren et voila !
ZitatLinksbohrer 2mm kaufen, r26 auf die seite legen ankörnen, mit akkuschrauber anbohren et voila !
Diese Stelle auf ca. 150 Grad erhitzen.
Linksbohrer mit 4mm wurde ich bevorzugen. Den 2mm murkst man gerne ab.
Sollte er wider erwarten drinbleiben, die Bohrung ganz durchbohren.
Dann eine Vielzahnnuß einschlagen und rausdrehen.
Gruss Manfred
Wärme ist gut braucht es aber nicht wirklich. Greift der Linksbohrer dreht sich der Rest von alleine heraus.
OK 4mm ist besser, stimmt.
Vorteil LinksBohrer... dreht eben NICHT rechts herum...
HI,
alles kein problem,ausbohren egal wie,wenn m6 nicht mehr passt,kommt m8 rein,oder heli-coil m6.
reinhold
Mit M8 gibts aber ein paar Schwierigkeiten mit dem Anschrauben und ggf. der Dichtigkeit! Die Flanschbreite ist schon recht schmal
Bernd
Hallo,
vielen Dank für eure Tipp´s.
Hab das Probelm heute Abend noch meinem Bruder geschildert, der wiederum einen Freund angerufen hat der anscheinend beruflich mit solchen Problemfällen zu tun hat. Er meinte er würde am Sonntag
bei mir vorbeisehen und sich die Sache mal ansehen ob es möglcih ist die Schraube anzubohren und das ganze mit einem Linksdreher herauszudrehen.
Ich hab auch noch so eine kleine Bohrmaschine von Bosch in der Größe eines Tremels vielleicht können wir mit dieser ja sauberer arbeiten, werde ihm halt alles mal zeigen und er bringt auch sein Werkzeug aus der Firma mit. So wie ich von meinem Bruder verstanden habe will er aber mit einem 3mm Linksausdreher arbeiten, oder meinte er 3mm bohren.
Ich drück Dir die Daumen, dass das funktioniert!
Bernd
na ja....wars denn dicht mit 11 Schrauben ? Falls ja, lass es doch so. Falls nein, würde ich einen Alurahmen besorgen (sowieso gut, auch mit 12 Schrauben), auch alles lassen, Oelwannenrand zuerst plan klopfen, mit Korkdichtung aufsetzen, Alurahmen aussen drauf, 11 Schrauben anziehen (nicht zu sehr). Ist wohl dicht so.
Zitat von: gradweg am 08 Juli 2011, 21:33:16
... kein problem,ausbohren ... heli-coil m6 rein
Hallo Joachim,
das würde ich auch empfehlen.
Gruß
Rainer
Ich würde es machen wie BErnd meinte. Raus muss der Motor eh, dann mach doch gleich die "Kleine Überholung" mit.
Gruß
Jan.
Hallo,
heute war nun den bekannte meines Bruders da und versuchte die abgerissene Schraube zu entfernen.
Ganz proffesionale hat der zuerst mal die Stelle erhitzt und danach ein Loch die die Mist schraube mit einem Akkuschrauber gebohrt, dabei hatte er keine billigen Bohrer sondern so wie ich staunend sehen konnte welche die sich wie in Butter in die Schraube hineingefressen hat. Danach hat der eine Linksdreher angesetzt und versuchte die Schraube zu lösen, was aber nicht ging und er wirklich mit Gefühl abreitete da er dann meinte wenn ich jetzt noch mehr reise habe ich den Ausdreher abgebrochen in der Hand. Also nochmals das ganze schön erwärmt und mit dem Ausdreher alles versucht, aber die Schraube war einfach zu fest. Also 4 mm Bohrer genommen und die Schraube durchgebohrt, und den Rest was noch als Hülle der Schraube im Gewinde steckte mit einem Gewindescheider herausgehalt, was er mir dann übergeben hat. Also laut alter Schraube hat er sehr genau gebohrt muß ich im neidlos lassen. Nanach hat er das Gewinde nochmals mit den M6 Gewindescheider nachgearbeitet, und von mir eine neue Schraube genommen und getestet, und meinte so sollte es passen. Richtig freudig ging ich dann ans Werk, da ich vorher bereits meine Ölwanne gesäubert hatte, und ich nur noch die neue Korkdichtung einlegen mußte, und begann an den guten Gewinden die ersten Schrauben wieder einzudrehen und diese nur handfest ( ohne Ratsche, ohne Schlüssel ) " handfest angezogen. Als ich nun die meisten Schrauben bereits eingeschraubt hatte, ging es an die besagte. Mit viel gefühl drehte ich die Schraube mit der Hand ein, aber ich bermerkte zwar leicht das Gewinde, aber nicht wie bei den anderen Schrauben, ebenso konnte ich diese dann beim Versuch mit einem Schlüssel nicht mehr anziehen, da diese sofort herausviel. Somit habe ich die ganze Ölwanne wiedere abgenommen, und mir das eine Gewinde nochmals angesehen. Hier stellte ich nun fest, das ich die Schraube mit leichtem hörendem Gewindekratzen wie eine Hülse hinein oder herausziehen kann, und das Gewinde nun leicht für eine M6 zu Groß ist. Ich dachte wirklich ich spinne. Hab mir dann nochmals den Rest der alten Schraube angesehen, wo eraber genau mittig gebohrt hat, also das Gewinde nicht erwischt haben kann.
Nun habe ich eigentlich nur noch die Möglichkeit einen Heicoil einzusetzen, nur habe ich dies auch noch nie gemacht und weiß auch nicht wie Groß das Bohrloch für eine M6 sein muß um diesen Helicoli einsetzen zu können, da ich nicht weiß ob ich überhaupt noch soviel Material habe um so groß zu bohren.
Der eine wird nun sagen, wärst Du gleich wo anders hingegangen, aber dort hätte auch das gleich oder noch mehr passieren können, da men einfach nicht weiß wohin man für jenes oder dieses Problem gehen sollte da der Bekannte dieses Problem auch Beruflich beheben muß.
Wenn kann mir nun mit Tipp´s für das einsetzen eines Helicoil weiterhelfen, da nach Nachfrage vor dem Schraubenproblem schon keine BMW Werkstatt an einen Oldie hinlagen will. Deshalb habe ich mir halt private Hilfe zukommen lassen.
Grüße
Joachim
Tja, mit Gewindeausdreher habe ich (!!) noch NIE eine Schraube rausbekommen...im Gegentum 2mal abgerissen, dann wird es richtig haarig.
Helicoil bzw Gewindeneu (ist dasselbe, bloß billiger) ist das beste was du machen kannst....du kannst auch ein M7 reindrehen, Vorteil: hat diesselbe Steigung wie M6 (also 1)....benötigst allerdings einen Gewindeschneider den du wahrscheinlich nie wieder bruchst....Helicoil brauchst du öfter. Wie man es benutzt ist auf den Packungen angegeben.
Tja. Siehe oben. Das war zu befürchten, daher Linksbohrer.
Übrigens Drehmoment 10Nm, das ist ein Hauch von "nix".
Aber die Kernfrage ist und war:
IST DIE WANNE DENN "so" ÜBERHAUPT UNDICHT GEWESEN ?
Hallo isie,
ok, ich gebe ja zu das ich gewarnt wurde und die Sache schief gehen kann, und mit Linksbohrer war der Schraube nicht Herr zu werden.
Aber zum einen habe ich diese Schraube nicht abgewürgt, und zum anderen habe ich auch nicht selbst an dieser herumgebohrt, sondern habe mir private Hilfe von jemanden geholt der dies beruflich macht, also auch können sollte. Zudem kahm noch, als dieser die Schraube sah, kahm noch der Satz dies sei kein Problem.
Zur Wanne selbst hat diese komplett auf der linken Seite mit Öl geschwitzt, deshalb habe ich ja auch die Ölwanne abgenommen da ich bereits auch den einen oder andern Öltropfem auf dem Boden gefunden hatte.
Da ich eigentlich meine sieben Sachen immer ordentlich zusammenhalten möchte, dachte ich mir was passiert wenn mal mein eigenes Öl auf die Straße tropft und ich fahre mit dem Hinterrad in einer Kurve darüber, genau ich liege wahrscheinlich auf der Fre............, zudem würde ich auch nie mit meinem PKW mit nur vier Schrauben in der Felge herumfahren wenn darin 5 vorhanden sein sollten.
Genau aus diesem Grunde dachte ich mir wenn Du nun schon den Oldie deines Großvateres aus der Garage holst, und diesen wieder auf die Straße bringst, dann sollten auch solche Dinge wie abgerissene
Ölwannenschraube wieder in Ordnung gebracht werden.
Nun muß ich halt sehen wie ich das Problem wieder hin bekomme, und buche die Sache unter einem Satz ab den mal ein Motorradfreund gesagt hat: " Es ist keine Schande etwas nicht zu können, aber eine es nicht zu versuchen ".
In diesem Sinne, auf ein neues und auf eine hoffentlich gelungene Nachreperatur.
Grüße
Joachim
Mit "LinksBohrer" wird linksdrehend gebohrt - im Gegensatz zu üblichen rechtsdrehenden Bohrern.
Das ist also KEIN "Ausdreher" !
Nocmals ... Wie wäre es mit Wanne planen , neuen Dichtung und mit Hylomar Abdichtung ?
Und an die 10Nm denken ...
Hallo Joachim,
Hut ab. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir mussten uns bei unserer
Motorinstandsetzung auch mit Helicoil behelfen. Da ist alles in einem Satz
drin.. Bohrer, Gewindeschneider, etc. Ist einfach zu handhaben und praktisch
narrensichen (also etwas für uns ;) ).
Bis auf den Motor mussten wir zu Beginn alles überholen. Wir sind dann etwa
ein Jahr lang so gefahren, bis dass der Motor zu heiß wurde. Dann Komplett-
überholung.
Viele Sachen haben wir zweimal machen müssen, gebucht unter Erfahrungswerte.
So wie unser Kompressor jetzt da steht, können wir behaupten "selbst hingezimmert".
Kopf hoch, dat wird schon wieder,
Kevin und Peter
Hallo isie,
sorry das mit dem Linksbohrer habe ich falsch verstanden und dachte an einen Ausdreher.
Aber darf ich dich mal fragen was der Linksbohrer mehr bingt als der Rechtsbohrer auser das dieser sich nach meiner Meinung nur andersherum dreht aber dennoch bohren sollte ? Kenn mich da jetzt wirklich nicht damit aus.
Auch sehr schön ist es das man nebenbei das Drehmoment der Ölwannenschrauben von 10 Nm erfährt, da ich sicherlich an keiner Hand mehr abzählen kann wie viele Leute ich danach schon gefragt habe.
Versichere Dir das ich auch 3 verschiedene Drehmomentschlüssel mit den verschiedensten Einstellmöglichkeiten im Keller liegen habe, welche ich auch gerne verwenden möchte. Nur hörte ich halt immer: Bitte handfest anziehen, was sehr dehnbar ist.
Ich bin halt wirklich ein Frischling im Bereich der Oldie´s und versuche über euch für mich wichtige Informationen zu bekommen, und wenn ich einige habe so bin ich aber trotzdem auf mich wieder alleine gestellt um für mich die mir gefallenste Lösung zu nehmen, und mir zudem auch bei fehlender Fachkenntnis noch einen Schrauber der dies beruflich macht an meine Seite zu holen.
Nach meiner neuen Anfrage habe ich ja bereits schon wieder zwei Möglichkeiten :
- Ersatzgewinde einsetzen, obwohl ich noch nicht richtig weiß ob hierfür genügend Fleisch vorhanden ist da ich die Stärke des Einsatzbohrers nicht kenne ???
- Ölwanne planen, das Bohrlocj wieder verschliesen und die Wanne an 11 Schrauben aufängen
- Oldie zu einem mir empholenen Oldieschrauber bringen, und den Rest nach dessen Einschätzung richten lassen, was aber sehr an meiner Ehre und Selbstbewustsein kratzen würde, da ich es eigentlich sehr gerne mit etwas Unterstützung schaffen würde, und ich auch hier im Vorfelf letztendlich noch nicht weiß was am Schluß bei dessen Arbeit heraus kommt.
Grüße
Joachim
Zitat von: Joey K. am 09 Juli 2011, 22:39:53
- Ersatzgewinde einsetzen, obwohl ich noch nicht richtig weiß ob hierfür genügend Fleisch vorhanden ist da ich die Stärke des Einsatzbohrers nicht kenne ???
Helicoil für M6 haben einen Außendurchmeser von 7,8 mm.
Kannst Du also für die Ölwanne nehmen.
Hallo,
Ich hätte da noch eine Frage wegen des Helicoil oder auch Kerbkonus die mich beschäftigt:
Wenn man sich den Motorblock im Bereich der Ölwanne ansieht, kann man sehen das sie Schrauben für die Ölwannenbefestigung nicht in einem geschlossenen Motorblock enden, sondern die Schraubenspitze
offen enden. Also jede einzelne Halteschraube vergleichbar einer kleinen Ölablassschraube sind, da die Schraubenspitze/ Gewinde in den Bereich des Ölraumes hineinzeigt.
Darum grüble ich noch wegen des Helicoil´s oder Kerbkonus da ich dann ja zwei Gewinde doppelt habe, ( Motorblock zum Gewindeeinsatz und Gewindeeinsatz zur Schraube. Somit also beide Gewinde dicht sein müßten so das sich das Öl darin nicht durcharbeiten kann.
Hierbei gefällt mir der Kerbkonus als Gesamtstück mit einer Außendichtung wegen des Öls in diesem Bereich besser als der Helicoil mit dessen Drahtgewinde. Ich meine aber das der Helicoil wegen seines Drahtgewindes ( etwas flexibler ) leichter zu verarbeiten ist als das feste Gesamtstück des Kerbkonus.
Deshalb wollte ich nochmals wegen der Dichtigkeit bezüglich des Öls und der Einarbeitung nachfragen ?
Grüße
Joachim
Kerbkonus ist ja schon ein toller Link - hier gibts noch was in diese Richtung:
http://www.gewindesichern.de/
Unter "dichten" sind beide Fälle beschrieben
- entweder das Gewinde selbst dichten (http://www.gewindesichern.de/320_hage_dichten/320_dichten.htm#gewindedichtungen)
- oder sog. Unterkopfdichtungen (http://www.gewindesichern.de/320_hage_dichten/320_dichten.htm#unterkopfdichtung), bei denen das Gewinde "naß" bleibt und lediglich der
Schraubenkopf zur Ölwanne gedichtet wird.
Bei R26-Paula habe ich beide Methoden zusammen angewandt:
- Die M6 Schrauben der Wanne mit DIRKO (http://www.louis.de/promotion/dirko_ht_dichtmasse-36.asp) montiert
- Die Schraubenköpfe mit EURO 2-Cent Scheiben unterlegt
(€ = wachsweiche Währung, daher zum dichten geeignet)
;) Thomas
Kopf hoch, das wird schon ! (und das kommt dauernd vor ..ich liebe meie Linksbohrer: Neulich noch VentilDeckel Golf 4 TDI: Halt wieder ab, körnen, Akkuschraube und voila !).
Tja "Handfest".
Jene 10Nm (12 ? ) Drehmonent für die M8 kann man sicherlich im Handbuch nachlesen und vermutlich aus DINs.
Meine Ölwannen (auch PKW) sind da auch immer inkontinent - wohl weil sich die Schrauben, Dichtungen usw. setzen.
Daher die Frage, ob ein Abdichten mit Hylomar u.ä. dort nicht doch ausreicht !
Dem geneigten Fummler fallen da noch so unseriöse Dinge ein, wie FlaschnerHanf, Teflon, Kaltmetall, + Gewinde der Schraube etwas verformen / anrauen / auflöten - hält alles m.M.n. nicht dauerhaft.
Anziehen würde ich die Schrauben immer "kreuzweise + zunehmend".
Linksbohrer: Damit wird nicht durchgebohrt Der "Tick" besteht darin, dass der Bohrer ,wenn er "fasst", den SchraubenGewinderest mit herausdreht. Schön anzusehen !
M.E.n. geht das Ausbohren zu 99 % schief, weil Bohrer verläuft und also schief gebohrt. Und dann ist das Gewinde geschwächt und bald hinüber.
VG Ingo
Hallo isie,
nun muß ich schon etwas wieder schmunzeln, denn soeben habe ich meinen Telefonhörer aufgelegt, an welchem anderen Ende mein Vater dran war, und meinte ich solle doch für die Schraube etwas Flaschnerhanf nehmen, und kurz darauf lese ich deine Zeilen wegen der Profischrauber und was hier alles angestellt wird.
Da ich aber selbst so einen Murx nicht leiden kann, habe ich gestern vielleicht etwas überreagiert, und habe den blödsinn mit der PKW Felge und der fehlenden 5 Schraube geschrieben, Sorry dafür.
Aber die Schraube hat mir gestern schon etwas aufs Gemüt geschlagen, da ich gestern eigentlich die Ölwannengeschichte abschliesen wollte, aber ich dann einfach nicht mehr weiter machen konnte, da ja nichts mehr ging, und auf die schnelle auch nichts anderes einmurxen wollte.
Du weisst aber das nach "kerbkonus" nichts mehr geht?...die sind zu groß vom Durchmesser (außen)
Wenn Du eine komplette Schraube von INNEN, also motorseitig durch den Flansch schrauben kannst (Durchgangsloch) kannst Du folgendermaßen vorgehen:
Gewinde peinlich säubern, Schraubensichererung mittelfest oder Kleber FügenNabeWelle in das Gewinde streichen und dann eine SCHRAUBE M6 von innen nach aussen reinschrauben. Muss so lang sein, dass Du neben dem Deckel auch noch eine Mutter, Federscheibe und die Korkdichtung draufstecken kannst.
Die Schraube möglichst fest einschrauben - wenn sich die durchdrehen sollte mit einer Scheibe-Mutter von der "Deckelseite" sichern. Der Schraubenkopf muss im Gehäuse aufsitzen und die Schraubensicherung muss rausquellen (dann isses dicht).
Den Spass aushärten lassen (oder vorher Aktivator auf die Gewindegänge des Gehäuses sprühen, dann muss es aber flott mit der Montage gehen).
Dann kannst Du den Deckel an diesem Schraubenbolzen mit einer Mutter festziehen. Ist dicht und hält auf jeden Fall.
Bernd
Und das war es dann mit Ölwanne abbauen...oder nicht?
Bernd wollte die Schraube von innen nach aussen durchschieben / -schrauben = Kopf Innen.
Ginge so verm. durchaus !
Hallo Bernd,
die Lösung mit der Schraube hatten wir auch im Kopf, haben dieses aber bis jetzt wieder verworfen, da ich von der benötigten länge der Schraube von der Innenseite her nicht genügend Platz ( Höhe ) habe um eine Schraube von innen in den Scgraubenflasch zu bringen ca. 1 cm Höhe.
Was wir uns überlegten ist eine selbstsichernde Mutter welche innen auf den Flansch gelegt wird und dann vonn außen mitteles eine Gewindstange verschraubt wird. Das ganze dann mit einem Zweikomponentenkleber ( eine Art Knetgummimasse die durch Zweikomponeten verhärtet ). Diese Masse dann zwischen Bohrloch und Gewindestange drücken um diese zu verkleben. Danach währe es mir am liebsten wenn ich die Ölwanne zur Zentrierung der Gewindstange mit ein paar weiteren Schrauben befestigen würde und die Gewindestange gleich mit einer Mutter ausloten zu können, nicht das hinterher die restlichen Bohrlöcher zur Gewindestange nicht mehr passen, bis eben das ganze ausgehärtet ist, oder auch anstelle des Komponetenklebers durch Loctite(Schraubensicherung ) zur verwenden.
Grüße
Joachim
PS.: werde weiter berichten wie die ganze Sache dann nun ausgeführt wird oder wurte.
Hör auf.
Nimm einfach Helicoil.
Das Loch etwas aufbohren. Ein Mann guckt ob der andere im rechten Winkel bohrt. Helicoil Gewinde rein, Helicoil Drahtring eindrehen. Fertig. Max. eine 1/4 Stunde.
Gruss Manfred
+1 für Helicoil. Wenn man einen Akkubohrer bedienen kann, kriegt man auch Helicoil hin. Habe erst kürzlich innerhalb von 10 Minuten das Gewinde für den Vergaserflansch am Zylinderkopf damit repariert, das reparierte Gewinde ist besser als das originale.
Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?
Grüsse,
BenW
Zitat von: Joey K. am 10 Juli 2011, 22:04:51
Was wir uns überlegten ist eine selbstsichernde Mutter welche innen auf den Flansch gelegt wird und dann vonn außen mitteles eine Gewindstange verschraubt wird. Das ganze dann mit einem Zweikomponentenkleber ( eine Art Knetgummimasse die durch Zweikomponeten verhärtet ). Diese Masse dann zwischen Bohrloch und Gewindestange drücken um diese zu verkleben. Danach währe es mir am liebsten wenn ich die Ölwanne zur Zentrierung der Gewindstange mit ein paar weiteren Schrauben befestigen würde und die Gewindestange gleich mit einer Mutter ausloten zu können, nicht das hinterher die restlichen Bohrlöcher zur Gewindestange nicht mehr passen, bis eben das ganze ausgehärtet ist, oder auch anstelle des Komponetenklebers durch Loctite(Schraubensicherung ) zur verwenden.
PS.: werde weiter berichten wie die ganze Sache dann nun ausgeführt wird oder wurde.
Hallo Joachim,
nimm statt 2-Komponentenkleber Loctite FügenNabeWelle (in gelb oder grün, gelb ist einfacher demontierbar), schraub die Gewindestange mit Loctite ein und von oben eine M6-er Mutter auf, auch hier das Gewinde mit Loctite benetzen.
Mit dieser Aktion wirst Du die 10 Minuten, die als Bearbeitungszeit für Helicoil genannt wurden locker unterbieten ;D .
Grusz
Bernd
...
Späne aus dem Motorgehäuse raussaugen
Ölwanne montieren
Feststellen dass es tropft ;D
Bernd
HöHö !
Einer geht noch:
Prüfe doch einmal, ob ev. eine längere Schraube noch greift.
3 intakte Gewindegänge reichen.
HI.
das währe doch mal ein thema für eine doktorarbeit. ;D aber bitte ohne zitieren u. plagatieren!! :)
reinhold
Zitat von: berndr253 am 11 Juli 2011, 09:28:26
...
Späne aus dem Motorgehäuse raussaugen
Ölwanne montieren
Feststellen dass es tropft ;D
Bernd
Dann... ist Helicoil wirklich nix für dich. Wenn das mit dem Originalgewinde hält- hälts mit HC erst recht. Wenn die Wanne krumm ist - tröppelts halt ...
Du kannst auch mim achter Dübel und Spaxschrauben drangehen - viel Spaß.
Ich hab keine Lust mehr.
ZitatIch hab keine Lust mehr.
Nicht doch den Humor verlieren.
Hat eigentlich noch niemand erkannt, dass gar keine Schraube fehlt?
Das sind orschinal elf; die zwölfte ist als (Sommer-) loch ausgeführt.
Clemens K(opfschüttel)
Hi Joachim,
ich kann dir da nur einen Schrauberkurs in Russland oder dem ehemaligen Jugoslawien empfehlen.
Hier lernst du mit einfachsten Mitteln und ohne viel nachzudenken dein Moped wieder flottzukriegen.
Ich kann mich da noch ganz dunkel an Karls Anfangszeiten erinnern und was der nicht alles für nette Überraschungen an seinem Bike erlebt hat.
Bei der Dichtung gefällt mir die Gummi-Kork Dichtung besser als die reine Korkdichtung. Ist zwar nicht ganz original aber sie macht auf mich ein en deutlich besseren Eindruck
Wolfgang
Mensch Leute,
warum habt ihr mir das mit dem 8 er Dübel und der Spax nicht schon auf der ersten Seite gesagt, dann hätte ich dies doch sofort ausgeführt. Obwohl ich doch lieber einen 6 er Dübel genommen hätte da ich mir dann das aufbohren erspahrt hätte. ;D
Mit dem 12 ten Sommerloch liegt ihr leider auch daneben, obwohl wenn ich mich bei Sonnenschein länger unter die BMW lege und das Öl über mich läuft hilft dies vielelicht auch gegen Sonnenbrand.
Aber überlegt mal, vielleicht wollte ich mit dem vielen geschreibe nur meine Wertung schneller aufbessern um somit schneller :schrauber:-Profi im Profil zu werden. ;)
NUn im ernst, eigentlich war ich schon unsicher, und hab auch wirklich dumm gefragt, anderserseits wollte ich auch als Neuling immer wieder höflich auf eure Tipps antworten, was eben dann leider diesen ewigen Wulst nun gegeben hat. Nun kommt kurz und Schluß ein Helicoil in den Block und ich hoffe das ich das ganze dann auch :rip: damit abschliesen kann.
Grüße
Joachim
PS.: Wenn der Tread nun aber noch Seite 5 + 6 erreicht kann ich nix mehr dafür.
Jetzt kommen ja noch die ganzen Antworten, die mit dem Thema gar nichts zu tun haben! :)
Die Sache mit dem Helicoil ist sicher eine feine Sache.
Normalerweise kommt man mit den Sätzen für 6 und 8 mm ja auch prima aus. Dafür, dass man die Teile als Normalsterblicher aber nicht sehr häufig braucht ist eine Investition von 90 Euro vielleicht ein wenig zu hoch.
Ich versuche meine Tipps immer so zu gestalten, dass entweder eine wirklich gute und professionelle Lösung herauskommt, oder aber, wenn es eine "provisorische" sein soll, eine Lösung die mit einfachen Mitteln zu realisieren ist.
Deswegen mein erster radikaler Vorschlag der Demontage des Motors mit profesioneller Aufarbeitung und mein zweiter Vorschlag mit dem Einkleben eines Schraubenbolzens oder einer Schraube.
Bernd
Zitat von: Rawost am 11 Juli 2011, 19:25:48
Jetzt kommen ja noch die ganzen Antworten, die mit dem Thema gar nichts zu tun haben! :)
Nur wenn Joey beim Bohren des neuen Helicoil-Lochs auf ein gelbes Kabel stösst, das er nicht zuordnen kann. Alternativ könnten wir darüber diskutieren, was das beste Schneideöl ist, damit das Gewindeeisen möglichst lange hält. Usw.
Grüsse,
BenW
Zitat von: BenW am 11 Juli 2011, 19:38:24
beste Schneideöl ist, Gewindeeisen möglichst lange hält. Usw.
Grüsse,
BenW
Pssst : Was sind das für W-o-r-t-e ?
Zitat von: isie am 11 Juli 2011, 19:55:59
Pssst : Was sind das für W-o-r-t-e ?
Pssst, sollte Schneidöl und Gewindebohrer heissen. Nicht weitersagen.
BenW
Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.
Zitat von: berndr253 am 11 Juli 2011, 19:33:45
Die Sache mit dem Helicoil ist sicher eine feine Sache.
Normalerweise kommt man mit den Sätzen für 6 und 8 mm ja auch prima aus. Dafür, dass man die Teile als Normalsterblicher aber nicht sehr häufig braucht ist eine Investition von 90 Euro vielleicht ein wenig zu hoch.
Ich habe die hier, reichen völlig aus für das weiche Gehäuse.
Gewinde Reparatursatz bei ebay (http://cgi.ebay.de/Thread-Repair-Kit-M6-x1-Helicoil-Type-/360377872561?pt=UK_Hand_Tools_Equipment&hash=item53e831f0b1)
Gruß
Rainer
...die Ensat Büchse wurde hier noch nicht erwähnt
Gruss
Emil
Doch (trotzdem)...unter "Kerbkonus"!
Die Sonne ist von Kupfer.
Zitat von: cledrera am 12 Juli 2011, 16:26:24
Die Sonne ist von Kupfer.
Häh, ich versteh' immer "die Sonne ist von Zucker" !?
Hallo,
hatte das Thema fast am Käfer, war verwundert, weil der Deckel nicht drauf ging: die Lösung:
3 von 6(?) Schrauben am Käfer Ablaßschraubenhalteblech-zum-an-das-Sieb-Kommen waren
DM 7 mm. Das Ganze so drehen, bis es passte, und es war OK.
Bei meiner R26 (25-25/3) habe ich durchdrehende Schrauben, das Thema kommt also noch auf
mich zu.
Ich würde mir nen 7 er Gewinde-Bohrersatz leihen oder einen 6 er nehmen.
a) 7 er Gewinde schneiden und wie Rolf oben schrieb mit Schraube DM 7 versehen und fertsch.
b) 6 er Gewinde daneben neues Loch schneiden, 6 Schraube nehmen und fettich, vorhandenes
Loch zumachen mit Dichtschmiere. Wanne und Dichtung für neues Loch anpassen und fertsch.
Michael
Hallo,
Ölwanne ist seit 3 Wochen wieder fest, da ein Helicoil verbaut wurde.
So nun läuft sie wieder.
QED!