BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: guest2201 am 16 Mai 2011, 20:34:02
der Kardan meiner R25/3 leckt. jetzt habe ich schon einen neuen Dichtring besorgt und den Antrieb aus dem Rahmen ausgebaut(nach Reparaturanleitung). Nun stehe ich vor den ersten Fragen. Wie bekomme ich die Aluglocke Nr. 30 abgeschraubt (möglichst ohne Spezialwerkzeug) ? Und bekomme ich auch die andern Teile ohne Spezialwerkzeug raus?
Moin Daniel,
die Glocke lässt sich von Hand drehen, ein wenig zupacken hilft.
Du brauchst aber einen Vielzahnschlüssel um die Mutter Nr. 16 zu lösen.
Gruß Rudi
Außerdem hat das Ding Löcher...für einen Zapfenschlüssel.
ja die Bohrungen für den Zapfenschlüssel hab ich schon gesehen, wollt es halt, wenn es geht, ohne Spezialwerkzeuge erledigen.
Dann werd ich mal versuchen die Glocke abzuschrauben. Was für ein Gewinde hat die Glocke? rechts -links??
Der Vielzahn für die Mutter Nr.16, ohne den gehts nicht nehm ich an. Hat jemand eine genaue Bezeichnung/Bild und Bezugsquelle für mich?
Bei mir gingen die Vielzahnmuttern bisher auch immer ohne den Spezialschlüssel auf.
Probiere es einfach mal vorsichtig mit einer Zange (möglichst ohne den Vielzahn kaputt zu machen).
Du wirst gleich merken, ob sich die Mutter lösen lässt oder nicht.
Die Kardanglocke kriegt man i.d.R. auch ohne Spezialwerkzeug auf.
Falls es von Hand nicht geht, einfach einen breiten Gummi drumlegen und mit einer
guten Rohrzange zupacken. Die Glocke hat ein normales Rechtsgewinde.
Viel Glück.
Gruß
Norbert
Man kann ohne Spezialwerkzeug murksen oder sich ein paar grundlegende Dinge zulegen... oder leihen. Schau mal bei den einschlägigen Händlern im Internet, die haben diese Werkzeuge im Programm.
Einen Zapfenschlüssel müsstest Du eigentlich haben oder wie bekommst Du die Überwurfmutter vom Auspuff ab?
Die Vielzahnmutter bekommst du am besten ab indem du einen scharfen (!) Schraubenzieher als Hebel benutzt...Klinge in die Kerbe, und dann ,abgestützt am Kardan-U, hebeln...welche Schraubenziehr du nimmst..einfach ausprobieren welcher am besten passt.
Kardanglocke....notfalls ::) mittels passenden Durchschläger in eine der Löcher und vorsichtig klopfen...habe ich früher auch gemacht und mir so auch natürlich div. Glocken in Langlochglocken verwandelt.
so die Glocke und die Mutter sind ab, war alles recht locker.
Jetzt die nächste Frage: der Triebling hat ca.4mm Axial- und 1,5mm Radialspiel.
Das ist zuviel, oder? Wenn ja, wer kann mir den kardan überholen?
Rabenbauer, Stemler, uli...
Ehm... Daniel, nix für ungut, aber all die Fragen stehen auch im Werkstatthandbuch, bzw. wurden bereits X-fach beantwortet. Die 3 größten Händler sind UliS, Stemler und Rabenbauer. Die haben alle alles und reparieren alle alles. Alle Kontaktdaten unter Service. Vielleicht hebst Du dir das Fragen dann für Sachen auf, die Du nicht schneller selber gesucht hast, als du die Frage überhaupt getippt hast.
Viele Grüße
Jan.
..... (siehe Anhang) ;)
ja danke erstmal für die Antworten. Ich hatte nach Adressen von Leuten die empfehlen könnt gefragt. Hatte ich halt so nicht geschrieben. sorry. ;)
Bei meinem Kardan war das Kreuzgelenk ausgeschlagen, er war undicht und die Lager hatten auch böse Spiel. Hab den damals so komplett dem Uli in Ffm auf den Tresen gelegt. Bin bis jetzt sehr zufrieden mit allem. Heute würde ich es aber wohl selber machen.
Gruß
Grüsse an alle r25 Fans
Das Problem Kardanwellendichtung beschäftigt mich derzeit ebenfalls.
Meine Leidensgeschichte:
2010 Kardanwellendichtung getauscht- aber nur kurze Freude- Ölspuren
auf der Felge. Wellendichtung am Antrieb wechseln- und nun die Nächste
Überraschung im Gehäuse befinden sich Reste vom Antriebsritzel.
Tellerrad und Ritzel gewechselt.
2011 Kardanwellendichtung wieder undicht -- gewechselt (bin schon Profi beim wechseln)
und nun bei längeren Fahrten wieder undicht.
Da der Ölaustritt nicht sehr viel ist, werde ich die Glocke ab und zu aufschrauben und
Getriebeöl entfernen.
Gruß Joe
Zuviel Öl?
Mit zuviel Öl meine ich:
Kein Ölaustritt vom Gewinde der Kardanglocke.
Zuviel Öl im Antrieb?
Der Ölstand liegt im unteren Bereich des Gewindes (Einfüllschraube).
Sollte eigendlich stimmen.
Lass das Öl mal ab und fülle neues Öl nur bis knapp unter den untersten Gewindegang.
DAS meinte ich!
Oder füll voll (bis gewindegang)...fahre, lass rauslaufen und wische ab...und kontrolliere mal zwischendurch immer den Ölstand.....meistens (zu 90%) hört es irgendwann auf und dein Ölstand ist gerade mal 2mm unter der gewindekante.
2. was für ein Öl hast du denn drin?
Habe Castrol mtx SAE 80W eingefüllt.
Das ist ok...wenn es kein GL 5 ist
Genau handelt es sich um API GL4
Moin zusammen,
das Thema ist zwar schon etwas älter, aber ich hab da ein kleines Problem.
Mein Kardan ölte auch aus der Glocke. Ich habe jetzt auch schon gelesen und für möglich befunden, dass mein Ölstand einfach zu hoch war. Trotz alledem habe ich den Antreib nun soweit auseinander, dass ich das Kreuzgelenk vom Ritzel habe.
Der Simmerring dort ist definitiv beschädigt und ich muss ihn wohl wechseln.
In der Anleitung steht, dass ich diesen mit Hakenschlüssel Matra Nr. 283 herausschrauben soll.
Muss ich mir wirklich diesen Schlüssel mit bestellen (den Dichtring muss ich eh neu ordern) oder kriegt man den irgendwie mit Standard-Werkzeug raus?
Danke für die Hilfe!
Gruß
Christian
Christian,
das Matra 283 ist nicht für das Entfernen des WEdis.
Ich darf mich mal zitieren:
Zitatcledrera: [Editieren]
--- Zitat ---Wie sieht denn der Matra Hakenschlüssel Nr 283 aus?
--- Ende Zitat ---
Na, der sieht so aus, wie ein Hakenschlüssel mit 52/55 mm Durchmesser eben aussieht. (Techniker verstehen mich ;D)
Das Bild findest Du auf Seite 17.
Kauf Dir so ein Teil.
Clemens
Zur schadfreien Wedientfernung empfehle ich das Selbstbauwerkzeug Cle 4711 ;D
Man nehme eine 1,3 Fühlerlehre und biege diese (Viel Spaß beim Biegen von gehärtetem Stahl) vorne passend.
Unter Zuhilfenahme einer ordentlichen Schnur befördert man den Wedi ins Orbit und gut ist.
Also ist der Wedi nur auf dem darunter liegenden Gewindering aufgelegt?
Der hat also kein eigenes Gewinde oder ist sonstwie befestigt?
Oder ist er in den Gewindering eingepresst?
Auf den Explosionszeichnungen und auch in der Anleitung kann man den nicht so detailiert erkennen.
Wenn ich mir jetzt einen bestelle, sehe ich ja die Maße und wie ich ihn rein bzw. den alten rausbekomme.
Ich wollte nur vorher sicher gehen, dass ich nicht doch ein spezielles Werkzeug benötige, das ich dann hinterher erneut hätte bestellen müssen.
In der Anleitung steht ja (Zitat): "Gewindering mit Simmerring mittels Hakenschlüssel Matra Nr. 283 herausschrauben."
Ein recht vieldeutiger Satz. :oberlehrer:
Na wenn ich dabei nichts weiter beachten muss, geht meine Bestellung morgen raus.
Danke!!
Christian
Hi,
kleiner tip wenn du wieder zusammenbaust,die scheibe pos.7 sollte man mit dichtmasse
einsetzen,wenn nicht kann öl über das kugellager an das die kardanwelle anliegt entweichen
u.es läuft öl durch die keilverzahnung nach draussen,und man wundert sich neuer simmering
und es suppt wieder.
gruss reinhold
Meinst Du die Scheibe zwischen Kardanwelle und Ritzel, die auf dem Innenring des Lagers sitzt?
Die war bei mir nicht plan sondern leicht gewellt. Muss das so?
Und von Dichtmasse war bei mir keine Spur. :auslach:
Die Scheibe ist schon mitbestellt...
Danke für den Hinweis!
ja,die kardanwelle stützt sich am lagerinnenring ab,da ist die scheibe zu plazieren.die scheibe sollte plan sein.
meist hat die kardenwelle stirnseitig riefen,am lager sind manchmal ziffern eingelassen,
folglich wird es da undichtigkeiten geben,ist mir erst bewusst geworden als ich immer wieder öl auf dem hinterrad hatte.
reinhold
Moin,
ich häng mich hier mal dran:
das Bild im Beitrag 1 Position 9.
Gibts den passenden Zapfenschlüssel irgendwo zu kaufen? Oder selbst bauen (lassen)?
Bei Rabenbauer hab ich nichts gefunden und Hofe macht ja nur modernen Kram ;)
Danke + Gruß
Matra 506a
http://www.kempmann.com/Neuteile/Werkzeug/werkzeug.html (http://www.kempmann.com/Neuteile/Werkzeug/werkzeug.html)
Kempmann... den hatte ich vergessen. Danke. Bin demnächst wieder mal beruflich und Privat familiär in B, dann kann ich ihn mal besuchen, natürlich mit Abstand ;)
GRuß
Ups, lese gerade , dass er wohl noch geschlossen hat
ZitatDer Laden bleibt bis auf weiteres für den ,,Kundenverkehr" geschlossen !
Das Matra 506a von Kempmann ist suboptimal - es wird weder zentriert, noch radial axial in Richtung Hinterachse gehalten, kann also sehr leicht abrutschen,
besonders bei ausgenudelten Mulden im Gewindering. Taugt m.E. in der Form überhaupt nicht, um viel Kraft anzuwenden.
Sinnvoller wäre ein Rohr, das in den Gewindering hineinpasst und die Zapfen aussen hat, mit einem dicken Boden mit zentraler Bohrung,
durch die die Ritzelwelle durchpasst, so dass mit der original "kerbverzahnten" Mutter das ganze gehalten wird und nicht abrutschen kann.
Bin fast an der Stelle angelangt, wo ich das brauche und werde mir das so bauen.
Gruß,
Sascha
Ich nehm auch einen 
Gruß Manuel
Du kriegst 'ne bemaßte Skizze und "Bauanleitung", wenn ich soweit bin - braten und feilen kannst Du doch selber. ;)
Und da Dir "das Bummeln ja nicht gegeben ist", freust Du Dich bestimmt über Massnahmen gegen Langeweile ;D
( Bei Deinem "Ruhepuls" erhöht sich durch Deine bloße Anwesenheit mein Stoffwechsel :lol: )
Gruß,
Sascha
Oohhh nööö....
war grad im Keller - als "Zentrierung" könnte man auch ein altes 3303 (Doppelschrägrollenlager) in den Gewindering stecken, und dann das
"Kempmann-Zapfenrohr" draufstecken. Ggf. mit einer Schraubzwinge um Antriebsgehäuse das ganze gegen axiales Abrutschen sichern.
Auf die schnelle habe ich kein dickwandiges Rohr mit 46 - 48 mm Aussendurchmesser gefunden - sowas bräuchte man anstatt eines 3303.
Gruß,
Sascha
Ich habe selber so ein Ding wie von Kempman gebastelt. Das geht ganz gut, mann muß nur das Gehäuse heiß machen. So um die 80-90 Grad, dann dreht es ganz leicht. Kalt dreht es überhaupt nicht.
Ich hab mir auch so einen "einfachen" Zapfenschlüssel gefräst.
Das reicht vollkommen aus. Man muß nur beim Aufschrauben das Gehäuse auf ca. 90 Grad erwärmen. Dann gehen die Ringe butterweich auf.
Beim finalen Zuschrauben mach ich das Gleiche. Gehäuse auf ca. 70 Grad wärmen und den Ring draufdrehen, und das ordentlich aus dem Oberarm raus. Damit ist gewärleistet dass sich das Ding nicht mal wärend der Fahrt aufdreht. ...hatten wir alles schon mal :lol:
Zitat von: Guzzi Fuzzi am 11 Mai 2020, 12:01:59
Ich hab mir auch so einen "einfachen" Zapfenschlüssel gefräst.
An solchen Dingen scheitere ich allein schon mangels Werkzeug..
Ich habe meine gesägt, geflext und gefeilt. Geht auch. Mach ihm nur lang genug, ich mußte die Stehbolzen ausdrehen weil mein Werkzeug zu kurz war ;D ;D
Hallo Forum,
der Kardanantrieb meiner R24 ist an der Stelle zwischen Verschlussglocke (Ersatzteilliste Pos. 41), Passflansch (11) und Kardangehäuse leicht undicht. Ich habe schon versucht die Verschlußglocke zu lösen - hat nicht geklappt, da diese sehr fest sitzt. Die beiden 6-Kantmuttern kann ich abschrauben.Kennt jemand eine Möglichkeit, wie man diese Stelle abdichten kann ohne den Antrieb zerlegen zu müssen? Vielleicht gibt es ein Dichtmittel, das man dem Kardanöl beimischen kann? Oder gibt es einen Trick, die Glocke runterzuziehen?
Gruß Charly
Die Glocke lässt sich normalerweise relativ problemlos abziehen. Wärme und ggf vorsichtiges Klopfen mit einem (z.B.Belzerit-)Hammer können dabei helfen.
Ich würde für die Reparatur das Hinterachsgetriebe zusammen mit der Antriebswelle ausbauen - ist bei der R24 eigentlich keine große Sache. Dann kommt man auch besser an die Glocke und kann sie zusammen mit der Antriebswelle abnehmen um eine neue Dichtung zu verbauen.
Bei der Gelegenheit:
Früher oder später werden die Kardanantriebe der Starrachsenmodelle am Eingang der Kardanwelle in die Glocke undicht. Für dieses Problem gibt es eine ultimative Lösung unter:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=19336.msg284366#msg284366
Hubi
Noch was:
Wie sieht es mit der Entlüftung des HAG aus? Die geht bei der R24 über das Röhrchen der Verschlussschraube (54), das in die Bohrung der Achse ragt. Wenn hier was dicht ist (unter die Verschlussschraube gehört kein Fett!), dann drückt es irgendwo anders raus.
Hubi