BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Norbert_Bender am 18 März 2011, 12:28:51
Hallo,
ich habe eigentlich eine ganz einfache Frage. (Die Suche konnte mir nicht wirklich weiter helfen.)
Ich will den Zylinderkopf meiner R25/2 abbauen. Den Motor habe ich mit einer Halterung
in den Schaubstock gespannt. Nachdem ich die beiden Verntildeckel entfernt hatte,
wollte ich die 4 Schrauben der Ventilkipphebel (oder wie das heißt) lösen.
Dies geht jedoch nur ganz schwer. Die Schrauben lassen sich nur mit relativ viel Kraft
rausdrehen. Noch habe ich sie nicht ganz gerausgedreht. Will erst mal im Forum
fragen, dass ich nichts falsch mache.
Frage:
Kann ich die Schrauben einfach weiter herausdrehen, ohne dass mir was um die Ohren
fliegt ?? (Ventilfedern oder so ..)
Muss ich sonst noch irgendwas beachten ?
Wie kriege ich anschließend den Zylinderkopf lose ? - Ich denkeder wird "festgebacken" sein.?
Bin für alle Tipps dankbar.
Gruiß
Norbert
Weiterschrauben...werden festgerostet bzw. festgebacken sein
Kopf geht manchmal ganz leicht ab....manchmal muß man tricksen...Hammerstiel in den Ansaug- bzw. Ausprufftrakt und versuchen den Kopf zu drehen
und wenn überhaupt nur ganz vorsichtig Klopfen. Die Kühlrippen brechen recht leicht.
Aber zur Frage: Ja, die 4 Schrauben die durch die Kipphebel gehen raus, da fliegt auch nix, etc. danach die Kipphebel weg und der Kopf ist lose (wenn nicht festgebacken. Dann: siehe Rolf)
Gruß
Vielen Dank für die schnellen Tipps.
Es hat geklappt. Der Zylinderkopf ist runter. :) :)
Jetzt habe ich jedoch das nächste Problem.
Die Zylinderfußschrauben gingen relativ reicht runter.
Aber der Zylinder ist auch wieder sehr fest.
Wie kriege ich den jetzt runter ?
Wo kann ich da ansetzen, um nichts kaputt zu machen ??
Danke vorab.
Dreht der Motor denn oder ist der Kolben fest?
Der Motor dreht. Der Kolben ist nicht fest.
GAAAAANz vorsichtig...senkrecht zu Rippen....klopfen...und ziehen ...und ziehen...etc..
Zylinder sitzt meist nicht SO fest
Ok wenn du unten die Muttern ab hast, dann sollte die der Zylinder eigentlich minimal über die Stehbolzen verdrehen lassen. Oder besser "verwackeln" also... er steckt ja noch drauf. kann daher nicht viel sein. aber doch n bisschen. Sollte das nicht der Fall sein (weil festgebappt) dann kannst du mit dem Schonhammer mal diesen kleinen Spielraum ausschöpfen indem du gegen den unteren dicken Rand des Zylinders klopfst. Der durch den die Stehbolzen gehen. Das ist n Gussteil. Mit nem Schonhammer und nicht gerade roher Gewalt passiert da bei der Stärke des Materials nichts. Gehalten wird der Zylinder jedenfalls von nichts anderem außer der 4 Fußschrauben und ggf. festgebackenem Schmodder ;-)
Gruß
Jan.
Bastel dir einen Rückzugshammer. Das geht viel schonender.
Viele Grüße
Jörg
Jörg: Tolle Idee, hab ich so noch nie drüber nachgedacht. Aber hast recht, das ist prima...
Gruß
Es hat geklappt !!!!!!!!! :) :)
Ich habe seitlich mit einem Hammer und einem Stück Holz vorsichtig gegen die Kühlrippen geklopft.
Und tatsächlich - das Ganze hat sich langsam gelöst.
Vielen Dank für die hilfreichen Tipps.
Was würde ich nur ohne das Forum machen. ;)
Es geht weiter mit dem Fragen:
Jetzt kriege ich die beiden Stößelführungen nicht aus dem Motorblock.
Mit einem 30er Gabelschlüssel einfach losdrehen funktioniert nicht.
Die sitzen ebenfalls wieder bombenfest.
Was gibt es hier für Möglichkeiten ????
ist das nicht 32?...naja, egal....kaufe dir einen Rohrsteckschlüssel sonst vergnaddelst du nur die Teile....mache den Motor heiß (über 100°C...wenn du sowieso die KW ziehen willst...idealer Zeitpunkt die Führungen raus zu drehen
... auch diese Hürde habe ich wieder überwunden.
Ich habe einen alten 30er Gabelschlüssel abgeschnitten und am Ende
ein Rohr aufgesetzt. Und so kommte ich die beiden Teile ohne Beschädigungen losschrauben.
Ich habe festgestellt, dass unten Dichtungen oder so was ähnliches
drin waren. Jedenfalls sind rote Rückstände im unteren Teil des Gewindes zu sehen.
Laut Ersatzteilliste sind aber dort gar keine Dichtungen verbaut.
Wie ist da nun richtig ? - weiß das jemand definitiv ?
Keine Dichtungen
DANKE.
Ich muss die Gewinde wohl vor dem Einbau mit einer Dichtungsmasse einschmieren.
Aber welche ?
Habe gerade ein separates Thema dazu eingestellt.
Zitat von: rolf am 18 März 2011, 17:59:16
Keine Dichtungen
Genauer: auch keine Dichtmasse