BMW Einzylinder-Forum
ANDERE THEMEN => OFF - TOPIC => Thema gestartet von: Karl am 15 März 2011, 13:49:08
Hallo Allerseits,
habe gerade den aktuellen Deuvet-Newsletter erhalten.
Darin: ein Bericht über die 3. EU-Führerscheinrichtlinie und Gültigkeit von alten Führerscheinen.
Siehe PDF im Anhang.
Gruß
Karl
Oja, neue Diskussion.
ICH finde das GUT einen Führerschein nur noch zeitlich begrenzt auszustellen. Ist bei mir eh so, alle 5 Jahre Augenarzt und Hausarzt. 3 von 4 der über 70 jährigen sind auch Schuld an ihrem Unfall. Wer mit 18 noch gut sehen konnte braucht mit 60 nicht mehr zwingend überhaupt in der Lage sein ein KFZ zu führen. Eine zwingede Untersuchung gibt es z.B. in den Niederlanden seit den 50ern.
Das mal so im Schnelldurchlaf die gängigsten Argumente. Wie gesagt, ich bin dafür.
Gruß
Jan.
Dagegen, weil
da könnte man ja direkt hingehen und sagen, alle 15 Jahre Kindergarten, Schule usw von vorne;
das kostet diejenigen viel Geld, die es nicht haben;
das führt ergo dazu, dass die allgemeine Mobilität sinkt;
da jubeln nur die, die daran verdienen;
es kostet aber jedermann, da die dafür notwendigen Verwaltungsaufwände nicht 1 : 1 auf die Einzelperson umgelegt werden;
ein echter Nutzwert ist nicht belegbar und
man muss nicht jeden Schwachsinn mitmachen.
1:1
ich denke man sollte lieber ein Fahrsicherheitstraining zu einer sich alle fünf Jahre wiederholenden
Pflichtveranstaltung machen.
Hier werden die Leute auf den neusten Stand gebracht was die Technik angeht und das
dynamisch und statisch.
Darüber hinaus wird so viel wissenswertes vermittelt und last but not least den Teilnehmern ihr
eigenes Ver- oder - UNVERMÖGEN vor Augen geführt mit der Möglichkeit verbunden etwas zu
lernen oder zu verbessern.
Das bezieht sich auf Zwei-Drei und Vierrädrige Fahrzeuge. Ich will hier nun nicht alle weiteren
Vorteile und Aspekte aufführen sonst wird's ein Buch.
Chefling
:bike:
Grundsätzlich finde ich, dass eine regelmäszige Überprüfung der Fahrtauglichkeit nicht schlecht ist. Insbesondere das Seh- und Hörvermögen sollte regelmäszig überprüft werden. Ich als Brillenträger weiss aus eigener Erfahrung, dass man sich doch ab und an selbst betrügt wenn es darum geht einzuschätzen, ob man nicht doch mal wieder zum Augenarzt müsste um die Sehschärfe zu prüfen.
Und wenn man sich dann dazu durchgerungen und eine neue Brille auf der Nase hat, stellt man fest, dass man schon eine Weile in einer anderen Welt gelebt hat.
Fritz hat Recht mit seinen Ausführungen zu den Fahrsicherheitstests. Ich gehe mal davon aus, dass viele theoretisch wissen wie man sich in Grenzsituationen verhält - aber das ist doch eine ganz andere Sache, wenn man sich konkret in eine solchen Situation befindet und eigentlich schnell reagieren muss.
Bernd
Zitat von: berndr253 am 16 März 2011, 09:39:31
Ich gehe mal davon aus, dass viele theoretisch wissen wie man sich in Grenzsituationen verhält -
Hi,
das glaube ich nicht Bernd!... (ich weiß auch nicht, ob ich mich in Grenzsituationen richtig verhalte, aber ich mache mir wenigstens öfter Gedanken darüber).
Du erlebst es häufig im Strassenverkehr, falsches Linksabbiegen, parken auf Bahnübergängen (hab ich das schon erzählt?), und und und. Manchmal wäre es nicht schlecht, dass man generell nach fünf oder zehn Jahren eine Art Dienstunterricht erhält in dem die häufigsten Fehler aufgezeigt und erklärt werden.
Heiko
Da bin ich aber nicht für!
Ich muss alle 5 Jahre zur Ärztlichen Untersuchung. Um meinen Führerschein verlängern zu lassen.
Einem Fahrsicherheitstraining für den Ottonormalverbraucher stimme ich aber zu.
Gerade wenn man mit Bus oder LKW unterwegs ist, erlebt man die haarsträubensden Sachen. Die von "den Anderen" verursacht werden.
Solche "Sachen" werden bestimmt bei einem Sicherheitstraining ZUMINDEST angesprochen.
Ich glaub auch noch an den Osterhasen :)
Gruß Rudi
Rudi,
dann darfst du am Freitag auch im Bunnykostüm kommen. ;D
Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu Freu :saufen:
Chefling
:bike:
Wer tauscht denn nun seinen Führerschein mit mir?
Rolf - wollen wir?
Aber nur, wenn ich deine tolle Perücke (siehe Bild) bekomme ;)
DAS WERDE ICH MIR MERKEN!! Karl!!
Kann er; aber wir erinnern ihn ;D trotzdem ;D
ich sehe es genau wie Cledera: es reicht mit den Regelungen und verschärften Gesetzen hier in dem Land, die immer mehr die Freiheit einschränken. Ich würde mich auch definitiv nicht daran halten, wenn man mir einer den Führerschein wegnehmen wollte.
Ausserdem, egal wieviel Sicherheitstraining und Gesundheitschecks: Schusselfehler passieren immer, auch manchmal im Straßenverkehr. Unfälle wird es immer geben. Ein Leben ohne Risiko gibt es nicht. Hier in dem Land versucht man sich gegen Alles abzusichern. Dieser ganze Sicherheitswahn geht mir nur noch auf die Nerven. Das ist ein Thema zum Gelddrucken. Profitieren tuen wieder die Verwaltungsapparate und die Gebühren für solche 'Dienstleistungen' haben sich in den letzten Jahren verdoppelt und verdreifacht, siehe TÜV und Zulassung. Offensichtlich arbeiten die vor allem gewinnorientiert.
Gruß Peter
Zitat von: Peter am 17 März 2011, 07:25:14
...
Ausserdem, egal wieviel Sicherheitstraining und Gesundheitschecks: Schusselfehler passieren immer,...
Fragt sich nur wie oft die Schusselfehler passieren und ob sie konsequenzlos bleiben.
Wenn dir mal so wie mir ein halbblinder Opa ins Motorrad fährt,der nur noch nach Anweisung seiner führerscheinlosen Beifahrerin sich auf der Straße halten kann,wirst du sicherlich auch anders denken.
Ich habe zumindest die Hoffnung,daß die Fahrtauglichkeit nicht nach Willkür,sondern nach gewissen Kriterien beurteilt wird.
Kommt mir aber schon sehr verdächtig vor,wenn jetzt schon jemand um seinen Führerschein zittert ;D
Gruß Tino
Nur eines noch:
Ich dachte mal und das jahrzehntelang, ich könnte Auto fahren.
Das war vor dem ADAC-Sicherheitstraining.
Clemens
Hi Clemens,
ich halte Sicherheitstraining bei Motorrad und Auto für absolut sinnvoll - FREIWILLIG - ich habe selbst schon welche absolviert für Motorrad, Gespannfahren und Enduro. Lt. Politikgeschwätz sind wir doch Alle mündige Bürger. Also, will sagen: sollte jedem selbst überlassen bleiben, ob er weiterführende Ausbildung machen will oder nicht. Solche Regelungen werden Dir nie das Risiko abnehmen, dass Dir möglicherweise ein verträumter oder bekiffter oder besoffener Autofahrer ins Motorrad reinfährt. Wer will das schon, passieren wird es trotz Führerschein auf Zeit oder irgendwelcher Nachprüfungen etc. Motorradfahren bleibt eben nun mal riskanter als eine Blechdose mit Sicherheitsgurten, Airback oder Parkeinfahrhilfe. Wer die absolute Sicherheit will, der fährt am besten so was oder bleibt noch besser ganz zuhause. Da ist das Unfallrisiko noch geringer.
Gruß Peter
Zitat von: Peter am 17 März 2011, 08:51:03
...
Also, will sagen: sollte jedem selbst überlassen bleiben, ob er weiterführende Ausbildung machen will oder nicht. Solche Regelungen werden Dir nie das Risiko abnehmen, dass Dir möglicherweise ein verträumter oder bekiffter oder besoffener Autofahrer ins Motorrad reinfährt.
...
Es ging aber eben noch um deine Angst,man würde dir willkürlich den Führerschein abnehmen können.
Also Führerschein weg für Dauerträumer, -kiffer, -säufer ok, aber für altersbedingt chronisch Fahruntaugliche nicht?
Von dem Tatbestand der Fahruntauglichkeit sehe ich da erstmal keinen Unterschied,warum die einen den Führerschein abgeben sollten und die anderen nicht.
Jedoch wird die eine Gruppe zusätzlich für ihre vorsätzlich herbeigeführte Fahruntauglichkeit rechtlich zur Verantwortung gezogen. Das ist der feine,aber entscheidende Unterschied.
Es ist schon blöd,wenn der Besitz des Führerscheins als Maßstab für die Jugendlichkeit und geistige Fitness herhalten soll und diese dann von Amtswegen entzogen/negativ bescheinigt werden kann. Man muss halt lernen sich selber auch mal etwas einzugestehen.
Gruß Tino
Hallo Tino,
es ging nicht um meine Angst den Führerschein zu verlieren, sondern um den Verordnungs, Gesetz,- und Regulierungswahn, der in zunehmden Maße die Freiheit hier in diesem unserem Lande einschränkt und vor allem ein Verwaltungs,- und Gebührenmehraufwand bedeutet, der langsam zur Behinderung ausartet. Wir sind gerade dabei freiwillig unser eigenes Gefängnis zu zimmern - wegen der Sicherheit.
Gruß Peter
...nun ist das aber so n grundsätzliches, deutsches Ding.
Bei allen Neuerungen Angst vor Veränderung haben. Der Terror, der Euro und die A... ne lassen wir das, werden uns alle unser geliebtes, sauberes Deutschland wegnehmen. Da BRAUCHEN wir neue Gesetze. Und nen Hardliner im Innenministerium der dem nen Riegel vorschiebt. Aber WEHE es geht ums heilige Blech. Da versteht der Deutsch dann keinen Spaß mehr. Da gehts dann um Freiheit.
Gruß
Jan (...und Tempo 130 sind auch dicke ausreichend... 8) )
Gut gesagt - gilt aber nicht nur fuer Deutschland :)
Grussli
D.
weiß nicht genau, was mit 'sauberen' Deutschland gemeint ist.
Kenn ich nicht, 'neues' Deutschland ist mir noch ein Begriff vor 1990.
Vielleicht ist mit 'sauberen' Deutschland ja folgende aktuelle Diskussionen
über sicherheits,- und umweltrelevanten Verordnungen gemeint:
- alle Kraftfahrzeuge älter als 10 Jahre jedes Jahr (statt alle 2 Jahre) zur Hauptuntersuchung
- Fahrerlaubnis für alle KFZ nur noch mit grüner Plakette (auch für Motorräder)
- Fahrverbot für alle KFZ, die über keine ABS und Airbag verfügen.
- Fahrvebot für alle alten Säcke > 60, weil sie alle schlechter sehen,
hören und zu langsam reagieren
- Mautgebühr auch für PKW und auf allen Straßen,
damit ja Keiner auf Land,- oder Bundesstraße ausweichen kann
- Verbot mit öl,-oder benzinhalten Stoffen in der Garage
oder auf öffentlichen Straßen zu hantieren.
Für jedes dieser Themen gibt es in vielen Köpfen ausreichend Argumente
zur Umsetzung und wenn nicht, lässt sich unter dem Deckmantel Sicherheit,
Unfallstatistik o.a. sicher was zurechtbasteln.
Na, wie wäre es denn damit? Vielleicht wird es jetzt verständlich was ich meine.
Nein, das einzige wovor ich Angst habe, sind solche Sicherheitsfanatiker oder
solche die unter diesem Deckmantel Gesetze und Verordnungen durchdrücken, die
eigentlich gar nicht diesem Interesse dienen, sondern in wahrheit ganz andere Ziele
zum Zweck haben.
"Einst war Reform ein Sehnsuchtversprechen, heute ist es eine Drohung"
passt finde ich ganz gut hierher. Da ich kein Minister bin: ist nicht von mir, Quelle Spiegel-Essay von dieser Woche :)
Gruß Peter
Peter Du alter 68er! ;D