BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Bauteile & Co => Thema gestartet von: gradweg am 29 September 2010, 12:58:37
Hallo,
Habe gerade neue kugellager gekauft(alle FAG) muss aber feststellen das doch grosse preisunterschiede bestehen.
preisbeispiel FAG - 6206 c3- 5,65, SNH - 6206c3 - 2,52 .
habt einer schon erfahrung mit den SHN-lagern gemacht? angeblich baut die auch VW in china ein.
FAG u.SKF lassen doch auch weltweit produzieren,sind die dann viel besser? anderseits ist der mehraufwand für ein moppet
vielleicht 50-70€ für alle lager.aber die devise lautet ja heute "Geiz ist Geil", oder?? ;D
gruss reinhold
Moin Reinhold,
solch ein Thema kann schnell in einen Meckerkasten enden - deshalb schnell die Fakten (individuelle Erfahrungen werden sicher noch kommen)
FAG ist eine Marke der Schaeffler-Gruppe, FAG-Kugelfischer gibt es nicht mehr. Die Lager werden weltweit und zumeist in Asien produziert. Ich selber habe ein Riesenwerk in der Nähe von Shanghai (China) und in der Nähe von Bangalore (Indien) gesehen. Die Produktionsorte in Deutschland und Europa stellen die "High-Tech"-Produkte und große Exoten her, wozu ein 6206C3 wohl eher nicht zählt.
Die Lager sind nach DIN 625 genormt, wobei in der Norm recht detaillierte Angaben für den Maße, der Luft sowie der zu verwendeten Werkstoffe sind. Und ich bin mir sicher, dass alle in Deutschland erhältlichen Lager diese erfüllen, insofern müßten alle qualitativ sehr ähnlich sein (ich habe bewußt im Konjunktiv geschrieben).
Neue Lager "Made in Germany" oder "Made in EU" wirst Du nicht mehr finden - NOS auf Teilemärkten (oder bei Rolf in der Garage ;D )
Ach so, meine Meinung: Ich glaube nicht, dass es Unterschiede bei den (asiatischen) Herstellern gibt, die wir mit unseren alten klapperigen Kisten merken würden. Ich hatte seinerzeit meine bei Agrolager bestellt - die billigsten.
Knut
Doch, es gibt einige Unterschiede. Ist mir bei der Instandsetzung des Boxergetriebe aufgefallen.
Waren FAG Lager. Bei diesen war der Innenring breiter als der Außenring. Normal sind beide gleich breit.
Gruss Manfred
Dann war es ein anderes Lager.
Stefan
Zitat von: Stefan am 29 September 2010, 16:53:17
Dann war es ein anderes Lager.
Oder in FFM erworben... ;D
Nein. Kein anderes Lager. Auch nicht aus FFM. Die Lager aus FFM waren bis jetzt okay.
Wenn ich noch eins finde mache ich ein Foto.
Gruss Manfred
Gleiches Lager...auch die Nachsetzzeichen?
Zitat von: Knut am 29 September 2010, 13:30:28
Neue Lager "Made in Germany" oder "Made in EU" wirst Du nicht mehr finden - NOS auf Teilemärkten (oder bei Rolf in der Garage ;D )
Doch. Es gibt die DKFL und SLF; made in (New East ;D ) Germany
Ich hab je ein 6206M und 6207M von denen für die Kurbelwelle eingebaut, neu. Waren die einzigen mit Messingkäfig die in der Schweiz erhältlich waren
... die Käfige vielleicht, allerdings von der MPT (Präzisionsteile GmbH Mittweida, gehört auch zur Schaeffler-Gruppe), die aus der DKFL hervorgegangen ist.
Die Käfige werden in Sachsen gestanzt, gepresst und dann im Container nach Asien geschickt.
Es macht einfach keinen Sinn, bei den deutschen oder EU-Auflagen für den Umweltschutz und CO2-Ausstoß billigen Wälzlagerstahl zu produzieren. Sollen doch die Asiaten ihre eigene Luft mit dem billigen Zeugs verpesten.
Knut
Moin Knut,
fertigt MTP auch Käfige für die Pleuellager, bei unseren KWs ?
Gruß mek :kaffee:
hab mal gegoogelt :
läuft wohl auf eine konkrete Anfrage (http://www.mpt.de/katalog.php) hinaus.
Zitat von: Knut am 30 September 2010, 08:24:15
... die Käfige vielleicht, allerdings von der MPT (Präzisionsteile GmbH Mittweida, gehört auch zur Schaeffler-Gruppe), die aus der DKFL hervorgegangen ist.
Die Käfige werden in Sachsen gestanzt, gepresst und dann im Container nach Asien geschickt.
und dann schreiben sie auf den Aussenring drauf "Made in Germany" ?
ich zitiere von der SLF website:
"Unsere Produkte entsprechen der Qualität vergleichbarer Wälzlagererstmarken und werden in Deutschland, am Standort Fraureuth, gefertigt. Unsere Produkte sind "MADE IN GERMANY".
Dieser Qualitätsstandard wurde unter anderem durch die Zugehörigkeit des DKFL-Werkes Fraureuth zu einem großen deutschen Wälzlagerkonzern in den Jahren 1990 bis 1993 erreicht.
Um die Qualität unserer Erzeugnisse auch nach außen deutlich zu machen, haben wir die Zertifizierung nach ...." usw.
Falls die nur die Käfige machen, hielte ich diesen Text für Irreführung oder Betrug.....Clemens ?
Zu dem Thema zitiere ich mal aus der Webseite des Versenders wo ich von der Arbeit her die meisten meiner Lager her beziehe:
Zitat
Sonstige (Son)
Ein Sammelposten, unter dem wir u.a. neutrale Lager (ohne Herstellerbezeichnung) listen. Diese Lager sind nicht für hohe Belastungen geeignet. "Hauptsache dreht sich" trifft es ganz gut. Manche Details sind hier anders als bei Markenanbietern, z.B. Ausführung der Kanten, Dichtungen sowie Werkstoff- und allgemeine Verarbeitungsqualität. Desweiteren schwankt die Qualität einzelner Lose/Batches, da sie in unterschiedlichen Werken gefertigt wurden.
Das trifft auf viele "Billiglager" zu. Geiz ist also nur bedingt geil, je nachdem für was man die Lager einsetzen will/muß.
Bei der Lagerung des Hauptständers ist so ein Lager mit Sicherheit ausreichend :D . Aber im Bereich Antrieb/Getriebe/Motor würde ich mich auf solche Lager nicht verlassen und auf jedenfall zu FAG, SKF, NSK ovgl zurückgreifen. Da kann man schnell am falschen Ende sparen.
DAS schreibt "Ekugellager" aber nur zu den chinesischen (Made in China) No-Name Billiglagern....nicht zu SKF o.ä. ...egal wo sie gefertigt wurden (angeblich)
Nicht speziell zu den chinesischen (Made in China) No-Name Billiglagern sondern [zitat]CHINA-QUALITÄTEN[/zitatende]
Es war auch weniger auf einen speziellen Hersteller gemünzt, aber es ist allgemein so (jedenfalls meine Erfahrung) das je billiger die Lager, umso mieser die Qualität. Ausnahmen bestätigen die Regel in beide Richtungen. Daher kann man nicht pauschalieren.
Aber die Aussage "Hauptsache dreht sich" sollte auch jedem der keine Ahnung davonhat sagen das die Unterschiede himmelweit sind.
Ich habe bis jetzt ausschließlich Lager von SKF/FAG (Standardlager) und INA (Laufrollen) geordert und habe bis jetzt damit ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. (Klar kann man auch mal was schlechtes erwischen) Und da wir diese Lager im Bereich der Messtechnik einsetzen merkt man den Unterschied nicht nur merkbar sondern auch messbar. Also jedenfalls wenn die Lager allgemein nichts mehr taugen. "Billige" lager brauchte ich mir bis jetzt noch nicht antun.
Und da kann man die Unterschiede mit Sicherheit messen.
Tja...oder wie Thomas schon immer sagte: " Schlechtes muß nicht billig sein" ;D
Zitat von: rolf am 30 September 2010, 23:30:41
Tja...oder wie Thomas schon immer sagte: " Schlechtes muß nicht billig sein" ;D
Das unterschreibe ich jetzt absolut! ;D
Aber ich schreibe hier meine persönlichen Erfahrungen. Und da ist es bis jetzt so, das man da wo es drauf ankommt, besser mehr Geld ausgibt. Denn wer billig kauft, der kauft 2x.
hast Recht...mache ich ja genauso!
Zitat von: rolf am 01 Oktober 2010, 09:38:29
hast Recht...mache ich ja genauso!
Wie jetzt? Zweimal kaufen? :Frage: ;D ...alter Sparfuchs!
Ok,
habe bis jetzt immer zurückgezuckt wenn es um die "billigen" lager ging.die einwände sind auch alle nachvollziehbar.
da ich mir gerade eine posten lager bestellt habe (alle FAG) aber 2 nicht v.FAG lieferbar waren habe ich die v. SHN geordert,
und muss sagen die unterscheiden sich (für mich )in keinster weise v.den FAG lagern.material kann man ja nicht beurteilen.
sehen so aus als wenn sie v.selben band gefallen sind,nur in andere verpackung gesteckt worden sind,u dann billiger angeboten werden.
Und wenn Knut, dipl.ing. bei airbus nicht zurückzuckt (bei den billigen) u. mit seiner klapprigen r27 im 2.gang 70 km/h fährt,was soll ich dann machen?? ;D
habe mal verglichen .no name, gegen unsere gängigen händler, . alle lager für 25/3 , ca.100€ no name, 250-300€ die einschlägigen.
FAG im internet liegt bei ca. 160-180€. bei unseren händlern werden auch lager ohne jeden stempel verkauft,zb.die leckkopflager
oder das lager für die antriebsritzelwelle im achsantr.das einreihige vorne,gibst vielleicht nicht mehr als normlager,kommen dann
aber bestimmt aus der no name ecke.ist nur meine vermutung.
gruss reinhold
Zitat von: gradweg am 01 Oktober 2010, 10:38:59
Und wenn Knut, dipl.ing. bei airbus nicht zurückzuckt (bei den billigen) u. mit seiner klapprigen r27 im 2.gang 70 km/h fährt,was soll ich dann machen?? ;D
Diplom (hatter überhaupd eins? Aus Schottland?) und Geiz schließen sich nicht unbedingt aus...
Nun Reinhold,
ich wollte eigentlich mit meiner ersten Antword ausdrücken, dass auch die FAG-Lager aus Asien kommen und durchaus aus der selben Fertigungslinie mit den von SNH kommen können. Ausserdem ist SNH keine Muckelbude irgendwo in der tiefsten Provinz, sondern gehören schon zu denen, die als ausgewiesene Automobilzulieferer mit entsprechenden Zertifikaten ausgestattet sind.
Ich will hier keine Lanze für die Chinesen brechen, aber man sollte die Qualität des Prädikats "Made in China" nicht immer nur negativ belegen. ZF, TRW, Sachs Powertrains sowie Kolbenschmidt (und Airbus) haben in Fernost Fertigungsstandorte, die sehrwohl der europäischen Qualität ebenbürtig sind. Wenn die Produkte in Europa durchentwickelt werden und es sich nur um reine Produktion handelt, sind die Chinesen beinahe unschlagbar günstig.
Direkt in Suzhou habe ich ein Riesenwerk für Black&Decker besichtigt, die mit nahezu 100%iger Fertigungstiefe Handmaschinen für den weltweiten Markt gebaut haben. Da liefen nur ein paar Manager und Qualitätsleute aus Europa rum, der Rest waren geschätzte 3.000 kleine fleissige Bienchen, die glücklich und zufrieden ihre 3 Handgriffe gemacht haben.
Gruß
Scoddy
P.S.: 70km/h im 2. Gang fährt die 25/2, die ich ab und zu in Pflege habe. Deine habe ich nicht so hoch gezogen, ehrlich nicht!
jaja....ich verstehe alle :-*
doch noch einmal die Frage: wenn da "Made in Germany" draufsteht, und der Hersteller schreibt "Unsere Lager werden in Deutschland gefertigt" - ist das dann gelogen ?
Rolf,
gelogen nach welchem Recht?
Deutsches? (Nein, wenn der größte Teil des Produkts aus deutschen Rohstoffen besteht oder aus deutscher Fertigung kommt.)
Amerikanisches? (Nein, wenn vollständig oder nahezu vollständig aus Deutschland inklusive deutscher Vorprodukte.)
Schweizer? (Ja, Made in Germany gibt`s ohnehin nicht, arg e ricola schweizer kräuterzucker)
:( :\'(
ich frag die glaub ich jetzt mal direkt an...
Rolf N(aiv)
Über die Bedeutung und der Aussagekraft der Formulierung "Made In Germany" kann man sich mal die Infos unter folgendem Link anschauen:
http://www.stuttgart.ihk24.de/produktmarken/international/aussenhandel/Warenursprung/Made_in_..._Warenmarkierung/Made_in_Germany_2.jsp (http://www.stuttgart.ihk24.de/produktmarken/international/aussenhandel/Warenursprung/Made_in_..._Warenmarkierung/Made_in_Germany_2.jsp)
Das Ganze bedarf eigentlich eines Kurzkommentares eines rechtlich versierten Lesers (Clemens!) - taugt die Aussage überhaupt noch was??
Grusz
Bernd
Ob die Aussage Made in Germany etwas taugt?
Selbstverständlich; sobald man das Produkt geprüft hat. ::)
Ganz ehrlich Bernd: Man muss nicht rechtlich versiert zu sein um zu sehen,
dass ein Produkt Made in Germany genauso Sch.. sein kann, wie ein Produkt
Made in Lummerland.
Gru(n)sz
Clemens
Hi Clemens,
mir ging es eigentlich darum mal zu klären, was "Made in Germany" noch bedeutet.
Es scheint ja wohl so zu sein, dass unter dieser Bezeichnung verschiedene Bedeutungen subsummiert werden.
Im IHK-Kommentar heisst es:
Grundlegend ist folgendes: die Warenmarkierung "Made in Germany" bezieht sich immer auf den Herstellungsort eines Erzeugnisses und damit auf dessen Ursprung. Die Herkunft einer Ware hingegen bezieht sich auf das Versendungsland (wo die Ware herkommt). Die Herkunft kann sich somit schnell ändern, der Ursprung hingegen nur, wenn maßgebliche Be- und Verarbeitungsvorgänge stattfinden.
Lässt sich somit über eine "Zwischenhändler" Ware aus Drittländern ganz fix "herkunftsrelevant" auf Deutschland "umschreiben". Also taugt die Bezeichnung doch nur noch "für die Tonne".
Deine Anmerkung, dass die Ware nur etwas taugt wenn man sie geprüft hat, ist also auch für Produkte "Made in Germany" richtig.
Ich habe in der Vergangenheit schon recht häufig Lager aus Fernost verwendet und bin bisher durchaus zufrieden.
Grusz
Bernd (nicht aus Lummerland)
hab ne mail geschickt. Mal sehen was die aus Fraureuth antworten