BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: rolf.soler am 06 März 2010, 00:52:46

Titel: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 März 2010, 00:52:46
Es sieht leider so aus, als müsste ich das Herz meiner Geliebten demnächst zerlegen...
Weil da immer so ein leises (über die Monate lansam, lauter werdendes) Tackern war, habe ich mal Kopf & Zylinder weggenommen...Kopf, Ventile, Führungen, Kipphebelseitenspiel alles perfekt...hab den Ersatz-Kopf eingebaut, danach wars eher noch schlimmer. Das Klackern ist am lautesten bei etwas Gas aufziehen, bei Vollgas etwas weniger laut, kaum hörbar bei Last. Kraft / vmax ist voll erhalten, ZzPt perfekt, Vergaser +/- auch. Kolbenbolzen ist auch gut, leichte Laufspuren auf Kolben (9000 km, KS)
Als ich den Zylinder weghatte, habe ich etwas am Kolben gerüttelt...lässt sich nicht sehr viel, aber eindeutig (ca. 2-5/100 schätzungsweise ?) vertikal auf der Kurbelwelle bewegen...also denke ich Pleuellager ausgeleiert. Oder ?
Kann deswegen auch der Kolben schneller abgenutzt sein (ich hab das Gefühl der klappert auch ein wenig, obwohl erst 9000 km drauf)
Nun konkret zur Revision:

1. Zu wem würdet Ihr die KW zum Austausch schicken ? ganz persönlich und ohne die anderen zu werten ?  :)

2. Betr. Lager bin ich etwas verwirrt (doch, ich habe alles gelesen in der Suche, aber immer noch nicht ganz klar  ;D):
2 a): soll ich nun vorne (6206) und hinten (6207) Messingkäfige nehmen ? und das vorderste (6204) auch grad ? und ist es egal ob M oder MA (Aussenringbord)
2 b): soll ich nun vorne (6206) und hinten (6207) vermehrte Lagerluft bestellen, also C3 ?  und das vorderste (6204) auch grad mit C3 ?
2 c): Nockenwelle (6203) braucht weder C3 noch Messing, richtig ?

Vielen Dank für die sicher 100% eindeutigen Antworten  :)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 06 März 2010, 04:46:35
Guten Morgen Rolf.S

Hier meine eigene unabhängige Antwort.

1. BMW oder Rabenbauer
2 a. Stahlkäfig. M/MA sagt mir im Moment nichts.
2 b. C3 nur am Stützlager (Stirndeckel)
2 c. ja.

Leider kommt das eine Woche zu spät. Unser Magazin ist umgezogen.  :kopfhau:
Für meinen Motor hat es gerade gereicht (Lager) und ich habe nicht gehamstert.  :spinnt:

Schönes Wochenende "trotzdem"   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: carlos am 06 März 2010, 05:36:24
oioioi,

Daniel ist SCHON auf - ich sollte ins Bett....

Gute Nacht
Carlos
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 06 März 2010, 10:27:41
Ich nehme Messingkäfig....ob's Not tut?...schlechter als Blechkäfige sind sie allemal nicht...Sie laufen ruhiger und sind etwas toleranter was KW Durchbiegungen angeht (ich weiß, das 1-Zylinder eigentlich nicht bzw. kaum...)
Rolf
PS
Die beiden großen Lager nehme ich mit Messingkäfig
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 März 2010, 10:34:40
Zitat von: rolf am 06 März 2010, 10:27:41
Die beiden großen Lager nehme ich mit Messingkäfig
aber nicht C3 ?
@ Daniel: BMW mobile tradition ? ich finde deren website nicht...oder meinst Du Huggett
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: berndsp am 06 März 2010, 10:56:03
Zitat...also denke ich Pleuellager ausgeleiert. Oder ?

Meine hat das selbe Krankheitsbild und das obere Lager, die Buchse ist hin. Das untere habe ich nach allen Regeln hier im Forum geprueft, scheint OK. Ich habe also beschlossen, es drauf ankommen zu lassen und nur die Buchse und die Kugellager zu erneuern.

Gruss
BerndSP

Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 06 März 2010, 11:04:42
Nicht C3!
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 06 März 2010, 11:51:05
Hallo Rolf.S

Ich meinte schon Huggett.

Wenn ich die Lager kaufen müsste, würde ich auch die mit Messing nehmen, wie Rolf das vorgeschlagen hat.

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 März 2010, 12:52:59
Gut !  also C3 ausser das vorderste 6204. In Messing. Leider gibts bei den Händlern nur das hintere 6207 in Messing. Für das 6206 also doch agrolager.de oder so ? ekugellager liefert nicht in die Schweiz.
KW-Austausch bei Huggett 613.- CHF....= ca.400 Euro....bei Rabenbauer 250 Euro, bei U oder S um 175 Euro....werde mich ws. für R entscheiden, da hört man viel Gutes. Ist halt doch ein Herzstück des Motors..
Hat jemand eine Austausch-KW von U, S, R, und wie seid Ihr damit zufrieden ?

Daniel, hast Du Lust noch einen Motor zu zerlegen zusammen ? Und / oder Spezial-Werkzeug ? Ich habe einen Abzieher der gehen sollte (Kukko 20-10), eine 36er Nuss und Drehmomentschlüssel. Keinen Schwungradabzieher (ginge wohl auch ohne), keinen Haltering für Schwungscheibe (dito), keinen Motorhaltevorrichtung für den Schraubstock
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 06 März 2010, 13:52:24
Hallo Rolf.S

Gerne mache ich mit.  :schrauber:

Spezialwerkzeug habe ich eigentlich nicht wirklich gebraucht. Ich habe mich von Problem zu Problem gearbeitet. Ohne Zeitdruck geht das.
Zwei/Dreiarmabzieher, Drehmomentschlüssel, Heissluftfön, Gaslötlampe usw.
Ich gehe aber davon aus, dass es bei Dir schneller gehen soll.
Die Bastelstube kannst Du auch jederzeit benutzen, sollte ich mal keine Zeit haben.

Eine Motorhalterung habe ich nicht vermisst, hat meiner Meinung eher Nachteile beim KW-Ein/Ausbau.

Gruss   Daniel

Du bekommst/hast eine PM
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: peter63 am 06 März 2010, 14:40:38
Ich habe eine Welle von U ausF und bin sehr zufrieden. Bin damit aber auch erst 4000km gefahren.
Wenn man nicht die nötigen Mittel hat um die Welle auseinander- und zusammen zu pressen, sowie keine Möglichkeit zum Richten und Rundlaufprüfen hat, empfiehlt es sich zu 100% die Welle instandsetzten zu lassen.
Alles andere ist zum Scheitern verurteilt!

LG Peter
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 März 2010, 22:22:17
Ja, Welle selber machen kommt für mich nicht in Frage. Meine 30 t Presse ist gerade in Revision  ;D
Motor heute ausgebaut, und schon das erste (kleine) Probem: Die Oelpumpenwelle klemmt derart fest in der Bohrung, dass ich sie noch nicht ganz draussen habe. Konnte sie mit Gripzange & viel Kraft aus der NW-Verzahnung etwa 1 cm rausziehen, dann nur noch von unten mit Hammer weiter rausklopfen. Ist das normal ?? Und soll ich vor dem Wiedereinbau die Welle nach reinigen etwas schleifen/polieren oder die Bohrung eine Spur aufreiben ? Als sie noch ganz unten war, hat sie sich natürlich gedreht mit der NW. Vermute sie ist derart dreckbelegt, dass sie klemmt.
Das Pleuel hat übrigens 0,5 mm ( ! 55/100 !) Spiel, hab ich gemessen...höchste Zeit...
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 07 März 2010, 08:45:13
Hallo Rolf.S

Ich dachte mir schon, dass Du es eilig hast.  ;D

Mit der Ölpumpenwelle hatte ich das gleiche "Problemchen". Nach dem Reinigen ging sie aber wieder locker durch das Lager.
Wo und wie hast Du denn das Spiel am Pleuel gemessen?

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 07 März 2010, 09:03:26
Zitat von: GüllepumpeCH am 07 März 2010, 08:45:13
Ich dachte mir schon, dass Du es eilig hast.  ;D
ja, der Frühling steht vor der Tür... (dieses weekend hats zwar am Albis nochmals 20 cm geschneit  ???)
Zitat von: GüllepumpeCH am 07 März 2010, 08:45:13
Mit der Ölpumpenwelle hatte ich das gleiche "Problemchen". Nach dem Reinigen ging sie aber wieder locker durch das Lager.
das beruhigt mich  :)
Zitat von: GüllepumpeCH am 07 März 2010, 08:45:13
Wo und wie hast Du denn das Spiel am Pleuel gemessen?
System Stefan:
Zitat von: Stefan am 07 Dezember 2009, 14:51:43
erhöhtes Radialspiel (ugs.: Luft, Höhenspiel) kannst Du folgendermaßen erfühlen:
KW und Kolben eingebaut, Zylinderkopf ab. KW drehen bis der Kolben eben über OT hinaus ist und einen leichten Äbwartstrend zeigt (ca. 1mm nach OT). In diesem Zustand mit dem Daumen kräftig auf den Kolbenboden drücken. Wenn Luft in einem oder beiden Pleuelaugen ist gibt der Kolben nach und bewegt sich nach unten, bevor die KW beginnt sich zu drehen. Besonders viel Luft kannst Du sogar hören, dann machts "tock".
Gruß Stefan
Abstand Feuersteg-Kolben mit Schieblehre gemessen, dann Daumendrück -> "tock" -> wieder gemessen -> Abstand 50-60/100 grösser, ohne dass sich die KW bewegt hatte.
P.S. das Pleuelauge oben ist o.K., hab ich erst vor 9000 km mit Kolben ersetzt. Kolbenbolzen gleitet schön aber satt, nicht angelaufen.

P.S. 2: in der Pleuelbuchse hats ein Oellöchlein - das ist aber unten (so eingesetzt oder verdreht ?), während die Oelbohrung im Pleuel selber oben ist...Von Hand kann ich die Buchse im Auge nicht drehen (früher die ausgeleierte konnte man).
Was tun ? so lassen, oder oben durch Pleuelaugenloch bohren bis in der Buchse auch oben ein Loch ist ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Christof am 07 März 2010, 10:08:37
Moin Rolf,

die Ölbohrung in der Buchse gehört oben hin. Die muss mit der Bohrung im Pleuelauge übereinstimmen. Ich schätze verdrehen darf man die nicht können, wenn sie sich doch drehen lässt (oder sich selbstständig verdreht hat) ist sie hinüber. Meiner Meinung nach brauchst du eine neue Buchse. Macht man ja eh bei ner Kurbelwellenüberholung.

Grüße
Christof
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 10 März 2010, 17:22:14
Hallo Rolf.S

Kleiner Tip für das montieren der neuen Steuerkette. Zuerst die Steuerkette mit dem alten Verbindungsglied von vorne zusammenhängen. Danach die richtige Position suchen und das neue Glied von hinten durchschieben. Das spart mindestens zwei Finger, die eh keinen Platz haben.  ;D  ( Das war eine Sache von fünf Minuten )

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 10 März 2010, 20:55:11
Guter Tip ! Danke  :blumen:
Die neue Steuerkette wird allerdings die alte sein, da die alte noch ziemlich neu ist  :Frage:
Aber ich hab noch eine ganz alte mit einem Schloss, glaube ich
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 12 März 2010, 00:38:49
So, Kurbelwelle ist eingepackt und geht zum Austausch.
1. ein kleines Problem: ich wollte die Welle dem berühmten Händler schicken.
Am Telefon: "Aber wir liefern nicht in die Schweiz"
Frage: "wieso das denn ? Zoll ? MwSt ? wo die Portokosten für die Schweiz auf der website stehen ?"
Antwort: "nee, Steuer/Zoll ist egal. Aber wir haben eine Absprache mit ....[dem berühmten Händler in der Schweiz]: wir schicken nichts in die Schweiz, er schickt nichts nach Deutschland" (bin nicht sicher ob der 2. Punkt stimmt)
? ? ? sehr unschön, finde ich.
Darf man das ? Kartellrecht, freier Handel, Personen- und Warenfreizügigkeit Schweiz-EU, ....usw. usf.
Herr RA ?
na gut, es gibt noch andere Händler.

2. ich habe inzwischen meine Messingmassivkäfigkugellager 6206 M  und 6207 M erhalten, SLF / DKFL. Sehr schön. Aber ich kann Innen- und Aussenring axial etwas gegeneinander verschieben. Ist das normal ? Ist das gut ? Ist das die berühmte axiale Lagerluft ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 12 März 2010, 05:15:27
Hallo Rolf.S

Und die Moral von der Geschicht:
Jetzt verdienen beide nicht.  ;D

Ärgerlich  :schimpf:   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 12 März 2010, 08:20:09
ZitatDarf man das ?

Wenn es sich nur um eine isolierte und freiwillige Absprache zwischen zwei nicht marktbeherrschenden Beteiligten handelt, darf man das.
Man darf aber so einen Unfug unterlaufen, indem aus dem großen Kanton bei dem Händler bestellt und dann die Ware in die Berge geschickt wird.

Da verdient dann die Post einmal mehr dran  ;D

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 12 März 2010, 13:02:28
Danke für die Auskunft....
habs mir schon gedacht. Der Berühmte Schweizer Händler ist zwar Monopolist in der Schweiz, aber man kann ja bei mindestens 3 deutschen Händlern bestellen. Oder an eine Adresse in Deutschland. Oder an ein Paketdepot auf der anderen Seite des Rheins (die Paketdienste in Waldshut, Weil am Rhein usw. haben grosse Lager für Pakete für Schweizer...weil auch die Paketkosten in die Schweiz ein x-faches höher sind als innerhalb von D) S'ist nur so, dass dann mehr Leute mehr Umtriebe haben.
Nun kaufe ich ja viel beim Berühmten Schweizer Händler. Qualität ist sehr gut, alles kostet so 10-20% mehr...aber bei uns sind die Preise halt höher (trotz weniger MwSt), dafür sind auch die Löhne höher, und wenn der Händler und seine Mitarbeiter auch höhere Löhne haben, ist das für mich völlig o.k.
Aber das hier ist ein krasses Beispiel. Austausch-KW kostet hier 390 (!) Euro, in D zwischen 175 - 210 (ohne MwSt). Und wenn ich das richtig gehört habe, dann überholt der Berühmte Schweizer Händler die Kurbelwellen nicht selber, sondern schickt sie zum Berühmten Deutschen Händler, der sie dann überholt und zurückschickt, worauf sie der Berühmte Schweizer Händler mir schickt. Der Berühmte Schweizer Händler zahlt dem Berühmten Deutschen Händler wohl auch nicht mehr als 210 Euro...eher weniger.
Dann bekäme der Berühmte Schweizer Händler fast 200 Euro (minus Paketkosten) für das Einpacken und Auspacken....da mache ich nicht mehr mit, auch wenn ich kein Geizsparer bin.
Na ja, selber schuld (die Händler), es gibt ja andere
und selber schuld (die Schweizer), da nicht in der EU
und selber schuld (ich), ich hätte ja mal die Schleuderscheibe reinigen können  ;D
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Dennis am 12 März 2010, 15:27:36
Zitat von: rolf.soler am 12 März 2010, 13:02:28
Na ja, selber schuld (die Händler), es gibt ja andere
und selber schuld (die Schweizter), da nicht in der EU
und selber schuld (ich), ich hätte ja mal die Schleuderscheibe reinigen können  ;D

:lol: :lol: :lol:

Danke dafür, hab laut gelacht! Eine sehr gelungene Formulierung...insbesondere die letzte Zeile! ;D ;)
Und recht hast Du außerdem! Ne sehr gute Schulfreundin meiner besseren Hälfte wohnt in Zürich, da ließe sich bestimmt auch ein Transfer organisieren.
Bei Interesse darf die Schweizer Fraktion mich gern anschreiben, dann werde ich versuchen zu unterstützen!!! ;)

Viele Grüße,
Dennis F(lachlandpirat)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: 007 am 13 März 2010, 09:18:12
Hallo RolfS, Der Händler könnte  es einfach an einen von uns schicken, und wir könnten es zu Dir schicken ohne
aus packen. Dann wäre nur das Porto fällig.
mfg. Norbert :)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 13 März 2010, 17:16:55
Danke, allerseits, für die Angebote hier und per PM.  :-*
Ich werde sicher mal darauf zurückkommen. Ich habe die KW nun zu Stemler geschickt, hoffe das die auch gut revidiert werden dort. Ein paar andere Teile kaufe ich auch dort, andere weiter beim Berühmten Schweizer Händler.
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 13 März 2010, 21:45:35
Hallo Rolf.S

Damit wir nicht so lange beim Thema bleiben, wollte ich fragen ob Du mir die Reibe-Ahle für die Ventilführung ausleihen könntest?

http://img651.imageshack.us/img651/7855/dsc00844l.jpg

Kopf 25/0

Daniel F(reitag im Zürcher Outback)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 13 März 2010, 23:32:02
Klar. Da Du neue Führungen drin hast (wann hast Du jetzt das wieder gemacht  :)) nehme ich an, Du meinst die für innen, also 7 mm für die Ventilschäfte (nicht die für das Loch im Kopf wo die Führung reinkommt, 13± mm). Oder ?
Kann sie in die Praxis mitnehmen (Wipkingen) oder in Albisnähe in den Milchkasten legen.

Wir sollten vielleicht mal eine Liste machen, wer in der Schweiz welche Werkzeuge rumliegen hat (ich z.B. habe jetzt  :) einen Schwungradabzieher, eine Zylindermessuhr (innen ø Zylinder), Reibahlen 20 / 13± / 20±  mm, Getriebflanschsteckschlüssel, u.v.a.m.
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 14 März 2010, 12:32:55
Hallo Rolf.S

Ja, 7mm.

(wann hast Du jetzt das wieder gemacht) Gestern.
Draussen war es kalt und ich hatte in der Werkstatt noch Bier im Kühlschrank.  ;D
Gerne werde ich am Freitag Deinen Ablagekasten "räumen" Ich bringe dann gleich noch die Reifen mit.

An Werkzeug habe ich leider nicht so viel zu bieten.

http://img251.imageshack.us/img251/421/dsc00849d.jpg

Dazu kommen fast alle Gummiteile, Dichtungen, Simmerringe, Seegeringe (in fast allen Grössen und Versionen) Seilzüge, Bremsbeläge usw.
Sollte also einer der Bergpiraten oder Durchreisende an einem Wochenende oder an Feiertagen was brauchen, einfach nachfragen.

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 14 März 2010, 15:45:55
Ihr nehmt aber hoffentlich eine Führungsreibahle...um dann mittels Hunger o.ä. den Sitz passend zur Führung zu fräsen?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 14 März 2010, 15:58:10
meistens ist die Führung ja nur ganz zuoberst (vom Einschlagen, ich weiss man sollte nicht wirklich schlagen) eine Spur zu eng, ein kurzer Grat. Da getrau ich (!) mich schon ohne Führung rein, sie obersten 2-3 mm.. Wenn man die geölte Reibahle dann vorsichtig (!) durchschieben kann und nur ganz vorsichtig und nur rückwärts dreht (also nicht schneiden) ist das auch noch nicht sooo gefährlich, denke ich.
Natürlich muss man nach dem Führungswechsel prüfen ob das Ventil perfekt im Sitz passt, also Dichtigkeitsprüfung 100%. Das ist meistens nicht der Fall (obwohl es bei Lippis Kopf genau so war  :)), und dann holt man den Hunger-Ventilsitzfräsapparat aus dem Keller und macht die Sitzringe  ;D oder bringt man den Kopf zum Ventilsitzfräsen zum Motoreninstandsetzer. Der bei uns in Zürich (Taiana) hat das.
Sind wir jetzt Abenteurer ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 15 März 2010, 18:08:00
Mal zurück zum Thema  ;D
Erstens mal die versprochenen Bilder zum Schwungscheiben-Abziehen

die vom vollen Schleuderblech sind im anderen thread
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 15 März 2010, 18:43:33
und nun das nächste Problem:
Da ich grad eine Generalüberholung mache - soll ich den Kolben auch (schon wieder...) wechseln ?
Der ist von KS und jetzt ein gutes Jahr / 9000 km drin. Ich hatte ihn nach ca. 1000 km mal inspiziert, sah eigentlich gut aus. Inzwischen sieht man doch deutliche Spuren (siehe Bilder). Sind das nun
a) "gewöhnliche Laufspuren" ?
b) Oelmangel ? (Kanäle sind alle offen, Schleuderblech war aber voll; Pleuellager dahingegangen)
c) etwas anderes ? Klemmer ? Kolbenbolzenpassung (der war nach Meinung des Instandsetzers und auch nach meiner eigentlich perfekt drin)

Könnte man den Kolben (mal wegen der Spuren) wieder verwenden, oder besser ersetzen ? (Ich ahne die Anwort...)
Nun die Masse: An üblicher Stelle (ca. 1 cm von unten quer zur Bolbenbolzenbohrung) 68,92 mm (neu hätten es 68,95 sein sollen, hab damals nicht gemessen), aaaber: 90° dazu (also in Richtung des Kolbenbolzens) ist er nur 68,55 mm. Also etwas oval. Ist das normal ?
Zylinder: Auch etwas Laufspuren (Bilder nächster Beitrag), ich hoff das das nur abgeschmiertes Kolbenmaterial ist, werd mal mit Aetznatron dahintergehen. wenn die Spuren damit weggehen: muss ich den Zylinder honen ? (wo er so schön glatt ist...) Durchmesser: genau zwischen 69,00 und 69,01 (also 69,005  :) ), überall.
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 15 März 2010, 18:45:04
Zylinderbildli: (ging nicht zusammen)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rütz am 16 März 2010, 00:37:48
ZitatAlso ... oval. Ist das normal?
Ja, das ist normal und Absicht.
Die Kolben dehnen sich entlang der Koboachse viel stärker aus als senkrecht dazu (weil sie in dieser Achse mehr Material haben). Deswegen werden sie immer oval gefertigt, bzw. sind im Bereich der Koboaugen sogar ausgenommen.
Die Spuren kommen vom Pleuellager. War bei mir genau das gleiche Bild (nur noch schlimmer), hatte ebenfalls rel. frisch zuvor einen neuen KS eingebaut. Teilweise fühlte sich das Kolbenhemd an wie eine Diamantfeile, weil überall winzig-kleine harte "Splitter" vom Pleuellager drin steckten.
Den Kolben habe ich damals wiederverwendet: In mühevoller Kleinarbeit mit Reißnadel die Spitter rausgepult und dann mit einer Schlichtfeile zart über die Riefen gefeilt. Feile (wenn nötig) ist wichtig (Hertweck!), Schleifpapier würde das weiche Alu abnehmen, aber die Splitter (falls man doch welche übersehen hat) stehen lassen.
Den Zylinder habe ich honen lassen, die Riefen waren doch zu offensichtlich durch den harten Pleuellagerabrieb reingekrazt und nicht durch Alu. Bei deinem Zylinder sieht es auf den Bildern eigentlich auch so aus. :-\\

Gruß Rütz
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Oerlov am 16 März 2010, 08:36:23
Beim Kolben würde ich wie von Rütz (bzw. Hertweck) beschrieben vorgehen.
Du hast aber wohl auch schon im "Besser machen" nachgeschlagen - wg. der Ätznatronbehandlung für den Zylinder (Bitte stell mal ein paar Bilder rein, ob das gut funktioniert).
Falls das nicht reicht, würde ich es an Deiner Stelle evtl. mit einer einem "flex hone" Werkzeug mal versuchen - darüber habe ich bisher nichts Schlechtes gehört bzw. gelesen (wohlgemerkt von Leuten die damit gearbeitet haben - nicht von leuten die darüber rumtheoretisieren) Aber vielleicht weiß hier jemand mehr ?

Gruß

Carsten
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Heiko am 16 März 2010, 08:55:20
Also,

diese Flex-Hone Werkzeuge sind meines Erachtens nicht schlecht um den Zylinder einmal durchzuschleifen und aufzurauhen. Auch leichte Fress-Spuren bekommt man damit weg. Habe ich schon bei meiner R 26 und R 27 gemacht und bin damit zufrieden.
Man muß nur sehr aufpassen damit der Zylinder nicht konisch wird.


Heiko
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: † Knut am 16 März 2010, 08:57:09
Zitat von: rolf.soler am 15 März 2010, 18:43:33

Also etwas oval. Ist das normal ?


Rolf,

schau mal auf das angehängte Diagramm "Kolbenformen mit Einbauspielen"* bei einem kalten Kolben!

Hier in diesem Beispiel ist das Kolbenspiel 0,04mm (unterhalb KoBo) und die Ovalität an dieser Stelle 0,074mm.
Bei Betriebstemperatur (150°C am Hemd und 250...300°C am Boden) nimmt der Kolben in etwa zylindrische Form an, wobei sich das Kolbenspiel verkleinert (Alu dehnt sich stärker als das Eisen des Zylinders). Die Größe des Warmspiels kann man nur schwerlich angeben, da sich der Kolben unter den Verbrennungskräften deformiert. Allerdings muss auch bei Betriebstemperaturen noch eine Spielreserve vorhanden sein - sonst klemmt's!

Knut

* Fachkunde für Fahrzeugtechnik. Europa Fachbuchreihe. Die 23. Auflage (1988) war die letzte, wo noch Vergaser behandelt wurden
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 16 März 2010, 09:20:49
Ich würde es machen wie Rützens schon sagte (incl. KEIN Ätznatron....da kein Aluabrieb)...mit dem oval ist normal ;D
Rolf
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 16 März 2010, 10:52:58
Zitatmit dem oval ist normal

... anders passt`s Kölbli zum Zylindri nimmerli, soll heißen, der Zylinder ist auch
minimal
oval.

(und zwar wegen des Anzugs mit Drehmoment wirkend auf vier Punkte)

Clemens


Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 16 März 2010, 10:59:33
Neinli...würde ich sagen...zumindest soll er es nicht sein.
Rölfli
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 16 März 2010, 11:22:32
ist er auch nicht...genau 69,005 rundherum  :)
Also wirklich, ich war mal kurz (1,5 Std.) weg beim Motoreninstandsetzer und so viele nützliche Antworten...dieses Forum ist GENIAL
Wollt ihr wissen, was der Instandsetzer meint ?
1. Kolben: hat nunmehr 8/100 Spiel. Die Spuren sind vom Pleuellagerabrieb und kriegt er problemlos raus, mit Polieren (sie sind in natura auch weniger schlimm als man von den Bildern her denkt). Kolben würde also wieder einbauen, aber er empfiehlt neue Kolbenringe. Oelabstreifring wenn möglich Schlauchfedertyp. Mal sehen ob ich die einzeln kriege.
2. Kolbenbolzen: perfekt. keine blauen Stellen. Sass vielleicht eine Spur stramm im Kolben (in Buchse wars sicher gut), er wird die Kolbenbolzenbohriung noch etwas honen (sei besser als ausreiben
3. Zylinder: nur geringe Laufspuren (s.oben betr. Fotos). Bohren nicht nötig, nur honen.

also etwa was Ihr auch sagt (oder ?). Mir scheint, der Mann weiss wovon er redet.

Ich bestelle jetzt also mal neue Kolbenringe, bringe ihm die und dann setzt er Kolben + Zylinder instand...vielleicht muss er dann noch die Pleuelbuchse von der Austauschkurbelwelle ausreiben (er sagte: eigentlich müsste man erwarten, dass ein Kurbelwellenlieferant das schon erledigt hat)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: † Knut am 16 März 2010, 11:35:24
Zitat von: cledrera am 16 März 2010, 10:52:58

.... und zwar wegen des Anzugs mit Drehmoment wirkend auf vier Punkte...

Clemens


Clemens,

das passiert nur, wenn die Zylinderkopfschrauben so lang sind, dass auch damit der Zylinder auf dem Motorblock geschraubt wird (Zuganker). Dann kann die Schraubenkraft den Zylinder deformieren.

Haben wir aber bei unseren Motoren NICHT. Zylinder unten am Block fest - Kopf oben an Zylinder angeschraubt = Keine Schraubenkraft auf Zylinder.

Die Lauffläche ist ein geometrisch rechter Zylinder: rund, Mantelfläche rechtwinklig und Umfang an jeder Stelle der Höhe gleich! - zumindest im idealen Neuzustand.
OK? Sonst nachfragen.

Knut
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 16 März 2010, 11:58:42
Danke Knut,
trotzdem eine Nachfrage:
Da der "ideale Neuzustand" spätestens nach dem Einfahren beendet ist, interessiert mich eigentlich nur der "ideale Fahrzustand".
Deine Erläuterung mit dem Zuganker hat auch durchaus was. Andererseits schrauben wir  immer erst den Zylinder am Motor fest (stellen also einen Zuganker her  ;D) und montieren dann den Zylinderkopf.
Ist das also wirklich so, dass sich dann kein (minimaler) Verzug des Zylinders ergibt?
Falls ja, woran liegt das oder wo liegt mein Denkfehler?

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Tino am 16 März 2010, 12:04:47
Zitat von: rolf.soler am 16 März 2010, 11:22:32
...vielleicht muss er dann noch die Pleuelbuchse von der Austauschkurbelwelle ausreiben (er sagte: eigentlich müsste man erwarten, dass ein Kurbelwellenlieferant das schon erledigt hat)
Wird der nie machen,da er nicht die genaue Endabmessung des KoBo kennt.
Die endgültige Passung muss man selber oder ein Motorfritze herstellen.
Gruß Tino
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 16 März 2010, 12:23:56
Kobos sind aber auf 1/1000mm gefertigt....normalerweise wird das nicht für jeden Kobo extra gerieben...20er Kobo hat immer ein dazugehöriges Bohrungsmaß im Pleuel...habe ich noch nie nachreiben müssen (nagut...manchmal schon....da hat aber der KW Spezi dann Mist gebaut...normalerweise passt es).
Rolf

PS Kobo Bohrung im kolben soll stramm sein....würde ich nicht anfassen....Lagerung im Pleuel langt
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Stefan am 16 März 2010, 14:19:11
Zitat von: rolf am 16 März 2010, 12:23:56
Kobos sind aber auf 1/1000mm gefertigt....normalerweise wird das nicht für jeden Kobo extra gerieben...20er Kobo hat immer ein dazugehöriges Bohrungsmaß im Pleuel...habe ich noch nie nachreiben müssen (nagut...manchmal schon....da hat aber der KW Spezi dann Mist gebaut...normalerweise passt es).
Rolf

PS Kobo Bohrung im kolben soll stramm sein....würde ich nicht anfassen....Lagerung im Pleuel langt

Nana, 1 µm scheint mir (!) dann doch etwas zu genau. Ich tippe auf System Einheitswelle mit Toleranzfeld h5. Damit müssen auch noch keine Pärchen gebildet werden.
Gruß
Stefan
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 16 März 2010, 14:26:56
wir werden sehen...

Was der Mann übrigens auch noch gesagt hat:
...selbstverständlich überholt er auch BMW-Kurbelwellen ..... :kopfhau:
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 16 März 2010, 14:34:49
Zitat von: Stefan am 16 März 2010, 14:19:11
Nana, 1 µm scheint mir (!) dann doch etwas zu genau. Ich tippe auf System Einheitswelle mit Toleranzfeld h5. Damit müssen auch noch keine Pärchen gebildet werden.
Gruß
Stefan

War mißverständlich meinerseits: nicht auf eintausendstel sondern auf tausendstel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Tino am 16 März 2010, 14:40:59
Zitat von: rolf am 16 März 2010, 12:23:56
Kobos sind aber auf 1/1000mm gefertigt....normalerweise wird das nicht für jeden Kobo extra gerieben...20er Kobo hat immer ein dazugehöriges Bohrungsmaß im Pleuel...habe ich noch nie nachreiben müssen (nagut...manchmal schon....da hat aber der KW Spezi dann Mist gebaut...normalerweise passt es).
Rolf

PS Kobo Bohrung im kolben soll stramm sein....würde ich nicht anfassen....Lagerung im Pleuel langt
Gesetz den Fall der Kurbelwellenmeister arbeitet in seinem 5°C kalten Keller und der KoBo-fertiger an der 25°C warmen Drehbank. Der eine misst mit seinem Stahlwerkzeug auf Stahl und der andere schiebt seinen Grenzlehrdorn in eine Buntmetallbuchse eines Stahlpleuels.
Viel Spaß!
Da prüfe und arbeite ich doch lieber nach,wenn alles auf gleicher Temperatur in meiner Garage ist.
Gruß Tino
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 16 März 2010, 15:19:57
Nachprüfen tue ich auch....ändert aber nichts an den Fertigungstoleranzen (die nebenbei eine Temperaturvorgabe haben, die Meßwerte)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Stefan am 16 März 2010, 16:02:29
Zitat von: Tino am 16 März 2010, 14:40:59
Gesetz den Fall der Kurbelwellenmeister arbeitet in seinem 5°C kalten Keller und der KoBo-fertiger an der 25°C warmen Drehbank. Der eine misst mit seinem Stahlwerkzeug auf Stahl und der andere schiebt seinen Grenzlehrdorn in eine Buntmetallbuchse eines Stahlpleuels.
Viel Spaß!
Da prüfe und arbeite ich doch lieber nach,wenn alles auf gleicher Temperatur in meiner Garage ist.
Gruß Tino

Das ist doch hier vernachlässigbar, solange das Meßwerkzeug aus gleichem Material (selbst alpha für Bronze/Rotguß und Stahl ist annähernd gleich) ist und die gleiche Temperatur wie das Werkstück hat. Und selbst wenn nicht, macht deltaT=20 K bei D=20 wie in Deinem Beispiel gerade knappe 5 µm aus.

Ansonsten wie rolf: Nachprüfen immer!

Gruß
Stefan
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 16 März 2010, 23:06:42
Zitat von: rolf am 16 März 2010, 15:19:57
Nachprüfen tue ich auch....
Ich auch. Ich schiebe den Bolzen rein. Wenn er mit sanftem Druck durchgeht und leicht dreht ist gut. Wenn er klemmt oder wackelt ist nicht gut.  ;D
...ganz ohne Deltas und µm  :)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 17 März 2010, 09:35:05
 :lol: :lol:
@ RolfS,
Du musst Dich nicht schämen. Sag es einfach leise im Kämmerli zu Dir selbst.
Dann kannst du Dich stolz mit dem Satz outen:
Der Einbau des Kolbenbolzens erfolgt bei mir nach den Regeln der old school.

Clemens  ;) :kaffee:
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Stefan am 17 März 2010, 11:38:29
Zitat von: cledrera am 17 März 2010, 09:35:05
Dann kannst du Dich stolz mit dem Satz outen:
Der Einbau des Kolbenbolzens erfolgt bei mir nach den Regeln der old school.

Wieso outen? Es hat hier niemand gesagt, daß er es nicht so macht, alleine schon wegen fehlender µm-Anzeigegeräte in Amateurhand.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 17 März 2010, 12:34:41
ZitatWieso outen?

Sorry Stefan,
das ist mein manchmal seltsamer Humor. RolfS muss sich gerade nicht outen, das siehst Du richtig.
Davon abgesehen habe ich ziemlich Respekt vor genauem Messen, was mir mangels Gerät, Ausbildung und Praxis nicht gegeben ist.  Ich bin aber immer wieder froh, wenn sich jemand wie RolfS meldet und kurz auf die Ursprünge verweist.
Wobei mir die Vorstellung von Klacks oder Hertweck in den Fünfzigern mit einem (digitalen) µm-Anzeigegeräte in den  (Profi-) Händen schon wieder Erheiterung bereitet. (Hatten feine Leute damals sowas? Gab es schon µm?)

Clemens  ;)




Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 27 März 2010, 22:30:51
So, die Kurbelwelle ist angekommen. Da niemand zu Hause war, liegts sie übers Wochenende auf der Post :wc:
Zylinder gehont, Kolben poliert, neue Ringe. Nun die Frage:
WIE kommt der Kolben dann rein ? KS.Kolben, hat leider keinen Pfeil drauf....wo ist vorne ?
so wie auf Bild 1 ? oder Bild 2 ? (Die Stössellöcher sind in Fahrtrichtung links  :))
Desachsierung sieht man von Auge nicht, aber wenn ich sie nun messen würde: sitzt der Kolbenbolden näher zur linken Zylinderwand (Stössellöcher) oder zur rechten  ?
Blöde Frage, aber nichts dazu gefunden
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 27 März 2010, 22:49:56
Nach der Nomenklatur von KS müsste der Pfeil eigentlich unter der Angabe für das Einbauspiel sein. (Pfeilspitze in Richtung des S von Sp). Ist er aber nicht, komisch das.  ???
Schau mal da lang: http://www.ms-motor-service.de/content1.asp?News_ID=1900&area=hauptmenue&site=msdaktuell&cls=01 (http://www.ms-motor-service.de/content1.asp?News_ID=1900&area=hauptmenue&site=msdaktuell&cls=01)

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 28 März 2010, 07:22:29
Hallo Rolf.S

Mein KS-Kolben hat einen Pfeil. Vielleicht hilft das Bild weiter.

http://img69.imageshack.us/img69/1480/dsc00827k.jpg

Gruss   Daniel

Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 28 März 2010, 09:28:48
Das wird ja immer besser... ;D bei Daniel ist die Beschriftung 90° gedreht gegenüber meinem Kolben....
Zitat von: cledrera am 27 März 2010, 22:49:56
(Pfeilspitze in Richtung des S von Sp).
von welcher Seite in Richtung des S  :) ?
o.k. ich schau die website noch an
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: berndsp am 28 März 2010, 10:05:31
Zitatsitzt der Kolbenbolden näher zur linken Zylinderwand (Stössellöcher) oder zur rechten

der sitzt auf der Seite wo der Hubzapfen im Verbrennungstakt runter geht, also links

Gruss
BerndSP
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 28 März 2010, 10:59:18
Hallo Rolf.S

Denk daran, ich habe einen anderen Motor mit Kerze links und Ölbohrung rechts. Keine Ahnung wo (auf welcher Seite) die Bohrung bei der R27 ist.

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Heiko am 28 März 2010, 11:49:52
Auch alles links, nur Kerze rechts!
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 28 März 2010, 11:52:08
Daniel: meinst Du die Oelbohrung im Zylinder ?
Die R27 hat auf beiden Seiten eine  ;D
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rütz am 28 März 2010, 12:18:10
Leute! :o ::) :-*

Der Kolbenbolzen ist (wenn!) dann nach rechts(!) desachsiert.

-> Siehe WHB S. 20  oben: "...die schmale Seite (des Kolbens) ist druckbelastet..."

(also gegenüber der Seite, wo der Hubzapfen im Verbrennungstakt runter geht, wenn man so will.
Das Pleuel soll im Verbrennungstakt schräger stehen, bzw. schon vor OT zur rechten Seite gekippt sein, damit es das nicht nachher tut, was theoretisch hörbar wäre...)
Gerüchten zufolge sollen aber die neuen R27 Kolben von KS keine Desachsierung mehr haben... warum auch immer.. :Frage:


Rütz
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 28 März 2010, 13:31:21
Zitat von: Rütz am 28 März 2010, 12:18:10

Der Kolbenbolzen ist (wenn!) dann nach rechts(!) desachsiert.

Gerüchten zufolge sollen aber die neuen R27 Kolben von KS keine Desachsierung mehr haben... warum auch immer.. :Frage:


Ha !
genau drum hat es keinen Pfeil - weil dieser Kolben nämlich NICHT desachsiert ist. War soeben messen (und danach verwirrt): von der Kolbenbolzenbohrung zur Aussenwand sind es auf beide Seiten genau 24,45 - 24,50 mm (genauer kann ichs nicht). Mal 2 = 48,9 - 49 mm mm plus 20 mm KoBo = 69,90 bis 69,00 mmn (effektiv aussenrum ist er ja 69,92 mm (8/100 Spiel, da schon benutzt) Jedenfalls ist es auf beide Seiten gleich weit.
Was bedeutet das jetzt ? ist das schlecht ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 28 März 2010, 13:45:53
Nun ja, Zitat:

"Die Desachsierung soll den Zeitpunkt, zu dem der Kolben zwischen Verdichtungs- und Arbeitstakt die Seiten wechselt, in den Bereich möglichst geringen Drucks vorverschieben. So bleiben Geräuschentwicklung und Verschleiß gering."

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 28 März 2010, 14:20:24
Hallo Heiko

Guten Morgen!  ;D   Auch alles links

Ich habe geschrieben:   mit Kerze links und Ölbohrung rechts.

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Heiko am 28 März 2010, 16:22:04
Ja ja,

schon gut...  ;) ;D


Heiko
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: berndsp am 28 März 2010, 18:17:13
Boah! schon wieder was gelernt!  :o
Nehme das Gesagte hiermit zurueck und behaupte von jetzt an das Gegentum.  ;D
Es gibt uebrigens beides, das andre allerdings bei Dieseln:

Die Desachsierung ist die Verlagerung der Bolzenachse von der Kolbenmittelachse zur Druck- oder Gegendruckseite, um die durch die Spielgebung zwischen Kolben und Zylinder auftretende Sekundärbewegung des Kolbens in Bezug auf das Geräuschverhalten oder die thermische Beanspruchung günstig zu beeinflussen. Die Geräusch-Desachsierung, d. h. die Verlagerung des Kolbenbolzens zur Druckseite, wird häufig bei Ottomotoren für Personenkraftwagen angewendet. Bei Dieselkolben findet man dagegen mehr die Verlagerung des Bolzens zur Gegendruckseite, d. h. die thermische Desachsierung. Die Größe der Desachsierung hängt hier sehr stark von der Lage der Verbrennungsmulde im Kolbenboden ab.

Gruss
BerndSP
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rütz am 28 März 2010, 19:02:43
Aha. ...das wußte ich jetzt wiederum nicht, so ergänzt man sich. :prost:
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 29 März 2010, 23:13:20
Entschuldigung...sorry....ein Beitrag zum Thema...
:dance: :dance: :dance:
heute Kurbelwelle bekommen + restlichen Krimskrams....
ist sie nicht schön ? und die Lager erst ?
Bilder weiter unten - kann mal wieder nicht 4 hochladen...

morgen fang ich an mit zusammenbauen. Frau arbeitet ganzen Tag; freier Zugang zum Backofen. Frage ist nur, was koche mittags für die kids ? (Ofenfritten ?  :) (glaub nicht dass sie Kettenräder mögen)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 29 März 2010, 23:16:16
KW
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 29 März 2010, 23:21:19
Lager
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 05 April 2010, 14:13:37
So, es ist vollbracht....alles zusammengebaut und angefangen mit Einfahren
1. ist auf den 1. Tritt gekommen  :)
2. unglaublich wie leise ein Motor sein kann....das elende tickeln (ws. Pleullager) ist weg und auch sonst praktisch keine Nebengeräusche, nur so ein sattes Blubbern. Nebst Austausch-KW mit neuen Messingkäfiglagern hatte ich auch die etwas abgenutzten Stössel gewechselt, NW neu gelagert, Stössel sind auch ziemlich neu, Kipphebel und Ventile kontrolliert.
3. Das Kupplungskabel war in der Hülle festgeklemmt...deshalb ging das Kuppeln schlecht. Ich hatte schon Panik, was falsch zusammengesetzt zu haben (Scheibe + Druckring sind auch neu). Also noch ein neues Kabel gelötet -> Wusste gar nicht, wie leicht eine Kupplung gehen kann...
4. Heute morgen mal ca. 30 km eingefahren, run it extra hard: also schon nach 5' aufwärmen digitales Fahren: jeweils paar Sekunden Vollgas und ausrollen lassen; immer etwas öfter / länger, dazwischen mal wieder abkühlen lassen, bis jetzt problemlos, bis 20 km. Heute nachmittag gehts weiter.
5. einziges Problem aktuell: LKL leuchtet bei höherer Drehzahl (ab etwa 5-6000 geschätzt) auf. Ich denke an
a) Anschlüsse am Lima-Platte wacklig (nachziehen)
b) Kohlenhüpfen: werde ich mal nachsehen, Feder vielleicht eine Umdrehung mehr vorspannen. Hatte den Kollektor mit 600er Schleifpapier und Aceton gereinigt
c) falls a) und b) negativ: mal den Schlag des Rotors prüfen, evtl. nochmals abziehen und besser aufsetzen...
weitere Ideen ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 05 April 2010, 14:40:20
Herzlichen Glückwunsch Rolf!

:blumen: :respekt: :blumen:

Und was die LKL angeht, mach doch erstmal. Wird schon a) oder b) sein.


Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 05 April 2010, 16:42:11
Hallo Rolf.S

:respekt: und  :juhuu:

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 05 April 2010, 22:30:48
es ist b) (Kohlen tanzen)
Nur bringe ich es nicht weg. Es tritt bei 85 im 3. / 105 im 4. Gang auf, das sind 6000 RPM, es flackert erst und leuchtet dann konstant, bis Drehzahl wieder abfällt bis etwa 5000. Eine Zeitlang blieb es sogar rot bis runter zum Leerlauf -> Limadeckel weg: Kohle war etwas abgehoben. Also die eine Feder mehr gespannt, die andere ist dabei gebrochen -> Ersatzfeder -> verbogen -> 2. Ersatzfeder -> o.K., aber wieder leuchtet es ab 6000 RPM.
Also doch mal den Rundlauf des Ankers prüfen...und ev. neue Kohlen....sind vielleicht schon ein wenig kurz, woddurch die Feder mehr Mühe hat, die Kohle anzudrücken...hoffe nur, dass nicht der KW-Stumpf eiert. Mal sehen
Ansonsten läuft sie schon sehr gut nach 100 km. Keine Klemmneigung bei bis zu 30 sec. Vollgas. Jetzt ein minimes Tickeln -> morgen ZK-Schrauben nachziehen und Ventilspiel nachstellen, Oelwechsel.
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: hannes55 am 05 April 2010, 22:33:00
Na, dann kannst Du ja "auf eigener Achse" dieses Jahr zum Edersee ;D
Ein Auto mit Hänger weniger macht drei Minizelte mehr...

Jedenfalls:  :respekt:


Gruss, Hannes
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 05 April 2010, 22:36:25
Ja...hab ich vor....aber die 650 km tu ich mir nur an, wenn es nicht regnet  :)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: hannes55 am 05 April 2010, 22:39:37
Gib nicht so an, Du redest von Hin- und Rückweg, Du Weichei! ;D ;D

:prost: :blumen: :respekt:
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rütz am 05 April 2010, 22:42:30
 :applaus:
Zitatb) Kohlenhüpfen: .....weitere Ideen ?
Schlag des Rotors prüfen (sicherheitshalber), prüfen, ob die Nuten vernünftig ausgekratzt sind, prüfen,ob die Federn frei arbeiten können (nicht anliegen/schaben im Schlitz oder Schacht), eine Umdrehung mehr vorspannen geht nicht.
Wenn das alles i.O. ist, erstmal abwarten. Das Glimmen bei hoher Drehzahl verschwindet, wenn der Kollektor seine volle "Laufpatina" wiedererlangt hat (kann ein paar 100 km dauern, m. Erfahrung nach).
Rütz
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 05 April 2010, 22:44:51
Zitat von: hannes55 am 05 April 2010, 22:39:37
Gib nicht so an, Du redest von Hin- und Rückweg,
leider nein... 2 x 650 km  :(
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: hannes55 am 05 April 2010, 22:50:00
OH... ::)

Aber da hat der Rütz Recht: Das mit den Lima- Kohlen sollte sich noch einlaufen.
Spätestens am Edersee sollte das gehen.

Gruss, Hannes

Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 05 April 2010, 22:54:24
Aber nur, wenn er die ersten 650 km "run it hard" fährt.
Das geht bei der Länge nur im Klatschregen.


Clemens

Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 05 April 2010, 23:00:39
Zitat von: Rütz am 05 April 2010, 22:42:30
Schlag des Rotors prüfen (sicherheitshalber), prüfen, ob die Nuten vernünftig ausgekratzt sind
aha, danke, daas check ich noch
Zitat von: Rütz am 05 April 2010, 22:42:30
prüfen,ob die Federn frei arbeiten können (nicht anliegen/schaben im Schlitz oder Schacht)
ich vermute das ist der Fall....jedenfalls als die LKL gar nicht mehr ausging, war die Kohle ca. 1/2 mm abgehoben vom Kollektor und klapperte beim Rütteln auf und ab...ws. weil die Feder in der ersten Biegung am Kohlengehäuse anstand...ich glaub die Kohlen sind auch ein wenig kurz -> erst mal wechseln.
Zitat von: Rütz am 05 April 2010, 22:42:30
Wenn das alles i.O. ist, erstmal abwarten. Das Glimmen bei hoher Drehzahl verschwindet, wenn der Kollektor seine volle "Laufpatina" wiedererlangt hat (kann ein paar 100 km dauern, m. Erfahrung nach).
aha, das beruhigt mich...auch bei den gleichen Kohlen die vorher keine Probleme machten ? Liegts daran dass ich den Kollektor geputzt habe ?
Passieren kann da nichts, oder ? ausser dass die Batterie in dem Moment grad nicht geladen wird und die Stromversorgung übernimmt. Richtig ? Also eine 2-stündige Vollgasfahrt würde (noch) nicht gehen...darf ich aber sowieso noch nicht  :)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 06 April 2010, 11:52:11
Diese kollektive Kollektorputzerei verwundert mich sowieso immer wieder....Ein Kollektor ist nicht Kupferfarben wenn er ok ist...er ist innerhalb kürzester Zeit anthrazitfarben angelaufen...das ist seine normale Arbeitsfarbe....Kupferfarben ist er nur wenn er neu bzw. abgedreht ist, dann soll er aber sich aber auch schleunigst wieder anthrazitfarbig einfärben....nur so kann er vernünftig arbeiten...
also: Kupferfarben ist Kontraproduktiv!
Entfetten ja...aber nicht polieren oder abschmirgeln!
Rolf
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Tino am 06 April 2010, 12:02:00
Kann man einen Radnabenputzer nicht zum Kollektorputzer umbauen  :koenig:
Gruß Tino
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rütz am 06 April 2010, 12:32:54
ZitatLiegts daran dass ich den Kollektor geputzt habe ?
Ja.
Das mit der Laufpatina ist eine geheimnisvolle Sache, genau verstehe ich es auch nicht.
Im Kupferwurm stehen ein paar Zeilen dazu (s. 150), aber nur daß sie wichtig ist und man sie nicht unnötig entfernen sollte.
Ich kannte den Effekt zuvor von Elektromotoren (hochtourige Gleichstrom-Universalmotoren z.B. Staubsauger). Hat man den Kollektor abgeschliffen, kommt der Motor zunächst nicht mehr auf Drehzahl. Es bildet sich ein umlaufender "Gleitlichtbogen" teilweise bis hin zur gegenüberliegenden Kohle.
Die Lichtbögen tun hier nicht sooo gut, weil sie löcher in die Lamellen brennen können :gewissen: ...also besser den Bereich kurz darunter zum Einlaufen nutzen.
Irgendwie verhindert diese tiefblaue Patinaschicht, daß Lichtbögen zu lange an einer Lamelle "hängen" bleiben, wenn sie sich schon längst nicht mehr unter der Kohle befindet.

An der R27 hatte ich es genauso wie du beschreibst, nachdem ich meinen Kollektor wegen (selbst beigefügter :kopfhau:) Macken habe abdrehen lassen und war baß erstaunt: " :o Ist ja schlechter als vorher mit Macken!"
Hat sich dann aber gegeben (ok, ich habe auch an den Federn rumgebogen und eine dabei abgebrochen..., aber verschwunden ist es erst deutl. später... von alleine... ;D)

Gruß Rütz
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 April 2010, 12:51:08
gut, wieder was gelernt. Hab die Kohlen gewechselt und die Fugen ausgekratzt und nochmals ausgeblasen und (nur  ;D ) entfettet. Jetzt kommt die LKL erst bei 95 im 3. Gang, dient jetzt also als Schaltanzeige  ;D
Dann werd ich also jetzt den Kollektor frisch patinieren lassen (paar 100 km fahren).
100 km Service gemacht: ZK-Schrauben, Ventilspiel, Oelwechsel, ZzPt nochmals genau eingestellt. Läuft super. Demnächst mal Autobahn.
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: † Knut am 06 April 2010, 15:53:46
Zitat von: Rütz am 06 April 2010, 12:32:54

Das mit der Laufpatina ist eine geheimnisvolle Sache, genau verstehe ich es auch nicht.
Im Kupferwurm stehen ein paar Zeilen dazu (s. 150), aber nur daß sie wichtig ist und man sie nicht unnötig entfernen sollte.

Gruß Rütz

OK, ich probier' mich mal als Erklärbär:

Die Kohlebürste besteht hauptsächlich aus Graphit mit Zuschlägen aus feinstgemahlene Metalloxiden. Drückt man diese Kohle auf eine glatte Kupferfläche, wird sich nur eine relativ schlechte elektrische Leitung ergeben, da nur wenige Berührflächen vorhanden sind und Kohle sowieso ein schlechter Leiter ist. Oder anders ausgedrückt: Die Kohle hat einen großen Spannungsabfall.
Zerreibt man nun die Kohle auf der Metallschicht, bildet sich auf dem Metall eine sogenannte Patina aus diesem Kohlenstoff + Metalloxid in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit aus. Erst diese Patina ermöglicht bei größerer Relativgeschwindigkeit zwischen dem Kollektor und der Kohle die Entstehung einer gasförmigen, ionisierten Zwischenschicht, die deutlich mehr Strom leiten kann und deshalb einen geringeren Spannungsabfall aufweist. Ohne Patina keine Ionisierung = wenige Punkte zum leiten = hohe Stromdichte = viele Funken!

Letztlich ist wesentlich für die Leistung der Lichtmaschine:
- die Patina
- der Bürstendruck
- die Umlaufgeschwindigkeit
- Umwelteinflüsse (Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit)
- ...

Eine gute Patina bildet sich aus, wenn die neue oder überarbeitete Oberfläche nicht zu glatt ist. An der glatten Fläche kann der Graphitstaub nicht so schnell und sicher anhaften. Die Literatur nennt als Rauheitswert Ra=0,8 - 1,3µm. Diesen bekommt man mit 200er Schmirgel gut hin - nicht feiner! Andere empfehlen einen Bimsstein zum Schleifen.

Aus dem o.g. ist auch ersichtlich, dass eine Anpassung bzw. Einlaufen der Kohle wichtig ist. Wenn der Luftspalt zwischen Kollektor und Kohle zu groß ist, kann die Ionisierung nicht stark genug aufgebaut werden. Zur Verkürzung der Einlaufzeit empfehlen einige Foren, die Kohlen vor der ersten Benutzung zu wässern, damit sie an Festigkeit verlieren (ohne Gewähr!). Dann den Motor etwas laufen lassen und dann die Kohlen wieder im Backofen trocknen.

Seriöser finde ich da schon den Einlauftipp von einem Kohlehersteller, den Kollektor mit feinem Schleifleinen zu bekleben und den Motor in Drehrichtung durchzudrehen. Das beschleinigte Einlaufen hat auch den Vorteil, dass sich die Patina schneller bildet.

Also: Patina dranlassen, nur die Fläche mit Benzin oder Bremsenreiniger säubern und die Nuten mit Zahnstocher freikratzen. Federdruck ca. 300 - 400 gr.

Grüße von

Knut D(er gar keine Kohlen in der LiMa hat  ;D)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 April 2010, 16:37:14
Danke !
da hab ichs mit 600er Schleifpapier wohl zu fein gemacht und hätte es am besten wohl überhaupt bleiben lassen. Da sieht man mal wieder: man soll nicht keine Probleme lösen wollen  :)
Zitat von: Knut am 06 April 2010, 15:53:46
Zur Verkürzung der Einlaufzeit empfehlen einige Foren, die Kohlen vor der ersten Benutzung zu wässern, damit sie an Festigkeit verlieren (ohne Gewähr!). Dann den Motor etwas laufen lassen und dann die Kohlen wieder im Backofen trocknen.
Seriöser finde ich da schon den Einlauftipp von einem Kohlehersteller, den Kollektor mit feinem Schleifleinen zu bekleben und den Motor in Drehrichtung durchzudrehen. Das beschleinigte Einlaufen hat auch den Vorteil, dass sich die Patina schneller bildet.
aber einfach etwas fahren (paar 100 km) geht auch ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 06 April 2010, 16:59:54
Ja RolfS.,
das geht, weil es anders gar nicht geht.
Kohle wässern? Das ist schon bei Hartkohle albern.
Den Tip mit dem Schleifleinen würde ich auch lassen.

Dazu die Basics:

"Von allen Komponenten eines Motors oder Generators sind die Kohlebürsten und Kollektoren
die einzigen Teile, die durch permanente Unterlast negativ beeinflusst werden, im Extremfall
sogar bis zur dauerhaften Beschädigung. Folgende Probleme treten bei niedriger
Belastung / Temperatur auf:

• Schlechte Filmbildung
• Bürstenschwingungen
• Riefenbildung
• Anstieg des Kohlebürstenverschleißes

Die elektrische Belastung ist eng mit der Oberflächentemperatur des Kollektors gekoppelt.
Die Temperatur an der Kollektor-Oberfläche wird vor allem durch die elektrischen Verluste in
der Kontaktfläche Kohlebürste / Kollektor bestimmt.  Niedrige Auslastung ist daher gleichbe-
deutend mit niedrigen elektrischen Verlisten und niedriger Oberflächentemperatur.  

Schlechte Filmbildung , Bürstenschwingungen
Das Kollektorkupfer wird durch den Luftsauerstoff ständig oxidiert. Im optimalen Temperatur-
bereich (60 - 90°C) wird die Kommutator-Oberfläche dadurch im mikroskopischen Bereich  
aufgerauht. Man kann sich bildhaft vorstellen, dass sich in den "Tälern " dieser Berg- und
Tallandschaft der Kohlenstoff aus den Kohlebürsten ablagern und sich ein kohlenstoffhaltiger
Film  ausbilden kann.  Die Färbung dieses Films hängt u.a. von der Oberflächenrauhigkeit
und dem verwendeten Werkstoff ab.
Bei niedrigen Temperaturen (<40°C)  ist diese "natürliche" Oxidation  weniger ausgeprägt,
die Oberfläche wird durch die Kohlebürsten mehr und mehr geglättet.  Der Film wird dünner,
bis er im Extremfall ganz verschwindet.  Dann besteht die Gefahr des bahnenweisen Ring-
bzw. Kommutatoreinlaufes.  Aufgrund des geringen  Graphitanteils in diesem Stadium, steigt
der Reibwert der Kohlebürsten an und es können Bürstenschwingungen mit den bekannten
Folgeerscheinungen auftreten:
- Brechen der Stromseile,
- Brechen der Kohlebürsten,
- Zerstörung von Halterkomponenten
- etc.
Der höhere Reibwert führt auch zu einem Anstieg des Kohlebürstenverschleißes.  

Riefenbildung
Die durch Unterlast hervorgerufene Riefenbildung hat ziemlich komplexe Ursachen.
Neben Kohlenstoff sind Kupferoxide der wesentliche Bestandteil des Filmes auf
Kommutatoroberflächen. Allgemein werden diese Oxidschichten auf Kupfer auch
Patina genannt.    
Kupferoxid Cu2O ist ein Halbleiter  Bei niedriger Oberflächentemperatur, z.B. hervorgerufen
durch geringe Auslastung, ist der Widerstand in der Patina hoch. Bei Stromfluss bilden sich in
der Schicht metallische Brücken, sogenannte Frittstellen, welche die  Stromleitung übernehmen.
Je höher die Temperatur, desto mehr Kanäle bilden sich und desto größer sind die Kanäle.  
Man nimmt an, dass bei normaler Auslastung ca. 20 Frittstellen pro cm² vorhanden sind. Bei
niedriger Belastung sind es nur etwa 5." 

So und jetzt wissen wir auch, woher die Riefen kommen.
Gelernt hab ich zwei Sachen:
1. Da wird nichts poliert.
2. Lima?  "run it hard"

Clemens

Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 April 2010, 18:07:36
 ;D :-*
ich runne schon hard, da ich die Kolbenringe optimal haben will.
Aber dazu eine Frage allgemein: ich schaffe es einfach nicht, die Oeltemperatur auf > 85° zu bringen. Auch den Albis rauffahren bringt diesbezüglich nichts  :)
Was mache ich falsch ?  :) Ich dachte, die R27 wird heiss ?
O.K. es ist draussen noch kühl, ich hab das Thermometer erst seit Herbst, ich habe einen Kühlstern und eine Aluventildeckeldichtung von Manfreds Gnaden, genug Oel und wohne per definitionem in den Bergen.
Muss ich wirklich mal mit Gepäck und Sozia über den Gotthard ?
P.S. das RR-Thermometer stimmt (98° im kochenden Wasser)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 06 April 2010, 18:49:56
Apollo: Houston, wir haben ein Problem. Ich schaffe es einfach nicht, die Oeltemperatur auf > 85° zu bringen.
Houston: Dann tun sie mal das Zeug aus dem Ölschleuderblech wieder ins Öl!

Rolf,
meinst du das ernst?

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 06 April 2010, 18:54:19
Hallo Rolf.S
Ich habe es über die Ostertage auch nicht geschafft, auf solche Temperaturen zu kommen und ich wohne doch noch etwas tiefer. So ein paar Meter.  ;D
Ich vermute, das Motorgehäuse kühlt einfach noch zu stark ab im Fahrtwind. Da musst Du schon eine längere Strecke zurücklegen.
Noch träger sind Messungen an der Ablasschraube.
http://img401.imageshack.us/img401/1991/dsc00886ya.jpg
Erst nach längerer Fahrt erhöhte sich die Anzeige am "krassen" Messistrument.  :spinnt: Die Anzeige der Drehzahl ist aber echt "geil"

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 April 2010, 19:35:31
Zitat von: cledrera am 06 April 2010, 18:49:56
Apollo: Houston, wir haben ein Problem. Ich schaffe es einfach nicht, die Oeltemperatur auf > 85° zu bringen.
Houston: Dann tun sie mal das Zeug aus dem Ölschleuderblech wieder ins Öl!

Rolf,
meinst du das ernst?

Clemens
Nicht ganz....ich hab mich nur gefragt, weil man manchmal so liest von 120°....oder mehr
Was für eine coole R27  ;D
P.S. das war schon vor dem verstopften Blech, vor der Motorrevision und vor der Aludeckeldichtung so
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 06 April 2010, 19:59:49
Mmmmhh  :Frage:,
noch mehr Dreck ins Öl tun?
Aber coole R27 klingt gut!  8)

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 April 2010, 23:32:29
Zitat von: GüllepumpeCH am 06 April 2010, 18:54:19
Ich habe es über die Ostertage auch nicht geschafft, auf solche Temperaturen zu kommen
Zitat von: GüllepumpeCH am 06 April 2010, 18:54:19
http://img401.imageshack.us/img401/1991/dsc00886ya.jpg
danke, es liegt also an den Bergpiraten (immer schön cool bleiben) ?
aber welches ist jetzt Deine Oeltemperatur auf dem Bild ?
a) 241 ° C ? (blaues Multimeter unten)
b) 600 ° (F ? K ? ) (b.M. oben)
c) 05351 (Fixwert auf Tacho, evtl. in galactic standard units)
d) 10.01 ° (Instrument auf der Dämpferschraube)
e) das rote Licht (zu heiss)
f) das grüne Licht (alles im grünen Bereich)
g) der gut unter dem Kabel versteckte Analogzähler

und h) wo hast Du denn jetzt Dein Oelthermometer  ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 06 April 2010, 23:55:55
Zitat von: cledrera am 06 April 2010, 16:59:54
Man nimmt an, dass bei normaler Auslastung ca. 20 Frittstellen pro cm² vorhanden sind.

20 Frittenstellen pro cm2 - das muss wohl in Belgien oder England sein ?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 07 April 2010, 05:00:32
Hallo Rolf.S

Ich gehe mal davon aus, dass alle Fragen ernst gemeint sind.  :D

a) 24,1 ° C ( kurz nach dem Start )
b) 600 Umdrehungen ( Leerlaufdrehzahl )
c) alter Tachostand nach Motorüberholung
d) Zeit zum Brötchen holen
e) verlöscht zuverlässig beim Gas geben
f) Schiebemodus
g) sch..... Kabel
h) immer noch am gleichen Ort

Das Instrument dient mir vorübergehend zum ermitteln der Drehzahl und prüfen der Schaltmarkierungen auf dem gut sichtbaren Tacho.

Ich wünsche allen einen guten Tag und viel Spass beim "lästern"   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 07 April 2010, 09:52:57
ZitatIch gehe mal davon aus, dass alle Fragen ernst gemeint sind.   :D

Sischer dat!  :lol: :lol: :lol:
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 07 April 2010, 20:08:11
Hallo

Ich gehe mal davon aus, dass alle Fragen ernst gemeint sind.

Sollte ich mich in diesem Forum wirklich so getäuscht haben.  :traurig:

Daniel v(erunsichert)

:lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:  :lol:   :lol:  :lol:  :lol:   :lol:  :lol:   :lol:  :lol:  :lol: 
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 07 April 2010, 23:17:10
 ???

;D
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: GüllepumpeCH am 13 April 2010, 16:53:23
Hallo Rolf.S

Wie schaut es denn mittlerweile aus mit deiner R27 ?
Ich hoffe doch alles läuft gut.  :bike:

Gruss   Daniel
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 13 April 2010, 17:50:57
Ja, alles i.O., bin etwa 250 km gefahren bis jetzt. Läuft besser als je zuvor, immer noch knapp 120 (power war ja nicht das Problem), eher etwas mehr Zug (neue Kolbenringe, run it hard), und vor allem viel ruhiger, auch schon > 2 min. Vollgas auf Autobahn ohne Klemmneigung. Kollektor ist am patinieren. LKL leuchtet immer weniger/seltener auf, erst ab etwa 7000 RPM. Und Werkstatt ist aufgeräumt  ;D (Garage leider nicht)
Ich werde wohl demnächst mal die Fussrastengummis auswechseln müssen, da ich keine grösseren Probleme mehr habe  :)
(na gut, das Lenkkopflager wär vielleicht auch mal gut zu wechseln oder wenigstens nachzuregeln, und die Abstandhülsen im Hauptständer könnte ich auch mal wechseln, sind eine Spur zu kurz, so alle 300 km muss ich die Muttern nachziehen. Mir graut nur vor dem Einhängen der Ständerfedern). Aber das sind kleine Dinge. Liegt alles in der Werkstatt, allein die Zeit fehlt. Einen neuen Krümmer hätt ich auch mal gern, und einen wirklich rostfreien Topf.
Weitere Projekte: beim Chines: 4. Gespannrad einspeichen. Tachowelle wechseln beim Gespann. Seitenwagenbremse und neuen (originalen) Seitenwagenkotflügel einbauen; bei der R50: Getriebe mal revidieren (Leerlauf lässt sich schlecht einlegen, 1. und 2. manchmal auch; Tendenz zum überschalten vom 2. in den 3. Gang. Immerhin: alle 3 Motorräder sind zur Zeit fahrbereit  :)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: cledrera am 14 April 2010, 08:26:14
ZitatKollektor ist am patinieren.

;D Das macht der ganz von alleine?  ;D

Ne,  ;D beiseite. Es wurde bislang wenig über "geputzte" Kollektoren und deren anschließende Neupatinierung geschrieben.
Falls es Dir nichts aus macht, behalt ihn mal im Auge und sag was, wenn er fertigpatiniert hat (Dauer, Verhalten etc.).
Danke

Clemens
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rawost am 23 April 2010, 19:43:13
Hallo Freunde der Ladekontrollleuchte,
ich hänge mich mal hier an, weil hier soviel über den Kollektor geschrieben wurde.
Meine Ladekontrollleuchte fängt auch nach einiger Zeit (ca. 200km) an zu glimmen und wird dann langsam immer immer heller.
Nach Putzen des Kollektors mit feinem Schleifpapier verschwindet zwar die Patina, aber auch das Glimmen.
Nun ist mir auch noch aufgefallen, dass sich die Lauffläche stark rötlich verfärbt, was für mich auf Überhitzung hinweist.
Ich hatte zuletzt mal die Federn stärker gespannt.
Kann eine Überhitzung auch durch zu starken Andruck der Kohlen entstehen oder muss ich doch einen Kupferwurm suchen?
Ladestrom an der Batterie nach Putzen liegt bei etwas über 7V.
Gruß
Rainer
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: † Knut am 23 April 2010, 20:51:40
Zitat von: Rawost am 23 April 2010, 19:43:13

Kann eine Überhitzung auch durch zu starken Andruck der Kohlen entstehen oder muss ich doch einen Kupferwurm suchen?


Ja. Steht doch irgendwo, wie stark die Spannung der Federn sein darf. Hab' ich gerade nicht greifbar.

Knut
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 23 April 2010, 21:06:34
Zitat von: cledrera am 14 April 2010, 08:26:14
Es wurde bislang wenig über "geputzte" Kollektoren und deren anschließende Neupatinierung geschrieben.
Falls es Dir nichts aus macht, behalt ihn mal im Auge und sag was, wenn er fertigpatiniert hat (Dauer, Verhalten etc.).
wir sind noch dran, mein Kollektor und ich. 450 km und die LKL geht bei > 95km/h im 3. Gang (! ;D )- das sind glaub ich mehr als die angeblich max. 7400 RPM) meistens an. Manchmal auch bei 90-95, aber immer seltener. Ausserdem ist das Ganze Temperatur- und Feuchtigkeitsabhängig: morgens bei Hochnebel + kühl passiert das fast nicht; abends bei warm + knistertrocken eher.
Berichte weiter
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 23 April 2010, 23:32:37
Auf alle Fälle nicht (!!!!) Kollektor putzen...ist kontraproduktiv!
Was heisst immer heller?...Hell wie bei Stillstand/Motor aus und Zündung an?
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Heiko am 24 April 2010, 08:45:16
Zitat von: Rawost am 23 April 2010, 19:43:13
Ladestrom an der Batterie nach Putzen liegt bei etwas über 7V.

*räusper*... Ladespannung!!!


Heiko  ;)
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: berndr253 am 24 April 2010, 08:55:10
"Ampere, Watt, Volt und Ohm - ohne uns, da gibts kein Strom - hier spricht der Elektrolurch!"

Na, wer weiss noch von wem diese Textzeile stammt??

Bernd
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: mekgyver am 24 April 2010, 09:29:14
 ;D
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rütz am 24 April 2010, 10:55:07
Hi Rainer,
ich denke auch, daß du nach einem Kupferwurm ganz woanders suchen mußt.
Mein Favorit: Erhöhter Übergangswiderstand im Bereich Kl. 15 (Zündschloß-Klemme und Zündkontakt selber).

Durch das "Putzen" des Kollektors schwächst du einfach nur die Lima -> die max. Stromstärke sinkt -> das Glimmen wird schwächer.
Sobald sich die Lima erholt und wieder ordentlich Dampf durch die schlechten Verbindungen/Kontakte schicken kann, leuchtet die LKL wieder stärker.
Daß sich der Kollektor nach dem Putzen erstmal überhitzt, ist ebenfalls "normal" (siehe Knut #88 (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=6940.msg87768#msg87768) ).

Gruß Rütz
Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rawost am 25 April 2010, 19:57:32
Vielen Dank für die Hinweise

Zitat von: Rütz am 24 April 2010, 10:55:07
Mein Favorit: Erhöhter Übergangswiderstand im Bereich Kl. 15 (Zündschloß-Klemme und Zündkontakt selber).
Das werde ich zuerst prüfen!

Zitat von: Rütz am 24 April 2010, 10:55:07Durch das "Putzen" des Kollektors schwächst du einfach nur die Lima -> die max. Stromstärke sinkt -> das Glimmen wird schwächer.
Das leuchtet mir ein, endlich eine Erklärung.

Zitat von: rolf am 23 April 2010, 23:32:37
Was heisst immer heller?...Hell wie bei Stillstand/Motor aus und Zündung an?
Nein, die Leuchte wird deutlich dunkler und die Batterie ist auch immer noch geladen.

Bin gespannt (und nicht gestromt), ob ich was finde.

Gruß
Rainer (kein Elektroguru!)



Titel: Re: Kurbelwelle R27
Beitrag von: Rawost am 01 Juni 2010, 17:39:06
Also sämtliche Verbindungen um Klemme 15 geprüft und erneuert ohne Ergebnis.
Erst ein neuer Anker brachte die rote Lampe zum sofortigen Verlöschen.
Mache mich dann morgen auf den Weg zum See.
Bis Do
Gruß
Rainer
Titel: Re:Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 17 Mai 2011, 00:11:52
Nachtrag zur Kollektorpatinierung und LKL die seit der Motorrevision ab etwa 7000 RPM kam (s.oben....)
das blieb so, bis vor 2 Wochen; auch noch nach etwa 7000 km, immer bei etwa 90-95 km/h im 3. und ab etwa 60 im 2. kam die LKL....
Jetzt nicht mehr. Bei der Revision der schleifenden Kupplung musste ich Motor ausbauen, also die Limakabel ab- und später wieder anklemmen. Gleichzeitig hab ich die Kohlen paar mal in der Führung auf und ab bewegt.
Und jetzt bleibt die LKL bis zum Ventilklappern aus. Ich denke es war fast eher die Kabelbefestigung in den Limaklemmen (wackler bei hohen RPM...?) als das Kohlenbewegen...das hatte ich zuvor schon gemacht ohne Besserung...
Egal, jetzt leuchtet sie nicht mehr
Titel: Re:Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 17 Mai 2011, 10:44:28
Birne noch heil? ;D
Titel: Re:Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf.soler am 17 Mai 2011, 13:39:28
denke schon...sie leuchtet nicht NIE mehr, nur bei hohen Drehzahlen nicht mehr....könnte natürlich auch ein  vibrationsabhängiger Wackelkontakt in der Lampe sein... um es mal von der schwarzen Seite zu betrachten  ;D
Titel: Re:Kurbelwelle R27
Beitrag von: rolf am 17 Mai 2011, 13:56:45
 ;D...du nimmst es aus meinem Munde!