BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: killroy am 30 Dezember 2009, 21:37:07

Titel: weinmann -rad einspeichen r 25/3
Beitrag von: killroy am 30 Dezember 2009, 21:37:07
tag ihr lieben und wünsche frohe weihnachten gehabt zu haben.

komme gerade aus dem keller, hab ein rad neu eingespeicht. jetzt läuft das eine felgenhorn ziemlich gerade, was man auf der gegenseite nicht feststellen kann. lieber markus, deine tips sind prima, danke. nur mit den toleranzen, die ich hier im forum gefunden habe, hab ich ein problem. also 2,5 mm höhenschlag sind ja noch machbar, aber 0,5 seitenschlag ?? das geht nur auf einer seite der felge, wenn überhaupt. ist das ok ? oder die felgenhörner erst mit dem gummihammer parrallel kloppen ?? bitte sagt mal was dazu.   schönen sylvester......killroy     :schrauber:
Titel: Re: weinmann -rad einspeichen r 25/3
Beitrag von: † Knut am 31 Dezember 2009, 08:03:45
Moin,

vor dem Einspeichen erst die Felge richten (so gut es geht), damit die Macken vom Reifenmontieren der doppellinkshändigen Vorgänger raus sind.
Dann einspeichen und messen. Wenn der Schlag nur "kurz" ist und die andere Seite OK, dann ignorieren. Alles klar?

Knut
Titel: Re: weinmann -rad einspeichen r 25/3
Beitrag von: Rütz am 31 Dezember 2009, 16:13:13
Hi Killroy,
das kenne ich. ;D
Es ist eine typische Eigenart der original Alufelgen mit den 5 Kerben im Felgenbett:

1. Besser Innen am Felgenhorn messen. Da wo auch der Reifen sitzt.

2. Die Felgen sind tatsächlich immer an der Stelle, wo die Kerbe reingedrückt ist, ca. 1(bis zu 2) mm  breiter!
Wenn man versucht das auf der einen Seite rauszuziehen (was geht!), verschlimmert man nur den Schlag auf der gegenüberliegenden Seite.
Also am besten vorgehen wie von J.Walker (http://www.agwalker.com/wheelbuilding.html) beschrieben:
(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.agwalker.com%2Fwheel25.jpg.JPG&hash=77821238e9e69ddb1fce316faae8d2e79a1f8cb1)

So merkt man, wenn die Felge gleichzeitig nach beiden Seiten ausschlägt. So einen Schlag muß man lassen, bzw. gleichmäßig auf beide Seiten verteilen.


Gruß Rütz

PS: Tas hat die Seite auch mal übersetzt (http://www.bmw-einzylinder.de/Start/Tipps-Tricks/example1.php?xnewsaction=fullnews&newsarch=042008&newsid=1). Leider funktioniert die Darstellung nicht mehr (wie bei allen Mitgliedertipps?), zumindest in meinem Browser... :-\\
Titel: Re: weinmann -rad einspeichen r 25/3
Beitrag von: killroy am 31 Dezember 2009, 17:22:49
hallo knut, hallo rütz,

der kardinalfehler, den ich gemacht habe, war, dass ich am felgenhorn geprüft hatte. ich mach das mit der schrapp-methode, aber an dieser messstelle geprüft, schraubste dich dumm und dusselig an den speichen, wird nix. recht hast du, knut, die ist schon von roher gewalt bei der reifendemontage deformiert. muss mal so`n arni dran gewesen sein. nun hab ich das ganze nochmal an der tragschulter in der ecke zum horn schrappen lassen. ( steckachse in den schraubstock, rad drauf und nen rechteckprofil mit ner schraubzwinge dran und drunterstellen ) und siehe da: das ergebnis ist doch recht brauchbar.
den englischen artikel, lieber rütz, hatte ich schon gelesen, danke für die transläischen.... :prost:  mit dem woodo ist das kein problem, eher sehe ich es so, das sich so ein teil zunächst in der tat fast von selbst einspeicht, welche speiche wohin gehört, ist ja offensichtlich an den punzungen respektive löchern in der trommel. was jetzt noch offen ist : messlatte auf die felge und einen millimeter zum offenen teil der trommel, höchster punkt, sehe ich das richtig ? welche toleranzen nehmt ihr denn für höhen,- und seitenschlag ?

also danke mochmal und kommt gut rein.   bis denne............euer killroy  

das bild mit dem unrestaurierten rad aber der bereits gewienerten felge soll zeigen, was ich meine.