BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: madamemim1 am 11 März 2004, 17:00:13
Der Kipphebel am Auslassventil bekommt bei meiner R25/3 sehr wenig Öl ab. Ich denke, es ist der ringförmige Kanal der Ölschmierung der Zylinderkopf- hülsen verstopft. Wie bekomme ich diese Hülsen am besten aus dem Zylinderkopf, um die Ölkanäle zu reinigen?
Gruss Hermann
Hallo Herrmann,
die Büchsen, denn es sind 2 pro Kipphebel, kannst du einfach herausschieben. Die sind nicht eingepreßt. Das Öl drückt über den Stoßspalt der beiden Hülsen in den Kipphebel hinein. Wenn die aber festgebacken sind und sich nicht mehr bewegen können, wird da auch keinen Spalt mehr entstehen können. Das wir dein Problem sein, denke ich.
Sonst prüf mal sicherheitshalber den Ölweg im Zylinderkopf nach. Geht so: Von der Steigleitung am Zylinder geht es in die Bohrung im Kopf. Da verzweigt sie sich direkt und geht jeweils zu den Sacklöchern der Zylinderkopfschrauben. An denen geht's hoch zu den Kipphebelböcken. Dort entlang der abgeflachten Wellen über die ganze Breite. Schmierung der Innenseite der Büchsen zur Welle hin. Dann durch den Spalt in der Mitte der Büchsen. Schmierung der Büchsen von aussen und der Kipphebel von innen. Fertig.
Wenn natürlich eine Lagerung ausgelutscht ist, geht das Öl den Weg des geringsten Widerstandes und der andere bekommt kaum noch etwas ab.
Gruß
Markus
Hallo Markus, meine Kipphebel mit Ölspalt sind in Ordnung. Ich meine die Hülsen im Zylinderkopf, durch die die Zylinderkopfschrauben gesteckt werden. Durch die eine Hülse beim Auslassventil kann kein Öl hochsteigen, da verstopft. Diese Hülse ist wohl eingepresst. Wie bekomme ich diese Hülse aus dem Zylinderkopf? Ich denke, die Verstopfung ist an der Stelle, wo die Bohrung in den Hülsenbereich mündet.
Hermann
.Hallo Hermann,
da müßte man sich wohl einen Abzieher dafür basteln. Oder einen Schlag-Auszieher mit Greifer vorne dran. Dann den Kopf gut anwärmen und hopp. Aber die Hülsen brauchst du doch gar nicht zu ziehen. Ich würde folgendes machen: Kopf runter, die Kanäle von der Dichtfläche aus durchpopeln und die Sacklöcher von den Kopfschrauben peinlch saubermachen. Das sollte es dann sein.
Gruß
Markus
Hallo Markus, der Z-Kopf der R25/3 hat eigentlich keine Sacklöcher. Die Zylinderkopfschrauben greifen durch, die Sacklöcher sind im Zylinder. Die Hülse im Zylinderkopf hat an der Innenwand kleine Löcher, durch die das Öl strömen sollte. Durchpopeln von beiden Seiten hat nicht geklappt.
Hermann
Scheiße, nun hatte ich eine längere Antwort... ab ins www. Nirwana.
Nun gut , kurz: Richtig , da kommst du nicht ran, wenn der Übergang von (wie von Markus schon beschreiben ) "Abzweigung" zu "Kopfhülsen" verstopft ist, die Hülsen sind (glaube ich ) an einer Seite etwas abgeflcht um das Öl vorbei zu lassen.
BMW hat das (auspressen der Hülsen) mal ( wieder: glaube ich ) bei den 2-Zylindern beschrieben, schaue ich mal nach , bin allerdings bis Mittwoch in Dänemark .
Gruß
Merlin
Hallo Herrman,
es hört sich so an, als sei die Zylinderkopf-Ölführung der R25/3 zur R27 im Wesentlichen gleich.
Dort hatte ich schonmal das gleiche Problem:
Die in den Zylinderkopf eingepreßten Hülsen haben eine seitliche Bohrung. Das Öl gelangt also ins Innere der Hülse steigt dann zwischen Hülse und Zylinderkopfschraube hoch.
Auf Höhe dieser seitlichen Bohrung befindet sich wohl ursprünglich eine Ringnut (außen an der Hülse oder entprechend in der Bohrung des Z-Kopfes), so daß beim Einpressen der Hülsen nicht unbedingt darauf geachtet werden mußte, ob die seitliche Ölbohrung mit der derselbigen im Z-Kopf fluchtet.
Unglücklicherweise setzt sich diese Ringnut irgendwann zu :(.
Ich habe den Z-Kopf auf Herdplatte erwärmt (zisch-heiß ~120°C) und dann mit der Krimpzange nur die Hülse verdreht bis die Ölbohrungen fluchten (Kontrolle mit Draht von der Dichtfläche aus).
Seitdem sprudelt das Öl wieder am Auslaßkipphebel!
Wenn die Ölbohrungen fluchten ist es ja "wurscht" wie die Ringnut aussieht und Rausziehen der Hülsen ist bestimmt aufwendiger und mit größerem Zerstörpotential verbunden, denk' ich mal und ist mir auch seinerzeit beim Stemler so geraten worden.
Gruß Rütz
Jaja,
Asche auf mein Haupt: Natürlich hat der Zylinder die Sacklöcher! Macht ja beim Kopf auch keinen Sinn.
(Merlin? Wer zur Hecke ist Merlin??)
Das mit der Ringnut wußte ich auch noch nicht. Habe dann wohl bei meinem Kopf Glück gehabt, daß die Dinger gefluchtet haben; ich konnte den Draht beim Popeln sehen.
Sind die Hülsen hart oder kann man eventuell sogar ein neues Loch bohren? Mit dem Kanal als Führung, meine ich.
Gruß Markus
Merlin ist der Zauberer (der Gute!) , der gegenspieler von Madame Mim ("die Hexe und der Zauberer" Walt Disney), du Kultur- Bolschewist!!
Arthur (der zukünftige König in dem Film)
Natürlich weiß ich wer Merlin ist, Mann!
Was meinst du, was ich für einen Ärger früher gehabt habe, weil ich immer angeblich Schundliteratur gelesen habe! (Nach zwangsweise Kafka brauchte ich bald einen Therapeuten, um wieder am öffentlichen Leben teilnehmen zu können...) Ich konnte (wollte?) dich nur nicht auf diese ältere, kautzige, langbärtige Figur projezieren. :heilig:
Gruß
Voko der Verständige
Nachbohren wird Murks !
Der Bohrer driftet ins weiche Material ab.
Genial ist die Lösung von Rütz :
Kopf heißmachen und die " Hülsen " solange verdrehen bis der Kanal im Alu mit der Bohrung fluchtet.
Dazu sollte ein 3,5er Bohrer einschiebbar sein
Gruß mek
wieviel Öl soll denn da im Zylinderkopf ankommen? Ich habe Alles noch mal gecheckt, nachdem ich den Beitrag hier gelesen habe! Bei mir sind die Hülsen und Durchgänge im Zylinderkopf frei. Ich habe heute abend unten am Z-Kopf (von der Dichtungsseite) Öl in die Bohrungen laufen lassen. Das Öl kommt dann auch in den Hülsen an und fliesst langsam nach unten. Auch mit Pressluft habe ich nochmal durchgeblasen. Ist also frei sein, trotzdem war nach den ersten 2-3 Kilometern Fahrt so gut wie kein Öl oben im Z-Kopf unter dem Ventildeckel zu sehen. das sah noch Alles ziemlich trocken aus??
Gruss Peter
Bei meinem Motor (fremdangetrieben auf dem Prüfstand mit 2000 Bohrmaschinenumdrehungen) wurde es nach ein paar Sekunden feucht an den Lagerspalten. Dann lief ein wirklich superkleines Rinnsal den Lagerböck herunter. Ich denke, die Ventile werden hauptsächlich vom Ölnebel geschmiert.
Gruß
Markus
hast Du mit der Bohrmaschine den Motor angetrieben? :respekt:
Das ist ja nicht gerade viel Öl, ist ja auch fast nix!
Na, da habe ich mich vielleicht ganz umsonst verrückt gemacht und nochmal den Zylinderkopf abgeschraubt. :lool: Macht nix, das schöne Wetter ist jetzt eh erst mal vorbei!
Gruss Peter! ;D
Hallo Peter,
Rinnsal ist vielleicht das richtige Wort dafür, keine Ahnung.
Bei mir (R26) ist / war es jedenfalls so viel, dass immer alles wirklich und auch heiss auch wirklich beidseitig alles oben i vebtilruam grosszügig bentzt wurde.
== > Es läuft jeweils bei beiden Seiten "VentilHülse" heraus (muss ja so sein), Ventilfedern usw. ist komplett benetzt usw.
Gegenteil davon und hörbar ungeschmiert (quietschen) ist z.B. dann wenn Fussdichtung eingeklebt und Steigleitung im Kopf dann zugeklebt wäre. Hatte ich auch schon einmal...
Kurzum: Vielleicht Bohrungen Kipphebel usw. verklebt ?
Lösung falls ja: Mit Flamme erhitzen, aber bitte nicht zuviel....
MfG
Ingo
Hallo Ingo,
von unten angefangen, habe ich gecheckt: Ölpumpe --> wirft kräftig Öl aus, wenn ich ins Sieb Öl fülle und dann drehe.
die Antriebswelle der Ölpumpe dreht sich, wenn ich den Kickstarter bewege.
Die Hülsen im Zylinderkopf sind frei: ich habe Pressluft durch die Bohrlöcher im Zylinderkopf geblasen und es war deutlich durch den Ölnebel zu sehen, wo die Luft in den Hülsen austritt.
Die Kipphebel lassen sich leicht bewegen.
Eigentlich müsste jetzt Öl oben im Z-Kopf ankommen, wenn ich Alles wieder zusammenbaue oder kann ich noch was checken?
Gruss Peter
Hallo Peter,
der Ölkreislauf unserer, gleitlagerfreien, Motoren ist ja im Prinzip drucklos. Das Öl wird auch nicht (wie heute üblich) zur Kühlung verwendet, sondern nur tröpfchenweise zur Schmierung an die nötigen Stellen befördert.
Meine Bemerkung "...es sprudelt wieder..." war nur symbolisch gemeint.
Es ist ein Rinnsal: Im leicht erhöhten Standgas tropft alle paar Sekunden ein Tropfen Öl vom Kipphebel oder läuft den Lagerbock herunter.
Bei einem gleitgelagerten Motor mit echter Druckölschmierung kann man den Motor ja ohne Ventildeckel kaum laufen lassen:
Nach 10 sec ist die Ölwanne leer und die Garage schwarz ;D.
Daher ja auch die "Öldiskussion":
Bei einem modernen synthetischen Öl ist die "Schmierwirkung" unwichtig, Hauptsache die hydraulischen und wärmeleit- Eigenschaften stimmen.
Bei einem mineralischen Öl für unsere Zwecke sollte es möglichst genau andersherum sein.
Gruß Rütz
ist wirklich der Wurm drin! Ich schätze mal, irgendein Schmierproblem habe ich immer noch. Habe wieder Alles zusammengebaut und heute eine Probefahrt gemacht. Lief erst mal ganz prima, aber nach 10 Minuten Fahrt, ging wieder der Motor aus und der Kolben klemmte!?? Ich habe gleich die Kupplung gezogen, aber die Symtome eine Kolbenklemmers waren wohl eindeutig! Nach eine Abkühlphase sprang der Motor sofoert wieder an, aber ich kenn eigentlich nur 2 Gründe für Kolbenklemmer: Zylinder nicht weit genug ausgeschliffen oder zu wenig Öl. Allerdings würde das bedeuten, dass irgendwo doch ein Kanal verstopft ist und zwar untern im Motorblock. Die Frage ist, wie bekomme ich das am besten raus, ob genug Öl von der Ölpumpe nach oben geschleudert wird und zum Zylinder gelangt?? oder ist es doch ein zu enges Zylindermaß? Bin im Moment ein wenig ratlos!
Gruss Peter
Hi Peter,
hast du den vorderen Lagerschild der KW richtig montiert? Pißt das kleine Loch einen richtig schönen Ölstrahl in das Ölschleuderblech? Kommt das Öl durch die Steigleitung bei abgenommenen Zylinder hoch?
Zum Prüfen habe ich den Motor ohne Ölwanne "auf Stelzen" (lange M6er Schrauben in die Befestigungsgewinde der Ölwanne rein, damit das Ansaugsieb gerade frei ist.) in eine flache Wanne gestellt. Öl rein, bis das Sieb gerade ansaugen kann, Deckel und Steuerkette ab und die Steuerwelle mit dem Akkuschrauber angetrieben. Dann sollte es vorne durch den kleinen Rohrbogen auf die nicht mehr vorhandene Kette fließen, an der Trennfläche zum Zylinder herauskommen, und, wenn du die KW auf UT stehen hast, sollte es auch irgendwann vom Pleulzapfen abtropfen.
Ich hoffe, du bekommst das wieder hin!
Gruß
Markus
Hallo Peter,
:oder falsch eingefahren, oder zu heiß wg. Zündung/vergaser.
Wie bist du denn gefahren, schön gleichbleibend bei mittlerer drehzahl? dann noch leichte Steigung?
Achso, es gibt noch neben zu geringer Bohrung konisch gebohrt usw.
Was sagt dein Ringspiel?
Gruß
Rolf
Hi Markus,
tja, das wäre sozusagen die letzte Möglichkeit: wieder den halben Motor zerlegen. Irgendwie ist da der Wurm drin. Die andere Möglichkeit, dass die Zylinderbohrung zu klein ist, würde ich dan vorher mal checken. Oder gibt's noch andere Ursachen für den Klemmer?
Gruss Peter
Hi Rolf,
falsch eingefahren? Habe ich mir auch überlegt, aber ich bin eigentlich nur zwei Runden um die Stadt, also ca. 6-7 Km mit wechselnden Geschwindigkeiten und Drehzahlen. Anfangs verhalten und dann mit etwas höherer Drehzahl im dritten und zweiten Gang. Nach ca. 10 Minuten kam dann der Klemmer. Motorlauf etwas zäher, dann ging er aus und fing an zu bremsen. In dem Moment habe ich dann sofort die Kupplung gezogen. Nach einer Abkühlphase sprang er sofort wieder an und lief wieder genauso ruhig und gleichmässig wie zu Beginn meiner Testfahrt. Vergaser steht erst mal auf Werksangaben, d.h Leerlaufdüse ca. 1,5 Umdrehungen raus, Nadeldüse im zweiten Loch und Hauptdüse habe ich mit einer 145er Düse bestückt. Vollgas habe ich nie länger als ein paar Sekunden stehen lassen. Zündkerze wies noch keine Ablagerungen aus, war noch genauso blank wie zuvor, also weder grau noch schwarz oder weiss, sondern metallisch blank! War wohl zu kurz die Fahrt?! Zzpt steht auf 5 Grad vor OT! Bin mit offenem Ventildeckel gefahren. Viel Öl war nicht im Z-Kopf zusehen. Nach der vorangegangenen Diskussion habe ich dem aber keine grosse Bedeutung beigemessen.
Gruss Peter
was ich eben noch vergessen habe zu erwähnen: Das Öl wird auf jeden Fall umgewälzt. Erst mal war es heiss (hat gedampft aus dem Motorblockgehäuse, nachdem ich den Ölpeilstab entfernt habe) und es hat die Farbe von klar -> Richtung dunkel verändert. Sagt natürlich nix aus, ob es auch an alle Stellen und in ausreichender Menge gelangt!
Peter
@Rolf: Hast recht, das könnte der Hertweck'sche Teilgasklemmer sein. Bei kein Öl wäre der Motor nach der Fahrtstrecke wohl auch schon hin.
Watt nu? Würde vorschlagen Nadel eins höher und dann in der Ebene immer schön zwischen Gas aufziehen und Rollenlassen wechslen. Das Wetter ist ja eigentlich ideal zum Einfahren. Schön kühl.
Gruß
Markus
Hey Peter,
was es auch noch sein kann: klemmender Kolbenbolzen.
Motor würde ICH auf alle Fälle aufmachen, wenn er geklemmt hat (nebenbei , du musst Kupplung schon ziehen wenn er anfängt zähe zu werden!!, dann vermeidest du den klemmer).
seis drum, wenn er geklemmt hat wird er A: Spuren (aus Alu vom Kolben ) hinterlassen haben, die müssen sowieso weg (mit Ätznatron einfach auflösen, das Zeug greift nur das Alu an )
B: Spuren am Kolben müssen auch weg (alles: siehe Hertweck)
dann kannst du dir auch gleich den Bolzen anschauen ob er blaue Ringe aufweist
Und mess dann nochmal den kolben, meistens ist er nach einem Klemmer eingefallen (d.h. Durchmesser ist kleiner geworden).
Wenn das so weitergeht mit dir brauch ich zum Edersee doch nicht abnehmen (Gewichtstuning).
wenn du mit dem messen usw nicht klarkommst kannst du mir den kram auch schicken und ich mess alles mal durch (also Kolben, Zylinder) ich habe die entsprechende Messwerkzeuge.
Gruß
Rolf
tja, mit dem Gedanken habe ich mich bereits gestern beschäftigt, habe den Hertweck ja auch gelesen. Ich hatte die Hoffnung, das es vielleicht doch noch eine andere Möglichkeit gibt, aber scheint nicht so! Angenommen, ich habe den Motor jetzt wieder zerlegt, bleibt die Frage, wie ich denn an diese Bohrungen, die möglicherweise verstopft sind, überhaupt herankomme?! Gibt's da chemische Mittel, um die Gänge frei zu bekommenso wie dieses Ätznatron? (bin gespannt, ob ich das wirklich in einer Apotheke bekomme, wie vor 40 Jahren als der Hertweck sein Buch geschreiben hat) Pressluft hat in meinem Fall nicht ausgereicht, weil die habe ich das letzte Mal durch die Ölbohrung unten am Motor durchgejagt. (Und an alle anderen Bohrungen, an die ich mit abgeschraubter Ölwanne und Z-Kopf herangekommen bin.) Mit einem Draht kommt man ja auch nur bis zur ersten Abzweigung!?
Peter
Peter,
ich glaube nicht das du irgendwelche verstopften bohrungen hast (DEIN MOTOR!!).Funktioniert denn überhaupt deine Ölpumpe zufriedenstellend?
Ölpumpe habe ich folgendermassen getestet: ausgebaut und mit dem Sieb in Öl gelegt. Dann habe ich an der Welle gedreht und es kam deutlich Öl aus der Pumpenöffnung nach oben (so ca. 5-6 cm hochgesprudelt bei leichtem Drehen an der Welle).
Peter
Ja, von Hand ist das auch besser! (Ich mußte natürlich probeweise den Akkuschrauber drantun. Ergebnis: Plötzlich war der Becher leer und das Öl klebte unter der Garagendecke. War aber schon ein Lacher....)
Hast du mal den Finger auf die Bohrung draufgedrückt und dann gedreht? Baut sie auch Druck auf? Sonst mach mal den Deckel von der Pumpe ab und schau, ob sich die Räder in den Deckel eingearbeitet haben. Sonst den Deckel wieder reifenfrei schleifen. Oder die Zahnräder haben sich in das Gehäuse eingearbeitet. Läßt sich mit einem Haarlineal und der 0.05 Lehre prüfen. Wo die Grenze ist, weiß ich leider (noch) nicht. Bei meiner Pumpe ging die 0.05er rein und die 0.1er nicht mehr.
Gruß
Markus
Hallo zusammen,
@Rolf, ich glaube lamgsam auch, dass es nicht an der Ölversorgung liegt, sondern eine andere Ursache hat. Ich habe gestern mal den 'alten' Motor, der mit Sicherheit keinerlei Probleme in dieser Richtung aufwies, untersucht. Also, wieder Öl in die Wanne eingefüllt und mal mit der Hand durchgedreht. Da kommt ja mal gar nix an Öl hoch bei langsamen Umdrehungen. Ich frage mich, wie der Motor im Standgas überhaupt geschmiert wird ??? Allzu lange darf man den im Stand wohl nicht laufen lassen, es sei denn die Menge Öl, die durch Verdunstung erzielt wird, reicht aus, um den Zylinder zu schmieren.
Jetzt, wo ich mich mit dem Thema Ölschmierung auseinandersetzen muss, bin ich erstaunt, dass diese dürftige Schmierung, die anscheinend nur richtig viel Öl bei höheren Drehzahlen liefert, so problemlos funktioniert (bei den meisten Motoren zumindest) und an alle relevanten Teile im ausreichendem Maße gelangt!
Ich fange jetzt noch mal von vorne an mit Zündung, Zündzeitpunkt, Vergasereinstellung, Düsenbestückung checken. Dann baue ich noch mal die Ölwanne ab und schau mir mal die Ölpumpe genauer an, so wie Markus beschrieben hat!
Öl hatte ich mineralisches 15W40 drin, das wird ersetzt durch Einbereichsöl HD 40. Der letzte Schritt wird die Zylinder,- und Kolbendemontage sein, um etwaige Schäden zu inpizieren und die Grössen zu messen. Rolf, dann komme ich ev. auf dein Angebot zurück oder ich besorge mir am Samstag auf der Technorama in kassel mal so eine Bügelmesseinrichtung um den Zylinderquerschnitt exakt zu bestimmen (Das meintest Du doch, oder?)
Gruss Peter
Peter, kauf dir lieber einen digitalen Meßschieber, da haste mehr davon. Zum Ausmessen der Zylinderlaufbahn brauchst du Innen-Meßschrauben, die wird der Rolf wohl meinen/haben.
Gruß
Markus
Hallo zusammen,
ich habe folgendes bisher herausgefunden:
1.) Nadeldüse hing im dritten Loch, habe ich ganz hoch gehängt, d.h. Gemisch könnte zu mager gewesen sein. Zündzeitpunkt habe ich noch ein klein wenig Richtung früh verstellt. Ergebnis: keine Änderung.
2.) Zylinder und Kolben abgebaut: Zylinder war trocken, am Kolben Riefen zu sehen und auch an der Zylinderwand sind Spuren zu sehen. D.h der Kolben hatte eindeutig Ölmangel !!
3.) daraufhin noch mal Ölwanne und Ölpumpe abgenommen und alle Durchänge mit Draht und Pressluft kontrolliert. Die Öldurchgänge scheinen frei zu sein, deshalb habe ich noch mal die Ölpumpe unter die Lupe genommen und mit der Expolsionszeichnung verglichen bzw. von meinem alten Motor die Ölpumpe angesehen. Da hing dieses Ölsieb genau anders herum. Bei mir war das Siebteil noch oben geschraubt, muss aber wohl nach unten. Ich vermute, dass hierdurch die Ölpumpe nicht genug Öl nach oben geschaufelt hat. Kann das sein???
Gruss Peter
Hallo Peter,
"eindeutig" ist so `ne sache, wenn er zu heiß wird frisst er. Frage ist warum zu heiß, kann durch Ölmangel sein, muss aber nicht. Das an den Fressspuren zu diagnostizieren ist nicht so einfach.
Wie schon oben irgendwo erwähnt wird dein Kolben nun auch kleiner geworden sein, wie klein muss man nachmessen. Die Fressspuren müssen aber alle wegemacht werden (Kolben und Zylinder), sonst hört er nicht auf zu fressen.
Das Siebteil andersrum??? Dzdz!! da muss man erstmal drauf kommen. Gut ist es auf alle Fälle nicht, obwohl bei Solos der Ölstand eigentlich immer hoch genug sein müsste damit auch SO hoch noch Öl kommt, Erfahrungswerte hierzu habe ich (Gottseidank) nicht, den "Fehler" hatte ich noch nicht.
Wieso jetzt 4. kerbe, 2. ist doch original, mit der 3. bist du doch schon fetter als original??
Gruß
Rolf
KW wie stellst du eigentlich deine Zündung ein? Laufender Motor, strobo und "F"?
Wieviel mehr frühzündung gibt du den`?
Aua, Peter!
Sei froh, daß die KW das überstanden hat! Die Pumpe hat, wenn das Sieb nach oben montiert ist, nur durch ein vergittertes 6 mm Loch das Öl angesaugt. Nicht gut!
Aber: Problem (oder ein Teil davon) erkannt, und das ist ja auch schon was.
Ich bin aber mit Rolf (Huhu! nach HH) einer Meinung: Dem Kolben wird's zu warm geworden sein. Du hast doch auch den Hertweck? Dann schau mal auf Seite 87 unten links im Besser machen. Sieht aus wie Ölmangel, ist aber "nur" zu heiß geworden.
Gruß
Markus
Hallo Rolf,
tja, da der Motor erst mal überhaupt laufen muss, fange ich an den Zzpt. erst mal statisch mit der Lampe einzustellen, d.h. Kabel an Kontakte, anderes Ende an Masse. Dann Kurbelwelle mit Kickstarter langsam durchdrehen und wenn Lampe aufleuchtet sobald Markierung spät im Schauloch vorbeiwandert, stimmts. Wenn nicht Zündplatte verschieben bis es passt. Gegenprobe: Fliehgewichte spreizen und bei Markierung früh kontrollieren.
Zur Düsennadel: die hängt ganz unten, also im letzten Loch, d.h die Nadel schaut mit dem Kopf nicht mehr aus dem Schieber heraus, also eher fette Einstellung.
Hallo Markus,
unter der Voraussetzung, dass der Zzpt stimmt, wie kann der Kolben dann noch ausser durch Ölmangel zu heiss werden?
Höchstens dass die Maße nicht stimmen. Zylinder habe ich mit dem Meßschieber nachgemessen: 68,5 Kolben am unteren Bereich gemessen: 68,3 . Mal davon abgesehen: der Motor liess sich richtig schön durchdrehen und lief auch die ersten 10 Minuten gut!
Da kann doch so viel von den Maßen eigentlich nicht falsch sein?
Ich schaue mir heute abend noch mal die Ölpumpen an und bau eine wieder mit dem Sieb nach oben und halt sie mal in Öl. Da muss ja dann ein gravierender Unterschied zu sehen sein, wenn ich die Pumpe ins ÖL lege und mit der Hand mal durchdrehe!
Gruss Peter
Peter,
ist`s andersrum: so wird das Gemisch magerer und die nadel hängt in der 1. position , nicht in der 4..
Je tiefer die Nadel hängt, desto mehr "verschliesst" die Düsennadel die Nadeldüse und lässt somit weniger Sprit (bei gleicher Gasschieberstellung!) durch. Hängst du sie höher (also von1. in die 2. Stellung, jetzt schaut sie oben schon aus dem Schieber leicht raus), wird mehr von dem Nadelsdüenquerschnitt freigegeben-also mehr Sprit (bei gleicher Gasschieberstellung, der ja den Luftstrom,u.a., regelt).
So Markus, nun du.
gruß
Rolf
Hi,
ich nix Markus ;D , aber ne Frage weil schon öfters der Name Hertweck gefallen ist: Gibt´s das Buch noch zu kaufen?
Heiko
So, und nu ich:
@Peter: Du kannst den Kolben durch zu mageres Gemisch so heiß bekommen, daß der Kolbenboden weich wird (schmilzt und mit einer Dülle einfällt) oder sogar ein Loch bekommt. Sparbüchse nennt man das dann. Zu mager entweder durch verkehrte Vergasereinstellung/Bedüsung oder wenn der Motor irgendwo Falschluft zieht. Sehr beliebt ist hierbei das Losrütteln vom Vergaser, ohne das man es auf der Autobahn direkt merkt. Erst fängt die Kiste an zu rennen wie bekloppt und man denkt "Wow!" und kurze Zeit später geht sie dann mit einem SEHR häßlichem Geräusch fest.
@Heiko: Im Buchhandel nicht mehr. Wenn du Glück hast noch bei den üblichen Oldtimer-Teile-Verdächtigen oder am Bücherstand auf'm Teilemarkt. Da mußt du aber schon Glück haben.
Gruß
Markus
Rolf,
da hast Du natürlich Recht. Die Nadel hing im dritten Loch, also war die Einstellung vorher fetter und nicht umgekehrt. Zündzeitpunkt habe ich eben gerade noch mal kontrolliert. Der stimmt, d.h. mit der Prüflampe auf Stellung spät geht sie an. Auf jeden Fall ist der Zzpt mit der Einstellung nicht so falsch, dass dadurch irgendwas am Motor zu heiss oder gar kaputt gehen kann.
@Markus,
check ich noch mal, ob sich möglicherweise die Vergaserschrauben am Flansch gelöst haben. Z-Kopf-Schrauben waren auf jeden Fall noch gut fest und die Dichtung neu. Da konnte eigentlich keine Falschluft herkommen. Was anderes ausser Dichtung am Z-Kopf oder Vergaserflansch fällt mir jetzt nicht ein, wo Falschluft herkommen könnte!
Gruss Peter
G'moarje Peter,
dann nimm den Vergaser nochmal ab und check mal, ob die Ohren vom Flansch verbogen sind. Der würde dann trotz neuer Dichtung Luft ziehen. Wenn ja, läßt sich das einfach planfeilen und schleifen.
Gruß
Markus
Oder noch einfacher, laufen lassen, Startpilot auf die Dichfläche sprühen....ändert sich der leerlauf?Dann ist da was undicht (meistens der Flansch verzogen),du kannst auch einen mit benzin getränkten lappen drumlegen, gleicher Effekt.
Peter, um das noch mal zu klären:
"Zur Düsennadel: die hängt ganz unten, also im letzten Loch, d.h die Nadel schaut mit dem Kopf nicht mehr aus dem Schieber heraus, also eher fette Einstellung. "!
1. Loch: Düsennadel hängt GANZ unten (schaut also kaum nach oben aus dem Schieber raus)...mager
2.-4. Loch, die Nadel kommt immer höher (les doch noch mal was ich geschrieben habe, Ringspalt Nadeldüse wird immer größer, d.h. mehr Sprit etc), d.h. sie wird immer mehr aus der Nadeldüse "rausgezogen", fast als wenn man Gas gibt (aber den Schieber eben nicht bewegt)....fetter
Mager: wenig Sprit
Fett: viel Sprit (alles im Verhältnis zur Luftmenge)
wie sieht denn dein Kolbenbolzen aus? Blaue Ringe?
Naja Falschluft, kann auch von einen ausgeschlagenen schieber kommen, macht aber Lärm dann, klappert (der Schieber).
rolf
Hallo Rolf, Markus,
ja, Vergaser werde ich auf jeden Fall als nächste Massnahme checken! Den Test mit Start-Pilot kann ich zur Zeit nicht machen, weil ich den Zylinder abgenommen habe, aber der Kolbenbolzen war leider nicht blau oder in einer anderen Farbe angelaufen. (leider, weil dann hätte ich den Fehler ja gefunden!) Der sah noch schön metallisch blank aus ohne Laufspuren im Gegensatz zu Kolben und Zylinder.
Gruss Peter
Das Problem Falschluft am Vergaserflansch habe ich so gelöst :
Die Pertinax-Dichtung eben auf der Drehbank eingespannt und einen O-Ring eingepasst. Dann ziehe ich die M8 Schrauben (mit Loctite Schraubensicherung ) soweit an, dass der O-Ring etwas gedrückt wird. Sieht von Außen nicht so doll aus, weil ein Spalt sichtbar bleibt, so what ? ( kann ich mit leben) Vielleicht ist das mit dem Wärmeübergang so auch günstiger ?! Das geht schon einige Jahre so, kann nicht meckern.
Gruß mek
Hallo zusammen,
1.) Vergleich der beiden Ölpumpen: beide in Wanne mit Öl eingetaucht und gedreht bis Öl durch die Öffnung nach oben kam. Hat ne Weile gedauert, offensichtlich bis keine Luft mehr in der Pumpe war. Dann haben sie aber beide gepumpt. Dabei war bei der Menge Öl kein Unterschied zu bemerken. (Wohlgemerkt mit der Hand gedreht)
2.) dann habe ich die eine Pumpe wieder so umgebaut wie sie im neuen Motor war, d.h mit dem Sieb, also der Öffnung nach oben und habe sie noch mal in Öl eingetaucht und mit der Hand gedreht. Jetzt war zwar das Sieb beim Ansaugen im Weg, was sich aber nicht sichtbar in der Menge Öl bemerkbar macht.
Allerdings bei niedrigem Ölpegel oder bei Fahrt in Schräglage, kann natürlich eher Luft und weniger Öl angesaugt werden, was sicher auf die Pumpleistung geht. Deshalb muss das Sieb meiner Ansicht nach unten montiert werden. Dann ist auch bei niedrigem Pegelstand eine ausreichende Pumpleistung gewährleistet.
Da bei mir aber genau 1,25 Liter Öl in der Wanne waren, muss das in meinem Fall nicht zum Ölmangel geführt haben.
3.) Falschluft: Zylinderkopf ist auch plan, habe ich mit dem Lineal gemessen. War keine Unebenheit/Lichtspalt zu sehen.
4.) Vergaser wurde schon zuvor gereinigt und mit neuen Düsen versehen. Hauptdüse ist eine 145er, da ich noch eine Zweite hatte, habe ich diese eingebaut, (nur falls... siehe Hertweck) Nadeldüse wieder ins dritte Loch hochgehängt, damit Gemisch fetter wird.
5.) bleibt noch Zylinder und Kolben vermessen. Beide habe ich aus dem Grund wieder zurückgeschickt. Mal sehen, was dabei rauskommt! Vielleicht ist da doch zu wenig Spiel gewesen. Ich hoffe, dass ich morgen zu dem Thema mehr weiss!
Gruss Peter
@Karl: vielleicht passen die letzten Beiträge mittlerweile besser zu einem Thema, wie 'Kolbenklemmer beim überholtem Motor' oder so ähnlich.
Peter,
irgendwie geht Dir der Hut hoch, weil es keine guten Tips gibt, die Dir weiter helfen, es ist aber auch nicht so einfach Ferndiagnosen zu stellen.
zu 1) Die Ölpumpe im eingebauten Zustand, ist durch den Zugang über die große Schlitzschraube außen, wo die Ölpumpenwelle zusehen ist, zugänglich. Die Drehrichtung der Ölpumpenwelle feststellen. dann ein 8mm Kupferrohr passender Länge herstellen, damit man die Ölpumpe antreiben kann . Bohrmaschine dran ...Speed.... das Öl spritzt an die Decke, durch den Kanal im Zylinder.
zu 2) Peter , ist mir ein Rätsel, wie kommt man auf den Bolzen, das Sieb nach oben offen zu montieren ? Weil der Motor so geliefert wurde ??? Das Öl ist unten und da muß es auch angesaugt werden. Punkt.
zu 3) Wattebausch mit Benzin an die Spalte halten, wenn der Motor höher dreht, hast Du ein Luftleck entdeckt.
zu4) Du kennst den Zustand Deiner Vergaserbestückung nicht (Sorry) , sehen kann man das nicht, deshalb
meine Empfehlung : alles (Düsen, Düsennadeln) in die Tonne, zumindest in die Schachtel mit der Aufschrift Suspekt,
ein neuer Satz wird montiert : Hauptdüse, Düdennadel und die Nadeldüse ( /3 glaube ich 1408 )
habe ich auch mal gemacht, als ich mir Gedanken gemacht habe, ob es ok ist, an einem Sonntag zwei Tanks zu verheizen. Habe mich vertröstet mit meinen Erinnerungen an meinen Prüfstands-Prof: "Es gibt Systeme, die brauchen den kühlen Sprit, also rich (fett)".... jau, hab ich auch so Eins ?.... Mit den neuen Teilen ging es wesentlich besser, wer hätt's gedacht.
zu5) spontan fällt mir 6/100 mm ein, für die KS Kolben,
hat der Kolben das Spiel , oder nicht ?
Schau auch nach, ob der Kolbenbolzen parallel zur Fußdichtung läuft, oder indirekt, das Kolbenspiel, mit einer Fühllehre, ringsum.
Gruß mek
Hallo Mek,
nee, der Hut geht mir nicht hoch. Ich weiss schon, dass es unheimlich schwer ist Ferndiagnosen zu stellen. Ich bin an der Stelle erst mal für jeden Tip dankbar und geh den Tips ja auch nach., was ich hier eigentlich mit meinen letzten Beiträgen nur dokumentieren will. Wenn ich das Problem gelöst habe, dann ist es vieleicht ne Hilfe für Alle, die mal einen Kolbenklemmer haben und nach der Ursache suchen.
Vielen Dank für deine Tips, ich halte Euch auf dem Laufenden. Ich krieg's schon irgendwie hin! ;)
Gruss Peter
Hallo Peter,
hallo Ihr alle da draussen,
komme gerade (mal wieder) aus "Engeland" zurück, daher erst eben meine Rückmeldung dazu..
1.) Zündeinstellung ..: Bitte daran denken, dass die "F"-Einstellung viel wichtiger ist als die S-Einstellung im Leerlauf.
2.) möglichst nicht zulange im Stand laufen lassen wegen zu geringer Kühlung - insbesondere bei höheren Drehzahlen (Einstellung / Prüfung F-Punkt) - das kann zum Klemmer führen. .... Soo genau braucht der F-Punkt auch wieder nicht eingestellt zu werden.
3.) Hertwick sagt sicher nicht zu unrecht, dass die "Standardeinstellung" (Vorgabe Düsen usw. Werk) des Vergasers bei 4 takter und insbesondere bei BMW- R's schon so in etwa passt - Schäden sind da kaum zu erwarten.
Stark verkürzt schreibt er da ...:
"....
Nadeleinstellung bestimmt im Bereich 1/4 bis 3/4 Schiebereinstellung - da sei der übliche Fahrbereich - das Gemisch - darunter sind Leerlaufdüse und darüber die Hauptdüse (== Durchmesser derselben) entscheidend.
Test dazu ist Fahrleistung (= Höchstgeschwindigkeit bei verschieden Düsendurchmessern / Nadeleinstellung mit passender Schieberstellung s.o.) auf leicht ansteigender (immer gleicher) Fahrstrecke (wg. Vergleiches) von ca 1 km.
Kriterium z.B. kleine Hauptdüse: Vollgas zurücknehmen und Motorrad beschleunigt sogar noch...
..."
(meine R26 hat im Hochsommer sogar Dauerklingeln wg S statt F-Einstellung klaglos über 20 km überstanden. Nachahmung nicht empfehlenswert.)
Kerzenbild (Standardzündkerze lt Werk) sollte Grau sein ... sonst (ausreichend langer Fahrt ..) falsche Zünd- od. Vergasereinstellung, Bilder dazu sind hier auch irgentwo abgelegt - danke Karl !!!!).
=> Standardeinstellungen wählen, Falschluft prüfen, Zündeinsteller prüfen, Ölfiltersache korrigieren, dann sollte es schon klappen.
Viel Erfolg !
Ingo (mal wieder via Gast)
Hallo,
genaugenommen ist nach Hertwick für das Gemisch
* bei Vollgas: HD (Hauptdüse == Durchmesser Öffnung HD) und
* im Bereich ca. 10 % bis kurz vor Vollgas: sowohl HD ALS AUCH Nadeleinstellung
* unter 10 % die Leerlaufeinstellung / LD (Leerlaufdüse== Durchmesser Öffnung LD)
wesentlich.
(10 % bzw 3/4 beziehen sich auch Vergaser-Schieber-Höhe, 100 % also gleioch voll geöffnet)
Üblicherweise fängt man mit der Vollgasstellung und also HD an.
Kriterium wie in letztem Beiitrag oben beschreiben: Gasschieber auf 3/4 zurückgenommen trotzdem Zunahme der Vmax (!) dann grössere HD wählen.
Optimale HD plus eine oder zwei Grösse(n) darüber gibt Vollgas-Sicherheit ohne Klemmer (sagt Hertwick...).
Weiter gehts dann dann mit der Optimierung der Nadelstellung. Hier braucht ggf. mehrere Iterationsschleifen (HD und anschliessend Nadeleinstellung)
Schliesslich folgt Optimierung der LD und Einstellung.
=> Hat das jemand schon einmal durchexerziert ? (leider schon wieder Regen draussen ...)
Bis dann
Ingo
(1.) wieder eingeloggt
und
b.) warum meldet mein aktuell upgedatetes AV-Guard von H&BeDV bei / durch freenet-dsl-anmeldung neuerdings ständig einen Trojaner auf meinem System - ???
... Fragen, Fragen, Fragen ....)
Hallo Ingo,
Vergasereinstellung und Zündzeitpunkt entsprechen der Standardeinstellung nach Handbuch. Damit darf erst mal nix anbrennen, vor allem kein Kolbenklemmer oder Kipper. Ich warte im Moment auf Rückantwort, habe wie o.a. Zylinder und Kolben zurückgeschickt. Ev. passen Kolben und Zylinder von der Grösse nicht zusammen, zb. Zylinderdurchschnitt soll 68,5 sein, dann müsste der Kolben 68,44 und nicht der Wert sein, den ich mit meinen bescheidenen Mitteln gemessen habe. Aber das wird sich die Tage rausstellen.
Gruss Peter
Halo Peter,
Standardeinstellung sollten ok sein ... sehe ich auch so ...
* Aber wie mek und andere oben raten..: Ersetz doch einfach (auch) die alten Düsen durch neue. Kost ja nix.
* Reinigung Vergaser hilft weiter eingrenzen.
* Prüfe auch auf Falschluft am ggf. verzogenen Vergaserflanch und auch am Schieber.
* nicht zu lange im erhöhten Lerrlauf (F-Einstelllung...) laufen lassen
Dann klappts schon
=> Bitte Rückmelödung worans denn gelegen hat !
Ingo
Hallo Ingo,
Rückmeldung werde ich auf jeden Fall geben, auch wenn's ein doofer Fehler meinerseits gewesen sein sollte. ;D
Gruss Peter
Hallo zusammen,
ich habe eine Rückmeldung über meinen Kolben und Zylinder bekommen. Zu gebrauchen sind sie nicht mehr! Ursache des klemmers: vermutlich Kaltverformung durch zu wenig Öl oder harte Belastung. Letzteres wurde für wahrscheinlicher gehalten. Der Kolben hat sich infolge übermässiger Beanspruchung verformt und hat dadurch geklemmt.
Ich halte dies allerdings nicht unbedingt für die Ursache, weil ich mir nicht bewusst bin, den Motor übermässig hart gefahren zu haben. Ich bin kein Vollgas oder hohe Drehzahlen, sondern meistens Halbgas und niedrige bis mittlere Drehzahlen gefahren. Natürlich musste ich einige Male Steigungen überfahren, aber das lässt sich in unsrer Gegend eigentlich kaum vermeiden!
Kann denn das schon zu einem Klemmer führen ???
Muss man den Motor in der Einfahrphase wirklich mit Samthandschuhen anfassen?
Gruss Peter
Hallo,
schade - tut mir leid für dich/euch.
Nun hast du ja die Sache mit dem verdreht eingebauten Sieb herausgefunden...
Frage: War das eigentlich ein "Orginal BMW Kolben" ?
Zum Einfahren..: Klar dass man die ersten 500 km nicht zu hoch drehen sollte, aber "von sich aus" ist m.E.n. ein Klemmer kaum bei überholtem Motor zu erwarten.
MfG
Ingo
Hallo Ingo,
fällt wohl unter die Rubrik Lehrgeld, wobei ich in dem Fall gar nicht so richtig weiss, was wirklich die Ursache ist. Ich werde's halt jetzt noch mal auf das allersorgfältigste zusammenbauen und dann noch sorgfältiger und behutsamer die Kiste einfahren als beim ersten Mal. So ein richtig gutes Gefühl habe ich dabei allerdings nicht! Der Kolben ist übrigens kein Original-Kolben.
Gruss Peter
Hi Peter,
was hattest du denn für einen Kolben drin? Einen italienischen ohne eingegossenen Stahlring gegen zu große Wäremeausdehnung? (Halte mal einen Magneten dran, dann merkste, ob ein Ring drin ist.) Da hatte ich vor längerer Zeit einmal eine Debatte mit dem Joachim Stemler drüber. (Waren in den thermisch höher belasteten R26/27 problematisch. Gingen gerne bei nicht 100%ig eingestellten Motoren fest. Hatten (haben?) deshalb einen schlechten Ruf (stand 1994).
Kannst du vielleicht mal Fotos von dem beschädigten
Kolben hier reinstellen?
Ich hoffe, du bekommst den Motor wieder hin!
Gruß
Markus
Hi Markus,
der Kolben stammt aus Ulis Motorradladen, wo er den herbekommt, weiss ich nicht. Soll aus dem Automobilbau stammen, steht zumindest in der Teileliste. Da ich nicht genau weiss, was die Ursache für mein Problem war, will ich auch nix Negatives über den Kolben schreiben.
Ich werde versuchen, dass ich den defekten Kolben auch zurückgeschickt bekomme, vorausgesetzt er wurde aufgehoben. Dann stell ich die Bilder hier gerne ab,- als abschreckendes Beispiel, wie man eine Motor nicht einfährt?? Oder als Folge eines umgedreht montierten Ölfiltersiebs und dadurch bedingten Ölmangels am Kolben ??? Ich weiss es nicht!
Es waren auf jeden Fall deutliche Riefen und Materialabtrag zu sehen. Deshalb habe ich auch einen neuen Kolben und Zylinder bestellt. Ätznatron hatte ich mir zwar in der Apotheke besorgt, aber das erschien mir aufgrund der deutlichen Riefen nicht mehr ausreichend und ich wollte die bestmöglichste Lösung, auch wenn's noch mal ein paar Euro mehr gekostet hat.
Also, wer auch immer Ätznatron hier im Forum benötigt,- ich spendiere eine Runde! Gab's in der Apotheke nämlich nur als 1Literflasche!!
Gruss Peter
Hallo Peter,
Ätznatron .... habe ich was verpasst ?
Ist neu für mich, was hast Du damit am Motor vor ?
Also wenn der Zylinder Riefen abbekommen hat kann man behelfsmäßig diese 3-armigen Schleifgeräte für die Bohrmaschine einsetzen, aber nur kurz !!!! 3 mal hin und her mit reichlich Bohröl oder was man gerade als Kühl-Schmier-Stoff hat. Das reicht ! Diese Dinger rubbeln anständig. Danach sieht's aus wie vom Schleifer.
Autokolben sind für eine Zylinderwandtemperatur bis ca 110°C hergestellt, es kann sein, dass unsere Maschinen unter Umständen ( beim Einfahren neuer Teile) deutlich heißer werden. Gemessen habe ich es noch nicht, aber irgendwann kann ich das,
Gruß mek
Hallo Peter,
danke dir die Rückmeldung... - da haben wir es gefunden ... ?!:
1.) Italienischer Kolben von Uli S.: Bekannt für Klemmer ... Uli sagte mir dazu 2002 , dass hier EINE Schleifübergrösse (.. eine mehr als nötig..) gebraucht wird.
Der Mehrpreis zu einem "ordentlichen Kolben" (... 120 DM -> 180 DM) lohnt sich m.E. da schon sowieso.
2.) also die Sache mit der Natronlauge scheint mir da nicht so hilfreich ... einmal davon abgesehen dass das Zeug nicht ohne ist (Brille, Handschuhe, Löcher in Bekleidung) - wird hier wirklich bevorzugt nur das Alu vom Kolben abgetragen ? Und wie bekomme ich da die Lauge gleichmässig auf den Lauffläche aufgetragen ...?
(Übrigens: Bei Möbelablaugen unschlagbar - aber Brille usw. NÖTIG ! Was "der" Umwelt dazu sagt ?).
Hatte mir damals den "Uli S. Sportkolben" gekauft (und auch das Ausschleifen dort machen lassen...), es gab im Forum aber unterschiedliche Aussagen zur Sinnhaftigkeit desselben.
Fazit: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lags am italienischen Kolben und an nix anderem.
MfG
Ingo
Hallo Peter,
noch ein Nachschlag:
a.) Vergasereinstellung lauf Hartwick wie vor mir oben beschrieben: ... Kein Erfolg..: habe bei besten Willen keinen unterschied von Hauptdüse 115 bis 130 (R26, Werk: 120) durch höhere Endgeschwindigkeit oder andere Veränedrungen festgestellt. Und der Digitale Tacho sollte schon exakt anzeigen. Na ja, vielleicht lags ja auch an der geforderten "leicht ansteigenden Strecke von ca 1 km". habe nicht wirklich eine gefunden hier...
b.) Einfahren laut Hertwick: Sagt, dass ein Einfahren von 1500 km sowieso ein Trick der hersteller sei. ... 100 bis 200 km sollen reichen, um die Kolbenringe an Zylinderwand einzuschleifen. M.M. nach sind aber schon 500 bis 1000 km schonende Fahrweise beri überholten Motor nciht verkehrt und werden auch nicht schaden - oder ?
c.) Ungünstige / unzureichnede Kühlung bei BMW R2x: Tatsächlich ist die Kühlfläche von Zylinder / Kopf wohl eher knapp bemessen ... andererseits ist auch da die BMW eher gutmütig und das ist doch insgesamt eher ein untypisches Problem.
MfG
Ingo
Hi mek,
die Natronlauge wird benutzt, um aus dem Gußzylinder die Alureste vom Kolben herauszuwaschen. Die müssen restlos raus, sonst geht der Kolben wieder an der gleichen Stelle fest. Mechanisch bekommt man das Alu nicht restlos weg, ohne die Lauffläche zu beschädigen. Der Guß wird dabei nicht angegriffen. Macht aber nur Sinn, wenn nicht, wie beim Peter, sowieso Riefen herausgeschliffen werden müssen. Mit dem Bohrmaschinen-Hohngerät würdest du das Alu vermutlich noch richtig verschmieren. Das muß auf alle Fälle zuerst raus. (Trotzdem würde ich auch nach dem Nachhohnen per Hand auch immer sofort neue Ringe montieren und dann den Motor neu einfahren, damit die Ringe auch überall richtig tragen und ihre Wärme loswerden.)
Gruß
Markus
Hallo Ingo,
wieso bekannt für Klemmer? Und was ist eine Schleifübergröße?? Bei einem Zylinder von 68,5 sollte der Kolben am Hemd ein Maß von 68,44 aufweisen, alo 0,06 mm Siel vorhanden sein zwischen Kolben und Zylinder! Kannst Du das für mich noch mal einbißchen näher ausführen!
Gruss Peter
Hallo Peter,
sorry, mehr kann ich da nicht bieten ...
der "Italiener" zu rd. 100 DM (alles für R26 !) (anstelle rd. 180 DM Sportkolben) bräuchte laut Uli S. eine SchleifGrösse mehr, da sonst Klemmergefahr bestünde.
(um die Risiken da auf den "alles aus einer Hand" zu reduzieren , habe ich Uli S. gleich alles überlassen = Ausschleifen Zylinder + SportKolben. Beim "Freien Zylinderschleifer ums Eck" wäre es ohnehin nur .. 40 zu 50 E oder so billiger gewesen ...);
Ist denn überhaupt der "Italiener" bei Dir ? (Kleiner als "Standard" R26 Kolben = Nüral oder so)
MfG Ingo
Hallo Peter,
die italienischen Kolben (Asso, GPM etc) brauchen mehr Laufspiel als die deutschen Markenkolben (darum geht es), die deutschen laufen mit 0,05-0,07mm Spiel (wenn neu) die italienischen brauchen (ca) 0,10-0,12mm, weil sie (u.a) einen miese Verarbeitungsqualität haben.
Den Hertwecksche Vergaseroptimierung vergiss mal während der Einfahrzeit, ist Unsinn .
Nun mal im Ernst , Uli : welche Belastung im Fahrbetrieb soll denn einen Kolben VERFORMEN !????, das er zu heiß wird und sich zu heftig ausdehnt und dann klemmt (bzw frisst),und sich dann "verformt" (besser :einfällt), ok, aber vorher, durch Belastung, verformt???dzdzdz.
Peter, warum holst du dir keinen Mahle (o.ä.) Kolben?
wie schon mehrfach erwähnt, fahre sie mit auskuppeln (nach 50 km alles nachziehen, einstellen, usw) ein.
Btw: hast du deinen (Zylinder) Kopf auch schön schwarz gemacht??
Isie: wenn du keinen Unterschied zwischen einer 115 und 130 HD spürst, muss irgendwas an deiner Kiste woanders nicht stimmen, wie schnell ist sie denn, welchen Luftfilter, Beschleunigungspumpe?
Gruß
Rolf
Hallo Rolf,
Zylinderkopf ist schön schwarz lackiert, Vergaser-Nadeldüse hängt hoch für fette Einstellung im Teillastbereich, Zündzeitpunkt ist einen Tick früher eingestellt, Lt. Hertweck soll das einen kühleren Motor zur Folge haben. Ölpumpensieb hängt nach unten. Ölbohrungen habe ich mit Bremsenreiniger durchgespült und anschliessend mit Pressluft durchgeblasen. Als Öl kommt diesmal spezielles Oldtimeröl zum Einsatz (HD 40 mineralisches Einbereichsöl)
Nun ja, wenn italienische Koben 10-12 mm Spiel benötigen, dann ist der von Uli aus deutscher Produktion. Der hat nämlich 0,6 mm Spiel. Warum ich mir kein Mahle hole? Da müsste ich mir noch mal einen neuen Kolben kaufen!?
Das frage ich mich halt auch, welche Belastung soll denn zu dieser sogenannten 'Kaltverformung' führen? Wie dem auch sei, die Tage baue ich die Klamotten wieder zusammen und dann geht's ultravorsichtig auf die Piste! Aber vorher lese ich mir noch mal deine Einfahrtips durch! Und dann hoffe ich, das es keine PlugandPray-Veranstaltung werden wird wie beim ersten Mal.
Gruss Peter
Hallo Peter,
ich fiinde die äusserst lebhafte Diskussion hierzu sehr interessant und habe wieder einmal VIEL daraus mitgenommen.
Und für "Seitenwege" usw. habe ich selber auch gesorgt.
Nun wenn ich dein Problem richtig begriffen habe hattest Du doch einen KolbenKlemmer.
Inzwischen hast du Ölsieb nach unten montiert, Vergaser-Standradeinstellungen, Zündung ebenfalls, Zyklinder neu leifen lassen (nächstes Mass ??), neues Öl beschafft.
Sieht meines Erachtens gut aus...
Aber... habe ich richtig verstanden - Du willst den ALTEN Kolben (der geklemmt hatte) weiterverwenden ?
Falls richtig verstanden : Tue es nicht - das wird schief gehen. Kaufe hat einen "guten" neuen --- vor allem einen, der auch zum Zylinder-Ausschleifmasz passt - kostet auch nicht (viel) mehr als das Zyl.-Schleifen selbst und erst die Nerven...
Das ist ja das gute an unseren Eintöpfen..: Nix kompliziert, kaum Kosten ... ein Kolben, ein Vergaser usw.
Ruft dir zu - leicht ratlos
Ingo
PS: Der Klemmerkolben hat jetzt wohl kaum mehr das passende Mass zu einwandfreien Funktion... -- ROLF # one --Hoston: We have a problem !?
Hier Houston,
das verstehe ich jetztt auch nicht ,Peter, du willst den alten Kolben wieder einbauen??
Der, der sich lt. Uli verformt hat? der auf alle Fälle riefig, untermaßig usw(nicht zu vergessen ,die Stellen wo er geklemmt, hat sind außerordentlich hart und teilweise erhaben) ist?
den alten Zylinder so lassen? oder nachhonen?
Ein etwas ratloses Cape Kennedy
Hallo Ingo, Rolf,
nee, nee, ganz bestimmt nicht den alten Kolben, da habe ich mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt! Ich habe zwar mehrere alte Kolben in der Werkstatt rumfliegen, aber die werden genausowenig wie der Fresserkolben verwendet. Ich habe den passenden Kolben im Masse 68,44 neu bestellt und mittlerweile auch eingebaut. Sobald ich Zeit finde, mache ich mich auf die erste Testfahrt. Zylinder habe ich auch getauscht! Ich will ganz von vorne anfangen. Ein neuer Motor sollte es sein und keine Kompromisse!
Leider habe ich den alten Fresserkolben noch nicht zurückbekommen, aber wer den Hertweck hat: der sah genau so aus wie auf Seite 87 unten links abgebildet, mit solchen Schleifspuren!!
Davon abgesehen, könnte das im Hertweck auf Seite 105 beschriebene Kapitel ganz gut auf meinen Fall passen:
"...Umgekehrt, wenn auch anscheinend viel seltener, kann es auch passieren, daß ein etwas zu grosser Kolben in einem etwas zu engem Zylinder kommt. Zunächst einmal zeigt sich dies auch durch Müdewerden und durch gelegentliche Fresser an...Erst wenn man sicher ist, daß keine der dort geschilderten Klemmursachen vorliegt, weil sie ja sonst gefunden worden wären" (wie in meinem Fall) "..ist der Schluss zulässig, dass man eben einen Motor mit großem Kolben und kleinem Zylinder erwischt hat."
Gruss Peter
Hallo zusammen,
bin am Wochenende 3 * 20 Km gefahren, ganz soft, anfangs Vmax 60 -70 Km/h, bei der dritten Fahrt dann zwischen 70 - 80 km/h Vmax auf einer (fast) ebenen Strecke. Alles im grünen Bereich, d.h. bisher kein Klemmer, Öl hat noch eine klare Farbe (das letzte Mal war's schon wesentlich dunkler bei weniger gefahrenen Kilometern). Zwischendurch habe ich immer mal die Kupplung gezogen und das Motorrad im Leerlauf friedlich rollen lassen bis wieder 40 -50 Km/h erreicht wurde. Dann wieder mit Halb,- bis Dreiviertelgas hochbeschleunigt. (sofern man das so nennen kann). Ich will noch einmal etwas länger an einem Stück fahren und dann den ersten Ölwechsel und Inspektion machen. Dann fahre ich nach Hertweck-Methode weiter, d.h. ich werde die Geschwindigkeit jedesmal steigern und die Vmax immer ein wenig erhöhen bis die Kiste Vollgasfest ist. (immer mit dem Ohr am Motor und der Hand an der Kupplung) So spannend hätte ich mir das Einfahren nicht vorgestellt!
Zusammengefasst waren es erstmal zwei möglich Gründe, die zu dem Klemmer geführt haben:
1.) das Einfahren des Motors wurde nicht wie o.a. durchgeführt, sondern da war zuviel Stadtfahrt, zu lange Standzeiten an Ampel, Kreuzung usw. dabei, die den Motor vielleicht zu heiss haben werden lassen. Ausserdem habe ich den Motor schon einige Male, wenn auch nur kurzzeitig mit Vollgas hochbeschleunigt. (eigentlich dürfte sowas alleine ja nicht zu Klemmer führen?!)
2.) das Ölsieb muss mit der Öffnung, d.h. mit dem Sieb nach unten statt nach oben montiert werden.
Was ich nicht mehr nachvollziehen lässt, ist die Frage, ob der Kolben vielleicht ein etwas zu grosses bzw. der ausgeschliffene Zylinder ein etwas zu kleines Mass hatte!
Zusätzlich Änderungen zum letzten Mal:
- anderes Öl, nämlich 40er Einbereichsöl, speziell für
Oldtimer
- Zzp ein Tick früher
- Gemisch im Teillast fetter als nach Werksangabe
So das war's! Ich hoffe, das der Rest auch noch klappt und der Motor das bringt, was ich mir von ihm erhofft habe.
Übrigens hatte ich die erste Fahrt noch ohne Ventildeckel gemacht. (Ölschmierung im Zylinderkopf war ja der Ausgangspunkt dieses Themas) Da kommt schon eine Menge Öl oben im Zylinderkopf an. Ich habe ungefähr eine Stunde das teilweise festgebrannte Öl von Auspuffanlage u.a Teilen weggeschubbt!
Gruss Peter
Ja ... Peter, das scheint ja zu klappen.
Hast Du denn auch eine Ölablaßschraube mit Magnet eingeschraubt ? Sollte mann immer drinhaben.
Und in der Einfahrphase früh das Öl wechsel.
Gruß mek
Hallo Mek,
ja, ich bin auch zuversichtlich. Ölablaßschraube ist bei mir auch mit einem Magnet versehen.
Gruss Peter
Na Glückwunsch Peter, das war es wohl.
Ich glaube auch das es die Stadtfahrt usw war und vielleicht (wahrscheinlich)auch ein falsch gebohrter Zylinder (am Kolben kannst du eigentlich viel falsch machen, außer einen Italienischen kaufen).
Fahr die man weiterhin so ein (auch das mit dem Kupplung ziehen).
Toi toi toi
Gruß
Rolf
Ja Peter, weiterhin gutes Gelingen! (Und danke für die Nuß, ist angekommen!) Gruß
Markus
Hallo zusammen,
danke für eure Tips und eure geistige, moralische Unterstützung! War zu jedem Zeitpunkt eine grosse Hilfe, wenn man alleine in der Werkstatt rumsuchen muss! :)
Gruss Peter