BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: detlefferger am 16 August 2009, 22:40:56

Titel: Wedisitz zerstört
Beitrag von: detlefferger am 16 August 2009, 22:40:56
Ich könnte mich in den A... beissen  :schimpf: :schimpf: :schimpf: Habe eben noch alle Wedis am Getrieb erneuert und beim letzten Wedi  am Kickstarter verläuft mir der Bohrer beim vorbohren für die Spax Schraube. Die Beschädigung an der Wand ist 0,7mm tief und 5,5 mm lang, d.h. der Wedi dichtet nur noch ca auf 1mm. Da ich Angst habe das mir das Öl hier austritt, hätte ich gerne mal einen Tip wie ich hier reparieren kann.
a) Hält hier Dirko oder Flüssigmetall ??
b) Aufschweissen und neu bohren.
b) Sollte hier auf 30mm aufbohren (29 wird wahrsch. nicht ausreichen) ?? Fleisch genug wäre ja.
Bin dankbar für jeden Tip. Anbei ein Bild der Misere.


Titel: Re: Wedisitz zerstört
Beitrag von: rolf.soler am 16 August 2009, 22:50:06
Pah, da oben kommt sowieso nicht so viel Oel ran und ist auch nicht unter Druck (sofern das Getriebe entlüftet wird...über die hohlgebohrte Tachowellenschraube oder Filzring) Ich würde an dieser Stelle etwas Dichtmasse (Hylomar, Dirko) auftragen und dann den Wedi einsetzen. Wenn doch nicht dicht, kannst Du immer noch härtere Masnahmen ergreifen. Das Gute ist ja, dass Du diesen Wedi von aussen jederzeit wechseln kannst ohne das Getriebe aufzumachen oder Flansch abzuziehen, sogar ohne Getriebe ausbauen.
Titel: Re: Wedisitz zerstört
Beitrag von: detlefferger am 16 August 2009, 22:57:19
Hallo Rolf,
da Dirko Silikonähnlich (wie Badezimmerfugen ??) ist und auch dann wie Gummi wird ist es wahrscheinlich besser als Hylomar oder ?? Hat jemand Erfahrung mit dem Knetzeug Flüssigmetal ??
Titel: Re: Wedisitz zerstört
Beitrag von: sigi_rs am 17 August 2009, 07:39:54
Morgen Detlef,

ich habe mit dem Flüssigmetall mal ein zerschlagenes Motorgehäuse einer Suzuki gerettet. Da hatte ein Kettenriß zu einem markstückgroßen Loch im Gehäuse geführt. Ich habe da eine Blechplatte eingepasst und satt beidseitig mit Flüssigmetall geklebt. Hält bis heute einwandfrei. Ich würde das bei Deinem Kratzer so machen.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Wedisitz zerstört
Beitrag von: detlefferger am 18 August 2009, 23:39:01
Hallo,
nur mal als Tipp. Habe mir Loctite 3479 besorgt (Flüssigalu auf 2K Epoxybasis). Das ist bis 190° zugelassen. Habe mir aus 1/4 Wedi eine Form gebaut, Masse aufgebracht dann Wedi draufgedrückt und trocknen lassen. Dann kurz vor dem erstarren der Masse einfach 28er Grenzlehrdorn reingepresst und somit die Bohrung wieder kalibriert.
Titel: Re: Wedisitz zerstört
Beitrag von: rolf.soler am 18 August 2009, 23:54:49
 :blumen: Perfektionist... ;D