BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: michael25/2 am 10 April 2009, 19:48:37

Titel: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 10 April 2009, 19:48:37
Hallo zusammen
Steck mal wieder in der Klemme. Hab über den Winter einen Motor überholt für meine 25/2. Neuer Kolben, zylinderbohrung neu, Lager neu, Ventile neu....
Jetzt da schönes Wetter gings ans einfahren. Natürlich ganz artig so wies sichs gehört. Bei der zweiten Fahrt bei Kilometerstand Acht, ca. 50-60 was, ein Pfeifen, hinterrad blockiert und ich mach fast nen abflug. Hab ausgekuppelt, ein paar Meter auslaufen lassen und Motor wieder kommen lassen, sprang ohne zicken wieder an lief rund und weiter gings. Jetzt nach 120km wieder derselbe spaß, diesmal allerdings erst bei ca 65-70 was, Motor sprang aber wieder sofort an und bin noch weiter gefahrn.
Hab dann diesmal den Kopf runtergeschraubt und den zylinder abgezogen.
Zylinder hat kleine längsriefen an ein paar stellen die allerdings nur sichtbar sind, nicht fühlbar, nicht mal mit dem Fingernagel.
Kolben sieht schon etwas gröber hergeschliffen aus allerdings auch eigentlich glatt nur ganz leicht mit dem fingernagel spürbar.
Kolbenringe sind alle ganz, pumpt kein öl und der motor würde eigentlich auch schön laufen. Allerdings glaub ich kaum das ich alle 100 km mir einen kolbenstecker leisten kann. Allerdings hab ich auch kein rechten plan was ich anstelln soll damit. Zylinder neu honen und neuen kolben rein? Das alte "neue" zeug wieder hernehmen und weiterkurven damit bis läuft. Bin für alle Vorschläge offen und dankbar
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: guest474 am 10 April 2009, 21:12:43
Wieviel Laufspiel wurde dem Kolben zugestanden? Kolben von welchem Hersteller?
Wie wurde die laufbahn beim ausbohren+schleifen aufgespannt? (Wurde die Laufbahn am Flanschfuß aufgespannt und dann gebohrt?). Ist das Pleuel genau winklig?

Gruss Manfred
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: isie am 10 April 2009, 21:17:06
KOLBEN hat am Umfang Riefen ?

Tragbild der Kolbenringe und Zylinder ?

EinfaHRBEDINGUNGEN ?

Heissgefahren ?

Ansonsten siehe Manfreds Comment

VG I
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf.soler am 10 April 2009, 22:47:37
wieviel km hast Du die denn eingefahren ? Kolbenspiel wieviel /100 ?
Mein Zylindermann wusste schon warum er 7-8/100 Kolbenspiel bohren wollte (statt der empfohlenen 5/100), wir haben uns auf 6/100 geeinigt und ich hatte bis fast 700 km noch eine Klemmneigung (habe allerdings früher zugedreht...keine Riefen an Kolben/Zylinder)
Da Du schon alles wieder ausgebaut hast, würd ich gleich einen neuen Kolben nehmen, Zylinder honen, und vorsichtiger einfahren...
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: arminR27 am 10 April 2009, 23:29:02
Hi michael R25/2,

ich denke, dass dies haupsählich daran liegt, wie gewissenhaft das Zylinder gehohnt bzw. schleifen wurde.
Bei meiner letzten R 27 habe ich diese Arbeit bei einer Firma welche nur Motoren instand setzt ausführen lassen. Ich hatte insgesamt 3 Kolbenklemmer!
Nachdem ich den 4. Kolben auf Kulanz eingebaut bekommen habe, habe ich die Maschine verkauft.
Jedoch dass hatte andere Gründe.
Im letzten Jahr habe ich bei meiner jetzigen R 27 dies wieder machen lassen.
Habe das gleiche befürchtet. Der Händler meinte, ich brauche nichts zu befürchten.
Was soll ich sagen, habe jetzt mit den neuen Kolben 3.000 km runter und dies ohne Probleme (Klemmer).  :bike:

arminR27

Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf am 10 April 2009, 23:51:02
Kolben messen...mit Micrometerschraube...wird kleiner geworden sein...dann nochmal mailen.
Rolf
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 11 April 2009, 10:20:34
Morgen
Kolben von KS, Einbauspiel kann ich nur raten aber schätz mal die werden sich an die 5/100 gehalten haben.
Pleuel is winklig, Kolben is nicht einseitig angelaufen oder sowas. Kolbenringe tragen gleichmäßig, auch im Zylinder sauberes Tragbild.
Kolben mit Micrometerschraube messen is leider nicht, hab ich keine.
Werd mir wahrscheinlich den zylinder nochmal durchhonen lassen, 1-2 hunderstel mehr drauf und einen neuen Kolben einbauen. Ich glaub mal stark sie ist mir zu heiß geworden. Danke für die Vorschläge
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf am 11 April 2009, 19:35:43
Dann lasse ihn messen...bei dem der der den Zylinder macht...ist Service
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: Rütz am 12 April 2009, 18:06:12
ZitatPleuel is winklig, Kolben is nicht einseitig angelaufen oder sowas.
Nur zur Sicherheit: Vor allem der Kolbenbolzen sollte nicht angelaufen (blau) sein.
Rütz
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 13 April 2009, 11:29:48
Kolbenbolzen is blank, hat keine angelaufenen stellen oder riefen oder sonstwas.
Danke für die Hilfe
Frohe Ostern

sers michael
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: mekgyver am 13 April 2009, 12:01:46
Hi Michael,

liegt wohl an Deiner Sensibilität beim Einfahren.
Lies mal bei Hertweck nach, wie das geht.

Die Kunst ist, den Kolben eben nicht zu heiss werden zu lassen.

Kannst hier auch nach "Run it hard" suchen, ist aber eher was für Sensibelchen  ::)

Gruß mek   :kaffee:

Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 14 April 2009, 18:33:50
Das über RUN-IT-HARD hab ich auch schon gelesen. Aber das halten meine Nerven nicht durch ^^.
Bin eher Anhäger des KISS-Prinzips.
Hab jetzt aber versuchsweise mal die "Klack´sche"-Methode gewählt und bis jetzt läuft der Motor wieder ohne Probleme.
Läuft schön, dreht schön, wenn ers so weiter macht bin ich glücklich. Allerdings fahr ich ihn jetzt behutsamer ein. Noch ein Kolbenklemmer und ich kann den kolben dann wegschmeißen.
Jetzt mal andere Frage. Hertweck is wer....?
Hab von Leverkus, Schrader Verlag und das eine blaue mit dem einmal komplett zerlegen plus wiederzusammenbauen aber Hertweck sagt mir nix.
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: Taz am 14 April 2009, 19:32:54
Hallo Michael.

(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fecx.images-amazon.com%2Fimages%2FI%2F518VMR97DQL._SS500_.jpg&hash=4a62b371fd3baeed2489a27903a3b607af439e66) (http://www.amazon.de/Kupferwurm-Besser-machen-Carl-Hertweck/dp/3613025485/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1239730220&sr=8-1)
Schöne Grüße, Tas

PS: Bild von Amazon.de ....
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: † Knut am 14 April 2009, 19:50:10
Zitat von: michael25/2 am 14 April 2009, 18:33:50

Das über RUN-IT-HARD hab ich auch schon gelesen. Aber das halten meine Nerven nicht durch.


Was ist denn daran so schwer?? SO sollte sie immer gefahren werden... Na ja... tuckert ihr man weiter mit 60 - 80 km/h durch die Gegend (wenn sie denn so schnell laufen  ::))

Knut
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 14 April 2009, 21:17:12
Junge, ich studier  :prost: 
Kolben gibts bei mir nich wie Gummibärchen, die kosten teuer Geld.
Da wird zur Not zwei Tage mitm Polierleinen zärtlichst Druckstellen beseitigt. RUN-IT-HARD zu teuer
Und 90 lief sie schon mitm alten Motor mit 7/10 kolbenspiel. Der Vorbesitzer hats bewiesen, man kann zur Not den
Kolben auch ein Übermaß kleiner als die Zylinderbohrung verwenden ^^

Danke fürs Bild werd ich mir beizeiten besorgen.

Gerade ist mir nochwas eingefallen. Zwischen 60 und 65 hab ich Vibrationen im Rahmen als würde ich auf einer Waschmaschine hocken die gerade vom Laster fliegt. Unter 60 und über 65 ist sie lammfromm und kultiviert und eine Freude an Laufruhe. Irgendeine Idee wie ich ihr die Macke austreiben kann?
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 14 April 2009, 22:03:08
Wahrscheinlich den Tacho manipulieren, die Zahlen zwischen 60 - 65 weglassen.

Gruß Rudi n(icht ganz ernst gemeinterweise)
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf.soler am 14 April 2009, 22:17:42
Zitat von: michael25/2 am 14 April 2009, 21:17:12
Gerade ist mir nochwas eingefallen. Zwischen 60 und 65 hab ich Vibrationen im Rahmen als würde ich auf einer Waschmaschine hocken die gerade vom Laster fliegt. Unter 60 und über 65 ist sie lammfromm und kultiviert und eine Freude an Laufruhe. Irgendeine Idee wie ich ihr die Macke austreiben kann?
Das ist also geschwindigkeitsabhängig, 60-65 (egal ob , 3. oder 4. Gang), nicht drehzahlabhängig, richtig ?
Dann liegt das am ehesten daran, dass bei dieser Geschwindigkeit genau die richtigen Schwingungen von den Rädern auf den Rahmen übertragen werden, sodass sie sich aufschaukeln (Stichwort Resonanz).
Dann liegts am ehesten
a) an den Reifen: wie alt ? wie abgefahren ? ist es der Richtige ?
b) an den Felgen : sind die sauber zentriert (kein Seitenschlag), haben keine 8 (Höhenschlag) und ausgewuchtet ?? Ich weiss dass man selber neue Reifen aufziehen kann (habs schon mehrmals gemacht), aber auswuchten wird schwieriger... U.a. darum bring ich meine Felgen mit gewünschtem Reifen und neuem Schlauch zum Reifenmann und lass die Reifen schön aufziehen und dann die Felge auswuchten...kann enorm viel ausmachen.

Ich würde mal 1. Seitenschlag kontrollieren, 2. neue Reifen aufziehen (wenn die nicht schon neu sind) und 3. Felgen auswuchten lassen mit neuen oder wenigstens nicht alten Reifen.... Würde mich wundern, wenn das Vibrieren nicht merklich besser wird. Ausser es ist doch drehzahlabhängig  :)
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 15 April 2009, 18:54:32
@oldtimerfahrer: Häste mal besser nicht gesagt. Meine Tachowelle hats gehört und versucht sich dem Geräusch nach zu der 60 durch den Tacho zu fräsen. Hab ich bei der heutigen Ausfahrt festgestellt

@rolf: Ist Geschwindigkeitsäbhängig. Wenn ich auf 70 gehe und rollen lasse hat sie es auch. Reifen haben einen leichten Höhenschlag muss mal nachziehen oder nachziehen lassen. Hab bei meiner Werkstatt gefragt die wollten 200 fürs bloße nachziehen gegen Seiten- und Höhenschlag. Ist der Preis vernünftig oder ein Grund mal werkstatttechnisch fremdzugehen?
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf.soler am 15 April 2009, 20:44:09
Zitat von: michael25/2 am 15 April 2009, 18:54:32
Hab bei meiner Werkstatt gefragt die wollten 200 fürs bloße nachziehen gegen Seiten- und Höhenschlag. Ist der Preis vernünftig
Nein
Zitat von: michael25/2 am 15 April 2009, 18:54:32
oder ein Grund mal werkstatttechnisch fremdzugehen?
Ja. Oder selber probieren.

Wieviel ist denn der Höhenschlag ? (so bis 2 mm macht das nach meiner Erfahrung nicht viel aus - offiziell bis 1mm)
und hats Seitenschlag, und wieviel ? (bis 1 mm kaum ein Problem - offiziell bis 0,2 mm)
Udn wie ist das mit den Reifen, sind die neu ? und ausgewuchtet ? Die Unrundheit des Reifens ist meist grösser als die der Felge... wenn der Schlag nicht allzugross ist, nützen neue schön aufgezogene Reifen + auswuchten wohl mehr
Wenn neue Reifen, dann in der Suche suchen welche gut sind....obwohls da ganz verschiedene Meinungen gibt...Heidenau K34 ist glaub ich der Favorit momentan. Ich selber habe Metzeler Block C auf 2 Mopeds, nach aufziehen (und auswuchten...und vorher selber zentrieren) war das vorherige Schwabbeln und Vibrieren bei 50-60 km/h weg. Der Metzeler sei nicht so gut im Regen, heisst es, hab selber aber nie Probleme gehabt (nein, ich fahre nicht nur bei schönem Wetter)
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 15 April 2009, 21:16:00
Höhen und Seitenschlag sind dem auge nach nicht allzu dramatisch.
Vielleicht ein Millimeter oder zwei. Aber nichts dramatisches. Ein Paar schlafe Speichen sind dabei die gehören etwas nachgezogen
sonst sind sie eigentlich schön gespannt.
Sieht eher so aus als hätte sie sich Platten gestanden.
Stand mal ein paar Jahre in nem Eck in einer Schreinerei ohne das sie bewegt worden wäre.
Bin eh immer noch am rückbauen aus der letzten "Restauration"

Was zahlt man normalerweise fürs speichen nachziehen und felgen zentrieren in einer werkstatt?
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf.soler am 15 April 2009, 21:22:20
weiss nicht, habs immer selber gemacht.
Würde aber sagen, einer der das richtig kann, braucht eine halbe Stunde. Also irgendwo 50-100 Euro ?? oder ats jemand machen lassen, für wieviel ?

...und die Reifen...? ? ? was ist jetzt mit denen ? (bin hartnäckig...)
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: michael25/2 am 15 April 2009, 21:27:48
War jetzt extra nachschauen
4 Kalenderwoche 2004 ^^
Die sind noch gut. Bis auf die vermeintliche Platte
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf am 16 April 2009, 00:25:44
Na denn....eine Platte....Stelle...warum soll die ausgerechnet bei 60-70 km/h zu Fahrwerksschwingungen anregen...ich wüsste nicht warum....( nur zur Sicherheit; das ganze war Blasphemisch gemeint!!)....oh Mann...das Ganze erinnert mich doch ein bißchen an das EMW bzw. Motoclub.de Forum..
Rolf
Titel: Re: Kolbenstecker beim einfahren?
Beitrag von: rolf.soler am 16 April 2009, 01:43:13
Zitat von: rolf am 16 April 2009, 00:25:44
Na denn....eine Platte....Stelle...warum soll die ausgerechnet bei 60-70 km/h zu Fahrwerksschwingungen anregen...ich wüsste nicht warum....( nur zur Sicherheit; das ganze war Blasphemisch gemeint!!)....oh Mann...das Ganze erinnert mich doch ein bißchen an das EMW bzw. Motoclub.de Forum..
Rolf
;D
@michael: also zuerst spannst Du die losen Speichen nach, sodass alle etwa gleich singen beim Anschlagen, und so, dass Du möglichst keinen Seiten- und Höhenschlag hast. Nicht so schwierig. Sonst lässt Du's machen. Dann kaufst Du neue Reifen (...5 Jahre alt...mit platten Stellen...die sind nicht mehr gut ! ) und lässt sie aufziehen und auswuchten. Das wars dann, glaubs uns...