BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: r26_jo am 01 April 2009, 22:01:51
Hallo Forum'ler,
ich habe an meiner R26 den Anker durch Abdrücken entfernt. Er ging aber sehr schwer los, ich hatte schon die Befürchtung ich mache das Gewinde kaputt.
Nun meine Frage!
Um beim nächsten Mal das Lösen des Ankers zu erleichtern:
sollte man beim Anschrauben den Ankersitz, den Konus der Kurbelwelle und den Keil total trocken halten
oder sollte man etwas Fett oder Öl drauf tun?
Hat jemand hier schon Erfahrung?
Viele Grüsse
Jo
Trocken halten!!
Rolf
Was sagen die Masch-bauer ?
Gruß mek S(chuster) ;D
Hi Jo,
der Konus soll kraftschlüssig auch gegen Verdrehung halten. Das kann er aber nur fettfrei. Wenn du fettest besteht die Gefahr, das die Scheibenfeder abschert. Beim Lösen die Abdrückschraube anziehen und dann einen Schlag mit dem Hammer auf die Abdrückschraube wird die Verbindung auch trocken problemlos lösen.
LG Peter M(aschinenbauer)
Wie kann man sich behelfen, wenn man eine rostnarbige Konusoberfläche hat ?
Genau gleich würde mich sagen. Anziehen mit dem richtigen Drehmoment. Wenn etwas narbig, hält das wohl auch nicht schlechter. Oder ?
Oder du schleifst die beiden Teile mit Schleifpaste schön aufeinander ein (Ventilschleifpaste ist zu grob...)
Bei mir war wegen abgeschertem Woodruff-Keil der Konus der Antriebswelle für den Getriebausgangsflansch ziemlich zerfurcht...etwas eingeschliffen, ging aber nicht alles gut raus, also aufgesetzt und angezogen. Hält bis jetzt.
Zitat von: mekgyver am 01 April 2009, 23:01:47
Was sagen die Masch-bauer ?
Also ich (!) verwende Kupferpaste. Genau wegen der Korrosionsgefahr.
Und weil die Torsionskräfte für den Anker sehr gering sind. Bei dem
Anzugsmoment einer M8 wird sich der Anker auf diesem Flachkegel
niemals verdrehen. Schon gar nicht mit Scheibenfeder.
Die Ankerhalteschraube sollte mit einem
Federring DIN 127 gesichert sein.
Thomas (gegen den Rest der Welt)
Bei einer rostnarbigen Oberfläche ist nur das Problen, das es in den Hohlräumen rosten kann. Ich würde das einfach etwas beischmirgeln und fertig. Wenn die tragende Fläche kleiner ist erhöht sich ja im selben Mäße die Flächenpressung. Halten tut´s.
Von Schleifpaste würde ich abraten, da dadurch radiale Rillen entstehen. Wenn´s nur wenig ist, o.k.
@Thomas, unbedingt Korrosionsschützend ist Kupferpaste aber nicht. Stichwort elektrochemische Spannungsreihe.
Und das Drehmoment, das den keil abscheren lässt ist nicht die Leistung der Lima, sondern die Zündschläge.
Bei sauberer Passung entsteht auch ungefettet keine Korrosion, da gasdicht. Schon oft bei uralten Schrottmaschinen festgestellt!
Versuche mal einen Konusbohrer mit geöltem Schaft in der Bohrmaschine zum halten zu kriegen ;D
LG Peter
Ich hab vor 30 Jahren vom Lehrmeister gesagt bekommen: Konus immer sauber und trocken anbauen ,
und hatte noch nie Probleme damit. Ein einmal locker gewordener Konus macht viel mehr Scherereien als ein zu fester.
Gruß Bodo
Danke, Bodo ;)
Bodo ist Maschinenbauer? ;D ;D
Nicht gegen dich Bodo!
Alles klar!
Danke :blumen: für die Ratschläge.
Jo
ZitatIch hab vor 30 Jahren vom Lehrmeister gesagt bekommen: Konus immer sauber und trocken anbauen
So wurde es mir auch beigebracht.
Gruss Manfred
War der denn auch Maschinenbauer? ;D
Sogar Maschinenbaumeister
Gruss Manfred
Scheibenkleister
Sag schon Cle,
Dein Lehrmeister war ein Bücherwurm,
daher warst Du auf Dich allein gestellt und hast herausgefunden,
dass ein Konus trocken montiert wird.
Gruß mek 8)
WERDEN MUSS!
ohne Maschinenbau ing!
Sorry,
war ein Werkzeugmachermeister. Leider habe ich nicht erkannt, welche Wendung mein Leben hätte nehmen können.
Seither montiere ich Konüsse direkt neben die Kokosnüsse.