BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Al Carpone am 03 Februar 2008, 02:51:46
Hallo zusammen,
ich hab soweit meine R25/3 fertig zerlegt. Nur zwei Dinge bereiten mir noch Kopfzerbrechen:
1) Ich bekomme den Hebel, an dem das Bremsgestänge befestigt wird (siehe Foto) nicht von dem Gewinde des Bremspedals ab. Die Mutter ist schon unten, aber der Hebel bewegt sich keinen Millimeter. Ist der auch per Gewinde auf das Bremspedal geschraubt, oder anderweitig befestigt?
2) Wie bekomme ich die Buchse, an der der Sattel gelenkig mit dem Rahmen verbunden ist (siehe Foto) am besten raus? Einfach austreiben? Erwärmen?
Wäre wirklich super, wenn der eine oder andere ein paar Tipps für mich hätte!
PS: Ist es normal, dass der Rahmenunterzug kurz vor der unteren Federbeinaufnahme auf der linken Seite anders gebogen ist als auf der rechten Seite? Wenn man von oben drauf sieht, bemerkt man bei meinem Rahmen eindeutig, dass der Rahmen asymmetrisch ist. Ich hoffe das ist normal ???
Schonmal vielen Dank!
Gruß Jürgen
Hallo Jürgen.
Zum Thema Bremshebel: schau Dir mal genau an, wie der Umlenkhebel auf der Achse des Bremshebels sitzt: manchmal wurde hier gepfuscht und ein Schweißpunkt :schimpf: gesetzt, dann wird's natürlich schwierig.
Ich habe eine R50 und weiß adhoc nicht, ob bei Deiner Maschine das gleiche Prinzip verbaut wurde, aber bei der R50 sitzt an der von Dir beschriebenen Stelle eine Feinverzahnung.
Wenn das bei Dir auch so ist und sich nichts löst: kräftig Rostlöser und weichen lassen. Danach mal mit einem kleinen Abzieher versuchen.
Sattelbuchse: solche Buchsen habe ich bisher bei meinen Moppeds immer ausgedrückt (Schraubstock mit 2 Hülsen, oder Kombination Schraube mit Mutter und 2 Hülsen). Genauso funktionierts ja auch bei den Silentblöcken der Stoßdämpfer (zumindest bei den Schwingenmodellen).
Hab's einmal mit ausbrennen versucht, war aber "Wutzelei" :spinnt:.
Schraubergrüße
k.
Hallo Jürgen,
das Bremspedal (das Teil wo der Fuß drauf tritt) ist auf der Achse
verschraubt. Also Hartholzklötzchen zwischen Rahmen und dem
Bremshebel gelegt und das Bremspedal linksrum (nach oben) aufgedreht.
Dann hast Du die Achse mal vom Rahmen und kannst in Ruhe die
Feinverzahnung bearbeiten. Wobei ich als erstes mal Hitze (Heißluftfön)
versuchen würde. Nicht zuviel, (<200°C) sonst geht die Härte des Stahls verloren.
Thomas
(der mal mit 10 to Pressdruck versucht hat das Pedal von der Achse zu lösen ??? )
Also , ich habe das be mir so gemacht: Feder ausgehängt, Mutter so weit zurückgedreht, bis sie etwas über das Bolzengewinde steht, Stück Hartholz, und Hammerhart draufschlagen. Wenn nun wenig Rost in der Führung ist, müßte der Bremshebel mit Achse rauskommen. Ansonsten mit Rostlöser einweichen (24 Sth) und wider versuchen.Dann haste Bremshebel mit Achse in den Händen. Die Achsed hat eine beidseitige Abflachung. Würde sicherheitshalber gleich in dem Bereich alles warm machen, in den Schraubstock spannen und mit der Kraft des Bremshabel das Ding abdrehen. (Oder alles mit Unterkühlen mit Loctite Rostlöser)
Gruss Manfred
Danke für die Tipps! Das Pedal ist ab ;D
Das mit der Verzahnung war ein guter Tipp und in Kooperation mit einem Fäustl war die Konstruktion machtlos :box2:
Als ich dann alles gereinigt und probehalber montiert habe, habe ich festgestellt, dass die Achse des Bremspedals einen viel kleineren Durchmesser hat als die Hülse am Rahmen. So ist das Bremspedal im montierten Zustand ziemlich wackelig. Nach dem anziehen der Mutter ist zwichen Hülse und Bremsstangenbefestigungshebel immer noch ein Spalt, so dass der Hebel damit auch nicht fixiert werde kann. Wird das irgendwie anders gemacht (evtl. durch die Bremsstange?), oder ist es normal, dass das Pedal recht locker sitzt?
Wie ist das mit den Rahmenunterzügen? (siehe oberer Beitrag)
Vielen Dank, ihr seid Spitze!
Jürgen
Hi Jürgen.
Schau mal hier (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=3278.0)...das sollte Deine Frage beantworten...die Rahmen sind nicht symmetrisch...aber stell doch mal ein paar Bilder von den Unterzügen hier rein, dann können wir das genauer beurteilen, ob das "normal" ist oder ob der Rahmen besser auf die Richtbank sollte.
Wie schaut eigentlich das Oberrohr (unter dem Tank) aus? Ist das vom Lenkkopf bis zur Sattelaufnahme gerade?
Schöne Grüße, Tas
Danke Tas,
das habe ich gar nicht gefunden. Dann scheint es normal zu sein, aber ich werde den Rahmen als nächstes zum vermessen bringen. Dann habe ich Klarheit.
Gruß Jürgen
Zitat von: Al Carpone am 03 Februar 2008, 20:32:22
...Als ich dann alles gereinigt und probehalber montiert habe, habe ich festgestellt, dass die Achse des Bremspedals einen viel kleineren Durchmesser hat als die Hülse am Rahmen. So ist das Bremspedal im montierten Zustand ziemlich wackelig. Nach dem anziehen der Mutter ist zwichen Hülse und Bremsstangenbefestigungshebel immer noch ein Spalt, so dass der Hebel damit auch nicht fixiert werde kann. Wird das irgendwie anders gemacht (evtl. durch die Bremsstange?), oder ist es normal, dass das Pedal recht locker sitzt?
Hmmm. Sehr viel kleiner als die Bohrung sollte die Achse nicht sein. Etwas Spiel hat die Sache, und etwas Verschleiss ist sicher auch vorhanden, aber schlackern tut da nix. Check mal, ob auch der richtige Bremshebel verbaut ist. Auch sollte zwischen Rahmenauge und Hebel kein besonders großer Spalt sein (gerade soviel, dass es nicht klemmt), wenngleich dem sicherlich durch eine Beilagscheibe abzuhelfen wäre.
Falls der Bremshebel und der Umlenkhebel doch richtig sind, solltest Du ausbuchsen.
Schraubergrüße :schrauber:
k.
Ich denke bzw. hoffe schon, dass mein Bremshebel der Originale ist. Ich hab hier mal ein paar Bilder. Wahrscheinlich ist es am besten, wenn ich die Achse erneuer, oder was meint ihr? Die ist auch nicht mehr rund sondern eher oval :(
Bei dem zweiten Bild sieht man den Spalt (der Umlenkhebel ist bis zum Anschlag auf das Feingewinde gesteckt).
Das dritte Bild zeigt ein paar unschöne Riefen in der Buchse und das vierte einen Art Anschlag auf der Stirnseite an der das Bremspedal entlang "gleitet" (ist das so gewollt?).
Was würdet ihr da tun?
Ich hoffe ich gehe euch mit den Fragen nicht schon auf die Nerven, aber ich bin da leider ein bisschen ratlos ???
Danke und Gruß
Jürgen
Hallo,
wo schlägt er dennn an wenn du ihn loslässt? an dem fußrastengummi? oder an dem Metall vom Fußrastengummi?
Das ist nämlich der Unterschied zwischen /2 + /3.
Tja, so sehen die meisten aus. BMW hätte den Schmiernippel da auch weglassen können, wird eh von keinen geschmiert...andererseits...50Jahre alt...auch schon wieder normal...dein feinverzahnter Bremshebel wäre noch ein Bild wert (ob das der Originale ist?).
Mal eben neu machen ist nicht so einfach..
Rolf
Ich täte es sauber aufbohren und dann eine passende PTFE oder Kunststoffbuchse reinsetzen. Dann ist erst mal Ruhe im Rahmen.
:Frage: Ist der Umlenkhebel nicht falschrum drauf?
Rütz K(ein /3 Spezi)
@Rolf:
Mist, da hätte ich wohl genauer drauf schauen sollen, bevor ich die ganze Kiste auseinander gerissen habe :kopfhau:
Aber ich hab in meinem "Archiv" noch ein älteres Foto gefunden und ich kann mich daran erinnern, dass der Bremshebel bei Betätigung an der Schraube entlang gekratzt ist, mit der die Fußraste am Rahmen befestigt ist. Vielleicht kann man das ja auf dem Fotoausschnitt erkennen. Ist leider qualitativ eher mies. Der Anschlag war aber jedenfalls nicht die Fußraste. So weit hoch ist der Hebel gar nicht gekommen. Ist es das falsche Pedal? Den Hebel hab ich auch nochmal fotografiert.
@Kruemel:
Danke für den Tipp. Das werd ich mir mal überlegen.
@Götz:
das kann gut sein denn ich habe den Hebel nur drauf gesteckt um dem Spalt zu demonstrieren. Ohne auf die richtige Seite zu achten.
PS: Ist die Stirnseite der Buchse an der das Pedal entlang reibt normalerweise plan?
Beantworte ich morgen....ok?
Bin zu müde nach 4 h "Kunden<->Freunde" Gequatsche mit Thomas.
Rolf
Hallo,
was du machst hängt von deinen Fähigkeiten/Beziehungen ab.
Das Beste wäre es auszubuchsen, neue Welle drehen und fräsen...das ist aber irre aufwendig
2.beste ausbuchsen, gebrauchte gute Welle auf Teilemarkt/beim Händler etc zu ergattern
3. beste mit Bordmittel optimieren
4. beste :so lassen
zur 3.:
1. du hast einen /2 Bremshebel, der schlägt eigentlich da an der Fußraste an wo die Verzahnung derselben ist, also außen an den runden Teil...das Ding hat jemand verbogen damit es (fast) wie ein /3 hebel eben an dem Fußrastengummi anschlägt...ich würde es zurückbiegen, das /2 Prinzip ist besser (weil eben der Hebel immer an der selben Stzelle bleibt...egal wie man die Fußraste einstellt)
2. die Anlagefläche ist eigentlich plan...würde ich wieder plan feilen
3. der Hebel(chen) gehört nach oben
4.nachdem das plan ist legst du Scheiben darunter bis du kaum noch axialspiel hast
5.damit sitzt das Ganze schon wesentlich strammer...und für die Fußbremse reicht es (zumindest erstmal...aber du hast denn Zeit "2" zu organisieren.
Gruß
Rolf M(üde und verkatert)
Zitat von: Al Carpone am 07 Februar 2008, 20:37:20
@Götz:
Rütz! ;)
Naja, Götz würde aber vieles erklären ;D
Zitat von: Manfred250 am 03 Februar 2008, 10:12:23
Also , ich habe das be mir so gemacht: Feder ausgehängt, Mutter so weit zurückgedreht, bis sie etwas über das Bolzengewinde steht, )
Gruss Manfred
Manfred,
bündig wäre besser!
Zitatder Hebel(chen) gehört nach oben
Ich meinte jetzt auch nicht oben oder unten, sondern dachte, der Bund (des Hebels) gehört Richtung Rahmen. Da so ein Vielzahnsitz in der Regel irgendwie konisch ist (oder zumindest mit der Zeit wird), läßt er sich andersrum evtl. weiter aufschieben.
Rütz G(eorge)
Hallo V,
stimmt...hatte ich vergessen a: zu erwähnen...b: nach zu schauen ob der Hebel eine konische Verzahnung hat und es deswegen das von dir erwähnte falsch rum geben könnte
bündig wäre besser!
@Rolf. Stimmt.
Der Hebel hat eine komische äh, konische Verzahnung.
Gruss Manfred
Zuerst nochmal vielen Dank für die vielen Antworten!
Ich werde es jetzt folgendermaßen machen: Die Hülse sauber aufbohren und dann ausbuchsen, gegebenenfalls eine neue Achse von einem Händler kaufen oder die alte weiterverwenden, die Stirnseite der Buchse plan schleifen und das Bremspedal wieder zurück biegen.
Besteht der einzige Unterschied zwischen der hinteren Bremsbetätigung der /2 und /3 in dem Bremspedal selber, oder ist da auch die Achse, Umlenkhebel etc. anders?
@Rütz:
Bitte entschuldige, dass ich dich falsch genannt habe. War keine Absicht! Schande über mein Haupt :verlegen: Der Umlenkhebel ist tatsächlich konisch, aber wie es auf dem Bild zu sehen ist, ist es richtig herum.
Das der Hebel nach oben gehört ist auch klar. Er schaut nur nach unten weil auch das Bremspedal aufgrund der Schwerkraft nach unten zeigt. Wie gesagt: nur zu Demonstrationszwecken ;)
ich glaube(!), nur das Pedal ist anders..kann man aber bequem nachprüfen : gehe in die ETL's und vergleiche die Nummern bei der /2 und der /3
Rolf
laut BMW ETL ist sogar der Hebel bei der /2 und /3 der selbe. Beide haben die Nummer 4044009 ???
Dann heisst es das sie problemlos austauschbar sind (und die /2 Hebel nicht mehr lieferbar sind)
Entschuldigung, ich meinte mit dem Habel das Pedal. Das komplette Bremspedal hat in den original BMW Ersatzteillisten der /2 und /3 die selbe Nummer ???
Aber du sagtest ja, dass sich die Pedale im Anschlagpunkt unterscheiden. Wie kann das sein?
Hatte ich schon verstanden.
Wie diesselbe Nr zustande kommt? habe ich oben beschrieben.
Rolf