BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: ClassiCmen am 15 Juli 2007, 20:35:17
Hallo,
seit einiger Zeit fängt meine Kupplung im 4. Gang nach einer Fahrzeit von ca. 50 km an zurutschen..
Bei einer Geschwindigkeit um 100 km/h dreht sie total hoch und fasst nicht mehr richtig..
wenn ich jetzt einige Male die Kupplung ziehe, scheint für kurze Zeit alles wieder in Ordnung zusein!?
Neulich, sie war kalt und ich Sie antreten wollte rutschte der Kickstarter ebenfalls durch.... Kupplung einmal gezogen und es funktionierte wieder alles!
-Komisches Phänomen-
Kann es sein, das die Kupplungsausrückstange die ins Getriebe geht Abnutzungserscheinungen aufweisst?
Ist es möglich, diese Stange so ohne weiteres herausziehen oder was sollte beachtet werden..
Für Informationen bedanke ich mich schon im voraus!
gruss
gerd
erster Gedanke:
- verölte Kupplungsdruckplatte/-Belag?
Bei meiner R27 ist´s umgekehrt,sie trennt nicht wenn sie warm wird.Ich denke richtig Aufschluss über die Ursache wird nur auseinander bauen bringen,aber so lang es noch geht.....eher was für den Winter.
Gruß André.
Hi Classicmen,....
bei der Anzahl deiner Beiträge bist du ja nicht mehr ein neuling im forum....
Warum kannst du nicht da posten , wo es hingehört? Karl muß immer alles verschieben ....
Gruß
Carlos
Servus Classicman,
schau doch mal hier (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=1044.msg7014#msg7014)
Thomas
Guten Tag,
bislang habe ich noch keine Antwort auf meine Frage bekommen oder sind keine Erfahrungswerte vorhanden?
@ carlos,
sorry, man ist nicht immer perfekt, ich jedenfalls nicht! Nur was sinnvolles zu meinem Problem konntest du mir auch nicht sagen!
gerd
Hallo Gerd.
Zitat von: ClassiCmen am 17 Juli 2007, 12:56:39
...bislang habe ich noch keine Antwort auf meine Frage bekommen...
Nicht böse sein, wenn ich widerspreche....aber hast Du Deine Kupplung schon auf Öl untersucht wie Karl das in der ersten Antwort vorgeschlagen hat? Und dann schau Dir mal den Link an, den Thomas (Odeon8) in seiner letzten Antwort reingesetzt hat...auch das könnte Dir evtl. weiterhelfen...und wenns bloß hilft, eine weitere Fehlerquelle auszuschließen.
Locker bleiben, Tas
Hallo Tas,
die Ölangelegenheit schliesse ich aus, denn sonst würde es permanent schleifen... das kuriose ist, wenn Sie geschliffen hat und man zieht ein zweimal die Kupplung das dann alles wieder ok ist.
Mein Tipp wäre, Kupplungsausrückstange gebrochen oder irgendwo verschlissen...
nur wie baue ich die am vorteilhaftesten aus?
gerd
Hallo Gerd.
Von der Symptomatik her hört sich das so an, als wäre Thomas`Tip durchaus eine Untersuchung wert...und das ist ja in zwei Minuten gecheckt.
Ich werde bei mir auch mal die besagten Bolzen genauer unter die Lupe nehmen, denn meine Verstellmöglichkeiten sind ausgereizt-und ein Großteil ds Kupplungshebelweges geht bei meiner R25/3 in Kippbewegung des Stützrahmens verloren, ohne daß die Ausrückstange auch nur ansatzweise merkt, daß ich was von ihr will...
Schöne Grüße, Tas
Hallo...
wie baue ich am voteilhaftesten die Kupplungsausrückstange aus?
gerd
Na, da musst Du wohl oder übel das Getriebe rausbauen... :(
Ist aber auch nicht soo viel Arbeit,
Gruß, Hannes
hi - also doch eine antwort...
ich weiß nicht, wie viel platz bei dir ist - bei meiner R24 nehme ich den Hebelbolzen raus und kann dann die gesamte Stage gerade so heraus ziehen. vielleicht reicht es bei dir, die vorderen schutzblechschrauben zu entfernen, um die fehlenden 5mm weg zu bekommen... ansonsten muß eben das getriebe raus, ist mehr als hinreichend in all den zur verfügung stehenden unterlagen hier auf der webseite erläutert...
gruß, kruemel
vorab danke...
leider habe ich nichts entsprechendes gefunden bzgl. Kupplungsausrückstange... sonst hätte ich nicht nachgefragt!
schätze mal, das ich sie ohne Getriebeausbau herausziehen kann.
Hatte halt nur bedenken, das bei der Demontage sich irgendetwas löst und ich am ende das gesamte Getriebe zerlegen muss.
gerd
Es kommt halt auch sehr darauf an, welches Motorrad du hast.
Außer bei R24, wohin willst du sie da ziehen? Aufrollen?
Bei R25/x ist die Stange teilweise mehrteilig mit Kugel dazwischen. Du kannst also nur die hintere Hälfte rausbekommen und evtl. checken, ob die Kugel noch da und i.O. ist. Aber was nützt das?
Rütz W(er soll antworten, die Starren, die Geraden oder die Schwingen?)
Habs mal rausgekramt, nachdem er uns so auf die Folter spannt:
am: 28 Juni 2006, 21:58:29
Erfahrungsbericht, 1999 habe ich fast zufällig eine R26 Bj 58 erworben.
Durch einen Brandschaden war die Gute jedoch nur bis 1962 angemeldet
und schlummerte also 37 Jahre im Dornröschenschlaf.
Thomas (F1)
Hallo,
denkbar wäre auch etwas einfacheres... ev. klemmt (sowohl beim Auskuppeln oder Rutschen oder auch rupfen der Kupplung...) die Kupplungsscheibe auf der Antriebwelle Getriebe auch etwas ?
Bei mir rupft nix mehr
=> sparsam Kupferpaste a.d. Kontaktfläche aufgeben, geht bei R26 auch ohne Ausbau Getriebe, leichtes Auseinanderziehen Motor-Getriebe + langer Schraubendreher reicht.
VG Ingo
Zitat...eine R26 Bj 58...
Ok, dann kann er die komplette Stange nach hinten rausziehen und wenn er die Schwinge ausbaut, kann das Getriebe drinbleiben.
Vielen Dank,
für die erhaltenen Tipps, besonders an tassilo, Rütz und isie... :juhuu:
Diese Hinweise sind für mich besonders hilfreich!!
Gerd
Trotzdem würde mich mal interessieren wo bereits Tipps über den Ausbau der Kupplungsausrückstange geschrieben steht?
Zitat von: ClassiCmen am 24 Juli 2007, 10:51:49
Trotzdem würde mich mal interessieren wo bereits Tipps über den Ausbau der Kupplungsausrückstange geschrieben steht?
Hi,
sorry, es heißt ja auch Kupplungsdruckstange. Such mal mit diesem Begriff!
Heiko ;)
Hallo Schrauber-Experten,
helft mir Unwissenden und Ungebildeten bei der Überholung meiner manchmal rutschenden Kupplungsscheibe weiter.
Auch bei mir zeigt sich das am Anfang in diesem Thread S.1 von ClassiCmen beschriebene Phänomen manchmal
bei Fahrten im obersten Geschwindigkeitsbereich, soll heißen bei über 70 km/h.
Über und zwischen den Feiertagen habe ich das Getriebe meiner R25/3, Bj. 1955 demontiert und festgestellt, die Seite, wo die Antriebswelle in Fahrtrichtung rausschaut, ist vom ausgetretenen Öldunst feucht bedampft. Seltsamerweise scheint mir die andere Seite, optisch jedenfalls, trocken geblieben zu sein.
Der Druckring und die darin teilweise innen sichtbare Kupplungsscheibe haben offensichtlich vom Öldunstnebel nichts abgekriegt. Sie sehen trocken aus.
Die einteilige Kupplungsdruckstange allerdings wälzte sich bei der näheren Untersuchung regelrecht in einem Ölbad. Öl schlich sich auch mit der Zeit am Druckstück in geringen Mengen vorbei ins Freie und versifte mir den Getriebegehäusedeckel mit öligem, von Dreck krustigem Belag abwärts bis über die beiden Federn des Haupständers.
Auch die allernächste Umgebung um den Simmerring reflektierte Licht wegen Spuren von ausgetretenen Öl in der Ritze unten um den Simmerring. Ich schätze den muss ich wohl austauschen.
Nun meine erste Frage:
Wie entfernt ein erfahrener Schrauber ohne Sachbeschädigung an der Getriebewand den in eine Vertiefung eingelassen Simmerring? Kann man den Simmerring mit einem spitzen Schraubendreher aus seinem ,,Bett" pulen ??? Wie würdet ihr das bewerkstelligen ?
Zweite Frage:
Kann ich beim Austausch des vielleicht ebenfalls verschlissenen Filsrings auf meiner einteiligen Kupplungsdruckstange diese vom Vierkantende her einfach so ab~ und überstreifen?
Doch jetzt kommt mein größtes Problem: die Kontrolle des Kupplungsbelags auf Ölschmier oder Verschleiß.
Letzte Fragen:
Um an die Kupplungsscheibe zu kommen, kann ich da die 6 Schrauben am Druckring herausdrehen ohne das mir bis zur Tellerfeder die Scheibenteile der Kupplung ins Gesicht fliegen? Wohl besser nicht ! Also braucht man unbedingt die drei Spannschrauben im Set, die im Katalog, S.17 bei St. in RS vertickt werden. Oder gibt es dafür eine trickreiche Alternative, weil man das Set ja so selten braucht? Dasselbe gilt für den dort im Katalog auf Seite 17 aufgeführten Zentrierdorn auch. Ist der auch beim Zusammenbau der Kupplung durch etwas anderes zu ersetzen?
Wer kann mir nun meine Fragen beantworten, mir bei meinen -- in euren Augen -- ,,Problemchen" guten Rat erteilen?
Erinnert euch, ich bin ein ,,Greenhorn" im Fahrzeugbauwesen, aber habe schon mehr als
50 Jahre lang herumgewerkelt und ~geschraubt und brauche dringend sachverständige Hinweise und Anweisungen, um nicht schlimme Fehler zu provozieren oder leichtsinnig Oldiematerialien zu zerstören.
Großen Dank schon mal im Voraus
Gruß Bero
hallo bero,
ich kann nicht zu allen punkten antworten...
den wedi bekommst du mit zwei spaxschrauben und einer zange heraus. schau dir bei der gelegenheit auch die lauffläche der schwungscheibe an, ob sie nicht hinüber ist und ausgebüchst werden muss. den filzring kann man nicht einfach aufweiten und drüberschieben. am besten spiralförmigeinschneiden und dann drüber damit. der perfektionist vernäht das ganze dann später. zu den belägen und der reibscheibe kann ich nichts sagen. die kupplung hat normalreweise extra einen bund auf der dem motor zugewandten seite um öl abzuschleudern und die beläge vor öl zu schützen. im zweifel würde ich die kupplung (je nach laufleistung) tauschen und auch die federn kontrollieren, ob sie einerseits gleich lang sind und nicht zu stark gestaucht wurden, sonst auch diese austauschen.
ich habe bei der R24 die kupplung ohne spezialwerkzeug gewechselt, ein einfacher spanngurt mit ratsche reichte mir aus und die zentrierung kann man mit dem getriebe überprüfen
gruß kruemel
Hallo Bero
Ich habe das mit drei langen Schrauben und Kontermuttern gemacht. Einfach abwechselnd die Muttern lockern bis die Spannung weg ist.
http://img384.imageshack.us/my.php?image=dsc01416ok2.jpg
Gruss und viel Spass beim schrauben. :schrauber:
Daniel
Zitat=> sparsam Kupferpaste a.d. Kontaktfläche aufgeben,
size=20pt]Nein Bitte nicht. Keine Kupferpaste!!!!![/size]
Nun zum 10 Mal. Es gibt hierfür spezielles Kupplungsfett. Im Zubehörhandel erhältlich.
Gruss Manfred
Danke an alle Rats-Herren,
welche auch die Ratgeber sind ! :applaus:
Eure Begabung im Improvisieren imponiert mir mächtig.
Eure handwerklichen Tipps kann ich nachvollziehen und auch anwenden.
So werde ich wohl weiterkommen. :schrauber:
Was mich nach euren Hinweisen am meisten in Erstaunen versetzte, ist das Theater
um den Filzring in der Kupplungsdruckstange, der bei mir so dünn wie eine Zigarrenbauchbinde zu sein scheint und fast von selbst zum Vierkant hin abfallen würde,
wäre er nicht von tropfend viel Öl am Ort festgehalten.
Aber, um keinen Fehler zu machen,
werde ich selbstverständlich eure Hinweise umsetzen.
@ Kruemel
Noch etwas: Werden die beiden Spaxschrauben, mit Kombizangen gepackt,
mit dem Kopfende als Haken verwendet, um den Simmerring, von hinten gekrallt, herausziehen zu können?
Oder geht das mit dem Spaxschraubentrick ganz anders???
Ich danke euch herzlich, dass ihr euch die Zeit genommen habt, die Antworten für
mich aufzuschreiben, um mir freundlicherweise zu helfen. :blumen:
@ "güllepumpeCH"
Zusätzlicher Dank geht noch in die Schweiz an Daniel für sein aufschlussreiches Foto von seiner Kupplungsrückseite,
der den Spannschraubentrick in besonderer Weise demonstriert.
Mit freundlichen Grüßen Bero
andre und mek haben es hier beschrieben:
http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=5279.0
greets kruemel
Hallo Kruemel,
du wirst mir von Beitrag zu Beitrag unentbehrlicher.
Mit diesem Hinweis
http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=5279.0,
inclusive den darin enthaltenen tollen Fotos zur Erbauung des Schraubers, :dance:
ist mir ein unentbehrlicher neuer Schatz an Wissen, wie es gemacht wird,
zugekommen. :respekt:
Auch dafür ein umfangreiches Dankeschön !!! :blumen:
Gruß Bero
Hallo Bero,
vermutlich wirst du den neuen Filzring von Stemmler besorgen.
Der ist schon schräg aufgeschnitten, aber etwas zu breit.
Also aufklappen und an der Längskante etwa 1-2 mm abschneiden.
Um die Kupplungsdruckstange legen und mit einem Bindfaden umwickeln.
Sonst bekommst du das Ding nicht ins Getriebe geschoben.
Viel Erfolg, guten rutsch an alle,
Kevin und Peter
Zur Zentrierung der Kupplungsscheibe:
Schrauben der Kupplung leicht anziehen
(so das sich die Scheibe noch etwas bewegen kann).
Getriebe aufstecken, Motor ein paar mal durch drehen.
Damit solte die Kupplungsscheibe zentriert sein.
Getriebe vorsichtig abziehen und die Schrauben der
Kupplung festziehen. Fäddisch!
Danke für deine weitergehenden Tipps, lieber Peter,
die kommen mir gerade recht. Jetzt kannst du mir noch die Daumen drücken,
dass es keine Komplikationen gibt und dann ist es wohl bis zum 06.01.09 getan.
Weitere Erklärungen über mein Projekt schicke ich an deine private mail-Adresse.
Gruß Bernd, alias < bero >
@Bernd: wir haben den Filzring noch schön in Fett eingelegt.
@all: bin bereit für eine Steinigung!
Aber mir schwirrt da so eine Erinnerung in den grauen Zellen herum,
dass man eine verölt Kupplungsscheibe mit dem Brenner retten kann?!?!?!?
Schon mal einer Bremsenreiniger ausprobiert?
Danke,
Peter W(egen Steinschlaggefahr allein) :Frage:
Zitat von: Kompressor_Peter am 30 Dezember 2008, 22:02:18
@Bernd: wir haben den Filzring noch schön in Fett eingelegt.
@all: bin bereit für eine Steinigung!
Aber mir schwirrt da so eine Erinnerung in den grauen Zellen herum,
dass man eine verölt Kupplungsscheibe mit dem Brenner retten kann?!?!?!?
Schon mal einer Bremsenreiniger ausprobiert?
Danke,
Peter W(egen Steinschlaggefahr allein) :Frage:
Möönsch Peter,
Kupplungscheibe zu 45.99 neu (ö.ä.) lohnt doch den Aufwand nicht ....
VG I
Mööönsch Isie, :)
Du müsstest mich doch langsam kennen.
Solche Ausrutscher hab ich nun eben manchmal :kopfhau: :kopfhau: :kopfhau:
Tut aber nicht weh. ;D
Liebe Grüße,
Kevin und Peter