BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Diverses => Thema gestartet von: Andre.Hubein am 24 Januar 2007, 17:54:01
Bei einem Motorblock bin ich dabei einige Macken auf der Zylinderfuß-Dichtfläche auszubügeln.Ich nahm eine gute scharfe Feile,doch es bilden sich immer "Verklumpungen",die Riefen erzeugen.Wie kann man´s besser machen?
Gruß aus Berlin,André.
Na,
als erstes :
was für Macken?
Erhebungen oder Vertiefungen?
Mit Feile würde ich (!!) mich nicht trauen da ran zu gehen, das ist sehr sehr schwierig das da plan hinzu bekommen.
wenn du "Verklumpungen" an der Feile hast... sehe ich das richtig, das du da großflächig Material abnimmst?
Zu deiner eigentliche Frage:
Feile beim Alu feilen, vorher (und immer wieder zwischendurch, nach dem sauber bürsten) mit Kreide bestrichen damit sich das Alu nicht dort festsetzen kann.
Rolf
Gaaanz wichtig !!
Für weiches Material ( Alu, Messing, Zinn)
musst Du Feilen mit einem Hieb benutzen.
Die meisten Feilen haben 2 Hiebe,
dann werden sie durch das abgetragene
Material verschmiert. Im Werkzeughandel
findest Du solche Feilen; im Baumarkt vermutlich nicht.
Gruss,
bmwpeter
hallo Andre
...wir mussten in der Ausbildung die Feile vorher mit "Schulkreide" (wie für Wandtafel) einreiben. Das hat dann beim Schlichten eine bessere Oberfläche ergeben. Am besten geeignet ist dafür eine 3 - Kant Feile. Dossieren tut man mit dem Teil wo die Feile von "gerade" zum Spitz übergeht. Beim Alu Feilen muss man jedoch oft die Feile mit einer Feilenbürste reinigen. Zur Not geht aber auch eine gewöhnliche Drahtbürste....
Gruss Emil
Danke anEuch für die schnellen Antworten.
@Rolf:Auf der Dichtfläche befinden sich Erhebungen und Vertiefungen,es sieht aus als wär einer beim Zylinder runterhebeln mit einem Schraubenzieher rangegangen.Die Erhebungen wollte ich abfeilen,die Vertiefungen könnenja mit Curil oder so ausgeglichen werden.
Gruß,André.
Ach so,kenne ich...leider.
Hast du mal versucht die Erhebungen mit einen Dreikantschaber abzubekommen? Bei mir klappt es und macht nicht so die Umgebung kaputt (eigentlich brauchst du, um Erhebungen abzufeilen (und zwar nur die), nämlich eine ballige Feile).
Rolf
die ulimative Seite zum Thema:
http://www.archaeologie-krefeld.de/projekte/feile.htm
:dance:
Gruss Emil
Hi Emil,
heisser Link - besonders die im 2. Teil beschriebene Messerfeile scheint mir für die
älteren Modelle unseres Forum prädestiniert - R24 und so...
;D (und wech)
Ansonsten bei Alu: Bohren, fräsen und feilen - ich verwende immer
Spiritus zur besseren Ableitung der Späne.
Thomas
jaja... läster ihr schwingenheinis nur! dafür spüre ich dass ich einen einen hintern habe...
Wo?
Zitat von: kruemel am 25 Januar 2007, 12:38:22
(...) ihr schwingenheinis !
Schwinge - wo ? ???
Der Link ist ja wirklich klasse :applaus:
Was ich aber immer noch nicht begriffen habe: Was ist ein Hieb bei einer Feile?
Thilo d(oof)
Nein thomas, ich war Erster!!
Er soll erst meine Frage beantworten!
So, jetzt gibt es erst mal ne Abhandlung über Feilenbau, ich kann das so hier nicht mehr mitlesen, ohne meinen Senf dazuzugeben! ;D
Bei Feilen unterscheidet man grundsätzlich zwischen gehauenen und gefrästen Feilen. Gehauene Feilen werden "spanlos" durch Behauen mit einem Meißel hergestellt. Es ergibt sich dadurch ein stumpfer Zahn. Beim Feilen entsteht so ein Schabeffekt. Der Zahn wird schräg auf das Feilenblatt gehauen, damit die entstehenden Späne seitlich heraustransportiert werden und damit die Feile nicht "springt". Es würden sonst Rillen im Werkstück entstehen.
Gefräste Feilen haben einen scharfen Zahn wie bei einer Metallsäge. Sie werden für weiche Werkstoffe wie Kunststoff etc. benutzt.
Nun zum Hieb: Einhiebig heist eine Feile, wenn nur ein(e) Zahn(reihe) auf dem Feilenblatt aufgebracht wurde. Bei zweihiebigen Feilen wird zusätzlich noch ein zweiter Hieb, und zwar gedreht um ca. 60 Grad, aufgebracht. So entstehen unterbrochene Rauten, die den Vorteil haben, nur kurze Spänchen zu erzeugen.
Eine ballige Feile gibts auch, und zwar sind fast alle Feilen ballig! Das liegt daran, das jeder Mensch eigentlich nicht in der Lage ist, exakt gerade zu feilen. Damit die Schaukelei ausgeglichen wird, wird eine Feile ballig hergestellt, was das Schaukeln einigermaßen ausgleicht (zumindest bei Leuten, die das jahrelang geübt haben ;D)
Die Feile, die Rolf hier meint, ist eine Riffelfeile und dient u.a. zum Modellieren und zum Formenbau. Die gibt es in allen Formen, Farben und Größen.
Ich habe eben ein paar Bilder gemacht, die das hoffentlich verdeutlichen. Ansonsten bitte fragen!
Viele Grüsse
Jörg
Jungs,
ich muß euch echt mal ein Lob aussprechen! Echt klasse, was man hier so alles lernen kann (ich gebs zu - ich bin ein Laie)!
Mir war bewusst dass es ein- und zweihiebige Feilen gibt, aber was es genau auf sich hat mit "gefräst und gehauen" (Unterschied bzw >Auswirkung), das war mir neu.
Also: :applaus:
Gruss,
Karl
Zitat von: kruemel am 25 Januar 2007, 12:38:22
jaja... läster ihr schwingenheinis nur! dafür spüre ich dass ich einen einen hintern habe...
ich meinte das wackel gedackeldingens an der hinterradachse. das ist ja wohl der markanteste unterschied der 24.
mein hintern ist kurz unterhalb vom bauch an der rückseite und oberhalb der knie - das ich einen habe, spüre ich nach jeder ausfahrt... während andere es wohl eher an den Hämorrhoiden...
sorry ich hätte gerne mitgespielt, bin aber wie immer zu spät!