BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: guest474 am 12 Dezember 2006, 16:54:59

Titel: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 12 Dezember 2006, 16:54:59
Hi Gemeinde,

nachdem mir ja meine /2 den Sommer durch kaputtgehen versaut hatte (zur Erinnerung: Zündaussetzer durch defekte Kerze, Klemmenbrücke an Lima defekt und dann als das alles behoben war, lief die Karre im 3 Gang Vollgas 90km/h. Im 4 genauso.
War gestern dann bei Kasi (in der Nähe von Saarbrücken)auf dem Prüfstand. Erste Messung ergab 13,7 PS. Dann wurde die Zündung kontrolliert (war i.O).
Dann wurde die HD von 110 auf 105 reduziert. PS Zahl stieg. Dann die 100 HD. Leistung war 15,8 PS. dann die 95 HD. Leistung fiel ab.Dann wieder die 100 HD. Satte 15,8 PS. Dann wurde die Nadel auf Stufe 4 gehoben. Leistung auf 15,4 PS.
Habe also ca. 18% mehr Leisung.
Kerze eine NGK 9 Wert.
Ich habe es Stundenlang auf der Strasse versucht. Weil die Kerze aber immer ziemlich hell war, habe ich den HD Wert immer angehoben. Ich bin zu der Einsicht gekommen, dass die 3 Std. auf dem Prüfstand nicht verkehrt waren. Habe mit extra einen alten Krümmer umgebaut in welcher die Lambasonde eingeschraubt wurde.
Der Motor läuft bei Vollgas im fetten Bereich( wie es sein soll).
Falls einer den Krümmer braucht, anmailen.

Gruss Manfred  (der 2007 wieder Duc jagt) ;D
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 12 Dezember 2006, 18:13:09
Hallo Manfred,
interessanter Beitrag mit fast unglaublichem Ergebnis  :respekt:

Kannst Du das Leistungs/Drehmoment-Diagramm mal als Datei hier einstellen?

Was kostet denn 1 h auf dem Rollenprüfstand ?

Gruß mek
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Risky am 12 Dezember 2006, 19:39:50
15,8 PS? Am Hinterrad?
Vollfett!!! :applaus: :applaus: :respekt:

Da krieg ich dann mit meiner Duc aber echt Angst ;)

Thilo (ST4)
Am Diagramm wäre ich auch interessiert, das ist echt spannend...
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 12 Dezember 2006, 19:59:49
Zitat von: Risky am 12 Dezember 2006, 19:39:50
15,8 PS? Am Hinterrad?
Vollfett!!! :applaus: :applaus: :respekt:

Trotz Chrombehang am Mopped Manfred  ???


;D
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 12 Dezember 2006, 20:58:43
@ mek: Was der gute Mann für eine Stunde Rollenprüfstand haben will weiß ich nicht. Frage doch mal: Tel. 06842/507508
@Heiko, Du bringst mich wieder durcheiander. Die Werte des Pfüfstandes beziehen sich doch immer auf das Hinterrad, oder gibt es auch Prüfstände die dann automatisch auf die KW hochrechnen?
Wenn wir ca. 10% Verlust rechnen, dann hätte der Motor ja um die 18 PS an der KW?????? Glaube ich nicht.
Am Motor wurde etwas gespielt. Den Umbau den Ulli Moppedladen im Markt veröffentlicht hatte:
Kolben mit größrer Verdichtung:  >> ca.8,5
Nockenwellenrad ca. 3 Grad vorgelegt
Einlassventil 34 mm
Versager: 24mm
Heiko: NICHT weiterlesen!
Elektronische Zündung von Data Kleiber (6 Volt)
Das mit dem Diagramm reinstellen klappt bei mir nicht. ( Ihave not a scanner) Aber ich frage mal bei Kasi nach, ob der das kann.
Gruss Manfred

Meine R90/6 schleppe ich auch dort hin.
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 13 Dezember 2006, 06:08:23
Zitat von: Manfred250 am 12 Dezember 2006, 20:58:43
@Heiko, Du bringst mich wieder durcheiander. Die Werte des Pfüfstandes beziehen sich doch immer auf das Hinterrad, oder gibt es auch Prüfstände die dann automatisch auf die KW hochrechnen?
Moin,

häh? Hab ich doch gar nichts von gesagt :Frage:

... aber nebenbei, da sitzen unschuldige User vor dem Rechner und lesen:

R 25/2... auf Rollenprüfstand... gemessen 15,4PS am Hinterrad... uih, Kinnlade unten  :o... geht aber gut die /2, ist der Gedanke...

... aber dann, irgendwann im Nachgang, naja, ist ja auch ein bisschen getunt... grummel  :oberlehrer:... nix mehr Kinnlade unten, sondern kein Wunder, wurde ja auch geimpft die Kiste... sagt das doch vorher, ist genauso wie damals mit der R 26 auf dem Prüfstand... über 20 PS... booh... nachher stellt sich raus, 350ccm Umbau, anderer Vergaser.


Heiko  ;)

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Knaudel am 13 Dezember 2006, 06:46:42
Zitat von: Heiko am 13 Dezember 2006, 06:08:23
... aber nebenbei, da sitzen unschuldige User vor dem Rechner und lesen:

R 25/2... auf Rollenprüfstand... gemessen 15,4PS am Hinterrad... uih, Kinnlade unten  :o... geht aber gut die /2, ist der Gedanke...

Hallo Heiko,

tja, da wird ein R27 Fahrer auch erst mal neidisch, oder? (genau wie ein R25/3 Fahrer)


Gruß Knaudel
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 13 Dezember 2006, 08:59:19
Zitat von: Knaudel am 13 Dezember 2006, 06:46:42
tja, da wird ein R27 Fahrer auch erst mal neidisch, oder? (genau wie ein R25/3 Fahrer)

Nö! Wieso?  ;D
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 13 Dezember 2006, 10:11:00
Na ja ,
die Ps Zahl erscheint mir ehrlich gesagt etwas optimistisch (vielleicht ist es ein italienischer Prüfstand?), ich schätze mal, das er die verschiedenen Verluste (Getriebe, Kardan, Schlupf etc etc) schon mit reingerechnet hat.
Frag doch mal nach , Manfred.
Rolf
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: dieterhoehn am 13 Dezember 2006, 11:02:32
Bei Kasi wird die Schleppleistung (...Verluste) mit eingerechnet.
Die Leistungsangabe bezieht sich auf die errechnete Leistung an der Kurbelwelle.

Gruß,

Dieter
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Rütz am 13 Dezember 2006, 12:30:34
Ha! Klasse, Manfred!  :applaus: :respekt:
Endlich hat mal jemand gemessen (mit Lambdasonde).

Das Ergebnis geht mir natürlich runter wie Öl.  :D
Von wegen "...die sind original immer zu mager eingestellt, wegen Benzin so teuer...etc blabla...".
(Phrasenmodus on:)
Seit Karl Benz selig bis heute wird aus verschiedenen Gründen der Vereinfachung immer zu fett
eingestellt..., zu 90%. Seit "Bleifrei" bestimmt zu sogar zu 99,99%.
Das schadet nicht nur dem Wald, sondern, wie ihr seht, auch einem selbst. :P

Zitat...wird die Schleppleistung (...Verluste) mit eingerechnet
So viel ich weiß, geht das so:
Der Prüfer zieht im Moment, wenn die max. Leistung ansteht, die Kupplung und läßt die "Rolle" ausrollen. Aus dem Grad ihrer Abbremsung kann der Prüfstand dann schließen, wieviel Leistung Antrieb u. Getriebe bei der jeweiligen Drehzahl schlucken.

Anselm J(e mager desto schnell)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 13 Dezember 2006, 18:04:02
so, nachdem Heiko die Bemerkung am Hinterrad fallen ließ habe ich nochmal nachgefragt. Das ist die Leistung welche an der Kurbelwelle gemessen wird. Also rechnet der Prüfstand runter.
Aber ca. 15,8 PS an der Welle sind auch nicht schlecht. (Orschinal 12 PS)
Aber eine schlechten R27 Motor versäge ich dann schon. Von einer Duc will ich garnicht mal reden.
@Heiko: Unschuldige user am Rechner? Glaubst Du daran? Aber zu meiner Ehrenrettung muß ich sagen, dass ich schon einige Male meine Motorschandtaten geschildert habe.
Kasi will am Sonntag die Diagramme reinstellen.
Gruss Manfred

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Peter am 13 Dezember 2006, 19:00:50
Hi Manfred, umgekehrt ist es wohl richtig.  Du hast die 15 PS an der Kurbelwelle, d.h. abzgl. der Verluste über den Antriebsstrang hast Du weniger als die 15 PS am Hinterrad, wieviel das auch immer sein mag.( vielleicht ca. 1 PS.) Die in den Fahrzeugpapieren angegeben Werte beziehen sich auf das Hinterrad. Das sind die 12 PS, die für die /2 angegeben sind. An der Kurbelwelle ist nur ein theoretischer Wert ohne die fahrzeugspezifischen Verluste.
gruß Peter
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 13 Dezember 2006, 19:56:12
@Peter: Tschuldidung, wenn ich Dir widerspreche:Die im KFZ Brief eingestanzte Werte beziehen sich auf die KW!!!! Man unterscheidet nur noch zwischen den DIN - PS, den SAE PS oder den ?? weiß nicht mehr.
DIN PS: Mit allen Nebenagregaten(LIMA, Wasserpumpe usw)
den ital. PS: Mit teilagregaten. Oder in den usa (SAE) ohne allen.
Aber IMMER an der KW!!!!
War doch vor einiger Zeit hier im Forum darüber eine Diskussion.
Wenn sich die 12 PS auf das Hinterrad beziehen würden, und ich würde die 15,8 PS auf das Hinterrad runterbrechen(-10%) dann blieben ja gerade noch 14,2 PS übrig!!!!!  Grrrrrrrrrrrrr.
Rolf, habe ich recht???????????????
Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 13 Dezember 2006, 22:08:32
Ich glaube schon, Manfred.
Kasi sollte sagen, wie sich die Verluste unserer Maschinchen verrechnen.
Ist ja wohl für alle gleich.
5% ... 10% ... 15% ?
Exact gemessen wird das Raddrehmoment, daraus errechnet sich die Radleistung.
Dann wird der Wirkungsgrad des Abtriebsstranges herausgerechnet und
heraus kommt die Leistung an der Kurbelwelle.

Gruß mek T(estfahrer)  :bike:
Titel: !Q
Beitrag von: Heiko am 14 Dezember 2006, 06:01:39
Zitat von: Manfred250 am 13 Dezember 2006, 18:04:02
so, nachdem Heiko die Bemerkung am Hinterrad fallen ließ habe ich nochmal nachgefragt.

Noch einmal Manfred! ::) Ich habe nichts von Hinterrad gesagt!... Genau lesen bitte! 8) Du meinst wohl Risky!?

Zitat von: Manfred250 am 13 Dezember 2006, 18:04:02
Das ist die Leistung welche an der Kurbelwelle gemessen wird. Also rechnet der Prüfstand runter.
Aber ca. 15,8 PS an der Welle sind auch nicht schlecht. (Orschinal 12 PS)

Wenn es ein Rollenprüfstand ist, wie rechnet er dann die Verluste von Getriebe und Hinterradantrieb und Schlupf aus um auf die Leistung an der KW zu kommen  :Frage:


Zitat von: Manfred250 am 13 Dezember 2006, 18:04:02
Aber eine schlechten R27 Motor versäge ich dann schon.

Hä, wie denn?  :auslach: Das erklär mir mal ernsthaft bitte!


Zitat von: Manfred250 am 13 Dezember 2006, 18:04:02
@Heiko: Unschuldige user am Rechner? Glaubst Du daran? Aber zu meiner Ehrenrettung muß ich sagen, dass ich schon einige Male meine Motorschandtaten geschildert habe.

Ich glaube nicht! :-\\ Irgendwo bestimmt, aber ich habe nicht von allen Usern die Motordaten im Kopf.


Heiko  ;)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 14 Dezember 2006, 09:44:15
Hallo Manfred,
teils teils.
Soviel ich weiss werden din PS ab GetriebeEINGANG (also kommt da noch die Kupplung) gerechnet, wenn du also an der KW 15,8 PS hast wirst du etwas (!!) weniger DIN PS haben, aber wirklich nur marginal.
Davon ab, 15,x ist doch ein geiler Wert, spätestens wenn der Drehmomentverlauf (hoffe ich doch) ähnlich gut wie beim Original ist (und nicht so wie bei den Schwingen Dingern).
im Prinzip muss ich (leider  ;D , aber selten :P ) Heiko recht geben, ich habe auch nie drauf wer was gemacht hat bzw was er überhaupt fährt.


Heiko, wie sie die Verlustleistung berechnen (eher schätzen, langt aber) hat doch Anselm schon kurz angerissen.
Das sind so ca 10-12 % (als Richtwert ).

Jochen, es wird immer nur das Drehmoment gemessen, PS kannst du nicht direkt messen, das ist ein Rechenwert.

Rolf T(rotzdem)


Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 14 Dezember 2006, 10:11:56
Zitat von: rolf am 14 Dezember 2006, 09:44:15
Heiko, wie sie die Verlustleistung berechnen (eher schätzen, langt aber) hat doch Anselm schon kurz angerissen.
Das sind so ca 10-12 % (als Richtwert ).

Ach jau... stimmt... hatte ich irgendwie verdrängt  ::) ... (Schnauze jetzt!  ;D )
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Peter am 14 Dezember 2006, 10:36:02
dann verstehe ich nicht, was hier auf diversen Motorradausstellungen immer auf dem Rollenprüfstand gemessen wird  :Frage: Da wird doch am Hinterrad die Leistung gemessen , ob in PS oder KW ist ja erst mal egal. Das Ergebnis wird dann mit den Herstellerangaben verglichen. Vergleichen kann man aber doch nur gleiche Messmethoden. ich habe noch nie mitbekommen, daß diese leistungsangaben mit dem Wert X heruntergerechnet wurden, damit ein Wert an der Kurbelwelle herauskommt. Wie ist es denn jetzt richtig? :Frage:
Gruß Peter
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 14 Dezember 2006, 10:56:59
Peter,
das ist doch ganz einfach:
MEINS ist richtig!!
(einfache Regel)
Rolf T(rotzdem)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Peter am 14 Dezember 2006, 11:51:48
 ::) sorry, war mir für ein Moment entfallen  ;) Trotzdem: Wenn ich an der Hinterachse auf dem Rollenprüfstand messe, wie kommen die bei unterschiedlichen Fahrzeugtypen (der eine hat Kette, der andere Kardan oder 4,5 6 gang-getriebe )dann auf die richtigen Werte, die von der Messung abgezogen werden müssen  :Frage:  :oberlehrer:  :Frage: , um an den Wert für die Kurbelwelle oder halt vor dem getriebeeingang (was für mich dasselbe ist) zu gelangen ???
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: dieterhoehn am 14 Dezember 2006, 12:14:25
Zitat von: Peter am 14 Dezember 2006, 11:51:48
::) sorry, war mir für ein Moment entfallen  ;) Trotzdem: Wenn ich an der Hinterachse auf dem Rollenprüfstand messe, wie kommen die bei unterschiedlichen Fahrzeugtypen (der eine hat Kette, der andere Kardan oder 4,5 6 gang-getriebe )dann auf die richtigen Werte, die von der Messung abgezogen werden müssen  :Frage:  :oberlehrer:  :Frage: , um an den Wert für die Kurbelwelle oder halt vor dem getriebeeingang (was für mich dasselbe ist) zu gelangen ???

Hi,

wie schon von Anselm beschrieben:
"Der Prüfer zieht im Moment, wenn die max. Leistung ansteht, die Kupplung und läßt die "Rolle" ausrollen. Aus dem Grad ihrer Abbremsung kann der Prüfstand dann schließen, wieviel Leistung Antrieb u. Getriebe bei der jeweiligen Drehzahl schlucken."

Das Verfahren scheint allerdings ziemlich toleranzbehaftet zu sein. Hinzu kommt dann noch -soweit ich mich entsinne- dass die (geschätzte) Ansaugtemperatur des Motors von der Prüfstandssoftware mit eingerechnet wird, um die Leistung bei NENNtemperatur zu ermitteln.
Über alles gesehen, sind solche Testläufen mit Rollenprüfständen lediglich für Vorher/Nachher-Messungen oder für Optimierungen (wie in diesem Fall) sinnvoll, nicht aber für "absolute" Leistungsmessungen. Hierfür sind die möglichen Toleranzen zu groß. +/-10% können es im schlimmsten Fall sicher sein.

Gruß,

Dieter

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 14 Dezember 2006, 13:17:19
Richtig,
absolutwerte sind es wirklich nicht.

Peter, an der Kw und ab Kupplung ist nicht dasselbe (u.a. wg. Schlupf derselben).
Ich glaube, die Amis messen an der KW, wirrrr (die TEUTSCHEN) an derrr Kupplung!
RRRRRRolf
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 14 Dezember 2006, 14:05:00
Gemessen wird die Kurbelwellenleistung, also Drehmoment mal Drehzahl.

Nachdem man bei den wenigsten Moppets an die KW rankommt haben die
Prüfstandhersteller einen Weg gefunden, über einen Rollentest mit anschließendem
Auslauf die Parameter zu erfassen und auf die KW zurückzurechnen - genau
wie Manfred das beschreibt.

Früher hatte man "die Bremse" (Wirbelstrom, Wasserpumpe oder mechanisch)
Heute werden die Drehmomentwerte über die Beschleunigungswerte eines
Monster-Schwungrads gerechnet. Jedenfalls wurde mein Leistungsdiagramm (http://www.bmw-einzylinder.de/Start/tips/berichte/thomasfreund/r325-s5.php)
so ermittelt (Fuchs-Prüfstand) und nach DIN (Luftdruck, Temperatur und
Antriebsverluste normiert und berücksichtigt) ausgedruckt.
Meine R34/4 wurde damals mit der Schleicher-Nockenwelle gemessen;
heute liegt das Drehmoment-Maximum mit der Original-NW bei ca. 3500 U/min.

Auch Erfahrungswerte aus dem Schlupf werden von der Software berücksichtigt -
als Beispiel dreht das Hinterrad einer 172 PS Hayabusa bei 300 km/h ca. 320 km/h  :o

Thomas
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 14 Dezember 2006, 20:15:03
Ihr seid mir ja Experten !
Zitat von: odeon8 am 14 Dezember 2006, 14:05:00
Gemessen wird die Kurbelwellenleistung, also Drehmoment mal Drehzahl.
Zitat von: rolf am 14 Dezember 2006, 09:44:15
Jochen, es wird immer nur das Drehmoment gemessen, PS kannst du nicht direkt messen, das ist ein Rechenwert.
Rolf T(rotzdem
:applaus: "trotz...    (hab's gelöscht !, war zu persönlich, sorry)     ....garten ?

ich verweise auf meinen Beitrag #14
Bin gespannt auf Kasi´s Diagramme und welchen Wirkungsgrad er für den Antriebsstrang unserer Maschinchen angibt.

Gruß mek
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 14 Dezember 2006, 22:30:30
Hey Jochen,

warum so grantig ?

Wir sind einer Meinung - ist das so schlimm ?

Thomas  ???
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 14 Dezember 2006, 23:33:36
Sag mal Mek, was ist denn los?  :Frage:
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 15 Dezember 2006, 09:50:20
Hast recht Jochen (trotzdem ;D),
weiß im Moment auch nicht auf wem ich mich da bezogen habe, du hattest es jedenfalls schon richtig beschrieben.
Peace Bruder!

Rolf (aus der Löwenzahngruppe)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 15 Dezember 2006, 13:32:04
Leute,
wenn mir die geballte Unschärfe hier entgegenprasselt,
wirkt das bei mir schon mal blutdrucksteigernd  :o

Hab`Euch alle lieb ! :-* (hab`s oben geändert).

Gruß mek I(ntercooler)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 16 Dezember 2006, 00:31:19
Bevor ihr euch die Köpfe einhaut, kläre ich auf:

Tatsächlich gemessen wird bei meinem Rollenprüfstand die Beschleunigung der 500Kg schweren Rolle.
Manche Prüfstände messen mit Wirbelstrombremse, was aber eine höhere Fehlerquote ergeben kann. Gewicht und Durchmesser einer 500Kg-Rolle ändern sich nicht spontan.

Also Rollendrehzahl x Zeit. Und dieses Verhältnis in kurzen Abständen wiederholt gemessen lässt einen ziemlich genauen Schluss auf die Beschleunigung und somit Leistung und Drehmoment zu. Das lässt sich simpel errechnen.

Im direkten Anschluss an die Messung wird ausgekuppelt und der Prüfstand erfasst nun die Geschwindigkeit, mit der die Rollendrehzahl abnimmt. Abzüglich des eigenen Rollwiderstandes an den Lagern (dieser wird bei DIN-Geprüften Leistungsprüfständen regelmäßig geprüft und dem Rechenprogramm als feste Größe mitgeteilt), kann nun die sogenannte Schleppleistung ermittelt werden. Vom Abrieb der Reifen über Kardan/Kette, Getriebe bis zur ausgerückten Kupplung wird diese Verlustleistung gemessen.
Nun kann die Kupplungsleistung errechnet werden. Auch ganz simpel.

Die vom Hersteller und in den Kfz-Papieren angegebene Leistung ist aber die Kurbelwellenleistung des Motors.
Der deutsche TÜV addiert zum Beispiel zu der Kupplungsleistung 3% als angenommenen Verlust an Primärtrieb und Kupplung (Schlupf) hinzu und nimmt das als Kurbelwellenleistung an. Die so errechnete Leistung wird beispielsweise bei einer Leistungsänderung dann in die Papiere eingetragen.

Die reine Hinterradmessung hat den Nachteil, dass bei zu strammer Kette bzw. schwergängigem Endantrieb oder Getriebe der Schluss auf die Motorleistung nur sehr ungenau möglich ist. Letztendlich interessiert ja bei der Abstimmung zunächst einmal die Motorleistung.

So. Ich hoffe, ich habe euch vorläufig mal Gesprächsstoff gegeben. Im Laufe des Sonntag werde ich wohl Zeit finden, die Leistungsprüfungen in die Website einzupflegen. Ihr dürft sie dann gerne runterladen, ins Forum stellen, bunt anmalen oder vor Wut zerreißen.

;-)

Kasi

saarbike.de (http://www.saarbike.de)



Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 16 Dezember 2006, 03:03:14
Hallo Kasi,
:applaus: erstmal vielen Dank für Deine ausfühlichen Beschreibungen von Leistungsprüfständen .

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es darum, an einem angelieferten Motorrad, die Leistung an der Kurbelwelle zu ermitteln.
Dein Prüfstand hat eben die Eigenschaft, durch geeignete Messmethoden, die Verlustleistung des Antriebsstranges heraus zu rechnen.
Es wird eine 500kg schwere Masse beschleunigt, die später, nach Gaswegnehmen, das Hinterrad wieder antreibt,
um die Verlustleistung , incl Motorreibung , heraus zu bekommen.

Es ist aber eine Volllastmessung : Gashahn auf bis maximale Drehzahl und dann Gashahn zu, um die Verluste zu messen.
Zwischenwerte im Teillastbereich können dann ja nicht ermittelt werden , oder ?
...weil die 500kg Masse dann ja höher drehen will und den Motor sofort schleppt.
Kann sein, dass es den Auftraggeber nicht so interessiert.

Welche Verlustleistung haben denn unsere 250er Antriebe ?

Gruß mek
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Rütz am 16 Dezember 2006, 10:10:02
Hi Mek,

ZitatEs ist aber eine Volllastmessung
Die Messung läuft doch immergleich ab, egal wie weit der Schieber geöffnet wird.
Wenn es interessiert, kann man also so eine Kurve auch für 1/2 oder 21/32 Schieberstellung anlegen.
Die Rolle kann doch jederzeit wieder abgebremst und neu beschleunigt werden.
Ich wüßte jetzt nicht wozu man beim Fahrzeugmotor (mit Gasgriff) Werte für die Teillastleistung braucht. :Frage:
Das ist doch nur bei Stationär/Aggregatmotoren interessant, oder wenn man eine Leistungsbeschränkung durch Schieberanschlag plant.

Interessant im Teillastbereich ist der Lamda-Wert (-> Vergasereinstellung).

ZitatVerlustleistung
Ob der Prüfstand dafür konkrete Werte ausspuckt? Es ist ja wahrscheinlich eine eigene Drehzahlabhängige ("Verzögerung, 1. Ableitung") Kurve, die zu der ersten aufaddiert wird (intern, im Chip ;D).
Immerhin haben wir keinen Primärantrieb und dadurch schon mal fast 2,5% Verlust gespart. ;D


Anselm
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 16 Dezember 2006, 17:08:48
Hi Rütz,
;D ein Gasgriff kennt ja nicht nur die Zustände Leerlauf und Vollgas.
Wenn man einen Vergaser richtig abstimmen möchte sind auch die Teillastbereiche wichtig.
Ein Verbrennungsmotor kann im Teillastbereich recht sparsam betrieben werden.
Richtig Dampf braucht man nur bei Vollgas.

Gruß mek
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 16 Dezember 2006, 20:43:54
Zunächst mal:
Da die Kupplung getrennt ist, läuft der Motor nicht mit. Also nix mit Motorreibung.
Du hast insoweit Recht, daß bei einer Vollastmessung eben nur die Funktion bei voll geöffnetem Schieber gemessen wird. Sollte das Motorrad Probleme im Teillastbereich haben, würde ich auch da eine Optimierung unter Zuhilfenahme von Lambdasonde und Prüfstand vornehmen.
Allerding teste ich immer, ob das Teil sauber in allen Bereichen anspricht und welcher Lambdawert dort vorliegt. Nur veranlasse ich den Prüfstand nicht zu einer Messung mit Halbgas, wenn ich merke, daß weder Aussetzer noch andere Gemischprobleme vorliegen und das Motörchen auch im Teillastbereich sauber durchzieht.
Bei solch vergleichsweise leistungsarmen und einfach gestrickten Geräten wie der R25 würden Probleme sofort auffallen, das hätte ich gemerkt. Schließlich mache ich den Job nun fast 25 Jahre und habe mir derweil ein bischen Gefühl für die Technik angeeignet. Das hilft manchmal ungemein.

Übrigens: Habe gerade die Leistungsprüfungen eingescannt. Ihr findet sie dann in ca. 'ner Stunde unter diesem Link:
http://www.saarbike.de/tuning/motortuning/vergasertuning/index.html (http://www.saarbike.de/tuning/motortuning/vergasertuning/index.html)

Was an Leistung bis zum Hinterrad verloren geht?
Bei R25 und seines Gleichen sind es ca. 5PS, die Getriebe und Endantrieb bei rund 6000/min wegfressen.

Gruß
Kasi

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 16 Dezember 2006, 21:12:58
Hallo Kasi,

ein wirklich eindruckvolles Beispiel dafür, dass alte "Weisheiten" wie
"lieber zu fett" doch richtig Leistung kosten können !

:applaus:

Danke für den Plott - werde bei nächster Gelegenheit mal ne Lambdasonde
ausprobieren....wenn ich mal günstig an sowas rankomme  ;)

Thomas R(34/4)

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 17 Dezember 2006, 11:49:56
Hallo Kasi,
was ist das für ein unruhuges Bild jenseits der 6500 U/min?
Ventile flattern?
Rolf
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 17 Dezember 2006, 12:04:06
Das sind Strömungsprobleme, die verschiedene Ursachen haben können:
Zum einen war der Auspuffkrümmer um ca. 200mm gekürzt,
zum anderen sind diese Motoren nicht mehr ganz neu. So können möglicherweise die Ventilfedern schon etwas schwach auf der Brust sein. Dann stellt sich tatsächlich ein so genanntes "Ventilflattern" ein. Das ist auch der Grund, warum ich dem Motörchen keine höheren Drehzahlen umd die 16PS zu knacken mehr zumuten wollte.

Gruß
Kasi

saarbike.de (http://www.saarbike.de)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 17 Dezember 2006, 12:50:55
Hallo,

also Ventilflattern kann nicht sein, die Dinger sind gerade 2 Jahre alt und neu gewesen.
Oder der Nachbau war Sch.....

@Kasi:  Mötorchen??????? Kerel, das ist mein ganzer mat. Stolz
Aber was die Geschichte mir sagte: Ein Fuchs bekommt vielleicht die Einstellung hin. Ein normalbegabter dürfte da sien Probleme haben.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 17 Dezember 2006, 12:56:55
Vielen Dank, Kasi, für die Veröffentlichung der Diagramme  :applaus:

Mich beeindruckt am meisten die fast ebene Drehmomententfaltung im Bereich von 4000 ... 6500 U/min.
Das haben doch sonst nur Dieselmaschinen, völlig klasse.   :dance:

Unter 3500 U/min dürfte noch was herauszuholen sein.
Ich vermute dort spielt die Fliehkraftverstellung der Zündung die große Rolle.
Das um 20cm gekürzte Abgasrohr der R25/2 hat wohl keinen großen Einfluß.

Habe mir auch nochmal das R26 Diagramm angesehen, warum fängt die Messung erst bei 2500 U/min an ?

Gruß mek




Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 17 Dezember 2006, 13:20:25
Der Messbeginn wird auf die Drehzahl eingestellt, ab der der Motor bei voll geöffnetem Schieber rund durchdreht und ausreichend Leistung entwickelt, um die schwere Rolle zu beschleunigen.
Bei 1-Zylinder mit niedrigem Drehzahlniveau liegt diese Grenze meist bei 2500-3000, bei Vierzylinder wirde der Beginn auf 3500-4000 eingestellt. Je nachdem, ob's ein Motor mit zahmen oder scharfen Steuerzeiten ist.
Wer schon mal eine Yamaha YZF-R1 gefahren hat, weiß, daß unter 4000/min nicht viel passiert. Vergleichsweise natürlich.
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 18 Dezember 2006, 14:59:51
Zitat von: Manfred250 am 17 Dezember 2006, 12:50:55


also Ventilflattern kann nicht sein, die Dinger sind gerade 2 Jahre alt und neu gewesen.
Oder der Nachbau war Sch.....



Gruss Manfred

Manfred, es ist immer wieder schön Menschen guten Glaubens erleben zu dürfen!  ;D

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 18 Dezember 2006, 23:27:35
Noch mal zu Drehmomentverlauf und Leistung:
Was bei Manfred's R25/2 gemacht wurde, war eine Abstimmung auf den IST-Status. Das heißt: So wie das Motorrad kam, ist es geblieben. Bis auf Bedüsung und Nadelstellung.
Bei entsprechenden Modifikationen ist da natürlich doch Luft drin, denn alleine der Original-Luftfilter ist strömungmäßig ein Greuel. Ebenso der gekürzte Krümmer: 200mm kürzer ist eine ganze Menge und gerade im unteren Drehzahlbereich sind lange Krümmer von Vorteil.

Nochmal zum "untenherum schwachen Drehmomentdiagramm" und zu "eventuell mehr Frühverstellung" (die Frage wurde mir direkt gestellt):
Bei optimalen Strömungsbedingungen, die Änderungen an Luftfilter über Kanäle, Brennraum, Steuerzeiten und Auspuff einschließen können, wird auch eine maximale Füllung des Brennraumes mit idalem Gemisch erreicht. Oft genug muß dann die Zündung in Richtung spät verstellt werden, damit der Motor nicht anfängt zu klingeln.
Wird eine Verstellung weiter in Richtung Früh nötig, brennt das Gemisch nicht richtig.

Gruß
Kasi
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 19 Dezember 2006, 09:09:14
Also: Wenn rabenbauer endlich seinen orschinalen Nachbau-Auspuff fertig hat, kommt dieser dran. laut neuster Wettervorhersage bis 04/2007
Welchen Filter sollte man dann nehmen? Ohne dass die ganze Linie versaut wird? Den Einlaßkanal habe ich schon poliert und geglättet.
Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 19 Dezember 2006, 11:43:41
Hallo Manfred,

zwar nicht ohne dass die Linie versaut wird -
dafür längenoptimiert und mit K&N versehen:

(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.tfmicrosystems.de%2Fimages%2Fodeon8-ansaug-kn-filter.jpg&hash=a074bbb981fd4720757c935758294cbee68cc796)

Mittlerweile ist das silberne Klo-Rohr durch ein dünneres
Gummirohr ersetzt: Gibt noch mehr Drehmoment
und fällt lange nicht so auf  ;D

Thomas (Paul-Rosche   ;) )
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 20 Dezember 2006, 07:47:39
Ujm Himmelswillen Thomas, das sieht ja aus wie der Schwanz von einem Hängebauchelefanten.
Gibt es nix schöneres?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Knaudel am 20 Dezember 2006, 09:08:08
Hallo Manfred,

was findest Du schöner als Drehmoment?

Gruß Knaudel i(mmer noch 250ccm)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 20 Dezember 2006, 09:36:44
Moin Manfred,

wie ich schon schrieb: (..) durch Gummirohr ersetzt.

Guggst Du hier (http://www.bmw-einzylinder.de/Start/forum/BMW-Treffen/pics/Edersee_2006/Karl/pages/DSC00954.htm) - da sieht man nix mehr vom Elefantenschwanz

Und hier (http://www.bmw-einzylinder.de/Start/forum/BMW-Treffen/pics/Edersee_2006/Karl/pages/DSC00955.htm) auch nicht.

Thomas H(ängebauch ohne Elefantenschwanz  ;D )
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Rütz am 20 Dezember 2006, 11:51:26
Zitat...schöner als Drehmoment?
Drehzahl!
Was sonst. ;D

Anselm S(ingende Säge :bike:)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 20 Dezember 2006, 19:11:10
...schöner als Drehmoment?

Noch mehr Drehmomant!!!!!!!!!

Hi Thomas,

natürlich sehe ich kein Gummirohr mehr. Mit Deinem Astralkörper verdeckst Du ja ALLES!!!!!!!!!!

>Frage an die restliche Gemeinde: Hat schon jemand Erfahrung gesammelt mit einem K+N Lufti? oder einem anderem Lufti?

Gruss Manfred   :)

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 20 Dezember 2006, 21:51:50
Yo Manfred, ich  8)

habe den K+N Nachbau von Louis drauf gehabt und direkt den Burn-Test gefahren  ;D
(es war August 06 und ich hatte das Teil von Wuppertal bis Kamen auf der A1 drauf,
ca 80km geschätzt, Vollgas logo!! )
Quittiert hat`s der Motor mit`m Klemmer, weiße NGK Zündkerzen, also zu mager gefahren.

Du must dann das Gemisch kontrollieren und bestimmt anfetten,
diese Lufi`s haben mehr Luftdurchsatz, als die Serienteile.

Gruß mek, V(ersuch macht kluch)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 20 Dezember 2006, 23:37:04
nee nee, Hängesschwanzelefant!
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: kruemel am 21 Dezember 2006, 09:20:53
das Geheimnis von "Babbas Schnauferl" ist die Wheat-beer injection, den Anschlussadapter habt ihr auf dem Bild gesehen.

pfiaddi!
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 21 Dezember 2006, 09:24:58
Hängesschwanzelefant!

Das ist eine spezielle saarländiche gezüchtete Rasse!!! ;D

Gruss Manfred  Ex Kaiserslautern
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Rütz am 26 Dezember 2006, 18:01:59
Hallo Manfred,

was Mek geflissentlich verschwieg ;D, ist, daß er den "Lufti" nicht direkt auf den Vergaser, sondern eben auf sein /3 -Rohr gesteckt hat.

Die K&N oder Wasauchimmerfilter kommen nunmal ohne Gehäuse daher. Aber genau darauf kommt es an.
Ob man die Luft dann schließlich mit Drahtgeflecht, Schaumstoff, Baumwolle oder gar nicht filtert, ist vielleicht das letzte Quentchen Feintuning, aber nicht prinzipiell entscheidend.

Man kann es "beruhigte Luft" oder Resonanzaufladung, Luftfilterkasten/-rohr oder "Airbox nennen.
Luftfilter direkt auf den Vergaser zu setzen: Das ist das strömungsmäßige Greuel, was Kasi meint (...glaube ich zumindest, weil es mit meiner ungleich bescheideneren Erfahrung korrelieren würde ;D)


Anselm L(aminar Flow)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 26 Dezember 2006, 19:46:36
Ah ja.heißt also: Wenn ich so ein Delo Filter auf den Versagerstutzen raufschraube habe ich nur den Vorteil das die Luft besser gereinigt wird. Und den Nachteil das ich keinen Coke mehr habe.
Reicht den eine Reinigung des org. Filters so alle 2000km?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 26 Dezember 2006, 22:26:03
Manfred,
selbst wenn du ihn alle 2000km reinigst bekommst du keine Coke!
Rolf
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Rütz am 27 Dezember 2006, 14:43:29
@Manfred:
Mag sein, daß mit dem Delo-Filter wieder die 110er richtig ist, weil er evtl. doch etwas mehr Luft durchläßt.
Aber um meßbar mehr Leistung, bzw. das "Flattern" der Drehmomentkurve weg-, zu bekommen, wirst du die Ansaugwege als solches ändern müssen (...und dann wieder auf dem Prüfstand den Vergaser neu einstellen... ;D), ...fürchte ich.

Anselm
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 27 Dezember 2006, 20:12:59
So sieht's aus!
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung / LuFi am Vergaser /2
Beitrag von: schwalbenschrauber am 27 Dezember 2006, 21:27:54
hat jeman eine gute Idee wie man /2 LuFi mit einem Klorohr verlängern kann ohne die
Optik zu versaubeuteln? - ich denke schon eine Zeitlang an einen LuFi-Kasten auf dem Plat des Akkus, und einen Gel-Akku unter dem Sitz verstecken - aber reif ist die Sache noch lange nicht - vielleicht hat ja schone jemand eine Lösung 'erfunden' - danke tbc
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 27 Dezember 2006, 22:52:19
N'Abend Schwalbi,

also im Namen der christlichen Weihnachtszeit - bin mal schnell
in die Garage rüber mit einem Zollstock und dem Händi - guggst
Du Fotos als Anhang.
Kühlerschlauch ca. 38 mm Innendurchmesser mit K&N.
Saugrohrlänge ca. 20 cm.
Ergibt Drehmoment-Maximum 25 Nm bei 3500 U/min (344 ccm)
Optik versaubeutelt ? Ansichtssache....
Meinen 16 Ah Akku habe ich genau wegen dieser Saugrohr-Optimiererei
verpflanzt. Siehe Foto.
Choke brauche ich nicht - R26-Vergaser hat Tupfer !

Thomas
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 28 Dezember 2006, 01:55:45
Sieht unanständig aus.

Jungs!
Ihr fahrt alle recht vorsintflutliche Motorräder.

Warum?
Weil ihr euch über 15PS nicht hinaus traut oder weil die alten "Mopeds" noch echten Charme haben?
Wenn ihr mit den Dingern nach Oschersleben oder Hockenheim wollt, müßt ihr anders an die Sache heran gehen.
So'n Rüssel würde ich mir nienich an meinen Wasserbüffel (Suzuki GT750) basteln.
Wo bleibt da die Ästhetik, die gerade ältere und alte Motorräder noch haben?

Wenn ich obige Bilder meiner Frau zeige, fragt sie gleich, ob ich diesmal die "Kopfschmerzen" habe.

Und: Tuning bedeutet nicht immer "maximale Leistung" suchen. Für Manche geht es um Drehzahl, Andere bevorzugen Drehmoment und einige wollen nur die (teils originalen) Macken beseitigt haben.
Letztendlich bedeutet "Tuning" nur "Optimierung". Und da kommt es drauf an, was gewünscht wird.
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 28 Dezember 2006, 09:24:17
Hey Kasi,
mir aus dem Herzen gesprochen!!
Predige ich seit 14-18 (s. div. Beiträge von mir)!
Tuning, tuning.... was wollen sie denn haben? Mehr PS (durch mehr drehzahl)? mehr Drehmoment? Mehr Hubraum? bessere Füllung?optimierte verbrennung?... Antwort ist eigentlich immer ein diffuses gestammel "mehr Leistung"... aber wodurch??
Noch wichtiger : warum??

Holt doch erstmal aus den Kisten raus was drin ist (nennt sich dann feintuning bzw optimierung!!

dann: noch wichtiger: nutzt es auch!! (und nicht:" ich mag sie nicht quälen")

Ich finde es generell viel aufregender, schwieriger und herausfordernder sie so zu "tunen" das man es nicht sieht.

Weswegen fahre ich eine (z.B.) 25/2? Um schnell von A zu B zu kommen?? dann nehme ich den Zug.

Um an der Ampel der schnellste zu sein? dann kaufe ich mir eine hondasacki (nebenbei, bei den Schnarchern heutzutage bin ich selbst mit meiner /2 immer noch Ampelkönig, es sei denn einer legt es darauf an, dann (und nur dann!) habe ich keine Chance).

Um auf der Autobahn bequem überholen zu können? Honda oder Auto! zum gefahrlos mitschwimmen reicht es allemal, ich fahre mit meinen Kisten immer z. T. Autobahn, alleine zur Arbei (28km) sind es ca 12km BAB.
Ansonsten meide ich Autobahn, alleine weil es schreiend langweilig ist (auch mit meiner Morini (160km/h)).

Ich suche mir eben die Strecken passend zur Maschine aus.

Nochmal zurück: warum fahre ich eine alte Schleuder?

Rolf D(anke Kasi)

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 28 Dezember 2006, 09:46:24
MEINE HELDEN!!!  :blumen:
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 28 Dezember 2006, 09:54:43
Knicks!
(Na, wo bleibt denn der Karmapunkt, du mißgünstige Schwiemelbacke,...los her mit dem Zucker ;D )
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 28 Dezember 2006, 12:26:57
Aaaah!
41!!  ;D
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: emm am 28 Dezember 2006, 15:58:05
uuuund: Zack! noch einer!  ;D

(Hattest Recht, Rolf! Der Tret war gut!)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Dennis am 28 Dezember 2006, 16:05:42
Cool, das "Trio Infernale" ist wieder komplett!!!!  :respekt:  ;D ;D ;D

Es macht übrigens wirklich Spass hier mitzulesen...  8)

Gruß
Dennis

Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 28 Dezember 2006, 18:03:09
Natürlich habe Kasi und Rolf völlig Recht. Ich habe jetzt nur mal kurz "Kopfschmerzen" ob man das Drehmoment unten nicht besser hinbekommt. Dazu gibt es zur Zeit nur 2 Lösungen: /3 tank montieren. Der hat den Ansaugkanal.
Einen spez. Kühlerschlauch a la Thomas legen.
Nur: Mit dem /3 tank stimmt die /2 nicht mehr.
Der Kühlerschlauch ist nicht mein Fall.
Was noch eine Idee wäre: Die Innerein des originalen Lufti ausbauen, und dafür eine zurechtgemachten K+N Lufti einbauen. Der größte Vorteil wäre die bessere Luftreinigung.#
@Rolf: Wieso habe ich keine Choke an meiner /2? Wenn ich die Klappe am Lufti verschließe, saugt dieser doch fetteres Gemisch an. dazu sagen wir Choke. Wie sagen die HH dazu?
Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: mekgyver am 28 Dezember 2006, 18:39:19
Hallo Manfred,

wenn Du fetteres Gemisch bein Starten haben möchtest must Du auch ein " h " mitbringen  :lol: s.o.#54+55  :saufen:

Man kann auch Luftfiltermaterial aus dem Motocross-Sektor verwenden,
schau mal in die Suche, Rütz hatte mal was ausprobiert.
Ist garantiert ´ne gute Sache, einmal wegen dem Ersatz des Drecksammlers und in Schüben wieder angebenden Drahtfilters,
andererseits wegen der Entdrosselung des Luftweges.
Mehr Ansauglänge verlagert offensichtlich das maximale, bzw nutzbare Drehmoment in untere Drehbereiche,
wer nimmt das Forschungsprojekt an ?

Gruß mek  :bike:
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Taz am 28 Dezember 2006, 21:24:23
Hi.

Mal kurz "off-topic"...sorry:

Zitat von: rolf am 28 Dezember 2006, 09:24:17
Nochmal zurück: warum fahre ich eine alte Schleuder?

Rolf D(anke Kasi)

Weil's mit einem modernen Joghurtbecher sowas (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=3112.0) nie geben wird...

:blumen: an Willy, die Beschreibung war einfach klasse....

So, das mußte einfach raus.

Schöne Grüße, Tassilo
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Kasi am 29 Dezember 2006, 08:31:41
Zu Rolf's ausführlicher Schimpfe:

Bin halt nicht immer am Rechner um nachzusehen, schließlich gehöre ich zu einer niederen, arbeitenden Kaste.
Und da sind noch ein paar, die auf mich warten. Den 41er Harley-Motor habe ich schon begonnen aber mit den 2 Intruder-Motoren bin ich im Hintertreffen.

Also: Feintuning bzw. Optimierung ist das, was ich auf dem Leistungsprüfstand mache. Das Gemisch wird so abgestimmt, daß der vorhandene Motor das Optimum dessen bekommt, was ihm mit den vorhandenen Teilen (Vergaser, Auspuff etc.) zuzuführen ist. So läuft er gesund, hält länger und nebenbei leistet er ein kleinwenig mehr.

Leistungssuche beginnt in den Eingeweiden. Von der Wuchtung der Kurbelwelle, Kolbenlaufspiel, Verdichtung, Steuerzeiten (Nockenwelle, Ventiltrieb), Kanalbearbeitung bis zur Änderung von Ansaug- und Abgaswegen.
Da bleibt dann aber kein Stein auf dem Anderen und auf Optik wird keine Rücksicht genommen. Danach kommen Fahrwerk und Bremsen dran.
Dann kannste auf die Rennstrecke damit.
Einem Motorrad wie der R25 würde ich das aber nur unter Vorhaltung einer dicken Geldbörse tun, da mein ästetisches Empfinden sowas normalerweise ausschließen würde. Aber schließlich bin ich käuflich (jedoch nicht billig).
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 29 Dezember 2006, 09:19:16
Moin,

@Manfred:

Warum möchtest Du denn untenrum mehr Drehmoment haben? Ich finde eine gute /2 oder /3 hat untenrum schon ein prima Drehmoment für eine 250er. Fahr an der Eder mal eine R 26 oder R 27, dann weißt Du, was kein Drehmoment ist untenrum! Wenn in deiner Kiste unten mehr Wumms sein soll, dann musst Du einiges machen...!

Hat Kasi ja schon geschrieben, nebenbei kannst Du dann deinen Prüfstandslauf vergessen und von vorne anfangen mit der Einstellerei!

Heiko
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 29 Dezember 2006, 09:39:15
Naja,
mehr Drehmoment ist nie schlecht, aber.....(s. den ganzen tret)
Jochen, das mit dem Schaumstoff-Lufi fahre ich seit gut 20 Jahren.
Manfred:
meinst du wirklich ein KN-Lufi ist strömungsgünstiger?? Dann schau ihn dir mal genau an.
2. es gibt wesentlich mehr als diese 2 möglichkeiten.
Alle: ich glaube (aber noch nie gemessen (lasse ich vielleicht nächstes Jahr mal machen, in der Nachbarschaft ist jetzt solche Tuning-fa , STR Racing, das werde ich mal betteln gehen... schließlich will er ja meine rahmenlehre ;D  ))
das der Drahtfilter einen extrem kleinen Strömungswiderstand hat.
Siehe auch Vergaserbestückung R27
Naßluftfilter: HD 120
Micronic:      HD 115

Rolf W(ar das schimpfen?? Ich dachte eher, das war 5 Jahre Forumserfahrung zusammen gefasst   ;D )
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 29 Dezember 2006, 10:07:15
Zitat von: rolf am 29 Dezember 2006, 09:39:15
Naja,
mehr Drehmoment ist nie schlecht, aber.....(s. den ganzen tret)

Natürlich ist das nicht schlecht... wie manch andere Sachen auch... aber es ist nur nicht mal eben machbar. Besser ist es doch, das bisher Erreichte auch richtig(!) zu nutzen, dann beurteilen und dann entscheiden.

Heiko
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 29 Dezember 2006, 10:34:50
Du hast mal wieder recht (und ich einen Beitrag mehr ;D )
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: † odeon8 am 29 Dezember 2006, 15:57:27
Zitat von: rolf am 29 Dezember 2006, 09:39:15
Naja, mehr Drehmoment ist nie schlecht, aber...

Rolf, wieso aber ?

Drehmoment ist doch das schönste an so einem Einzylinder, speziell wenn
man sich die original Nm-Kurve der /3 anschaut gehts ab 2500 U/min richtig zur Sache !

Ich meine dass mit diesem alten Motor hohe Drehzahlen auf die Dauer nicht
guttun (auch wenn Uli in F. das Gegenteil behauptet).
Um das Teil weitere 30 Jahre täglich nutzen zu können wollte ich mit der Drehzahl runter.
Der Stress für die beweglichen Teile steigt ja bekanntlich im Quadrat zur Drehzahl,
also sinkt die Haltbarkeit entsprechend.
Derzeit 100 km/h mit 4300 U/min - das hat schon was, auch wenn da keine Reserven
zum Überholen drin sind. Meistens fahr ich eh nur 80 bei 3500; mir reicht das zum
täglichen Weg in die Arbeit. Wenn wirklich mal überholt werden soll tuts auch der 3. Gang
bis 6000 U/min, aber halt nur dafür. Die ideale Heck-Übersetzung läge jetzt bei 3,8  -
da wären dann 120 km/h aufrecht sitzend möglich. So aber mit den 3,44 hinten hat
man diesen langen Overdrive-zum-Cruisen   :bike: (Diagramm) (http://www.bmw-einzylinder.de/Start/tips/berichte/thomasfreund/tuning/Gangdiagram-r344-r26getriebe.pdf)
Ich habe die Schleicher-Tuning-Nockenwelle genau aus diesen Gründen wieder rausgeschmissen,
auch wenn ich jetzt bei 6000 U/min 2-3 PS weniger  habe.

Soweit mein Plädoyer für Drehmoment - Thomas T(orque)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: Heiko am 29 Dezember 2006, 20:50:55
Zitat von: odeon8 am 29 Dezember 2006, 15:57:27
Ich habe die Schleicher-Tuning-Nockenwelle genau aus diesen Gründen wieder rausgeschmissen,
auch wenn ich jetzt bei 6000 U/min 2-3 PS weniger habe.

Aber ich mag sie... ;D ;)

Heiko U(nd es hält doch)
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 29 Dezember 2006, 21:32:24
2. es gibt wesentlich mehr als diese 2 möglichkeiten
@Rolf: Nun pack schon aus. Was kann man noch machen?
(Ich schreibe das nächste Mal Choke auch mit "h").
Nun schaue ich mir mal den Beitrag von Rütz und seinen Schaumstoffeinlagen an.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: rolf am 30 Dezember 2006, 12:50:32
Steuerzeiten, Ventilhub, Ventiltellergröße, kolbenhub etc etc
Rolf
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: ClassiCmen am 18 Mai 2007, 10:47:01
Lt. Bericht eine beachtliche Leistung.

Was aber interessant ist, wie hoch lag die Leistung vor dem Umbau?? Vielleicht bei 14,7 ??

Für mich ist solch eine Messung nur relevant bei einem und dem selben Prüfstand und die Tatsache vorher-hinterher.

Alles andere besagt fast nichts !!!

gerd

Ps.: Falls ich die Ursprungsleistung überlesen habe, bitte ich um Verzeihung, grin
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 18 Mai 2007, 11:37:52
Hi Gerd,

die Leistung vor dem Umbau weiß leider ich nicht. Nur glaube ich nicht, dass sie in diesem Bereich gelegen hat. Und soviel ich mitbekommen habe, gibt es auch den Prüfständen Toleranzen.
Meister Rabenbauer testet gerade die orschnalen Auspuffnachbauten. Die /2 auf dem Prüfstand drückt gerade mal 10,2 PS ab. Habe nur vergessen zu fragen , ob die am Hinterrad oder an der KW gemessen wurden. meine 14,?? wurden an die KW hochgerechnet. Jedenfalls zieht der Motor doch um einiges besser. Wenn ich nun noch den Knackpunkt mit der Motorabriegelung finde, bin ich zufrieden.
Gruss Manfred
Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: ClassiCmen am 18 Mai 2007, 21:41:53
Hallo Manfred,

das du jetzt ein deftiges Drehmoment aus dem Keller hast, sollte bei der Verdichtung auch so sein.
War bei meiner SR 500 auch so. Hat mir allerdings 7km/h in der Spitze gekostet, ob das nun Hochgeschwindigkeitsklingeln war kann ich nicht sagen. Jedenteils wirkte Sie obenherum wie zugeschnürrt!

Damals sagte mir ein routinierter Zweiradmechaniker und ich glaube der verstand sein Handwerk, das mein Auspuffsystem dazu nicht passen würde. Leider hatte ich dafür nicht die Mittel um entsprechende Schalldämpfer zu besorgen und auch ehrlich gesagt keinen Nerv, es gab halt wichtigeres.

In deiner Situation würde ich mir mal einen gebrauchten R26 oder R27 Topf besorgen oder mal ausleihen und damit testen. ggfs. auch die Vergaseranschlussweiten ändern.

Vor ca. 3 Jahren habe ich mir ein Hoske Tüte für eine R65 besorgt und damit rumexperimentiert das Teil habe ich mir so umgestrickt das ich die Prallbleche unterschiedlich versetzen und Bohrungen verändern kann. (schweißen bzw. verschrauben). Jedenfalls ist es interessant wie sich das Drehmomentverhalten verändert und wie man damit individuell abstimmen kann.

Fahre aber zu 90% mit orchinall, weil nicht so laut und hübscher für die Optik!

Also noch etwas experimentieren....und nie die Lust verlieren.

Viele Grüsse
Gerd








Titel: Re: Rollenprüfstanderfahrung
Beitrag von: guest474 am 20 Mai 2007, 06:46:29
Damals sagte mir ein routinierter Zweiradmechaniker und ich glaube der verstand sein Handwerk, das mein Auspuffsystem dazu nicht passen würde.
Genau das denke ich auch. Wie ich schon erwähnt hatte, ist der Auspufftopf im oberen Drittel knallegelb. Also staut sich hier die Abgase. Das Gemisch ist i.O. So gelb habe ich noch keinen /2 Topf gesehen. Wundert mich aber nicht. Das Ding besteht ja nur aus einer Hülle und 2 Prallblech. Die richtigen Töpfe waren viel aufweniger verarbeitet.
Wenn Meister Rabenbauer seine orschinalle Nachbauten fertig hat, kommt das Ding mit Krümmer dran.
Gruss Manfred