BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Stef am 04 August 2006, 13:53:27
Hallo!
Ich habe mir mal einiges zu Getriebeproblemen hier durchgelesen, aber bin mir nicht sicher woran mein Problem genau liegt, daher nochmal eine Getriebefrage an die Experten.. :o)
Vorgeschichte, Dampf ablassen:
Vor langer Zeit ging meine Kickstarterfeder kaputt, und so ein Arsch mit angeblicher Bmw-Erfahrung wechselte mir die zum Wucherpreis.
Seitdem springt der dritte Gang unter bestimmten Bedingungen raus.
Ein anderer Bmw-Mensch baute mein Getriebe auseinander und versuchte wohl es einzustellen, aber das Problem blieb und ich war noch ärmer.
Problem:
Das Problem tritt besonders beim Runterschalten aus dem 4. Gang und anschliessender Vollast auf, was gerade am Berg mit ner Menge Autos im Nacken richtig gefährlich werden kann.
Unter wenig Last lässt es sich recht gut vom 4. in den 3. runterschalten, aber beim nachfolgenden Schiebebetrieb springt der 3. Gang hier und da auch raus, aber nicht immer.
Sonst funktioniert das Getriebe eigentlich gut, ich hatte vor der Kickstarterfederreparatur nie Probleme damit und alles andere funktioniert auch bestens.
Vielen Dank im Voraus!
Stef, R-27 (1961).
Hi Stef,
das ist mit Wahrscheinlichkeit die Schiebeklaue, die aus der Lochscheibe rausrutscht. liegt daran, adss die Löcher durch Verschleiss nicht mehr rund, sondern zunehmend oval sind! Abhilfe: Getriebe auseinanderbauen und neue Lochscheiben einbauen!
Gruß Peter
Hi ihr Beiden,
ne Peter, glaub ich nicht... wenn es schon so verschlissen wäre, dann würde der Gang fast immer raus rutschen. Denke eher, daß einer von den "Experten" entweder unnötigerweise am Schaltautomaten herum gefummelt hat oder die Schaltklaue verstellt ist und der Gang nicht richtig rein geht. Das Getriebe muß zwar so oder so auseinander (wahrscheinlich), aber außer einer neuen Deckeldichtung wird wohl kein Material fällig sein.
@Stef:
Hast Du mal geschaut, ob beide Befestigungsschrauben für die Schaltklauen fest sind?
Heiko
Hi, nach meiner Erfahrung liegt es nicht an den Lochscheiben, ich würde sagen dein Profi hat die Getriebewellen nicht bzw. schlecht ausgemessen, und oder die falschen Distanzscheiben eingebaut. Ich denke, sobald du Vollgas gibst verschiebt sich die Welle längs im Getriebe und so springt der Gang heraus, das selbe hatte mein Kumpel Arno mit seiner Gelände BMW auch. Da habe ich das Getriebe geöffnet und, da waren gar keine Distanzscheiben aingebaut. Ich habe dann die Wellen ausgemessen und ausdistanziert.
Siehe da, keine Gänge sprangen dann heraus.
Mfg rentsak
Hi,
das kann auch gut sein. Um die Kickstarterfeder zu wechseln, muß der Deckel ab und die Distanzscheiben kleben am Deckel. Da kann es gut sein, daß die Scheiben heruntergefallen sind und nicht wieder eingebaut wurden... entweder vergessen, nicht drauf geachtet oder keinen Bock....
Heiko
Hallo zusammen,
ich habe bei meinem R25/2 - Getriebe das gleiche Problem, allerdings beim
hochschalten. Hier springt vor allem unter Last gelegentlich der 3. Gang raus.
Das ganze passiert nach einer Generalüberholung des Getriebes.
Ich hatte eigentlich die Anschlagschrauben in Verdacht, dies mit dem Distanzscheiben
erscheint mir aber auch möglich. Mal sehen, was unsere Spezialisten noch dazu
sagen.
viele Grüße
andy
Ein weiterer beliebter Fehler sind die Buchsen auf denen die Schaltklauen laufen:
Es gibt konzentrische und (neuere) exzentrische! Mit den Exzentrischen kann man die Schaltwege der Schieberäder einstellen ohne die Schaltklauen verbiegen zu müssen.
Wenn man die aber einfach so einbaut, kann diese Einstellung schnell völlig daneben liegen.
Ich mag die exzentrischen deshalb nicht. Auch weil sich direkt alles verstellt, wenn sich nur die Schaltklauenschrauben oben auf dem Getriebe lockern (...oder von Unwissenden gelockert werden).
Anselm
Super, danke für die Antworten!
Ich sehe mir das mal genauer an.
mfg
Stef
Guten Morgen Stef,
hast Du denn schon Fortschritte erzielt mit Deinem Problem - mich plagt jetzt nämlich ein sehr ähnliches. Wobei bei mir sowohl beim Runterschalten in den Dritten, als auch während des Fahrens im Dritten Gang, dieser rausspringt (dabei natürlich kurz das Hinterrad blockiert - lustig) und dann in den Zweiten "knallt". Manchmal springt er auch wieder zurück in den Dritten.
Lochscheibe ist übrigens neu - und auch das Getriebe komplett überarbeitet worden.
Grüße und Danke für Dein feed-back
Rainer
Hallo,
"das Getriebe ist komplett überarbeitet worden",...
Von wem??
Rolf
...von einem "Spezialisten"...
Grüße
Rainer
Ich nehme mal an es war nicht umsonst, also gebe es ihm wieder und lasse dich um Gottes willen mit solch Nonsenssprüchen wie "das läuft sich noch ein" etc abspeisen.
Merkwürdig ist es das dein Rad blockiert??
Normalerweise springt er nur raus, entweder in den2., oder in den 3. zurück und wieder raus usw. (meistens der fall), oder in den Zwischenleerlauf.
Das das rad blockiert würde mich nervös machen... probiere mal spaßeshalber aus ob du die beiden (schlitz oder Inbus) Schraubenköpfe oben am getriebe drehen kannst.
Gruß
Rolf
Hi Rolf,
vielen Dank für Deine Beiträge. Hilft mir die Lage einzuordnen, denn die Antworten auf meine Rückfragen an den Spezialisten, gehen schon in die von Dir angenommene Richtung...
Das mit den beiden Schrauben mach' ich heute abend - gib' mir doch bitte noch den Tip, ob sich die Schrauben bewegen lassen sollten etc. - danke.
Beste Grüße
Rainer
Hallo Rainer,
da darf sich nix drehen !!!
Die beiden von oben sichtbaren Schrauben 112 halten die
Schaltgabel-Büchsen (109). Die Büchsen gibts konzentrisch
und exzentrisch, also mit außermittiger Lage, damit man
die Schaltgabeln so einstellen kann, dass sich die Schiebe-
klaue 65 genau mittig zwischen 2 Zahnrädern befindet,
wenn diese nicht geschaltet (eingelegter Gang) sind.
(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.tfmicrosystems.de%2Fimages%2Fodeon8-getriebeparts2.gif&hash=216141b3eebd677aeafc45ed0c18d4d38a564814)
Die Justierung ist nicht ganz einfach, geht nur bei geöffneten
Getriebe, am besten mit abgestützer Abtriebswelle (54)
und einem (Zahnarzt-) Spiegel. Anschließend werden
die Büchsen fest angezogen - ich verwende da zusätzlich
LOCTITE 243-mittelfest als Schraubensicherung.
Thomas
Rrrrrrrichtig! Thomas,
bloß wenn sie sich drehen lassen ist da richtig die Kxx am dampfen, das würde aber z.B. erkären warum das Hinterrad blockiert (weil beide (!) Schaltgabel die möglichkeit haben zu schalten (normalerweise blockiert dann das getriebe total.... sprich Sturz, zumindest schwarzer Strich, hatte ein freund von mir mal, von einem getriebspezi, annonciert (glaube ich) auch immer in der Markt, der hatte noch andere Kuriositäten auf Lager, z.B. die hinteren Lager einkleben ;D)
Rolf
Reine spannerneugier.
KANNST DU NICHT DIE EMIL kORRESPONDENZ (schxxhochtaste!!!) mit von mir aus mit geschwärzten Namen mal reinstellen??
...ich fummel' am Abend die entsprechenden Passagen zusammen und lass' Euch dann mal mitlesen...
Grüße
Rainer
Spannerdank!
Zitat von: odeon8 am 26 September 2006, 13:24:16
Hallo Rainer,
da darf sich nix drehen !!!
Die beiden von oben sichtbaren Schrauben 112 halten die
Schaltgabel-Büchsen (109). Die Büchsen gibts konzentrisch
und exzentrisch, also mit außermittiger Lage, damit man
die Schaltgabeln so einstellen kann, dass sich die Schiebe-
klaue 65 genau mittig zwischen 2 Zahnrädern befindet,
wenn diese nicht geschaltet (eingelegter Gang) sind.
(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.tfmicrosystems.de%2Fimages%2Fodeon8-getriebeparts2.gif&hash=216141b3eebd677aeafc45ed0c18d4d38a564814)
Die Justierung ist nicht ganz einfach, geht nur bei geöffneten
Getriebe, am besten mit abgestützer Abtriebswelle (54)
und einem (Zahnarzt-) Spiegel. Anschließend werden
die Büchsen fest angezogen - ich verwende da zusätzlich
LOCTITE 243-mittelfest als Schraubensicherung.
Thomas
Hallo Thomas,
danke auch an Dich - hab' gerade die zwei Imbusschrauben gecheckt. Sitzen fest, waren also mit normalem Kraftaufwand nicht zu bewegen. Gibt Dir das noch eine zusätzliche Idee???
Gruß Rainer
Ja,
je öfter ich was von irgendwelchen Spezialisten (alter BMW-Werkstattmeister, bla bla bla) lese, bekomme ich immer mehr Pickel! :schimpf:
Heiko
Zitat von: rolf am 26 September 2006, 15:47:21
Spannerdank!
Hallo Rolf,
hier nun mal ein paar Zitate:
Erste Probleme nach Einbau des Tauschgetriebes, d.h. 3. Gang springt raus, Hinterrad blockiert etc.:
,,Ich glaube aber, das es nichts Schlimmes ist, da ja die Zahnräder alle gut
waren und es kann höchstens sein, dass gerade im 3.Gang noch die neuen Lager etwas Probleme machen und dies mit der Zeit besser werden muss!!!"
Dann doch nochmals Getriebe aufgemacht:
,,Ich habe das Getriebe ausgebaut und Dir 2 neue Schiebestücke für die
Schaltung eingebaut"
Jetzt die wieder aufgetretenen Schwierigkeiten nochmals geschildert:
,,Ich habe damals extra neue Teile eingebaut, damit ich auf der sicheren Seite bin. Ich wüsste ehrlich nicht, was ich noch tun sollte"
XXXX
tja...
Grüße
Rainer
Zitat von: Rainer Rhön am 26 September 2006, 21:07:05
..., dass gerade im 3.Gang noch die neuen Lager etwas Probleme machen und dies mit der Zeit besser werden muss!!!"
Ja ne, is klar... ich kann nicht mehr...
Mek, das ist ein Tret für dich:
Neue Lager machen Probleme (ergo alte nicht??)
(konnte ich mir nicht verkneifen).
Rainer, ist ok, die sollen auch fest sein.
Wieso allerdings einzig und allein der 3. gang neue Lager hat (die ja bekanntlich Probleme machen ;D ) wird wohl ein Rätsel bleiben, ich dachte immer da sind ein paar Gänge mehr auf der (neu gelagerten ) Welle.
Sei's drum, haue ihm das Ding auf dem Tisch, er soll es richtig machen (heisst, ein getriebe was sich nicht schalten lässt ist kein getriebe)
Was hast du dafür eigentlich bezahlt? Reine Neugier!
Wenn der Spezialist allerdings erst beim 2. öffnen die Schaltscheiben wechselt..... entweder sie waren beim 1. mal ok, dann ist es jetzt Unfug, oder sie waren ausgelutscht...dann hätte er es beim 1. Mal machen müssen.
Sage mal dem Spezi:
1. Gegenstücke zu den Lochscheiben ok? Keine abgerundeten Ecken?
2. Ausdistanziert?
3.Schaltgabeln eingestellt??
4. Pfuscher
Rolf
Hi Rolf,
schönen guten Morgen in den Norden. Hab' den Spezi(alisten) jetzt so weit, dass wir das Getriebe gemeinsam nochmals aufmachen. Gibt es außer den schon von Dir erwähnten Tipps noch etwas, worauf ich - bzw. er :galgen: - besonders aufpassen soll? Fotos von den "Innereien" werde ich diesmal sicherlich machen.
Danke und Grüße
Rainer
Hallo,
wenn Punkt 1-3 ok ist....dann wird es schwierig.
Aber 98,9% aller fehler sind damit eigentlich abgedeckt, alles weitere würde im Moment den rahmen sprengen. Lass man erstmal diese Sachen checken, nicht erst auseinander bauen somdern z.B. erstmal die schaltgabeln checken, dann die Ausditanzierung und dann erst auseinander und die Lochscheiben.
gruß
Rolf
evtl. noch...
4. "Überschaltspiel" (siehe WHB): Läßt sich auch ganz schnell kontrollieren.
Vor allem wichtig, weil eine neue Kurvenscheibe eingebaut wurde (wenn ich richtig verstanden habe).
5. Die Federn im Schaltautomaten (ganz genau auf die richtige Position und Ausrichtung der Ärmchen achten!)
Siehe auch: http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=2399.msg23431#msg23431
Anselm 1%
...danke Euch vielmals. Werde berichten...
Gruß
Rainer
Hallo zusammen!
Altes Thema, neue Auflage!
Mal schauen, ob ich jemanden erreiche. (Diesen Satz verstehe ich nämlich nicht: "Warnung: In diesem Thema wurde seit 120 Tagen nicht mehr geschrieben." - is klar ... und dann "Sollten Sie Ihrer Antwort nicht sicher sein, starten Sie ein neues Thema." -)
Hab bei Ulis Motorradladen mein Getriebe überholen lassen, wegen genau diesem extrem unangenehmen Phänomen. Jetzt bin ich noch keine 500 km damit gefahren, und jetzt geht es wieder los. Ich könnte speien! Dummerweise ist die Getriebeüberholung schon länger her...
Gestern Anruf im o.g. Laden: Ich solls erstmal zurückschicken, und dann würde man sehen... Garantie wäre jetzt natürlich nicht mehr drauf, aber da würde man sich schon einigen...Im Zweifelsfalls gäbe da Möglichkeiten, es so zu reparieren, daß der 3. Gang nie mehr rausspringt... - Ganz im Gegenteil: Im Extremfall könne dabei herausspringen, daß der 4. nicht mehr reingeht...(!) Ab der 75/5 hätte man das Problem nämlich anders gelöst...
Ich weiß echt nicht, ob ich das Teil nochmal hinschicken soll, oder ob mich das nicht nur NOCHMEHR kostet, und wieder nix bringt, oder die Sache sogar noch verschlimmert!
Frage:
1. Ist damit zur Problemlösung vielleicht die exzentrische Buchse gemeint? - Kann ich mir nicht vorstellen, weil man damit doch nur besser einstellen kann, oder?
2. Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Getriebe-Schrauber von Uli?
(Ehrlich gesagt kann ich die Geschicht von dem uralten erfahrenen Schrauber, der seit 60 Jahren nix anderes als BMW Vier-Gang Getriebe schraubt auch bald nicht mehr hören....- Das der von Uli aber die Schrauben nicht festzieht, soweit denke ich erstmal noch nicht...werd ich aber nachher zuhause sicherheitshalber mal nachprüfen...).
So, jetzt erstmal warten wie das mit so alten Themen funktioniert!
Grüße,
Uli
Hallo Uli,
springt der Gang nur nach dem Runterschalten raus, oder auch sonst?
Rütz
Hallo Rütz,
Nur beim Runterschalten und nur unter Last...
Uli
Dann könntest du noch etwas versuchen, wozu das Getriebe zwar ausgebaut, aber nicht geöffnet werden muß:
Motorseitig befindet sich am Getriebe eine schräg nach unten stehende Schraube. Schraube die heraus und setze sie mit einer ~0,5 mm dickeren U-Scheibe als vorhanden wieder ein.
Durch die U-Scheibendicke unter dieser Schraube wird das "Überschaltspiel" beim Runterschalten eingestellt. Bei deinen Symptomen besteht zumindest die Möglichkeit, daß der Gang beim Runterschalten einfach nur nicht "weit genug" eingelegt wird.
Gruß Rütz
:respekt: Wow! Ich bin beeindruckt!
Das Ding muß sooderso wieder raus, von daher wärs den Versuch wert! Ist die Schraube denn irgendwie gesichert? - Muß ja fast, wenn man mit der solche Dinge anrichten kann....
Grüße, Uli
Was mich allerdings verwundert ist, daß das erst nach ein paar Kilometern wieder richtig angefangen hat. Ich war damit immerhin schon für ne kurze Ausfahrt in den Vogesen, und da war nix...Eingestellt ist doch eingestellt oder gibts dafür ne Erklärung? (Drinnen ist so ziemlich alles neu! 440 Steine!)
:Frage:Uli
Gesichert ist die Schraube mit einem Kerbschlag (Loctite geht bestimmt auch), andererseits sind die Schrauben oben auf dem Getriebe, die die Schaltgabeln halten, auch nicht speziell gesichert.
Warum es nicht sofort aufgetreten ist weiß ich auch nicht. Das spricht natürlich etwas gegen mein Szenario... und mehr für die Schaltgabel/Schiebemuffenkiste.
Weißt du ob auch Schaltgabeln und/oder die Schiebemuffen ausgetauscht wurden?
Gruß Rütz
Zitat von: rentsak am 05 August 2006, 15:11:32
Hi, nach meiner Erfahrung liegt es nicht an den Lochscheiben, ich würde sagen dein Profi hat die Getriebewellen nicht bzw. schlecht ausgemessen, und oder die falschen Distanzscheiben eingebaut. Ich denke, sobald du Vollgas gibst verschiebt sich die Welle längs im Getriebe und so springt der Gang heraus, das selbe hatte mein Kumpel Arno mit seiner Gelände BMW auch. Da habe ich das Getriebe geöffnet und, da waren gar keine Distanzscheiben aingebaut. Ich habe dann die Wellen ausgemessen und ausdistanziert.
Siehe da, keine Gänge sprangen dann heraus.
Mfg rentsak
Und von den paar Zehntelmillimetern springt dann gleich die Schiebeklaue (= Lochscheibe) raus ? Das Stirnrad greift fast 1 Zentimeter tief in die Klaue rein. Kann ich mir nicht vorstellen - Kollern und rattern der Welle vielleicht, aber wenn der Gang rausspringt heisst das dass die Schiebeklaue aus dem Stirnrad rausspringt, oder ? Und das liegt daran dass
a) entweder die Schiebeklaue ausgefranst ist (eher) oder die Zapfen am Stirnrad 3 abgeschliffen (weniger eher)
oder b) dass die Schiebeklaue nicht am richtigen Ort steht, nämlich schön in der Mitte zwischen 3. und 4. Stirnrad (am ehesten !).
Das wiederum bedeutet, dass die Schaltgabel nicht richtig steht weil sie entweder aa) verbogen ist oder bb) total abgeschliffen oder cc) die Exzenterbuchse falsch herum eingebaut wurde.
Mit dem ausdistanzieren wurde das Problem möglicherweise gelöst, weil ihr nachher das Getriebe schon säuberlich richtig zusammengebaut habt wahrscheinlich mit Kontrolle der Schiebeklauen / Schaltgabelstellung, richtigem Einbau der Exzenterbuchse (absichtlich oder zufällig, dann immerhin noch 50:50 Chance).
Was nicht heissen soll, dass man nicht ausdistanzieren soll
Wenn Rütz' Tip mit der Anschlagschraube nichts fruchtet, würde ich das Getriebe ausbauen, öffnen, sicherstellen dass die Wellen ganz vorn stehen (ev. zurückklopfen am Lager falls mit dem Deckel etwas rausgezogen) und dann vor allem anderen mal die Schiebeklauenstellung im Leerlauf mit dem Spiegelchen kontrollieren. Abstand zu den Zapfen des 3. und 4. Stirnrads sollte gleich sein. Sonst Schaltgabel richten, also Exzenterbuchse drehen (oder einbauen wenn konzentrische Buchsen drin), notfalls Gabel ersetzen. Mit dem Spiegelchen kann man auch einigermassen sehen, ob die Löcher der Klaue schwer ausgefranst sind oder die Stirnradzapfen Karies haben oder die Gabelenden abgeschliffen sind.
Siehe auch thread Getriebe öffnen
P.S. Nur ein gelernter Motorradmechaniker kann eine alte BMW fachgerecht unbrauchbar machen
Hallo zusammen!
Auf die Schnelle....hier mal die Rechnung...
Gruß,
Uli
Oh sorry...das is nich so schön geworden... ::)
Hi Uli,
das was an Teilen auf der Rechnung, passt doch und die Preise sehen ebenfalls vernünftig aus (ohne im Einzelnen zu prüfen)
Gemäß Reparaturrichtzeiten braucht man für das Zerlegen und einstellen (Pkt. G1 - G3) 4,5 Stunden. Eine zusätzliche Stunde für die Restarbeiten wie Stehbolzen usw. klingt auch gut.
Eine Diskussion über die 42.- Euro + 19% MwSt Stundenlohn wollen wir doch jetzt bitte nicht beginnen, oder?
Andererseits sollte man schon verlangen dürfen, dass es nach der Reparatur auch funktioniert. Getriebe nach der Überholung einfahren?? Quatsch. Wenn's nicht geht, geht's auch nächste Woche nicht und nächstes Jahr erst recht nicht.
Knut L(ieber Selbermacher)
Hallo Knut,
Da ist vielleicht was falsch angekommen?!
Die Preise sind gar nicht mein Problem: Ich erwarte nur eigentlich, daß wenn ich mein Getriebe in ne "Fachwerkstatt" gebe mit dem Hinweis "Dritter Gang springt nach Runterschalten aus dem Vierten unter Last immer raus", das Teil hinterher funktioniert. Ich meine - wie man in der obigen Diskussion sieht: SOOO viele mögliche Fehlerquellen gibts da ja nicht...
Und bei den Arbeitsstundenpreisen, die die Reparatur ja letztenendes so teuer machen, würde ich als Schrauber, - wenns denn da schon mal so offen vor mir liegt - lieber ein Teil mehr erneuern, als ein Teil weniger, und mir vielleicht noch BESONDERS viel Mühe geben beim Ausdistanzieren!
"Wenn's nicht geht, geht's auch nächste Woche nicht und nächstes Jahr erst recht nicht."
Da haste leider recht! Also Teil raus, Rützes Unterlegscheibchen dran, Teil rein, fahren, und dann wieder evtl. Teil raus, zu Uli schicken ??, selber dran wagen ??, andere Werkstatt beauftragen ??, Teil rein. - DAS is grade mein "Problem". Wie viel lieber würde ich doch mal endlich wieder :bike:
Ansonsten hab ich selbst in das Getriebe noch nie reingeguckt. Ich war vor 15 Jahren mal bei der Reparatur eines 5-Gang BMW-Getriebes dabei, das ist alles. Und THEORETISCH ist mir halbwegs klar, was da passiert...
:( Grüße,
Uli
Hi Uli,
das was an Teilen auf der Rechnung, passt doch und die Preise sehen ebenfalls vernünftig aus (ohne im Einzelnen zu prüfen)
Gemäß Reparaturrichtzeiten braucht man für das Zerlegen und einstellen (Pkt. G1 - G3) 4,5 Stunden. Eine zusätzliche Stunde für die Restarbeiten wie Stehbolzen usw. klingt auch gut.
Eine Diskussion über die 42.- Euro + 19% MwSt Stundenlohn wollen wir doch jetzt bitte nicht beginnen, oder?
Andererseits sollte man schon verlangen dürfen, dass es nach der Reparatur auch funktioniert. Getriebe nach der Überholung einfahren?? Quatsch. Wenn's nicht geht, geht's auch nächste Woche nicht und nächstes Jahr erst recht nicht.
Knut L(ieber Selbermacher)
[/quote]
Ach so...Nachtrag:
Die Rechnung hab ich hochgeladen, damit ihr seht, was an neuen Teilen drin ist...
Grüße,
Uli
Hab ich auch so verstanden...Ist ja eigentlich rührend diese Rechnung, 42 Euro pro Stunde....bei uns (Schweiz) mindestens 80; sogar beim pensionierten BMW-Veteranen der schon etwa 4000 Euro Pension kriegt noch 60...Wird allerdings durch die tolle MwSt fast wettgemacht, hehe (7,6% hier...)
Aber zur Sache: Die Schiebeklaue wurde ersetzt, also ist die nicht verschlissen. Stirnradzapfen könnten abgeschliffen sein, aber das ist eher selten; DAS hätte wohl der Getriebemann gesehen, denk ich mal. Wo sie aber steht, ist die Frage ! Die beste Klaue springt raus wenn sie nicht tief genug ins Stirnrad reingedrückt wird weil die Schaltgabel mehr Richtung 4. Gang steht. Also entweder Du schickst das Getriebe zurück und verlangst Garantiereparatur. Ich würde Dir aber eher raten, das Ding selber zu öffnen. Ist gar nicht so schwer, siehe den thread Getriebe öffnen ! Du brauchts einen Backofen, eine Nutmutternuss, einen Zweiarm-Abzieher und so ein Dings um den Flansch nicht zu verbiegen und festzuhalten (Eigenbau, siehe thread...), einen Kehlkopfspiegel oder so ähnlich, das Werkstatthandbuch (runterladen) und eine Dichtung / Dichtungspaste zum Zumachen.
Zitat von: Mansa am 27 Juni 2008, 11:59:36
Ansonsten hab ich selbst in das Getriebe noch nie reingeguckt. Und THEORETISCH ist mir halbwegs klar, was da passiert...
Wenn Du das Getriebe geöffnet hast, wird Dir automatisch klar, wie das alles funktioniert und was wir meinen.
Guck mal im Fahrerhandbuch (runterladen wenn Du es nicht hast) die Zeichnungen bei Schaltgetriebe an. Und dann rätseln nach dem Motte "Finde den Unterschied zwischen den beiden Bildern" (die Stellung der Schiebeklaue!)
Und dann weiter wie oben und im erwähnten thread beschrieben. Zuerst spiegeln, dann richten, evtl. Exzenterbuchsen drehen, ev. Schaltgabel ersetzen; zumachen, fertig.
Fairerweise muss man sagen, dass auch der Fachmann erst sagen kann , ob das Getriebe perfekt funktioniert, wenn es wieder eingebaut ist.
Hallo,
theoretisch hast du ja recht, Rolf....aber, wenn ich schon über 400€ hingelegt hätte würde ich es auch reklamieren...und meine Zeit dann lieber in ein 2. getriebe/Motor/Kardan ö.ä. investieren.
Ansonsten stimmte es auch das man es wirklich es abschliessend beurteilen kann wenn man damit gefahren ist....ich habe beim getriebe machen z.B. nicht gemerkt das der Leerlaufkontakt verbogen war (oder von mir verbogen wurde)...eingebaut...und geärgert...da es mich keine 400€ gekostet hat bleibt es erstmal so drin, zumal bei der 26 die halbe Maschine zerlegt werden muss um das Getriebe zu wechseln.
Rolf
Schon...ich denke auch dass Ulis Werkstatt das mit etwas Grummeln auf Garantie (?) nochmals macht...aber was machen sie dann ? Weil sie das Ding nicht noch ein drittes Mal aufmachen wollen, werden sie wohl die Schaltgabel (98 Euro) und eventuell auch das 3. Stirnrad (154 Euro) ersetzen - ist ja vielleicht (!) auch nötig, wenn auch kaum beides zusammen, und die Teile verrechnen sie bestimmt...
Am besten wärs natürlich, der Uli Mansa könnte dabeisein und zusehen, wenn sie beim Uli S. das Getriebe aufmachen und prüfen, dann sieht er auch gleich was kaputt ist und wie das geht. Wenns nicht zu weit weg ist...
Sonst auf auf jeden Fall die ausgebauten + ersetzten Teile verlangen und mal an einem Treffen jemandem zeigen...Mein Mech hat mir mal zwei perfekte Stirnräder 2 und 3 ausgewechselt...
Oder eben selber machen
Ich denke mal, Uli.S liest mit und wird in Kürze nachbessern, wenn mansa (wegen der Abgrenzung)
das Getriebe zurückschickt. Ein Telefonat vorher bewirkt bestimmt Wunder,
sodass uns mansa wieder schnell auf die Strasse kommt.
Selbermachen ist für mansa, sag ich mal vorrausschauend, nicht die Lösung,
zumal der Defekt vorher beschrieben wurde und um Lösung gebeten worden war.
Das hat nicht so richtig geklappt, daher kommt die Nachbesserung in Frage.
Selbermachen verwirkt diesen Anspruch.
Wie gesagt rechtlich ist es eine glasklare Sache,
aber in einem persönlichen Gespräch lässt sich immer eine gefällige Lösung finden.
Gruß mek :kaffee:
Hallo zusammen,
Danke erstmal an alle für die prompte Hilfsbereitschaft! Super! :blumen:
Mir ist klar geworden, daß das mit "selber in Ruhe basteln" grade definitiv nix wird. Ist einfach alles zuviel! In zwei Wochen gehts mit der 80ST in die Alpen, und die braucht vorher auch mal noch Zuwendung. Die Zeit zerinnt mir sowieso schon zwischen den Fingern. Nach der Tour werd ich das Getriebe ausbauen (dazu muß bei mir leider auch die halbe Kiste auseinander...), und dann weitersehen, evtl. auch nochmal zu Uli schicken. Tel. haben wir schon, und er hat auch gesagt, daß wir uns - obwohl die offizielle Garantiezeit schon definitiv vorbei ist (rechtlich also leider nicht so glasklar. .) "schon einigen werden"... (Da ich ihn nicht kenne..., - das kann natürlich alles heißen und auch nix...).
Eins ist ziemlich sicher...Falls ich`s dann doch selber aufmache, hört ihr dann ziemlich wahrscheinlich ein paar Hilferufe aus dem Süden! :lol:
Grüße, Uli
Zitat von: Mansa am 28 Juni 2008, 12:51:18
(dazu muß bei mir leider auch die halbe Kiste auseinander
Eigentlich nicht, oder ist das eine frühe R 27 mit Längsanschlägen?
Heiko
So eine habe ich...Jhg. 1960, Getriebe kommt also mit Motor von vorne raus.
Bei der R50 komme ich von hinten ans Getriebe, dazu muss Rad, Hinterradantrieb, Schwinge, Schutzblech weg (wie spätere R27).
Ich habe mir lange überlegt was einfacher und schneller ist....Kein eindeutiges Ergebnis...ich tendiere eher dazu, Ausbau von vorn ist einfacher, wenn auch mit eindeutig mehr Rückenweh wegen Motor raushieven.
Reparaturanleitung S. 42 : "Bei Baumuster R27 ist der Arbeitsvorgang D3 (Getriebe aus- und einbauen, A.d.V. ) nur möglich ab Fahrgestellnr. 375 893...."
Meine hat 375 3und zerquetschte....
Habs schon mehrfach nicht glauben wollen, und hing dann da mit halb abgebauten Getriebe, und der Motor mußte dann doch noch raus....
Welche Längsanschläge? :Frage:
Grüße,
Uli
Da waren an der vorderen Motor-und hinteren Getriebeaufhängung Gummipuffer angebracht,die sich aber als überflüssig erwiesen haben.
Gruß André.
Zitat von: Mansa am 28 Juni 2008, 18:09:15
Reparaturanleitung S. 42 : "Bei Baumuster R27 ist der Arbeitsvorgang D3 (Getriebe aus- und einbauen, A.d.V. ) nur möglich ab Fahrgestellnr. 375 893...."
Richtig, in der Überschrift steht aber auch: Hinterradantrieb abgebaut!
Zitat von: Mansa am 28 Juni 2008, 18:09:15
Habs schon mehrfach nicht glauben wollen, und hing dann da mit halb abgebauten Getriebe, und der Motor mußte dann doch noch raus....
Bei der R 27 ohne Längsanschläge (deshalb ab Nr. 375893) kann man das Getriebe und den Motor ausbauen ohne das halbe Motorrad zu zerlegen! Erst der Motor dann das Getriebe, anders herum geht nicht. WHB Seite 50, D 5.
Heiko
Na ja...Heiko...das meint er vielleicht mit das halbe Motorrad auseinanderbauen...
Immerhin musst Du dafür den Benzintank, den Vergaser, den Krümmer, die untere Krümmerhalterung, die Motorhalterungen oben und unten und das Kabel aus der Lichtmaschine abbauen...
Wenn ich mir das nochmals so anschaue muss ich sagen, es wäre wohl doch einfacher von hinten, also Rad, Hinterradantrieb, Schwinge und Schutzblech weg (insbesondere da nicht wie bei der R50 die Schwinge ölgefüllt und das Kardangelenk an der Abtriebswelle angeschraubt ist) Geht aber nur ohne die Anschlagpuffer. Die Puffer kann man zwar auch wegnehmen, aber ich glaube es geht trotzdem nicht vor der ominösen Nummer 375893. Von vorne (Motor weg, Getriebe raus, s.oben) geht es immer.
Nur mal zur Aufklärung: Mansa,b.z.w Uli ist eine Frau! Bin auch drauf reingefallen,aber sie tut auch nichts dagegen!
Gruß André.
Zum Glück ist das Motorrad sächlich, so stimmt doch alles.
Toll!
Und wie erkennt man das?
Ich bin bei allen Claudias und co. immer skeptisch!
Rolf
Zitat von: Andre.Hubein am 29 Juni 2008, 21:13:28
Nur mal zur Aufklärung: Mansa,b.z.w Uli ist eine Frau! Bin auch drauf reingefallen,aber sie tut auch nichts dagegen!
Gruß André.
Und was ändert das?
Können Frauen nicht schrauben?
Haben sie zu wenig Kraft?
Soll ich dir eine meiner Ex-Assistenzärztinnen vorstellen? (Handballerin, Motorradfahrerin, grösser und stärker als ich - was nicht schwer ist ;D)
Thilo E(frauzipiert)
Zitat von: Risky am 29 Juni 2008, 23:51:14
Und was ändert das?
Na, eben nichts ! Ich sage nur dass die Tipps dieselben sind egal wer schraubt, da sich ein Motorrad mit weiblicher Besitzerin nicht wesentlich von einem mit männlichen Besitzer unterscheidet
Hi,
@Rolf II:
Ich mach es bei der R 27 lieber von vorne, als den ganzen Plunder von hinten abzubauen... hatte nur das Gefühl, daß Uli da etwas übersehen hatte :-\\
Heiko ;)