BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: strichzwojan am 16 September 2025, 19:06:52
Die Bremsankerplatte der genannten Modelle stellt über zwei Zapfen die Verbindung zur rechten unteren Gabelholmfaust her. Das muss das komplette Bremsmoment abstützen, weshalb diese Stelle sehr oft ausgeschlagen ist. Man kann das sehr schön bei noch nicht wieder festgezogener Achsmutter feststellen.
Nun wird da oft aufgefüllt mit dem Schweißgerät und dann zurechtgefeilt. Relativ aufwendig, und in die Bohrung für die Achse sollte auch keine Schweißperle springen...
Letztes Jahr hatte ich eine andere Bremsankerplatte montiert. Andere Platte, andere Toleranzen! Wer nur im Flachland fährt hat meist keine Probleme. Hält man aber mal an einer Steigung an, wo die Vorderradbremse betätigt wird, dann dreht sich die Ankerplatte zurück bis zum anderen Ende des Anschlags, um dann bei der nächsten Bremsung mit Anlauf und mit einem "Klack" nach vorne zu drehen, bis sie wieder anliegt. Nicht schön!
Ich habe mir heute aus Kupferblech einen Rückanschlag gemacht, der das Spiel eliminiert. Da ja die Rückdrehbewegung beim Stehen an einer Steigung nur leichte Kräfte einleitet, komme ich mit dem weichen Kupfer wohl zurecht. Alternativ könnte man es ja auch aus Messing oder Karosserieblech machen.
Der Ring umfasst auf etwas über 190 Grad. Mit einem Dremel plus Kreissägenaufsatz wäre das vielleicht schöner gegangen, aber Blechschere plus Feile ging dann auch...
Erste Probefahrt war vielversprechend.
Knapp 1000 km sind rum seit Einbau, viele davon in den Bergen, wo öfters die Bremse an Steigungen gezogen werden musste.
Gestern habe ich diesen Kupfer-Beilag-Ring mal in Augenschein nehmen können, weil ich das Rad zur Bremsenkontrolle ausbaute.
Nach dem Lösen der 22er-Mutter wackelte ich die Ankerplatte hin und her. Da war fast kein Spiel in der Lagerung der Zapfen zu fühlen.
Sehr erfreulich, weil ich meinte, dass Kupfer vielleicht zu weich für diesen Zweck sei. Die kleinen Zungen, die zwischen den Zapfen der Ankerplatte und den Vertiefungen in der rechten Gabelfaust liegen, sind auch überhaupt nicht zerdrückt oder gequetscht worden.
Ich habe die Achsmutter bis zum geht nicht mehr angeknallt.Dan schlägt auch nix mehr aus. Der Tipp kam vom Stemler
Manfred
Zitat von: M. Bumerang am 22 Oktober 2025, 20:18:49Ich habe die Achsmutter bis zum geht nicht mehr angeknallt.Dan schlägt auch nix mehr aus. Der Tipp kam vom Stemler
Manfred
Das habe ich auch mal probiert und kann versichern, dass es irgendwann doch wieder "Klack" macht.
Ich habe aufgeschweißt und passend gefeilt, nach 5000 Km machts wieder klack.
Dann hab ich nochmal aufgeschweißt, möglichst vollflächig und ja nicht zuviel abgefeilt, mal sehn wie lange es hält.
Das ist der Vorteil von Jan`s Lösung.
Das Kupfer funktioniert wie eine Art Auflaufpuffer.
Das radiert nicht weg.
ZitatDas radiert nicht weg.
Aber durch die Flächenpressung wird es dünner und dünner und.....und dann klackt es wieder
Manfred
Die Federkonstante von Kupfer ist dir bekannt?
(Manfred, nicht suchen ...)
Es ist mir nicht klar was du gebaut hast @strichzwojan. Als du es mal wieder auseinder hat, kannst du dann mehr Bilder machen? Meiner klackt auch...
Zitat von: cledrera am 24 Oktober 2025, 08:36:37Die Federkonstante von Kupfer ist dir bekannt?
(Manfred, nicht suchen ...)
Welche Legierung meinst Du?
Egal, ob geschweißt oder mit Blech entspielt wird diese Verbindung wieder ausschlagen. Dafür sind die Kräfte viel zu groß für die kleine Fläche. Wenn Jan Glück hat, dann reicht bei ihm die Einlage eines neuen Bleches, weil nur das ausschlägt und Nabe und Faust unversehrt bleiben.
Im Grunde ist es unzulänglich konstruiert - Die Bremsankerplatte braucht eine Bremsmomentstütze zur Gabel.
hat sie doch....wenn auch keine üppige
ansonsten....sie hat locker 30 jahre plus x gehalten....
Nur 30?
plus x! DU DÖDEL DU
Ich bin auch 30....plus X ;D ;D
Ist aber schon klar, was ich meine, ne ?!
Wenn ich 'ne /0 oder /2 hätte, hätte ich da schon längst Hand angelegt.
Passende, stabile "Schelle" um den Gabelholm,
M10-Schraube möglichst nahe am äußeren Rand von innen durch die Ankerplatte,
von aussen Kontermutter drauf,
"Flacheisen" zwichen Schelle und M10-Schraube, Fertig !
Na klar ist das "nicht original" - aber vernünftig !
Und eliminiert eine sicherheitsrelevante Schwachstelle !
Mit etwas Mühe kann man das auch richtig "schön" machen.
Aber jeder nach seiner Fasson.
Zitat von: Kees am 24 Oktober 2025, 08:47:13Es ist mir nicht klar was du gebaut hast @strichzwojan. Als du es mal wieder auseinder hat, kannst du dann mehr Bilder machen? Meiner klackt auch...
Du hast völlig Recht, Kees! Das habe ich glatt verpasst zu fotografieren. Reiche ich gerne nach, aber nicht demnächst... Schwiegermutter ist für 14 Tage auf Besuch...
Wegen der Belastung des Kupfers... Es ist ja so, dass ich bremse bergauf, zum Stillstand komme, und dann rollt die Maschine sanft zurück, ohne großen Anlauf. Da schlägt also nichts auf das Kupferblech ein, vielleicht würde Silikondichtmasse an dieser Stelle den gleichen Effekt haben.
Wäre halt nicht so schön oldschool.
Sascha, da ist übrigens weit und breit keine STABILE Stelle die geeignet wäre. Die Gabel ist ja eine Upsidedown, deshalb muss das Widerlager am bewegten Teil sitzen. Man könnte natürlich eine kleine Duplex (Honda CB 250) einspeichen, aber wo stützt man das ab? Die Gabel böte vielleicht die Möglichkeit, ein Gabeltauchstück nach unten mit einer stabil geschweißten Verlängerung zu versehen, die dann in die Aufnahme der Ankerplatte greift. Habe ich sogar schon mal so gesehen an einer Maschine.
Keine eile Jan. Meine ist schon einquartiert im Winterlager.
Zitat von: 4Taktix am 24 Oktober 2025, 12:41:45Ist aber schon klar, was ich meine, ne ?!
Wenn ich 'ne /0 oder /2 hätte, hätte ich da schon längst Hand angelegt.
Passende, stabile "Schelle" um den Gabelholm,
M10-Schraube möglichst nahe am äußeren Rand von innen durch die Ankerplatte,
von aussen Kontermutter drauf,
"Flacheisen" zwichen Schelle und M10-Schraube, Fertig !
Na klar ist das "nicht original" - aber vernünftig !
Und eliminiert eine sicherheitsrelevante Schwachstelle !
Mit etwas Mühe kann man das auch richtig "schön" machen.
Aber jeder nach seiner Fasson.
Das geht nicht. Die R25/2 hat eine Upside-Down-Gabel, da kann man keine Schelle anbauen.
Na, wie weit federt denn diese "Upside-Down" Gabel ein ? ....
Zitat von: 4Taktix am 24 Oktober 2025, 14:44:10Na, wie weit federt denn diese "Upside-Down" Gabel ein ? ....
Das ist völlig wurscht.
die Bremsmomentstützte der /3 hast du dir auch wirklich angeschaut? 2 dünne Alustreifen an der Gabelfaust ist besser? iCH HABE DIE SCHON ABGESCHERT ERLEBT......des öfteren aber angerissen
Zitat von: rolf am 24 Oktober 2025, 15:59:11die Bremsmomentstützte der /3 hast du dir auch wirklich angeschaut? 2 dünne Alustreifen an der Gabelfaust ist besser? iCH HABE DIE SCHON ABGESCHERT ERLEBT......des öfteren aber angerissen
Warum sollte ich das "wirklich" getan haben? Ich habe keine R25/3. Habe ich was über Alustreifen gesagt?
Ich verstehe hier auch kein Wort mehr, Kahlo! Aber die Strichzweigabel hat da keine Möglichkeiten. Weshalb ja auch mancher gleich auf eine Strichdrei- oder Strichfünfgabel umrüstet...
Eine Halbnabe sieht aber definitiv cooler aus als so eine verrippte Alu-Keksdose.
kahlo
ich meinte Sascha aka 4 taktix
strich2
....meinen tret hast du aber gelesen....weil du vom umbau auf /3 gabel schreibst
Mit Flacheisen, Schellen und Schrauben kann man hier nichts machen. Der ungefederte Teil der Gabel hat einen Gummibalg, kein Platz für Schellen.
Für die Nicht-R25/2-Besitzer:
Aaah, bei dem Bild oben sieht man auch ne Lücke.
Rolf hat übrigens Recht.
Auch bei der /3 gibt es diese "Schwäche".
Hat mich einmal ein Radlager gekostet (Peng! und das Hinterrad lief weiter ;D ).
Da war Wasser über den Spalt Gabelfaust/Aufnahme Bremsankerplatte an der Achse entlöang in die Radlagerbuchse gelaufen.
Seitdem habe ich da ein Stück gefettetes Kleenex drin.
Danke Kahlo! Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Schade, dass ich damals diese angeschweißte Stange, die exakt dem Gabelholmverlauf nach unten folgte, nicht fotografiert habe. Sah ungewöhnlich aus, um nicht zu sagen befremdlich, aber wenn es gut geschweißt ist...
Man sieht auf dem Foto von Kahlo, dass unmittelbar über dem Faltenbalg bereits die dünne Blechverkleidungshülse beginnt, also gibt es da keine stabile Stelle zur Anlenkung eines Widerlagers.
Natürlich ist da ein (bzw. zwei) Spalt(e) zu sehen. Irgendwie muss das ja auch zusammen- und ineinandergeführt werden. Und mit den Jahren wird sowas dann ausleiern, vor allem durch scharfes Bremsen (ich weiß von was ich rede ;) ). Also sowieso immer beobachten und auf Rissbildung checken.
Mein Kupferblechring soll ja nur verhindern, dass beim Rückwärtsrollen bei betätigter Bremse ein Spalt entsteht, der beim nächsten Bremsen mit Schmackes "auf Anschlag" geschlossen wird. Das ist genauso schlecht wie Luft im unteren Pleuellager.
Ich baue nachher das Vorderrad aus, damit @Kees den Kupferring mal zu sehen kriegt. Ich vergaß übrigens, dass ein Besuch der Schwiegermutter nicht zu weniger, sondern zu mehr Zeit in der Werkstatt führt... ;D
Jan
warum nicht an den Ohren für die Schutzblechstreben?
Zitat von: Borgward am 24 Oktober 2025, 17:49:38warum nicht an den Ohren für die Schutzblechstreben?
STIMMT! Das könnte gehen...
Hier erstmal die Fotos von dem Cu-Teil...
An der zweiten Nase, 180 Grad weiter, das Ganze natürlich genauso.
Heillose Verwirrung. Nein Rolf, deinen Umbaubeitrag auf Strichdrei kenne ich nicht. Ich selbst will ja auch gar nicht umbauen. Ich nahm nur Bezug auf die Vorschläge von Sascha.
Zitat von: Borgward am 24 Oktober 2025, 17:49:38warum nicht an den Ohren für die Schutzblechstreben?
warum keine duplex von einen japaner ::)
Zitat von: strichzwojan am 24 Oktober 2025, 18:23:59Heillose Verwirrung. Nein Rolf, deinen Umbaubeitrag auf Strichdrei kenne ich nicht. Ich selbst will ja auch gar nicht umbauen. Ich nahm nur Bezug auf die Vorschläge von Sascha.
lese nochmal meinen tret
...oder Halbnabe der Ariel.