BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: R26SPORT am 02 Dezember 2024, 03:04:44
Ich werde Google Translate verwenden, um ins Deutsche zu übersetzen, aber ich werde es trotzdem auf Englisch schreiben.
Hallo zusammen! Nach meiner Präsentation kommen die Fragen!
Ich habe eine neue Kurbelwelle von Mark Huggett gekauft und muss sie auswuchten, damit sie optimal mit dem neuen 68,5-mm-KS-Kolben funktioniert.
Zu diesem Zweck habe ich ein Auswuchtwerkzeug mit lagermontierten Scheiben zusammengestellt und außerdem eine Präzisionswaage gekauft.
Ich weiß, dass alle Kurbelwellen ausgewuchtet werden müssen, aber in diesem Fall, da es sich um eine neue Kurbelwelle handelt, dachte ich, dass ich, um den richtigen Auswuchtfaktor zu erhalten, Gewicht entfernen sollte (indem ich beide Gegengewichte bohre), aber zu meiner Überraschung ist es umgekehrt, ich muss Gewicht hinzufügen, um an 50 % oder 55 % heranzukommen.
Hat jemand Erfahrung mit dem Auswuchten seiner Kurbelwelle?
Welcher Auswuchtfaktor wird für unsere Einzylindermotoren mit der Welle in Längsposition empfohlen?
Ein guter Faktor für den Ausgleich der hin- und hergehenden Massen liegt bei 50% - es werden in der Literatur aber auch 55% benannt.
Es wird aber nicht wirklich erforderlich sein eine bei Mark Huggett gekaufte R26-Welle auf den Kolben anzupassen.
Das KANN man zwar machen - lohnt sich meiner Erfahrung nach aber nicht.
Die beiden Methoden zusätzliches Gewicht auf die Kurbelwangen aufzubringen besteht
1. Material auf die Stirnseiten der Kurbelwangen aufzuschrauben.
Aber Vorsicht - die Montage der Kurbelwelle in den Motor ist nur mit ABgeschraubten Zusatzgewichten möglich
2. Material auf die Innenseiten der Kurbelwangen aufzuschweissen. Hier darauf achten, dass die Scheiben nicht so dick werden, dass die Bewegung des Pleuels behindert wird
Grusz
Bernd
Instead of adding weight to the counterweights, you could alternatively lighten the piston and pin.
e.g. cut off a section of piston skirt below the Pin-holes,
or else grind a long taper inside each end of the piston pin.
There are different wall-thicknesses of piston-pins around ! that saves a decent weight !
I'd look for a 'thinner/lighter' pin first.
Cheers, Sascha
Zitat von: berndr253 am 02 Dezember 2024, 11:57:04Ein guter Faktor für den Ausgleich der hin- und hergehenden Massen liegt bei 50% - es werden in der Literatur aber auch 55% benannt.
Es wird aber nicht wirklich erforderlich sein eine bei Mark Huggett gekaufte R26-Welle auf den Kolben anzupassen.
Das KANN man zwar machen - lohnt sich meiner Erfahrung nach aber nicht.
Die beiden Methoden zusätzliches Gewicht auf die Kurbelwangen aufzubringen besteht
1. Material auf die Stirnseiten der Kurbelwangen aufzuschrauben.
Aber Vorsicht - die Montage der Kurbelwelle in den Motor ist nur mit ABgeschraubten Zusatzgewichten möglich
2. Material auf die Innenseiten der Kurbelwangen aufzuschweissen. Hier darauf achten, dass die Scheiben nicht so dick werden, dass die Bewegung des Pleuels behindert wird
Grusz
Bernd
Ich kaufte eine neue Kurbelwelle, weil es sich bei meinem Fahrrad um das frühe "Y"-Modell mit der Duraluminium-Pleuelstange und dem originalen 68-mm-Werks-Mahle-Kolben handelte (das Fahrrad hat seit seinem Neuzustand nur weniger als 27.000 km zurückgelegt). Ich habe die Auswuchtberechnung durchgeführt und sie liegt bei 46,7 %, vielleicht weil es eine leichte Kurbelwelle ist, haben die Ingenieure einen Auswuchtfaktor von weniger als 50 % festgelegt, ich weiß es nicht.
Da mein neuer 68,5-mm-KS-Kolben fast 30 Gramm schwerer als der ursprüngliche Mahle-Kolben war, musste ich das Gewicht der Originalkurbelwelle erhöhen, also beschloss ich, kein Risiko einzugehen und eine neue Kurbelwelle mit einer Stahlstange von Mark H. zu kaufen.
Als die neue Kurbelwelle ankam, montierte ich sie mit Scheiben an der Kurbel, um den Auswuchtfaktor zu überprüfen. Das zusätzliche Gewicht für die Auswuchtung der Kurbelwelle in allen Positionen betrug 74,9 g. Das Gewicht der Pleuelstange beträgt 119,5 g und das Gewicht des KS-Kolbens + Ringe + Bolzen + Sicherungsringe beträgt 349,1 g.
Die Formel lautet: ((119,5 + 74,9) / (119,5 + 349,1)) x 100 = 41,1 %
Dieser Ausgleichsfaktor ist für eine neue Standardkurbelwelle sehr niedrig und das zwingt mich, Gewicht hinzuzufügen.
Ich glaube nicht, dass ich noch Fotos hinzufügen kann, aber ich gebe den Link an alle weiter, die sehen möchten, wie ich die Messung durchgeführt habe. Vielleicht irre ich mich in etwas und möchte darauf hingewiesen werden. https://drive.google.com/drive/folders/1Y7hqsWax-hF6WF6PCTfnMXk5mEWbEJvI?usp=sharing
Zitat von: 4Taktix am 02 Dezember 2024, 14:01:59Instead of adding weight to the counterweights, you could alternatively lighten the piston and pin.
e.g. cut off a section of piston skirt below the Pin-holes,
or else grind a long taper inside each end of the piston pin.
There are different wall-thicknesses of piston-pins around ! that saves a decent weight !
I'd look for a 'thinner/lighter' pin first.
Cheers, Sascha
I know that I could lighten the pin, or alter the piston as well, but the difference will always be insufficient because to achieve a 50% balance I would have to lighten it by 40 grams and to achieve a 55% balance factor I would have to lighten it by 63.3 grams. That is too much weight to remove from the pin and piston.
Uli's Motorradladen offered long-stroke-Cranks for many years. ( Excentrical crankpin with R69-Rod )
Due to many complaints about the shaking ( inappropriate balance-factor ) he requested his manufacturer
to redesign those cranks accordingly. Since then the longstroke-cranks were delivered with pieces of 3mm thick
sheetmetal welded to the insides of the counterweights and the balance-factor does fit much better.
oszillating weights total: 468,6 gram
50% 234,6 gram
- 119,5 gram connecting rod
additional weight - master weight 114,5 gram in the piston-pin-bore
Bernd
Zitat von: berndr253 am 02 Dezember 2024, 15:29:49oszillating weights total: 468,6 gram
50% 234,6 gram
- 119,5 gram connecting rod
additional weight - master weight 114,5 gram in the piston-pin-bore
Bernd
Genau, um auf 50 % zu kommen, müsste das Hauptgewicht im Kolbenbolzenloch 114,8 Gramm betragen:
((119,5+114,8)/468,6)x100 = 50 %
Aber um auf das Gewicht von 114,8 Gramm zu kommen, müsste ich mehr Gewicht hinzufügen: 114,8-74,9= 49,9 Gramm im 34-mm-Radius, der mit dem Radius der Pleuelstange auf der Kurbelwelle übereinstimmt.
Es ist seltsam, dass ich bei einer neuen Kurbelwelle in der Qualität der Ersatzteile, die Mark H. verkauft, Gewicht hinzufügen muss, ich dachte wirklich, ich müsste Gewicht entfernen.
Stimmen Sie mit dieser Berechnung überein?
Zitat von: 4Taktix am 02 Dezember 2024, 15:15:43Uli's Motorradladen offered long-stroke-Cranks for many years. ( Excentrical crankpin with R69-Rod )
Due to many complaints about the shaking ( inappropriate balance-factor ) he requested his manufacturer
to redesign those cranks accordingly. Since then the longstroke-cranks were delivered with pieces of 3mm thick
sheetmetal welded to the insides of the counterweights and the balance-factor does fit much better.
ok, aber die Kurbelwelle von Mark H. soll eine exakte Reproduktion des Originals sein, zumindest stellt niemand die Qualität aller verkauften Ersatzteile in Frage, deshalb sollte sie besser zum KS-Kolben passen (ebenfalls von Mark H. gekauft). und es hat nur die erste Übergröße von 68,5 mm. Die von Dir erwähnten Probleme mit der Kurbelwelle von Uli dürftest Du nicht haben, denn das ist eine Tuning-Kurbelwelle.
Hast du Mark Hugget schon gefragt was da los ist?
(Eigentlich kenne ich das Antwort schon: "Machen wir schon seit 30 Jahre so, noch nie Beschwerde gehört")
Du konntest auch die Kurbelwelle ausbohren und dann wieder mit Tungsten Rundstahl auffühlen. Tungsten ist mehr als zwei mal so gewichtig als Stahl. Erst natürlich der Kolben und Kolbenbolzen so leicht wie möglich machen.
Mach das nicht - wenn du nicht über eine ziemlich gute Werkstatt verfügst!
ICH würde die Kurbelwelle so wie sie von Huggett geliefert worden ist montieren.
Der Motor wird hinreichend ruhig laufen - halt so gut wie ein Einzylindermotor ohne Ausgleichswelle halt laufen kann.
Grusz
Bernd
Zitat von: Kees am 02 Dezember 2024, 17:22:41Hast du Mark Hugget schon gefragt was da los ist?
(Eigentlich kenne ich das Antwort schon: "Machen wir schon seit 30 Jahre so, noch nie Beschwerde gehört")
Ich habe ihn vor 2 Wochen gefragt und immer noch keine Antwort erhalten.
Zitat von: berndr253 am 02 Dezember 2024, 18:55:03Mach das nicht - wenn du nicht über eine ziemlich gute Werkstatt verfügst!
ICH würde die Kurbelwelle so wie sie von Huggett geliefert worden ist montieren.
Der Motor wird hinreichend ruhig laufen - halt so gut wie ein Einzylindermotor ohne Ausgleichswelle halt laufen kann.
Grusz
Bernd
Wenn die Berechnungsformel stimmt, wäre das der Umbau eines Motors, bei dem man bereits im Vorfeld weiß, dass der Wuchtfaktor 41 % betragen wird. Diese Unwucht würde die Maschine übermäßig wackeln lassen.
Ich denke, es ist genauso riskant, es so zu lassen, wie es ist, wie die Wangen aufzubohren und mit Wolfram auf 50 % auszuwuchten.
Ich fahr eine 25/3 mit der Langhubwelle und einem Kolben einer R60.
Da hab ich den Massenausgleich der Kurbelwelle auf 100 % der oszillierenden rotierenden und 50% der hin und hergehenden Massen ausgeglichen. Hier mit aufgesetzten Gewichten auf den Kurbelwangen - im eingebauten Zustand auf die Stirnseiten der Wangen geschraubt.
Einen großen Unterschied in den Vibrationen konnte ich hier nicht feststellen.
Ich hab die Gewichte irgendwann wieder entfernt.
Grusz
Bernd
Zitat von: berndr253 am 02 Dezember 2024, 21:04:42Ich fahr eine 25/3 mit der Langhubwelle und einem Kolben einer R60.
Da hab ich den Massenausgleich der Kurbelwelle auf 100 % der oszillierenden und 50% der hin und hergehenden Massen ausgeglichen. Hier mit aufgesetzten Gewichten auf den Kurbelwangen - im eingebauten Zustand auf die Stirnseiten der Wangen geschraubt.
Einen großen Unterschied in den Vibrationen konnte ich hier nicht feststellen.
Ich hab die Gewichte irgendwann wieder entfernt.
Grusz
Bernd
Ich habe verstanden, wie er es geschafft hat, die hin- und hergehenden Massen zu 50 % auszugleichen, das heißt, dass die rotierende Masse auch zu 50 % ausgeglichen war, aber ich kann nicht verstehen, wie er in der Lage war, den Massenausgleich der Kurbelwelle zu 100 % der oszillierenden Massen auszugleichen, was meint er mit ,,oszillierender Masse"?
https://www.gs-classic.de/technik/tech_kurbel02.htm
Sorry for my mistake - in fact rotating masses were compensated to 100% and "oszillating" masses (piston, piston-pin and part of connecting rod) was compensated to 50 % - (I changed my statement)
Regards
Bernd
Gestern erhielt ich eine E-Mail mit der Antwort der BMW Group Classic
Hier sind die Informationen aus der Kurbelwellenzeichnung mit Stahlpleuel.
Kurbelwellenform und auswuchtung:
Heißt, die vorhandene Kurbelwelle wie montiert ist bereits auf 55% ausgewuchtet. Dabei wurde ein Meistergewicht von 433 Gramm verwendet.
Für den hin- und hergehenden Massenanteil ergibt sich dann bei dem Meistergewicht von 433 Gramm und 55 %
787,3 Gramm für Kolben, Kolbenbolzen und hin- und hergehenden Anteil des Pleuels.
Ein paar sinnvolle Infos gibst auch HIER:
https://www.youtube.com/watch?v=0xOPXry4MG4
Bernd
Zitat von: berndr253 am 03 Dezember 2024, 13:23:47Interessant ist hier die Angabe ohne Berücksichtigung der Kolben und Kolbenbolzengewichte, die ja deutlich je nach Hersteller und Kolbendurchmesser voneinander abweichen.
Ein paar sinnvolle Infos gibst auch HIER:
https://www.youtube.com/watch?v=0xOPXry4MG4
Bernd
Zitat von: berndr253 am 03 Dezember 2024, 13:23:47Interessant ist hier die Angabe ohne Berücksichtigung der Kolben und Kolbenbolzengewichte, die ja deutlich je nach Hersteller und Kolbendurchmesser voneinander abweichen.
Ein paar sinnvolle Infos gibst auch HIER:
https://www.youtube.com/watch?v=0xOPXry4MG4
Bernd
Dieses Video ist sehr interessant, ich hatte es schon einmal gesehen, sogar in Video 2 stellte ich Ralf die Frage (ich war der Letzte, der sie stellte) und er antwortete mir schnell überrascht, dass eine Kurbelwelle von Mark H. so unausgeglichen war.
Der Punkt des Videos ist, dass er das Gewicht der Kurbelwelle ausgleichen musste, um einen Auswuchtfaktor von 50 % zu erreichen (das ist der Werkswert für die Isetta), weil er einen viel größeren und schwereren Kolben mit 4,5 mm größerem Durchmesser eingebaut hatte.
Auf dem von BMW gesendeten Foto steht, dass das Hauptgewicht bei 55 % Auswuchtung 453 G beträgt.
Ich habe nachgerechnet und bei meiner Kurbelwelle beträgt das Hauptgewicht bei 55 % Auswuchtung 353 G, also genau 100 Gramm weniger.
Die Berechnungsformel lautet ((Gewicht der Kolbenstange + Gewicht, das die Kurbelwelle auswuchten muss) / (Gewicht der Kolbenstange + Gewicht von Kolben, Ringen, Bolzen und Sicherungsringen)) x 100 = Prozent der Auswuchtung.
Ich füge die Fotos mit den Messungen bei, die ich an meiner Kurbelwelle vorgenommen habe.
Dein "Meistergewicht" mit dem du die Kurbelwelle in jeder Position in die Ruhestellung bringst beträgt:
1. Angehängtes Gewicht: 74,9 g
PLUS
2. Pleuelanteil 119,5 Gramm
In der Summe also 194,4 Gramm die als Meistergewicht in Ansatz gebracht werden müssen.
Das Gewicht der hin- und hergehenden Massen hast du ausgewogen und beträgt 468,6 Gramm.
Damit beträgt der Massenausgleich 42 %
... womit wir wieder bei Antwort #3 wären ...
Zitat von: berndr253 am 03 Dezember 2024, 13:52:27Dein "Meistergewicht" mit dem du die Kurbelwelle in jeder Position in die Ruhestellung bringst beträgt:
1. Angehängtes Gewicht: 74,9 g
PLUS
2. Pleuelanteil 119,5 Gramm
In der Summe also 194,4 Gramm die als Meistergewicht in Ansatz gebracht werden müssen.
Das Gewicht der hin- und hergehenden Massen hast du ausgewogen und beträgt 468,6 Gramm.
Damit beträgt der Massenausgleich 42 %
Genau! Das ist die Schlussfolgerung aus Antwort 3.
41,5 % sind sehr weit von den von BMW empfohlenen 50 % oder noch schlimmer von den 55 % entfernt und das alles ist seltsam bei einer neuen Kurbelwelle von Mark H.
Hast du schon mal ausgerechnet wie der Wuchtfaktor ist mit deine neue Kurbelwelle und der alte Kolben?
Und wie genau ist deine Messung? Wieviel kannst du das Gewicht varieren damit der Kurbelwelle in ruhe auf dein Wuchtgerät liegt? Und hast du schon deine Waage kalibriert?
Zitat von: Kees am 03 Dezember 2024, 15:32:05Hast du schon mal ausgerechnet wie der Wuchtfaktor ist mit deine neue Kurbelwelle und der alte Kolben?
Und wie genau ist deine Messung? Wieviel kannst du das Gewicht varieren damit der Kurbelwelle in ruhe auf dein Wuchtgerät liegt? Und hast du schon deine Waage kalibriert?
Ich antworte der Reihe nach
Klar, ich habe diese Berechnung bereits durchgeführt, in der Hoffnung, dass die Kurbelwelle für den Einbau eines Standardkolbens bereit wäre, aber das ist sie leider nicht.
Die originale Mahle 68-mm-Kolbenbaugruppe mit Ringen, Bolzen und Circlips wiegt 321,2 Gramm, das sind 27,9 Gramm weniger Gewicht als der 68,5-mm-KS-Kolben.
Die Berechnung lautet wie folgt:
((119,5 + 74,9 )/(119,5+321,2))x100=44,1 %, was immer noch weit vom empfohlenen Ausgleichsfaktor von 50-55 % entfernt ist.
Die Messungen sind präzise, ��da es sich um eine empfindliche Waage mit einem maximalen Gewichtsbereich von 5 kg handelt und die Auflösung 0,1 Gramm beträgt. Ich habe auch ein Referenzgewicht von 50 Gramm und verwende es, um die Kalibrierung der Waage jederzeit zu vergleichen. Dieses Gewicht ist auf den Fotos zu sehen, daher kann ich sagen, dass die Waage perfekt kalibriert ist.
Ich habe die Gewichte auch mit einer anderen Waage verglichen und der Unterschied in den Messungen beträgt +- 1 Gramm, es ändert an der Berechnung nicht viel.
Das Gewicht, das ich brauchte, damit die Kurbelwelle im Gerät im Gleichgewicht ruht, beträgt 74,9 Gramm.
Ich würde bei Huggett einfach mal anfragen - denke schon, dass du da eine fachkundige Antwort bekommen wirst
Grusz
Bernd
Ja der alte Mahle Kolben 321 gram plus Pleuel 119 gram = 440 gram. Das ist schon sehr na an die 433 gram der Zeichnung die du in Beitrag #18 gepostet hat. Konnte also alles hinhauen.
Also, wenn die Messungen echt richtig sind, bleibt da nur eine möglichkeit: die Kurbelwelle ist nicht gut und musste schwerer sein.
Jetzt an dich ob du das doch so verbaut oder ob du schwermetal Stopfen einbaut.....
Zitat von: berndr253 am 03 Dezember 2024, 16:23:20Ich würde bei Huggett einfach mal anfragen - denke schon, dass du da eine fachkundige Antwort bekommen wirst
Grusz
Bernd
Ich warte immer noch auf Ihre Antwort
Zitat von: Kees am 03 Dezember 2024, 16:50:12Ja der alte Mahle Kolben 321 gram plus Pleuel 119 gram = 440 gram. Das ist schon sehr na an die 433 gram der Zeichnung die du in Beitrag #18 gepostet hat. Konnte also alles hinhauen.
Also, wenn die Messungen echt richtig sind, bleibt da nur eine möglichkeit: die Kurbelwelle ist nicht gut und musste schwerer sein.
Jetzt an dich ob du das doch so verbaut oder ob du schwermetal Stopfen einbaut.....
Die Mathematik lügt nicht. Wenn Sie die Formel überprüfen, werden Sie feststellen, dass ich selbst mit dem originalen 321,2 Gramm schweren Kolben weit vom Ausgleichsfaktor abweiche. Er beträgt 44 % gegenüber den von BMW empfohlenen 55 %.
Irgendetwas stimmt nicht, und ich weiß nicht, was es ist ...
Ich traue mich noch nicht, die Kurbelwelle zu modifizieren.
Die Berechnungsformel ist die gleiche, die beim statischen Auswuchten von Einzylindermotoren verwendet wird. Das Wiegen und Verfahren war präzise und die Kurbelwelle wurde beim zuverlässigsten und renommiertesten Ersatzteilhändler gekauft, den ich kenne.
Wenn jemand eine Idee hat, wo der Fehler liegen könnte, ist er herzlich willkommen!
Hab das mit 80mm cilinder fur r26 gemacht.
79,5 kolbe Gewicht + Ringe + Bolzen + Sicherungsringe war 550 gr ( siehe bild mit berechnung)
Obacht ... das ist übrigens die "falsche" nämlich die Schüttel-R26-Kurbelwelle weil mit den kleinen Wangen für das Alu-Pleuel und nicht die "üblichen" "180°" Wangen....
"Zitat von: janus68 am 03 Dezember 2024, 18:04:18Hab das mit 80mm cilinder fur r26 gemacht.
Zitat von: Freude am 03 Dezember 2024, 18:10:30Obacht ... das ist übrigens die "falsche" nämlich die Schüttel-R26-Kurbelwelle weil mit den kleinen Wangen für das Alu-Pleuel und nicht die "üblichen" "180°" Wangen....
"
Stimmt genau. Aber ich hatte diese kurbelwelle ligen. Und anpassung der welle war in jedem fall notwrndig
Zitat von: janus68 am 03 Dezember 2024, 18:04:18Hab das mit 80mm cilinder fur r26 gemacht.
79,5 kolbe Gewicht + Ringe + Bolzen + Sicherungsringe war 550 gr ( siehe bild mit berechnung)
Du hast mich mit deiner Geschwindigkeit überrascht! Das habe ich dich gerade in deinem Beitrag gefragt. Vielen Dank!
Soweit ich das Verfahren und die Berechnungen erkennen kann, ist es dasselbe, was ich gemacht habe.
Offensichtlich hat die neue Kurbelwelle sehr leichte Wangen für die Stahlpleuelstange und ich werde Gewicht hinzufügen müssen ...
Zitat von: Freude am 03 Dezember 2024, 18:10:30Obacht ... das ist übrigens die "falsche" nämlich die Schüttel-R26-Kurbelwelle weil mit den kleinen Wangen für das Alu-Pleuel und nicht die "üblichen" "180°" Wangen....
"
Das stimmt, es handelt sich jedenfalls um eine Kurbelwelle mit ,,Y"-förmigen Wangen. Die Formel und das Verfahren zur Berechnung des Ausgleichsfaktors sind dieselben wie bei der Kurbelwelle mit ,,Pilz"-förmigen Wangen.
Zitat von: R26SPORT am 03 Dezember 2024, 18:25:23Das stimmt, es handelt sich jedenfalls um eine Kurbelwelle mit ,,Y"-förmigen Wangen. Die Formel und das Verfahren zur Berechnung des Ausgleichsfaktors sind dieselben wie bei der Kurbelwelle mit ,,Pilz"-förmigen Wangen.
There's more.... suchen auf Kayser. Da ist die fanze geschichte zu finden....
Zitat von: janus68 am 03 Dezember 2024, 18:46:46There's more.... suchen auf Kayser. Da ist die fanze geschichte zu finden....
Ich werde es tun. Danke fürs Teilen!
Zitat von: janus68 am 03 Dezember 2024, 18:46:46There's more.... suchen auf Kayser. Da ist die fanze geschichte zu finden....
Ich kann die Geschichte von Kayser nicht finden.
War es ein Tuningteilehersteller?
Zitat von: R26SPORT am 03 Dezember 2024, 19:04:32Ich kann die Geschichte von Kayser nicht finden.
War es ein Tuningteilehersteller?
Ein wenig off topic:
BMW motorcycles continued to be used for touring and in endurance sport extensively throughout the 1960s. By the end of the decade, Dutch BMW dealer Henny Van Donkelaar took matters into his own hands by providing customers with bored-out 730cc R60 and R69S machines, using light alloy cylinders from West German specialist Wolfgang Kayser. Some of these machines were used in competition, especially in long-distance trials and sidecar motocross—further testament to the durability of the BMW boxer engine.
Hab vor 3 jahre die messung mit orginal alu pleuel gemacht.... Kopf alu pleuel ist 64gr
Zitat von mein anderer thread:
Aber selbst auch im Labor gemessen. Angefangen mit eine R26 orginal Kurbelwelle mit alu Pleuel.
Kopf Alu Pleuel 64gr
R26 Kolbe mit pistonpen 360 gr
Kurbelwelle gewicht am Pleuel etwa 110 gr
Faktor ist 41%.
Ende zitat
Sehr merkwürdig fand ich das damals. Weil sehr niedrig. auch in bezug auf bericht BMW selbst dass sie 55% nennen.
Hat keiner hier jemals dasselbe gemacht als ich damals?
Zitat von: janus68 am 03 Dezember 2024, 22:15:46Hab vor 3 jahre die messung mit orginal alu pleuel gemacht.... Kopf alu pleuel ist 64gr
Zitat von mein anderer thread:
Aber selbst auch im Labor gemessen. Angefangen mit eine R26 orginal Kurbelwelle mit alu Pleuel.
Kopf Alu Pleuel 64gr
R26 Kolbe mit pistonpen 360 gr
Kurbelwelle gewicht am Pleuel etwa 110 gr
Faktor ist 41%.
Ende zitat
Sehr merkwürdig fand ich das damals. Weil sehr niedrig. auch in bezug auf bericht BMW selbst dass sie 55% nennen.
Hat keiner hier jemals dasselbe gemacht als ich damals?
Das ist eine gute Frage. Vielleicht überprüfen nur wenige Leute den Ausgleichsfaktor, bevor sie den Motor wieder zusammenbauen, oder weil Einzylindermotoren natürlich vibrieren, achten nur wenige auf diesen Punkt.
Eigentlich sollte der Motor und die Motorenteile vom Hersteller eigentlich so gefertigt sein, dass eine Nachbearbeitung nicht mehr erforderlich ist. Wenn BMW einen Ausgleichsfaktor von 55% angibt und Maschinen ausliefert bei denen der Massenausgleich nur zu 41% realisiert ist ist das Müll. Entweder hat BMW hier eine "betriebseigene" Berechnung des Ausgleichsfaktors vorgenommen oder die Qualitätssicherung hat geschlafen.
Grusz
Bernd
Das ist ganz einfach: Wenn ich eine Kurbelwelle für eine R25/2 kaufe, gehe ich davon aus, dass sie ausreichend ausgewuchtet ist und mit Standardkolben und Pleuel zusammenpasst. Da wir keine Rennmaschinen haben, sollte es auf ein paar Gramm nicht ankommen. Deshalb bin ich noch nie auf die Idee gekommen, da etwas nachzumessen. Ich fühle mich deshalb auch nicht schlecht ;D .
Bei einer so grossen Abweichung würde ich zuerst die eigenen Messungen noch einmal überprüfen. Ich verstehe zum Beispiel nicht, wieso das Gewicht der Pleuelstange 119,5g sein soll. Ein Auflagepunkt, das Pleuel in der Waagerechten abgestützt, wird an der Waage nur das halbe Gewicht anzeigen. Falls das Pleuelgewicht fehlerhaft ist, stimmt auch das gemessene Gewicht der Kurbelwangen nicht.
Das ist nur das, was mir als Laie auffällt.
Grüsse,
Kahlo.
Kahlo,
Die alu pleuel ist wesentlich leichter. Meine vermessung war 69 gr.
Gemessen an 51,49 Grad Nordvbei Nimwegen.
Der Alejandro hat 60,4 gr gemessen. An 34,35 grad Süd in Argentinien.
Das gewicht um es zu balanzieren ist etwass schwieriger um genau zu wissen. Bei mir 110 mit schmaler kurbelwelle (erste serie) und 118 bei Alejandro.
Zitat von: kahlo am 04 Dezember 2024, 13:16:06Ich verstehe zum Beispiel nicht, wieso das Gewicht der Pleuelstange 119,5g sein soll. Ein Auflagepunkt, das Pleuel in der Waagerechten abgestützt, wird an der Waage nur das halbe Gewicht anzeigen. Falls das Pleuelgewicht fehlerhaft ist, stimmt auch das gemessene Gewicht der Kurbelwangen nicht.
Das ist nur das, was mir als Laie auffällt.
Grüsse,
Kahlo.
Da wird niucht das ganze Pleuelgewicht gemessen. Nur das oscilierende teil, man konnte auch sagen die obere hälfte, der Pleuel. Natürlich ist diese Messung so nur eine Annäherung, aber eben die beste die wir so machen können.
Janus, für die alte Alupleuel, wenn ich ein Kolbengewicht (mit Bolzen und Sicherungsringe) von 310 gram nehme, die Kolben waren damals bedeutend leichter als die heutige KS Kolben, dann berechne ich folgendes:
Janus: (69+110 ) / (69+310 ) = 0,47
Alejandro: (60+118 ) / (60+310) = 0,48
Also, laut ihre Messungen war der Wuchtfaktor ganz na an die 50%. Vielleicht habt ihr beide kleine Messfehler gemacht, vielleicht hat BMW es damals etwas besser gemacht, die konnten die Pleuel und die Kurbelwelle Hälften getrennt messen. 50-54% Wuchtfaktor war also im Rahmen.
Zitat von: Kees am 04 Dezember 2024, 14:10:26Da wird niucht das ganze Pleuelgewicht gemessen. Nur das oscilierende teil, man konnte auch sagen die obere hälfte, der Pleuel. Natürlich ist diese Messung so nur eine Annäherung, aber eben die beste die wir so machen können.
Beim Vermessen des Gewichtes der Kurbelwangen hängt aber nicht ein halbes, sondern ein ganzes Pleuel herunter. Aber vielleicht benutzt ihr ja "allseits bekannte Faustformeln" und meine Gedanken gehen am Thema vorbei?
Kees, ich denke auch das die kolben leichter waren. Und vergiss nicht den stift mit dem den kolben am pleuel festgemacht wird. Den kann auch dünner gewesen sein damals.... Ich kann daruber nichts mit sicherheit sagen
Hallo zusammen, eigentlich wird eine neue Kurbelwelle nie ausgewuchtet geliefert, weil niemand weiß, welchen Kolben der Käufer einbauen wird, ob Standard oder 1., 2. oder 3. Übergröße, jede Übergröße erhöht das Gewicht um 7 Gramm.
Diese Unterschiede verändern den Wuchtfaktor.
Die neue Kurbelwelle ist immer schwerer als nötig, wenn man bedenkt, dass Stangen und Pleuelstangen innerhalb normaler Parameter liegen. Gewicht muss entfernt und nicht hinzugefügt werden.
Eine werkseitig am Motorrad montierte Kurbelwelle ist bereits ausgewuchtet und wird vom BMW-Werk selbst durchgeführt, deshalb hat die Kurbelwelle Löcher an der Innenseite beider Gegengewichte und das Auswuchten ist dynamisch, deshalb haben die Löcher in beiden Gegengewichten unterschiedliche Tiefen und es wird in beiden Lagerböcken separat gemessen, während beim statischen Auswuchten nur in der Mitte der Kurbelwelle in einer Linie mit der Mitte der Pleuelstange gemessen wird. Da Einzelzylinder eine kurze Kurbelwelle haben, kann das Auswuchten statisch erfolgen und das habe ich getan.
Der Ausgleichsfaktor der Originalkurbelwelle mit kleinen Gegengewichten und Pleuelstange aus Duraluminium mit 68-mm-Mahle-Kolben beträgt 46,5 %. Ich gehe davon aus, dass die Ingenieure vielleicht einen Ausgleichsfaktor von weniger als 50 % verwendet haben, weil es sich um eine leichtere Kurbelwelle handelt.
Die Antwort von BMW zum Ausgleichsfaktor von 55 %, den ich in Antwort 18 erwähnt habe, entspricht einer schweren Kurbelwelle mit großen Gegengewichten und Pleuelstange aus Stahl. Daher gehe ich davon aus, dass dies der Faktor ist, der mit einer Kurbelwelle dieses Typs erreicht werden sollte. In meinem Fall hat die neue Kurbelwelle mit Pleuelstange aus Stahl und 1. Übermaßkolben einen Ausgleichsfaktor von 41,1 %.
Das Verfahren mit den Fotos und den erhaltenen Werten finden Sie in Antwort 21.
Wie Bernd bezweifle ich auch, dass eine bei Mark Hugget gekaufte Kurbelwelle so schlecht ausgewuchtet ist. Deshalb bezweifle ich den erhaltenen Wert und frage Sie alle nach Ihren Erfahrungen, aber die Mathematik lügt nicht.
Was das Gewicht der Pleuelstange angeht, so wie ich es gemessen habe, so wird es gemessen, es ist das hin- und hergehende Gewicht, wenn die Pleuelstange in horizontaler Position an der Kurbelwelle hängt.
Als Antwort auf Gert: Das Gewicht des Originalbolzens beträgt 70 Gramm und das des KS-Bolzens 70,2 Gramm, es gibt fast keinen Unterschied.
Zitat von: R26SPORT am 03 Dezember 2024, 13:38:10Dieses Video ist sehr interessant, ich hatte es schon einmal gesehen, sogar in Video 2 stellte ich Ralf die Frage (ich war der Letzte, der sie stellte) und er antwortete mir schnell überrascht, dass eine Kurbelwelle von Mark H. so unausgeglichen war.
Der Punkt des Videos ist, dass er das Gewicht der Kurbelwelle ausgleichen musste, um einen Auswuchtfaktor von 50 % zu erreichen (das ist der Werkswert für die Isetta), weil er einen viel größeren und schwereren Kolben mit 4,5 mm größerem Durchmesser eingebaut hatte.
Intesessantes Thema mit dem Wuchtfaktor.
Die beiden Videos hab ich mir gleich mal runter geladen.
Im zweiten Video wird auch ab Minute 7:40 nochmal auf den Wuchtfaktor eingegangen:
Daher wundere ich mich jetzt über deine Aussage, dass die 50% für die Isetta gelten soll und nicht für die Einzylinder-Motorräder, da ja die Isetta einen quer zur Fahrtrichtung eingebauten Motor hat und da wäre ja laut Aussage im Video ein leicht höherer Wuchtfaktor nicht so spürbar wie bei längs zur Fahrzeugachse verlaufender Kurbelwelle wie bei den Einzylindern. ???
Sehr seltsam.
Finde ich echt spannend.
MfG
Zitat von: Eppo am 04 Dezember 2024, 21:59:55Intesessantes Thema mit dem Wuchtfaktor.
Die beiden Videos hab ich mir gleich mal runter geladen.
Im zweiten Video wird auch ab Minute 7:40 nochmal auf den Wuchtfaktor eingegangen:
Daher wundere ich mich jetzt über deine Aussage, dass die 50% für die Isetta gelten soll und nicht für die Einzylinder-Motorräder, da ja die Isetta einen quer zur Fahrtrichtung eingebauten Motor hat und da wäre ja laut Aussage im Video ein leicht höherer Wuchtfaktor nicht so spürbar wie bei längs zur Fahrzeugachse verlaufender Kurbelwelle wie bei den Einzylindern. ???
Sehr seltsam.
Finde ich echt spannend.
MfG
Hallo Eppo, bei Minute 7:40 spricht er über den Balancefaktor für die Isetta und sagt, dass 50 % zu wenig sind und dass er für einen Motor mit quer zur Fahrtrichtung liegender Kurbelwelle größer als 50 % sein sollte, da dies die oszillierenden Vibrationen nach oben und unten verringert, aber die Vibrationen zu den Seiten der Kurbelwelle hin verstärkt, da bei der Isetta die Kurbelwelle aber quer liegt, überträgt sich diese Vibration nach vorne und hinten und ist nicht spürbar.
Er erklärt auch, dass, da bei Einzylinder-Motorrädern von BMW die Kurbelwelle längs zur Fahrtrichtung liegt, wenn ein Balancefaktor von über 50 % gewählt wird (wie von BMW empfohlen), dies zu stärkeren Vibrationen zu den Seiten führt, weil das Fahrgestell flexibel ist und es stärker spürbar und störend wird, d. h., ein Balancefaktor von 55 % ist für diesen Motor übertrieben, BMW gibt diesen Wert jedoch an. Um zusammenzufassen, was Ralf in diesem Video ab Minute 7:40 sagt: Für die BMW Isetta ist ein Balancefaktor von 55 % besser und für einzylindrige BMW-Motorräder ein Balancefaktor von 50 %.
Wenn Sie die letzte Frage in diesem zweiten Video bemerken, war ich es, der sie gestellt hat, und Ralf hat mit technischen Argumenten unter anderem das erklärt, was ich gerade erwähnt habe.
MFG
Nachfolgend finden Sie die Antwort von Mark H.
"Die Originalkurbelwellen von ,,Hoeckler" in Stuttgart, die es nicht mehr gibt. Hoeckler hat jetzt seinen Sitz in Österreich.
Die Kurbelwellen wurden ursprünglich von Hoeckler mit einem Faktor von 55 % zusammengebaut und ausgewuchtet, wobei ein 433 g schweres Hauptgewicht verwendet wurde.
Die Kurbelwellenzeichnung gibt jedoch nicht an, für welchen Kolbenhersteller das Hauptgewicht berechnet wird.
Kolbengewichte:
Mahle 323 g.
Nüral 304 g.
KS 341 g.
Jede weitere Feinauswuchtung wäre bei Bedarf von BMW durchgeführt worden, obwohl ich das sehr bezweifle.
Sie könnten versuchen, den Kolben leichter zu machen. Der einfachste Weg, Gewicht zu entfernen, besteht darin, den Kolbenbolzen mit konischen Innendurchmessern auszuschleifen.
Tut mir leid, aber das ist alles, was ich als Antwort geben kann. Wir mussten gelegentlich Wolframstopfen hinzufügen, um das Gewicht der Kurbelwellen zu erhöhen"
Sieh an!
Interessant ist hier, dass für die Erhöhung des Massenausgleichs die möglichen Änderungen an der Kurbelwelle doch stark eingeschränkt sind.
Ein größerer Radius der Kurbelwangen kann hier nicht realisiert werden - würde man dies tun könnte man die Welle nicht mehr montieren.
Es bleiben also nur die Möglichkeiten
1. die Breite der Kurbelwangen zu vergrößern und zwar dort wo das Pleuel bei der Rotation zwischen den Wangen eintaucht
2. Schwermetallstopfen in die Wangen einzusetzen.
Ich habe schon den ein oder anderen Einzylindermotor zerlegt und auch schon einige Kurbelwellen in der Hand gehabt. Dabei habe ich bisher nicht eine dieser Änderungen jemals gesehen!
Auch halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass BMW hier eine größere Anzahl von Kurbelwellenvarianten für unsere Einzylinder produziert hat. Heißt - die 55 % Massenausgleich, die BMW angibt sind wohl eine Zielvorstellung oder ein "alternative fact".
Grusz
Bernd
Zitat von: berndr253 am 07 Dezember 2024, 10:41:08Interessant ist hier, dass für die Erhöhung des Massenausgleichs die möglichen Änderungen an der Kurbelwelle doch stark eingeschränkt sind.
Ein größerer Radius der Kurbelwangen kann hier nicht realisiert werden - würde man dies tun könnte man die Welle nicht mehr montieren.
Es bleiben also nur die Möglichkeiten
1. die Breite der Kurbelwangen zu vergrößern und zwar dort wo das Pleuel bei der Rotation zwischen den Wangen eintaucht
2. Schwermetallstopfen in die Wangen einzusetzen.
Ich habe schon den ein oder anderen Einzylindermotor zerlegt und auch schon einige Kurbelwellen in der Hand gehabt. Dabei habe ich bisher nicht eine dieser Änderungen jemals gesehen!
Auch halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass BMW hier eine größere Anzahl von Kurbelwellenvarianten für unsere Einzylinder produziert hat. Heißt - die 55 % Massenausgleich, die BMW angibt sind wohl eine Zielvorstellung oder ein "alternative fact".
Grusz
Bernd
Hallo Bernd, ich denke ich werde es mit der Idee versuchen, das Gewicht mit Wolfram zu erhöhen und auf einen Balancefaktor von 50% zu bringen. Ich werde mich an Ralfs Video in Antwort 51 halten. Ich möchte nur sichergehen, dass meine Vorgehensweise richtig ist.
Bessere Information als Ralf's Video wirdst du kaum bekommen.
Noch Kolben vom Ulli
Gewicht Kolbenbolzen 61,8
Kolbengewicht 272,8
Tutto kompletto 334,1 Gramm
Kolbengewichte:
Mahle 318,1 g.
Nüral 304 g.
KS 318,1 g.
Manfred
Hier gibts noch was, im ersten Teil von emm über die R25/3 KW aus 2005, dann von mir über die 300er Isettawelle, aus 2018.
Ich habe also die Isettawelle kontrolliert und einen Wf von 55,2% herausgefunden, das ist original von BMW für die 300er Isetta.
Mit diesem und auch noch ein etwas höheren WF kann man auch eine /3 Fahren ohne das der Arzt kommen muss. Lest selbst : in angehängten *.pdf
Gruß mek
Nachtrag : Eine Angabe von mir im *.pdf ist fehlerhaft, richtig ist : PW = 120,85 g. Da hat die Null auf meiner Tastatur geklemmt .
Zitat von: mekgyver am 07 Dezember 2024, 17:48:42Hier gibts noch was, im ersten Teil von emm über die R25/3 KW aus 2005, dann von mir über die 300er Isettawelle, aus 2018.
Ich habe also die Isettawelle kontrolliert und einen Wf von 55,2% herausgefunden, das ist original von BMW für die 300er Isetta.
Mit diesem und auch noch ein etwas höheren WF kann man auch eine /3 Fahren ohne das der Arzt kommen muss. Lest selbst : in angehängten *.pdf
Gruß mek
Hallo Mek, wow, jede Menge hochwertige Informationen.
Ich werde sie sorgfältig lesen und dann die Arbeit an meiner Kurbelwelle mit mehr Vertrauen und Genauigkeit festlegen können!
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit zu diesem Thema!
Moin, habe jetzt das *.pdf von gestern korrigiert, richtig ist in meiner Wuchtfaktorberechnung
Pw = 120,85 g , dann kommt auch 55,2 % heraus.
Wie geschrieben, gilt das für eine 300er Isetta Kurbelwelle.
Hier habe ich noch ein paar Bilder aus meiner Werkstatt ...
Gruß mek :schrauber:
Hier endlich das korrigierte *.pdf
Zitat von: mekgyver am 08 Dezember 2024, 13:10:26Hier endlich das korrigierte *.pdf
Ausgezeichnet, Mek!
Vielen Dank an Sie und die anderen Forumsmitglieder, dass Sie mir geholfen haben, meine Zweifel auszuräumen.
All diese Informationen und die Fotos werden mir eine große Hilfe sein!
MFG