BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Armin1101 am 03 Oktober 2024, 20:12:44
guten abend zusammen,hab heute mal wieder zeit gefunden um etwas an meiner /3 ZU schrauben.
dabei ist mir volgendes aufgefallen,die kardanwelle fluchtet nicht zwischen getriebeflansch und endantrieb.dadurch läuft die kardanwelle im getriebeflansch nicht rund,hat jemand vieleicht eine ahnung was ich falsch gemacht habe?
Erm...das muß so...der Hinterradantrieb bewegt sich ja beim Einfedern auf und ab, ohne Hardydisk vorn und Kardangelenk hinten würde es übelst krachen im Gebälk...sauber ausgerichtet ist nur bei den Starrrahmenmodellen R20-R24...
Falls Du etwas anderes meinst, bitte ein Video einstellen, auf den Bildern ist nichts zu erkennen...außer, daß die Hardyscheibe arg brav am Getriebeausgangsflansch ansteht...Du hast eine dünne (17mm?) Hardyscheibe und auf beiden Seiten jeweils Gummiringe über den Zapfen verbaut?
guten abend taz
danke fürs antworten,ja 17 mm ist meine ich verbaut,aber wenn ich die welle ansehe steht die schon sehr schräg,und wenn ich den flansch drehe bin ich oben fast kommplet auseinander und unten stoss ich schon fast zusammen,und das im abgebockten zustand,bei anderen /3 sieht das nicht so extrem aus,werde morgen mal versuchen ein vidio hoch zu laden wenn das geht.
gruss armin
geht die kardanwelle so weit raus wie auf bild 2 also am flansch,das ist doch nicht normal,oder?
Wie war es denn vorher, stand die Welle in deinem Besitz schon mal gerade? Der Abstand zwischen Kardanflansch und Getriebeflansch soll (ich müsste jetzt lügen) 30 mm+- betragen? Ist er größer, stimmt was mit deiner Welle nicht, sie gehört nicht zum Fahrzeug oder wurde zu weit wieder zusammengepresst nach Überholung oder oder oder..
hallohab sie in teilen bekommen,den flansch an der welle hab ich selbst runter und wieder drauf gemacht ,die positzion natürlich gleich,wenn ich die welle mit andern mopeds vergleiche geht meine vom getriebe extrem nach unten zum entantrieb,bild 4,die 30mm oben gemessen wo sie auseinander ist oder unten wo sie zusammen ist.also die 2 flansch
Wie gesagt, eigentlich sollte die Hardyscheibe ein bisschen ausmitteln, statt sooo stramm am Flansch anzuliegen.,..hast Du es mal mit ein bisschen Talg oder ähnlichem versucht, daß das ganze ein bisschen rutschen kann?
Ansonsten....sobald Du auf dem fertig zusammengebauten Moped sitzt und die Räder Last tragen, federt die ganze Geschichte doch eh schon ein...in dem weit ausgefederten Zustand wird nie gefahren.
Die von Amir angesprochenen 30 (+1) mm sind zu messen, wenn das Moped belastet auf den Rädern steht, Kardan waagerecht (also ggf, mit der besten Ehefrau von allen nachjustieren) und somit die beiden Flansche parallel stehen...dann sollen sie 30-31mm auseinander sein...weiter auseinander und sie könnten beim Springen ;D aus der Hardyscheibe rutschen, weniger und sie würden beim Parken (also auch ausgefedert) Druck auf die Wellen ausüben und langfristig die Lager beschädigen....
danke für die info,werde das morgen mal messen,wie der abstand ist wenn jemand drauf sitzt,wenn ich da die 30 bis 31mm habe ist es dann wohl ok,werde berichten.
dankeschön für die infos.
wünsche einen schönen abend zusammen
Nachtrag..hier habe ich mal die entsprechende Kundendienstmitteilung (auf englisch, aber die Zeichnung ist deutsch) verlinkt:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=327426
Was ist das? U-Scheibe?
(https://uploads.tapatalk-cdn.com/20241004/ac9a955de31a17b2a18459bf9059cff4.jpg)
Das am Flansch ein Knick ist, ist unbelastet völlig normal. Dennoch ist dein Flansch zu dicht am Kardan denke ich. So fies sieht es bei nicht aus
(https://uploads.tapatalk-cdn.com/20241004/546473d230d45c5748777f3ad675e346.jpg)
Halte dich an das Kundendienstschreiben dann bist du Safe.
Gruss
Hallo Armin,
folgendes fällt mir bei deinen Fotos auf.
Der Chromring scheint mir etwas breit zu sein. Das kann natürlich an der schmalen Gummischeibe liegen. Statt so einer schmalen 17er-Scheibe mit Beilagringen würde ich mir eine komplette breite Scheibe mit neuem Chromring leisten. Der alte ist ja auch wirklich keine Schönheit mehr bei dir...
Die Einpresstiefe der Welle im Zapfenflansch scheint mir zu gering zu sein. Natürlich ist die Gesamtlänge der Welle ab der Verschraubung am HAG bis zur inneren Flanschfläche, die zum Gummi weist, entscheidend, aber als Anhaltspunkt kann das Herausstehen dieses zylindrischen Wellenteils am Mitnehmerflansch schon dienen.
Ich war gerade im Keller und habe an meiner 25/2 gemessen. Da steht das ziemlich genau 4mm aus dem Flansch hervor.
Mein Chromring ist alt und von Ulis Motorradladen. Er ist 24mm breit, die Hardischeibe selbst minimal breiter. Auf extra Gummiringe, die auf die Mitnehmerzapfen gesteckt werden, würde ich mich nicht verlassen wollen.
Der Flansch kann mit einer leistungsfähigen Presse verschoben werden (zylindrische Passung ohne Keil, sie hält nur durch Eigenreibung, was bei max. 18 PS nun auch wirklich kein Problem ist ;D ).
Den Trick mit dem Erneuern des Gummischutzrings auf der Welle kennst du? Altteil runtermachen, Neuteil an einer Seite aufschneiden, über die Welle stülpen und die Schnittflächen mit Sekundenkleber wieder zusammenmachen. Das hat mir Uli persönlich vor 44 Jahren so erklärt.
Viel Erfolg, Jan
guten morgen
die u scheibe ist aus gummi und gehört wohl dahin,hab mir gerade eine neue Hardyscheibe
mit Chromring bestellt,werde wenn er da ist berichten wie es ausieht.gruss armin
kurz zur info der chromring ist bei mir auch 24mm , die welle steht 7mm aus dem Flansch hervor.
Armin,
es gibt meines Wissens 3 verschiedene Arten der Hardyscheibe.
1. Aus Gummi breit
2. Aus Gummi schmal
3. Aus Urethan schmal
Die schmalen sind für R 26/27 dann mit Anlageringen
Die breite wäre für 25 - 25/3 dann aber ohne Anlageringe.
ok,dann werde ich die mal weg lassen,danke
Kommt drauf an, welche Du verbaut hast.
hab bei ulis vorhin eine kommplette mit ring bestellt,denke mal das ist die breite scheibe,also gummi
Die schmalen aus Gummi wurden irgendwann auch von BMW für R25/x empfohlen, mitteilung kann ich heute abend raussuchen....die hat aber keiner der Händler mehr
Doch - Ulismotorradladen bietet die noch an - Artikel-Nr.: 27016. Hier die Distanzgummiringe (4 Stück sind erforderlich, Artikel-Nr.: 38104 ) nicht vergessen!
Bei Rabenbauer gibts für die R26/27 nur noch die Urethanscheibe
Grusz
Bernd
@berndr253 danke für die Info, wieder was gelernt
Kundendienstinfo zum Thema
Hallo zusammen
Um das Spiel der ,,Hardy"-Scheibe horizontal einzustellen, habe ich bei der R26 das Maß zwischen der Radachse und dem Ausgang des Getriebes gemessen und dann auf einem Tisch eingestellt.
Jean-Claude
Das Kundendienstrundschreiben hört sich ja ultimativ an. Hat denn die schmale Scheibe irgendwelche Vorteile? Ich kann über meine dicke Scheibe nichts Negatives sagen, da sie seit Jahrzehnten unauffällig funktioniert.
Hmmm,
ich GLAUBE, dass die R26/27 hinten stärker einfedern, daher der Winkel am Getriebeflansch größer ist.
In dem Fall wird eine schmale Hardyscheibe nicht so stark beansprucht, wie eine
dicke Hardyscheibe.
( Nur ne Vermutung )
Das von Ute verlinkte BMW-Dokument von 1955 bezieht sich aber eindeutig auf 25/1, 25/2 und 25/3.
Die Kunststoffscheibe ist nicht so haltbar wie die Gummischeibe - sie wird nach einigen Jahren spröde und bricht leicht. Ich hab in meiner 27 deshalb die schmale Gummischeibe mit den 4 Stützringen montiert. Bin damit sehr zufrieden - und werde, wenn die Scheibe in meiner 25/3 mal gewechselt werden muss auch hier eine schmale Gummischeibe einbauen.
Grusz
Bernd
Die Urethanscheibe lässt sich leichter einsetzen als die Gummischeibe.
Jean-Claude
Mal ne doofe Frage in die Runde:
Wie würde das aussehen, wenn man statt der Kunstsoffscheibe ein Bauteil aus Holz nimmt?
Wie elastisch sind die Kunstsoffscheiben im Vergleich zu Holz? Würde da eine weiche Holzsorte als vergleichbar gelten können? Weide, Pappel oder so.
Die Gummischeiben sind da sicherlich weicher als die bekannten Weichhölzer.
MfG
Eppo
Das wird nicht funktionieren! Die Elastizitätsmodule von Holz und Gummi liegen zu weit auseinander. Heisst - bei der Verwendung von Holz wird die Scheibe schnell brechen und vor allem keinerlei "Dämpfung" haben.
Daten und Zahlen findest du unter anderem HIER:
https://www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/kap_7/illustr/t7_1_2.html
Grusz
Bernd
Holz als Pleuelmaterial ist verbürgt, für Hardyscheiben wirds nicht funktionieren, weil wie Bernd schon schrub keine Dämpfung, viel wichtiger aber, daß zum dauerhaften Ausgleich der wechselden Winkelfehler ein großer Bereich elastischer Verformbarkeit vorliegen muß...das geht nicht mal mit Gummibaumholz :lol:
Wenn Euch vor lauter PMS(x) nix anderes einfällt, macht doch mal Versuche mit Itakolumit, ne Hardyscheibe aus Stein wär doch mal was anderes....
viele Grüße, Ute
PS(x) Parked Motorcycle Syndrome
@berndr253:
Danke für den Link.
Bei Gummi zu Holz ist der Unterschied ja eindeutig.
Aber was ist mit diesen hellgelben Kunststoffeinsätzen? Die sehen ja auch nicht so elastisch aus.
Vielleicht mit Kork?
MfG
Eppo
Mit Kork wirst du nicht die erforderliche Druckfestigkeit realisieren können. Es ist ja eine kontinuierlich "walkende" Bewegung - das wird Kork auf Dauer nicht aushalten.
Kauf dir ne passende Scheibe und mach dir die nächsten 20 Jahre keine Gedanken mehr um die Materialeigenschaften! ;)
Grusz
Bernd
Ach Bernd immer ist irgend eine Materialeigenschaft im Weg.
Dabei will ich wirklich Öko werden ;D.
Naja bleibt meine original Gummischeibe eben drin 😇
MfG
Zitat von: strichzwojan am 04 Oktober 2024, 15:16:54Das von Ute verlinkte BMW-Dokument von 1955 bezieht sich aber eindeutig auf 25/1, 25/2 und 25/3.
Naja, die R26 wurde erst 1956 eingeführt und bekam nach 10.000 Exemplaren das Vulkolan-Kreuz (den "Stern") verpaßt, vorher wurde mit der dünnen Gummischeibe ausgeliefert...siehe Anlage.
Ich hab die Materialeigenschaften des "Vulkollan" noch mal im Internet recherchiert. Ist wohl so, dass das kein "reines" Polyurethan ist sondern hier Zusätze beigefügt wurden um die UV-Beständigkeit und Festigkeit auch längerfristig sicher zu stellen.
TROTZDEM finde ich die Gummischeiben "sympathischer", irgendwie "geschmeidiger" und was die Lebensdauer angeht auch hinreichend beständig ...
Grusz
Bernd