BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Bauteile & Co => Thema gestartet von: Eppo am 31 Juli 2024, 23:21:17
Hallo Zusammen,
ich sitze gerade über die All-inclusive-wunschlos-Glücklich-Teileliste für die Überholung des HAG bzw der Hinterradaufnahme.
Dabei habe ich in den ETL von R25 Beilegscheiben Pos#13 für die Hinterradfedern gefunden.
Diese Beilegscheiben gibt es aber in der ETL zur R25/2 nicht mehr.
Ich verstehe die Belegscheiben so, dass diese dafür sorgen, dass das Ende der Federn so positioniert werden kann, dass man leicht mit Werkzeug die Feder lösen kann und das Ende nicht unter Umständen gar Richtung Alugehäuse zeigt (wo niemand mehr mit Werkzeug ran kommt).
Oder gibt es dafür einen anderen Grund?
Würde einfach eine gewisse Anzahl verschiedener Größen mit auf meine Liste setzen.
MfG
Eppo
nein
Ok, da werde ich die passenden Durchmesser ausmessen und entsprechend für die Hinterradfederung meiner /2 nachrüsten.
MfG
Eppo
brauchst du nicht...einfach die FEDER AUFSCHRAUBEN BIS KURZ VOR FEST..Kappe richten auf Federende...Feder ganz festziehen
Bei mir war zur Demontage eben die rechte Fettkappe so weit Richtung HAG-Gehäuse verdreht, dass da kein herankommen war und auch das Ende der Feder stand sehr weit nach innen.
Auf der linken Seite wäre es ja egal, weil man da um 360grad herum mit dem Hackenschlüssel ran kommt.
Sieht man leider auf Bild sehr schlecht, aber das Loch in der Fettkappe war ca. auf Höhe des Gewindebolzens:
und auch die Feder hätte ich gern ein Stück weiter Richtig rechts außen fixiert,
damit die Feder nicht durch die Federbewegung sich weiter nach innen verdreht.
Ich frag mich sowieso warum da die Feder unten aufgeschraubt wird?
Bei der BK350 liegt die Feder unten plan in der Fettkappe auf und die Fettkappe stützt sich auf das Alugehäuse.
Warum sollte das verdrehsicher sein?
MfG
Eppo
Weil es ein BMW ist und kein MZ.
Wäre ja auch zu langweilig, wenn alle gleich bauen ::) ;D
Ich meine mich dunkel erinnern zu können, daß besagte Ringe nur der Verstärkung der Hülsen dienten, ab R25/2 waren die eingeschweißt oder die Hülsen anderweitig verstärkt, aber ich finde die Quelle nicht :traurig:
Na Ringe hab ich in den unteren Fettkappen gesehen, zumindest an der Innenseite die Trennkante.
Glaube die sind nur an vier Stellen geheftet.
Wenn das Verstärkungsringe sind, ist das geklärt.
MfG
Eppo
Hallo,
diese Ringe könnten in dem Fall, daß toleranzbedingt das Federende wie bei eppo so ungünstig in Position kommt, das möglicherweise ausgleichen. War nur mein spontaner Gedanke dazu.
Grüße, Peter
Beim Zusammenbau der Hinterradfederung bin ich dann auch darauf gestoßen, warum die Feder am Aluteil und an der oberen Aufnahme (Teil #32 in der ETL Abbildung oben) verschraubt ist:
Es gibt Fahrzeuge mit zwei Federn (ein große Betriebsfeder zur Aufnahme der Stöße oberhalb des Aluteils und eine kleine Feder zur Schwingugngsdämpfung unterhalb des Aluteils).
An der /2 macht diese beiden Aufgaben die einzige große Feder und zur Aufnahme der Druck - UND Zugkräfte benötigt die Feder eine Fixierung, in dem Fall in Form der Gewindegänge.
MfG
Eppo
Ich bumpe mal vorsichtig hier und frage @Eppo ob es diese Wunschlos-Glücklich-Liste zum HAG in Wirklich gibt? :)
@befindlichkeit:
Die Liste gibt es ;D , ich hatte damals alles vom Lager bis zum Wellendichtring bei Agrolager bestellt.
Ich schau mal, ob ich die Bestellung/Rechnung/Lieferschein noch habe.
MfG
kleiner Hinweis: Das Rollenlager sowie das Doppelkugellager am Triebling für das 25/3-HAG
gab es damals fast ausschliesslich mit Kunstoffkäfig.
Ich wollte unbedingt Stahlkäfige haben und musste lange suchen, bis ich das eine schließlich von NTN und das andere
von BoBo gefunden hatte. Bin jetzt nicht mehr sicher, welches von wem war. Kann ich bei Bedarf nachschauen.
@Eppo achso, ich hatte das als eine Art Beschreibung für den Zusammenbau verstanden. So wie du diese geniale Beschreibung zum Getriebe gemacht hast!
Ich hab das HAG eigentlich schon fast zusammen. Ich frage mich jetzt nur noch wie ich de Abstände am Gehäusedeckel (zw. Lagersitz und Dichtungsfläche) messen soll. Aber das kriege ich schon irgenwie raus. :)
Danke trotzdem!
LG
Steht im Rep-Handbuch.
Das muss penibelst genau ausdistanziert werden - der montierte Deckel mit Dichtung darf das Lager nicht
unter Spannung setzen, soll aber auch minimales Spiel lassen. ( 0,05mm bei /3 )
Da können schon 1 bis 2 Stunden drauf gehen, bis es perfekt ist, wenn man es genau macht.
Aha! Jetzte! Also nur von der Guss-Oberfläche, obere Kante vom Lagersitz-Loch zum Lagersitz. Und die selbe Guss-Oberfläche bis zur Deckel-Dichtungsfläche. Macht sinn! Danke!
Ich hatte "Stirnfläche des Auges" im Rep-Handbuch nicht begriffen.
"Stirnfläche des Auges" sagt mir jetzt auch nix.
Aber grundsätzlich: Gussoberflächen sind als Referenz für genaue Messungen ungeeignet !
Ich habe meine Drehbank zum Messen bemüht.
Geht aber auch ohne: Penibel saubere Deckeldichtfläche, Deckel waagerecht hinlegen/fixieren,
dann zwei exakt !!! gleichdicke "Prismen" ( ich habe Drehstahlrohlinge genommen ) gegenüber auf die Dichffläche
gelegt, ein drittes "Prisma" ( Drehstahlrohling ) quer drüber gelegt,
dann mit dem Tiefenmessschieber von Oberkante Prisma bis Lagergrund gemessen. Mehrmals, bis sich ein "Mittelwert" herausstellt.
(Dieses Maß minus die beiden Prismendicken) minus (die beiden Prismendicken) = Differenz Lagergrund/Dichtfläche.
Ich hänge mal die Skizze und die Beschreibung aus dem Rep.-Handbuch hier an.
@befindlichkeit:
Ich hab zum HAG der /2 mir so einige Notizen für das Ausmessen und Einstellen gemacht.
Leider kam es nie zu einer Anleitung oder Video, das Ausmessen meinerseits war zeitlich sehr gestreckt und für eine passende Umsetzung und Beschreibung fehlten mir einfach die Ansätze.
Ich hatte keine Eile und so hab ich vielleicht 14Tage an dem HAG gesessen, nicht durchweg, sondern jeden Abend immer mal etwas. Lager ins heiße Gehäuse, über Nacht abkühlen und dann den nächsten Tag nach der Arbeit am Abend wieder ausmessen, danach Werte vergleichen und Beilegscheiben wieder im heißen HAG gewechselt.
Das dann Abend für Abend.
Zuerst mit dem Tragbild angefangen,
danach das Spaltmaß (dazu gibt es einen Tipp mit der Quetschmethode: https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=23718.msg369304#msg369304)
sowie das gepasst hat, kam das Axialspiel des Tellerrades von 0,05 dran ( dazu hab ich die Dicke der äußeren Passscheibe auch gemessen und eingesetzt. Zusätzlich dann noch mittels Trägheitsmethode die optimale äußere Passscheibe bestimmt, wo das Tellerrad noch nicht zu sehr klemmt und so nah wie möglich am Trägheitsmoment bei weggelassener äußeren Passscheibe ist (siehe hier: https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=369949)
Das Alles hab ich ohne Wellendichtringe gemacht, da die Wellendichtringe gerade beim Trägheitsmoment und dem wiederholten Ein & Ausbau der Räder nur stören würden.
Denn zur Beurteilung des Zahnradlaufs ist auch die Geräuschentwicklung und Leichtgängigkeit heran zu ziehen.
z.B. darf das Flankenspiel von Kegelrad zu Tellerrad 0,1-0,2mm betragen. Wenn du aber an der unteren Grenze merkst, dass das Kegelrad am Tellerrad nicht sauber abrollt und eher hackt, dann lieber das Spaltmaß vergrößern, so dass die Zähne leicht und ohne Hacken aneinander abrollen.
Hab ich jetzt erst wieder beim Getriebezusammenbau gemerkt, dass es ein himmelweiter Unterschied ist, einen Zahnradlauf ohne Wellendichtringe oder mit Wellendichtringe zu beurteilen.
Bei montierten Wellendichtringen ist es wie bei gedämpfter Akustik (Gehörschutz) irgendwelche Höhen zu hören, kannst du vergessen ::) .
MfG
Super Hilfe, auch in den andren Themen! Ich habe noch keine Wedis drauf. Ich werde mal mit Lötzinn testen demnächst!
Danke nochmal!
Letztens habe ich das wieder mit die R69 durchexerziert. Was mir da sehr geholfen hat ist eine Satz Passlager. Wenn man ohnehin die Lager wechselt kann man die alte Lager am aussenumfang ein bischen abschleifen (am Schleifbock), damit sie leicht ins Gehäuse passen. Damit spart mann sich das immer wieder aufheizen und abkühlen, und die ganze Geschichte geht 10 mal schneller.
Ich hatte glaub ich auch das Doppellager vom Ritzel an die Innenseite ausgeschliffen mit Dremel.
Natürlich muss man erst mal mit Bügelmessschraube messen ob die alte Lager dasselbe Mass als die neue haben.
Die immense Zeitersparnis durch "Passlager" kann ich nur bestätigen !
--> Altes, aber noch brauchbares Lager außen flächig mit Edding bemalen,
am Innenring halten und diagonal an die laufende Flex mit Papierscheibe auf Gummiteller halten. ( 180er Körnung )
Durch den diagonalen Kontakt wird das Lager kontinuierlich gedreht und gleichmäßig Material abgetragen.
Durch den Edding kann man gut sehen, wo genau grade abgetragen wird, und wo noch nicht.
Vorsichtig 'ran arbeiten und immer wieder Passungstest im Gehäuse. Das Lager soll ohne viel Kraft ins kalte Gehäuse eingesetzt werden können, dabei aber möglichst kein fühlbares Spiel haben !
Tragbild und Flankenspiel unbedingt bei aufgesetztem Deckel prüfen !!!
( Sonst kann das Tellerrad "taumeln" und die Messungen verfälschen )
Flankenspiel an mindestens 4 Stellen auf dem Umfang des Tellerrades prüfen, ist i.d.R. nicht überall gleich.
WHB-Toleranz auf die "engste Stelle" beziehen - es darf unter keinen Umständen klemmen oder schwer gehen !
Flankenspiel im 90°-Winkel zum Radius messen, auf Mitte Zahnlänge Tellerrad.
Für's Tragbild die Anleitung im WHB genau beachten: Die "Farbe" auf den Triebling auftragen, nicht aufs Tellerrad.
Mit "preussisch blau" fand ich das sehr wenig aussagekräftig und fehlinterpretierbar.
Edding war etwas besser, aber noch nicht wirklich "gut". ( trocknet zu schnell )
Deutlich besser "ablesbar" ist es mit heller Maleracrylfarbe aus dem Künstlerbedarf, siehe Bild.
Wichtig: Die Montagehülse mit dem Triebling muss richtig fest eingeschraubt sein, sonst machen Messungen keinen Sinn.
--> Selbstbauwerkzeug.
WICHTIG: Ein "gutes" Tragbild hat absolut Vorrang vor dem korrekten Flankenspiel !
Das Flankenspiel darf größer sein, als die WHB-Werte, wenn dadurch ein korrektes Tragbild erreicht wird !
Nur kleiner darf es unter keinen Umständen sein !