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ANDERE THEMEN => OFF - TOPIC => Thema gestartet von: Ulrich6027 am 16 Juni 2024, 12:04:46

Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: Ulrich6027 am 16 Juni 2024, 12:04:46
Hier mal ein Bericht aus den Dortmunder Ruhr Nachrichten vom 15.06.2024. Es ist schlimm wenn ein Motorradfahrer durch einen Unfall zu Tode kommt. Ein Journalist aus einer Lokalredaktion muss sicher nicht das Detailwissen ums Gespannfahren haben. Er haben kann aber eine Aussage hinterfragen und muss nicht so einen gequirlten Scheiße verbreiten.
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: CowBoy am 16 Juni 2024, 12:28:08
Tja. Ich habe es oft genug erlebt, dass das was Leute im Interview gesagt haben nicht mehr viel mit dem zu tun hatte, was später in der Zeitung stand.

Und zum Thema Gespann-Fahren sind Leute, die noch nie gefahren sind, sowieso die besseren Experten.
Immer wieder gern genommen: der Seitenwagen kommt in der Linkskurve hoch.
Käseblätter eben.
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: Eppo am 16 Juni 2024, 13:45:00
Mein Beileid 😔.
Kann ich als Fahrradfahrer völlig nachvollziehen, wie schnell mir da Schienen zur Gefahr werden, wenn ich mit Fahrrad und Seitenwagen unterwegs bin 🤦.
Journalist: Physik setzen 6!

Würde ja eher behaupten, dass ein Gespann bei Schienen längs der Fahrbahn stabiler fährt als eine Solo-Maschine.
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: strichzwojan am 16 Juni 2024, 17:35:27
Die Zeitungen produzieren auch mit immer weniger Mitarbeitern, wobei ich das Wort "Redakteuren" bewusst nicht verwendet habe. Deren Arbeitssituation ist prekärer geworden gegenüber vor dreißig Jahren. Was erwartet man als Leser, wenn jemand in derselben Ausgabe ein Interview über eine bevorstehende Hamlet-Premiere und einen Bericht über die Jahresversammlung des Kleintierzüchterverbandes verfasst hat?

Man muss solche Zeitungen ja nicht kaufen oder lesen.
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: M. Bumerang am 16 Juni 2024, 17:55:05
Zitatdas Wort "Redakteuren" bewusst nicht verwendet habe.
womit du völlig richtig liegst.Das Wort kommt aus dem Griechischen und heißt recherieren. Und das wird nicht gemacht. Die schreiben nur noch voneiander ab.
Bei den Test der E-Autos steht doch immer 0,0 CO2 auf 100km. Ja, aber nur dann, wenn aus 100% Grünen Strom. Und das isser nicht. 434 Gramm CO2 pro kw stecken da drin. Aber die EU wünscht das so. Die Falschangabe. Auch die DUH, die Abmahnungen ohne Ende zu Falschangaben macht hält da still.
Manfred
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: Schorsch am 16 Juni 2024, 18:05:52
Tja,

Fast nichts ist so unzuverlässig, wie die menschliche Erinnerung, die im Extremfall NICHTS mit dem vergangenen Geschehen zu tun hat.

Gut ist, dass die Angaben der beobachtenden Personen im Konjunktiv geschrieben wurden, nicht als Fakt übernommen wurden.

Nur mein Senf





Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: Hans Otté am 16 Juni 2024, 18:06:50
Zeitungen leben eben immer nur durch die Höhe ihrer Auflagen sowie der bezahlten Werbung, den leicht und billig zugänglichen Nachrichten und der Qualität und dem Professionalismus ihrer Redakteure und Reporter.
Guter Investigativ- und Fachjournalismus ist heute zu einem sehr seltenen Gut geworden und damit einfach zu teuer und außerhalb der Interessenlage für die große Mehrheit der jetzigen  Leser und "Konsumenten". Der Beweis dazu sind eben derartig sachlich verkürzte Nachrichten.
In jedem Falle stimmt mich dieses Ereignis sehr traurig und nachdenklich da es ja fast jeden von uns hier ebenfalls schnell und unerwartet betreffen könnte. In einer uns nicht bekannten Familie wird zu dieser Zeit bestimmt großes Leid und Trauer herrschen; deshalb mein aufrichtiges Beileid dazu, *****
 
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: bullet am 16 Juni 2024, 20:40:58
Zitat von: Eppo am 16 Juni 2024, 13:45:00Würde ja eher behaupten, dass ein Gespann bei Schienen längs der Fahrbahn stabiler fährt als eine Solo-Maschine.

Das Vorderrad fängt sich in den Schienen und du kommst nicht so leicht davon weg.  Als Rad- oder Solofahrer ist der Sturz schon fast sicher.  Bremsen hilft auch nicht viel, die Schiene ist glatt und der Bremsweg um ein vielfaches länger.  Das ist beim PKW schon gefährlich.  Ich kann mir lebhaft vorstellen, daß es einem das Gespann herumdreht, wenn man bei einem Ausweich- oder Bremsmanöver auf die Schienen kommt.

Für Radfahrer sind Straßenbahnschienen eine Todesfalle, insbesondere bei Regen und im Winter.  Ich habe in Darmstadt viele Jahre lang schlechte Erfahrungen machen dürfen.  Radfahrer stürzen plötzlich und scheinbar ohne Grund, dabei haben sie eine Schiene im ungünstigen Winkel erwischt, was man als Autofahrer gar nicht kommen sieht.

Den Artikel finde ich so schlecht nicht.  Wenn das Beiwagenrad überbremst, dann dreht sich das Gefährt in Richtung des Beiwagens.  Und wenn der namentlich nicht genannte Mann bei seinem Gespann die Geometrie nicht richtig eingestellt hat, fährt es eben nicht stabil.  Das hat aber mit dem verunfallten Gespann nichts zu tun.

Auf dem Luftbild kann man schön sehen, daß man dort zwei Schienenpaare im spitzen Winkel überfahren muß.  Das ist der ungünstigste Fall, eine Schiene zu überqueren.  Wer's nicht glaubt: ausprobieren!
Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: Eppo am 16 Juni 2024, 20:58:31
Ich kenne diese Situationen sehr gut:
In Dresden verlaufen viele Straßenbahngleise in der Mitte der Fahrbahn und wechseln dann immer mal wieder die Spur oder biegen ab vom eigentlichen Straßenverlauf, dazu kommen noch Streckenabschnitte mit Kopfsteinpflaster.
Diese Straßen Versuche ich weitestgehend zu meiden oder überfahre die Schienen im möglichst großen Winkel, um nicht mit dem Rad einzurasten. Das sieht mitunter aus als würde ich Schlängellinien fahren.

Aber wenn ich da lese: "ein Anwohner [...] hat das Gerücht gehört", da bekomme ich Hals.
Sowas gehört nicht in einen Artikel, da gehören nur Fakten rein. Ich bekomme mehr und mehr die Auffassung, das Artikel künstlich mit irgendwas aufgeblasen werden, nur damit die Artikel besonders lang werden und die Zeitung voll.
Da werden Namen falsche geschrieben und Dinge tlw. wiederholt bzw. auch wieder innerhalb des Artikels negiert. Schlimm.

Eigentlich ist schon alles Wesentliche im ersten Abschnitt genannt.
Wobei ich da nach dem Satz: "Er verstarb noch am Unfallort." Nicht wusste, wer von den beiden verstorben war.
Das klang für mich an dieser Stelle noch, als wäre der LKW-Fahrer verstorben  ???

Titel: Unfassbar was Menschen gegenüber der Presse von sich geben
Beitrag von: rolf am 16 Juni 2024, 21:00:24
das SW Rad überbremst.... ist schlicht und einfach falsch eingestellt