BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Benzin, Öle und andere Zusatzstoffe => Thema gestartet von: Brendel am 09 Juli 2023, 13:13:43
So
jetzt werden viele sagen, was will der den hier mit Kettenfett im BMW-Forum.
Meine Guzzi Falcone hat aber eine Kette und ich keinerlei Erfahrung mit Kettenschmiere.
Hier gibt es doch bestimmt noch mehr die mit Kettenglieder den Vortrieb vollziehen.
Also wer kann mir bei der Vielzahl von Angeboten eine Empfehlung geben?
Vielen Dank für euere Mühe
Gruss
Werner
Mal was neues, einen Kettenschmiertret
Fluidfilm!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Alte Kette (also ohne O/X oder sonstwas Ringe)...wie vom Hersteller vorgeschrieben.
Moderne Ketten (also mit den beschriebenen Ringen) sind in den Hauptgelenken auf Lebenszeit versorgt, der Schmierstoff dient nur der Versorgung der Rollen...aus meiner Zeit bei Tante L (und Kundenrückmeldungen) das weiße von S100 (firmiert jetzt als "High End")...
Kommt etwas auf die vorwiegenden Einsatzbedingungen, und noch mehr darauf an,
ob O-Ring-Kette oder Standard.
Ich gehe mal von Standard aus - das bedeutet:
1 mal pro Saison Kette in Reiniger baden ( Petroleum, Diesel, Lampenöl, expliziter "Kettenreiniger",
und danach die große Keksdose Kettenfett auf die Herdplatte oder den Camping-Kocher und heiss machen.
Bis die Kette versinkt und keine Blasen mehr kommen.
Daneben gibt es viele, sehr viele Sprays und dergleichen.
Da will ich keine Empfehlung abgeben - sonst wird dies ein "Öl-Fred".
M.E. ist das Wichtigste, dass die Kette gründlich gereinigt wird und überhaupt irgendwas "Schmierendes" drauf ist. Nominelles "Kettenfett" ist tendentiell "klebrig", damit es nicht weggeschleudert wird.
Dadurch sammelt und hält es den Dreck aber auch ganz vorzüglich.
Ein Wüstenfahrer aus dem Bekanntenkreis fährt seine O-Ring-Ketten trocken !
Beschert Ihm "im Sand" die deutlich längsten Wechselintervalle .....
Gruß,
Sascha
wer kein Bock auf Kettenfett hat, kann auch stattdessen das Scotoiler System nehmen. Hatte ich mal bei einer Honda Transalp verbaut. Sehr angenehm, wenn es richtig eingestellt ist.....
Gruß Peter
100 Punkte, wollt ich auch grad schreiben. Lässt sich nahezu unsichtbar montieren. Hatte ich an meiner Gpz 750 und unseren beiden Zzr1100. Das Kettenschmierzeug gung mir reichlich auf den S___k.
Gruss
Ich benutze Kettenspray auch sehr gerne an meiner R25/2... Am Hinterradmitnehmer! Schleuderfest und druckstabil, zwei Forderungen, die ich gerne erfüllt sehe an dieser Stelle!
Vielen Dank für die Empfehlungen.
Ich werde keine Wüste durchqueren und habe eine Standardkette ohne O-Ringe.
Ich werde bei T-Louis nach dem S 100 schauen, vielen Dank Ute.
Gruss
Werner
Da Kettenfett die Eigenschaft hat, irgendwo hingedrückt zu werden und in aller Regel dort bleibt, würde ich bei eine O-ringlosen Kette zu etwas Fließfähigerem raten. Entsprechend natürlich dann öfter "schmieren". Das kann sehr zähflüssiges Öl oder vergleichbare Medien sein.
Früher (z.b. bei den alten Kawas ohne O-Ringkette) gab es die Kettenöltanks, die eine regelmäßige Schmierung gewährleisteten, da eben keine mittels O-Ringen gekapselten Glieder.
Ich mach es wie Sascha unter Beitrag #3 beschrieben hat.
Allerdings mit der Ausnahme, dass es nicht jede Saison erfolgt.
Da die MZs und Simson-Ketten im Vollschutz gekappselt laufen, reicht quasi einmal alle 10 Jahre ;D
MfG
Eppo
Das hat jetzt eigentlich nur am Rande etwas mit Werners Frage zu tun, aber ich erinnere mich gerade an ein Autobahnerlebnis aus meinen Guzzizeiten. Ich fuhr auf einen sommerlichen Stau auf, irgendwo bei Darmstadt. Neben mir hielt ein Sportfahrer mit japanischem Motorrad. Ich konnte garnicht schnell genug schauen, schon hatte er aufgebockt, unter der Sitzbank ein Dose Kettenspray hervorgezaubert und mitten auf der Straße das Hinterrad durchgedreht und die Antriebskette versorgt. Auf meinen Blick hin sagte er "Heiß hält es besser."
hab an meiner Norton jahrelang Standardkette gefahren war teuer weil sehr hoher verschleiss (längung). dann eine x-ringkette (DID 520 VX2 ) ausfindig gemacht, die gerade so reinpasst ohne zu schleifen.
ist jetzt schon 6 jahre drin. keine bis sehr geringe verschleisserscheinung.
Kettespray nur als Rollenkosmetik.
Zitat von: schraubenkoenig am 10 Juli 2023, 08:13:44Ich merk keinen Unterschied. Wenn ichs auf ne heiße Kette mache und dann gleich weiterfahre- fliegts auch schneller wieder weg. Meine Felgen sehen dann aus wie Sau. (schwarze Sprenkel auf weißer Felge)
Hat jemand was von gleich weiterfahren gesagt? Ist doch eigentlich logisch, Zuerst wird das Fett durch die warme Kette flüssiger, dann verdampfen die Lösemittel schneller. Das war damals mit Sicherheit schon eine O-Ringkette, insofern nur Kosmetik. Aber ich bin kein Fachmann, mein letztes Kettenfahrzeug ist 47 Jahre her.
Meine Erfahrung ist, dass fast alle Kettensprays zunächst recht dünnflüssig und fließfähig sind. Dadurch kommt es in die Rollen einer Standardkette. Nach kurzer Zeit verdampfen dann die Lösungsmittel und das Fett härtet in den Rollen aus. Ich schmiere meine Kettenfahrzeuge etwa 1-mal pro Jahr und nutze je nach Verfügbarkeit immer wieder unterschiedliche Sprays. Die Hauptsache ist, dass überhaupt geschmiert wird.
Viel wichtiger ist es den Kettentrieb sauber zu halten und überschüssiges Fett außen abzuwischen. Dann setzen sich weniger Staub- und Sandpartikel auf der Kette fest und der Verschleiß wird verlangsamt. Gilt im Übrigen auch für Fahrradketten, besonders Mountain Bikes.
Gruß
Tom
Abkühlen soll sie doch nicht, im Gegenteil, heiß bleiben damit das alles schön schnell "angebacken" wird.
Zitat von: Herculestom am 10 Juli 2023, 09:40:11Viel wichtiger ist es den Kettentrieb sauber zu halten und überschüssiges Fett außen abzuwischen. Dann setzen sich weniger Staub- und Sandpartikel auf der Kette fest und der Verschleiß wird verlangsamt. Gilt im Übrigen auch für Fahrradketten, besonders Mountain Bikes.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht.
Nachdem ich von den teuren Markensprays nicht sonderlich überzeugt war,
habe ich mir ein kleines Ölkännchen mit altem Motoröl/Getriebeöl gefüllt (halt was so an altem Öl gerade zur Hand war) und gebe jeweils einen Tropfen auf die Rollen meiner Fahrradkette(n).
Natürlich muss das in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Die Prozedur mache ich meist nach einer Fahrradtour, wenn dann über Nacht das Öl in die Rollen einziehen kann.
Der meiste Schmodder sammelt sich im Fahrbetrieb dabei am vorderen Kettenblatt und den Umlenkrollen des Schaltwerkes.
Da fahre ich mit dem Schraubendreher einmal drüber und entferne die Paste (hat i.e. die Konsistenz von Butter/Magerine).
Damit läuft an meinem Mountainbike die Kette jetzt schon über 9500km und ich fahre gut & gerne 2000km/Jahr.
MfG
Eppo
Zitat von: strichzwojan am 10 Juli 2023, 08:58:24Aber ich bin kein Fachmann, mein letztes Kettenfahrzeug ist 47 Jahre her.
Bundeswehr?
Zitat von: Heiko am 10 Juli 2023, 15:03:53Bundeswehr?
Ist sowieso nicht richtig gewesen. Fahrrad fahr ich ja auch.
hoffe die Bundeswehr ist inzwischen wieder aus Oesterreich abgezogen ;)
Naja... das war eine andere Truppe. 😅
Für eine Fett- und Öldebatte ist das Wetter einfach zu heiß... ;D
Ich dreh jetzt eine Runde, bevor es am Nachmittag 37 Grad im Inntal haben soll.
Jan