BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Diverses => Beiwagen & Co => Thema gestartet von: Kees am 13 April 2023, 09:15:40
Ich denke wieder nach über das nächste Projekt. Eine Tr500 Seitenwagen bauen für die R69 wäre schon was. Ich bin noch im Informationssamlungsstadium. Zum beispiel, wie dick sind die Rahmen Rohre eigentlich? 4mm Wandstärke sollte es schon sein, aber was ist die Aussendiameter? Kan jemand mal nachmessen?
Moin Kees,
die Rahmenrohre sind 50mm.
Wenn Du den Rahmen selbst bauen willst, hilft das hier vielleicht weiter.
Ich würde in jedem Fall eine anständige Radaufhängung bauen und eine Seitenwagenbremse.
Idealerweise mit separat dosierbaren Bremshebeln und schwimmend angelenkter Ankerplatte.
Viel Spaß beim Tüfteln!
Das ist ja wunderbar! Hat das Ural Gestell das gleiche Mass als die Tr500?
Ich hatte vor der komplette Scheingachse mit Torsionsfeder von ideal zu kaufen. Und dachte, die paar Rohre schweisse ich selbst schon dran.
Erst dachte ich so ein Chang Jiang Rahmen zu kaufen. Aber die Speditionskosten sind mehr als der Rahmen! Und dann hat man auch nur ein altes China teil in fragwuerdige Kwalitaet.
Nur ein Ding ist mir noch nicht ganz klar. 50 mm Rohr. 5 mm Wandstaerke? Das macht 40 mm innen. Aber die Befestigungsdinger zum Motorrad hin haben 36 mm Rohr. Da fehlen also 4 mm. Da ist bestimmt ein buchse eingesetzt? 7 mm Wandstaerke fuer das ganze rohr erscheint mir sehr viel. Das kann ich in die M72 Zeichnung noch nicht finden.
Vergess die letzte Frage. Ist klar vom Zeichnung.
Guck mal was ich mir da angelacht habe. Chiang Jiang. Alles ist da, gerade abgeholt bei Moto Moscwa. Gernot, der Kerl der das Geschäft macht ist ein ganz guter Type. Ich habe auch gestaunt ob die vielfalt merkwürdige Russisch/Chinesisch Motoren und Gespannen. Es gab auch eine BMW R71, mit Tüv und BMW auch in die Papieren aber keine Schraube ist da Deutsch! Da hat ein Tüv-ler mal nicht gut aufgepasst.
Jedenfalls, eine Menge Umbauarbeiten erwarten mich. Das wird sicher keine 100% Kopie der TR500, aber das ist auch nicht so wichtig. Wenn es schön aussieht und geradeaus fahrt wäre ich schon glücklich.
Schwinge und Federung scheint gut zu funktionieren, muss ich aber mal auseinander nehmen und inspektieren. Hinteres Rohr ist 50 mm. Die andere 3 sind 45x3 mm. Da haben die Chinesen schon gespart. Schweissnahten sehen nicht slecht aus, das wird so schnell nicht auseinander brechen. Alle Bolzen haben 4.8 Stärke, wieder eine Sparmassnahme. Ich werde natürlich das ecklige Trittbrett rechts vorn gleich abschneiden. Ein Steib Kotflügel muss auch her, also ander Aufnahmen basteln. Das Loch für die Kugelanschlussarm hinten ist vol in ordnung. Vorne ist das Loch eher 39 mm. Bischen viel für ein 36 mm Arm. Da muss ich mir noch etwas ausdenken.
Aber erst gehe ich 2 Wochen mit meine Frau in die Türkei. Da kann ich alles mal ruhig überlegen.
Hallo Kees,
ich habe Gernot mal kurz kennengelernt, als ich in Osnabrück lebte. Schön, dass er immer noch aktiv ist.
Ich fuhr damals eine Guzzi mit Ish-Jupiter Seitenwagen, sehr stabil, aber der Stoßdämpfer war furchtbar und zersägte den Seitenwagenrahmen (übrigens in der Türkei!). Das Öl war komplett raus, weil nur ein Stück Gummischlauch mit Draht statt eines Wellendichtrings eingebaut worden war...
Der Seitenwagen kam übrigens aus Rotterdam. Er war vollverzinkt, was durchaus problematisch war beim Schweißen der Risse, die nach der Türkeireise da waren. Die Schrauben an den Seitenwagenanschlüssen sahen fast handgemacht aus, weil der Sechskantkopf nicht zentrisch über dem Schaft stand. Mit etwas Nacharbeit sind diese Fernost- oder Sowjetseitenwagen aber eine tolle Basis.
Viel Spaß damit, Jan
ich kann nur einen Joseph Szentesi empfehlen....sieht aus wie ein TR500, hat ein ähnliches Platzangebot und wiegt weniger wie ein LS 200 und hat ein gefedertes (einstellbar!) SW RAD; Bj ist auch passend
Hi Kees,
das habe ich auch gemacht. Mein Rahmen ist allerdings etwas anders. Der vordere Anschluß war fest und wurde auf verstellbar umgebaut.
Die Schwingenlagerung solltest Du auf jeden Fall anschauen. Bei den späteren CJ-SW läuft da Stahl auf Stahl. :thumbdown:
Die Anschluß-Teile für den Steib Flügel gibt es bei ideal SW in Berlin fertig zu kaufen.
Der Rahmen hält schon das 8. Jahr und wir sind ziemlich rumgebrochen ;D
Hier mal was zur Inspiration. Die beste Idee seit 30 Jahren war die separate SW-Bremse, gefolgt von den einstellbaren Federbeinen vorn.
Die Schwinge habe ich in Bronzebuchsen gelagert und einen Schmiernippel gesetzt
Gute Arbeit Cowboy. Und ja, ich denke auch das ich da neue Lager einbauen muss. Es gibt jetzt etwas Spiel vor der Feder angreift.
Warum hasst du für die hintere Kugelarm keine gebogene genommen wie die vordere?
Und hattest du die zwei Kotflügelbügel so gekauft und angeschweisst oder selbst gebogen?
Dieses ganze Projekt wirt eine Riesenanforderung für mich. Ich werde mich erst mit der Rahmen bemühen. Danach möchte ich das Boot selber bauen von Blech. Ich habe etwas erfahrung mit Blecharbeiten aber sicher nicht wie das hier. Wie mann so schön sagt: Mann wächst mit seine Aufgaben...
Und ja, Gernot war sehr nett. Er hat jede Entschuldigung angenommen mir Rabat zu geben. Am ende hatte ich die Bensinkosten wieder zurück. Nur weil er keine Kugelanschlussarmen hatte (die wahrscheinlich sowieso nicht passen an die BMW) und weil alles ein bischen länger gedauert hat.
Moin Kees,
die Bügel für die Kotflügelhalterung vorn hat den "Becher" für die Alunase. Sowas bekomme ich selbstgebaut nicht hin.
Hinten ist das dicke Gewinde (war das M18x1,5?) drin, der Absatz angedreht und der Kegelring als Anschlag aufgesetzt.
Das lohnt nicht selbst zu bauen, selbst wenn man die Werkzeuge dazu hätte. Also fertig gekauft.
Die alten Aufnahmen weg geflext und die neuen angeschweißt (Anschweißen lassen, da ich zu dem Zeitpunkt kein Schweißgerät hatte
und der Schweißlehrgang bei dem ich das letzte Mal ein Gerät in der Hand hatte fast 40 Jahre her ist.)
https://www.ideal-seitenwagen.eu/wp-content/uploads/2019/03/Steib-Gesamt-Katalog-2019.pdf
Seite 18/19
Der hintere untere Anschluß ist mehrfach geändert worden. In der ersten Ausführung hatte ich den gebogenen Arm dran.
Der war vorhanden. Damit ließ sich der SW aber nur in sehr engen Grenzen einstellen.
Darum habe ich den Anschluß mit der Kreuzschelle bauen lassen. Das war schon viel besser, reichte aber noch nicht aus.
Die dritte Version hat optimierte Winkel zwischen Kugelglocke und Strebe und die Strebe selbst ist länger geworden.
Damit kann der SW exakt eingestellt werden.
Bei dem Boot war für mich von Anfang an klar, dass es kein TR500 werden würde. Der hat zu wenig Kofferraum.
Das Boot selbst ist um einiges kleiner als das vom BW40/M72/Ural/CJ. Das erschwert das Einsteigen für den Passagier
und begrenzt die Transportkapazität.
Viele Grüß, Ulli
Ich habe noch eine kleine Schmiede im Garten, viel zu wenig benutzt, also werde ich mal ein Versuch machen die Kotflügelhalter selbst zu bauen. Wahrscheinlich macht das kein Sinn, konnte aber Spass machen.
Ich werde dein Lösung für die Kugelarm im Kopf behalten. Das sieht sicher sehr brauchbar aus.
Und ich habe natürlich gleich eine Frage. Heute abend noch mal schnell der Schwingarm mit Lagerung und Torsionsfeder ausgebaut. Es war mir schon aufgefallen das es ein bischen Spiel gibt. Wenn mann der Schwingarm dreht kann man das ein paar Grad drehen vor der Torsionsfeder angreift. Jetzt weiss ich auch warum. Es gibt Spiel in die beide Verzahnungen der Torsionsfeder.
Also meine Frage. Ist das Normal? Kees, das hättest du wissen können wenn du alte Chinesische Sch**** kaufst!
Bessere Frage, tut das Not?
Ich kann natürlich Neuteile kaufen, aber ich habe Angst das die nicht besser sein.
(Trotzdem ist alles noch witzig).
Ja, das ist normal, dass zwischen dem Drehfederstab, dem Widerlager und der Schwingachse etwas Luft ist. Das wird auch mit Neuteilen nicht besser.
Ist aber auch egal.
Danke!
Gerne! :)
Ich habe gerade gestern final meinen TR Rahmen mit chinesischen Drehstab zusammen geschweißt.
Also ein kompl. neues hinteres Querrohr mit vernünftiger Lagerung, dem Drehstab mit allem Zipp und Zapp.
Entgegen dem russischen Drehstab (in dem Teil mit dem man die Drehstab vorspannen kann, verschweißt) ist das Chinateil schwimmend in seinen beiden Aufnahmeverzahnungen gelagert und hat recht wenig Spiel.
Was gar nicht ging, was die Lagerbuchse in der die Schwingenaufnahme läuft, Stahl auf Stahl mit mehr als 0,5 mm Luft. Das füllt man auch mit Fett nicht aus.
Die habe ich mir wie das kompl. Querrohr anfertigen Lassen.
Vom chinesischem Bausatz habe ich also nur die Schwingenaufnahme, den Drehstab und das Anschweiß Wiederlager verwendet.
Wenn jemand die genauen Bau-Details eines TR´s nicht kennt, sieht er den Umbau nicht.
Habe jetzt erst einmal großzügig Hamerit drauf gepinselt, schön machen kann ich immer noch im nächsten Winter.
Zitat von: Kees am 05 Mai 2023, 20:43:44Und ich habe natürlich gleich eine Frage. Heute abend noch mal schnell der Schwingarm mit Lagerung und Torsionsfeder ausgebaut. Es war mir schon aufgefallen das es ein bischen Spiel gibt. Wenn mann der Schwingarm dreht kann man das ein paar Grad drehen vor der Torsionsfeder angreift. Jetzt weiss ich auch warum. Es gibt Spiel in die beide Verzahnungen der Torsionsfeder.
Also meine Frage. Ist das Normal? Kees, das hättest du wissen können wenn du alte Chinesische Sch**** kaufst!
Bessere Frage, tut das Not?
Ich kann natürlich Neuteile kaufen, aber ich habe Angst das die nicht besser sein.
(Trotzdem ist alles noch witzig).
Danke für deine Bericht Patrick über deine Erfahrungen. Ein paar Fragen:
- Benutzt du der eigentliche Schwingarm der TR500?
- Wie hast du das Problem mit die Drehbuchsen gelöst? Neue kupfere Buchsen gedreht?
- Hast du noch Bilder gemacht?
Für jeder der so etwas machen möchte, du kannst natürlich ein komplette Seitenwagentrahmen von Chang Jiang kaufen wie ich das gemacht habe. Aber mann kann auch die Teile kaufen. Ich habe aber in Europa noch kein Anbieter gefunden die alles zugleich hat. Hier mal ein Paar Links:
https://www.ural-hamburg.de/K750-M72-Teile/Fahrwerk-M72/Schwingarm-Beiwagenschwinge-M72-M61-M62.html?force_sid=c1jo5r77defcg9670alliq007q (https://www.ural-hamburg.de/K750-M72-Teile/Fahrwerk-M72/Schwingarm-Beiwagenschwinge-M72-M61-M62.html?force_sid=c1jo5r77defcg9670alliq007q)
https://oldtimergarage.eu/de/sidecar/4574-sidecar-torsion-bar-bush-m72-chang-jiang.html (https://oldtimergarage.eu/de/sidecar/4574-sidecar-torsion-bar-bush-m72-chang-jiang.html)
https://www.ural-zentrale.de/de/karosserie/beiwagen/beiwagen-m72/drehstab-beiwagen-m72-cj-u-v-m (https://www.ural-zentrale.de/de/karosserie/beiwagen/beiwagen-m72/drehstab-beiwagen-m72-cj-u-v-m)
Und wenn du das richtige Rohr in kleine Mengen benötigst, dann ist das hier eine gute Adresse:
https://www.fixmetall-shop.com/netGen/netGen.pl?lang=de&action=shop_kat&kategorie=69&produkttyp=rundrohre-nahtlos (https://www.fixmetall-shop.com/netGen/netGen.pl?lang=de&action=shop_kat&kategorie=69&produkttyp=rundrohre-nahtlos)
Die Buchsen habe ich hier gefunden. Ich habe aber keine Ahnung ob die besser sind als die vorhandene stahle Buchsen. Sind auch nicht echt billig.
https://www.motorwerk.nl/freewebshop/index.php?page=details&prod=1138&cat=18&group=1 (https://www.motorwerk.nl/freewebshop/index.php?page=details&prod=1138&cat=18&group=1)
Vielleicht besser selbst drehen.
https://ijzershop.nl/297-bronzen-bussen (https://ijzershop.nl/297-bronzen-bussen)
Ich bin immer noch in die Turkei mit meine Frau. Auch eine herliche Zeit, aber ich kann nicht warten bis ich wieder weitermachen kann! Es hat natürlich keine Eile, es ist eigentlich mein Winterprojekt für 2023-2024.
Zitat von: Kees am 19 Mai 2023, 15:59:33...Es hat natürlich keine Eile, es ist eigentlich mein Winterprojekt für 2023-2024. ...
Ok, es ist noch recht frisch draußen, aber :respekt: , Du hast einen Wahnsinnsvorsprung rausgearbeitet!!
Ich gestehe nicht genügend Bilder gemacht zu haben.
Da ich das ganze Querrohr neu gemacht habe, habe ich auch gleich die Zwischenbuchse mit "Bronze" Buchsen anfertigen lassen.
Ansonsten ist der Rest original Steib TR 500 in der Version für die KS 601, also auch mit dem Schwingarm und Bremse der KS.
Herzlich Dank für die Bilder. Gute Inspiration. Der Anschluss zum Motorrad hinten unten sieht auch ganz vernünftig aus. Ein bischen wie beim Cowboy.
Heute habe ich mir an der Rahmen gemacht. Erstmal alles abrasiert was ich nicht brauchen kann. Das war noch eine menge Schleifarbeit, die Chinesen hatten das gut zusammen gebraten. Alles ein bischen rau, aber beim Trittbrett waren die doch nicht zu stolz das mit Spachtel ein bischen glat zu streichen!
Ein paar Chinesische Witze:
Die Blattfederauflagen waren nicht wirklich gerade angeschweisst. Etwa eine halbe cm schief auf beide Seiten. Gut das ich die sowieso nicht brauche.
Der Flansch für die Torsionsfederung ist auch schief angebraten. Und die Aussparung für die Schweissnaht der Drehbuchse ist nicht tief genug. Mit ein bischen schleifen und feilen habe ich das halbwegs richtig bekommen es liegt jetzt etwa 60% an, das reicht mir heute, ein Wunder Deutscher Ingeneurskunst wird es wahrscheinlich nie.
Und der beste Witz ist die Scheibe der verhindern soll das die Torsionsfeder hinaus wandert:
Das ding ist mehr zinc als aluminium, ich weiss nicht wieviel das aushält.
1gr. pro Yen... ;D
Das mit der Münze ist kein Witz.
Früher war da eine Scheibe, die Verhindern soll, dass Schmutz in die Verzahnung gerät.
Die Sicherung gegen herauswandern des Federstabes ist der Sprengring.
Irgendwann haben die mit dem spitzen Bleistift gerechnet und fest gestellt,
dass die Scheibe mehr als als 1 Rmb kostet .
Seit dem ist die Münze drin.
Ach so! Aber ein Witz ist es dann doch, eben weil es seriös gemeint war.
Ich habe mal gemessen was für Kugelanschlusse ich benötige.
Vorne wird das 10 cm abstand vom Kugel am Motorrad bis zum Seitenwagen Rohr. Herz auf Herz natürlich. Damit habe ich 23 cm Vorlauf. Das erscheint mir richtig. 10 cm ist anscheinend auch ein Standardmass, jedenfalls hat Ideal das im Program.
Hinten würde ich so eine voll einstellbare Konstruktion benutzen wie Cowboy und Elefantentreiber. Cowboy, du hast in Betrag #11 Bilder deiner hntere Kugelanschluss gepostet. Das hast du einmal mit rechtwinkelige Streben, einmal ist das unter etwa 110 grad. Was ist deiner Ansicht besser und warum? Ich verstehe das Unterschied nicht so.
Noch eine Frage, ich habe hinten ein Loch im Rahmenrohr von 36 mm. Das ist normal für die TR500. Vorne habe ich 38 mm (44 mm rohr mit 3 mm Wand). Da habe ich 3 Optionen. Entweder nehme ich eine Anschlussstrebe mit 38 mm. Oder 36 mm und ich bastele eine 1mm Shim. Oder ich buchse das erst aus auf 32 mm. Was würdet ihr machen?
Inzwischen auch noch ein Rad gebaut mit chrom Felge und chrom Speichen. Das macht spass. Als ich mal Arbeitslos bin ist das eine schöne neue Karriere.
Darf ich meine zwei Fragen noch mal in die Runde werfen?
Vor allem die vordere Kugelanschlussarm. In 38 mm würde das am einfachsten sein natürlich aber ist das Rohr mit 3 mm Wand stark genug dafür?
Ich habe es mit einer stirnseitig verschweißten Buchse auf 32 mm reduziert und 2 kräftige Klemmungen
angeschweißt. Da verdreht sich nichts mehr.
Wichtiger ist aber, sieh Dir mal die Schwingenlagerung genauer an, die Chinesen lassen das
mit unglaublich viel Spiel Stahl auf Stahl laufen.
Das wird meinen Ansprüchen für eine BMWeh oder Zündapp nicht gerecht.
Danke Patrick! Das ist genau was ich wissen wollte. 3 mm Wandung erscheint mir etwas wenig.
Und ja die Schwingenlager sind Stahl auf Stahl, etwa 0.15 mm Spiel. Ich habe vor da Bronze Buchsen zu drehen und ein zu setzen.
Im moment suche ich alle Information zusammen damit ich auf einmal eine Bestellung machen kann. Etwas bauen wird wahrscheinlich erst nach diese Sommer.
Zitat von: Kees am 05 Juni 2023, 09:04:01Das hast du einmal mit rechtwinkelige Streben, einmal ist das unter etwa 110 grad. Was ist deiner Ansicht besser und warum? Ich verstehe das Unterschied nicht so.
Und ja die Schwingenlager sind Stahl auf Stahl, etwa 0.15 mm Spiel. Ich habe vor da Bronze Buchsen zu drehen und ein zu setzen.
Der gewinkelte Anschluß wurde gebaut, nachdem der rechtwinkelige, der sehr eng am Auspufftopf entlang geht, beim Beiwagen abnehmen eine Beule in den Topf gemacht hat. :traurig:
Siehe Beitrag #8 - und den Schmiernippel nicht vergessen.
Herzlich Dank Cowboy! Dann weiss ich was ich mir bestellen sollte, zusammen mit Patrick's Bericht.
Mal schauen ob ich auch so ein schönes Tagesbuch schreiben kann wie Jan Fastnachter. Mit ein paar Tips und Tricks hier und da, und wahrscheinlich auch noch viele Fragen an euch.
Erster schritt jetzt war die Bremse, damit ich vernunftig ein Rad an die richtige Stelle positionieren kann. Also, vom Schrottplatz eine VW Golf 3 hintere Bremsankerplatte gehollt (das war nicht so schwierig, vergiss aber nicht eine 15 mm Nuss mit zu nehmen!). Der soll an der Schwingarm kommen. Aber erst habe ich etwa 5 mm vom Rand abgeschnitten, dann passt es viel besser in meine BMW R69 Nabe.
Adapter Platte aus 12 mm Stahl geschnitten und schön abgerundet. 12mm ist ein bischen viel, hatte ich aber noch liegen. Jedenfalls ist das stabil genug. Darauf eine Zentrierring geschweisst. Auch freihand geschnitten, ist doch ziemlich zentrisch!
Ich musste die Löcher vom Bremsankerplatte übernehmen auf der Adapterplatte. Dafür haben die Amerikaner "transfer punches". Die habe ich natürlich nicht aber mit ein stück angeschliffene 3 mm Bohrer, und ein stück rund 10 mm mit zentrisch ein Loch geht das auch sehr gut.
Und dann nichts wie Anschweissen.
Und so wird das dann:
Dieses Wochenende hatte ich wieder ein bischen Zeit für das Gespann. Zeit habe ich nicht viel im moment. Und alles dauert zehn mal länger als gedacht. Es ist ein richtiges Riesenprojekt! Wird noch ein bischen dauern.
Die Ringen die als Anschlag für die vordere Bootgummi's funktionieren, gab es nicht. Also selber machen. Ringen habe ich aus 4mm Stahlplatte geschnitten. Ein 45 mm Loch gebohrt mit der Lochsäge. Dann die aussere Kreislinie mit der Winkelschleifer ausgeschnitten. Weil ich die natürlich so nicht auf das Rohr fädeln kann musste ich die Ringen halbieren und danach wieder verschweissen. Ich habe die jetzt nur mit ein paar Schweisspunkte festgesetzt weil ich noch nicht sicher bin wo die genau hinhören.
Anschliessend auch noch der Bügel für die vordere obere Stutze aus U-Profil geschnitten und angeschweisst. Der war auch nicht vorhanden. Also, alles wie im ersten Bild.
Anschliessend habe ich noch eine Biegevorrichtung gebaut für die Rohre der Kotflügelaufnahmen. Ich habe auch Sand getrocknet und holz Propfen geschnitten. Alles ist jetzt fertig für das Biegen. Ich werde das Rohr in meine kleine Schmiede aufheisen, aber jetzt nicht mehr. Morgen bekommt meine Tochter der Schlüssel ihres neues Haus, da wird für mich vorlaufig nicht viel Freizeit übrig bleiben.
Freizeit gibts nicht mehr. Nur hart arbeiten, übertags in die Arbeit, am Wochenende in das Haus meiner Tochter. Die wenige Minuten die übrig bleiben liege ich wie tot auf der Bank.
Trotzdem zwischendurch noch etwas gebaut am Gespann. Bronze Buchsen gedreht und eingesetzt. Heute auch noch ein Schmiernippel eingesetzt. Ich wusste auch nicht was der beste Ort dafür wäre aber hier unten scheint es nichts im Wege zu sein und kann ich es auch noch im Betrieb erreichen.
Alles dreht jetzt schön, stram und unauffällig.
Heute Schmiedetag! Die Rohre für die Kotflügelhalter mussen gebogen werden und der Becher da wo der vordere Kotflügelhalter hinein geht, muss auch geformt werden.
Ich habe Stahlrohr 32 mm genommen. Für die Becher 38 mm Rohr.
Erstmal die Schmiede aufgeheizt mit Holzkohle. Die Rohre habe ich einseitig mit eine verschweisstes Blech geschlossen. Trockenes Sand hinein, gut abklopfen und mit ein Holzpropfen an die andere Seite abgeschlossen.
Mit die Biegeform war das biegen eigenlich ziemlich einfach. Es ist nicht 100% ohne Falten, aber für mich ist es sicher gut genug. Langsam biegen helft gegen Falten.
Und das Resultat:
Für der Becher habe ich eine Kegelformige Dorn. Das funktioniert einwandfrei.
Die andere Seite habe ich versucht rund zu schmieden, hat nicht so gut geklapt. Da werde ich ein Boden einschweissen und es danach schön rund schleifen.
Also, das war ein schönes Resultat! Es hat wieder spass gemacht etwas zu schmieden.
Noch mal der Becher angeschaut. Ich hatte die umrundung an die Unterseite zwei mal gemacht. Das erste mal war ich ziemlich zufrieden, das ganze war aber viel zu hoch. Deshalb wieder abgeschniutten und nogmals rund gedresselt. Aber diese mal konnte ich es nicht gut fassen, war vielleicht ungeduldig, na ja, alles schief und nicht so schön. Deshalb das auch wieder abschneiden. Jetzt habe ich das erste Versuch wieder angeschweisst und bin eigentlich ziemlich zufrieden!
Es ist natürlich Handschmiedekunst, also alles ziemlich ruppig. Ohne eine fette Schicht Spachtel wird das nichts. Grundform ist aber brauchbar. Nur noch ein Boden einschweissen. Die muss ich mir aber erstmal zurecht schneiden.
Grosses Kino Kees!
Hut ab!
Natürlich wäre das anheizen mit ein Schweissbrenner viel einfacher. Habe ich aber nicht und so geht es auch. Ich habe die Sachen noch rumliegen aus meine Möchtegernschmiedetagen.
Chapeau!
Zitat von: AnVo am 18 September 2023, 18:46:30Chapeau!
Sorry, aber Niefern-Öschelb musste ich jetzt erst mal gogglen... ;)
Wohne am Rand unten links an der Scheibe, Diaspora sozusagen :-)
Ich habe das erste Teil angepasst und angeschweisst. Das war nicht einfach! Ich mache das alles auch das erste mal, muss also ordentlich schwitzen!
Ich bin zufrieden. Ich sehe auch wo es alles noch ein bischen besser sein konnte, besser als die Chinesen es gemacht hatten ist es allemal.
Eigentlich konnte ich hier aufhören mit die vordere Kotflügelbefestigung. Die frühe Nachkriegs Tr500 hatte nur diese Ausleger sobald die schöne geschwungene Kotflügel introduziert wurde. Erst ein bischen später kam die Ausführung mit der Rohrbogen nach vorne dazu. Ich habe auch ein Bild gefunden von ein TR500 wo diese Ausleger und der dreieckige Rohrbogen separat angeschweisst waren. Siehe die Bilder.
Überhaupt, es gibt viele kleine Detailunterschieden von Jahr zu Jahr wenn man mal genau darauf achtet. Die hintere Ausleger für die Kotflügel gab es auch in mehrere Varianten. Da werde ich meine eigene Konstruktion bauen, weil der Chang Jiang Rahmen natürlich wieder ein bischen anders ist.
Und der Bogen fertig gemacht. Das war noch einmal ziemlich schwierig, weil ich jetzt zwei Rohranschlüsse zugleich passend machen muss. Ich habe dazu diese Website genutzt, da kann man Schablone ausdrücken: https://metalgeek.com/static/cope.pcgi (https://metalgeek.com/static/cope.pcgi)
Das war sehr hilfsreich. Man muss die Daten aber sehr genau angeben. Eine mm macht schon Unterschied.
Dan mit Schleifscheibe und Fächerschleifer und am ende mit Feilen alles zurecht geschnitten.
Dann noch mal ringsum schweissen.
Und jetzt ist es wieder schluss. Ich habe noch einmal Ferien, diese mal mit meine Frau nach Bilbao und die Picos in Spanien.
Ich bin dabei die hintere Kotflügelaufnahme zu basteln. Dabei ist mir aufgefallen das das Rad ziemlich schief zum Rahmen steht. Der läuft etwa 1 cm nach rechts weg. Genau die falsche Richtung, weil im Betrieb am Motorrad muss das Seitenwagenrad natürlich nach links zeigen.
Das haben die Chinesen wieder schön zusammen gebraten! Frage ist jetzt natürlich, so lassen oder irgendwie korrigieren? Mann kann der Seitenwagen Vorspur natürlich immer noch einstellen, dazu braucht man dann aber etwa 2 cm extra. Wird das Boot dann nicht unnatürlich schief stehen?
Eigentlich weiss ich ncht wo es schief ist. Der Rahmen ist ziemlich Rechteckig. Jedenfalls nicht eine ganze cm schief. Also kann es nur am Schwingarm falsch sein. Entweder die Lagerbuches ist schief angesetzt oder der Radachse ist schief eingebohrt. Aber wie korrigieren? Der Schwingarm selbst ist extrem massif, das mal ein bischen biegen geht weit an meine Möglichkeiten vorbei.
Oder einfach so lassen und die hintere Motorradanschlussstrebe eine cm weiter nach aussen schieben?
Hallo Kees,
das ist schwer zu beurteilen, wenn man nur das Foto hat - für mich sieht es so aus,
als wenn die Achse nicht 90° zum Schwingen Arm bzw. parallel zum hinteren Rahmenrohr ist.
Da würde ich mal messen. Sitzt den das Rad mittig zum vorderen Kotflügelhalter?
Wenn das Rad schief im Radhaus steht, sieht das doof aus und der reifen könnte ggf. am Flügel streifen.
Wenn das mittig ist, würde ich den SW einfach so einstellen, dass die Vorspur passt und gut...
Weiterhin viel Erfolg, Ulli
PS: wenn die Schwinge/Bohrung in der Schwinge schief ist hätte ich noch eine grade Schwinge abzugeben.
Hallo Uli,
Herzlich Dank für dein Antwort. Vordere Kotflügelhalter ist schön mittig zum Reifen. Hintere werde ich darauf anpassen.
Ich werde die Schwinge mal gut ausmessen. Wird wahrscheinlich erst nächste Woche.
Ich habe der Schwingarm mal gemessen. Das Bild ist ein bischen gestellt, aber wann ich das mal ganz genau mache habe ich nur eine halbe mm auf 15 cm Abweichung. Auf 80 cm ist das noch keine 3mm. Ich habe auch der Rahmen noch mal gut vermessen. Und der ist wirklich ziemlich Kwadratisch. Vielleicht 2 mm schief. Vorne ist der Rahmen etwa 3 mm breiter als hinten.
Vieleicht ist es auch nur überall ein kleines bischen schief und zusammen macht das diese 1 cm aus. Ich werde damit leben und einfach der Vorspur etwas weiter einstellen.
Diese Woche habe ich an die hintere Schutzblechstrebe gearbeitet. Das ist ein Rohr, hinten an der Beiwagenrahmen angeschweisst und dann um 90 grad gebogen wo es durch das Schutzblech durch geht. Ein bischen wie hier im Bild. Da gab es auch noch zig varianten wie das genau aussieht und wie das angeschweisst war.
Das Rohr hatte ich schon in meine Schmiede gebogen. Es braucht noch ein M18x1.5 einsatz für die schöne konische alu Mutter ganz am ende. Das hatte ich mir schon mal in die Arbeit am Drehbank gemacht. Nun fehlte noch die konische Anschlagring innen am Schutzblech. Das hätte ich auch auf die Drehbank machen können, aber ich hatte nicht so ein grosses stück Rundstahl. Also, habe ich Flacheisen genommen, 12 mm dick. Ich hatte nur 40 mm breit, also noch ein stück extra angeschweisst weil ich 50 mm brauchte. Loch gebohrt, und die Ringform mit Winkel und Bandschleifer geformmt. Das konische war dann nicht mehr so schwierig, erst mal ein bischen grob mit der Winkelschleifer, dann am Bandschleifer die 45 grad genau eingestellt und fertig geschliffen. Alles ein bischen mehr Arbeit, geht aber schon.
Ich wollte nicht das Rohr direkt am hintere Rahmenrohr anschweissen. Da drin sitzt die Schwingarm lagerung ziemlich eng eingeschoben und ich hatte Angst das das Rohr sich verziehen würde und das es dan nicht mehr passen würde. Also, habe ich ein U-Blech geformt und so lange gestalltet das es über das Rohr nach vorne reicht und erst da angeschweisst wird wo es nicht mehr kritisch ist.
Ich werde das jetzt nicht weiter fertig schweissen. Erst brauche ich ein Schutblech damit ich die richtige Position exact austüfteln kann. Das wird die nächste Aufgabe, ein Schutzblech bauen!
Es ist schon eine Weile her, aber inzwischen habe ich ruhig weiter gearbeitet. Ziel war das bauen einer Kotflügel. Erst mal der Holzwerkbank umgebaut auf Blecharbeiten. Mit Englisch Wheel, Schrumpf/Stauch Zange, Sandsack und Klopfer. Hämer und Amboss hatte ich schon mal poliert und liegen auch bereit
Erste Versuch war gar nicht so schlecht. Hier sieht man schon etwas erfolg obschon dieses Viertel noch lange nicht fertig ist.
Das Problem aber war der Lärm als ich mit der grosse Holzerne Klopfer auf das Blech rundgedrescht habe. Die Nachbarn waren nicht froh! Deshalb habe ich mir umgeschaut und auf Ebay eine ziemlich billige Zweithand Kotflügel aufgetrieben. Mit etwas Rost hier und da, und viele Beulen. Aber 60 euro ist nicht viel für so etwas und ich wollte natürlich nicht einfach ein Neuteil kaufen!
Hier ist schon einer meine Reparatur Bleche. Und wenn du einzoomt, siehst du auch gleich das grosse Problem mit dieses Blech. Obschon es ziemlich gut zusammen ist, ist das Blech sehr spröde. Es schmelzt schon wenn man nur mal mit die Augen zwickert! Daher viele Löcher in mein Schweissnaht. Das Ding hat mir ein paar Schlafflose Nachte besorgt! Trotzdem, alles rundum repariert. Einige Stunden mit Ausbeulen verbracht. Innen neue Versteifungbleche eingesetzt. Usw. Mein Ausweichziel hat mich also nicht enttäuscht.
Nächste Ziel war das Anbauen am Rahmen. Ich hatte das schon Vorbereitet Vorne hatte ich die schöne Bügel mit Trichter gebaut. Hinten auch schon ein Anfang gemacht wie vorher beschrieben. Der alu Klotz vorne habe ich gekauft (zu schwierig zum selber bauen) und angeschraubt. Das gab mir schon ein erster Haltepunkt. Nun hinten der Ausleger bauen. Kotflügel auf Hölzer aufstellen und richtig ausrichten. Dann konnte ich der Ausleger auf die richtige länge absägen und ein M18x1.5 Drehteil an das ende anschweissen. Das ganze am Rahmen angeschweisst.
Das habe ich noch extra verstärkt.
Sieht schon irgendwie fast wie Original aus. Jedenfalls so wie einer der viele Original Lösungen. Steib hat da schon viel experimentiert glaube ich.
Vorne habe ich eine Hohlschraube gedreht, und alles passt hervorragend. Es war alles im allen noch eine Menge Arbeit. ich bin aber sehr zufrieden.
Nächste Ziel ist das Boot selbst. Zeichnungen sind fertig. Stahl und Blech sind bestellt. Ferien kommt schon schnell...
Totaler Wahnsinn!!
Grossartig
Mal gut schauen, dan kan man schon mal das halbe Boot erkennen!
Ich dreh durch... klasse Kees.
Erste Blech habe ich schon angefertigt. Ist noch nicht perfekt, aber ich habe mir vorgenommen es alles ruhig an zu gehen und werde es diese Tage noch verbessern.
Es ist grossenteils Biegearbeit, kein schrumpfen oder strekken. Aber Stahlplatten biegen ist nicht so leicht als Pappe! Das hat mich noch überrascht. Man macht schnell ein Knick.
Es ist eine Weile her, aber ich habe inzwischen hart gearbeitet. Die Seitenteile hatten es in sich! Das ist nicht einfach ein stück flaches Blech das man ein bischen hin und her biegt. Weil es in zwei Dimensionen gebogen ist, muss man es wölben. Das habe ich grossenteils mit ein sogenantes Englisches Rad gemacht (Bericht #51). Da rollt man das blech hin und her zwischen zwei Rollen, der obere Flach, der untere Gewölbt, und langsam an wird das Blech gewölbt. Im Prinzip einfach, das schwierige ist aber zu entscheiden wo und wieviel man wölben soll. Am ende habe ich de Ränder auch noch hier und da geschrumpft mit der Schrumpzange, vielleicht nicht ganz Profimässig aber für mich als Hobbyist hat es geholfen. Alles in allen habe ich das erste Seitenteil dreimal gemacht bis ich zufrieden war.
Zwischendurch auch noch der vordere Tunnel gebogen, das war auch eine Rätsel das richtig hin zu bekommen.
Hier so mal ein paar Bilder.
Die Seitenteile haben eine umlaufende Sicke. Dazu hatte ich mir so eine billige China Sickenmachine mit Handbedienung gekauft. Das Ding mit der Hebel runddrehen und zugleich das Blech durchführen ist unmöglich für mich. Dazu braucht man eine zweite Person und meine Frau ist da nicht richtig in interessiert. Darum auf Elektromechanisch umgebaut. Ein Motor von ein Krankenhausbett hatte ich schon gefunden, mit Untersetzung, lief aber noch zu schnell. Darum ein Kettenantrieb mit 3:1 eingebaut. Immer noch zu schnell, also noch eine Kette, und jetzt läuft er schön langsam und auch wichtig mit viel Kraft.
Dan war wieder üben angesagt. Zum glück hatte ich viele mislungene Seitenteile rumliegen, also Übungsmaterial genug. Und hier das Resultat von heute, ich bin sehr zufrieden!
Whow, I am deeply impressed.! :thumbsup:
Was für ein Aufwand - Hut ab,
Ich hätte einfach ein GFK-Boot aus Griechenland genommen.
Respekt für den, der es selber macht!!!!
Ein bischen Idiot muss man schon sein. Mit Wirdschaftlichkeit hat das nichts zu tun ;D
Noch eine Impression der Sickenroller Antrieb. Ein Improvisorium, aber es funktioniert.
Zitat von: Kees am 18 Februar 2024, 10:09:20Ein bischen Idiot muss man schon sein.
(https://uploads.tapatalk-cdn.com/20240218/dff20bb223de74eccafa82cbffc87e51.jpg)
Ich find sowas liebenswert.
Ich komm aus dem staunen nicht raus.
Kees, ganz toll!
Ich ziehe meinen Hut vor Dir!
Gerne weiter berichten!
Viele Grüße
Jan.
Die erste Teile habe ich geheftet. Original sollte man die Seitenteile umlaufend umbiegen damit man diese Umrandung am Obenteil und Boden anschweissen kan. Das war mir aber viel zu schwierig. Das ist nicht einfach mal umbördeln, das biegt sich um viele Kurven rund und benötigt ein Schrumpfen und Streckenum das passend zu machen. Icha habe mir entschieden die Teile am Drahtrahmen an zu schweissen. Danach alle überflüssige Streben wieder ausflexen.
Also, ruckzuck an die Arbeit!
Und das ist bis jetzt das Resultat.
Zitat von: Kees am 25 Februar 2024, 21:23:33(...) Original sollte man die Seitenteile umlaufend umbiegen damit man diese Umrandung am Obenteil und Boden anschweissen kan. Das war mir aber viel zu schwierig. Das ist nicht einfach mal umbördeln, das biegt sich um viele Kurven rund und benötigt ein Schrumpfen und Streckenum das passend zu machen. (...)
Hintergrund dafür ist einmal Überlappungen zu erzeugen um mit einer Punktschweißzange die Teile zu fügen. Das ist halt in der Produktion erheblich schneller.
Und man erhält ,,schönere" Kanten wenn der Biegeradius direkt beim Tiefziehen erzeugt wird, das einzelne Bauteil ist in sich auch deutlich formstabiler.
Dein Weg wird das Boot aber genauso zusammenhalten. Allerdings wirst Du halt einige Zeit aufwenden müssen um die Kanten, auch nach dem Lackieren, sauber aussehen zu lassen.
Vollkommen egal, das wird ,,Dein Seitenwagen". Meine Hochachtung vor der bisherigen Arbeit und Dokumentation. :thumbsup:
(Und das sagt jemand der im letzten Jahrtausend mal Karosseriebauer gelernt hat und sich seither mit Rohbaukonstruktion die Zeit vertreibt ...)
Jörg
Ja das mit die Kante und Punktschweissen ist mir klar. Ich verstehe aber nicht wie die da vorne in die Nase mit eine Punktschweisszange gekommen sind. Das muss eim ziemlich exotisches Gebilde gewesen sein.
Hier (Berlin) gibt es auch welche die Boote nachbauen.Vielleicht siehst du ja die Maschine mit der sie das machen? https://www.ideal-seitenwagen.eu/steib-seitenwagen/
Krankenbetten waren da aber bestimmt nicht im Spiel! Toll wie du das angehst!
Ideal, die kenne ich ja. Ich war letzte Winter für eine Ausbildung in Berlin. Aber leider genau auf eine Feiertag war meine freie Mittag, also nur ein kleines bischen vom Geschäft gesehen. Einige Sachen habe ich da schon gekauft. Die haben fast alles und reibungsloses Geschäft. Nicht wie Stemler, das war eine Enttauschung.
Die Maschine zum Rohrbiegen ist der Hammer! Das Ding sieht geil aus, für die S350 und S500 Rahmen glaub ich.
Zitat von: Kees am 26 Februar 2024, 12:40:36Ja das mit die Kante und Punktschweissen ist mir klar. Ich verstehe aber nicht wie die da vorne in die Nase mit eine Punktschweisszange gekommen sind. Das muss eim ziemlich exotisches Gebilde gewesen sein.
Mit dem Punktschweißen muß ich vielleicht wieder etwas zurückrudern.
Zumindest beim LS200, da konnte ich grade nachsehen, ist die Überlappung zu den Seitenteilen vorn etwa 5mm. Zuwenig jedenfalls für Schweißpunkte. Keine Ahnung wie das damals gefügt wurde, vielleicht gelötet.
Aber zumindest in der heutigen Zeit hast Du mit ,,exotischen Gebilden" recht. Da gibt es die wildesten Formen ...
Steib hat auch immer viel gefalzt. Der S350 war so zusammengestellt, die Zierstreben hatten eine tragende Funktion. Aber wie der LS200 gebaut ist weiss ich auch nicht.
Inzwischen schaffe ich ruhig weiter. Der Tunnel gebaut. Einfach um ein Rohr gebogen und die Flansche dann umgebogen mittels der Sickenroller. Dann musste ich die Ende auch noch umflanschen. Auch da habe ich angefangen mit der Sickenroller und dann musste das Metal gestreckt. Dafür habe ich mir so eine streck/schrumpf Gerät geleistet.
Der Tunnel eingeschweisst. Dann zwei Seitenpanele gehammert auf eine Holzschablone. Auch die eingeschweisst. Dann als letzt an das Vorderteil des Gespanns das letzte stück der Boden. Da bin ich jetzt. Ich schweisse nur mit Wig. Das ist nicht immer einfach aber für so eine Naht ist das vom Vorteil. Das geht fast von selbst mit sehr wenig Verzug weil ich das ohne Zusatz mache. Viel weniger Schleifarbeit und der Naht bleibt auch viel weicher deshalb kann man die letzte Verwerfungen wieder gut flach klopfen. Die Punktschweissungen dagegen sind wieder viel schwieriger. Na ja, so hält sich das im Gleichgewicht.
Ich bin jetzt dabei die Seiten ganz rundum zu schweissen. Das mache ich sehr langsam. Nur so 2 cm. Dann eine ander Stelle. Abwechselend oben, unten, links und rechts. Und dann höre ich wieder auf und mache etwas anderes. Das dauert also noch ein bischen. Hat aber keine eile.
Kees Dein Tagebuch ist besser als jede Serie im Fernsehn.
Danke fürs Teilen!
Gruß
jan.
Dann sollte ich etwas öfter posten ;)
Aber meistens geht alles ziemlich langsam. Da passiert oft nicht so viel interessantes.
Die Fußbedienung für deine Streckmaschine ist genial! :idea:
Hubi
Ja nur mit Handkraft macht er nicht so viel. Und ich wollte nicht zu viel Geld ausgeben für so etwas.
So langsam an habe ich mit das Hinterteil angefangen. Erst mal wieder ein Rohrgestell gebaut. Und dann gleich mal schauen ob das irgendwie passt zum Vorderteil.
Eine Herausforderung werden wieder die Seitenteile. Das verlaüft von gebogen bis flach. Ich weiss noch nicht wie ich das machen muss. Erstmal so ein Seitenteil aus Blech schneiden, dann sehe ich weiter.
Wieder ein bischen weiter gemacht. Jetzt das Hinterteil. Die Seitenteile waren nicht so schwierig. Da konnte ich sogar die Platten flach wie sie sind and das Gestell anklammern. Nur gab es im hintere Flachteil so ein Oilcan Effekt. Da kann man das Blech mit ein Kloink ein oder auspressen. Darum habe ich die Seitenteile etwas konkave gewalzt. Ich muss in die Seitenteile noch das Profil einwalzen, aber erst mal gut Mass nehmen. Das Vorderteil ist etwas in sich verdreht und links 1 cm höher als rechts. Das muss ich jetzt im Hinterteil einpassen.
Inzwischen auch angefangen mit die Blechteile rundum der Laderaum. Auf die Arbeit habe ich der Kantbank benutzt, und jetzt forme ich die Teile wie das so gehört. Ich hatte noch ein Messfehler gemacht, musste also wieder eine Teil aufschneiden und wieder verschweissen. Ich habe das mit Hammer und Amboss aber ziemlich gut flach bekommen.
Und so schaffe ich ruhig weiter.
Die hintere Seitenteile benötigen noch einiges an Arbeit. Da muss auch noch ein Sicke rundum gewalzt werden und auch rundum sollte das Blech abgekantet werden.
Das Teil passt nicht so ohne weiteres in der Sickenmaschine. Erst musste ich die Ende umkanten. Weil das Blech da rund ist, geht das nicht in eine Abkanntbank. Ich habe mir dafür eine Hammerform aus Eiche geschnitten. Erst das Blech mal rum gedresselt, das gibt erstmal Falte weil zu viel Blech da ist. Das mache ich dann mit der Hammer, das Blech in sich stauchen und etwas nach unten treiben. Viel Lärm, aber geschafft.
Und dann past es gerade so in der Sickenmachine! Glück gehabt.
Rundum der Tunnel muss das Blech auch abgekantet werden. Dafür eine neue Hammerform geschnitten. Hier muss das Blech in die Ecken gestreckt werden was mit eine Kugelhammer gut geht. Ich war eigentlich überrascht wie gut das geht!
Nach eine kurze Ferien habe ich die Teile wieder angefasst. Zum ersten wollte ich das Hinterteil ohne das Gestell zusammen setzen damit ich überall gut zugang habe. Ich habe also 3 mm Löcher gebohrt und mit schraubchen alles montiert. Es ist noch ein bischen wacklig, aber so kann ich auch Vorder- und Hinterteil aneinder passen damit es später nicht alles schief zueinander steht.
Jetzt ist zeit für die hintere Tunnel. Weil es sehr schwierig ist die zwei runde Kanten exact auf Abstand zu biegen, habe ich mir entschlossen es aus zwei Teile zu bauen. Da kann man viel einfacher ein bischen hin und her schieben bis es passt. Meine Biegevorrichtung ist ach ziemlich primitiv, da kann ich sicher nicht genau genug arbeiten.
Und so passt es jetzt. Noch nicht perfekt, soll noch ein bischen besser werden, sieht aber jetzt schon nicht slecht aus.
Großes Kino, Respekt.
Ich habe das zwar alles mal gelernt, aber können tue ich davon heute exakt nichts mehr.
Einfach nur Klasse Kees, warte schon gespannt wie es weiter geht!
Gruß Thomas!
Danke für das kompliment Patrick (und du auch Thomas)! Na ja, ich habe das auch nicht in die Schule gelern, Youtube ist jetzt mein Lehrmeister. Ich bin sicher das du das auch schnell wieder in die Hände habe würdest.
Youtube hat mir ein Trick für das Punktschweissen mit Wig gelernt. Bis jetzt hatte ich das wie mit ein Schutzgasgerät gemacht. 5mm Loch bohren und dann schnell mal mit der Draht vom Pistole eine Runde im Loch gedreht bei ordentlich viel Spannung und ein Schweisspunkt ist gesetzt. Das kan jeder. Aber mit Wig hatte ich dauernt ärger mit ausschmelzende Löcher oder geschmolzenes Stahl an meine Wolfram Elektrode. Der Trick ist einfach. Kein Loch bohren, einfach nur die Bleche aufeinander kneifen. Setze eine stumpfe Elektrode im Gerät, etwa 2 mm zurück versetzt. Dan das Mundstuck auf das Blech pressen und mal kurz mit viel Ampere einschalten. Erst mal ausprobieren wie viel und wie lange. Bei mir ist das 70 Ampere und 2-3 Sekunden. Das geht sehr gut und einfach! Nur ab und zu mal ein Loch ;D
So habe ich das Hinterteil jetzt ganz aneinder gebraten. Ich muss da noch mal entlang mit der Wigpistole in normale Modus um alle Löcher und soweiter wieder zu verschliesen, aber es sieht bis jetzt ganz brauchbar aus.
Jetzt war es Zeit für die Ruckenlehne. Erst mal mass nehmen. Dafür habe ich das Seitenteil gepasst mit ein Stück Schweissdraht. Daraus zwei Stück Pappe ausgezeichnet und in die Karosse auf mass aneinder geklebt. Daraus wieder ein Stück Holz geschnitten als Hammerform und zuletzt das Blech geschnitten und die Seiten gekanntet.
Die Rückenlehne braucht auch noch eine Sicke rundum, also die Sickenmachine wieder benutzt. Nachteil ist das das Blech dadurch stark verzerrt wird. Das kann man dan wieder ausgleichen damit man das mitten auf das Englishe Rad wieder hin und her rolt damit es ein bischen gestreckt wird. Zur letzt habe ich dann noch eine einfache Pressform gemacht für die Vertiefung für der Rückenlehnebolzen.
Und diese Woche habe ich mir um die U-profile rundum das Passagierteil gekümmert. Links ist das einfach ein rechtes Teil. Rechts dagegen ist die Einstiegslücke und das U-Profil soll halbrund gebogen sein. Also wieder ein Hammerform gebaut aus Holz. Danach erst eine Winkel in Stahlblech abgekantet und das in der Streckmachine im richtige Kreisbogen geformt. Dann in der Hammerform und die zweite Kante umgefalzt. Das ging eigentlich erstaunlich leicht!Und so weit bin ich jetzt. In die nächste Tagen das U-profil mal ringsum einpassen und Vorder und Hinterteil der Seitenwagen aneinder Schweissen.
Diese Woche auch zusammen mit ein Freund die Anschlussstreben gebaut. Genau wie ich von Cowboy gelernt habe. Ich kann schon ein bischen schweissen aber für so ein wichtiges Teil war es mir wichtig das eine erfahrene Schweisser das gemacht hat.
Ganz großes Kino, Kees! Danke für Deinen Bericht!
Respekt! Ganz großes Bastelkino, schaue immer wieder gerne rein und staune über das saubere Arbeiten und Können.
Für die die es auch mal probieren möchten. Hier sind meine wichtigste Informationsquellen.
Einfach nur gut:
https://www.youtube.com/@trevsblog (https://www.youtube.com/@trevsblog)
Endlos viel Information bis ins kleinste Detail. Problem ist die Endlosigkeit, er redet gerne und viel:
https://www.youtube.com/@proshaper (https://www.youtube.com/@proshaper)
Sehr viele gute Tips. Kurze Video's, also gut zum mal durchstobern:
https://www.youtube.com/@lazzemetalshaping (https://www.youtube.com/@lazzemetalshaping)
Vor allem die erste Video's haben sehr gute Information für Anfänger. Später etwas zu populär:
https://www.youtube.com/@MakeItKustom (https://www.youtube.com/@MakeItKustom)
Verglichen mit diese Leute bin ich nur blutiger Anfänger!
Langsam geht es weiter. Alle Details nehmen viel Zeit in anspruch, und ich habe auch nur so ein bischen Freizeit wie jeder wahrscheinlich.
Die U-profile vom letzten Bericht auf Mass geschnitten und verschweisst. Dann musste ich das noch ein bischen richten mit der Heber weil die rechte Seite nach innen geknickt war.
Da gegen braucht es noch schmalle U-profile für die Bekleidungspanele. Die rechte Teile sind wieder kein Problem. Das runde Teil rundum die Einstiegsöffnung dagegen braucht wieder viel Formarbeit. Also eine Form gebaut, Blech rein und erst einmal rundgeklopft. Dann eine Spannplatte von 4 mm, mit Stahlplatte auf 5 mm gebracht, und auf der Werkbank geklammert. Damit konnte ich die U-form fertig hammern.
Und da bin ich jetzt. Morgen mal schauen ob ich das weiter fertig verschweissen kann.
Bis jetzt:
Kees Deine Berichte sind immer wieder eine Freude!
Was hast du eigentlich als Vorlage? Bilder? Skizzen?
Viele Grüße
Jan.
Bilder. Ich habe sicher 100 Bilder gefunden. Vor allen von Verkaufsanzeigen, und wie schlechter das Vorbild dagestanden hat, wie besser meistens die Details zu erkennen sind.
Und ich habe mal rundgefragt nach die wichtigste Masse. Ein Amerikaner hat das dann mal sehr nett für mich nachgemessen. Und das war eine gute Ausgangsbasis.
Natürlich ist das kein 100% Kopie. Mann muss aber schon ganz gut wissen wo die Unterschiede sind.
Zum beispiel:
Das ist schön Karosserie-Bauer Niveau :thumbsup:
chapeau
Selbst heute noch gibt es noch zuhauf TR500 "von der Stange", es wurden ja genug gebaut. Mal sind sie besser, mal weniger gut restauriert. Ein selbstgebauter TR500 ist dagegen einmalig! Das zählt mehr als die Einhaltung von Länge und Breite usw.. Ich bin ja so neugierig auf das fertiggestellte Resultat - zuerst ohne Lack und dann fertig am Motorrad. Ob die übrig gebliebenen Blechteile für weitere Eigenbauten verwendet werden? Ich werde hoffentlich dann hier Bilder dazu sehen :-)
Du kannst sogar die Steibs neu kaufen! Werden in Ost Europa hergestellt. 6400 Euro und du bist dabei. Aber kaufen kann jeder, selber machen macht mehr spass.
Da kommt Einiges als Nachbau aus Ost-Europa, aber die Qualität ist mitunter sehr zweifelhaft.
Ich hatte für die BK350 auch die Schalldämpfer "Made in Poland", äußerlich sahen sie ja soweit ganz gut aus, aber z.B. hatte der Biegeradius des rechten Krümmers nicht gepasst und die Einsätze waren komplett falsch.
Hier, was im Nachbau drin war:
und so sollten die originalen Einsätze aussehen:
Hab ich bei mir versucht so gut es ging ans Original wieder selbst zu bauen und klingt um Welten besser als mit den dazu gelieferten Einsätzen.
6400€ sind schon eine ganze Menge Geld für einen SW-Nachbau.
Wenn du die Zeit hast und die Herausforderung suchst, dann warum nicht selbst versuchen.
MfG
Es gibt viele schlecht restaurierte alte Seitenwagen, da kann ein Neukauf auf lange Sicht günstiger sein. Ich wäre vorsichtig bei Fahrzeugen und besonders bei Seitenwagen, die frisch restauriert angeboten werden. Da können "Künstler" wahre Blender hervorbringen. Es werden aber vermehrt auch Fahrzeuge angeboten, die jemand 20/30/40 Jahre besitzt und auch gefahren ist. Müll bewahrt man i.d.R. nicht so lange zuhause auf. Wenn da noch eine gute Doku über die Restaurierung dabei ist, könnte man für sein Geld einen guten Gegenwert bekommen. Spätestens dann, wenn wir "Boomer" nicht mehr können, wird es auf dem Markt sehr viel mehr Angebote als Nachfragen geben. Selbst restaurieren wird zunehmend teurer und die normalen Ausgaben steigen auch stetig. Ich bin froh, meine Motorräder vor 40 Jahren restauriert zu haben. Seither wird erhalten bzw. mit Minimalaufwand aufgefrischt. Ich bin kein solcher Blechkünstler, meinem TR500 sieht man die vor Jahrzehnten notwendigen Reparaturen in Eigenregie an, aber es ist meine Reparatur-individuell und unverwechselbar :-)
Hast du Bilder AnVo? Ich bin neugierig ;)
So langsam an nähern die Blecharbeiten am Boot ihre Vollendung. Seit letztem Bericht habe ich die Teile eingeschweisst. Auch ein paar Verstärkugsbleche für die Blattfeder Gehänge und der Klappdeckel gemacht und eingeschweisst.
Und mich an die Bodenbleche gewagt. Dafür musste ich erst die Rillen im Blech rollen. Das habe ich wieder mit der Sickenmaschine gemacht. Jede Sicke mit diese Rollen in zwei gänge, einmal links, einmal rechts.
Und da ist er eingeschweisst. Sieht nicht slecht aus, nur ein bischen zuviel konkav. Und wenn ich darauf drücke klackt das Blech hin und her. Da muss ich noch mal mit der Brenner bei, das Blech muss noch ein bischen geschrumpft.
Bilder von der Restaurierung? Da muß ich in der analogen Bilderkiste kramen, vielleicht finde ich da noch was. Das Heck hatte wohl einen Unfall und war abgetrennt, das fertige Resultat ist von außen nur leicht schief (Spachteln und Schleifen). Innen sieht man es noch, eben Außen hui, innen Pfui. Finde ich die Bilder, dann nur als PM - sonst bin ich hier im Forum gebrandmarkt und darf nur noch unter Aufsicht Texte schreiben :-)
Ja oder Bilder wie er heute ist. Mach nicht zu viel Mühe, es ist nur aus neugier.
Zitat von: AnVo am 24 Juni 2024, 13:25:29Bilder von der Restaurierung? Da muß ich in der analogen Bilderkiste kramen, vielleicht finde ich da noch was. Das Heck hatte wohl einen Unfall und war abgetrennt, das fertige Resultat ist von außen nur leicht schief (Spachteln und Schleifen). Innen sieht man es noch, eben Außen hui, innen Pfui. Finde ich die Bilder, dann nur als PM - sonst bin ich hier im Forum gebrandmarkt und darf nur noch unter Aufsicht Texte schreiben :-)
Sicher nicht!
Ich habe größten Respekt davor auch über nicht perfektes zu sprechen. Davon lernt man doch am meisten! Stell die nur ein, falls Du sie findest!
Gruß
Jan
Ich denke da ist Blechmässig nicht mehr viel zu machen. Die Boden habe ich eingeschweisst. Das in und aus kleckerende Blech der Boden habe ich mittels hitze, hammern und kalt abschrecken jetzt wieder schön steif (obschon nicht sonderlich flach). Überal kleine Löcher zugeschweisst. Heute schön alle Schweissnahte geschliffen und mal die Aussenseite mittels 3M Stripperdisc von Flugrost befreit. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine schöne Lackschicht. Und ein Deckel für das Gepäckraum natürlich.
Wahnsinns Arbeit Kees :o :thumbsup:
TOLL!!!
Meinen allergrößten Respekt! Ich bin schwer beeindruckt. Glückwunsch zum Ergebnis!
Ich verneige mich... Ganz großes Kino! Danke für das Mitnehmen in diesem Tret. :thumbsup:
Sehen wir den TR500 im Harz nächstes Jahr?
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ich bin sprachlos!!
Echt super gemacht :thumbsup: !!!
Ein wahrer Blechkünstler. Besser machen geht von Hand nicht. Bin schon auf das nächste Projekt gespannt.
Herzlich Dank für die Komplimenten. Es war schon eine Reise! Grosste Herausfordeung waren die vordere Seitenteile. Da habe ich ab und zu gezweifelt ob ich das schaffe. Die Profilierung war auch so eine Zweifelpunkt, war am ende dann doch nicht so schwierig mit meine elektrifizierte Sickenroller. Weiter war es auch einfach eine menge Arbeit, aber ich war voll begeistert und dann macht man einfach weiter.
Jetzt das Lackieren. Hab ik auch noch nie so richtig gemacht, wer werden sehen wie gut oder slecht das geht.
Ob ich damit zum Harz komme weiss ich noch nicht. Eigentlich is da die Herausforderung das mit der R25 zu machen!
Wenn du kannst mache EP (Epoxigrundierung) drauf.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ja das werde ich sicher machen! 2K EP. Aber erst sehr gut entrosten.
Die Isetta hat als erstes einen Wash Primer bekommen. Ist aber, denke ich, nichts fürs selber machen.
Gruß
Wash primer kan man auch kaufen. Aber ich habe mal irgendwo gelesen das das nicht so eine gute Idee ist. Weil Washprimer ist ein 1K Produkt. Das geht nicht immer gut zusammen mit 2K Epoxy. Und 2K Epoxy alleine ist auch sehr gut. Wichtig ist nur das Stahl sehr gut zu entrosten.
Erst mal mit der Deckel angefangen. Es ist immer noch Sommerzeit, also nicht so viel Werkstattzeit. Aber so zwischendurch mache ich immer wieder etwas. Deckel angefangen mit der Obenseite. Das sollte eine schöne Biegung bekommen. War noch nicht so leicht, ich habe alles was rund ist in meine Werkstatt gebraucht und ziemlich gekämpft. Am ende doch geschaft. Dann die Seiten umgebogen, mit eine etwas grossere Radius. Ich habe das mal wieder mit Holzform und Hammer gemacht.
Auf das Boot aufgelegt und ein Pappschablon gemacht für die Seitenteil. Das ist der nächste Übung.
Seitenteile ausgeschnitten mit etwas übermass weil der Kante umgebogen sein soll. Auch hier wieder eine Holzform gebaut und mit der Hammer rundgedreschelt. Das geht überaschend gut, obschon der Rundung eine sehr enge Radius hat. Diese Holzforme sind genial! Dann an das Oberteil anpassen damit es genau passt. Das war noch eine herausforderung weil mann nichts klemmen kann. Ducktape hat mir hier geholfen. Auf der eine Seite war das ganz toll, auf der andere Seite leider etwas verrutscht, da hatte ich eine arg grosse Spalt, das ist mit schweissen nicht so schön.
Aufstellen für das Schweissen ist auch wieder nicht so einfach, weil alles rund und nicht mit Klemmen zu beherschen. Darum ein paar kleine Magnete und ein paar bischen Balancierkunst. Nach die erste zwei Tacks wird es aber schon leichter. Mann muss aber für jede Tack die Sache wieder genau ausrichten, dauert also ein bischen.
Danach durch schweissen. Auf die eine Seite war das perfekt. Die andere Seite mit der grosse Spalt würde aber nicht so schön.
Und da bin ich jetzt. Erst mal ein paar Scharnierbolzen drehen. Und dann alles passgenau ausrichten damit der Deckel schön auf und ab dreht ohne das Boot zu kratzen.
Hier die zwei Schweisungen. Die Schöne und der Bastard. Ach, mit ein bischen schleifen sind beide brauchbar.
Großes Kino Kees... Respekt!
Auch von mir ein "Besser geht nicht"! Gibt es nach der Fertigstellung ein Daumenkino "Von der Blechtafel zum Boot"? Bin schon auf das Projekt danach gespannt :-)
Zitat von: Kees am 18 August 2024, 21:28:34Hier die zwei Schweisungen. Die Schöne und der Bastard. Ach, mit ein bischen schleifen sind beide brauchbar.
Hast du schon mal CuSi-Löten mit dem MIG probiert? Das Verfahren nutze ich sehr gerne bei Dünnblechen.
Deine Blecharbeiten sind für mich bisher unerreicht.
Großen Respekt meinerseits :thumbsup:
Ganz tolle Arbeit!
Danke für den Bericht!
Ich habe kein Mig, nur Tig in meine Garage. Ich hatte schon mal nach CuSi gesucht, das war aber entsetzlich teuer!
Normal schweissen von Blech mit Tig ist auch kein Problem . Dieses mal hatte ich aber eine viel zu grosse Spalt, daher die abartige Verschweissung. Daher, immer auf ganz gutes Passmass achten. Eine Schweissnaht schrumpft immer ein bischen. Darum sollte mann nach das Schweissen der Naht hammern zwischen Hammer und Amboss, damit es wieder streckt.Das nimmt die meiste Verwerfungen wieder raus. Es gibt auch Leute die können das wirklich schön flach hammern. Ich vertraue da aber auf ein bischen Spachtel.
Inspirierend, Kees! Hier im Forum sind ja Typen unterwegs... selbstgebaute Seitenwagen (du, Kees), selbstgebaute Schalldämpfer (Eppo)...
Weiter so! Kahlo wird sich vielleicht denken, ob du irgendwann auch mal Tanks bauen wirst. ;D
Gruß, Jan
Nächstes Projekt? Keine ahnung! Hat auch noch keine eile weil es noch sehr viel Arbeit in dieses Projekt gibt.
Ich hatte jetzt nur aus Interesse mal die Preise für Mig 0.8CuSi gesucht und war regelrecht geschockt :o .
Die Preise haben sich ja in 10Jahren regelrecht verdoppelt.
2015 hab ich noch ca.80€ für die 5kg bezahlt und das war damals schon viel. Da bin ich froh noch genug in der Rolle zu haben, nehme ich aber fast ausschließlich für verzinkte Bleche.
MfG
Eppo
Björn, wenn du mal gaaaanz viel Langeweile hast, dann darfst du gerne (im separaten Thema?) Mal deine Erfahrungen und die Vorteile teilen. Interessiert mich sehr.
Gruß
Jan.
Ohje, da waren sie wieder meine drei Probleme: Geld, Zeit & Hobbies ::)
Nach der Ferien und die viele schöne Sommerabenden endlich mal wieder der Garage wiedergefunden. Der Deckel wartete noch auf mir.
Zum ersten braucht der noch Verstärkungsprofile. Also, in eine Platte mit der Sickenmachine zwei schöne Sicken nebeneinder gewalzt und ausgeschnitten. Dann mussten die Ende noch um 90 grad gebogen. Aber weil die Sicken drin waren geht das nicht so ohne wieteres, deshalb von holz ein Hilfswerkzeug gebastelt.
Zum einschweissen hatte ich mir gedacht das erst mal mit Zinkspray ein zu nebeln damit es daunten nicht so schnell rostet. Das ist mit Wig schweissen aber ziemlich hoffnungsloss! Es spritzt schrecklig, versaut gleich der Tungsten und das schweissen gelingt nicht. Also alles mal wieder abgeschliffen, Löcher gebohrt und mit Zusatzmaterial wieder verschlossen, damit die Punktschweissungen nachgeahmt. Sieht nicht so schön aus, aber da innen lebt doch kein Mensch.
Danach hatte ich im oberste Flach eine riesige Delle die auch hin und her klackt. Oilcanning nennen das die Amerikaner. Dafür habe ich so eine Shrinkdisc (Schrumfscheibe) für der Winkelschleifer. Erst die Delle nach aussen drücken und dann von ihnen mit der Shrinkdisc hin und her streichen. Davon wird die Stahlplatte heiss durch die Reibung. Mit nasse Lappe abkühlen und das schrumpft hervorragend! Delle fast verschwunden und von oilcanning absolut keine reden mehr.
Dann habe ich mir noch mit die Scharniere beschäftigt. Die Bolzen und Buchsen habe ich von Edelstahl gedreht. Der richtig ort zum Bohren habe ich nach zig Passversuche ermittelt und schweren Herzen eingebohrt. Passt aber hervorragend! Ich bin sehr glücklich damit. Die Gummileiste hatte ich schon mal bei Ideal in Berlin gekauft und alles geht jetzt wunderbar zusammen.
:thumbsup: :respekt: :applaus:
<sprachlos>
ZitatDanach hatte ich im oberste Flach eine riesige Delle die auch hin und her klackt. Oilcanning nennen das die Amerikaner.
Nennt sich im Deutschen ,,Frosch"... kommt von diesem Knackfrosch den man oft als Kind hatte.
Tolle Arbeit!
Weißt du noch, wo Du die Schrumpfscheibe gekauft hast?
Gruß
Jan
Wahnsinn Kees, echt klasse Arbeit :thumbsup:
Ein Frosch natürlich! Wir haben dasselbe Tier für diese unangenehme Gegebenheit im Blech, im Niederländisch: Kikker.
Und der Schrumpscheibe: https://www.vocor.nl/112-krimpschijf-shrinking-disk (https://www.vocor.nl/112-krimpschijf-shrinking-disk)
Man soll davon natürlich auch wieder keine Wunder erwarten, aber ab und zu sehr nutzlich.
Danke Dir!
Mit der Spotterpistole ist es das selbe Prinzip. Scheiben kannte ich aber noch nicht.
Viele Grüße!
Spotterpistole ist viel agressiver denke ich. Hier wird das Blech bis 150 grad oder so aufgeheizt. Vorteil auch bei viele kleine Hügel im Blech, er nimmt nur die Hügel mit. Aber ich habe im Kotflügel noch ein paar fiese Dellen und Hügel, da muss ich mit der Brenner dran. Das geht nicht mit so eine Scheibe.
Daher ja die Frage!
Ein ,,Knackfrosch" entsteht auf relativ ebenen Blechflächen wenn durch Umformung oder Einschweißen zuviel Spannung in die ,,falsche" Richtung entstanden sind. ,,Falsch" im Sinne, daß das Blech nicht auseinandergezogen sondern zusammengeschoben wird.
Es ist also etwas zuviel Material da, und das drückt sich dann nach oben oder unten weg.
Vom alten Karosseriebaumeister kenne ich das Beheben solcher Stellen nur so das mit dem Autogenbrenner das Blech punktuell leicht zum Glühen gebracht und dann schnell abgeschreckt wird. So eine Scheibe war mir auch unbekannt.
Die Theorie, die dahintersteckt, ist noch relativ einfach.
Durch die Wärme will sich das Material ausdehnen. Außen rum ist es kalt und stabil, an der glühenden Stelle kann sich das Blech leichter plastisch verformen, also strebt das überschüssige Blech dorthin und läßt die Materialstärke leicht ansteigen. Durch das Abschrecken bleibt diese ,,Schwellung" erhalten und nimmt die Spannung aus dem Blech.
Die praktische Umsetzung braucht dann aber doch jede Menge Übung und Erfahrung. Ich kann`s nicht ...
Dieser ,,Knachfrosch" ist auch der Grund warum vermeintlich ebene Blechflächen nicht ganz eben sein sollten. Im Karosseriebau sind solche Flächen immer etwas überwölbt, im Behälterbau werden gerne mal leichte diagonale Kantungen eingebracht.
(Klugscheisserei Ende)
Ganz gut erklaert! Mit diese Scheibe ist es sehr einfach. Ich werde morgen der Youtube Video mal wieder suchen und hier posten.
Kees, da freue ich mich schon drauf!
Heute schon ;D
Bei mir war es noch ein bischen schlimmer. Zwischen beide Versteifungsprofile hatte ich auf die eine Seite eine ziemlich starke Frosch. Nach zwei mal mit der Schrumpscheibe war es wieder fest. Ich habe aber von die innenseite gemacht weil ich dann sicher war das die neue leichte Wölbung nach aussen war.
Danach hatte ich eine neue Frosch auf die andere Seite der musste nur einmal gemacht werden und er war auch wieder steif und fest. Es ist jetzt nicht ganz flach, sondern leicht gewölbt.
Nach etliche Hausarbeiten endlich wieder eine Tag für mich selbst. Das Boot hatte inzwischen ziemlich viel Flugrost angesammelt. Das wollte ich jetzt mal kurieren.
Also, erst mal alle Rost entfernen. Dazu benutze ich diese Scheiben auf der Flex: Clean disc (https://www.hbm-machines.com/de/p/hbm-125-mm-clean-grinding-wheel-extra-durable-schleifscheibe)
Die sind genial. Rost und Farbe verschwindet damit sehr leicht. Ich weiss nicht genau wie es funktioniert. Es gibt spuren im Blech aber die fühlen dann wieder sehr glatt. In alle Ecken und Kanten habe ich Stahlbursten auf der Bohrmaschine benutzt. Und nachher alles nochmal schleifen mit Kornung 120 und 180.
Ich brauchte aber ein wenig Akrobatik.
Dann sehr gut saubern mit Fettlöser, eine Zelt im Garage gebaut und mit 2K Epoxy Primer Sprühdosen eingenebelt. Sieht bis jetzt sehr gut aus, ist vorläufig gut gegen rost geschützt und ich bin jetzt ganz fertig!
Mit Arbeitsschutz-Pantoffeln ;D.
sieht aber wirklich sehr gut aus Kees :thumbsup:
MfG
Eppo
das ist der absolute Hammer, was du da machst!!
so eine clean Dik werde ich mir jetzt auch besorgen ....
Sind das nicht CSFD oder wars CFSD Scheiben für die Flex, die auch umgangsspachlich und politisch NICHT korrekt als "Negerkeks" bezeichnet werden?
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Fast, CSD
Z.B.: https://www.korrosionsschutz-depot.de/karosserie/schleifen-und-trennen/schleifscheiben-und-fraeser/csd-scheibe-lila-100-x-15-mm
Ja das sind sie. Weisst du wie die Dingen funktionieren? Es ist nicht einfach schleifen.
Hab ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht, sie funktionieren einfach ... ;D
Das wird schon schleifen sein, aber die Scheiben sind weicher als Blech und härter als Lack und Rost.
Ich glaube das war Epoxydharz gebundenes Nylon oder sowas....
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Nach viele kleine und grosse Arbeiten in und rund das Haus, endlich wieder etwas Zeit für der Seitenwagen. Ich möchte alles was angeschraubt wird erst mal aussuchen und passen, damit ich alle Löcher an die richtige Stellen habe. Meiste Arbeit machen der Windschutzscheibe und der Persenning. Das möchte ich doch bitte mit nicht alzu grosse Falten haben. Ganz Faltenfrei wird das nie, das hat schon Steib damals nicht hinbekommen. In die offiziële Werbeliteratur mag das alles schön weggebügelt sein, zeitgenoschische Bilder haben die Falten dan wieder da.
Und bei mir ist der Passform natürlich auch so eine Sache. Mein Boot habe ich auch nur so nach Bilder und einige Hauptmasse entworfen, das ist nicht exakt. Der Windschutzscheibe war aber sicher nicht verkehr. Mit der Persenning hatte ich mehr schwierigkeiten. Ist aber alles am Ende doch ziemlich zufriedenstellend. Ich musste auch schon der Basis der Armlehne bauen, weil da die Seitenteile der Windschutzscheibe befestigt weren.
Nächste Job sind alle Löcher im Boden.
Und am ende hat die zukunfst Fahrgast auch mal eine Probesitz gemacht. Es hat ihr gefallen!
Wahnsinn Kees :thumbsup:
Wenn der Seitenwagen fertig ist, sieht er sicher richtig gut aus.
Chapeau
Ich schaue weiter gespannt zu :popcorn:
Kees,
die Thema hier ist besser als ein Krimi!
Vielen Dank fürs Teilen und viele Grüße
Jan.
Ich hoffe für dich eine Krimi wird etwas schneller gehen ;D
Also, Spannung!. Heute das erste mal das Boot auf der Rahmen gesetzt! Zum probieren, und ich musste die Position der vordere Klemmen abzeichnen. Es passt und steht nicht schief!
Zum glück kann ich das Boot selbst aufheben, brauche also keine Hilfe. Das macht die Logistik etwas leichter. Die Passung vorne ist etwas eng, die Gummiringe gehen nicht ganz bis oben im Tunnel (siehe zweite Bild). Ich muss die Ringe wieder abschleifen und etwas breiter wieder anschweissen. Das hatte ich eigentlich schon erwartet das das nicht gleich stimmen wird, also hatte ich die nur mit ein paar Punkte angeschweisst.
Mann kann in das Bild auch sehen das mein Boot etwas zuviel Wölbung hat. Nach unten liegen die Gummis nicht so schön an wie am Original. Na ja, kann ich jetzt nicht mehr ändern. Vielleicht mal selbst Gummi's machen?
Glückwunsch, da war heute sozusagen Hochzeit von Rahmen und Boot!
Wie im richtigen Leben passt auf Anhieb nicht alles optimal zusammen, wird mit der Zeit aber sich aufeinander einschleifen ;-)
Hut ab, ich bin da ein zu großer Pfuscher, würde das nicht so hinbekommen und es wären Toleranzen im Zentimeterbereich messbar. Bei Deinem Boot hingegen muss man schon von Dir gesagt bekommen, wo man hinschauen muß um die Abweichung sehen zu können.
Bin schon gespannt auf Dein nächstes Projekt
Das sieht schonmal echt genial aus :thumbsup: :blumen: .
weiter so Kees
Respekt!
Tolle Arbeit. So etwas mit Bordmitteln zu fertigen ist schon
eine Leistung.
Definier Bordmittel ;D
Heute endlich mal die vordere Anschlusse rundum die gummi Elemente fertig gemacht. Das sieht dan so aus, passt alles ganz schön. Weil der Chiang Jiang Rahmen 45 mm Rohr hat, statt Steib 50 mm, musste ich noch etwas Gummi extra dazwischen legen.
Und jetzt die hintere Aufnahmen mit die Blattfeder. Die Blattfeder habe ich neu gekauft. Dafür mussen noch die Podesten am Rahmen gemacht und angeschweisst, und dann noch zwischen ende der Blattfeder und das Boot kommt noch das Federgehänge. Das werde ich auch selbst bauen. Aber erstmal alles auszeichnen und dafür benötige ich das Mass der Feder unter das Gewicht vom Boot. Das Boot ist nicht so schwer, schätze ich auf 20 kg. Weil es noch nicht komplet ist habe ich ein 10 kg Gewicht hinein gelegt und von hinten mal angehoben und gewiegt. Das war nur 16 kg für zwei Blattfeder. Also 8 kg pro Feder. Das habe ich erstmal aufgebaut und belastet zum messen. Und da bin ich jetzt ein bischen enttauscht über der Nachbau Feder. Der baut viel zu hoch! Ich messe 21 cm höhe mit 8 kg. Im Ersatzteilliste gibt es eine Zeichnung dieser Feder und da mess ich eher 13-14 cm.
Ich werde diese Feder doch weiter nutzen und die Höhe irgendwie mit die Podeste und die Federgehänge kompensieren.
So langsam mal etwas gebaut für die Blattfeder. Erst mal die Federgehänge. Oben braucht es eine Buchse der das Silentblock für die oberste Bolzen aufnehmen kann. Die zwei Silentblocks (eine Links, eine Rechts) hatten 0.5 mm Unterschied im ausseren Durchmesser. Das geht so nicht! Deswegen der zu grosse Silentblock erstmal abgedreht und dann die Buchsen mit 0.1 mm Untermass gedreht.
Das untere Ende der Federgehänge ist ein U-Profil, innen 45 mm. Die habe ich mir aus Flachstahl 5mm stark gebogen. Einfach im Schraubstock mit der grosse Hammer. Ich habe zig mal gemessen und gerechet, es bleibt aber immer schwierig das genaue Mass zu treffen. Am ende ist einer eine 0.5 mm zu gross, der andere 0.5 mm zu klein. Das ist für mich ein aussergewöhnlich gutes Ergebnis! Der zu klein ist habe ich ein bischen aufgebogen, der andere ein bischen zugedrückt. Mit die schwere M12 Bolzen ist das jetzt gut zu montieren, aber vielleicht werde ich noch eine dünne Ring einlegen beim zu grossen und vom Federsilentblock etwas abfeilen für die zu kleinen.
Dazwichen gehört ein Profil mit Kreuzdurchschnit. Ich konnte aber nur T-Profile finden, habe darum an die Flache Seite eine Strebe angeschweisst. Später habe ich die Schweissnahte nochmal erhitzt mit der Wig Brenner damit sie nicht so schuppig sind und es aussieht ob das ein richtig geschmiedetes teil ist.
Dann habe ich heute ein Anfang gemacht mit die zwei Podeste die am Rahmen angeschweisst werden, da wo die Blattfeder dann drauf geschraubt werden. Die Form war mir zu schwierig so kalt zu biegen, ist auch sehr schwer 4mm dick und 100 mm Breit. Das biegt sich nicht mal so eben, auch nicht mit eine 2kg Hammer. Also, die Schmiede mal wieder angezündet und hart an die Arbeit. Was soll ich sagen, schweisstreibend, nicht einfach für eine Diletant wie ich, am ende doch geschafft. Es sind natürlich jetzt nur noch Rohteile, mussen noch ausgiebig nachbearbeitet werden. Aber heute nicht mehr, meine Rücke hat gestreikt und ich liege jetzt auf das Sofa.
Cool Kees,
eine sehr schöne Feldschmiede (sieht nach Eigenbau aus) und ordentlich großen Amboss hast du :thumbsup: [Neid ::) ]
MFG
Ja fast alles Eigenbau. Der Feuertisch hat eine alte Bremsscheibe, geblasen wird durch das Loch ins mitten. Der gelbe Ventilator ist so ein "Bouncy Castle blower", auch mal billig geschnappt. Weil der viel zu viel blasst, gibt es die Uralte Regler, damit gebe ich so 90-110 Volt. Damit kann ich das Gebläse sehr fein regulieren.
Das Amboss war mal ein Schnäpfchen, hier in die Umgebung von ein Kerl der viel mit Boote macht. Er hatte einige übrig. Es ist perfekt, nicht zu gross und in ganz guter Zustand.
Da kann man nur staunen, was Du alles hinbekommst. Aus Deinen einzelnen Texten eine Zusammenfassung mit Bildern wäre bestimmt der Renner hier im Forum und eine gut gemachte Bauanleitung zur Motivation, selbst mutig zu sein.
Lass mir mal ein bischen erklären was ich da in die Schmiede gemacht habe. Die Podeste mussen sich rund das Rahmenrohr biegen und dann rechtwinklig nach oben zeigen. Zum glück hatte meine Frau ein paar Bilder gemacht.
Vorher hatte ich mir schon überlegt wie ich das machen werde. In die Steib Fabrik hatte man damals bestimmt Biegevorrichtungen die ich aber nicht habe. Also alles mit Hammer und Amboss. Vorher auch eine Blechschablone geschnitten damit ich kontrolieren kann ob alle Biegungen am richtigen Platz kommen.
Erst hatte ich die Rundbiegung am Horn des Amboss geformt. Teil davon hatte die richtige Radius. Dann das schwierige Teil, die rechtwinkelig Radius gerade neben die Rundbiegung. Dazu erst das Teil mal wieder anheizen.
Dann die Rundung wieder abkühlen im Wasser, die zu biegende Stelle bleibt heiss.
Dann kann man mit der Hammer auf die Rundung schlagen, der verbiegt sich nicht, es biegt nur da wo es heiss ist.
Mit der Hammerfinne noch ein bischen nachhelfen.
Und zum schluss alles wieder flachklopfen.
Und das alles natürlich hin und her wiederholen bis es passt. Danach (ohne Bilder) noch eine rechtwinkelige Biegung gemacht etwas weiter im Schraubstock. Am ende sieht es dan so aus:
Es geht sehr langsam voran. Zu wenig freie Zeit und jetzt musste ich auch noch für eine kleine Operation ins Krankenhaus. Zum glück heilt alles wieder ein bischen und ich mache hier und da ein paar kleine Jobs.
Die Schmiedeteile habe ich auf mass geschnitten und erstmal in Essig für 24 Stunden gelegt. Das entfernt die Zunder, macht alles wieder wie echtes Stahl. Die Teile zusammengeschweisst.
Dann das Boot wieder auf der Rahmen gehoben und erstmal passen. Die Blattfeder haben eine Zentralbolzen dafür muss ein 14 mm Loch gebohrt. In meine Schuppe geht das ein bischen improvisiert unter der Säulenbohrmaschine.
Und so kann ich austufteln wie die Blattfeder auf die Podeste passen und wie die zum Federgehänge auskommen. Und, grosse erleichterung, alles ist im Rahmen! Hier und da ein bischen schief aber es wird etwas!
GROSSARTIG!
Bin immer wieder begeitert, was du da alles fertigbringst
Grüsse Jan
Alles noch mal messen und passen. Das Boot mal aufgestockt damit ich die Federpodeste mit ein paar Schweisspunkte wieder festsetzen kann am Rahmen.
Und danach der Feder zum letzten mal anschrauben und schauen ob er wirklich zentrisch zum Federgehänge auskommt. Sieht gut aus, genau ins mitten!
Jetzt nur noch die Federgehänge fertig machen und die Podeste ringsum fest schweissen am Rahmen. Wir sind fast da.
Ich habe die Federgehänge auf mass geschnitten und fertig geschweisst. Schnell mal eine probe natürlich und jetzt hängt das Boot in seine Feder.
Die Blattfeder hatte ich neu gekauft und die waren mir viel zu kurvig als ich die mit Bilder verglichen habe. Ich konnte nicht wirklich glauben das das zo funktionieren wurde. Deswegen hatte ich die Federpodesten am Rahmen nach hinten ein Hang nach unten gegeben. Damit hängt das Ende der Feder ein bischen tiefer. Danach habe ich viele Versuchen gemacht, wie schwer das Boot auf die Feder drückt, was die Federkonstante ist, wieviel die durchbiegen unter diese Last usw. Trotzdem hängt das Boot mir jetzt ein bischen zu tief. Hier ein Bild vom leeren Boot mit 20 kg extra Gewicht (Weil der Sitz, die Bekleidung, Schrauben und Bolzen, Farbe usw alles noch gewicht einbringen). Ich hatte berechnet das die untere Ecke der Tunnel etwa auf obere Seite des Rahmenrohr liegen würde. Es liegt aber ins mitten.
Mir selbst noch dazu, 70 kg extra:
Na ja, es funktioniert. Es gibt noch genug raum für Federung. Ein bischen entäuscht bin ich doch das meine Berechnungen nicht ganz stimmen.
Ich war vielleicht ein bischen zu negativ. Das meine Berechnungen nicht ausgekommen sind hat damit zu tun das Blattfeder eine gigantische Hysteresis habe, der Nullpunkt is daher immer anders. Ich habe noch ein Bild gefunden von Ideal, da sieht man das das Boot genau so tief hängt als meine. Die haben natürlich das schwere Reserverad hinten, das möchte ich aber sowieso nicht installieren.
Und heute abend habe ich noch mal getestet, noch 10 kg extra im Hinterteil gelegt und dann mal springen. Und er macht was er machen soll. Noch wilder möchte ich nicht springen, hatte Angst das er vom Heber stürzen würde!
Hallo Kees,
das schwingt ja doch schon ganz schön.
Hast du noch vor irgendwelche Endanschläge zu verbauen?
Da ich mir Sorge, dass es bei beladenem Beiwagen eventuell zu Durchschlägen kommen könnte.
MfG
vom dnepr/ural sw gibt schöne gummiendpuffer....die würde ich nehmen
Ja da mussen noch Gummi's auf das Rohr geschnallt. Dnepr Gummipuffer kenne ich noch nicht, muss ich mir mal anschauen.
Die Ural/Dnepr Gummis sind Federn und keine Anschläge. Damit wird das Boot gegen den Rahmen abgestützt.
GummiFEDER Ural
https://www.ural-zentrale.de/produkt/gummibalg-beiwagen-ural/
GummiFEDER Dnepr
https://www.ural-zentrale.de/produkt/gummitrager-gummilager-beiwagen-verbessert-2/
Auf dem M72 Rahmen sind je nach Ausführung entweder ein oder zwei U-Profile mit Loch auf dem hinteren Querroh mit Gummipuffer als Anschlag vorgesehen.
https://oldtimergarage.eu/de/sidecar/248-rubber-bumper.html
Mein Boot am Russen mit 10l Reservekanister, Reserverad, Axt und Kurzspaten am Kofferraum ist noch nie durchgeschlagen.
Allerdings ist an der BMW auf dem Kradmarsch nach Hösseringen ein Scharnier-Bolzen verloren gegangen und ein ganzes Scharnier vom Kofferraumdeckel abgerissen. :o
Rahmen mit Aufnahme für Anschläge
Mit diese Dnepr gummi Pilze musste ich die zwei Haltebleche aufschweissen. Zusammen mit die Gummi Pilzen würde das viel zu hoch bauen.
Ich habe schon diese Anschlaggummis wie das Original. Die werden am hintere Rahmenrohr angeschnallt mittels eine Schlauchschelle. Dieses Bild kommt aus eine frühere Katalog (nr 43). Später hatte Steib die Schwingarm Lagerung mittels Gummidrehstab. Weil da ein kurzes stück Rohr mit grossere Durchmesser auf die rechte Seite war, waren auch zwei unterschiedliche Gummipuffer vorgesehen. Eine gross, eine klein.
Erster Versuchsaufbau. Mal zum schauen ob alles passt.
Am Seitenwagenrahmen möchte ich gerne eine zweite Bremspedal anbauen. Dazu hatte ich mir vorgenommen ein altes Pedal das ich noch hatte zu biegen bis es neben das Pedal am Motorrad passt. Dieser war damals an meine R25 angebaut, dafür aber viel zu viel gebogen und daher fehl am platz.
Also, Schmiedefeuer angezündet und das Pedal aufgeheizt. Erste Biegungen waren eigentlich ziemlich einfach bis ich ihm im Schraubstock eingespannt hatte und mal herzlich drauf gehammert habe. Dann hatte ich plötzlich zwei Teile.
Der Bruch sieht nach Grauguss aus. Völlig ungeeignet also für mein Vorhaben. Ich habe inzwischen schone ein paar Teile aus richtigen Stahl gebogen und werde daraus eine Neue machen.
Kleiner Tip: die R26/27 Bremshebel sind im Gesenk geschmiedet und lassen sich einfach und ohne warm zu machen biegen.
Wenn der Hebel dann auch noch "auf links" gedreht wird, braucht es nicht viel Biegerei
Das ist auch eine gut Idee. Als meine eigene Fabrikation nichts wird konnte ich das auch noch probieren.
Und ein Anfang für das neue Rempedal.
Die Riffelung im Fussblech mache ich frei hand mit Handsäge und Viereckfeile. Morgen mache ich das weiter.
Hallo Kees.
Ein Wahnsinn... :thumbsup:
Was das Waffelmuster angeht...die Hammerköpfe meiner Streithammer habe ich seinerzeit immer mit einer 1mm Flexscheibe vorgearbeitet und dann mit der Dreiecksfeile fertig in Form gebracht...die "Spitzen" werden steiler und damit langzeitstabiler...
Liebe Grüße, Ute
Streithammer! :thumbsup:
Das Muster darf nicht so tief sein, das ist nur ein 6m Blech. Und ich mache es änlich wie das Original. Das sieht besser aus neben das R69 Pedal. Und es braucht auch nicht so sehr scharfspitzig zu sein wie eine Streithammer.
Also, so etwa sollte es aussehen. Funktioniert das eigentlich so? Geht das im Real Life gut. Bremmst das beidseitig ungefahr gleich auch beim Notbremsung?
Das hängt von der Übersetzung ab... die Fusskräfte werden gleich sein. Wenn dann die gleichen Bremskräfte am Reifen (Bremskraft auf Bremsbacken Trommeldurchmesser, Backenbreite und Raddurchmesser gehen ein) vorliegen, dann ja! Dann wird auch noch der Reibwert und die Radlast eine Rolle spielen....bei unbelastetem Beiwagen könnte das Rad blockieren.
Ich würde die Beiwagenbremse daher etwas schwächer auslegen als die Hinterradbremse.
Tolle Arbeit!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Klar bremst das gerade bei Notbremsen, wenn richtig eingestellt ist.
Mit einer entsprechenden Bowdenzug Einstellschraube kann das in Sekundenschnelle justiert werden.
Beim vollen Bremsen soll das Gespann gerade aus laufen.
Bei Kurven Fahrt kann mit dem Fuß der Zug nach links oder rechts beeinflusst werden.
Leider krankt Deine und meine Bremse an der fest mit der Schwinge befestigen Ankerplatte.
Bei einer richtigen Bremsung geht die Schwinge auf Block im unteren Anschlag.
Darum wird mein nächster Seitenwagen mit drehbar gelagerter Ankerplatte und Abstützung am Rahmen realisiert.
Frohe Weihnachten, Ulli
PS: das habe ich auch schon mal hier mit Bildern beschrieben.
Ja die Bilder habe ich gesehen. Das war für mich auch die Inspiration.
MZ ist ein gutes Beispiel, gerade weil die der Beiwagenbremse hydraulisch ansteuert. Das habe ich auch vor so zu bauen, weil ich eine VW Golf Bremse am Seitenwagenrad habe.
Ruhig weiter gemacht zwischen alle Weihnachtsfeier durch. Hier ein Bild wie ich die Bremsbetätigug baue. Rechts der Hauptzylinder. Dann nach links die Betätigungsstange in länge einstellbar. Dann der Hebel mit 3 Löcher für diverse Hebelübertragungen. Und dann ganz links in meine Finger eine einstellbare Anschlag.
Und dann war die hintere Seitenstrebe noch etwas zu lang. Das ist noch vom Chiang Jiang Rahmen, sieht aber an sich nicht slecht aus. Ich habe die untere Gabelung abgeschnitten, das Rohr gekurzt und dann wieder angeschweisst. Die Schweissung so gut wie möglich prepariert. Alles sauber gemacht (auch innen!) und mit 1.6 mm Abstand für bessere Durchschweissung aufgestellt. Erstmal eine Rootpass (English, ich weiss das Deutsche Wort nicht), und dann gut aufgefühlt in eine zweite Duchgang. Es sieht sehr vertrauen erweckend aus. So langsam lerne ich richtig Wig schweissen!
Toller Hauptbremszylinder.... ;D
Das deutsche Wort für "root pass" ist Wurzellage oder Wurzelnaht.
Gruß
Stefan,der Einzylindär
Mir ist da ein 12er Gabelkopf sympathischer. Der Steckt 18mm im Rohr und die Schweißnaht wird praktisch nur auf Druck und Zug beansprucht.
Die Biege und Scherkräfte werden vom Stumpf des Gabelkopfes in das Rohr eingeleitet.
https://www.fk-soehnchen.de/werkstatt/normteile/gelenkkoepfe-winkelgelenke/Gabelgelenk-M12-Innengewinde-DIN-71752-FKS-Trailer.html?gad_source=1&gclid=CjwKCAiApsm7BhBZEiwAvIu2XzgIXCduZcxQxhOBvwNQ1Dapm9xteAyidYsPMqpQ6fzkPZb8DGIE3hoCgRwQAvD_BwE
Für die Streben im passender Länge nehme ich 28er Präzisionsrohr nahtlos gezogen mit 3mm Wandstärke.
Für das Gewinde nehme ich ein eben solches Rohr in 22 mm, in das ein M18x1,5 Gewinde geschnitten wird.
Das alles stellt dann nicht so hohe Anforderungen an die Schweißnaht.
Ja das kann man natürlich so machen. Vielleicht auch besser. So etwas war auch vorhanden, nur war der runde Stummel sehr kurz und auch zu breit. Dazu hatten die Chinesen das Rohr ausgedreht bis da nur 1.5 mm Wandstärke übriggeblieben war. Ich konte da kein Vorteil sehen. Wie du das macht ist sicher besser als das Chiang Jiang Gebilde.
Warte mal Cowboy, du nimmst ein Gabelkopf mit 20 mm Stummel, in ein 28 mm Rohr mit 3mm Wandstärke? Da fehlen noch 2 mm?
PS: Ich sehe schon, du hast ein stuck 22 Rohr mm ausgedreht auf 20 mm draufgesteckt.
Adlerauge! 8)
Es dauert alles ein bischen aber so langam an habe ich die Bremse komplet.
Erst habe ich versucht eine Wickelfeder wie der am R25 Fussbremspedal zu benutzen. Das hat aber nicht geklappt. Der Feder hat sich immer verklemmt. Ich hate schon der halbe Lagerbuchse abgeschliffen und immer noch hat es nicht funktioniert. Also, neue Buchse gedreht und diese Feder in die Tonne! Ich verwende jetzt eine Zugfeder am Bremshebel innen am Rahmen.
Nächste Aufgave ist der Bremsleitung. Auch da habe ich erst mal ein fehler gemacht. Ihr darf raten was ich da vergessen habe.
Und hier das ganze am Rahmen gebaut. Bremsreservoir hat jetzt auch eine gute Platz gefunden.
Und am Rad:
Die Mutter? 
Wieder ein Stück weiter! Glückwunsch!
Ich würde kürzere Schrauben an der Nabe verwenden... auch an anderen Teilen. Gibt nichts schlimmeres als ein vergammeltes, zu langes Gewinde, stundenlang los zu schrauben. ;)
Richtig Jan, der Mutter vergessen! Zum glück hatte ich reichlich Bremsleitung eingekauft.
Und weiter ist alles jetzt nur noch provisorisch zusammen gebaut. Am ende werde ich Unterlegscheiben und Federringe unterlegen und dann sehen die Schrauben nicht mehr so lange aus. Ich weiss, Federringen werden heute nicht mehr so hoch angeschrieben, aber es war damals nun mal standard.
Für die Schrauben der Klemmungen der Seitenwagenansschlussstreben werde ich mir noch 10.9 Schrauben und Muttern besorgen. Die muss mann doch ganz fest anziehen. Ich habe Angst das die 8,8 Schrauben da überfordert sind.
Teilweise wurden auch früher (eher ganz früher 😅) statt der Federringe Feingewinde eingesetzt.
Z.B. Tankbefestigung, Motorbolzen, Getriebe Verschraubungen etc.
Deine Arbeit sieht klasse aus Kees 👍
Zitat von: Kees am 02 Februar 2025, 08:35:36Richtig Jan, der Mutter vergessen! Zum glück hatte ich reichlich Bremsleitung eingekauft.
ist doch wohl eher eine Schraube :Frage:
Hubi
Hohlschraube? Wir nennen das "nippel".
iiiih! ;D
Und, ich habe eine Bremse!
Glückwunsch!
Leider sieht man auch schön den Nachteil der fest an der Schwinge angelenkten Ankerplatte: die Federung geht beim Bremsen auf Block. :(
Das ist doch genau wie beim Hinterrad?
Und beim Vorderrad auch.
Am Hinterrad merkt man es wegen der dynamischen Achslastverlagerung beim Bremsen nicht so.
Am Vorderrad stellt sich die Federung ja auch auf, woher der Name Gummi-Kuh kommt.
Darum sind die Bremsen bei EML/Wasp/Ural/Dnepr-Schwingen auch drehbar gelagert und an der Gabel statt der Schwinge selbst angelenkt.
Mein neuer Seitenwagen wird auch beim Bremsen federn.
:oberlehrer: :oberlehrer:
daher kommt der Name nicht....und außerdem erst ab den /5 Modellen
Fast richtig: Klacks hat auch schon die Vollschwingen-Modelle so genannt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gummikuh
Also, dann past die Bremse ganz gut zusammen mit die andere Bremsen. Da werde ich keine schlaflose Nächte haben.
Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber hast du als Bremsleitung ein reines Kupferrohr verwendet? Das könnte (zumindest in D) Probleme bei der Zulassung geben. Kunifer-Leitungen (Kupfer/Nickel/Eisen) sind aber anscheinend inzwischen zulässig.
Hubi
Ja das ist reines Kupfer. In die Niederlände absolut kein Problem. Wird überall benutzt, cunifer ist hier nicht so einfach zu bekommen. In Deutschland ist das natürlich nicht so einfach, fals es kein richtiges Problem wäre, macht ihr euch ein Problem daraus :auslach:
Das ist auch in Deutschland kein Problem.
Seitenwagen sind nicht baumustergenehmigungspflichtig.
Eine Seitenwagenbremse ist keine Pflicht - somit kann das ziemlich frei nach dem Geschmack des Erbauers gemacht werden.
Ein neues Teilprojekt. Die Schlösser für das Gepäckabteil. Die kann man kaufen, etwa 220 euro, für mich eher ein Anlass das erst selbst mal zu versuchen.
Also, ein Stück Stahl, eine grosse Packung Schleifscheiben und es kann los gehen. Die Form wird ungefahr so nah wie möglich so ausgeschnitten. Dann mit Feilen weiter verfeinert, dann ein versuch das zu polieren und am Ende sieht das ungefahr so aus.
Da musste noch Platz für das Scharnier gemacht werden, also erstmal Bohren damit so viel Stahl wie möglich schon weg ist, Vorsichtig mit der Winkelschleider ausgeschnitten und wiederum feilen.
Dazu gehören auch noch die Grundplatten. Ich hatte noch eine 4mm Stahlplatte, die habe ich erstmal poliert (so gut wie möglich, meine Poliermöglichkeiten für Stahl sind sehr eingeschränkt, da muss ich mir noch etwas besseres einfallen lassen). Und dann erst die Teile ausgeschnitten. Wenn man das andersherum macht geht das nicht so schön weil man sehr schnell die Kanten und Ecken abrundet. Das sieht eher bescheiden aus.
Löcher bohren kann ich schon, zum gluck habe ich eine gute Säulebohrmachine. Auch da wieder, abzeichnen, bohren, schleifen und feilen.
Und schon ein Eindruck wie das später aussieht.
Und der Verschluss funktioniert auf eine Seite schon! Es ist noch lange nicht fertig, funktioniert aber! Ich werde später dieses Wochenende noch ein paar Bilder posten.
Und noch ein paar Bilder. Nach den letzten Post hatte ich noch ziemlich viel gemacht. Die Bodenplatten neu gemacht weil ich nicht zufrieden war mit die Polierung. Dieses mal hatte ich es mit der Hand auf eine flache Platte gemacht. Das ging eigentlich wunderbar, ziemlich schnell und ein absolutes flaches resultat. Danach die Scharnierposten angeschweisst und die Schweissung so gut wie möglich verschliffen.
Dan würde es Zeit für das zweite bewegliche Teil, der Deckel oder Schlosshaube, wie man das auch nennt. Teile ausgeschnitten aus 2mm Stahlblech. Alles ziemlich klein also ein ganzes gefrickel das ein zu klemmen zum verschweissen.
Alles passen natürlich.
Wieder schleifen, polieren, Loch bohren für der Scharnierbolzen. Und das sieht jetzt auf die Linke Seite so aus.
Es kommt sehr nah an der Blattfeder! Ich habe es aber versucht und auch beim tiefsten Einfedern habe ich noch genug Platz! Das Nachteil von selbst alles austufteln, es kann leicht irgendwo schief gehen!
Und dann wollte ich noch ein Loch Bohren für eine Klemschraube für die Achse. 2,5 mm Bohrer abgebrochen! :traurig: Nachdem ich einige Zeit verzweifelt war, schon Lösungen mit Funkenerosion gegoogled hatte, habe ich mal mit eine Schraubendreher ins Loch gestöbert und ich konnte zum Glück die Resten abrechen und hinaus prügeln. Und da bin ich jetzt, ganz erleichtert :)
Die Scharniere sehen richtig toll aus :thumbsup:
Wahnsinn! Was ein Aufwand!
Tolle Arbeit!
Nimmst du noch Schlitzschrauben?
Gruß
Ja die Schlitzschrauben sind bestellt. Diese sind Pozidrive vom Baumarkt. Ekliger gibts nicht.
Saubere Arbeit, alle Achtung
Und wo du das so oft in der Hand haben wirst, ist ein "selbst gemacht" nochmal so schön. Super gemacht, Kees!
Ich kann da auch nur den Hut ziehen. Wenn ich da an meine Eigenbauten denke, dann versinke ich vor Scham im Boden. Zum Glück gab es vor über 40 Jahren solche Plattformen noch nicht und jetzt bin ich froh, davon keine Bilder eingestellt zu haben. ;-)
40 Jahre her konnte ich das auch noch nicht ;D
Das letzte Teil war das eigenliche Schloss. Das ist so ein Schrankschloss wie man das fertig für nicht viel Geld kaufen kann. Wirkliche Sicherheit verspreche ich mir davon nicht, so etwas ist eher damit erhliche Menschen ehrlich bleiben. Echte Dieben schreckt das nicht ab.
Der dazu gelieferte Riegel war sicher nicht brauchbar. Also selbst etwas gebogen. Das sieht vielleicht nicht sonderbar schön aus sitzt aber ihnen und funktioniert. Eine Haken am Hebel geschweisst und das Langloch das ich schon hatte noch ein bischen weiter gefeilt, damit der Haken da durch schwenken konnte. Alles in allen noch eine langwierige Arbeit mit viel passen, an und abbauen usw.
Dann noch mal schnell, schnell Löcher gebohrt und M4 geschnitten für zwei Schraubchen. Dabei ist das Ding, mit Gewidebohrer noch im Loch, mir aus die Finger geflutscht und auf den Boden gefallen. Gewindebohrer natürlich abgebrochen! Nachdem ich das ganze herzlich verflucht habe, erstmal versucht es wieder aus zu drehen mit eine spitze Zange. Es hat ein bischen gedreht, aber leider nicht genug. M4 ist zum glück gerade gross genug da mal etwas Material auf zu schweissen und so habe ich es wieder raus bekommen.
Erste Testfahrt! Mensch ist das ungewöhnlich. Ich bin alle Gespannerfahrung von vor 20 Jahre natürlich vergessen. Jede Kurve ist ein neues Abenteuer!
Ich wollte die Bremse mal testen. Das geht echt gut! Tag und Nacht Unterschied das Bremsen mit Seitenwagenrad und ohne.
In einer Rechtskurve muss das Beiwagenrad 1 meter über der Straße schweben!!!! ;D
Manfred
Mensch Klasse Kees!
Sas ist ein tolles Gefühl, wenn man nach den vielen Stunden Arbeit etwas Fahrbares hat...auch wenn es noch nicht fertig ist.
Ich werde NIE vergessen wie ich mit dem 57er Käfer meiner Mutter die erste Runde gefahren bin...es waren nur die notwendigsten Teile dran. also ohne Kotflügel, Stoßstangen, Türen Scheiben und Hauben.
Das motiviert für den Endspurt.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Endspurt!
Halte durch!
Wahnsinn Kees :thumbsup:
sieht sehr gut aus.
Endspurt ist ein zu grosses Wort. Erst werde ich jetzt der Motor selbst anpassen. Härtere Feder, Kardan anpassen, Schwingarm hatte ich noch nicht in Gespannstand, etc, etc.
Hallo an alle
Ich habe zwar kein TR 500 aber ich könnte eine R 50 mit Steib S 350 kaufen, wie breit ist das Gespann vom Rad zum Beiwagenrad. Der Anhänger den ich hätte ist 1,60 m breit könnte aber für die Zylinder die Seitenwände abmachen.
Danke für Eure Hilfe
Gruß Dieter
Meine hat jetzt eine Spurweite (also, mitte Motorradreifen -> mitte Gespannreifen) von 112 cm. BMW hat damals 110 cm Spurweite angegeben.
Hallo Kees
Danke für Deine Hilfe dann reicht mein Anhänger von 1,60 m ja reichlich.
Schöne Grüße Dieter
Es ist schon lange her das ich hier gepostet habe. Inzwischen habe ich der Motor selbst angepasst. Schwere Federn, 26:6 im Hinterachsgetriebe mit andere Tacho natürlich. Seitenwagen einstellung hin und her gestellt bis ich zufrieden war. Paar mal Prüfffahrt gemacht. Seitenwageneintragung im Kraftfahrzeugschein angefragt und bekommen. Da hatte ich wirklich Glück, bis vor kurzen war das bei uns umsonnst, aber ein paar Wochen nachdem ich das gemacht habe gibt es eine neue Regelung und es braucht jetzt eine Prüfung für etwa 1000 euro!
Jedenfalls habe ich jetzt alles wieder auseinander genommen, weil es ein bischen Farbe braucht. Und da bin ich jetzt.
Und zum gucken, diese Woche habe ich die Teile für das Schloss vom Kofferraumklappe vom Galvanisateur zurück bekommen:
Es geht wieder ein bischen besser mit mir, also, ab in die Garage! Immer noch in kleine Portionen, ich muss nicht gleich wieder einstürzen. Jetzt habe ich mir vorgenommen die letzte Blecharbeiten ab zu arbeiten. Da ist noch einiges zu tun. So langsam arbeite ich mir von vorne nach hinten durch, kleine Unebenheiten, Dellen, Puckel usw glatt streichen. Es gibt aber auch noch zwei grössere Jobs, der Deckel des Gepäckraums braucht eine grössere Anpassung und ich bin noch nicht glücklich mit der Kotflügel.
Erst mal der Deckel. Die Obenplatte is nicht breit genug, es ist zu dellig, und das ganze ist mir auch zu labil. Das erste Thema, die Breite sieht man am besten wie jetzt die Seitenfläche stehen, die stehen viel zu schief nach aussen, das geht so echt nicht.
Also, eine neue Blechtafel genommen, gesaubert, eingezeichnet und ausgeschnitten. Das Blech bleibt natürlich nicht flach, es braucht eine abkantung vorne (das mache ich immer noch am Arbeitstischkante mit eine Hammer), von hinten muss es rundgebogen. Und die Seiten abgekantet mit etwa 3-4 mm radius.
Für die Rundung hinten habe ich mir jetzt etwas schönes geleistet, ein gummi Rad in das Englisch Wheel. Damit kan man sehr kontroliert biegen ohne das das Blech gestreckt wird. Das ich das nicht eher gemacht hatte!
Und dann sind da noch die Abkantungen seitlich. Dafür habe ich mir eine Hammerform gebaut von MDF. Eine Form und eine Gegenform, dazwischen das Blech geklemmt und noch ein paar Schrauben durch das Blech ins MDF damit es nicht seitlich verschiebt.
Na ja, beim ersten Versuch ist das Blech doch fast eine cm verschoben. Ich wollte viel zu viel Blech umsetzen, und die Schrauben hatten nicht genug halt im MDF, die wurden einfach draus gezogen.
Na ja, alles wieder kein Drama, auf die andere Seite ist noch blech genug, und jetzt habe ich es mit kleine Anschläge versucht die sich gegen das MDF abstützen. Das hat dann auf die andere Seite gut funktioniert, leider hatte ich etwas falsch berechnet oder gemessen. Jedenfalls war das alles immer noch nicht breit genug!
Also, die letzte Abkantung mal wieder zurück geschlagen, im English Wheel geglätet und aufs neue versucht.
Und jetzt hat es geklappt! Es ist nun breit genug. Hier ist das Resultat:
Man sieht auch das die Kante jetzt viel schöner ist, dafür hatte ich mir dieses Ding gebaut. Oben gebogen, unten recht, damit kann man so eine Ecke gut aushämmern.
Jetzt muss ich "nur" noch die Seitenteile vom Deckel abschneiden und am neuen Obenblatt wieder anschweissen.
Es sind ein paar Dinge dazwischen gekommen, wie so üblich. Ich habe mir ein neues Spielzeug gekauft, eine Emcomat 7 Drehmaschine! Ziemlich klein natürlich aber gute Qualität. Es ist auch schon ein Oldtimer von 1976 aber wenig genutzt und darum auch sehr wenig verschleiss. Ich habe alles auseinander genommen, gesaubert, eingestellt usw. Und damit gespielt natürlich.
Dann wollte ich noch eine Blechkantbank haben. Konnte man auch kaufen (billig import aus China) aber ich habe selbst etwas gebastelt. Es funktioniert, nicht so gut wie der professionele in die Arbeit, aber für mal schnel etwas biegen ist es gut genug. Ich hatte es schon mit Farbe eingenebelt, und erst danach getestet. Natürlich war es noch viel zu labil und ich habe viele Verstärkungen nachher eingeschweisst. Da lernt man mal wieder das lackierte teile Wig schweissen ein Drama ist, das der Lack dann nicht schöner wird und das man nicht in t-shirt schweissen soll (habe jetzt rote Obenärme...).
Aber ich habe der Deckel nicht ganz vergessen. Im vorige Bericht hatte ich geschrieben das ich die alte Seitenteile wieder verwenden wollte. Aber nachdem ich die ausgeschnitten hatte und versucht die wieder recht und ansehnlich zu machen, habe ich doch entschieden die neu zu machen. Am ende habe ich nur die zwei Lagerbuchsen wieder verwendet vom alten Deckel.
Seitenteile am Oberteil geschweisst, diesmal ohne Probleme. Alles schön flach geklopft, angepasst am Seitenwagen, ausgerichtet und es passt jetzt viel besser. Nur ist es noch viel zu labil. Ich möchte da noch ein paar verstärkungen einschweissen (dafür auch die Kantbank gebaut). Aber es soll natürlich nicht tordiert sein als ich die Verstärkungen einschweisse. Darum habe ich mir eine Versteifung aussen rum gebaut von eine Holzplatte und ein paar Bügel provisorisch angepunktet.
Und da bin ich jetzt. Mal sehen wieviel ich vor meine Ferien damit noch machen kan.
Emco ist gut :thumbsup:, zumindest die Made in Austria, hab selber Seit vielen Jahren eine Emcomat 8.4.
Viel Spaß damit.
Ja die 8.4 ist noch ein bischen besser, vor allem weil die mehr höhe hat. Ich kann eigentlich nur 8 mm Meissel einsetzen. 10 mm ist gerade zu viel. Und abstechen damit ist auch eine herausforderung.
In meiner "Sturm & Drang" Zeit hab ich mir auch mal die Mühe gemacht und mir ein Schnellwechselsystem mit 4 Haltern gebaut, dass ist nun auch schon wieder 14Jahre her ::).
Wie die Zeit vergeht, damals konnte ich mir keinen Multifix leisten, heute gibt es die Adapter echt günstig aus China.
Kees, wie schön wieder hier ein Update zu lesen. Ich bin ein großer Fan deiner Aktivitäten! Ganz toller Arbeit mal wieder.
Viele Grüße
Danke Jan,
Und ja Eppo, Schnelwechsel wäre schön aber das geht nicht so einfach mit so wenig höhe. Da passt eigentlich nur das kleinste drauf. Vorläufig schaffe ich es mit die einfache Klemme und die Unetrlegplatten.
Das wird schon Kees, mit neuem Spielzeug kommen neue Ideen und Möglichkeiten.
Vielleicht lässt sich auch am Klemmhalter noch Material abtragen, dann gewinnst du mehr Abstand und vielleicht passen dann auch 10mm Drehstähle.
Der Deckel braucht noch ein paar Versteifungen. Dazu habe ich die Kantbank gebaut, der kan aber auch nicht alles. Also, zum Profil biegen kann ich damit ein anfang machen, aber es hört auf wo die Anschweissflansch kommt. Und das ist weil der Deckel von oben nicht ganz flach ist. Da habe ich eine Wölbung einmassiert mit das Englische Rad, weil das viel stabiler ist und gegen Frosche im Blech hilft. Jetzt mit das Versteifungsprofil ist es aber ein Problem.
Ich habe schon etliche Methoden probiert, aber am ende ist es mit meine bescheidene Mittel am besten dies handwerklich an zu fassen. Also, die Wölbung aufnehmen und auf ein stück Pappe zeichnen, ausschneiden und damit am Blech abzeichnen. Und dann mit Hammer und Amboss das Blech umlegen da wo es umgelegt werden soll.
Natürlich kann ich nicht durch das Blech hindurch schauen wo die Kante vom Amboss ist. Deshalb legt man es erst ein bischen zu weit nach aussen an, schlägt mit der Hammer und schaut wo die Kante sich im Blech bildet, und dann schiebt man das Blech ein bischen dichter zur Linie und schlagt bis die Kante deutlich auf die gezeichnete Linie liegt.
Und genau das ist was mir immer am meisten spass macht, eine Aufgabe nicht mit Maschinen lösen aber mit Handwerk!
Und hier ist deutlich zu sehen wie das Blech bogenformig umgelegt ist. Und wie es im Deckel passt (braucht noch sicher eine Stunde feinjustierung!)
Therapeutisches Klopfen... ;D
Toll...Ginge das mit der Sickenmaschine? Ich überlege gerade....
Englisch wheel hätte ich auch noch Spaß dran...welches hast du?
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ja dafür ist die Sickenmaschine perfekt. Nur, die Rollen brauchen platz und das hatte ich da nicht. Mann konnte natürlich auch erst diese kanten mit der Sickenmaschine rollen, aber dann passt es nicht mehr im Kantenbank...
Als Englisches Rad hatte ich die billigste bei HBM gekauft. Und das Ding dann gleich extra verstärkt mit Winkeleisen.
Die Baubeschreibung des Bootes ist echt Klasse. :thumbsup:
Chapeau!
Du hast hier händisch ein Hutprofil mit variabler Höhe hergestellt.
Was an dieser Stelle vielleicht auch möglich gewesen wäre ist, ein Hutprofil aus der Kantbank, mit konstantem Querschnitt, nachträglich in Form zu bringen. Die Wölbung vom Deckel ist ja nicht besonders groß. Bitte dies nicht als Kritik verstehen, nur als Alternative.
Mit zwei Auflagen, Körpergewicht/ Presse/ Hammer (je nachdem, was zu Verfügung steht) und vielen kleinen gefühlvollen Schritten geht das ganz gut. Man darf halt nicht zuviel auf einmal wollen, dann knicken die Wände des Profils gern ein, grade bei dünnen Materialstärken.
(OT: Ich ,,durfte" das mal für den Träger eines Stoßfängers beim Auto machen. Es gab kein Ersatzteil nach einem Heckaufprall.)
Oben der originale Alu-Biegeträger, unten der Nachbau.
Wie wirst Du die Versteifung mit dem Deckel verbinden?
Die Situation ist vergleichbar mit Spriegel/ Dachhaut beim Auto. Da haben die Flansche des Spriegels so 3-4 mm Luft zum Dach und werden mit dauerelastischem Kleber (wie z.B. für die Windschutzscheibe) montiert. Nur ganz außen sind sie mit der Struktur verschweißt.
Das läßt dem Dach etwas Bewegungsspielraum, z.B. bei Wärmeausdehnung, und vermeidet vor allem, dass sich Schweißpunkte oder -nähte außen abzeichnen und vor dem Lackieren dann nachbearbeitet werden müssen. Auch kleine Toleranzen vom Flansch gleicht der Kleber aus.
Es gibt noch einen Vorteil dabei, Korrosionsschutz.
Hier entsteht ein geschlossenes Profil, in das man hinterher nur schwer mit Lack hinkommt. Beim Kleben kann vorher die Innenseite vom Profil und der Deckel bereichsweise lackiert, und so geschützt werden.
Kondenswasserbildung läßt sich in dem geschlossenen Profil auch nicht vermeiden. Vielleicht denkst Du noch über ein paar großzügige Löcher in der Versteifung für Ablauf und Belüftung nach. Spart auch Gewicht ...
(Sorry, ich bestreite meinen Lebensunterhalt mit Karosseriekonstruktion. Da schlägt man sich täglich mit solchen Überlegungen herum.)
Viel Erfolg und vor allem Spaß weiterhin.
Jörg
Hi Jörg,
Herzlich dank für deine Anmerkungen! Über die Möglichkeit das Profil hinterher zu biegen habe ich nicht gedacht. Eigentlich logisch. Na ja. nächstes mal...
Und ja ich hatte erst vor die Profile zu verschweissen, mittels punktschweissungen. Heute morgen hatte ich auch schon über Kleber gedacht, weil alle deine Punkte hier auch zutreffen. 4mm wäre mir hier viel zu viel, aber 1-2 wird schon gehen. Und dann mit eine moderne Kleber/Kit das am obere Blech ankleben und nur die Endkanten verschweissen.
Heute habe ich alle Verstärkungsprofille fertig gebasteld.
(Sorry, ich bestreite meinen Lebensunterhalt mit Karosseriekonstruktion. Da schlägt man sich täglich mit solchen Überlegungen herum.)
Und das sagst du erst jetzt?
WO WARST DU BEI DER ISETTA? 
Kees, tolle Arbeit!
Viele Grüße
Jan.
Er ist jetzt verschweisst, und oh Wunder, nur minimal verzochen! Alles passt, auch nachdem ich die temporäre auswendige Versteifung abgeschraubt habe!
Es passt jetzt, es ist stabil, das kann so ohne Probleme ein Reserverad tragen.
Das Schweissen selbst war etwas stressig. Es wollte nicht überal wie ich das wollte. Aber immerhin, alles ist fest. ich werde es noch ein bischen verschleifen, vielleicht mit Karroseriekit zuschmieren damit es ein bischen professioneler aussieht....
Wie von Jörg beschrieben habe ich erst die Profilen mit Scheibenkleber angeklebt. Dan erst mal wieder gepasst ob es immer noch gut geht. Dan rundum Schweisspunkte gesetzt. Wieder gepasst und zum schluss durchgeschweisst.
Und weil es doch ganz heiss wird, hat der Kleber nicht überal gehalten. Aber genug damit es am Steifigkeit beiträgt.
Nun muss ich mir noch längere Scharnierbolzen drehen, es ist jetzt ein bischen zu eng. Und ich muss noch die Löcher für das Reserveradgestell bohren und verstärken.
Alles im allen bin ich jetzt rundum glücklich ;D
Das schaut ja gut aus. :ok:
Nur, man kann es auf dem Bild nicht gut erkennen, das Thema Korrosionsschutz.
Hast Du die Hohlräume vor dem Zusammenbau innen lackiert? Falls nicht ist dort nun blankes Blech das schnell Rost ansetzen wird.
Ausschwenken mit Lack dürfte eine ziemliche Sauerei geben. Ansonsten fällt mir nur Hohlraumwachs, mit einer Sonde gesprüht, ein.
Jörg
Ja ueberall habe ich eine Primer gestrichen. Nur nicht da wo ich noch schweissen musste. Vor allem mit Wig schweissen geht das ueberhaupt nicht. Auch als die Farbe nur innen sitzt, durch die Schmelze schwimmt das auf und es spritzt schrecklich.
Da muss ich also spaeter mit Hollraumwachs das nochmal versiegeln.
Zum gluck ist das nicht im Spritzwasserbereich. Also nicht so schlimm gefaehrdet. Frueher wurde ueberhaupt nicht abgeschirmt, das war blankes Blech in alle Hohlraume. Ob die besseres Blech hatten?
Fein.
Besseres Blech glaube ich nicht, es hat sich halt niemand Gedanken drüber gemacht. Und die Leute kannten es nicht anders.
Aber bei der ganzen Arbeit, die Du in dieses Projekt steckst, wäre es schade, wenn nach zwei Jahren da die Rostspuren den Deckel herunterlaufen würden.
Flugrost gibt es natürlich reichlich bei die ganz alte Veteranen, aber Durchrostungen eher nur da wo Wasser längere Zeit anliegt, zum Beispiel in die Schweller von Automobilen. Wenn man so eine alte Ford A Restauration sieht, viel Flugrost, aber das Blech ist vielerorts noch voll dabei.
Ich habe die Teile meiner Gespann ohne Schweissprimer aneinder gepunktet und dann nachher mit verdünte Primer die Falzen geflutet. Hoffentlich ist da so viel wie möglich dazwischen gekrochen. Und dann wird es noch mit Abdichtkit versiegelt. So ein Gespann hat weiter keine Hohlraume, nur hier im Deckel habe ich die eingebaut. Das ist nicht wie original, aber viel stabiler.
Heute noch mal die Löcher für die Bolzen verstärkt. Da kommen die Bolzen für der Gepäck/Reserverad Träger. Durch das eingesetzte stück Rohr kann man die Bolzen anknallen ohne die Profile ein zu stauchen.
Jetzt ist die Argon Flasche alle, und ich gehe auf Ferien. Das Projekt muss jetzt also ausruhen, genau wie ich 8)