BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Lorenz am 02 April 2023, 16:57:07
Hallo
Gestern habe ich die Kardanwelle auseinander gebaut um die Bogenverzahnung zu reinigen und zu schmieren. Sieht soweit noch ganz gut aus, denke ich. Aber an der Kupplungsnabe, dort wo der Wellendichtring läuft, sieht man Laufspuren vom Wedi. Deshalb möchte ich einen neuen Wedi einbauen.
Im Forum hat jemand mit dem gleichen Problem die Laufspuren an der Kupplungsnabe in der Drehbank mit einem Vlies abgezogen bzw. geglättet. Bringt das was oder macht man es damit nur schlimmer?
Lorenz
Ich würde kein Vlies nehmen, sondern wasserfestes Schleifpapier, z.B. 800er und dann 1000er. Streifen abschneiden, zur Verstärkung einen Streifen feste Pappe hinterlegen, damit die Fingerkuppen nicht zu punktuell drücken, und dann, mit etwas Nähmaschinenöl benetzen und loslegen. Immer wieder sauberwischen und kontrollieren, auch mit dem Fingernagel.
So habe ich das mit der Lauffläche der Schwungscheibe immer gemacht. Geht gut.
Die Otto-Normal-Wellendichtringe aus NBR laufen am Schonendsten, Viton- oder Silikonvarianten stressen die Lauffläche mehr. Das weiß ich aus eigener Erfahrung mit anderen Maschinen.
Danke für die Auskunft. Werde ich so versuchen. Den Wedi habe gerade ich bei Rabenbauer bestellt. Zum Wediwechsel muß der Gewindering rausgedreht werden.
Das geht am besten wenn das HAG-Geäuse erwärmt ist,richtig?
Für was ist diese Nut gut? Ist das ein Hinweis auf eine bestimmte Stellung der Kupplungsnabe auf der Ritzelwelle beim Zusammenbau?
Ich würde Schmirgelleinen nehmen und kein Schleifpapier. Dies ist dafür gedacht Wellen und Laufflächen zu glätten oder egalisieren. Bei Leinen kann man vernünftig Zug ausübend... Papier reißt schneller.
Die Nut dient zur Entlüftung des Hinterradantriebes. Anselm hatte das vor Jahren mal ausführlich dargestellt.
Gibt es so feines Schmirgelleinen (1000er)?
Heißt das, daß die Nut der Nabe in Flucht der Nut der Welle sein soll?
Kann man nicht einfach den Wedi in der Einpresstiefe leicht versetzen?
Hab bei der R26 neulich nicht drauf geachtet.
Gruss
Ich hatte vor kurzem ein ähnliches Problem:
Da habe ich es riskiert, nur zu reinigen und mit einem Poliertuch rüberzugehen. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass die Dichtlippe des Wedi die Welle erreicht und dort auf eine möglichst glatte Fläche trifft. Die Rille darf also nicht so tief sein, dass der Wedi nicht mehr rankommt.
Bei mir hat es gereicht und es ist dicht :) .
Grüsse,
Kahlo.
Hier der Tret zur Entlüftung:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=3259.0
Danke Anselm für den Link. Schön erklärt.
Über die kleine Nut auf der Stirnseite der Kupplungsnabe entweicht die Luft egal wie sie auf die Antriebswelle gesteckt wird. Alles klar.
Lorenz