BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: strichzwojan am 06 Februar 2023, 09:11:51
Guten Morgen,
kann mir jemand sagen, welches Kegelverhältnis der Konus am vorderen Kurbelwellenzapfen hat? (25/2)
Ich möchte eine Ankeraufnahme machen lassen, um den Kollektor künftig jederzeit abdrehen zu können.
Danke, Jan
Moin Jan,
der Konus ist 1:5 .
Habe ich mal selbst gedreht und geschliffen, für meine LiMa-Untersuchungen.
Zur Kontrolle musste ich mit Tuschierpaste dran, um die Tragfähigkeit zu optimieren.
Gruß mek :schrauber:
Danke Mek. Noch eine Frage habe ich. Sollte der abzudrehende Anker dann eigentlich wie im Motor auf diesen Zapfen geschraubt werden, oder reicht es, ihn von der Reitstockseite her beim Überdrehen abzustützen?
Mal so eine unmassgebliche Meinung bzw Zweifel: Sobald du den Zapfen einmal ausspannst und dann wieder einspannst , muesstest du soviel Abweichung vom Rundlauf haben, dass du das nichts mehr wird mit dem überdrehen beim zweiten mal.
Oder liege ich da falsch bei der Annahme?
Ehemalige Bosch-Dienst-Mitarbeiter vor!
Wie wurde das konkrekt gemacht? Ich tippe mal, alles ist besser als das, was ich als Improvisation gemacht habe: Schaftschraube vom Kopf befreien, Anker von vorne aufschrauben und kontern, ab in die Bohrmaschine und Schleifpapierstreifen anhalten... Ging und funktioniert auch 8500 km später immer noch.
Trotzdem soll jetzt mal ernsthaft gearbeitet werden können.
Ja,
Ich teile die Bedenken von Jan2 (27-Steib).
Wenn Du aber einen Kegel fertigen willst, dann nimm doch eine verwarzte Kurbelwelle. Davon gibt es genug und du hast einen passenden Rohling.
Gruß
Jan.
Zitat von: 27-steib am 06 Februar 2023, 12:31:08Mal so eine unmassgebliche Meinung bzw Zweifel: Sobald du den Zapfen einmal ausspannst und dann wieder einspannst , muesstest du soviel Abweichung vom Rundlauf haben, dass du das nichts mehr wird mit dem überdrehen beim zweiten mal.
Oder liege ich da falsch bei der Annahme?
Wenn der Zapfen in einer Spannzange gespannt wird, dann sollte das immer rundlaufen, sofern die Spannzange das tut. Und mit einem ordentlichen Keilstangenfutter sollte das auch kein Problem sein.
Welche Rundlaufgenauigkeit muß so ein Kollektor überhaupt haben?
Gruß
Stefan
Hallo Jan,
das hat weniger mit dem Bosch-Dienst zu tun, als mit dem Wissen um die Genauigkeit der eigenen Drehbank.
Es geht darum, das vorhandene Spiel zu minimieren.
1. mit dem Zapfen und dem 1:5 Konus ... kann man machen, muss aber auf die Spannposition achten, wegen dem Futterschlag. Ich empfehle den Rotor anschrauben, nicht mit der Reitstockspitze halten.
2. besser ist es, den Rotor zwischen die Spitzen zu nehmen und mit der Messuhr den Schlag zu minimieren.
also zwischen Spindelspitze und Reitstockspitze. Dabei muss man ggf. den Versatz der durch den Verschleiß auf der Hauptbahn mit der Zeit entstanden ist, ausgleichen. Will sagen : die Reitstockspitze sitzt tiefer als gewünscht.
Gruß mek :schrauber:
PS : Rundlaufgenauigkeit zwischen den Spitzen : ich hatte mal für jmd. auf 2/100stel gefertigt. Düfte schon ganz gut sein.
@Fastnachter Über die Art der "Zapfengewinnung" habe ich in der Tat auch nachgedacht, aber das ist mir dann doch irgendwie zu barbarisch. Außerdem habe ich zur Zeit noch einen jungen Schlosser als Ansprechpartner, der das umsonst für mich machen würde.
@mekgyver Genauigkeit ist immer gut. Wenn man dann aber hochrechnet, was im Betrieb im Motor, womöglich noch mit nicht optimal gewuchteter KW und C3-Haupt-Lagern so anliegt...
Und wie genau wurde damals in den Bosch-Werkstätten gearbeitet, wenn man den Rotor zum Überdrehen gab?
Zum Glück läuft bei mir alles gut, und das "Abziehen" des Kollektors hatte ich nicht gemacht, weil da etwas tief eingelaufen war, sondern eher, um die Oxidschicht auf einem 25 Jahre im Keller gelagerten Anker zu entfernen.
Danke für alle Meldungen!
Jan
Ich habe gerade mein R69 Anker begutachtet. Da hat der Kollektor gut 0,2 mm schlag. Kollektor sieht noch gut aus hat noch nie Probleme gemacht und an Funken kann ich mir auch nichts errinern.