BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: hannes55 am 29 August 2005, 23:39:32
Hallo zusammen!
ich bin mit meiner R25/2 schon ziemlich fertig jetzt, ABER:
Die Kiste bremst trotz ausgedrehter Trommel und neuem Belag vorne einfach zum Angstkriegen beschissen.
Es soll da ne Möglichkeit geben, die Bremsbeläge auf den Trommelradius genau rundschleifen zu lassen. Hat irgendwer damit Erfahrungen gemacht und, wenns was taugt:
Wer macht mir das in Mittelhessen, Nähe Gießen?
Vielen Dank schonmal, Hannes!
Hi,
trägt denn der Belag an jeder Stelle? Bau das Rad noch mal aus und schau Dir den Belag an... ggf. die Stellen mit Schmirgelleinen abziehen.
Heiko
Hallo Hannes,
die Vorderradbremse ist bei der /0 und /2 eigentlich nur zur Dekoration (finde ich zumindest). Ich hab sie auch nicht soweit hinbekommen, dass sie auch nur halbwegs anständig bremst (die Hintere allerdings bremst gnadenlos). Liegt vermutlich daran dass man auf die Vorderradbremse nicht genug Hebelwirkung ausüben kann. Ich benutz die Bremse nur zum Festhalten an der Ampel oder Anfahren am Berg - zu mehr taugt sie nicht ...
Allerdings:
- wenn jemand einen guten Tipp hat wie man die Bremse hinbekommen kann - bitte melden :)
Gruss,
Karl
Hallo hannes,
hast du denn auch Beläge genommen die dicker sind als die normalen?
Bei den meisten neuen Bremsbelägen muß an den Enden stark abgeschrägt werden,sonst bremst es nur an den Enden.Wenn möglich mal mit den alten vergleichen.Gruß André.
... oder,
es bremst sich sehr schlagartig, da die Bremsbeläge ohne Schräge verkanten können!
Heiko
@Heiko: ?
Das verstehe ich nicht, wie sollen die Bremsbeläge verkanten?
@hannes:
Wichtig ist natürlich eine große Reibfläche. Dies erfolgt durch anpassen an die Trommel, notfalls durch anfasen. Das Anfasen erfolgt aber hauptsächlich, um eine Anbremswirkung zu bekommen, schlimmstenfalls könnte sich sonst ein geklebter Bremsbelag wegschieben, oder mindestens quietschen.
Übrigens zum Anpassen einTip: Schmirgelleinen! (Schmirgelleinen (grob z.B. Körnung 80) mit Doppelklebeband in die Trommel kleben. Bremse zusammenbauen.
Rad einbauen und Motorrad schieben, dabei vorsichtig die Bremse ziehen! Bitte nicht fahren!!! Bremst etwas zu gut!! Bremse wieder auseinander bauen, und Bremsbeläge sichten, Schleifspuren sollten erkennbar sein! Eventuell wiederholen, bis der Belag gleichmäßig trägt. Schleifleinen ab und Trommel reinigen. Wenn der Bremsbelag nicht zu hart ist müßte die Bremswirkung wesentlich besser sein! :juhuu:
Bei meiner R25-3 ist die Bremse nicht nur Zierde! :bike:
Gruß Knaudel
Hi Knaudel,
guter Tip.
Frage: ich dachte dass die /3 etwas breitere Bremsbeläge hat als die /0? Resultiert daraus die bessere Bremswirkung?
Gruss,
Karl
Moin,
wenn zum Beispiel die Bremstrommel Riefen hat und wirklich nur die Ecken der Beläge tragen, kann (kann!!!... muß nicht sein) es passieren!... Ein Verkanten ist es nicht wirklich, hab mich da etwas unsinnig ausgedrückt ::)
Heiko
Nein heiko,
hast du nicht (diesmal).
Sie können sich "verkanten" , indem nämlich die auflaufende Backe von der "Kante" schlagartig hochgerissen wird, habe ich mal bei einer R26 gehabt, blockiert so schlagartig das sich (u.a.) der Bremszug aushängt !!
Zum Thema totschlagen: eigentlich nur, wenn keine Antworten kommen, wie z.B. nach den dickeren Bremsbelägen!
Rolf M(anson)
Hi allerseits,
bevor Ihr jetzt alle über die zu kleinen (schmalen) Bremsen klagt. Die Bremsarbeit ist nicht von der Belagfläche abhängig. Das heißt mit einer kleinen Bremse kann ich, wenn auch nur kurzfristig, auch eine große Bremskraft erzielen. Die Formel für die Bremskraft (FR) lautet
(FR) = (FN) * µ. Hier ist keine Fläche enthalten. Das Problem tritt in der Leistung auf. Ist die Fläche klein kommt es sofort zur Temperaturentwicklung, welcher bei den Bremsbelegen den Reibquotienten µ bis gegen 0 mindert. Bekannt als Fading. Zu heiße Bremse in extrem Fall = 0 Bremswirkung. Hat wohl jeder schon in den Bergen erlebt, wenn er zu lange auf der Bremse stand. Je größer der Trommeldurchmesser desto größer das Bremsmoment. Je größer die Fläche aus Breite und Durchmesser desto besser die Wärmeabgabe. Kühlrippen etc. noch bessere Wäremeabführung.
Ich meine der Teufel steckt im Detail. Die Bremsen besitzen eine schlechte Mechanik. Der Bremsschlüssel also der Nocken, der die Bremsbeläge beim betätigen der Bremse auf die Bremstrommel drückt ist meist in seiner Führung ausgeschlagen. Der Hebel, der diesen Bremsschlüssel mittels Bowdenzug betätigt steht im Anschlag nicht auf 90o d.h. nicht optimaler Hebelarm. Der Bowdenzug ist oft schwergängig und verschlissen. Am besten für die Vorderradbremse Innenzug von d = 3mm (gibt es bei Louis oder auf den Märkten) einsetzen. Teflonseele! aber niemals ölen quirlt auf. Nun die Bremstrommel ausdrehen oder schleifen. Leider hat nicht jeder so eine große Drehmaschine. Ich habe mir eine Bremstrommelschleifmasch gebaut. Habe ich bei den Italomotorradfans gefunden und nachgebaut. Klappt prima. Nun kommt das Salz in der Suppe! Wenn das alles gut und symmetrisch funst. (wenn möglich ,,weiche") Bremsbeläge in Übergröße 6 mm aufnieten oder kleben lassen. Den Bremsanker samt Beläge in die Drehbank, den Bremshebel mittels Gewindestange eine kleine Wenigkeit anziehen, damit die Bremse in der Ruhestellung später nicht schleift. Jetzt die Bremsbeläge genau auf den Durchmesser der Bremstrommel abdrehen. Das ist so ähnlich wie die Super Idee mit dem Schleifpapier von Knaudel. Wenn abgedreht Bremsanker in das Rad, ein paar Proberunden und alles wieder zerlegen. Jetzt ist zu sehen, welche Bereiche des Belages bremsen. Damit das Bremsergebnis gut wird muss die auflaufende Bremsbacke zuerst am auflaufenden Rand kommen. Wegen der Selbstverstärkung. Hier muss noch ein wenig Feinarbeit durch handschleifen investiert werden. So kann auch eine Dosendeckelbremse einigermaßen zufrieden stellend bremsen. Viel Spaß bei dem Detailarbeitet. Leider kann ich mit meinem Modem hierzu keine Fotos liefern. Die Telecom installiert unserer Gegend einfach DSL.
Gruß F.-M.
Danke erstmal!
Da scheine ich ja ein heikles thema angerissen zu haben!
Danke an alle, die sich nen Kopf gemacht haben oder noch machen...
Die Idee, den Belag auf den Trommeldurchmesser nachzuarbeiten, scheint ja im Ansatz ganz gut zu sein. Ich bin noch nicht ganz sicher,was ich mach, ich tendier momentan zu der Lösung, die Trommel mit Schmirgelleinen auszukleiden. Klingt logisch und kann man selber tun!
Vielen Dank nochmal an alle, die sich mit mir und/oder diesem thema befaßt haben!
Gruß in die Runde,
Hannes!
Hallo Rolf M(anson)
willst du mich doch ein wenig totschlagen, weil ich schon dickere Beläge drin hatte und außerdem deinen beitrag leider beim letzten Online-Sein einfach überlesen hab?
Auch nich richtig lustig, oder?
Ansonsten Gruß, Hannes W(er bremst, verliert).
Entspann dich, sollte ein Witz sein.
Bin ich, rolf, völlich entspannt.
Schlaf schon ne ganze Weile mit den kopp aufer tastatur, nur die druckstellen nerven ein wenig...
Gruß an alle Nichschläfer vom Nichtbremser!
Hannes S(ieger)
Ich hab da so ne Idee...
Ich hab mir zum Denken und Basteln etc.. ne zweite Bremsankerplatte besorgt und als ich so heute morgen auf meiner lieben alten Nuovo Falcone durch den Taunus zur arbeit hetzte,
träumte ich auf einmal von einer R25/2 mit "Dosendeckel- aber Duoduplexbremse"!
Überlegt mal mit: Wenn ich den festen Bremsbackenanker rauspresse, mir eine Büchse drehe, die in der Länge und im Innerdurchmesser der Bremsschlüsselaufnahme der gegenüberliegenden Seite identisch ist, habe ich die Möglichkeit, einen zweiten Bremschlüssel einzubauen. Dann muß ich die Bremsbacken an der Anlagefläche, die ja jetzt noch rund ist, um das entsprechende Maß kürzen und Blechabstützungen wie auf der andern Seite einarbeiten. Als nächster Schritt wird das Widerlager für den Außenzug außen an der Ankerplatte entfernt. Dann geh ich her und montiere (wie bei der R51/3) in den oberen Bremshebel das Einstellschräubchen für die Außenhülle des Bremszuges.
Dann muß ich nur noch nen neuen Bremszug löten und fertig ist der Umbau!
Klingt doch theoretisch erstmal gut, oder? Hat jemand von Euch allen vielleicht schon mal sowas gesehen oder davon gehört? Grüße an alle Mitleser, Mitdenker etc...,
Hannes.
Hallo Hannes,
genau so geht das. Die Italiener sind damals auf die selbe Idee gekommen und haben eine Trommelbremse mit 4 (!) auflaufenden Backen gebaut - nennt sich Fontana oder Yamaha-Bremse. Ich hab´ so ein Teil in meiner /5; guckst Du hier (http://www.ulismotorradladen.de/galerie/UlisBmwGalerie1_027.htm).
Bremst wie eine Scheibenbremse, schaut aber viiiiel schöner aus, oder ?
Gruß, Thomas
dann geh ich das Ding mal an...
Ich werde ,sobald das was geworden ist, meine Bastel- und hoffentlich auch Bremserfahrungen hier breittreten. Wenn ich das hinkriege, sicher auch mit Bildern.
Anscheinend doch ne brauchbare Idee...
Hannes T(räumer)
Ja ööh... :Frage:..
Gehört habe ich sowas schon öfter..., aber nicht verstanden.
So wird da doch keine Duplexbremse draus!
Duplexbremsen haben an jedem Ende einen Bremsschlüssel und eine feste runde (!) Abstützung für die jeweils andere Backe.
So wie du das beschreibst bewegen sich dann ja beide Backen an beiden Enden!
So daß es keine wirklich auflaufende Backe mehr gibt und obendrein die Haltekräfte der Bremse zu 100% von den Bremsschlüsseln aufgenommen werden müssen...
... und dadurch auf den Handhebel zurückwirken.
Ich fürchte die erforderliche Handkraft steigt allein dadurch schon ins Unendliche.
Wenn du vor solch tiefgreifenden Veränderungen nicht zurückschreckst, versuche doch erstmal den Bremsschlüssel umzufeilen, wie ich es schon mal beschrieben habe:
http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=1199.msg13572#msg13572
Begründung hier:
http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=238.msg1094#msg1094
Das reduziert die Handkraft deutlich..., bis hin zu "viel zu leicht", wenn man es übertreibt.
Gruß
Anselm P(essimist)
Aber natürlich, sogar eine Duo- Duplex, um genau zu sein!
.
Ich versuchs mal mit Radzylindern zu erklären, vielleicht wirds dann klarer:
Duplex heißt: 2 Radzylinder mit je einem bewegten Kolben, gegenüberliegend eingebaut. Das andere Ende der Bremsbacke hat ein festes Widerlager.
Das heißt: Beim Vorwärtsfahren hat man 2 auflaufende Backen. Beim Rückwärtsfahren
(soll bei Pkws hin und wieder vorkommen) hat man aber 2 ablaufende Backen, das bremst dann kaum noch.
Da sind die hergegangen und haben oben und unten jeweils einen 2-Kolben Radzylinder in die Bremse eingebaut, das feste Widerlager verschwand spurlos und siehe da:
Die Bremse funktionierte bestens! 2auflaufende Backen beim Vorwärtsfahren und auch 2 auflaufende bei der Rückwärtsfahrt.(nennt man Duo- Duplex, kannste nachlesen oder googeln...)
Nix anderes will ich machen: Dier Bremsbacken schwimmend hängen lassen und oben und unten mit einem Bremsschlüssel an die Trommel drücken.
Durch die Drehung der Bremstrommel wird jeweils die in Fahrtrichtung wirksame Selbstverstärkung (Mitnahme der BacKe durch die Trommel) so stark, daß das bißchen Rausdrücken am andern Ende gar nicht ins Gewicht fällt, ehrlich!
Hab ich so damals in der Meisterschule gelernt und steht so auch im Bremsenhandbuch von Teves . Glaubs mir, ich weiß, was ich da mach... 8)
Zum praktischen Teil:
Es war mir heute möglich, ein paar Stunden in der Werkstatt abzuzwacken. Das rauspressen und aufbohren des festen Lagers, damit der andere Bremschlüssel paßt, war kein Problem, die Büchse auch nicht. Was ich nicht bedacht hatte, war, daß der zweite, jetzt neu eingebaute Bremsschlüssel seine Anlaufrundungen für mich auf der falschen Seite hatte. :-[ Da kam die gute alte Feile ins Spiel, hat sogar richtig Spaß gemacht, am Schraubstock zu feilen, das macht man heute in der Werkstatt fast nie. ;D
Weiter hatte ich nicht bedacht, daß die R25- Bremshebel auf dem Bremsschlüssel nicht auf einem Vielkant, sondern auf einem Vierkant sitzen! :o So mußte ich sie halt abschneiden und passend neu verschweißen, sonst hätte ich später den Bremszug irgendwo durch buxtehude verlegen müssen...
Ansonsten gings flott von der Hand, ich hab den Umbau hier vor mir liegen, und sobald ich das mit den Fotos gebacken krieg, stell ich welche ein.
So lon für heute, Hannes
Moin Hannes,
das ist sicherlich ein Thema, wo ich mich aufrund mangelnder praktischer Erfahrung (im Gegensazt zu dir) schnell "zu weit aus dem Fenster " lehne. ;D
Trotzdem (Forumswahlspruch ;D):
Die Zeichnungen von Duo-Duplex Bremsen, die ich kenne und auch beim Googlen jetzt nur gefunden habe, haben immer, zumindest in Hauptfahrtrichtung, eine feste Abstützung der Backen:
(z.B.: Zeichnung (http://homepage.hispeed.ch/thgabathuler/top_secret/Fahrwerk/%20Bremsen/Bremsenlexikon/Bildseite/Bild_Duo_Duplexbremse.html)
oder: Schemata (http://www.oldtimer-markt.de/__C1256B96004F36DA.nsf/UIDSorted/EA7692A7B6F32033C1256CC30050CFCC?OpenDocument) Die Abstützung übernehmen hier zum Teil die T-förmigen Kolben in den Radbremszylindern.)
Es handelt sich um ein kompliziertes, je nach Fahrtrichtung "umklappendes System".
Es arbeitet immer nur jeweils ein Kolben der beiden 2-Kolben Radzylinder. Der andere wird von der Bremsbacke in Ruhestellung gedrückt wenn sich diese auf ihre Abstützung setzt.
Sowas ist aber nur hydraulisch möglich... (... vielleicht auch mit einem asymmetrischen Bremsschlüssel, der dadurch nur auf eine Seite wirkt und die andere lediglich abstüzt? :Frage:).
Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt wie gut deine Konstruktion bremsen wird. Ich hätte ja nicht im Ansatz die Möglichkeit sowas zu bauen und ein Test ist immer besser als alle graue Theorie.
Gruß
Anselm W(asserkopf)
Hallo Anselm und auch selbstverständlich alle andern!
Klar bin auch ich neugierig, wie sich das bremst. Ich bin aber sehr sicher, daß das gut wird. Meine weiterführemden Überlegungen dazu sind:
Wenn das ne gute Bremse wird, hat sie mit Sicherheit weiterhin das Problem mit dem sog. Fading, d.h., sie wird bei einer zügigen Bergabfahrt sehr warm und dann in der Bremswirkung rapide nachlassen. Ich denke da an eine Lufteinlaßhutze (vielleicht aus einem alten Büroschreibtischschubladengriff?). Sowas hab ich mal im Markt an einer selbstgebauten Bremse gesehen, hat mir gut gefallen.
Wenn man Luft reinläßt, muß sie natürlich auch wieder raus..., also Abströmbohrungen würde es dann auch brauchen.
Egal, wenn mir jetz noch mal schnell einer erklärt, wie ich die Bilder hier reinkriege, mach ich das noch. Der Rechner vom Zentrum sagt, die Dateien wären zu groß, keine Ahnung, was da tun ist, macht ja bald mehr Arbeit als so ne popelige Bremse...
Gruß Hannes.
Hallo,
schick mir einfach Deine Bilder per email.
jan@kopp-mz.de
ich stelle sie dann ein. Bin gespannt wies aussieht, kanns mir nämlich noch nicht so ganz vorstellen.
Gruß
Jan.
Hallo Anselm!
Aus Deinem Schema, das Du da dankenswerterweise rausgegoogelt hat, wird doch schon vieles klar!
So geht das!
Ich muß jetzt nur noch im Fahrversuch rauskriegen, ob und wenn ja wieviel ich an dem jeweiligen ablaufenden Bremsschlüssel wegnehmen muß, damit die Selbstverstärkung passt,
Besser als die Serie ist das aber jetzt schon allemal 8) Grüße, Hannes
So, hier nun i.A. die Bilder.
Gruß
Jan.
(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.students.uni-mainz.de%2Fjkopp%2Fbilder%2Fbmwr25%2Fdivers%2Fbremse1.jpg&hash=67cb2b27ebce8182ebb5581df23bd075f9089477)
(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.students.uni-mainz.de%2Fjkopp%2Fbilder%2Fbmwr25%2Fdivers%2Fbremse2.jpg&hash=ebc82f2bb42f2fb1067313fcc9a1f8341939a5ec)
Danke.
Hannes
Grüß Euch zusammen!
Nach allem, was ich so höre, bin ich beileibe nicht der erste, der sowas baut, wär ja auch komisch, wenn da in den letzten 50 Jahren noch keiner drauf gekommen wäre. War heute kurz in FFM beim Uli, und die fanden das zwar ganz nett aber besonders neu war das denen nicht.
Jedenfalls hab ich die Bremse heut mittag in die R25 eines Freundes eingebaut.
Es gibt ein paar Probleme mit dem oberen Bremshebel und der Schutzblechhalterung, deshalb haben wir ohne Schutzblech probegefahren.
Erst war ich sehr enttäuscht, es bremste einfach wie immer schlecht , aber nach 20-30km kams dann langsam aber stetig. Klar, neue Beläge und ne alte Trommel, das muß erst mal zusammenwachsen... aber dann, Freunde, das macht den Reifen pfeifen! Als ich dann nach der Probefahrt abstieg, bekam ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht... geht doch!
gruß von Hannes z(ufrieden) ;)
Hallo Hannes,
:respekt:, das sieht sehr professionell aus!
Zitat...neu war das denen nicht.
Das nicht, aber daß es auch so gut funktioniert?
Ich zumindest habe von einigen gehört, die es versucht aber eben nicht funktionsfähig hinbekommen haben. Deswegen war ich anfangs so skeptisch.
Anselm Ü(berzeugt)
Naja, anfangs dachte ich schon daß das mein alleiniges Baby wäre... :-[
Egal, ich wollte gerade Dir, Anselm schon nochmal danke sagen, ohne Deine wohlwollende Kritik hätts einiges länger gebraucht. So hab ich auf Dein Anraten hin die Bremsschlüssel asymetrisch angeschliffen, was sich eindeutig bewährt hat, Is halt viiiieeeel besser, wenn die ablaufende Backe etwas später ins Geschehen eingreift! ;)
Ich denke, der Umbau bewährt sich, das Einzige, was man wirklich ändern muß am Rest des Motorrades ist: Die rechte Schutzblechstrebe gibt den Platz für den zweiten Bremshebel einfach nicht her. Da muß man, wenn man so umbauen will, halt oberhalb abflexen und die Strebe außerhalb am Ohr für die hintere Schutzblechstrebe befestigen.
Da zöger ich grad ein wenig, ob ich das wirklich mach, aber ich denk schon!
Andererseits hab ich jetzt auch von Umbauten auf die R25/3- Vorderradbremse gehört...
Soll gehen, wenn man die R25/2 Bremsbacken einbaut und man gewinnt den deutlich längeren Bremshebel der R25/3... Ist mir aber jetzt erstmal(!) egal...
Jedenfalls Danke mal allen, die mir Mut gemacht haben! Ja, ein gewisser Mut gehört auch dazu, ne Bremse zu fahren, die man selber vorher nur gedacht hat. Da tröstet dann nur der Gedanke: Schlechte wirds schon nicht sein...
grüße, Hannes!
Ja, guten Tach!
Hatte heute in der Werkstatt ein wenig Zeit, und hab meiner Bremse noch ne Belüftung mit Hutze spendiert. ;D
Wenn der Jan (Fastnachter) nochmal Bilder ins Netz stellen würde...
Ich krieg das einfach nicht hin... :-[
gruß. Hannes
Hannes hat doch mal geschrieben, dass jemand die Innerein der Bremsanlage von der R25/3 in die Trommel der R25/2 eingebaut hat.
Weiß da einer näheres?
Es müßte doch auch ausreichen, wenn man den Bremshebel an der Trommel etwas verlängert. (Aufsägen und ein Stück Stahl einschweißen). damit hat man eine längeren Hebelarm und mehr Kraft.
Gruss Manfred
Das soll passen, wenn man die Innereien (schmalen Backen) der R25/2- Bremse nimmt!
Das sagete mir jedenfalls ein Mitarbeiter in Ulis Laden. Anbei noch das Bild mit Hutze.
grüße, Hannes!
Bremsenfortsetzung.
habe letzten Sonntag an meiner Bremsenkonstruktion gebastelt. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Idee hat noch irgendwo eine großen Hacken. Die Beläge bremsen nämlich generell in der Höhe des Stützbolzen.Wahrscheinlich ist der Drehpunkt hier verkehrt. Also müßte die Idee von Hannes die bessere sein.
Mal ne andere Frage: Sind die Bremsbacken bzw. die Bremsbackenbreite bei der R25/2 und /3 gleich? Weiß hier einer genau Bescheid???
Gruss Manfred :attacke:
Hi,
nö, die sind unterschiedlich, weil die /3 ja schon Vollnaben hat und die /2 noch Dosendeckel! > /3-Backen sind breiter...
Heiko
Hi Heiko,
ich habe einen Bremsschüssel mit einem Durchmessser von 14 mm, ist dafür ca 10mm kürzer und die Auflagenfächen für die Bremsbacken sind so breit wie die von der R25/2. Am Wellenende ist die Kerbverzahnung für den Hebel dran.
Sind bei der R25/3 die Auflagenflächen der Bremsbacken auf der Bremsschüssel genausobreit wie bei der R25/2? Oder habe ich einen verkehrte Bremsschüssel erhalten?
Gruss Manfred 8)
Uii,
da muß ich mal nachschauen... das weiß ich jetzt nicht so auswendig...
Heiko
Hai Heiko,
kriechsten dicken Kuss auf die Stirn, wenn Du mal nachsehen könntest.
Gruss Manfred :D
Naja,
das ist aber nicht nötig...
Heiko
Soooo,
jetzt fahr ich schon 1400 km mit der umgebauten Bremse rum.
Da ist es an den Zeit für ne kleine Zwischenbilanz:
Also das, was ich bei den Probeläufen mit der /2 eines Freundes berichten konnte, daß der Reifen pfeift, passiert bei meiner Kiste (mit neuen Reifen) nicht!
Aber: Das Ding bremst deutlich besser als vorher, wir haben mal zum Spaß eine Vergleichsbremsung durchgeführt. Man muß der Fairness wegen sagen, daß mein kumpel einen alten (8 Jahre) Vorderreifen fährt, meiner ist neu.
Versuch1: Bremsen nur mit der Vorderradbremse, nebeneinander her fahrend, aus ca 50 km/h an einer Krewidemarkierung:
Meine umgebaute Bremse brachte einen um 8m(!) verkürzten Bremsweg.
Versuch2: s. o. ,nur aus ca 80 km/h
Meine Bremse verzögerte am Anfang deutlich besser, ließ dann ein wenig nach, aber trotzdem kam ich immer noch ca 7m vor ihm zum Stehen.
Als ich denke, der Umbau hat sich für mich gelohnt :bike:
Gruß, Hannes W(er später bremst, ist länger schnell)
Kurzer Nachtrag zu einem der ersten Beiträge dieses Threads:
- weiß jemand wo es diese "weichen" Bremsbeläge (mit guter Bremswirkung) denn zu kaufen gibt?
- ist das "Standard-Programm", was auch Stemler, Rabenbauer, Uli & Co führen sollten oder "Sonderanfertigung aus dem Rennsport"?
Danke und viele Grüße,
Karl
Hai Karl,
möchte Dir meinen aktuellen Bremsenstand unterjubeln:
Nachdem mein Doppelnockenumbau nicht der Renner war, habe ich noch einmal gebastelt:
Innerein: Beläge von der Fa. Schöbel, "Rennbeläge". Wenn die Dinger kalt sind, vergleichbar mit orschinal BMW. Wenn warm, deutlich besser. Siehe hierzu meinen "Rennbelagerfahrung".
Nabe ausdrehen lassen.
Bohrung für den Bremsnocken ausgebuchst.
Auflaufender Bremsbacken bremst zuerst.
Bremshebel der /3 nachfertigen lassen und eingebaut. Hierzu braucht man aber wieder einen anderern Bremszug.
Ist mit wenig Geld zu machen.
Das Rad pfeift zwar immer noch nicht beim Bremsen (Rolf muß mal wieder ein AS im Ärmel haben), aber mit dieser Bremse kann ich vorläufig leben.
Gruss Manfred
´
Um nicht unnötig auszufransen, hänge ich meine Fragen hier an.
Bei meiner R25/2 hatte ich anfänglich das Problem, dass sie nur langsam schneller wurde. Das ist mittlerweile behoben.
Jetzt meine ich, dass sie nicht schnell genug langsamer wird.
Dass die Halbnasenbremse nicht mit enormer Verzögerung glänzt, ist ja bekannt.
Aber selbst wenn ich mit großer Kraft am Bremshebel ziehe, tut sich in Sachen Verzögerung kaum etwas. Die Bremswirkung des Hinterrades ist wesentlich besser.
Auch wenn der Vergleich hinkt: Meine Vespa – mit ähnlich sparsam dimensionierter vorderer Trommelbremse- lässt sich mit weniger Kraftaufwand schon fast brutal zusammenbremsen. Das dürfte nicht nur an den 15 Kilo Mindergewicht liegen.
Trotz der schlechten Vorderradbremse wurde die HU absolviert – das sei früher so gewesen, musst du eben vorausschauend fahren. Die HU wurde in der Werkstatt gemacht, damit –sollte der Gutachter Mängel finden- die behoben werden können.
Eigene Einstellungen an der Bremse bzw. am Bremszug brachten keine Besserung. Ich werde mir bei Stemmler einen neuen Bremszug besorgen, der alte hat einen Schraubnippel, dem traue ich nicht weil, wie geschrieben, man sehr fest am Hebel ziehen muß um überhaupt etwas Bremswirkung zu bekommen. Und ja, der alte Zug selbst ist leichtgängig.
Jetzt die Frage an die erfahreneren Halbnabenbremsenfahrer: ist die Vorderradbremse wirklich so schlecht, dass man hinten mehr Bremsleistung als vorne hat?
So grundlegende Umbauten wie weiter oben beschrieben kann ich nicht machen. Als nächstes sollte ich wohl die Bremse mal aufmachen und die Belagstärke sowie den Innendurchmesser der Trommel messen. Das könnten durchaus Gründe für schlechte Bremswirkung sein. Bislang habe ich mehr oder weniger nur Probefahrten auf wenig befahrene Nebenstrecken gemacht, in dichten Verkehr möchte ich mich so nicht wagen.
Frank
Da hat der TÜV aber geschlafen! Handbremse mit Schraubnippel geht gar nicht (hat aber mit Deinem Problem wohl nichts zu tun).
Neue (weiche) Bremsbeläge können sicher nchts schaden; checken, ob die Beläge überall aufliegen und ggf. zurechtschleifen (gibts hier genügend Anleitungen), Bremszug so einstellen, dass an der Bremsankerplatte zwischen Bremsseil und Bremshebel ein Winkel von 90° ist wenn die Bremse greift
Danke für die Antwort.
Der entnehme ich, dass die Bremse mehr können muss, als sie in meinem Töff tut. Dass ein Schraubnippel an der Bremse nicht sein darf, wusste ich nicht einmal. Aber nach meinem Verständnis ist das an der Stelle nicht die richtige Lösung; gelötet ist einfach besser.
Anfänglich war ich vom Zustand der Maschine recht angetan, aber je mehr ich mich mit ihr beschäftigt habe, gewann ich de Eindruck, dass der Vorbesitzer ein, hm, Improvisationstalent war.
hinten bremst sie wesentlich besser als vorne....ist normal
gegenüber heutigen Motorrädern waren bei unseren Oldtimern die Vorderradbremsen nicht so stark ausgelegt, weil man damals noch wesentlich mehr mit der Hinterradbremse gebremst hat.
Bei meiner R23 von 1939 ist z.B. die Hinterradbremse stärker als die Vorderradbremse, und einige noch ältere Motorradmodelle hatten sogar überhaupt keine Vorderradbremse.
Grund daür war der damalige Straßenzustand mit vielen unbefestigten Fahrbahnen, die ein (stärkeres) Bremsen mit der Vorderradbremse schnell mit einem Sturz quittierten
Hallo Frank,
Du kannst ja mal in die Nachbarstadt kommen. Da könnte ich mir das mal ansehen. Wahrscheinlich tragen die Bremsbeläge nicht ordentlich oder es bremst die ablaufende Bremsbacke zuerst oder die Bremsbeläge sind noch alt und knochenhart.
Viele Grüße aus RS
Jörg
Die Demontage der Bremse brachte folgende Erkenntnisse:
Die Bremsbeläge sind nahe an der Verschleißgrenze, die Nieten sind nur noch etwa 1 mm tiefer als die Fläche der Beläge. Das ist bei beiden Backen gleich. Das Tragbild ist gleichmäßig, aber die Beläge scheinen mir etwas glasig zu sein, habe darum etwas angeschmirgelt. Die Schmalseiten waren schon angefeilt.
Die Trommel ist nicht eingelaufen, keine fühlbare Kante / Grat vorhanden. Bei der Gelegenheit natürlich alles gereinigt. Neue Beläge dürften aber in absehbarer Zeit fällig werden.
Den Bremszug mit Schraubnippel – immerhin doppelt- habe ich gegen einen mit Lötnippeln getauscht.
Nun ließ sich die Bremse nach Wiedereinbau mit der langen Flügelschraube am Vorderrad so einstellen, dass bei freidrehendem Rad die Beläge leicht schleifen. Ein wenig die Stellschraube zurückgedreht bis das Rad frei dreht und eine Testrunde auf dem Garagenhof gedreht – Bremse bremst. Nachdem die Funktion gegeben war, habe ich mich auf die Straße gewagt. Bremse bremst immer noch! Nicht so das man über den Lenker geht, aber man kann von nennenswerter Verzögerung reden. Natürlich kein Vergleich mit meiner scheibenbewehrten Honda – aber für 1952 sicher in Ordnung.
So ganz fertig bin ich noch nicht. Das untere Ende des Bowdenzuges passt nicht in die Bohrung des Hebels. Der Löter hat da etwas großzügig verzinnt. Und natürlich kein passender Bohrer zur Hand.
Aber man sieht Licht am Ende des Tunnels.
Nachtrag Bilder
2. Nachtrag Bilder
Hallo Frank,
sieh zu, dass Du den Nippel schnellstmöglich an die richtige Position bringst. Bei einer Gefahrenbremsung kann dann das weiche Lot abgeschert werden und der Nippel rutscht dann an die richtige Stelle.
Dann greifst Du ins Leere!
Ich würde mich so nicht auf die Straße trauen.
Viele Grüße
Jörg
Frank_SG,
Meine Meinung:
Die Beläge sind hin, ich vermute mal, auch steinalt und steinhart. Bei einer Differenz von 1 mm zwischen Nieten und Belag, riskierst Du bald einen Schaden an der Bremstrommel.
Erkundige Dich mal hier:
Andreas Hanstein,
Rbs Reibbelagservice,
Lindenstraße. 6,
01640 Coswig.
03523/62661.
Wenn Du die Backen zu ihm schickst, strahlt er diese, klebt neue Beläge auf. Du musst ihm aber den korrekten Innenduchmesser der Trommel und das Material, aus dem die Trommel besteht mitteilen.
In der Zeit mal Bremsschlüssel ausbauen und auf Spiel überprüfen.
Bei Wiedereinbau nur ganz dünn fetten, mit Heisslagerfett, die einer Erbse entsprechende Menge genügt.
Wenn die neu belegten Backen wieder da sind, mit Teppichklebeband bekleben, einbauen.
Erst zum Schluss das Teppichklebeband entfernen, das verhindert Fett auf den Backen.
Nun die Backen mit Kreide komplett behandeln, Alles zusammenbauen, bremsen und schieben, dann Rad wieder raus und gucken, wo die Beläge tragen. Da, wo keine Kreide mehr ist, ETWAS vom Belag mit Schleifpapier abnehmen.
Nun wieder kreiden zusammen bauen, noch ein Versuch.
So oft machen, bis die Beläge überall tragen
Ist nicht mal so eben gemacht, sauber und mit Sorgfalt arbeiten ist gerade bei Bremsen wichtig.
Trommel mit Schleifpapier säubern, mit Bremsenspray entfetten.
Viel Spaß, denn das macht es.
Schorsch
Dass es mit dem Nippel nicht so bleiben kann ist klar. Entweder, wie Jörg schreibt, macht das Zinn schlapp oder nach und nach die einzelnen Drähte in der Seele des Zuges. Der Schaft am Nippel soll verhindern, dass die Drähte sich an der Kante der Bohrung aufreiben.
Nach der Probefahrt habe ich die BMW darum wieder in die Garage geschoben. Ich muß mir erst noch einen Bohrer besorgen, ein paar Zehntel muß ich die Bohrung weiten, dann passt es so, wie es sein soll.
Wegen der Beläge wollte ich mich an einen Bremsendienst wenden, die sind bekannt dafür, dass auch Oldtimer versorgt werden. Ob die nun grade auch Kräder behandeln, muß ich checken.
Spiel habe ich in der ganzen Mimik nicht feststellen müssen, auch nicht an den Nuten unten an der Gabel. Und das Rad dreht, einmal leicht angeworfen, fast endlos. Das Lager scheint also noch ganz gut zu sein J.
Und jetzt gehe ich tanken, in einem netten Biergarten unter alten eichen an einem Teich. Und mit dem wirt kann man immer über alte Fahrzeuge reden.
Zitat von: Frank_SG am 11 Mai 2018, 18:12:17
Wegen der Beläge wollte ich mich an einen Bremsendienst wenden, die sind bekannt dafür, dass auch Oldtimer versorgt werden. Ob die nun grade auch Kräder behandeln, muß ich checken.
Fahre oder laufe (je nachdem wo in SG Du wohnst) zu Rebi: https://www.rebi-gmbh.de/index.php/bremstechnik/bremstechnik
Gruß
Stefan
Hallo,
wenn ihr SGer und RSer ein Bremsentreffen macht, würde ich mich evtl. anschließen.
Habe ähnliche Probleme mit einer R27, habe ich bereits in einem anderen Thread beschrieben und die Tips abgearbeitet.
Jetzt sind weiche Beläge drin, ich meine, dass die Mühle bereits besser bremst.
Aber ich bin noch nicht genug gefahren, um die Beläge richtig "einzuschleifen".
Grüße
Dirk (W)
Was die Festlegung der Belagstärke angeht - da hab ich vor längerer Zeit mal ein paar Infos aus dem Netz zusammen gestellt.
Bei der Neubelegung der Bremsbacken meiner /5 (Hinterrad) hab ich eine Belagstärke von 4,7 mm ermittelt - die wurde auch von Rebi in Solingen aufgeklebt.
Wens interessiert - die Infos gibts als pdf angehängt
Bernd
Dirk,
durch Fahren die Beläge einschleifen, birgt die Gefahr, dass die Bremse zu heiss wird, die Bremsbeläge verglasen.
Nur ganz leicht, so eben schleifend einstellen, nicht schnell fahren, Abkühlpausen machen, mag gehen.
Temperatur während der Pausen überprüfen, entstauben nicht vergessen.
Dürfte aber dauern, taste Dich da langsam ran.
Schorsch
Zitat von: bmwglaeser am 11 Mai 2018, 20:35:41
Hallo,
wenn ihr SGer und RSer ein Bremsentreffen macht, würde ich mich evtl. anschließen...
...Dirk (W)
Man kann sich ja mal einfach so treffen, in Müngsten zum Beispiel. Im Hubraum ist immer viel Trubel.
Zitat von: Karl am 03 Mai 2007, 08:25:46
Kurzer Nachtrag zu einem der ersten Beiträge dieses Threads:
- weiß jemand wo es diese "weichen" Bremsbeläge (mit guter Bremswirkung) denn zu kaufen gibt?
- ist das "Standard-Programm", was auch Stemler, Rabenbauer, Uli & Co führen sollten oder "Sonderanfertigung aus dem Rennsport"?
Danke und viele Grüße,
Karl
Moin Karl, die Fa. RBK in Kiel beklebt die Backen mit Jurid 111.
Sie sind rel. weich und bremsen an meiner R26 gut. Sogar an meiner dicken Norton am Hinterrad. Und das will was heißen!
Man kann die alten Backen auch hinschicken; am besten vorher telefonieren.
https://www.rbk-industrie.de/index.php/de/fuer-oldtimer-und-klassiker
Gruss
Jörg
Zitat von: Stefan am 11 Mai 2018, 18:40:34
Fahre oder laufe (je nachdem wo in SG Du wohnst) zu Rebi: https://www.rebi-gmbh.de/index.php/bremstechnik/bremstechnik
Gruß
Stefan
Bei der Fa. Rebi habe ich angefragt. Die würden die Backen neu belegen, aaaaber:
Zitat aus der Antwortmail: ,,Die uns zur Verfügung stehenden Beläge haben aber keine Straßenzulassung." Zitat Ende
Das muß technisch zwar nichts heißen, aber im Falle eines Falles, sollte mal jemand dumm fragen...
Frank
Ich (!) würde lieber eine gut bremsende /2 ohne Zulassung fahre als eine kaum bremsende mit
Kennt jemand die Zulassungsnummer der Originalbeläge?
Haben die Nieten Prüfstempel?
:sumo:
Nein....aber nach jeden Unfall sehe ich die Polizei nach den Belägen schauen.
Zulassungsnummer ist oben auf den Belag draufgedruckt... ist leider nach dem ersten Bremsen nicht mehr gut zu lesen ;D
Zitat von: OldsCool! am 14 Mai 2018, 13:40:53
Zulassungsnummer ist oben auf den Belag draufgedruckt... ist leider nach dem ersten Bremsen nicht mehr gut zu lesen.
Kann auf Wunsch im Fahrzeugschein eingetragen werden. :still:
Nach der Mail habe ich bei dem Sachbearbeiter angerufen.
Dabei kam heraus, das Industriebeläge verwendet werden, die Maschinen abbremsen. Ich kann mir vorstellen, dass z. B. bei einem Kran abzusenkende Lasten zusätzlich zur elektrischen Kurzschlussbremse auch mittels Reibung verzögert oder gehalten werden. Solche sicherheitsrelevanten Teile werden sicher auch vom Arbeitsschutz oder der BG geprüft / zugelassen.
Wie Rolf schreibt, solange es bremst, ist man ja froh und fragt nicht lange warum.
Die Beläge selbst werden wohl kaum von den Verarbeitern hergestellt, sondern zugekauft. Möglicherweise von bekannten Herstellern in gleicher Qualität wie ,,straßenzugelassene" Teile, aber in einer anderen Produktgruppe.
Für meine DAT- Recorder habe ich immer Datencassetten für Streamer gekauft. Die kosteten wesentlich weniger, waren aber bis auf die Bezeichnung identisch; die Streamerbänder trugen den Aufdruck ,,Digtal Data Storage", die anderen ,,Digital Audio Tape". Offiziell auch nicht für den jeweils anderen Einsatzbereich zugelassen – gut, hinkender Vergleich.
Sicher besteht die Möglichkeit, dass im Falle eines Unfalls ein Fahrzeug gutachtlich untersucht wird. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache einträgt.[ironie] Bekanntlich sind ja alle Motorradfahrer immer viel zu schnell unterwegs... [/ironie]
Und OldsCool bemerkt ganz richtig, dass Prüfnummern nach dem ersten Betrieb nicht mehr zu erkennen sind. Und ob eine Laboranalyse gemacht wird?
So ganz abgeneigt bin ich jedenfalls den Rebi- Bremsen nicht.
Zu meinen Käferzeit habe ich nicht nur einmal die Bremsbacken neu belegt- am Schraubstock mit dem Körner genietet. Die Beläge kaufte man im Zubehörhandel, da gab es Liste mit den für den jeweiligen Typ passenden Belägen und gut war. Kleben geht nicht mehr in Eigenleistung, auch wenn ich irgendwo gelesen habe, dass jemand mit handelsüblichem 2K- Kleber von UHU die Beläge auf die Backen geklebt hat.
Dem –bzw. dem Fahrzeug- möchte wohl niemand auf der Straße begegnen.
Frank
Frank,
hör mal bei Buxus nach.
Der hat die Erfahrung mit Reli und eine /2.
Clemems
Zitat von: cledrera am 14 Mai 2018, 15:54:36
Frank,
hör mal bei Buxus nach.
Der hat die Erfahrung mit Reli und eine /2.
Clemems
Mit Reli habe ich auch Erfahrung, aber nur mit evangelischer.
Bei Rebi habe ich die Bremsen für die FN und die Bultaco belegen lassen. Bremst dem Trommeldurchmesser entsprechend gut.
Gruß
Stefam
Wegen Ärger im Geschäft bin ich ziemlich beschäftigt gewesen, darum mußte mein Bayrisches Motoren- Wunder warten.
Mittlerweile sind neue Beläge auf den Backen. Die habe ich vorsichtig eingefahren und nach ein paar Kilometern mal nachgesehen. Das Tragbild könnte besser nicht sein, sowohl längs als auch quer liegen die Dinger gleichmäßig an der Trommel an.
Die Bremswirkung scheint mir so zu sein, wie man es anno 1952 als ausreichend angesehen hat. Meine ebenfalls trommelde Vespa kann es auch nicht besser.
Somit wäre dieses Problem gelöst. Dank an alle, die dazu beigetragen haben.
Ich liebe Fußball - wenn alle vor der Glotze sitzen, sind die Straßen frei... :thumbsup:
Hallo Hannes, ich habe meine Bremsen hier besohlen lassen. Geklebt, somit optimale Nutzung was den Verschleiss anbetrifft und sie bremst super, denn ich habe die Bremsankerplatte mit eingeschickt und er passt die Bremsbeläge an die Trommel an.
Das Belegen kosten 7 € pro Backe und das Abdrehen mit der Ankerplatte 5 €.
Sehr netter Kontakt, nimmt sich Zeit am Telefon, dauert 1-2 Wochen.
RbS Reibbelagservice
Andreas Hanstein Lindenstr.6
Tel. 03523/62661
01640 Coswig
Grüsse
Mathias
den kann ich auch nur empfehlen - sollte in die Dienstleisterliste aufgenommen werden!
Hallo zusammen, ich reaktiviere mal auf gut Glück diesen Thread. Hat jemand Erfahrung mit dem Einbau einer Bremsankerplatte von zB R51/3,67/2,67/3,68 Duplex Halbnabe in eine R25 (0 / 1) oder R25/2? In erster Linie ist meine Frage welche Bremstrommel verwendet wird, weil die originale sehr breit baut. Und welche Abstützung der Bremsankerplatte ihr verbaut habt. Vielen lieben Dank für eure Tipps!
Die Boxer haben 200 mm Durchschnitt Trommeln. Die R 25 nur 160 mm. Das passt bicht zusammen.
Du kannst nur eins machen. Gabel der 25/3 einbauen, und die Bremse auf Duplex umbauen
Manfred
Hallo Kees, habe das ganze Set schon da liegen. Grüße
Zitat von: Kees am 18 März 2026, 19:37:05Die Boxer haben 200 mm Durchschnitt Trommeln. Die R 25 nur 160 mm. Das passt bicht zusammen.
Hallo Manfred, baue auf ne 40 Loch Speichen Felge um. Siehe unten. Grüße
Zitat von: M. Bumerang am 18 März 2026, 19:50:32Du kannst nur eins machen. Gabel der 25/3 einbauen, und die Bremse auf Duplex umbauen
Manfred
Ich habe mich sehr mit der Bremswirkung der Halbnabe auseinandergesetzt.
Bei einer 25/0, 25/2 würde ich auch die Gabel als limitierenden Faktor berücksichtigen, wenn es um eine größere Nabe geht!
Die Originalbremse ist fadingempfindlich, und das kriegt man nicht weg.
Ich glaube, die ersten R68 hatten eine Halbnabe mit Duplexbremse, was wohl nicht so gut funktionierte. Erst später mit der Vollnabe wurde das besser.
Meiner Meinung nach sollte die vorhandene Substanz bei einer R25/0 oder /2-Bremse optimal gewartet werden, mit geklebten Belägen gefahren und der konstruktiv schlecht gemachte Bremshebel (unten) verbessert werden.
Meine Belagempfehlung wäre der 5300 von REBI in Solingen. Der verschleißt auch nicht so schnell.
Hallo zusammen, noch zur Erklärung: ich habe bereits eine 19 Zoll 40 Loch Alufelgen, die entsprechende Duplex Bremsankerplatte sowie die passende Trommel dazu. Grundsätzlich passt das rein, finde jedoch Trommel Mega breit. Und an der Gabel ist die Frage, wie ich die Duplexbremse befestige. Den zwei kleinen Fräsungen an der Achse traue ich nicht zu, das ganze Bremsmoment aufzunehmen. Daher die Fragen an diejenigen, die sowas bereits umgebaut haben. Vielen Dank und Grüße Florian
Aha, da merkt man, dass schon einiges ausprobiert hast! Die Schwierigkeit ist, dass ich einen deutlich stärkeren Motor einbaue und der TÜV vermutlich auf das kleine Bremslein vorne verweisen wird. Das mit der dünnen Gabel ist nicht zu leugnen. Ich möchte dementsprechend die Abstützung möglichst weit oben befestigen, um einen möglichst kurzen Hebel zu haben. Evtl vielleicht sogar eine Gabelabstützung zwischen den Standrohren montieren. Das Thema Originaloptik etc ist irrelevant.
Grüße Florian
Zitat von: strichzwojan am 18 März 2026, 19:58:34Ich habe mich sehr mit der Bremswirkung der Halbnabe auseinandergesetzt.
Bei einer 25/0, 25/2 würde ich auch die Gabel als limitierenden Faktor berücksichtigen, wenn es um eine größere Nabe geht!
Die Originalbremse ist fadingempfindlich, und das kriegt man nicht weg.
Ich glaube, die ersten R68 hatten eine Halbnabe mit Duplexbremse, was wohl nicht so gut funktionierte. Erst später mit der Vollnabe wurde das besser.
Meiner Meinung nach sollte die vorhandene Substanz bei einer R25/0 oder /2-Bremse optimal gewartet werden, mit geklebten Belägen gefahren und der konstruktiv schlecht gemachte Bremshebel (unten) verbessert werden.
Meine Belagempfehlung wäre der 5300 von REBI in Solingen. Der verschleißt auch nicht so schnell.
Ist bekannt, dass jemand so nen Umbau schon gemacht hat?
Die 25/2 hat eine up side down Gabel. Du musst das Teil also am unteren Teil der Gabel befestigen. Oder weiter oben und mit einem Gelenk arbeiten. Und das Ganze durch den TÜV?. Schon mal mit dem gesprochen?
Ich denke mir wenn du die Gabel drin läßt und die Bremse einbaust wird sich diese ordentlich verknoten.
Manfred