BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Bauteile & Co => Thema gestartet von: Schorsch am 25 August 2019, 11:00:26
Moin,
die Bolzen Schwinge hinten R 26/27 haben keine Bohrungen, um die Lager zu fetten, zumindest meine nicht.
Es gibt aber Bolzen, die diese Bohrungen aufweisen, ich glaube ab /5, Gewinde u Länge sind gleich.
Frage:
Wer hat solche Bolzen mit Bohrung verbaut und kann mir den Durchmesser der ,,Fettbohrung" mitteilen.
Ich würde gerne meine Bolzen mit so einer Bohrung versehen, damit ich zum fetten nicht immer die komplette Schwinge ausbauen muss.
Danke
Schorsch
Hallo Schorsch,
ich hab mal bei meiner /5 nachgeschaut:
Die Bohrung hat ca. 5,5mm Durchmesser (am Anfang 6mm Innensechskant, kann auch sein , dass der ganz durchgeht), außerdem einen Konus für das Kegelmundstück der Fettpresse
Gruß Hubi
Aha, Danke Dir !
Mein Bolzen hat die 2 Bohrungen für den unsäglichen Nöppelschlüssel.
Gerade nachgemessen, zwischen den Bohrungen sind nur 5 mm Fleisch.
Das reicht nicht, um einen Konus für das Mundstück der Fettpresse reinzudrehen.
Geht also nicht. ::)
Muss mir dann wohl die Bolzen der / 5 besorgen.
Gruß
Schorsch
Wenn die von den Abmessungen her passen :schrauber: ist das auf jeden Fall eine gute Investition!
Hubi
Die /5 Bolzen würden zwar passen,sind aber kürzer so das der Aludeckel nicht mehr ganz drauf geht.
Ausserdem müssen die Schwingenlager nicht so oft nachgefettet werden.
Gruß aus Berlin
André
Das stimmt André,
Die Schwingenbolzen der /5 und die, der R 26/27 sind nicht baugleich, hab ich auch gerade rausgefunden.
Aber,
es gibt Schwingenbolzen für die Schwingenboxer, die sind baugleich mit denen der R 26/27 UND haben
eine große Bohrung fürs Fett und einen Innensechskant.
Nicht gerade günstig, hmmm, mal sehen.
Schorsch
Beim Lösen, Fest-und Einstellen ist der Innensechskant auf jeden Fall dem Zapfenschlüssel meilenweit voraus :schrauber:
Ja genau !
Der Nöppelschlüssel rutscht schon mal ab. Mit der einen Hand fest draufpressen, mit der anderen Hand drehen. ( Die dritte Hand hält kurz vor lose die Schwinge fest. 😊 )
Beim genau mittig einbauen, zähle ich immer die Umdrehungen.
Erst 5 Umdrehungen rechts, dann 5 Umdrehungen links usw. usw., dann nochmal messen.
Wenn fest, eine Seite 1/8 Umdrehungen etwas fester.
Dieser Hillibilli geht mit einem Inbus viel einfacher.
Hallo Schorsch.
Mach doch eine Bohrung mit Gewinde für Schmiernippel. Dann schraubst du den rein zum Abschmieren und danach wieder raus. Ich meine das wäre bei späten SR500 so gewesen.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Bin da noch nicht mit durch
Stefan,
das geht nicht, da nicht genug Fleisch vorhanden ist.
Frage an die Metaller:
Funktioniert ein Nadelspitzmundstück mit Fettpresse bei einer 3 mm Bohrung ?
Nur wenn du es ansenkst - das sollte die Funktionalität der Löcher für den Zapfenschlüssel nicht beeinträchtigen
Gruß
Hubi
Hallo,
Das auf dem Bild ist aber ein Spitzmundstück, die Nadelmundstücke sind spitzer, die sollten passen.
https://www.albertkuhn.de/de/zubehoer-abschmierpressen/mundstuecke-kupplungen/nadel-spitzmundst-ck-m10x1-0-p-1644 (https://www.albertkuhn.de/de/zubehoer-abschmierpressen/mundstuecke-kupplungen/nadel-spitzmundst-ck-m10x1-0-p-1644)
Ansonsten einfach ein Gewinde reinschneiden, Kegelschmiernippel gibts ab M3.
https://schmiertechnik-wagner.de/Schmiernippel-Oeler/Kegelschmiernippel-DIN-71412/Kegelschmiernippel-Typ-A-180-GRAD:::6_7_8.html (https://schmiertechnik-wagner.de/Schmiernippel-Oeler/Kegelschmiernippel-DIN-71412/Kegelschmiernippel-Typ-A-180-GRAD:::6_7_8.html)
Kannste nach dem abschmiereren ja wieder raus machen und dann nen Stopfen rein.
Gruß Heiko/2
Genau !
Dank für Hilfe!
Dann bleibt nur noch die Sache mit dem Nöppelschlüssel anstatt des Inbusschlüssels.
Man kann ja auch 2 Muttern auf den Bolzen schrauben, dann kontern, dann mit Maulschlüssel drehen.
Heiko/2
Ein M 3 Gewinde in eine 3 mm Bohrung schneiden, find ich nicht so dolle.
Für M 4 Gewinde ist nicht genug Fleisch da.
Da find ich die Lösung mit dem Nadelspitzmundstück besser, auch wenn man erstmal zig mal das Fett pumpen muss.
Gruß
Schorsch
Ich glaube auch das die Nadelmundstücke passen.
Und das mit dem M3 meinte ich ja nur das es die ab M3 GIBT!, nicht das Du ein 3er Gewinde in ein 3er Loch schneiden sollst...
Ich persönlich hätte da keine Schmerzen mit an diese Stelle nen 4er Gewinde zu schneiden, der muss doch nur mit den Fingern eingedreht werden.
Aber mit dem Nadelmundstück haste Gewindeschneiden gespart...
Gruß Heiko/2
Ja, Heiko/2, alles klar!
Hab mal gerade in der Reparaturanleitung R 50 — R 69 S geblättert.
Dort ist der Schwingenbolzen mit Inbus abgebildet, von den Maßen her passt er auch an R 26/27.
Muss mal meinen Händler anrufen, das wäre natürlich die beste Lösung.
Dauert aber noch, sehe gerade, Urlaub.
Ich bleib weiter dran.
Schorsch
Und nur der Vollständigkeit halber, könntest Du ja auch das 3mm Loch in der Mitte auf 4mm aufbohren (nur 1mm tief) und einen Schmiernippel zum einpressen setzen.
Finde ich ne sehr elegante Lösung, gut man hat dann immer noch nicht den Innensechskant aber tägliches Schwingenlager wechseln tut ja auch nicht Not...
(https://uploads.tapatalk-cdn.com/20190826/055f8957d0a9967305912f7479cd45a1.jpg)
Gruß Heiko/2
Jep,
Dank für Info, wusste gar nicht, dass es die zum Einpressen gibt, dachte immer nur zum Einschrauben.
Ob dann noch die Alu-Kappe drübergeht? Keine Ahnung.
Elegant ist die Lösung allemal. Hab mir jetzt erst mal ein Nadelspitzmundstück bestellt, braucht man ja auch immer, fast täglich 😜
Gruß
Schorsch
Wenn Du Ihn so einpresst ins 3er Loch steht er 1mm über, wenn Du das 3er Loch auf 4mm erweiterst (nur 1mm tief) schließt er bündig ab (sollte unter der Kappe nicht ausreichend Platz sein).
Gruß Heiko/2
Zitat von: Schorsch am 26 August 2019, 13:23:50
Funktioniert ein Nadelspitzmundstück mit Fettpresse bei einer 3 mm Bohrung ?
Ja, mit leichter Ansenkung funktioniert auch ein ganz normales Spitzmundstück.
Die originalen Schwingenbolzen der letzten R27 sahen genauso aus wie auf deinem Bild.
Ein Nippel (Kugelventil) ist unnötig. Es kommt ja die Alu-Kappe drauf, welche verhindert, dass Dreck in die Bohrung gelangt, den man dann beim nächsten Abschmieren ins Lager drücken könnte.
Was ich auch jahrelang gemacht habe (wußte nichts von Spitzmundstücken ;D):
Innere Kappe gestrichen mit Fett füllen und zügig aufschrauben.
Dadurch drückt sich ein guter ml frisches Fett ins Lager ...zur Not 2x wiederholen...
Danke Rütz!
Das dürfte auch die R 26 Treiber betreffen, glaube aber, dass die R 26 und frühen R 27 den Bolzen ohne
durchgehende Bohrung haben.
In dem Fall eine machen, macht Sinn.
Schorsch
Hi,
wenn man die Schwinge aber ein mal im Jahr ausbaut um die Mitnehmerverzahnung zu fetten :na:, sind die Bolzen sowieso draussen und man kann die Lager fetten ohne Schmiernippel und Bohrung.
Heiko ;D
Also nichts für ungut, aber Ihr Einzylinderfahrer seit ganz schön spät dran.
Bei meiner R50 sind seit 1988 Schwingenbolzen mit Innensechskant und Schmierbohrung drin.
Aus Gewindestange M20x1,5 vergütet gemacht. Eine alte Alukappe mit Schmiernippel versehen und
"Schwingachse wöchentlich schmieren". Geht aber nur mit original Dichtringen. Normale RWDR werden rausgedrückt.
Lager beim Schwingenausbau fetten fordert jedes Mal neue Dichtringe. Oder wie soll das alte Fettr aus und frisches rein?
Schwinge spülen am Waschtisch, mit Druckluft ausblasen und dann neues Fett rein....
Meine Güte... so viel Schmierung bekommt ja mein ganzer Motor nicht wie ihr eure Schwingen(lager) einbalsamiert... ::)
Zitat von: CowBoy am 27 August 2019, 12:58:01
Aus Gewindestange M20x1,5 vergütet gemacht.
Wie hast du denn da den Innensechskant reinbekommen?
Ganz langsam?
;D
Zitat von: Heiko am 27 August 2019, 11:50:13
Hi,
wenn man die Schwinge aber ein mal im Jahr ausbaut um die Mitnehmerverzahnung zu fetten :na:, sind die Bolzen sowieso draussen und man kann die Lager fetten ohne Schmiernippel und Bohrung.
Heiko ;D
So sehe ich das auch!
Gruß Rainer
Zitat von: Borgward am 27 August 2019, 15:21:49
Wie hast du denn da den Innensechskant reinbekommen?
ICH hab da gar nichts gemacht, außer den Obolus zu entrichten - erdacht und gemacht wurde das in der Edelschmiede.
6-Kant gehärtet unter die 20-t Presse und eingedrücdkt.
Sehr gute Idee CowBoy :applaus:
Wenn ich einen Boxer hätte, der hinten zudem noch eine ,,Schwingachse" hat, würde ich das glatt auch so machen.
Gruß
Schorsch
Moin,
ich würde einfach einen Schmiernippel an eine gut zugängliche Stelle vom Aussenrohr setzen. Untendrunter z.B.
Die gibt es auch abgewinkelt, dass man die Kiste nicht auf die Seite legen muss.
Dann links und rechts - z.B. in die Kappen - je ein 2mm Löchlein, damit das alte Fett irgendwo wieder raus kann.
Gruß,
Sascha
Zitat von: CowBoy am 28 August 2019, 00:29:10
ICH hab da gar nichts gemacht, außer den Obolus zu entrichten - erdacht und gemacht wurde das in der Edelschmiede.
6-Kant gehärtet unter die 20-t Presse und eingedrücdkt.
gute Idee! :applaus:
muss ich auch mal mit meinem 12t Holzspalter probieren
Hubi