BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: professor buxus am 22 Oktober 2016, 12:35:37
Hallo liebes Forum,
hab grad das Hinterrad von meiner /2 raus.
Die Bremsfläche in der Trommel ist glatt wie sonst was! Da kann man sich echt drin spiegeln.
Ich hab sowas noch nicht gesehen, wohl schon gehört dass Beläge verspiegeln können - aber die Bremstrommel?
Frage A: kann das sein?
Wenn ja, dann
Frage B: Die Oberfläche erscheint sehr hart, bekommt man den Effekt mit Hausmitteln (Schmirgel) weg?
Gruß Buxus
Die Oberfläche sollte auch sehr hart sein - schliesslich sollen sich ja die Beläge abnutzen.
Wenn die Hinterradbremse noch gut gegriffen hat - Finger wech - lass es so wie es ist (never touch a running system)
Bernd
Zitat von: berndr253 am 22 Oktober 2016, 13:03:48
lass es so wie es ist (never touch a bremsing system) ;)
Ist zwar "nur" eine Halbnabe, sollte aber wirkungsvoller sein.
Das Tragbild auf den neuen Belägen ist auch dürftig, die Tragfläche ist kaum zu erkennen, so als wenn sich da gar nichts abnutzen würde.
Gruß Buxus
Blockiert die Bremse wenn Du auf den Fußbremshebel trittst auch bei trockener Straße?
In diesem Fall würd ich es so lassen, vielleicht mal mal schauen ob man die Beläge nacharbeiten muss, die Trommel lass ich so lange wie möglich so wie sie ist
Bernd
Gehe einfach mal mit 80 Schmirgel rüber....unbd dann peinlichst säubern (kann auch Öl o.ä. drauf sein)
Also früher, ganz früher, als viele von uns noch lange Haare hatten und im Park Rotwein mit Zucker getrunken haben,
hat man gerne "alte Bremsbacken mit abgenudelten Belägen genommen und darauf Schmirgelpapier geklebt.
Rad wieder rein und fleißig drehen. Ganz mutige sind auch vorsichtig gefahren. Welche Körnung weiß ich
leider nicht mehr. 80-Korn scheint mir etwas brutal zu sein, wird vielleicht aber helfen.
Gruß
Horst-Dieter
Gab´s keinen Lambrusco? ??? ;)
Gute Idee!
Hatten wir letztlich in einem Thread bezüglich Beläge einschleifen! Nur das hier der Schmirgel auf die Backen kommt.
Nicht schlecht!
Gruß Buxus
So, ist fertig! :)
Hier ein kleines Filmchen zum Sonntag Abend:
https://www.youtube.com/watch?v=OFhYPPSLoFE
Gruß Buxus
Auch hier hätte ich gern einen *LIKE*-Button ;)
Na denn gibt ihm doch einen Karmapunkt - es muss doch nicht alles auf die "Gesichtsbuch-Norm" runtergebrochen werden :-*
Bernd
Detlef, nun lass Dir mal was einfallen wie man die Bremstrommel innen ausschleift. Also aus unrund rund machen.
Manfred
Du musst einfach nur an der Stelle wo der Durchmesser geringer ist, stets fester drücken! ;D
Gruß Buxus
Hier hätte ich jetzt gern einen 'LIKE'-Button...
;D
Zitat von: professor buxus am 06 November 2016, 20:43:38
Du musst einfach nur an der Stelle wo der Durchmesser geringer ist, stets fester drücken! ;D
:ok:
Zitat von: professor buxus am 06 November 2016, 20:43:38
Du musst einfach nur an der Stelle wo der Durchmesser geringer ist, stets fester drücken! ;D
Oh warte mein Liebber. Das gibt Revanche ;D
Manfred
Klasse Detlef.
Jetzt hätte ich aber gerne den Film, wo Dein Sohn aus dem Gespann einen prima Hamsterkäfig baut.
Zitat von: Manfred250 am 06 November 2016, 20:24:09
Detlef, nun lass Dir mal was einfallen wie man die Bremstrommel innen ausschleift. Also aus unrund rund machen.
Manfred
Hat Detlev doch alles da:
In die Ständerbohrmaschine Schleifkegel o.ä. einschrauben, Rad (besser Trommel) darunter positionieren....und langsam so verschieben das Schleifkegel die Trommel berührt....Rad drehen....bißchen weiter verschieben so das kegel mehr abnimmt...da solange machen bis der Kegel über den ganzen Umfang etwas abgenommen hat = runde Bremstrommel....PS: Streiche Kegel....setze Zylinder
Rolf, nicht ganz so.
Die Achse muss im rechten Winkel stehen. Und da ist das Problem.
Es muss alles im rechten Winkel stehen....
Manfred
Warum?
Wichtig ist nur das mit welcher Winkelstellung auch immer bis ganz nach innen kommt!
Zitat von: Manfred250 am 08 November 2016, 10:58:53
Die Achse muss im rechten Winkel stehen.
Rechtwinklig zu was? Willst Du Löcher in die Bremstrommel bohren? Die Radachse muß parallel zur Bohrmaschinenfutterrotationsachse stehen, dann kannst Du mit einem schmalen (schmaler als die Bremsfläche breit ist) Schleifer und dem Bohrfuttervorschub die gesamte Breite der Trommel schön rund und zylindrisch bekommen. Schleifst Du die Fläche in einem Zug mit einem genügend breiten Schleifer, dann muß der zylindrisch abgezogen und die Achsen parallel sein.
Zitat von: rolf am 08 November 2016, 11:09:45
Wichtig ist nur das mit welcher Winkelstellung auch immer bis ganz nach innen kommt!
Hääh? Ich kaufe ein Nomen.
Innen?
gemeint ist wenn der Schleifer ganz schräg steht das er nur mit dem letzten Stück (Richtung Bohrmaschine) schleift.....er mit diesen Teil eben auch bis nach ganz hinten kommt
ZitatBohrmaschinenfutterrotationsachse
Ist das ein technischer Fachbegriff?
Kann man den abkürzen?
Bmfra!
Zur Sache:
Mit einer herkömmlichen Tischbohrmaschine dürfte man doch mit einem eingespeichten Rad sowieso nicht weiterkommen.
Allenfalls ein Bohrständer, wie dieser (https://www.wabeco-remscheid.de/bohrstaender-zubehoer/bohrstaender-fraesstaender/bf1243-saeule-750-mm-ausleger-500-mm/bohrstaender-fraesstaender-bf1243.html), dürfte auf dem Weg weiterhelfen. Selbst bei einer kleinen 18 Zoll Felge dürfte das aber nicht ohne Luft aus dem Reifen ablassen abgehen.
Besser wäre es, die buxusche Raddrehvorrichtung mit einem Aufsatz zu versehen, der das Schleifwerkzeug trägt und über die Radachse bzw. die Öffnung in der Trommel für dieselbe fixiert und justiert werden kann.Einen entsprechenden zylinderischen Schleifkörper ans andere Ende ...
Dazu könnte man, da es passt, den bmwseitig mitgelieferten Radbremshalter zweckentfremden ... ;)
Ich frage mich nur, ob man mit auf Bremsbackenträgern aufgeklebtem Schleifpapier die Radtrommel ausgedreht bekommt und wie man die erforderliche Genauigkeit herstellt.
Zitat von: Stefan am 08 November 2016, 11:22:33
Die Radachse muß parallel zur Bohrmaschinenfutterrotationsachse stehen, dann kannst Du mit einem schmalen (schmaler als die Bremsfläche breit ist) Schleifer und dem Bohrfuttervorschub die gesamte Breite der Trommel schön rund und zylindrisch bekommen.
So habe ich es gemeint. Nur verkehrt ausgedrückt
Manfred
Zitat von: rolf am 08 November 2016, 11:44:21
Innen?
Nein. Ich dachte eher an z.B. "Detlef" oder "der Schleifer", da käme dann Folgendes heraus:
Zitat von: rolf am 08 November 2016, 11:09:45
Wichtig ist nur, dass Detlef (ww. der Schleifer) mit welcher Winkelstellung auch immer, bis ganz nach innen kommt!
Zitat von: cledrera am 08 November 2016, 12:21:49
Ist das ein technischer Fachbegriff?
Das ist eine Ananeinanderreihung solcher.
Ananeinanderreihung?
Du Fufuchs.
Tach auch,
ich verfolge diesen Tret mit Interesse, Frage, kann eine Bremstrommel von innen verglasen? Die Beläge können sehr wohl verglasen, aber die Trommel???
Buxus, kann es sein, dass die Beläge verglast sind, dann die Trommel so spiegelglatt " poliert " haben?
Meine Meinung: Erst mal an der Trommel nix machen, wenn sie nicht unrund ist. Neue Beläge drauf, dann mal gucken.
Schorsch
Hallo jungs,
Ich habe da gerade (bei einem Kunden) eine Auslegerbohrmachine rumstehen.
Die könnt Ihr haben, und somit sind alle Bremstrommel- Probleme für alle Zeit gelöst.
Maximale Radgröße ca 4 Meter (geschätzt) die sollte reichen :D
Gruß
Michael
Könnte knapp werden :P
Zitat von: holzschnitzer am 08 November 2016, 18:52:27
Hallo jungs,
Ich habe da gerade (bei einem Kunden) eine Auslegerbohrmachine rumstehen.
Die könnt Ihr haben, und somit sind alle Bremstrommel- Probleme für alle Zeit gelöst.
Maximale Radgröße ca 4 Meter (geschätzt) die sollte reichen :D
Gruß
Michael
Könntest Du dioe nicht bei Dir unterstellen? ;D
Aber die Idee von cledrera ist sehr gut.
Man nehme eine Steckachse und stecke das Rad hindurch.
Die Steckachse ist oben wo sie am Rad rausguggt etwas länger.
Nun baue man sich eine Nabe und befestige diese auf der Steckachse.
An der Nabe ist ein verstellbarer Ausleger dran. Am Ende des Ausleger ist ein Druckluftschleifer dran.
Und nun kann man fröhlich die unrunde Bremstrommel wieder verrunden ;D
@ Schorsch. Bin auch Deiner Meinung
Manfred
Zitat von: Schorsch am 08 November 2016, 15:39:50
Tach auch,
ich verfolge diesen Tret mit Interesse, Frage, kann eine Bremstrommel von innen verglasen? Die Beläge können sehr wohl verglasen, aber die Trommel???
Buxus, kann es sein, dass die Beläge verglast sind, dann die Trommel so spiegelglatt " poliert " haben?
Meine Meinung: Erst mal an der Trommel nix machen, wenn sie nicht unrund ist. Neue Beläge drauf, dann mal gucken.
Schorsch
Tach Du,
ich denke auch, dass die Beläge verglasen. Wie das bei der Trommel bzw. Scheibe passieren kann, weiß ich nicht, denke aber so wie Du, das da nichts passiert in Richtung Verglasung. Die verglasten Beläge polieren dann anschließend wohl die Trommel blitzblank, wie Du es schrubst.
Von den Scheibenbremsen beim Auto weiß ich aber, daß nur ein Belagwechsel nichts bewirkt. Ich hatte erst Ruhe, als die Scheiben abgedreht wurden in Kombination mit neuen Belägen. Denke deshalb, dass man es bei der Trommelbremse auch so machen sollte!
Gruß Thomas
@ Schorsch: Adelheid hat neue Beläge bekommen. Hab ich so zusammengebaut. Bremswirkung war dann auch nach nunmehr 2000 km mies.
Dann wieder auseinander gebaut!
Die Beläge sind fast ohne Tragbild, quasi wie neu! Da hat nichts richtig "gegriffen". Vielleicht ist "verglasen" nicht der rechte Ausdruck.
Mann könnte auch verspiegeln sagen. Weil: Du kannst Dich drin spiegeln (wenn man den Kopf reinstecken könnte). Wie poliert!
Statt Reibpaarung - Flutschfaktor!
Gurke seit 1969 mit Trommelbremsen (Zündapp KS 50 Sport :) ) durch die Gegend. Hab sowas ja auch noch nicht erlebt.
Soll ja bei der Zylinderlaufbahn auch vorkommen, soetwas.
Gruß Buxus
Seltsam Buxus,
auch seltsam, dass die Beläge nach 2000 km fast kein Tragbild haben. Komisch, da hat nichts gegriffen, trotzdem ist die Trommel wie poliert.
Hast Du stahlharte Beläge? Glänzen sie?
Ist die Bremse mal richtig heiß geworden?
Beläge sind von Rebi aus Remscheid, mit Messingeinschlüssen. Eigentlich mittlerweile "Standard".
Ich habe der Trommel beim Restaurieren wohl nicht die rechte Beachtung geschenkt.
Wenn ich meine grauen Zellen mich nicht im Stich lassen (warum möchte ich jetzt schreiben: Manfred, nichts sagen! ;D )
war die von vorne herrein so glatt. Also dass einer der Vorbesitzer die mal zum Glühen gebracht haben muss oder sonst mit Dauerbremse gefahren ist.
Ich häng mal ein Bild an, ein wenig kann man die Verspiegelung und auch eine leichte Verfärbung sehen.
Gruß Buxus
Ja,
den Verfärbungsstreifen kann man sehen.
Meine Vermutung, da hat jemand die Bremse auf schleifend eingestellt, dann lange gefahren, dadurch ist sie sehr heiß geworden und in der Trommel befindet sich ein Spiegel.
Reicht ein leichtes Ausdrehen?
Das max. Verschleißmass der Boxer mit 200 mm Trommel, ist ja 201-201,5 mm, analog zur 160 mm Trommel unserer Böcke würde das dann 161 - 161,5 mm maximal bedeuten.
Schorsch
Hallo Schorsch, nah dran. Verschleißgrenze ist 161,6mm (=8/10 x2)
Gruß Steffen
hmm, ich komme für die 160er Trommel auf +1,2mm im Verschleißdurchmesser.
Wie rechnet ihr denn ?
@ Buxxus :
fahr mal bei Rebi vorbei mit dem Schliffbild der /2 Trommel
und schreib uns was dort gemeint wird.
Klar ist : zum erfolgreichen Verzögern brauchst 2 Reibpartner.
Gruß mek :bike:
Ich habe in sämtlichen Trommelbremsen Jurid 111 drin. Trommel ist spiegelblank.
Die Bremsringe der /2 sind aus Stahl. Die am Boxer aus Grauguss.
Manfred
Steffen,
woher hast Du Deine Maße?
Danke
Clemens
Habe ich seinerzeit in den Originalunterlagen meines "Motoreninstandsetzers" nachgeschlagen weil ich noch 3 Naben rumliegen habe.
Gruß Steffen
Solche Unterlagen gehören verhaftet, gescannt und hier eingestellt; soweit uns ein copyright das gestattet.
Zitat von: cledrera am 09 November 2016, 17:34:43
Solche Unterlagen gehören verhaftet....
Clemens,
Du heißt doch nicht Donald und Steffen nicht Hillary! ;D
Gruß
Thomas
Ich kann nicht sagen was es war, aber ich schätze Instandsetzungs- bzw. Reparaturanleitung!? Nix völlig geheimes. Müsste doch bei den alten Hasen hier auch zu finden sein.
Gruß Steffen
@ Schorsch: Muss ich nix ausdrehen, die geschilderte Schleifaktion war erfolgreich.
@ mekk: Bei Rebi vorbeibringen bringt nun nichts mehr, siehe obige Aussage.
Bin gespannt auf den ersten Fahr/Bremsversuch. Muss ich leider noch etwas mit warten, da der Tank grad zur Reparatur unterwegs ist.
Gruß Buxus
Prima, dass das geklappt hat!!
Bremse kann man auch ohne Tank testen, Buxus - Du wohnst doch am halben Berg - also runter rollen lassen und auf die Fußbremse treten! Gut, Du musst wohl dann den Bock wieder raufschieben ... ;D
LG
Bernd
Genau, und wenn ich dann in Wülfrath angekommen bin, rufe ich den ADAC (kennen mich schon ;D ) und sage,
dass ich den Tank vergessen habe! Kann ja schon mal vorkommen! ;D
Gruß Buxus
:lol:
:lol:
Aber Vorsicht: Die kennen dich schon. ;D