BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Herbert13 am 16 November 2015, 19:09:53
Es liegt am Tacho, meinte der Meister aller Schrauber, er habe Tachowelle, den Anschluß der TW, das Schneckenrad darunter und alles mögliche geprüft. (Der Tacho sprang immer zwischen 70 und 140 hin und her)
Neuen Tacho bestellt. Eingebaut. Probefahrt ums Haus. Alles klar. Gleichmäßig und präzise in der Anzeige.
Fahrt nach Hause. Bis 60 alles klar, über sechzig und der Tacho pendelt stark zwischen 80 und 120.
Tacho ausgebaut und mit der Bohrmaschine überprüft. Präzise von 0 - 140. Tacho in die Hand genommen,
angeschlossen, präzise Anzeige. Tacho eingebaut, das selbe Spiel. Starkes Pendeln. Ich weinte.
Im Stand auf dem Hauptständer laufen lassen (gefährlich ich weiß), starkes Pendeln.
Kurzum, die Tachonadel scheint so schlecht gelagert, gedämpft zu sein, daß die Vibrationen eine genaue Anzeige verhindern. Der Meister aller Schrauber setzt sich nun mit dem Tacholieferanten auseinander. Bin gespannt was rauskommt. Das war die Kurzversion zu Eurer Information. :-\\
Hallo Herbert,
die Nadeldämpfung ist das eine, es könnte auch an der Tachowelle liegen.
Wenn die nicht sauber läuft, gibt es auch die Pendeleffekte.
Ist die Welle neu und sauber verlegt? Die Gummis an der Lampenhalterung noch geschmeidig?
Viel Erfolg
Alfred
War meine erste Vermutung auch, er hat sie minutiös Zentimeter für Zentimeter geprüft und meinte die sei
"pfennigganz".
Dafür ist jetzt der Antrieb trocken (war ein Simmering), und die Gabel überholt und auch wieder dicht
... die Gummis an der Lampenhalterung...hm wäre noch zu prüfen.
Was man noch machen könnte.Tachwelle ausbauen. Also am Getriebe abschrauben. Dann mit Bohrmaschine prüfen.
Wenn sie hier unsauber läuft weiter aushängen. Usw.
Es könnte noch sein das der Innen4kant von der Schnecke rund ist.
Passt der 4kant Tachowelle zum Innen4kant Antriebsschnecke und Tacho?
Manfred
Herbert, dann hoffen wir mal, daß die Tachodämpfung nicht ok ist ;)
Sonst könnte man ein kleines Fass aufmachen, also für die vier Gummiringe der Lampenhalter muß die obere Gabebrücke runter.
Da sind die zwei Gummimuffen und die vier Gummischeiben am Scheinwerfer schon einfacher zu wechseln.
VG
Alfred
Zitat von: Herbert13 am 16 November 2015, 19:09:53
Es liegt am Tacho, meinte der Meister aller Schrauber, er habe Tachowelle, den Anschluß der TW, das Schneckenrad darunter und alles mögliche
Hallo Herbert,
ist was am Getriebe ausgeführt worden? Ich hatte schon mal nach dem Wechsel der Mitnehmer-(Zapfen-) scheibe den Fall gehabt, dass sich diese zu weit auf den Konus drücken ließ. Mit dem Erfolg, dass der Schneckentrieb nicht mehr in der Mitte ansetzte, sondern am Rand. Und da hat es immer pro Umdrehung an einer Stelle gehakt. Ich hatte dann die "Gewindegänge" mit dem Dremel verlängern müssen. Das kleine Schneckenrad welches die Welle antreibt war in Ordnung.
Gruß Buxus
Zitat von: Herbert13 am 16 November 2015, 19:23:00
... die Gummis an der Lampenhalterung...hm wäre noch zu prüfen.
Ja. Die müssen dreiteilig sein!
Ein Gummiröhrchen auf der Schraube und je eine Gummischeibe innen und außen.
Hallo Herbert,
nachdem ich auch Geld für die Überprüfung meines Tachos ausgegeben habe, der ehrlicherweise dann ohne Befund zurückkam.
habe ich mir eine neue Tachowelle gegönnt. Dann war weitgehend Ruhe. An der (noch gar nicht so) alten Welle war auch nichts zu merken, ich schwöre!
Sie lief auch unter Laborbedingen an der Bohrmaschine. Aber nicht wie sie am Moped verlegt war.
Es ist einfacher und auch nicht sehr teuer, die zu tauschen als erstmal allen möglichen anderen Kram in betracht zu ziehen.
Vor allem, wenn du schon den zweiten Tacho dran hast. Und erst recht, wenn die Nadel auch im Stand auf dem Hauptständer pendelt.
Dann kann es kaum an irgenwelchen Gummis liegen. Halte die Lampe einfach nochmal ordentlich fest bei dem Test. Wenn´s die Gummi-Lagerung ist,
müsste dann ja wenigstens Besserung eintreten und du kannst in der Richtung weiter forschen. Wenn nicht, würde ich erstmal die Welle tauschen.
Meister hin Meister her.
Stefan
Zitat von: Herbert13 am 16 November 2015, 19:21:18
... minutiös Zentimeter für Zentimeter geprüft ...
Hat er auch die Außenhülle innerlich mit dem Harnleiterendoskop geprüft? Wenn die 50 Jahre alt ist, dann nutzt auch eine "pfennigganze" Welle nichts, die, weil aus Federstahl, wahrscheinlich eh langsamer verschleißt als die Hülle.
Der Bohrmaschinentest taugt nur, wenn Du dabei die Welle in Radien wie im eingebauten Zustand biegst.
Gruß
Stefan
Gentlemen :respekt:
ich bedanke mich recht herzlich für die ausführliche Beratung.
Mach mich ab morgen mal dran. Denke aber ich versuch zuerst mal ne neue Tachowelle,
das macht dann den Bock auch nimmer fett.
Ich werde Euch berichten, bin selber sehr gespannt.
Einstweilen herzliche Grüße
Herbert
Kenne das Problem mit der schwingenden Tachonadel. Bei meinem wars eine nicht passende Tachowelle! Der Vierkant, der in den Tachomitnehmer im Gehäuse gesteckt wird hatte nicht das korrekte Maß.
Das muss 2,5x2,5 mm betragen (bitte mit dem Meßschieber prüfen). Ist das kleiner rutscht die Tachowelle auch schon mal im Mitnehmer durch, was die Tachonadel zum Tanzen bringt.
Wenn es sich bei der Tachowelle um eine neue Welle gehandelt haben sollte - eintüten und zum Lieferanten zurück schicken mit der Bitte um "betriebstauglichen" Ersatz.
Bernd