BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Bauteile & Co => Thema gestartet von: JoSch am 12 Januar 2015, 17:47:09

Titel: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 12 Januar 2015, 17:47:09
Hallo,
wer hat Erfahrungen mit den derzeitig am Markt angebotenen Stößel. Brauche aktuell 4 neue für meine R50/2. Bohrung der Führung ist soweit noch i.O. 3 Stößel haben aber Pitting. Uli bietet diese als Nachbau an. Rabenbauer und Meyer als NOS oder original BMW. Ist orignal neu BMW (nicht NOS) auch original, oder auch eine Nachfertigung? Meyer und Rabenbauer liegen bei ca. 75€, Ulis liegen bei 35€. Ich würde original Mass (19,96) bzw. 0,01 Aufmass benötigen. Haben alle, aber woher der Preisunterschied?

Ebenso die Frage, wer hat Erfahrungen mit der Qualität der Ventile? Ventile gepanzert, hartverchromt mit gehärteter Kappe, ...
Vorgeschichte warum ich Frage ist, das ich die Zylinderköpfe vor ca. 3000km bei einem der 3 habe machen lassen. Jetzt haben die Auslassführungen ca. 0,2mm Spiel und die Ventile sind auch ca. 0,03mm kleiner als neu.

Danke für Antwort JoSch
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 13 Januar 2015, 12:00:11
Setzen denn die Kipphebel"arme" auch auf den Ventilen auf.....oder berühren die Grundkörper der Kipphebel die Ventile (genauer gesagt die Federn bzw Ventilkappen)?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 13 Januar 2015, 14:34:20
Eine 50/2 ist annähernd 60 Jahre alt....soviel zur Frage original BMW aber nicht NOS...Qualitäts mäßig bist du mit NOS auf der sicheren Seite...2. 35 zu 85 €.....ich bin schon gerührt das die nur 85 kosten sollen...geschliffen, poliert etc. pp.. Wie sollen denn 35 € Stössel sein?
Preisunterschied:...Arbeitslohn z.B.?  ob in Nordkorea gefertigt oder in der Schweiz?...Qualität der Arbeit?....geschliffen oder nicht?.....gehärtet (und wenn ja wie und wie tief?)?....usw...usw..
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 13 Januar 2015, 15:11:31
Die Stößel im Motor meiner 50 Jahren alten R50/2 waren auch "durch". Das waren die, die sich noch im Motor befunden haben. Nach weiteren 8.000 km hab ich die tauschen müssen (alle 4).
Ich hab die Stößel bei Ulis gekauft (36,50 €) die bei Rabenbauer waren mit 75 € doppelt so teuer.
Was die Qualität der Stößel angeht kann ich naturgemäß noch nichts sagen - bin noch keinen Meter gefahren. Warum müssen preiswerte Produkte aus Fernost eigentlich immer schlechter sein als die in Europa gefertigten? Klar können die "Müll" sein, sind das aber nicht zwangsläufig.

Schaut euch doch mal die Lager von FAG, INA und anderen deutschen Herstellern an. Die kommen inzwischen auch nicht mehr alle aus Deutschland - Portugal und Korea kann man häufig auf den Außenringen der Lager lesen.

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 13 Januar 2015, 18:10:09
Nach deutschen Qualitätsvorgaben und (hoffentlich :rip:) Qualitätsprüfungen (Stichproben)...ich sage ja nicht das sie schlechter sein müssen....ich vermute es nur stark.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 13 Januar 2015, 19:33:23
Hallo,
den Punkt mit den Kipphebeln habe ich noch zu überprüfen. Bei der letzten "Überarbeitung" habe ich schon etwas an den Kipphebeln abgenommen. Außerdem habe ich die Kipphebel mit Distanzscheiben um 1mm angehoben. Bezogen auf "Referenz Zylinderköpfe" waren die Bolzen auf denen die Kipphebel aufliegen um ca.1 mm niedriger, wenn ich die Fläche der Ventildeckel als Basis nehme. Werde die Kipphebel die Woche nochmal an der Arbeit unterm Mikroskopf anschauen. An den Ventiltellern sieht man nichts.....
Bezogen auf die Qualität der Bauteile ist das so eine Sache. Wenn ich z.B. Gummiteile als Referenz nehme, habe ich aufgehört mich aufzuregen. Wenn man da die früheren Laufleistungen eines Jahres hernimmt, wäre wohl heute 2x im Jahr ein Wechsel der Gummiteile notwendig gewesen...
Bei den Stößeln ist das so eine Sache. Hier wird kein Händler sein Produkt schlecht machen. Klar muss günstig nicht gleich "schlechte" Qualität sein.
Das Problem ist, das ich bei diesem Motor seit ca. 3000km ein Klickern im Motor habe was ich nicht einordnen kann. Zylinderköpfe, Kolben, Zylinder, Vergaser, alles vor 3000km mit Neuteilen ersetzt. Wenn ich jetzt den Motor aufmache und sehe das die Kolben bei 69,85 und die Zylinder bei 70,05 sind könnt ich kotzen. Teile waren seinerzeit alle aus Frankfurt. Blöderweise habe ich Sie nicht vermessen. Die die mich kennen wissen das es mir einer Überholung nicht um 100 oder 200€ geht, solange die Qualität stimmt.....die Gefahr besteht das man irgentwann die Lust verliert.

Daher die Frage bzgl. Erfahrungswerten.

Gruß JoSch

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 13 Januar 2015, 23:09:50
Hi,
die Stößelfrage hat mich aktuell auch beschäftigt.
Von zweien vor 20.000 km neu eingebauten Original-BMW Stößeln, hatte der Auslaßstößel solch ein Pitting, daß sich der Boden nur noch erahnen ließ. Obwohl ich das Geräusch schon kannte (die Stößel davor haben nur 15.000 km gehalten), bin ich wohl zu lange weitergefahren (war zu leise, andere Frequenz, weil nur ein Stößel :kopfhau:).

Im Internet scheint Pitting bei BMW Stößeln heute ein Dauerthema durch alle Modelle und Baujahre zu sein. :-\\

Nach Rabenbauer kommen die BMW Motorradstößel seit dem Krieg bis heute aus ein und der selben Firma.
Da er auch den Eindruck hat, daß neuere Stößel eher zu Pitting neigen als alte (NOS), hat er sich dort sogar mal erkundigt, ob das Herstellungverfahren evtl. geändert wurde... was verneint wurde.. :-\\

Aufmaß NOS Stößel gibt es zur Zeit wohl noch ohne Ende, Normalmaß keine mehr, so daß dafür Aufmaßstößel heruntergeschliffen werden. Daher sind die Aufmaße minimal preiswerter (vielleicht kann man noch mehr raushandeln? ;D), nur wo bekommt man eine Reibahle in 20,05 her?
(! -> 0,01 Aufmaß bedeutet nicht 19,97 , sondern 20,01 !)

Lange Rede... ich habe mich für die "Racing Stößel" entschieden.  ;D
Nicht wegen Racing, sondern weil Rabenbauer versichert hat, daß es die einzigen Stößel seien, bei denen er noch nie Pitting gesehen hätte... gibt natürlich auch nicht so viele.. ;) ... schaun mer mal...
Sie sehen zumindest schick aus, sind 1,5 mm höher (nützlich, wenn die Stoßstangenlänge knapp ist) und stammen von Wank-Tuning (http://www.wank-tuning.de/) (goldene Lasergravur! ;D)

Rütz
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: 27-steib am 14 Januar 2015, 09:19:39
was viel hilft, ist die leerlaufdreuhzahl nicht aufs Minimum einzustellen. Wenig Öldruck und hohe Kräfte auf den Stösseln tun denen nicht gut
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Stefan am 14 Januar 2015, 10:29:58
Zitat von: Rütz am 13 Januar 2015, 23:09:50
... ob das Herstellungverfahren evtl. geändert wurde... was verneint wurde.. :-\\

Das Verfahren nicht, aber vielleicht die Parameter.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 14 Januar 2015, 12:07:37
Hallo Rütz,

Reibahlen in vorgegebenen Sollmaßen sind käuflich (wie fast alles und jeder  ;D ).

Frag mal bei einem größeren Werkzeughändler in Deiner Nähe nach - wenn Du hier kein Angebot bekommst frag mal bei Wollschläger in Bochum nach.
Die fertigen und schleifen Werkzeuge auch auf Sondermaße

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: peter63 am 14 Januar 2015, 15:31:04
Reibahle wird schwierig, es sei denn Hartmetall, aber das dürfte die Hobbykasse sprengen.

Die Stößelführungen sind hart ;D (sollten sie zumindest sein)

LG Peter
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 14 Januar 2015, 15:36:25
Richtig - da ich mich derzeit intensiv mit der Instandsetzung meiner R50 beschäftige bin ich von Messingbuchsen ausgegangen.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 14 Januar 2015, 15:49:09
Zitat von: Stefan am 14 Januar 2015, 10:29:58
Das Verfahren nicht, aber vielleicht die Parameter.
...oder die Stahllegierung, so daß die Parameter nicht mehr passen... keine Ahnung.

Zitat von: peter63 am 14 Januar 2015, 15:31:04
Die Stößelführungen sind hart ;D (sollten sie zumindest sein)
Nee, sind die nicht.
Die Stößel sind hart, aber die Führungen sind so weich, daß man fast Zweifel hat, ob es überhaupt Stahl ist.
Probier mal aus. (Habe mir mal ein Eindrehwerkzeug gebaut, welches innen in die Nuten greift... großer Fehler! ;D)
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 14 Januar 2015, 15:55:32
Wenn die Führungen weich sind sollte ein Werkzeug aus HSS-Stahl ausreichen - in der spiralgenuteten Ausführung sollte das dann machbar sein. Ich kann mal eine Anfrage bei Wollschläger machen - sag Bescheid wenn hier Interesse besteht.

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: axel69 am 14 Januar 2015, 15:59:08
Die Gas-Guzzler Treiber haben schon langer Probleme, seit der Zddp (im deutschen Zdtp) Anteil im Öl zugunsten der Katalysatoren stark reduziert wurde. Entsprechend gibt es dort Zddp Zusätze zu kaufen um die Schmierung der Gleitstössel zu sichern. http://en.wikipedia.org/wiki/Zinc_dithiophosphate

In unserem Musterland wurden ja alle älteren Fahrzeuge verschrottet und was fährt, fährt mit KAT (der Rest ist Schwund). Eine Rücksichtnahme auf Fahrzeuge mit Gleitstösseln wäre echt übertrieben.
Übrigens - im LKW-Öl scheinen höhere Grenzwerte an ZDDP erlaubt zu sein

Axel
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 14 Januar 2015, 16:08:12
Hallo Axel,

bei meiner /3 fahre ich seit 1975 mineralisches Mehrbereichsöl - ohne weitere Zusätze. Die Stößel sind hier einwandfrei, kein Pitting. In der R50 fahre ich das gleiche Öl - ebenfalls mineralisches Mehrbereichsöl - hier waren alle Stößel nach 8 tkm durch. Ist hier eventuell die Lage der Stößel (oben bei der R50 unten bei der /3) von Bedeutung?
Wenn beim Boxer die Zugaben von Zinkzusätzen sinnvoll ist würde ich den wohl verwenden.

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 14 Januar 2015, 18:39:00
Hat Pitting denn mit mangelhafter Schmierung zu tun?
Ich dachte immer, das wäre "Materialwanderung oder Vernichtung" durch das ständige Draufhämmern.
Das Zinkphosphor Additiv soll die Grenzreibung zum Beispiel bei der Nockenwelle und den Stößeln verhindern.
Verhindert es auch die Pittingbildung?
Beim Öl ist es wichtig, das es zumindest noch API SL ist, da sind dann noch 0,1 % ZDTP vorhanden.
Ab API SM sind es dann nur noch 0,8%.
(Quelle:Praxishandbuch Öl, ist da auf den Seiten 114 bis 118 schön beschrieben)
Das nachträgliche Zuführen des Additives halte ich aber auf jeden Fall für eine sinnvolle Überlegung.

Gruß Buxus
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: axel69 am 14 Januar 2015, 19:14:41
Zitat von: professor buxus am 14 Januar 2015, 18:39:00
Hat Pitting denn mit mangelhafter Schmierung zu tun?

Ich denke hier ist es nicht nur die Schmierung, sondern die Grenzschicht, die dafür sorgt, dass die Stahlflächen nicht direkt aufeinanderhämmern und sich (mikro)verschweißen können.

Axel
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 15 Januar 2015, 11:51:44
Preisgünstige Öle mit einem ZDDP-Gehalt von 1.000 bis 1.200 ppm gibts ja zu kaufen. Ist die Frage, ob das reicht. Für die Eintöpfe ist das meiner Erfahrung nach der Fall - hatte bisher noch keine Probleme.
Für die "Doppeltöpfe" vielleicht nicht. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Lieferanten für ein solches Additiv - vermutlich wird hier die Bestellung einer größeren Menge also mehr als ein halber Liter - den Preis ein wenig drücken können.
Bisher gefunden hab ein Produkt aus den USA, Lieferung in winzigen Gebinden mit horrenden Versandkosten, weiterhin ein Produkt von LUCAS, hier kostet der halbe Liter ca. 16 € - weiss aber noch nicht für welche Menge Öl das reicht. hängt ja zudem auch noch von dem ZDDP-Gehalt des verwendeten Öls ab. Das kläre ich aber noch ab.
Weiter möchte ich noch eine Anfrage an einen Hersteller des Additivs schicken - der mir sicher sagen kann wo ich dieses Produkt beziehen kann.
Ich bleibe am Ball und mach bei Interesse einen neuen Fred auf

Bernd

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 15 Januar 2015, 12:11:47
Die Firma Mathe bietet doch auch son Zeuch an. Im Eintopf habe ich Miller Öl, ohne Zusatz. Beim Boxer Röwe Öl 20W50.

Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 15 Januar 2015, 12:25:40
Hallo Manfred,
danke für die Info - hab gerade mal bei Mathy nachgeschaut - die bieten ein Additiv für Oldtimer an - richtig. Allerdings hab ich keine Angaben über Inhaltsstoffe gefunden. Auch ist mir die Beschreibung des Produktes ein wenig zu unkonkret. Zudem ist der Preis mit über 40 €/Liter recht hoch.
Wie sehen denn die Gleitflächen Deiner im Boxer verwendeten Stößel aus??

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 15 Januar 2015, 12:46:53
Hi,
ich habe heute Morgen mal bei wagner-öl angerufen.
Die vertreiben auch son Zusatz.
Ich wollte wissen ob im dem Zeugs das Zink-Phosphat drinn ist.
Iss es nicht!
Ansonsten habe ich nur viel Blah-Blah erfahren:
Ist dann alles viel besser geschmiert, läuft lockerer, geringer Benzinverbrauch, viel besser als ZDTP usw.
Was drinn ist, hat er nicht gesagt. Schade, mit solchen Auskünften kann man nichts anfangen.

Vielleicht kann man ja auch die Guzzi-Leute mal fragen wo die das herbekommen?

Gruß Buxus

Nachtrag: Das die Einzylinder da robuster sind, kann man glaub ich, nicht verallgemeinern.
Bei meiner R27 waren zwar nach 25.000 km die Stößel in Ordnung, aber auf der Nockenwelle hatte ich
deutliches Pitting.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Mopedwoife am 15 Januar 2015, 13:32:03
Mal eine Frage, Pitting bei den Stößeln ist bei mir kein großes Thema...

kann es sein, dass Ihr nicht zwischen balligen und flachen Stößeln unterscheidet ?

Viele Grüße,

Woife!
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 15 Januar 2015, 13:44:50
Hi,

nee, mit Sicherheit nicht!
R27, schmale Nocke, nicht mittiger "Zugriff"  ;D,  balliger Stößel!

Bei Adelheid: breite Nocke, mittiger Zugriff, planer Stößel.

Gruß Buxus
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: peter63 am 15 Januar 2015, 14:22:19
Also meine sind hart. Ich hatte auch mal erfolglos versucht die auf zu reiben.

Bei einem anderen Motor waren die nicht los zu kriegen. Beim Einsatz der 2" Rohrzange sind die zerplatzt wie Glas.

Vielleicht sind auch verschiedene Sorten im Umlauf.

LG Peter
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 15 Januar 2015, 16:18:57
Echt? Komisch.
Ich habe mir damals ohne große Kraft die Nuten verdrückt und konnte sie dann quasi mit dem Taschenmeser wieder entgraten. :-\\
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 15 Januar 2015, 16:24:11
Vielleicht hast du deine 27 mal zu heiß gefahren und dabei die Führungen ausgeglüht? Frag mal Clemens.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 15 Januar 2015, 18:21:33
Das ausglühen kann man mit nachglühen wieder kompensieren. ;D

Manfred

Das mußte raus.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 15 Januar 2015, 18:31:06
Machen wir in Öl weiter

http://www.rektol.de/fileadmin/PDF/AutoBild_Klassik_Oeltest_2013.pdf

Einmal dieser Test.
Dann war in der Marktausgabe Dezamber eine Sonderbeilage über richtiges Öl dabei.
Das Rowe ÖL war bei Bild unter nicht empfhlenswert dabei. Im Marktheft und Empfehlung.

@Bernd: DB und Porsche Öl. Die brauchen wir ;D

Gruß Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 15 Januar 2015, 19:58:03
Das ausglühen kann man mit nachglühen wieder kompensieren. ;D

Manfred

Das mußte raus.


das(!) war gut! ;D

Zum Öl: warum kauft ihr nicht das Ölbuch und bildet euch selber eine Meinung als pausenlos irgendwelchen von halbwissen geplagten Redakteuren nachzujagen?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 15 Januar 2015, 20:04:28
Schwindel !!!!!

Echt verwirrend das Ganze. In der Oldtimer Markt, ich glaube Dezember oder November 14, war eine kleine Broschüre dabei.
"Für jeden Klassiker das richtige Öl"
Dort hat das Rowe Öl als Preis-Leistungssieger abgeschnitten.

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 15 Januar 2015, 20:10:09
Also ROWE kaufen?
Oder doch das Liqui Moly Classic?
Wie hat denn das bei Markt abgeschnitten?
;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 15 Januar 2015, 20:16:51
ZitatMachen wir in Öl weiter
Oh Gott... noch schnell dazwischen... ;D

Zitat von: Mopedwoife am 15 Januar 2015, 13:32:03
kann es sein, dass Ihr nicht zwischen balligen und flachen Stößeln unterscheidet ?
Du hast recht, da geht hier einiges durcheinander (schon wieder ein Öltret ::)).

Pitting kann vom Prinzip her nur bei den balligen Stößeln vorkommen.

Bei den flachen Stößeln tritt Nockenverschleiß auf.
Und nur dieser läßt sich, (wenn überhaupt, theoretisch, vielleicht und mit festem Glauben) durch Phosphate im Öl beeinflussen.
Nockenverschleiß ist auch das, was die Amerikaner so umtreibt.

Um diesen Nockenverschleiß zu minimieren hat BMW ab ~1960 die Nockenabnehmerkonstruktion geändert.
Mit dem Ziel, daß nicht nur eine reine Gleitbewegung (mit ihrer phasenweisen Grenzreibung), sondern zum großen Teil eine Abwälzbewegung stattfindet, welche (ähnlich wie in Wälzlagern) viel schneller einen stabilen Schmierfilm aufbaut.

Wie auch in Wälzlagern liegt nur "theoretisch" eine Punktbelastung vor (beim Herrn Michell ebenfalls ganz nett erklärt).
"In echt" wird im Betrieb durch minimale Verformung der Oberfläche aus dem Punkt eine Fläche, die das Öl schneller einfängt als es entweichen kann... quasi Aquaplaning.. äh "Oleoplaning" ;D

Diese permante minimale Verformung muß die Oberfläche aber auch abkönnen!
Zumindest so lange wie möglich.
Wenn sie schließlich irgendwann ermüdet ist, blättert sie ab. Das nennt man dann Pitting.

Vorzeitiges Pitting ist m.E. nicht durch das Schmiermittel beeinflußbar.
Es gibt nur zwei mögliche Ursachen:

1. Der Härtegradient der Oberfläche stimmt nicht (zu hart, zu spröde, zu tief...).
2. Die Belastung, speziell die Belastungsrichtung/verteilung stimmt nicht. In unserem Fall: Die Balligkeit des Stößelbodens paßt nicht zur Schräge des Nockens.
Man sieht bei den schmalen Nocken ja oft sehr unterschiedliche Tragbilder.
Was ja letztlich nichts anderes bedeutet, als daß es bei der Paarung Stößelboden/Nockenschräge eine große Schwankungsbreite gibt.  ...heutzutage womöglich eine größere als früher.. :-\\


...jetzt dürft ihr wieder über Zaubermittelchen raisonieren.. :prost:
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 15 Januar 2015, 20:29:24
 :applaus:

Danke für den Beitrag!
Hat bei mir zur Klarheit beigetragen.
Bei meiner R27 tanzen die Stößel Walzer und Adelheid bekommt Zink-Phosphat!

Gruß Buxus
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 15 Januar 2015, 20:42:38
Gut gebrüllt, Löwe,

was Du dabei aber ausser Acht lässt ist die Tatsache, dass nach der Umstellung der Nocken- und Stößelbodenform (ballig), es zeitnah nicht zu einem massiven Ausfall der damals verwendeten Stößel gekommen ist.

Damit stelle ich Deine Aussagen und Ausführungen nicht in Frage - ganz im Gegenteil!

Es bleibt offen, warum die balligen Stößel nach deren Einführung in den 60ern nicht nach und nach ausgefallen sind - dies seit einer Reihe von Jahren aber wohl der Fall ist. Ich kenne keine Statistik in der die Ausfallrate der Stößel durch Pitting als Funktion der Laufzeit und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme dargestellt ist. Eigentlich schade - so hätte man zumindest eine Chance nachzuprüfen ob hier eine Korrelation zwischen Änderung der Öladditivierung und der Ausfallwahrscheinlichkeit von balligen Stößeln gibt.

Die früher eingesetzten Öle waren ja "mild" legiert, verfügten aber über einen sehr hohen ZDDP-Anteil. Das ist auch kein Wundermittelchen oder Zaubertrank sondern ein grenzflächenaktives Additiv mit nachweis- und -prüfbarer Wirkung.

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 15 Januar 2015, 21:09:29
Rolf:

Das Liqui Moly Classic SAE 20W50 HD Motorenöl hat abgeschnitten als "Ordentliches Öl, für Klassiker geeignet"
Schwefel pro Kilo: 6799 mg.
Zum Zink (ZDDP) keine Angabe.

Schorsch

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: 4Taktix am 15 Januar 2015, 21:34:12
erhältlich z.B. hier:  http://zddplus.com/
Aber Achtung: Im Sicherheitsdatenblatt steht unter SECTION 7 - HANDLING AND STORAGE:
"Unsuitable Materials and Coatings: Butyl Rubber; Butadiene Rubber; Rubber; Styrene Rubber. "
Womit bei Verwendung dieses Additivs ein Problem angeblich gelöst ist, dafür ein anderes geschaffen wird: Dichtungen und Wedis werden evtl. angegriffen.
Watt nu ?

Gruß,
Sascha
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 15 Januar 2015, 22:01:14
Hallo Sascha,

der Lieferant aus den USA ist bekannt - halt leider weit weg und der Versand ist recht teuer. Wenn man größere Mengen kauft kommt noch die Steuer dazu.
Deswegen meine Idee in Europa oder in Deutschland einen Lieferanten zu finden (bin da auf einem guten Weg).

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: thoro am 15 Januar 2015, 22:03:53
Zum Öl: warum kauft ihr nicht das Ölbuch und bildet euch selber eine Meinung als pausenlos irgendwelchen von halbwissen geplagten Redakteuren nachzujagen?
[/quote]
Hallo Rolf,
sehe ich genauso, d.h. du hast wie meistens (immer?) Recht.
Gruß
Thomas
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 15 Januar 2015, 22:09:49
Sehr gerne Thomas,

bitte den Titel, oder Autor, ISBN Nummer mitteilen.

Danke Dir
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: 4Taktix am 15 Januar 2015, 22:16:43
Solange keiner von Euch "Ölbibel-Besitzern" hier mal klipp und klar postet, welches Öl das Optimum ist (meinetwegen 2 oder 3 zur Auswahl),
werden solche Diskussionen ein immerwährendes Forumsritual bleiben. sic !
Der Fall, dass auch "nur" 100 von 2800 Forumsmitgliedern sich das Buch kaufen, wird niemals eintreten. Nochmal sic !
Also bitte - nicht 'rumnörgeln wenn man selber nichts ändern will  ;D
Gruß, Sascha
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 16 Januar 2015, 00:26:10
Also weiter den Gläubigen/Ungläubigen predigen? Erwartest du das; Sascha?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 16 Januar 2015, 08:03:11
Nicht ablenken!
Das ist der erste Oelfred des Jahres.

:rip:
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 16 Januar 2015, 09:35:54
Schorsch, guckst Du hier.

Richard Michell
Praxishandbuch Öl
Heel Verlag GmbH,Aug 2012
ISBN 9783868526110

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: thoro am 16 Januar 2015, 10:05:02
Schorsch, schicke mir doch per PN deine Adresse, ich leihe dir das Buch aus. Wenn du es durch hast, kannst du es auch gerne an Sascha weiter ausleihen.
Gruß
Thomas
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 16 Januar 2015, 10:41:11
Vielen Dank,

habe mir das Buch gerade bestellt, direkt beim Verlag.

Schorsch
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: 4Taktix am 16 Januar 2015, 17:11:11
@Rolf: ich erwarte garnichts, aber ich wünsche mir eine Antwort auf die Frage: Welches Öl.
Und wenn Du das "Predigen" doch leid bist, dann mach' dem doch ein Ende. Auf die eine oder die andere Art, liegt ganz bei Dir.
Wobei mir die eine natürlich lieber wäre.  :-*
@Thoro: Danke für das Angebot. Obwohl ich da garnicht drauf hinaus wollte. Sehr nett von Dir.

Kann es sein, dass DIE EINE Antwort auch in der Ölbibel nicht zu lesen steht und jeder das für sich entscheiden muss ?
Wenn das so ist, können wir auch weiterdiskutieren.....  ::)

Gruß,
Sascha

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 16 Januar 2015, 17:26:09
Hallo Sascha,

das "Ölbuch" von Michell ist schon prima - es gibt eine Menge Infos die sehr interessant sind. Fazit ist aber, dass die Entscheidung welches Öl für Deinen konkreten Anwendungsfall das Beste ist sich auf folgende Aussage bringen lässt:'

Verwende das Öl, das der Hersteller  des Motors vorgibt.

Wenn Du das Öl in dieser Spezifikation nicht (mehr) bekommst gibts eine Fülle von Informationen die weiterhelfen KÖNNEN aber nicht müssen. So vertritt Michell die Ansicht, dass man Öle mit Detergenzien auch in Motoren ohne Ölfilter fahren kann. Mach ich seit Jahren, ohne Probleme - zumindest mit der /3.
Mehrbereichsöle sind in unseren alten Eintöpfen auch fahrbar - hier sind ein paar Dinge zu berücksichtigen, ...

In meiner /3 fahre ich seit Jahrzehnten Mehrbereichsöl (mineralisch, aus dem Baumarkt) ohne dass die Stößel oder die Nockenwelle verschlissen sind. Spezifikation des Öls SF.
In der R50 hatte ich das gleiche Öl verwendet - bei den Stößeln nach 8 tkm Pitting - und zwar erheblich. Ob hier die Ursache die von Rütz Beschriebene ist - möglich - oder auch nicht.

Alles weitere bei einer Hopfenkaltschale - bei Dir oder bei mir??

Schau mer mal

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 16 Januar 2015, 17:29:03
Zitat von: 4Taktix am 16 Januar 2015, 17:11:11

Kann es sein, dass DIE EINE Antwort auch in der Ölbibel nicht zu lesen steht und jeder das für sich entscheiden muss

Was dachtest Du denn?   ;D

Natürlich gibt es da Empfehlungen!
Die sind aber in Abhänigkeit der Umstände. Zum Beispiel ob der Motor frisch instandgesetzt ist oder bereits etliche km mit unlegiertem Öl gefahren ist.
Da muss sich jeder einen eigenen Reim draus machen.
Ich bin kein Chemiker, so Manches aus dem Buch kann ich im Detail nicht nachvollziehen.
Es ist aber eine total spannende Lektüre,  die Entwicklung der Öl ab 1900 und dass bereits 1911 das SAE System eingeführt wurde und was es mit den Fetten auf sich hat und das es Fette auf Ton-Basis gibt
(kann ich sozusagen bei mir aus der Erde buddeln  ;D ) ....und und und.

Meine Frau kann das nicht begreifen, dass man sich so viel mit Öl beschäftigen kann!   ::)

Gruß Buxus

(Bernd war schneller mit der Antwort)
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 16 Januar 2015, 18:35:00
ZitatMeine Frau kann das nicht begreifen, dass man sich so viel mit Öl beschäftigen kann!

Sag Ihr, Sie soll Rolf anrufen.  ;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 16 Januar 2015, 18:54:43
Am Anfang war ich Öl unwissend.
Dann habe ich das Ölbuch gelesen
Nun habe ich ein gefährliches Halbwissen ;D

In dem Buch wird geschrieben, dass der Zinkchloridanteil wegen dem Kat runtergefahren wurde.
Ich fahre in der /2 das 50er Milleröl. Im Boxer das Roewe 20W50 in SF.  Mit Mathe zugabe.
Ich hoffe das ich es ungefähr richtig gemacht habe.
Interessant ist, das bei den 2 V Boxer mit dem benutzen des syn. Öls die Häufigkeit der defekten Nockenwellen und ! Stößelbecker schlagartig zu nahmen. Das war früher nie ein Thema gewesen.
Jedenfalls dürfte in Mathe kein ZZp drin sein, das es ja Kat.tauglich ist.
Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 16 Januar 2015, 20:19:40
Zitat von: Manfred250 am 16 Januar 2015, 18:54:43

Jedenfalls dürfte in Mathe kein ZZp drin sein, das es ja Kat.tauglich ist.

Wenn es API SL ist können immerhin noch 0,1 % drinn sein.
Da wäre mal die Frage was die Zweiventiler reinkippen. Es gibt auch sythetische Öle die noch SL sind.
Zum Bespiel das in der Anlage.
Das ist zwar hier im Einzylinder nicht so ganz richtig platziert, aber:
Bei meiner Suzuki VX habe ich letztes Jahr auf dieses Öl umgestellt.
Und plötzlich lassen sich die Gänge wieder vernüftig schalten (halt Nasskupplung).
So ein frappierender Unterschied!
Wollt ich nur mal gesagt haben! ;)

Gruß Buxus
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 16 Januar 2015, 20:41:31
Zinkchlorid?? :o ...ich werd nicht mehr.
Kipp' doch 'nen halben Liter Weichlöt-Flußmittel rein. Das ist billig! ::)

ZitatIn dem Buch wird geschrieben, dass der :-X anteil wegen dem Kat runtergefahren wurde.
Ja, in Amerika, aber nicht in Europa!
Außer bei den ACEA-C Ölen gibt es hierzulande keine Höchstgrenzen für die Phosphate (steht auch in dem Buch).
Warum sollten die Hersteller es also reduziert haben? Wenn es gut ist? Und nicht mal teuer?

Das mit den sythetischen Ölen steht auch in dem Buch:
Es wurde anfangs unterschätzt, daß die in Mineralölen immer reichlich vorhandenen polaren Kohlenwasserstoffe doch für irgendwas gut sind (und keine unerwünschte Verunreinigung darstellen). Mittlerweile sind sie auch in sythetischen Ölen enthalten.

In Mathe sind (Z)DDP's drin. Lad' dir von der Hompage die Sicherheitsdatenblätter runter, da sind Inhaltsangaben mit Prozentzahlen drin.

@ Sascha, mein Fazit aus dem Buch:

1. API Normen sind nichts(!) wert, wenn nicht auch das API Prüfsiegel auf der Packung zu finden ist.
Das habe ich hierzulande aber noch nie gesehen!
Der Knaller ist zur Zeit Louis mit den Procycle-Ölen: Sie geben für alle Öle API-SM an!
API-SM ist aber genau diese amerikanische Horrorvorschrift mit Phosphatlimit, die diese ganze Diskussion ausgelöst hat.
API-SM war so ein Reinfall, daß es in Amerika schon nach kürzester Zeit durch SN ersetzt wurde und in Europa nie zugelassen war.
Steht zumindest in dem Buch.
Kurz: Bei API pappen die Verkäufer irgendeine Angabe auf die Flaschen, von sie gerade meinen, daß sie angesagt ist.
Seit API-SM werden in Europa nur noch ACEA Normen überprüft.

2. Welches ÖL?
Kurz: ACEA-A3 (zusätzlich B3 oder B4 stört nicht)
evtl. A2
nicht: A4
Auf keinen Fall: A1, A5 und alle Kombinationen mit C

Da sieht man schon, daß es ein bißchen kompliziert ist.

In dem Buch fehlen leider jegliche Infos zu speziellen Motorradölnormen (spez. JASO).
Für uns käme da JASO-MB in Frage. Habe ich aber auch noch nie gesehen.


Rütz
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 16 Januar 2015, 23:49:00
Nachtrag:
Aktuell in einem englischen Öl Forum gefunden:
http://www.bobistheoilguy.com/forums/ubbthreads.php/topics/3320756/The_History_of_ZDDP_as_an_oil_

"Gokhan" zitiert hier aus einem Fachartikel über ZDDP
(The history and mechanisms of ZDDP
H. Spikes (Tribology Section, Department of Mechanical Engineering, Imperial College, London SW7 2AZ, UK)
Tribology Letters, Vol. 17, No. 3, Pages 469 - 489, October 2004)

Lest mal den letzten Absatz!!
-> Es hat sich herausgestellt, daß ZDDP das auftreten von Pitting fördert!
Jawohl: FÖRDERT! und zwar "strongly".

Weil es das Einlaufen der Oberflächen verhindert, leiden die Oberflächen dauerhaft den Streß der plastischen Verformung.

Pitting ist somit eher die Folge von zuviel ZDDP im Öl und nicht von zu wenig.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 17 Januar 2015, 01:00:18
Ja....ABER mein Öllieferant/Marktheft/Autobild sagt....wäre jetzt die normale Antwort aus dem Forum, Sascha....und deswegen bringt es nichts irgendetwas zu sagen/schreiben
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 17 Januar 2015, 10:10:52
Glühöl?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Tino am 17 Januar 2015, 10:33:10
Zitat von: Rütz am 16 Januar 2015, 23:49:00
Lest mal den letzten Absatz!!
-> Es hat sich herausgestellt, daß ZDDP das auftreten von Pitting fördert!
Jawohl: FÖRDERT! und zwar "strongly".

Weil es das Einlaufen der Oberflächen verhindert, leiden die Oberflächen dauerhaft den Streß der plastischen Verformung.

Pitting ist somit eher die Folge von zuviel ZDDP im Öl und nicht von zu wenig.
Tztztz, wenn dann sollte man richtig übersetzt zitieren!Ansonsten ist das Bild-Niveau erreicht.
Da steht "running-in of rough surfaces"
rough ist keine qualiative Aussage, also wissen wir noch immer nicht wo rau beginnt.
Wir können auch gerne noch versuchen spezifische Probleme mit Pitting verschiedener Epochen auf unsere Motoren zu übersetzen.
Waren die Nockenwellen aus Guss?Die Stößel ebenfalls? Oder ist alles geschmiedet oder Kombinationen davon?
Wir sollten schon bei unseren Motoren mit unseren Materialmixen bleiben. Ein Guss-,Schmiede- oder drehstahl hat ein anderes elastisches Verhalten im Mirkobereich erste recht, wenn noch verschiedene Härteverfahren hinzukommen.
Gruß Tino
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 17 Januar 2015, 19:06:51
Wenn das ZDDP nix gut ist, warum ist denn in den LKW Öle ein vielfaches davon drin? Die fahren locker 300.000km im Jahr. Da sollte es dann zuerst auffallen.
Sage ich so als Halbwissender, (Also so was wie Celemtine ;D)
Gruß Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 17 Januar 2015, 19:41:41
wer sagt denn das es nicht gut ist, Clementine?...habe ich nirgendwo gelesen!...das es pitting fördert habe ich gelesen.....als einziges....von den Vorteilen wurde nichts geschrieben....die es ja haben muss sonst würde es nicht beigerührt.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 18 Januar 2015, 01:18:59
Papa Heiko,
Rolfilein und Manni ärgern mich.
Tu was.  ;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 18 Januar 2015, 08:44:18
Die meinen  Dich  (http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.industrie-kultur.de/files/Meld._1_09/Foto_Klementine85.450.jpg&imgrefurl=http://www.industrie-kultur.de/modules.php?op%3Dmodload%26name%3DNews%26file%3Darticle%26sid%3D305&h=621&w=450&tbnid=VNIZc2Ls0179EM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=65&usg=__u0zmV3Z_jWFnDuBgpLiH-0cMenc=&docid=OPVaSnzUWPhHkM&sa=X&ei=uWK7VKmBKY7kaJz2gfgJ&ved=0CDsQ9QEwAw) doch gar nicht!

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 18 Januar 2015, 12:00:10
(Puhh)

Jetzt müssen wir nur die Frage klären, weshalb der Fred

"Stößel und Ventile Erfahrung mit Qualität"

heißt und noch kein Wort zu den Ventilen verloren wurde.

Liegt das am Öl?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest4218 am 18 Januar 2015, 13:07:14
Hihi

Immer wieder erheiternd. 8)
Egal in welcher Zusammenstellung, ob Auto oder Motorrad in dem Moment wo  jemand Jehova ruft in Form der zwei explosiven Buchstaben ÖL wirds wuschig  :attacke: das sind wir alle gleich......
Nun die Qualität der Diskussionen ist eigentlich auch immer gleich, diese geht von echt Wissenden (kannte mal nen Chemiker von Shell) über die Handbuchzitierer und dann den provokanten Nichtswissern
eigentlich immer gleich und je nach Alter und Intellekt der Beitragenden Lesenswert bis Löschenswert.

Nur was nützt mir die beste fachliche Abhandlung in einer Literatur wenn seitens eines Herstellers gar nicht das drinnen ist was ich haben möchte.
Daher stelle ich einmal die recht einfache Frage, was soll ich für ein Produkt für mein Restaurationsprojekt verwenden für:
Antrieb
Getriebe
Motor
Gabel
verwenden.
Ihr habt allesamt mehr Erfahrung aus Dauerbetrieb als ich. :schrauber:
Für mich ist das nach Jahrzehnten der Motorradabstinenz Neuland 

Einfach bitte Hersteller und Viskosität mehr möchte ich nicht haben

Gerne auch via PN um des Friedens willen  ;D


und ich wars nicht Jehova hat schon vor mir jemand in die Runde gerufen :attacke:
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 18 Januar 2015, 14:19:43
Zitat von: HesseR68-53 am 18 Januar 2015, 13:07:14

Daher stelle ich einmal die recht einfache Frage, was soll ich für ein Produkt für mein Restaurationsprojekt verwenden für:
Antrieb
Getriebe
Motor
Gabel
verwenden.

Für welches Moped?
In meiner R 25 fahre ich Baumarktöl, 15 W 40, egal wo!
In der /3 habe ich in der Gabel Dämpferöl drin (bitte frag jetzt nicht nach einer Marke)

Gruß Rudi
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest4218 am 18 Januar 2015, 14:37:09
Servus Rudi

Die Informationen bräuchte ich für mein Boxer Bj 1953
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 18 Januar 2015, 14:38:20
Hallo HesseR68-53,

Ich werde einen Teufel tun, Dir zu sagen, welches Öl Du verwenden sollst.

Allerdings schreibe ich Dir gerne, welches Öl ich in der R 27 (original belassen, Motor Antrieb, Getriebe nie geöffnet, nur Zylinder gebohrt, neuer Kolben und Ringe) seit 10 Jahren verwende.
Es handelt sich um ein Öl der Mitan GmBH Ankum, SAE 20W-50 Mineralöl, API SF/CD.
Gibt es hier in der Nähe (Landhandel) 5 Liter 12 Euro.
Dieses Öl fahre ich auch im Getriebe und Antrieb. Bisher keine Probleme, Ölwechsel im Motor alle 1500 km, Getriebe und Antrieb alle 4000 km. Jeden zweiten Ölwechsel baue ich die Ölwanne ab, um sie zu säubern.

Verschiedene "Ölmeinungen" beruhen hier wohl auf verschiedene Informationsquellen. (Glaubhaft oder weniger glaubhaft)
Mach Dir mal den Spaß, rufe die üblichen Händler an und stelle die Ölfrage. Du wirst auch bei denen verschiedene Meinungen
hören. Von "völlig egal" bis "ganz spezielle Öle", auch bei Händlern, die Motoren überholen, also eigentlich um Schäden wissen müssten.

Gruß   Schorsch
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest4218 am 18 Januar 2015, 14:53:02
Nun 20/50 währe ja einfach.
Das schütte ich in meine Engländer und habe im Regelfalle immer an die 50 Liter aufm Hof................
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 18 Januar 2015, 15:45:28
Roland, Roland,

50 Liter Öl auf dem Hof, etwa noch auf dem Hof verteilt ?   Das gibt Mecker !!!!!!

Schorsch
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: thoro am 18 Januar 2015, 15:49:15
Hallo Hesse R68-53,
das wird ja jetzt ein "undercover Ölfred".  ;D Um etwas objektives beizutragen: dieser Test ist etwas mehr als ein Jahr alt:
http://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=12398.msg164614#msg164614
. In der aktuellen Ausgabe von Oldtimer Markt 1 /2015 ist auf der Titelseite ein Öltest aufgeklebt. Dies kleine Heft finde ich zur Zeit leider nicht wieder. Schorsch und Rudi haben aber vollkommen recht, das Öl sollte niedrig legiert sein, also Landhandel und Baumarkt reichen vollkommen aus. Ich persönlich benutze Liqui Moly 20W-50, habe aber viel weniger für die 5 l bezahlt als in dem Test von 2013 angegeben. Bei einem Motorrad reichen die 5 l ja auch ewig.
Gruß
Thomas
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 18 Januar 2015, 18:52:58
Zitatdas Öl sollte niedrig legiert sein, also Landhandel und Baumarkt reichen vollkommen aus.

Und von solchen Aktion rät der Redakteur des Buches ÖL ab. Diesen Ölen fehlen die Zusätze (Additive). Also die Schaumbremse, (der Zusatz wenn es so sauber wie gekocht sein soll) oder der Rostschutz usw.
Auch die Aussage reichen völlig aus sind etwas seltsam.
Wenn ich im Jahr 3x um den Kirchturm fahre mögen dies Öle ausreichen. Fahre ich aber bei 40 Grad im Schatten 2000km Vollgas dürfte das etwas anders aussehen.
So, und nun sage ich Adieos. Ich bin aus dem Ölfreddie raus.
In der /2 Wagner Öl, in der 90/6 Rowe + Mathe Zusatz.

Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 18 Januar 2015, 18:54:12
ZitatDie meinen Dich doch gar nicht!

Doch, genau die meinen wir! ;D

Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: MANER502 am 18 Januar 2015, 19:14:13
Zitat von: HesseR68-53 am 18 Januar 2015, 14:37:09
Servus Rudi

Die Informationen bräuchte ich für mein Boxer Bj 1953
Hallo Roland,
wo soll da ein Unterschied bei Einzylinder/Boxer vom Öl her sein, ?  :Frage: wenn das BJ in etwa gleich ist :Frage:
Gruß
Mane
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 18 Januar 2015, 19:16:45
Manfred250

Bei dem von mir verwendeten Öl steht auch nix von niedrig legiert drauf, aber ein hoher Verschleiss- / Korrosionsschutz ist
auf dem Kanister vermerkt.

Schorsch
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: MANER502 am 18 Januar 2015, 19:24:20
 
Hallo Roland,

In dem Fred steht eig. alles drin  ;D 8)
http://www.bmw-einzylinder.de/boxerforum/index.php?topic=730.30
Gruß
Mane

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 18 Januar 2015, 19:59:51
Hast Recht, Rudi!

Es ist das Einzylinderforum!   ;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 19 Januar 2015, 18:39:28
Moin Detlef,
jetzt bist du aber im falschen Film!
Die Antwort passt aber nicht hierher!   ;D

Ich mag dich "trotzdem"!!   :-*

Gruß Rudi
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 19 Januar 2015, 19:47:18
ZitatIch bin aus dem Ölfreddie raus.
ZitatDoch, genau die meinen wir! ;D
Manfred

Herr Hoëcker, Sie sind raus!
Manne, Du auch.

Ist richtig so, würde sonst ja noch pädagogisch wertvoll hier;
so oft wie Du und Rolf aktuell einer Meinung seid,
nachher fahrt ihr noch dasselbe Öl, ts, ts, ts.

Cle mentine

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Klemens am 20 Januar 2015, 22:10:00
ÖL-oh weh.......


mal aus meiner Praxis,ich bin mit meiner R26 ca 11200 km im Jahr 2014 gefahren.Ich verwende jetzt Öl  5W40 Syn. mit max 2% !  OKS 30 ( Infos bitte aus dem internet ziehen!),Ölwechsel bei 500-800km.Das Öl wird gesammelt und im PKW weiter verwendet.



Ölige Grüße ,Michel
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Wolfgang aus Bremen am 21 Januar 2015, 11:14:46
Zitat von: cledrera am 19 Januar 2015, 19:47:18
Herr Hoëcker, Sie sind raus!
Manne, Du auch.
Cle mentine

Warum raus ? Ein Fachgespräch über Motorräder und Ölwechsel geht immer vor.
S.u.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 21 Januar 2015, 18:29:08
ZitatMagnete, die nur aus Neodym, Eisen und Bor ohne weitere Legierungszusätze bestehen, entmagnetisieren sich bereits bei Temperaturen von 80 °C teilweise und sind sehr korrosionsempfindlich. Durch Zusätze anderer Seltenerdelemente, insbesondere Dysprosium oder Terbium, kann die Temperaturstabilität auf über 200 °C angehoben

Mußte ich noch hinzu fügen

Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: bemwenesu am 21 Januar 2015, 19:44:31
Donnerwetter Manfred, :respekt:

also ich mußte mehrere Fachbücher aus der Stadtbibliothek holen um das zu kapieren. Ohne Erfolg.
Du kannst mir es aber beim nächsten Treff persönlich erklären. Ich glaube Du kannst das gut verständlich
rüberbringen.   :ok:

Gut´s  Nächtle      Frank
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 21 Januar 2015, 21:18:35
Zitat von: Klemens am 20 Januar 2015, 22:10:00
R26 ca 11200 km im Jahr 2014
Moin Michel,
:ok: :respekt: :ok:
Das fahren manche in 10 Jahren nicht mal.
Hut ab!

Gruß Rudi m(usste mal gesagt werden)
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Klemens am 21 Januar 2015, 21:26:38
Hallo Rudi,

wegen des schlechten Wetters  >:(leider nur 11200 km.     Meine gesamtkilometer müßten jetzt 400000 km überschritten haben. Ich hab mal alle Tachostände aufgeschrieben wieviel ich gefahren bin.

Das is schon erstaunlich.   Übrigens hat meine R26 selten den Tacho auf 90 Km/h ,  meistens darüber.Vieleicht deswegen die vielen km. ;) 

schnelle Grüße Michel
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 22 Januar 2015, 16:35:40
Zitatalso ich mußte mehrere Fachbücher aus der Stadtbibliothek holen um das zu kapieren. Ohne Erfolg.
Du kannst mir es aber beim nächsten Treff persönlich erklären. Ich glaube Du kannst das gut verständlich
rüberbringen.   :ok:

Gut´s  Nächtle      Frank

Also mein lieber Alter. Da sage noch mal einer unsere Rentner kriegen nix in die Reihe
Um 18:29:08 am 21.1.15habe ich den Beitrag geschrieben.
Um  19:44:31 am 21.1.15 hast Du geantwortet.
In dieser Zeit warst Du in der Fachbibliotek und hast Dir mehrere Fachbücher ausgeliehen und gelesen!
Und geantwortet.
Da sage ich nur: Hut ab. Einstein wäre neidisch geworden ;D

Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: bemwenesu am 22 Januar 2015, 17:27:36
Hallo Manni,

das sind 11/4 Std. Aber nach dem ersten Buch hab ich kapituliert. D.h. Du mußt es mir doch
verständlich machen Herr :oberlehrer:

V.G.   Frank
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 22 Januar 2015, 22:39:31
 :lol: :lol:

Manne,
vorsichtig.
Hinterlistiger Rentner auf Einzylinder.
Das sind die Schlimmsten.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 23 Januar 2015, 08:49:22
Zitatdas sind 11/4 Std. Aber nach dem ersten Buch hab ich kapituliert

waren zu wenig Bilder drin? ;D

D+W

Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: bemwenesu am 23 Januar 2015, 10:20:35
Hi Manni,

Bilder sind manchmal sehr hilfreich,aber in diesem Fall absolut nicht.  :nono:

V.G.     Frank
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Stefan am 23 Januar 2015, 13:13:16
Zitat von: bemwenesu am 23 Januar 2015, 10:20:35
Bilder sind manchmal sehr hilfreich,...

Zum Beispiel bei der Beschreibung des Körperbaus junger Frauen um die 25. Dazu gibt es jede Menge Fachliteratur, auch in Kalenderform.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 23 Januar 2015, 15:16:59
die guten sind aber auch richtig lang!
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 23 Januar 2015, 19:51:58
Zitat von: rolf am 23 Januar 2015, 15:16:59
die guten sind aber auch richtig lang!

Die Frauen oder die Kalender?

Gruß Rudi
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: axel69 am 23 Januar 2015, 20:16:02
Zitat von: Oldtimerfahrer am 23 Januar 2015, 19:51:58
Die Frauen oder die Kalender?

Gruß Rudi

Rudi,die Kalender sind es wohl nicht, die sind (abhängig vom Jahr) jeweils gleich lang.

Grüße

Axel
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 23 Januar 2015, 20:16:34
Hi,
hab die ersten Antworten mit Interesse gelesen. Danke Rütz für die Info mit dem 0,01'er Aufmass. Du hast recht. Ist bei dem entsprechenden Händer falsch auf der Hompage angegeben. Er weiss es, komisch warum er es nicht ändert.....
Nun aber was anderes was mir schon seit längerer Zeit in den Fingern juckt. Leider ist auch hier das ursprüngliche Thema mal wieder abgedriftet. Eine Entwicklung die ich auch in anderen Foren beobachte. Gerne werden auch Private "Unstimmigkeiten" genutzt um ein Thema mit Antworten zu füllen, den Inhalt lassen wir mal außen vor. Auch Neumitglieder werden gleich angegangen wenn sie nicht gleich ihren Lebenslauf einstellen, klar wäre es nett zu wissen mit wem man es zu tun hat, denke es entwicklet sich aber von alleine sobald auf gestellte Fragen auch sinnvolle antworten kommen. Ist zur Zeit auch meine "Hemmschwelle", nach ca 15 BMW Restaurationen, mehr zu posten......Reden ist silber schweigen ist gold, oder so ähnlich. Wäre vieleicht mal ne Anregung für die Admins eine Umfrage zu starten wie wieder etwas Disziplin, und denke somit auch mehr fachlicher Inhalt ins Forum zu bekommen ist. Vieleicht bin ich aber auch der einzige der das so sieht, dann Fehler meinerseits. Angebene Punkte sind meine persönliche Meinung oder Empfinden und nicht auf ein spezielles Mitglied zu übertragen !!!!!

Gruß Jochen
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: professor buxus am 23 Januar 2015, 20:30:44
Hallo Jochen,
Du hast in sofern Recht, dass es grad für den Thread-Verfasser eine unschöne Entwicklung ist.
Das fänd ich auch nicht ok, wenn mein Beitrag so abdriften würde.
Du hast aber ja selbst jederzeit die Möglichkeit zu intervenieren und zum Thema zurückrufen.
Oder per PM die Sache weiter zu verfolgen (was allerdings nicht der Sinn eines Forums ist).
Ich finde, da sollte man "gnädig" sein.
Auf der anderen Seite wäre es auch schade wenn es auf die Sachthemen reduziert würde und der Humor
auf der Strecke bliebe.

Gruß Buxus
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: ClassiCmen am 23 Januar 2015, 22:17:12
Hi Josch,

ganz genau :applaus: darum bin ich auch so gut wie raus hier !! Gehörst du nicht zum elitären Kreis bekommst den A...... versohlt der Rest schweigt und erteilt Ausgleichskarma :\'(
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 24 Januar 2015, 00:21:42
AAAAlso...ich habe mal ein bißchen nachgelesen (Karmas)....das hast du von Mek negativpunkte en masse bekommen....AaaaBER von anderen Hasen Recht ( kein Ausgleichskarma!!)bekommen....u.a. Jan.....findest du nicht das du ein bißchen ungerecht bist? ich bekomme von mek auch immer einen auf den Rüssel....so what?
Nimm dir ein Beispiel an Clemens....den interessiert das auch nicht! ;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Fastnachter am 24 Januar 2015, 10:05:50
Ich?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 24 Januar 2015, 11:45:32
Buxus spricht mir hier aus der Seele. Die Reduzierung des Forums auf die Klärung rein technischer Sachverhalte würde dies zu einer Art "Einzylinder-Wiki" reduzieren.
DAS TUT NICHT NOT!!
Sicher gleiten die Diskussionen ein wenig ab - na und? Letztendlich bleibt es jedem Threadersteller hier selbst überlassen das in seinem Fred mal anzusprechen oder den thread zu schliessen.

Und was den elitären Kreis angeht - hier sind doch alle gleich - naja zumindest fast - gut - einige - ...
Ich hab mir was das angeht inzwischen ein dickes Fell angelegt und sehe das alles erheblich gelassener. Ist vielleicht auch die Gnade des Alters  :tot:
Schönen Tag auch noch

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Schorsch am 24 Januar 2015, 13:21:34
Tja,

Wir sind alle gleich ?   Ach du Sch........ !
Wie langweilig, keine Diskussionen mehr, kein über den eigenen Tellerrand gucken mehr, kein Austragen verschiedener
Meinungen mehr!!!!  Total blöde, man kennt sämtliche Forumsmitglieder wie sich selbst, lernt also nichts dazu, weil ja alle gleich sind. Hoch lebe die Pluralität  !!!!!!!! Natürlich komme ich mit dem Einen besser aus, als mit dem Anderen. Ist halt wie im richtigen Leben.


Schorsch
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 01 Juni 2015, 18:07:06
.... die geschichte geht weiter ....

zur Vorgeschichte. Nach untypischen Geräuschen im Bereich der Zylinderköpfe habe die Zylinderköpfe zweckes Überholung demontiert. Die Zylinderköpfe wurden geplant, Dichtung aus Frankfurt hat sich 0,3mm im Kopf eingegraben, neue Führungen mit Sitzbearbeitung und neue Ventile. Anschließend mit neue Dichtungen, dieses mal von einem namhaften Händer aus Süddeutschland, wieder zusammengebaut. 20km Proberunde bei kleiner Gasstellung, alles nochmal nachziehen. Die Geräusche waren weg. Super, endlich mal ein Projekt abgehackt. Denkste . Gestern nach einer gemütlichen Runde ins BMW Museum Bald in Erndtebrück, sehr empfehlenswert, dann auf dem Heimweg auf einmal keine Leistung mehr. Rechts ran. Keine Kompression. Also auf dem Hänger nach Hause. Das erste mal . Frust. Da der Abend ja eh gelaufen war, Köpfe runter. Und nun schaut euch mal die Dichtungen an...... Hab heute morgen mal angerufen. Das Problem ist vereinzelnt bekannt. Aber nur bei Köpfen mit Langewinde. Wie ich das deuten soll??? Abhilfe, selber Reinaludichtungen herstellen oder die aus Frankfurt einsetzen mit der Gefahr das sich die Buchsen für die Kipphebel setzen und sich ggf. die Köpfe verziehen. Kennt ihr das Problem???? Was würdet ihr machen? ... nicht wundern, der gleiche Text ist noch in einem anderen Forum unterwegs. War zu faul alles nochmal zu tippen...
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 01 Juni 2015, 23:55:52
Hat dein Zylinder noch diesen erhabenen Ring der in den Kopf ragt?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: mekgyver am 02 Juni 2015, 00:13:42
Welcher eben Feuersteg heißt ?
m
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Stefan am 02 Juni 2015, 08:41:47
Zitat von: mekgyver am 02 Juni 2015, 00:13:42
Welcher eben Feuersteg heißt ?
m

Nein. (http://de.wikipedia.org/wiki/Feuersteg)
s
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: 27-steib am 02 Juni 2015, 10:51:37
Vielleicht eine Lösung:

die Dichtungen des 700er Automotors haben einen Aluminiumring, da der Zylinder auch keinen Feuersteg hat. Daher verbrennen die nicht, so wie die reinen Papierdichtungen Diese Dichtung passt z. B auf die R27 köpfe, die wiederum auf den 700 Autozylinder passen, da der R27 Kopf eben für einen Zylinder mit Feuersteg konzipiert ist und daher einen grosseren Durchmesser hat, als eigentlich nötig für die Zylinderbohrung.

Bestell dir mal eine, und schau mal, ob dir das weiterhilft.

Grüsse Jan
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: mekgyver am 02 Juni 2015, 11:03:50
Zitat von: Stefan
Nein. (http://de.wikipedia.org/wiki/Feuersteg)

Dort steht : "Seine Aufgabe ist auch, die Ringpartie vor der unmittelbaren Einwirkung der Verbrennungsgase zu schützen[1]."

Das macht der Zylindersteg auch , in Bezug auf die Zyl-Kopf-Dichtung.
Kann daher gut sein, dass der Zyl-Steg auch ein Feuersteg ist.

Gruß mek  :kaffee:

Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 02 Juni 2015, 11:08:05
Er ist von mir aus auch ein Feuersteg....heisst aber nicht so ;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: mekgyver am 02 Juni 2015, 11:16:14
Jedem sein persönlichen Feuersteg  ;D

Ich meine, ich habe diese Bezeichnung für den Zyl-Steg von einem Motoreninstandsetzer gelernt, vor -zig Jahren, als eben dieser
von meinem /3 Zyl abgebrochen war, als der Kolben mit dem Maß 70,5mm gelaufen hatte.

Man sieht sich, mek  :dance:
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 02 Juni 2015, 11:34:50
Ich kenne das Wort auch von in Grill gefallenen Rindfleischscheiben ;D
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 02 Juni 2015, 12:15:49
Hallo.  Am zylinder selber wurden selber keine Änderungen vorgenommen. So fern ich mich recht entsinne, hatten die Dichtungen für die Boxer keine Alu Verstärkung.  Kamm erst bei den /5 Modellen. Bin ja auch nicht der einzige der damit rum fährt. Leider hab ich bis jetzt nicht erfahren vom wem der Händler die Dichtungen bezieht......
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 02 Juni 2015, 13:45:07
Also ist der Steg noch da?
Gut, 2.te Möglichkeit:
wenn du den Kopf auf den Zylinder setzt (ohne Dichtung)....ist da ein Spalt zwischen beiden? Wenn ja wie groß (Ventillehre nehmen).

Ist richtig....original haben die keine Aluumrandung ....ist auch nicht nötig
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: 27-steib am 02 Juni 2015, 14:30:37
Die Boxer aus den Autos hatte die Aluumrandung, und wenn jemand die Stege vom Zylinder eventuell abgedreht hat, könnte es ja mit den Dichtungen klappen.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 02 Juni 2015, 19:43:24
Hallo,
der Bund des Zylinders liegt nach montierter Dichtuing nicht auf. Nach aufgelegter Dichtung sind ca. 0,7mm Luft zwischen dem Bund des Zylinders und der Fläche im Kopf. Entspricht in etwa den Ersatzteilen die ich noch liegen habe.
War heute mal bei meinem Lokalen Händler um neue Dichtungen direkt von BMW, wo auch immer die herkommen, zu bestellen. Er war nicht überrascht . Er beschreibt ein ähnliches Phänomen bei Klassikern von Yamaha. Er betätigte mir das in letzter Zeit vermehrt Motorräder zu ihm kommen die genau das gleiche Problem haben. Durchgebrannte Dichtungen oder wesentlicht verschlechterte Laufkultur. Er hat diese bei zwei Maschinen mal versucht step by step zu analysieren. Ergebnis war ein Mix aus reduzierter Verdichtung durch stärkere Fußdichtung größere Düsen und 102 Oktan Sprit. Er meinet das das heutige Benzin mit den ganzen Zusätzen heute wensentlich "heißer" verbrenne. Und das planen meines Kopfes um ca. 0,3mm kann das Tüpfelchen auf dem i gewesen sein.
Was ich jetzt machen soll weis ich dadurch immer noch nicht so richtig. Denke werde wohl ne verstärkte Fußdichtung (1,5mm) und Kopfdichtungen von BMW verwenden.....

Werde die Dichtungen mal mit zu See bringen...... Sofern die andern Böcke nicht zicken .....
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Heiko am 03 Juni 2015, 06:31:22
Hi,

Du hast sogar mit aufgelegter Dichtung und aufliegendem Kopf noch Luft? Wie soll das denn dichten, oder habe ich das falsch verstanden?

Einfach mal den Absatz im Zylinderkopf von Verbrennungsrückständen säubern und richtig frei schaben, damit der Kopf überall am Zylinder aufliegt und du keinen Spalt von 0,7mm mehr hast... ohne Dichtung!

Der Argumentation des Händlers kann ich nicht folgen.... erst reduzierte Verdichtung (den Rest vergessen wir mal) und dann war das planen deines Zylinderkopfes (Verdichtung wird wieder größer) die Ursache?


Heiko
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: cledrera am 03 Juni 2015, 07:27:12
Falls es mich nicht täuscht, hast du noch Ersatzzylinder.
Bau den Zylinderkopf ab, reinige den Feuersteg und mach mal eine Probe auf dem stehenden Ersatzzylinder.
Mit Gegenlicht und drehen und Gegenlicht und ..

Dann scheint es so zu sein, als ob es unten mehr durchpfeift.
Irre ich da?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 03 Juni 2015, 08:59:12
Hallo Jo,
die Stärke der Fußdichtung hat mit dem beschriebenen Effekt nichts zu tun. Du kannst den Zylinder auch demontieren und den Zylinderkopf aufsetzen - da werden sich die gleichen Verhältnisse einstellen. Durch das Planen des Zylinderkopfes wird die Tiefe der Nut reduziert in die der Absatz des Zylinders steckt.
Wenn hier 0,3 mm abgeplant wurde und sich die Spaltweite von 0,7 einstellt war diese vorher 0,4 mm, es war also dann auch schon ein Spalt vorhanden.
Dieser war allerdings noch klein genug um bei aufgelegter Zylinderkopfdichtung den Kopf dicht zu verschrauben.
Steht der Kolben im OT bündig mit der OK des Zylinders oder ein wenig tiefer?
Wenn ja - wieviel?
Man könnte auch die Höhe des Absatzes des Zylinders ein wenig reduzieren.

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 03 Juni 2015, 09:17:36
.... Vieleicht habe ich mich falsch ausgedrückt
Der Kopf wurde geplant und entsprechend in der 'zentrierbohrung' nachgesetzt. Also wie original.  Nur mit leicht erhöhter Verdichtung. ... die dichtung liegt voll auf und wird auch flächig gedrückt.  Zwischen Bund des Zylinders und Tasche im Kopf sind dann 0,7mm Luft. .....
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Rütz am 03 Juni 2015, 10:39:05
Zitat von: JoSch am 01 Juni 2015, 18:07:06
Das Problem ist vereinzelnt bekannt. Aber nur bei Köpfen mit Langewinde.
War das kein Mißverständnis?
Meines Wissens waren es die Langewindeköpfe gerade nicht, sondern die kurz davor,
die sog. "Butterköpfe".

- Ein einfacher Test ist, die Kopfschrauben mal von der falschen Seite (also von unten) in die Bohrungen der Köpfe zu stecken.
Wenn sie dabei klemmen, hast du die Ursache schon gefunden (die Bohrungen haben sich im unteren Teil verengt, bzw. verzogen) und du mußt sie dann wieder auf 10,5 aufbohren.
Aufgrund der verengten Bohrungen verklemmen die Kopfschrauben beim Anziehen im Kopf und das Anzugsdrehmoment kommt gar nicht am Gewinde an.

- Die Kopfdichtungen sollten mind. 1,0 mm dick sein. Die dünneren (0,75) haben irgendwie zu wenig "Rückfederkapazität", wenn sich doch mal etwas "setzt".

- Mindestens 2x nachziehen. 1. Mal nach dem ersten Warmwerden (erste Fahrt), 2. Mal nach dem ersten Heißwerden (erste Vollgas, bzw. Autobahnfahrt).


...meine 2 Cents zum Thema.. :-\\
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: Heiko am 03 Juni 2015, 12:22:16
Zitat von: berndr253 am 03 Juni 2015, 08:59:12
Wenn hier 0,3 mm abgeplant wurden würde sich allerdings die Spaltweite von 0,7 auf 0,4 verändern.

Ähh.... nein... wenn der Spalt vorher 0,7 war und der Kopf um 0,3 geplant, der Absatz aber nicht nachgesetzt wird, erhöht sich das Maß auf 1,0.


Heiko
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: berndr253 am 03 Juni 2015, 16:03:11
Richtig - hab meinen Beitrag korrigiert.

Bernd
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 03 Juni 2015, 19:44:09
Josch:
"Zwischen Bund des Zylinders und Tasche im Kopf sind dann 0,7mm Luft."
wie hast du das gemessen?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 03 Juni 2015, 20:45:51
....also wenn ich die Kopfdichtung auflege, dann das Maß auf den Bund des Zylinders messe und dieses mit dem Maß der "Zentrierung" im Zylinderkopf messe, bleiben ca. 0,7mm Luft. Gemessen mit dem Tiefenmeßschieber. Das Drehmoment geht also voll auf die Dichtung.
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 04 Juni 2015, 09:31:48
Das ist aber voller Hoffnung das die zentrierung im Kopf gleichmäßig ist (was sie meistens nicht ist)....wo du die hast ausdrehen lassen mag es so gehen...ansonsten gewagt.
den Kopf ohne Dichtung hattest du aber auch mal so auf den Zylinder gesetzt und geschaut ob da noch eine Lücke ist (und wie groß)?
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: JoSch am 04 Juni 2015, 21:43:55
... weiss nicht was das mit Hoffnung zu tun hat. Für mich sind das Fakten und ich mache das nicht zum ersten Mal. Es hat meiner Meinung nach nicht an der Vorspannung gelegen. Der Vergleich von neuer und alter Dichtung zeigt eine Maßänderung von ca. 0,15mm und deutliche Pressspuren. Und was den Mechaniker betrifft, der weiss was er macht und ist noch pingelicher wie ich es schon bin und das will was heißen. Habe bisher ca. 20 Motoren gemacht und kenne das mit durchgebrannten Dichtungen bei BMW eigentlich nicht. Nur wenn man mal nachfragt scheint es kein Einzelfall zu sein. Wollte hier nur mal nachfragen ob es noch andere Leidensgenossen mit dem selben Fehlerbild da drausen sind. Wäre ja nicht das erste mal das es eine Charge von Bauteilen gibt, die nicht das halten was Sie versprechen.......
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: guest474 am 05 Juni 2015, 11:27:45
ZitatPreisgünstige Öle mit einem ZDDP-Gehalt von 1.000 bis 1.200 ppm gibts ja zu kaufen. Ist die Frage, ob das reicht. Für die Eintöpfe ist das meiner Erfahrung nach der Fall - hatte bisher noch keine Probleme.
Für die "Doppeltöpfe" vielleicht nicht. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Lieferanten für ein solches Additiv - vermutlich wird hier die Bestellung einer größeren Menge also mehr als ein halber Liter - den Preis ein wenig drücken können.
Bisher gefunden hab ein Produkt aus den USA, Lieferung in winzigen Gebinden mit horrenden Versandkosten, weiterhin ein Produkt von LUCAS, hier kostet der halbe Liter ca. 16 € - weiss aber noch nicht für welche Menge Öl das reicht. hängt ja zudem auch noch von dem ZDDP-Gehalt des verwendeten Öls ab. Das kläre ich aber noch ab.
Weiter möchte ich noch eine Anfrage an einen Hersteller des Additivs schicken - der mir sicher sagen kann wo ich dieses Produkt beziehen kann.
Ich bleibe am Ball und mach bei Interesse einen neuen Fred auf

Bernd


Hallo Bernd,

hat sich das schon was getan?

Gruß Manfred
Titel: Re: Stößel und Ventile Erfahrungen mit Qualität
Beitrag von: rolf am 07 Juni 2015, 19:41:57
Mein lieber Mann....bei solch langen Schlipsen tritt man scheinbar schnell drauf ::)
Presspuren heisst nur das er zumindest am Anfang gepresst wurde....und 0,15mm dünner....warum? Gepresst oder weggebrannt....
ist aber egal....jetzt bin ich mal draussen ;D