BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: professor buxus am 19 Dezember 2014, 14:42:45
Hallo,
irgendwie ist bei Clemens Beitrag keine Antwortfunktion hinterlegt? ???
Deshalb hier an dieser Stelle:
Hallo Clemens, guck mal was ich gemacht habe! ;D
Wer braucht schon eine 0,45 und 0,5er Füll-Lehre?
Gruß Buxus
Gut gemacht - das Interessante an dem Angebot für den Auszieher der bei ebay angeboten wird ist, dass hier auch noch ein Set an Ringen mitgeliefert wird, mit dem die Wellendichtringe bündig eingeschlagen werden können.
Ich werde mal prüfen welche der Ringe hier für das Wechseln der Wedis in Getriebe und Motor wirklich notwendig sind. Vermutlich reichen hier 5 oder 6 Stück aus.
Auf den von Clemens gestarteten Fred kann ich auch keine Antwort schreiben.
Bernd
@ Buxus: der Antwortbutton fehlt mit Absicht. Der Beitrag steht in der speziellen Rubrik "Tipps&Tricks" - dort soll nur der Tipp rein, die Diskussionen darum sollen im restlichen Forumsbereich geführt werden. Du hast einen neuen Beitrag eröffnet und somit alles richtig gemacht ;)
Hallo Buxus, schaugst amoi hier (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=1874.msg17453#msg17453)
vg Thomas
Hallo Thomas,
joh, den Trick mit Spax kenn ich.
Der Beitrag von Clemens hat nur den Basteltrieb in mir ausgelöst. :schrauber:
Das kann man nicht verhindern! ;D
Gruß Buxus
Hab das Werkzeug-Set gerade bekommen.
Die Ringe und Presshülsen sind teilweise aus Aluminium, teilweise aus Stahl - sind OK.
Der Auszieher ist recht einfach und grob gearbeitet - die Zugarme sind aus einfachem, recht dünnem Blech, werden sich bei einem sehr fest sitzenden Ring sicherlich verbiegen.
Fazit: Werkzeugsatz sieht auf den ersten Blick im Internet soooo schlecht nicht aus - der Wert von 40 € ist aber zu hoch, auch wenn darin die Versandkosten bereits enthalten sind.
Bernd
Also ich glaube nicht das ich mit dem gezeigten Wediauszieher den großen WEDI an der Schwungscheibe rausziehen kann.
Ich bleibe bei der Spax Lösung
Manfred
Hallo Manfred,
der große Wedi im Motorgehäuse ist doch überhaupt kein Problem. Wenn die Schwungscheibe runter ist kommt man mit einem dicken Drahthaken hervorragend an den Ring um den rauszuziehen.
Viel problematischer sind die kleinen Ringe im Getriebe - insbesondere dann, wenn das Getriebe nicht zerlegt ist und nur die Ringe gewechselt werden müssen.
Grusz
Bernd
Mit einem Drahthaken rausziehen? Wie oft gehst Du denn in die Mukkibude? ;D
Ich habe gespaxt und dann mit einem Montiereisen gehebelt.
Manfred
Drahthaken und Schraubenzieher mit einer Länge von gut 25 cm als Hebel reichen hier vollkommen!
Bernd
Okay. Beim nächsten Mal.
Manfred
Wo wir grad bei dem Thema sind:
Ich hab ja grad die R27 auseinander. Die Wellendichtung vom Getriebe ist noch ok (20 Jahre alt, 25.000 km gelaufen).
Würdet ihr die prophylaktisch wechseln?
Gruß Buxus
Aber sicher!!
Selbst wenn die Dichtung noch in Ordnung ist - bei diesem Alter würde ich nicht darauf wetten, dass die noch einige Jahre hält. Der Wechsel ist einfach und kostet nicht viel - also raus damit und ´ne neue rein.
Grusz
Bernd
Guter Rat aussem Pott! ;D
Dann will ich das mal so halten.
Gruß Buxus
Für den Wechsel dieser Dichtung ist eine Montagebuchse sehr hilfreich. Hab ich, kann ich Dir mit der Post schicken.
Grusz
Bernd
Super-nett Bernd, Danke!
Ich wollte es mit einer 30er Nuss ausführen, die passt genau drüber.
Wenn eines guten Tages mal eine korrekte Kurbelwelle in meinen Händen liegt, rücke ich Dir ja eh auf die Pelle! :schrauber: :kaffee: ;D
Da gucke ich mir das Werkzeug mal an. Das ist noch zeitig genug und dann haben wir 1x Porto gespart.
Schönen Gruß
Detlef
ZitatWenn eines guten Tages mal eine korrekte Kurbelwelle in meinen Händen liegt,
:auslach:
Die Hoffnung stirbt am Schluß. Oder wie war das??? ;D
Gruß Manfred
So, nachdem ich - typischerweise - nicht viel geschrieben habe, jetzt mal zum Stand der Dinge:
Die Idee von Buxus mit den Fühlerlehren ist geklaut; da bin ich Japanel. Allerdings war mir das Material etwas schwächlich.
10 Blatt 1,2 mm dick sind auf der Reise. Funktioniert das, haben die zwei Abzieherarme glatt 1,23 € gekostet.
Jetzt muss mir nur noch eine zündende Idee für Rest einfallen.
Bislang folgende Überlegung:
1. Kleines U-Profil, so klein, das man eine passende Mutter einlegen/kleben/klemmen kann.
Bohrung durch das U-Profil, Schraube durch, unten Kappe drauf.
Fertig sind Ausleger, Spindel und Druckstück; fehlt nur noch die Verbindung.
2. Schöner: Mutter, Schraube, Kappe und dann in die Mutter auf zwei gegenüberliegenden Seiten Gewinde für Gewindestiftstücke rein.
Warten wir aber mal ab, ob mit das Fertigen der Abzieherarme so gelingt, wie ich mir das vorstelle.
Clemens
Zitat von: cledrera am 22 Dezember 2014, 20:38:18
So, nachdem ich - typischerweise - nicht viel geschrieben habe,
;D
Säg doch ein Stück von Bernd´s Pfannenwender hinten ab.
Loch durch bohren, Gewinde rein! Das ist für die Druckspindelschraube.
An gegenüberliegenden Seiten Sackloch bohren und Gewinde reinschneiden, sagen wir mal M5,
passend für das Loch der Fülllehren (1,2 mm ist zu dick).
Fülllehren dran schrauben, fertig!
Gruß Buxus
@ Buxxus : was ist eine Fülllehre ?
Gruß mek ::)
Wenn es von "Fühlen" kommt ist es eine Fühllere!
Und wenn es von Füllen kommt ist es eine Fülllllllll..............na gut - Du hast ja Recht! ;D
Buxxxxxxxxus
wie immer, glänzend geantwortet :respekt:
Schöne Feiertage, natürlich Euch allen ,
mek E(elektrolurch)
PS. bin gerade auf dem 12V Drehstompfad ...
Hat der Volvo sowas nicht als Serie verbaut?
Und ich sach noch, kauf dir nen anständigen Wagen.
Gruß Rudi ;)
Hallo Männer,
nur zur Info,ich habe (vermutlich) den Auszieher den Bernd oben meinte am Getriebe getestet.
Die Blechhaken sind quasi sofort abgebrochen.
Der Rest ist, wie Bernd schon schrieb, brauchbar.
Was mich interessieren würde, ob das mit der 1,2 mm Fühllehre funktioniert hat?
Ist das Material überhaupt biegbar?
Grüße, Thomas
Hallo Thomas,
soweit ich weiss hat Buxus den Test mit den Fühlerlehren erfolgreich abgeschlossen. Um diese scharfkantig zu biegen muss man die aber ausglühen. Dann nach dem Biegen wieder glühen und in Wasser abschrecken (härten).
Schade, dass die Haken ein solcher Schrott sind!
Hi Bernd,
genau das Prozedere hat mir gefehlt. Dankeschön!
Dann werde ich demnächst mal Eisen biegen ;D
Ja, schade drum. Eigentlich ist das Prinzip ja gut gemacht.
Gruß, Thomas
Zitat von: berndr253 am 10 Januar 2015, 23:00:00
... in Wasser abschrecken (härten).
... und anlassen. Hat der Chinese, der Thomas' Auszieher gefertigt hat, wahrscheinlich auch vergessen.
Gruß
Stefan
Die Haken sind "butterweich" - keinesfalls gehärtet. Vermutlich ist das Material durch die scharfe Umformung schon so stark vorgeschädigt dass es nur einer geringen Krafteinwirkung bedarf damit sie abbrechen.
Werde mal versuchen die Haken die ich noch nicht benutzt habe zu härten. Ob das funktioniert ist aber nicht sicher, nicht jeder Stahl ist fürs Härten geeignet (C-Gehalt >0,35%)
Anlassen bei ca. 200 °C werde ich versuchen, vielleicht auch im Öl statt in Wasser abschrecken.
Bernd
Was heisst "anlassen"?
Gruß Buxus
Guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Anlassen
Schönen Sonntag
Alfred
Nach dem Abschrecken wieder auf ca. 200 °C aufheizen und für ca. 10 Minuten auf der Temperatur halten (bei der Blechdicke von 1,25 mm). Dann aufkühlen lassen, NICHT mehr abschrecken.
Das Anlassen führt zu einer Veränderung des Gefüges - die Härte und damit die Sprödigkeit nimmt ein wenig ab, dafür nimmt die Elastizität wieder zu.
Ob das bei den vorhandenen Haken funktioniert weiss ich noch nicht - hab keine Ahnung welcher Stahl hier verwendet wurde und hab hier auch nicht die Erfahrung, dass ich das anhand des Aussehens usw. einschätzen kann.
Bei den Fühlerlehren handelt es sich wahrscheinlich um Stahl mit einem C-Anteil > 0,35% und ist damit geeignet für dieses Härteverfahren.
Grusz
Bernd
Danke, wieder was gelernt! :oberlehrer:
ZitatWas mich interessieren würde, ob das mit der 1,2 mm Fühllehre funktioniert hat?
Ist das Material überhaupt biegbar?
Da liegt der Hase derzeit im Pfeffer.
Das Material ist grundsätzlich biegbar.
Der erste Versuch, schnelles händisches Biegen im Schaubstock, endete damit, dass das Material glatt abriss.
Der zweite Versuch, langsames Biegen im Schaubstock unter Zuhilfenahme eines Hammers, führte zu einer zufriedenstellenden Biegung.
Allerdings wies die Biegekante außen einen Strukturriss auf.
Unter Last gesetzt, hielt das schon einiges aus, ich würde schätzen so 50 NM Zug, bevor die Biegung zurück in die Gerade wollte.
Als entlastet wurde, brach das Werkstück allerdings wie Papier.
Meiner Meinung nach muss man das "umschmieden" und nicht bloß biegen.
Und genau da mach ich weiter:
Langsames Biegen unter Zugabe von Wärme und anschließendem Ölbad.
Anlassen mit einer Temperatur um 250 Grad. (irgendwo hab ich noch Streusalz über ;) )
Der Weg ist richtig; der Rest wird lustig.
ZitatLangsames Biegen unter Zugabe von Wärme und anschließendem Ölbad.
Warum das? Was für ein Material hast Du da?
Manfred
Hört sich nach Wellness an! ;)
Hihi, Wellness für Männer :wc:
Ich fasse zusammen:
- einmal fett ausglühen
- dann biegen
- nochmal glühen lassen
- dann in Öl oder Wasser abschrecken
- nochmal für 10 Minuten mit 200°C anlassen (bläuen)
- langsam abkühlen lassen
Aaah, das entspannt... :tanz:
Zitat von: cledrera am 11 Januar 2015, 14:50:05
50 NM Zug
???
Meinst Du MN? Das sollte dann aber für einen Wedi reichen.
Gruß
Stefan
Ich habe natürlich 50 Nautische Meilen gezogen.
(Dieser Rückweg ...)
Aufbau: Gebogene Fuehlerlehre in Schraubstock, aber nur eingehängt, nicht festgezogen.
Schnur durch und ziehen, bis sie sich zurück biegen will.
Material? Keine Ahnung.
sachte mal, reicht nicht auch ein guter Stahl so C 50 bzw. Blech in gleicher Qualität?
Rot glühen, biegen, nachglühen. Fertig.
Härten muss ich doch nur wegen der Verschleißfestigkeit. Und die haben wir da nicht.
Manfred
Clemens kann man doch gut mit ner Kofferwage ermitteln, die Newton...
Hallo Manfred,
je nach Blechstärke kann auch ein nicht gehärtetes Blech ausreichen - wenns aber sehr dünn wird kann sich das durchaus wieder "zurückbiegen" unter Last. Die Härtung in der beschriebenen Form bringt eine höhere Festigkeit über die gesamte Stärke des Blechs, für eine Oberflächenhärtung würde ich eine Nitrierung bevorzugen. Das bringt hohe Oberflächenhärten, wobei die Eindringtiefe über die Härtedauer gesteuert werden kann.
Ich komme vielleicht heute dazu mich mal mit den Haken-Härtung zu beschäftigen, warte dazu nur noch auf die Lieferung meines neuen Gasherds (Küche). Da wird das Anlassen bei 200 Grad auch unproblematisch werden (Backofen).
Grusz
Bernd
Koffer hätte ich ...
Manne,
ich hab mir die Fühlerlehrenblätter wegen ihrer bereits vorhandenen Form gekauft und weil es sie im Zweifel bis zu einer Dicke von 2,0 für kleines Geld gibt.
Im Übrigen denke ich Du übersiehst da was:
Glühen = Weichmachen (Danke Bernd)
Biegen = Verformen
Nachglühen = Anlassen
Das "Glühen" bzw. erste Erwärmen erfolgt nicht wegen der Verschleißfestigkeit, sondern um zerreißfrei biegen zu können.
Das Anlassen danach soll die Zähigkeit wieder erhöhen.
Wenn Du das Material rotglühend machst, hast du übrigens entweder labbeliges Material oder nach zusätzlichem Abschrecken hinterher sprödes Glas.
Daher werde ich auch zunächst einen Biegeversuch mit erheblich weniger Wärme machen.
Ein Fühlerlehrenblatt ist jetzt von 100 mm auf 90 mm geschrumpft. Damit werd ich mal weiter experimentieren.
(Ich schaff das, das wird knallen und stinken ...)
Warum anlassen nach dem verformen?
Warum macht Ihr Euch das Leben so schwer - man könnte doch einfach je einen Keil als "Widerhaken" auf einen Blechstreifen/Fühlerblatt löten, anstatt die ganzen
Biege-experimente mit ungewissem Ausgang. Wenn Last draufkommt, kann sich das "Trägerblech" an der jeweiligen Welle abstützen, deren Wedi gezogen werden
soll. Oder hat das so keine Chance ? Hab' das mal eben hingeschmiert/skizziert, damit man mich verstehen kann.
Gruß, Sascha
Seit wann lösen wir denn hier Probleme mit gesundem Menschenverstand. Jetzt hör aber mal auf... ;-)
Gruß
Ach ja, stimmt ja. Habbich vergessen - tschuldigung. Ich tu's auch nie wieder ;D
Ruhe, sonst fliegt Ihr raus.
(Jungvolk, einem mit guten Ideen die Tour vermasseln, unerhört. :schimpf: )
gez. Vorstand Tisch7
@Rolf,
das Anlassen sehe ich als eventuellen Vergütungsprozess.
Falls nach dem "Warmbiegen" Sprödigkeit vorhanden bzw die Zähigkeit nicht hinreichend ist.
Stell Dir übrigens mal 4 Haken vor, die oben über vier Gewindestangen je mittels zwei Schrauben (ja, das macht zusammen 8 ) auf einem quadratischen Stück Metall sitzen. In der Mitte des Metallstücks ist ein Loch mit Gewinde für die Limaabdrückschraube (sowas hat man eh dabei zu haben).
Wenn man dann aus dem alten Wedi die Dichtlippe schneidet und ihn umgedreht auf den neuen setzt, muss man doch nur noch mit etwas Klett- oder Isolierband die umgedrehten Haken stablisieren.
Dann sollte man den neuen Wedi reindrücken können und zwar kontrolliert und gleichmäßig.
Vorteil: Man braucht keine diversen Druckhülsen und man kann während des Drückens sehen, was die Dichtlippe macht.
Das wäre m.E. ein feines kleines Werkzeug.
Clemens
(Nein, das mit dem Fischerdübel war ich nicht.)
Blödsinn....kurz gesagt ;D
:applaus: :applaus:
(Macht aber trotzdem Spaß.)
Ich liebe dieses Forum! :lol:
Gruß Buxus
ZitatDas "Glühen" bzw. erste Erwärmen erfolgt nicht wegen der Verschleißfestigkeit, sondern um zerreißfrei biegen zu können.
Das ist mir klar.
ZitatDas Anlassen danach soll die Zähigkeit wieder erhöhen.
Wie Bernd schon schrubbelte, werden damit die Atomchen und Ionchen im gestreckten Gefüge wieder sauber geordnet.
Eine Erhöhung der Zähigkeit klappt damit nicht.
Manfred
Beinahe - beim Anlassen wird, in Abhängigkeit vom Stahl und der Anlasstemperatur, das Gefüge bleibend verändert. Beim Anlassen nimmt die Härte ab und die Zähigkeit zu.
und ihr glaubt der Clemens bekommt das mit den Temperaturen usw hin???? ;D ;D ;D
"Beinahe - beim Anlassen wird, in Abhängigkeit vom Stahl und der Anlasstemperatur, das Gefüge bleibend verändert. Beim Anlassen nimmt die Härte ab und die Zähigkeit zu."
Aber doch nicht wenn es vorher schon weichgeglüht wurde! Das ist das was Clemens nicht verstanden hat:
Glühen = Weichmachen (Danke Bernd)
Biegen = Verformen
Nachglühen = Anlassen
(Also das mit dem Kolbenglühen und R27 hetzen krieg ich hin. :wikinger:)
Sorry, für die Missverständnisse, die ich in die Welt gesetzt habe:
Ich dachte, den Stahl nur so zu erwärmen, dass er spannungsarm wird. Das kenn ich eben auch unter Glühen (Spanungsarmglühen).
Niedrige Temperatur (450 bis 550 Grad), die m.E. im Fall des Lehrenblatt, welches aus bereits gehärtetem Material sein dürfte, die Biegsamkeit fördert.
Also weg von der Kalt- hin zur Warmverformung.
Schauen wir mal am Wochenende.
Zurück zum Spocht ...
Durch das Biegen/Abkanten tritt beim Kaltverformen eine Verfestigung und Versprödung ein. Deswegen ist beim Versuch den stamm sitzenden Wedi mit den Haken aus dem Werkzeugset herauszuziehen auch die Kante an der Biegestelle gebrochen.
Ich bin gerade dabei die Haken zu härten. Auf Glühtemperatur gebracht, ca. 5 Minuten gehalten (könnte zu wenig gewesen sein), dann in Wasser abgeschreckt.
Jetzt läuft der Backofen bei gut 200 °C - die Haken liegen auf dem Rost - ich lasse die Haken gute 20 Minuten "garen". Dann schau ich mal was draus geworden ist.
Bernd
Bernd...mache es nicht noch verwirrender....mir ging es um Clemensens ausglühen...verformen....anlassen (in der Reihenfolge)...incl. der irrwitzigen Begründung....warum weichglühen usw. hast du ja schon ausreichend erklärt (s. Anfang)....nochmal: es ging nur um das unsinnige anlassen von weichgeglühten Stahl.
Sodele,
ich glaub, ich bleib bei Glühwein. ;)
Wie sich bis Hamburg herumgesprochen haben dürfte,
glüht man Stahl nicht bei niedrigen Temperaturen von um 500 Grad aus.
Also hab ich das trotzdem ;D so versucht:
1,2 mm harter Stahl (Fühlerlehre = Messwerkzeug = Weichblech ist das nicht) und gemütlich für die Dauer einer Zigarettenlänge mit dem Steinel auf 500 Grad gebracht.
Im Schraubstock gebogen, das ging erstaunlich gut.
Zwischendurch immer mal wieder rausgenommen und nachgeheizt.
Bis dann die Biegung mehr als 80 Grad betragen sollte.
Es begann der Dehnungsriss an der Biegekannte.
Da eh schon so, weitergebogen.
Das Ergebnis war ein Haken, bei der zur Lastprobe eine Kofferwaage als Messinstrument nicht ausgereicht hätte.
Erneut das Problem: Erstes Nachlassen des Zugs = Bruch.
In 5 Minuten habe ich dann mittels Brenner und Hammer einen Haken geformt.
Das Material bläute, wurde aber nicht rot.
Der hält. Ohne Abschrecken, Anlassen oder so. Seltsames Material, das.
ZitatDa eh schon so, weitergebogen.
Das Ergebnis war ein Haken, bei der zur Lastprobe eine Kofferwaage als Messinstrument nicht ausgereicht hätte.
Erneut das Problem: Erstes Nachlassen des Zugs = Bruch.
In 5 Minuten habe ich dann mittels Brenner und Hammer einen Haken geformt.
Das Material bläute, wurde aber nicht rot.
Der hält. Ohne Abschrecken, Anlassen oder so. Seltsames Material, das.
Verstehe nicht ganz.
Beim ersten Teil ging es in die Hose.
Beim zweiten Mal . Das gleiche Material? Nur blau geglüht, oder was?
Manfred
Keine Ahnung vom Material, der!
Aber so (oder so ähnlich) haben die Engländer aus
Eisen irgendwann Stahl gewonnen ;D ;D ;D ;D
.... und dann ham die fiesen Deutschländer das (noch nicht erfundene) Patent geklaut... :traurig: :\'(
Als so weiter, Hannes
Bernd,
das erste Mal habe ich die Lehre kalt verformt. Dabei trat ein Dehnriss auf. Das Material riß aber nicht durch.
Das zweite Mal habe ich die Lehre auf ca. 500 Grad erhitzt und gebogen.
Da trat der Dehnriss wesentlich später auf und war auch kleiner. Verfärbt hat sich das Material übrigens nicht.
Das dritte Mal wurde mit der Flamme erhitzt. Das Fühlerlehrenblatt "bläute" etwas, ließ sich biegen und fertig.
@Hannes,
stimmt. Un Nu? Wat is dat für`n Material?
Du Fachmann Du ;D
Stahl?
Stand in Wiki nichts über Anlassfarben?
Stahl?
Unglaublich!
WAS wurde denn gestohlen??
Entschuldigung, ist das hier das Einzylinderforum?
Man munkelt dergleichen und/oder derselben!
Beängstigend auf jeden Fall!
Wird Zeit das die Saison bald wieder anläuft!!!!
Gruß Rudi
Clementine, mach doch mal die Funkenprobe mit dem Eisenstahl. Dann weißt Du was Du verbogen hast
Manfred
Manfred,
guter Gedanke. Wird am Wochenende erledigt.
Funkenprobe in Köln wird bestimmt lustig! :prost:
Rote und blaue Funken (https://www.youtube.com/watch?v=wu__yH4uV4k)
Und noch'n Funkenmariechen
Zitat von: Wolfgang aus Bremen am 19 Januar 2015, 16:29:55
Und noch'n Funkenmariechen
Damit die Funken so weggeschleudert werden, muss sich das Rad aber rückwärts drehen.
Was übrigens nichts über den Kohlenstoffgehalt des Mariechens aussagt.
Axel
Das auf dem Bild ist ein Nachbrenner.... ;D Knallgas oder so was ;D
Manfred
Zitat von: axel69 am 19 Januar 2015, 21:15:09
Was übrigens nichts über den Kohlenstoffgehalt des Mariechens aussagt.
Axel
28 Gewichtsprozent (http://www.chemie.fu-berlin.de/medi/suppl/mensch.html), bei Mary geschätzt ein guter Zentner.
Zitat von: Manfred250 am 19 Januar 2015, 21:30:42
Das auf dem Bild ist ein Nachbrenner.... ;D Knallgas oder so was ;D
Manfred
Richtig, Manfred,
sorgt dafür, dass das Vorderrad auf dem Boden bleibt. Stabilisiert strömungstechnisch die Hecklastigkeit. ;D
Gruß
Thomas