BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Bauteile & Co => Thema gestartet von: cledrera am 18 September 2014, 20:03:32
Worum geht es?
Es geht um die allseits beliebten Wellendichtringe und zwar im Allgemeinen.
Beispiel ist der Wedi für die Kurbelwelle hinten und zwar bei der R25-Baureihe.
Warum das jetzt?
R25 bis R25/3 haben denselben Wedi dort. Der wird gerne auch altersbedingt undicht.
Die R26 und R27 haben nicht nur größere hintere Kurbelwellen(los)lager.
(6207 statt 6206; macht ein Plus in der Ermüdungsgrenzbelastung von 200 N).
Es gibt für die Schwingenmodelle zudem bei unseren Freundlichen auch noch die qualitativ besseren Wellendichtringe.
Ihr glaubt das nicht? Das ist aber so. Für die Schwingenmodelle gibt es die sogar in Viton mit Drall.
Für R25 ist bei Standard-NBR Schluss; jedenfalls bei unseren üblichen Verdächtigen.
Nun ja, das alles war für mich einmal Anlass mich grundsätzlich mit Wellendichtringen zu beschäftigen.
Fertig geworden bin ich (noch) nicht. Es hapert bei den Bauformen, die nachstehend daher auch nur ihren Kriterien nach aufgelistet sind:
Wellendichtringe
I. Bemassung:
Ersten zwei Ziffern: Innendurchmesser des Wedi (Das ist das Wellenmaß)
Zweiten zwei Ziffern: Außendurchmesser des Wedi (Quasi das Einbaumaß)
Dritte der zwei Ziffern: Breite des Wedi
Am Beispiel der R25/3, Wedi Kubelwelle hinten (Wedi 45.62.10):
45 Innendurchmesser des Wedi
62 Außendurchmesser des Wedi
10 Breite des Wedi
II. Werkstoff
1. Standard ist NBR
(Acrylnitril-Butadienkautschuk)
Temperaturbereich: - 30°C bis 100°C
Beständigkeit: Kraftstoffe, Öle, Hydrauliköle, Schmierfette.
Physikalische Eigenschaften: hohe Abrieb- und Standfestigkeit
2. Gängig, besser und geringfügig teuerer ist Viton
FPM/FKM VITON® (Fluorkautschuk)
Temperaturbereich: - 20°C bis 170 Grad (teilweise wird 200°C angegeben)
Beständigkeit: Mineralöle, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Chlorkohlenwas-serstoffe, Säuren und schwachen Laugen.
Physikalische Eigenschaften: hohe mechanische Werte, sehr geringe Gasdurchlässigkeit, hervorragende Alterungsbeständigkeit,sehr guten Druckverformungsrest.
3. Erwägenswert ist auch der nachfolgende Silikonkautschuk
MVQ (Silikonkautschuk)
Temperaturbereich: - 55°C bis 200°C
Beständigkeit: sehr gute Temperaturbeständigkeit, gute Ölbeständigkeit
Physikalische Eigenschaften: gute physikalische und mechanische Eigenschaften
Nicht für den Dauereinsatz in Heisswasser oder Dampf geeignet.
Natürlich gibt es weitere Werkstoffe. Die obigen sind aber die im Heimschraubergebrauch gängigen.
III. Bauformen
1. Außenstruktur
2. Innenstruktur
(zweifache Dicht- , d.h. Staublippe ist wegen Hitzeproblemen zu vermeiden (Quelle: Reinhold (Gradweg)))
(Wechseldrall etc.)
3. Aufbau
Soweit bin ich gekommen.
Ist schon erstaunlich, das wir Wellendichtringe aus einem Material einbauen sollen, dass in seiner Standardzusammensetzung nur +100 Grad sicher, d.h. auch längerfristig, aushält.
Clemens
PS: Viton-Wedi für R25 KW hinten z.B. ca. 10 € hier (http://www.hug-technik.com/shop/product_info.php/info/p9951_wellendichtring-45-62-10-typ-a-fpm--viton-.html).
Nun mache mal nicht eine neue baustelle auf....wir müssen erstmal die Limatemperatur runterkriegen....vielleicht langen denn ja auch die 100°C Wedis
ZitatFür die Schwingenmodelle gibt es die sogar in Viton mit Drall.
Für R25 ist bei Standard-NBR Schluss; jedenfalls bei unseren üblichen Verdächtigen.
Du wirst es nicht für möglich halten. So einen habe seit 1998 drin.(Viton mit Drall)
Jetzt sage bloß Du fährst noch mit dem alten Gelump rum ;D
Manfred
Als ich beruflich mit Elastomeren zu tun hatte, da hatte ich von Eriks eine Übersicht zu den verschiedenen Typen.
dort waren auch Zusammenhänge zw. max. Betriebszeiten und Betriebstemperaturen dargestellt, auch bei verschiedenen Umgebungsmedien.
NBR hat da generell nicht so langlebig abgeschlossen. Danach wusste ich auch warum es für Zahnriemen auch eine Wechselintervallvorschrift von 5Jahren gibt. Es wird nunmal länger kein sicherer Betrieb gewährleistet, egal obs eingebaut wird oder 5Jahre in der Verpackung liegt.
Viton hatte dagegen 10+Jahre als Bewertung erhalten.
Gruß Tino
FKM Wellendichtringe gibts doch eigentlich in allen Größen
ist mir jedenfalls von früher her so bekannt (aus der Chemieindustrie), gabs in Grün, manchmal sogar rotbraun
sind ja auch für andere, aggressivere Flüssigkeiten gut (nicht nur die im Motor)
Hugo
clemens, lade dir mal die bibel von simrit runter... da steht alles drin. nicht zu vergessen die erlaubten umfangsgeschwindigkeiten.
Zitat von: cledrera am 18 September 2014, 20:03:32
Der wird gerne auch altersbedingt undicht.
Ja, weil die Lauffläche auf der Welle ablutscht.
Wenn Du einen in FKM bekommst, womöglich mit Schmutzlippe: einbauen und nicht weiter theoretisieren (http://www.der-postillon.com/2013/09/baumarktkette-theoretiker-verkauft.html).
Gruß
Stefan
@Manfred,
Viton mit Drall in der Groesse?
Woher hat Du das Teil?
@Kruemel,
Yes Sir.
@Hugo,
der Drall ist das Problem.
Die habe ich nicht gefunden.
@Rolf,
stimmt.
Aber hast du es gesehen?
Mit Silikonwedis stünde dem Wintertreffen in der Arktis nichts mehr im Weg.
Bernd würde bestimmt mitfahren; kein Regen.
Silikonwedis quietschen aber gerne
Zitat@Manfred,
Viton mit Drall in der Groesse?
Woher hat Du das Teil?
Gibbet mit und ohne Drall. Drall braucht man nicht für unsere lahmen Schwungscheibe. Wurde mir gesagt
Fa. Freudenberg hat die gemacht. Oder eingekauft und dann weiterverkauft
Manfred
Aha!
wie groß ist denn der Drehzahlunterschied von einer R 27 zu einer R60...von mir aus auch zu einer 69S?...ich frage nur weil es die mit Drall ja auf alle Fälle als Standard für die 2 Zylinder gibt/gab.
Mir wurde mal gesagt die Erde ist eine konkave Schüssel.
Zitat von: Manfred250 am 22 September 2014, 13:27:46
Drall braucht man nicht für unsere lahmen Schwungscheibe.
Wieso sollte man Wedis mit Drall bevorzugt bei hohen Drehzahlen oder Gleitgeschwindigkeiten verwenden?
Zitat von: rolf am 22 September 2014, 14:16:14
Mir wurde mal gesagt die Erde ist eine konkave Schüssel.
Ich meine in diesem Zusammenhang mal was von einem hyperbolischen Quader gehört zu haben.
Zitat von: rolf am 22 September 2014, 14:16:14
Aha!
wie groß ist denn der Drehzahlunterschied von einer R 27 zu einer R60...von mir aus auch zu einer 69S?...ich frage nur weil es die mit Drall ja auf alle Fälle als Standard für die 2 Zylinder gibt/gab.
Natürlich doppelt so hohe Drehzahl, da zwei Zylinder! Mensch, Rolf.... tztztz....
BenW
Andreas:....stimmt...das macht Sinn....habe ich nicht bedacht.
Stefan: ich dachte ...vielleicht um den Drall unwirksam(er) zu machen?
2. ich weiß nicht mal wie das aussehen soll!
Meine Meinung:
Der KW-Zapfen hinten ist zwar drallfrei gestaltet.
Läuft die Chose aber mal richtig, d.h. wird die Karre im warmen Zustand mal länger richtig gedroschen, schwingt die ganze KW.
Da hilft alles, was zur Abdichtung beiträgt.
45x62x10 in Viton mit Wechseldrall habe ich zwischenzeitlich auch mal gefunden.
45x62x10 in Viton mit einfachem Drall aber nicht; auch nicht bei Freudenberg-Merkel.
Clemens
PS: Quietschende Silikon-Wedis sind genau richtig. Dann laufen einem die Schweine im Galopp hinterher; Oink.
Wie laut quietschen denn diese Wedis ? Hatte das noch nie. Hatte aber kürzlich beim Kupplungswechsel einen neuen Wedi ( nicht so ein rotes Schwabbelteil) eingebaut und wenn der Motor richtig heiss ist , quietscht da etwas in der Nähe der Kupplung. Wollte im Winter mal nachschauen - da Wedi dicht und Motor super läuft wäre mir ein "Nur-Quietschen" ganz recht........
Burghard
Wellendichtring mit Rückförderdrall
In die PTFE-Dichtlippe seiner Wellendichtungen kann Elring einen hydrodynamischen Rückförderdrall einbringen. Möglich sind dabei sowohl ein durchgängiger Drall bis zur Dichtkante und ein Druckdrall. Bei...
In die PTFE-Dichtlippe seiner Wellendichtungen kann Elring einen hydrodynamischen Rückförderdrall einbringen. Möglich sind dabei sowohl ein durchgängiger Drall bis zur Dichtkante und ein Druckdrall. Bei Doppellippenringen führt man in der Regel die mediumseitige Dichtlippe mit Drall aus. Bei diesen Lösungen ist kein Verändern der Gegenlauffläche erforderlich und es steht ein Komplettsystem bereit. Allerdings ist das Rückfördervolumen eher gering. Bei hohen Temperaturen kann sich außerdem der Drall zusetzen, beispielsweise durch Ölkohle. Die zwangsläufige Luftförderung in das System ist ein weiterer Nachteil. Angewandt wird ein Rückförderdrall, wenn wegen der geforderten niedrigen Verlustleistung und geringen Erwärmung umliegender Bauteile die radiale Pressung der Dichtlippe nicht so groß sein darf. Bei höheren Umfangsgeschwindigkeiten, Druckbeaufschlagung sowie hohen Mediumtemperaturen benötigt man dann zusätzliche Dichthilfen: Der hydrodynamische Rückförderdrall befördert eine mögliche Leckage aus dem System wieder zurück.
Der meinige Vito Wedi ist Drallenlos
Ich bin dann mal raus
Manfred
Manfred, was willst Du uns mit Deinem Zitat aus der Elring-Pressemitteilung (http://www.beschaffung-aktuell.de/home/-/article/16537505/26949657/Wellendichtring-mit-R%C3%BCckf%C3%B6rderdrall/art_co_INSTANCE_0000/maximized/) denn nun genau sagen? Das Du mit Deiner Aussage zu Drehzahlen Recht hast, Unrecht hast oder das Du nicht weisst, was das ganze mit dem Drall nun soll?
Verwirrt,
BenW
Zitat von: cledrera am 22 September 2014, 19:05:38
Läuft die Chose aber mal richtig, d.h. wird die Karre im warmen Zustand mal länger richtig gedroschen, schwingt die ganze KW.
Moin Clemens,
laut Diagramm von Simrit (Abb. 20, Seite 38 (http://www.simrit.de/files/00001391.pdf)) ist die zulässige Drehzahl bei d=45 etwa 10000 min-1, d.h. mit Deiner Mühle kommst Du auf max. 2/3 dieser Drehzahl bei gleichzeitiger Nichtausnutzung der zul. Temperaturobergrenze.
Zitat von: BenW am 23 September 2014, 07:46:08
Manfred, was willst Du uns mit Deinem Zitat ... sagen?
Andreas, er will sagen, daß er in seinem Vito auch Wellendichtringe hat: "Der meinige Vito Wedi ...". Aber warten wir mal ab, bis er wieder reinkommt.
Zitat von: Stefan am 23 September 2014, 08:41:59
Andreas, er will sagen, daß er in seinem Vito auch Wellendichtringe hat: "Der meinige Vito Wedi ...".
Mmmhh... Manfred schreibt unter #2 weiter oben in diesem Thread
Zitat von: Manfred250 am 18 September 2014, 21:09:49
Du wirst es nicht für möglich halten. So einen habe seit 1998 drin.(Viton mit Drall)
<snip>
und weiter unten bei #16:
Zitat von: Manfred250 am 22 September 2014, 23:19:59
Der meinige Vito Wedi ist Drallenlos
Also im Motorrad einen Wedi mit Rückförderdrall und im Vito dann einen ohne Rückförderdrall???
(immer noch verwirrt)
BenW
Zitat von: BenW am 23 September 2014, 11:42:07
Also im Motorrad einen Wedi mit Rückförderdrall und im Vito dann einen ohne Rückförderdrall???
Vermutlich. Ich habe "drallenlos" gegoogelt und finde nur einen Arzt in Kalifornien. Ob er den Ring dort gekauft hat?
Wenn der Vito einen Dieselmotor hat dreht der eh nicht so hoch. Da braucht man keinen Drall.
Gruß
Stefan
Okay, Okay.
Ich habe 2 Motoren. Der eingebaute Motor ist ohne Drall. Der Reserve Motor hat einen Drall.
Manfred
Zitat von: Manfred250 am 27 September 2014, 10:43:14
Der Reserve Motor hat einen Drall.
Und der liegt seit 1998 im Regal?!
Direkt neben der 1998er Einbereichsölerstabfüllung.
Stefan,
das
Zitatist die zulässige Drehzahl bei d=45 etwa 10000 min-1, d.h. mit Deiner Mühle kommst Du auf max. 2/3 dieser Drehzahl bei gleichzeitiger Nichtausnutzung der zul. Temperaturobergrenze.
ist zwar richtig.
Allerdings haben die nicht an einem Einzylinder gemessen. ;D
Clemens
Zumindest nicht an der Lima! ;D
Dabei hat die so eine schöne Meßfühlereinführöffnung, vorne, unten,
mit mechanisch-akustischer Meßfühlerjustierung!
Katschong sagte FKR und drehte weiter ... ;D
Aber zur Sache:
Bin auf Wedis mit Außendrall gestossen.
Wofür sind die gut?
Zitat von: cledrera am 27 September 2014, 16:11:23
Bin auf Wedis mit Außendrall gestossen.
Wofür sind die gut?
Die sind für im Gehäuse ausgeschlagene Wedisitze. Dreht der Wedi dann auf der Welle mit, fördert der Außendrall das Öl zurück.
Aber zur Sache:
Wo hast Du das denn schon wieder her?
a) Wikipedia
b) Poesiealbum meiner Oma
c) Stand im Memo
Nein, wenn man als Nichttechniker erst mal mit dem Lesen beginnt,
hat man plötzlich mehr Fragen als Antworten.
Richtig ist also
d) gestern im Internet.
ZitatDreht der Wedi dann auf der Welle mit, fördert der Außendrall das Öl zurück.
Wird vorzugsweise bei 2 Takter verwendet. Damit erreicht man eine höherer Vorverdichtung.
Wird aber auch zur Kettenschmierung verwendet. ;D
Manfred
Zitat von: Manfred250 am 28 September 2014, 10:35:14
Wird aber auch zur Kettenschmierung verwendet.
R 25/2 mit Kette? :dazzle: :cry:
Zitat von: bemwenesu am 28 September 2014, 10:47:15
R 25/2 mit Kette? :dazzle: :cry:
Hätte hätte Steuerkette!
Zitat von: Stefan am 28 September 2014, 11:59:06
Steuerkette!
Verstehe ich nicht!
Kommt da jetzt einer mit Drall (Außen/Innen) oder ein Wedi ohne Drall eingebaut?
Oder sollte ich meinen Schraubertitel besser abgeben?
Fragen über Fragen!
Gruß Rudi :-* :-*
Lieber Fränkie, ;D
hat man Dir schon einmal erzählt das es auch Motorräder mit Kettenantrieb gibt?
ZitatVerstehe ich nicht!
Kommt da jetzt einer mit Drall (Außen/Innen) oder ein Wedi ohne Drall eingebaut?
Egal. hauptsache Du hast einen Drall drin. ;D
ZitatOder sollte ich meinen Schraubertitel besser abgeben?
Clemens, ich frage mich, was Du mit dem Wedi Thread bezwecken wolltest.
Wo haste den Geschossen? ;D
Manfred
Manfred,
ganz einfach: Ich habe zwei Sachen festgestellt.
Zum einen, das es für mein Moped bei den bekannten Freundlichen keine Wedis aus Viton gibt, für R26/27 schon.
Zum anderen, das ich keine Ahnung von Wedis hatte.
Letzteres ist jetzt graduell anders.
Machen wir es mal praktisch:
Ein Standard-NBR Wedi kommt bei mir nur noch rein, wenn es anders nicht geht.
Clemens
Lieber Clemens, "graduell" trifft es partiell. Es ist gerade bei simrit so, dass man für geld jeden wedi bekommt, tw. Muss man dann auch auf die nächste charge warten.. Es ist aber ganz gut sich mal mit der bibel von simrit hinzusetzen, das trägt viel zum verständnis bei. Z.b. Sind staublippen wie beim babsl nicht immer gut, vor allem wenn kein staub da ist ;-)
Hallo Clemens,
also ich kriege die Vito Dinger problemlos.
Sage mir was Du haben willst und ich schicke sie Dir (gegen Kostenerstattung) zu.
Manfred
Hi Kruemel,
die Bibel von Simrit hab ich schon dank Deiner ersten Antwort (Beitrag No.5).
Da fehlte allerdings das Buch Hiob, was ich dann bei Eriks gefunden habe.
Tu Dir das mal rein. Es ergänzt wunderbar.
@Manfred,
danke für das Angebot.
Ich suche den 45x62x10 in Viton (FKM)
Bauform: Ausführung gemäß DIN 3760, Bauform A (ISO 6194/1)
Natürlich außen im Vitonmantel und schön wäre es, wenn die Spiralfeder einvulkanisiert wäre.
(Warum? Ich will u.a. kein zweites Ölschleuderblech.)
Pmse mir mal die Preise.
Danke,
Clemens
@Rolf,
und? Was macht die Lima-Temperatur?
Zu hoch! Brennt alle Simmerringe weg!
Und ich dachte schon, es gibt keine Probleme mehr.
Bördel mal den Lima-Deckel schaufelradförmig auf.
Montier ihn dann mitdrehend auf den FKR.
Dann noch einen Esbit-Kocher unter die Ölwanne, damit der Schmierstoff g`schmeidig bleibt.
Den Fehler habe ich schon mal bei der Schwungscheibe gemacht...das frisst Unmengen an Leistung!!
Zitat von: rolf am 29 September 2014, 10:33:28
Den Fehler habe ich schon mal bei der Schwungscheibe gemacht...das frisst Unmengen an Leistung!!
Nur, wenn man gleichzeitig Gurken mit einführt... ;)
Dann spricht man von Gurken Motorräder ;D
Manfred
Clemens, haste mein mail bekommen? Wenn ich die Wedis am Mittwoch bestelle habe ich sie am Donnerstag. Du dann am am Samstag.
Also mach hinne.
Manfred
Nun beruhigt ihn doch!
Rolfi,
du musst keine Angst vor der Rückkehr der bösen Gurke haben.
Alles gut. :brav:
Sorry... hier hab ich in den falschen Beitrag gepostet :spinnt:
Aber trotzdem interessant das mal wieder hochzuholen
ich krame mal diesen alten Thread hier raus. Danke erstmal für die ganzen Infos die hier schon drinstanden!
Was mir allerdings noch unklar ist, ist, welche Bauform (A, AS,...) ihr wo warum verwendet?
Viele Grüße,
Felix
Nimm doch einfach die Wellendichtringe die vorgegeben sind. Ich weiss nicht was es an den Wellendichtringen die BMW vorgegeben hat zu verändern gibt wenn die 40 bis 50 Jahre ohne Probleme ihren Dienst tun.
Bernd
Genau,
wenn ein Wedi erst einmal 40 bis 50 Jahre ohne Probleme seinen Dienst getan hat, kann man ihn drin lassen.
Er dürfte dicht sein.
Aber zurück zu Felix:
Die Bauform der Wellendichtringe steht eigentlich immer in Zusammenhang mit dem Verwendungszweck.
Um bei Deinen Beispielen zu bleiben:
A = Gummiausführung mit Einzellippe
AS = Gummiausführung mit Einzellippe und mit Staublippe
Unterstell einmal, du baust als Kurbelwellendichtring hinten eine AS Ausführung ein. Du darfst Dir folgende Fragen stellen:
1. Wo soll der Staub herkommen?
2. Ändert sich durch die zweite Lippe etwas am Wärmehaushalt? (Vorsicht: Wellendichtringe verschleißen.)
3. Habe ich gerade Mehrkosten zum Fenster rausgeschmissen?
4. und Vieles mehr.
Meine Erfahrung mit Wellendichtringen ist begrenzt und lässt sich auf folgendes zusammenfassen:
1. Der saubere Einbau ist das A und O der Haltbarkeit. Wer hier Gehirnschmalz investiert und ruhige saubere Arbeit leistet, ist richtig.
2. Wellenschläge durch andere Wellendichtringe reparieren zu wollen, ist begrenzt lustig, meist nur ärgerlich.
3. Ja, Vitonwellendichtringe taugen, sind aber an sich kein Muss.
Letzteres bezieht sich darauf, dass mir vorletztes Jahr der hintere Kurbelwellendichtring defekt ging; nach knapp über 30.000 Kilometern.
Eingesetzt worden war er durch Jörg (Sigi_RS); einwandfrei. Es war ein Standard NBR-Wedi.
Die Dichtlippe des alten Wedi war deutlich "ausgeleiert".
Reichliches Studium: NBR ist nicht gleich NBR. :schimpf:
Neuer Standard NBR-Wedi neben Vitonausführung gelegt: Kein Vergleich; Viton gewinnt von der Materialbelastbarkeit, wie von der Optik.
Dann wurde der Viton-Wedi eingezogen (ja, nicht reingehämmert. Spezialwerkzeug dafür hat jeder Einzylinderfahrer; nicht wetten, ihr verliert.).
Und jetzt schauen wir mal.
Zitat von: cledrera am 03 Februar 2017, 16:26:55
Unterstell einmal, du baust als Kurbelwellendichtring hinten eine AS Ausführung ein. Du darfst Dir folgende Fragen stellen:
1. Wo soll der Staub herkommen?
2. Ändert sich durch die zweite Lippe etwas am Wärmehaushalt? (Vorsicht: Wellendichtringe verschleißen.)
3. Habe ich gerade Mehrkosten zum Fenster rausgeschmissen?
4. und Vieles mehr.
Zu 1.: Von der Kupplung.
Zu 2.: Ja. Na und!?
Zu 3.: Wieviel? Drei Euro? Sind ja sechs Mark, das sind 12 Euro!!
Zu 4.: Zum Bleistift?
Zitat von: cledrera am 03 Februar 2017, 16:26:55
1. Der saubere Einbau ist das A und O der Haltbarkeit. Wer hier Gehirnschmalz investiert und ruhige saubere Arbeit leistet, ist richtig.
... saubere und gerade Einbau ...
Zitat von: cledrera am 03 Februar 2017, 16:26:55
Viton gewinnt von der Materialbelastbarkeit, ...
ersetze bei "NBR ist nicht gleich NBR." NBR durch Viton (alias FKM). Siehe John Ruskin (http://www.igeu.de/pdf/johnruskin.pdf)
Zitat von: cledrera am 03 Februar 2017, 16:26:55
... wie von der Optik ...
Uninteressant! Siehste eh nicht mehr, wenn eingebaut.
Gruß
Stefan
Wenn der Ring einige Jahrzehnte gelaufen ist steigt die Gefahr des Versagens.
Die Ringe werden halt irgendwann auch spröde.
Die Wedis vorsichtig mit einem Schonhammer und einem Schlagdorn einzuschlagen funktioniert doch gut. Stefan hats beschrieben wie man es macht, sauber und gerade montieren.
Bernd
Danke für die Antworten! ich muss mir beim Aubau mal anschauen ob das alle "A" sind oder ach "AS"...
Danke nur ich kann aufgrund von Ungeduld (wie immer) schon mal im Vorraus bestellen... ;)
Schönes Wochenende noch!
Felix
Staublippen machen dort Sinn, wo die Wedi-Seite der Umwelt ausgesetzt ist und (!) eine Lauffläche für die Staublippe vorhanden ist. Schau Dir dazu vor dem zerlegen die Wellen am Durchgang durch den Wedi an. Bei kleinen Drehzahlen an den Stellen fülle ich den Raum zwischen den Lippen mit Fett.
Gruß
Stefan
@Stefan,
ich will nicht lamentieren, dass der saubere Einbau eines Wedis, den geraden Einbau umfasst.
Die Wichtigkeit des geraden Einbaus besonders zu betonen, ist immer richtig.
Aber NBR ist nicht NBR. Da gibt es vor allem Unterschiede in der Art und der Menge des verwendeten Weichmachers.
Clemens
PS: Kupplungsstaub bei BMW-Einzylindern ... :lol: Ist das das Gestädnnis, das wir PS-Boliden fahren?
Zitat von: cledrera am 04 Februar 2017, 20:34:17
Aber NBR ist nicht NBR.
Und Viton ist nicht FKM ist nicht Viton ... Da gibt es vor allem Unterschiede in der Qualität.
Zitat von: cledrera am 04 Februar 2017, 20:34:17
PS: Kupplungsstaub bei BMW-Einzylindern ... :lol: Ist das das Gestädnnis, das wir PS-Boliden fahren?
KW: Staubbildung kann auch von der Einstellung der Hebelei herrühren.
Zitat von: cledrera am 04 Februar 2017, 20:34:17
@Stefan,
ich will nicht lamentieren, dass der saubere Einbau eines Wedis, den geraden Einbau umfasst.
Die Wichtigkeit des geraden Einbaus besonders zu betonen, ist immer richtig.
Aber NBR ist nicht NBR. Da gibt es vor allem Unterschiede in der Art und der Menge des verwendeten Weichmachers.
Clemens
PS: Kupplungsstaub bei BMW-Einzylindern ... :lol: Ist das das Gestädnnis, das wir PS-Boliden fahren?
NBR bei Wedis ist unterschiedlich??
Und ich setz eins drauf: " was zum ..... ist NBR?"
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Hat sich erledigt.
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Zitatwas zum ..... ist NBR?"
Wird an die RA in Köln verfüttert. ;D
Manfred
@Rolf,
ja und das liegt sogar auch bzw. vorwiegend an der Mischung. Der Acrylnitrilanteil in NBR kann zwischen 18 und 50 Prozent betragen.
@Stefan,
danke. Dachte immer das Patent würde eine unterschiedliche Materialzusammensetzung ausschließen.
@Manne,
NBR schmeckt. Versuch Du das doch auch einmal. Rezept:
1. NBR-Wedi, gut durchgewalkt.
2. Das richtige Öl.
3. Ein Pfefferminzblatt. (kann man weglassen)
Zitat von: rolf am 05 Februar 2017, 09:37:10
NBR bei Wedis ist unterschiedlich??
Nunja, es wird mindestens mal jeder Hersteller seine eigenen Mischungen haben. Die Angabe NBR ist in etwa so eindeutig wie "Stahl".
Zitat von: cledrera am 05 Februar 2017, 18:54:59
Dachte immer das Patent würde eine unterschiedliche Materialzusammensetzung ausschließen.
Welches Patent meinst Du? Viton ist ein Warenzeichen von DuPont für deren FKM-Werkstoffe.
Gruß
Stefan
Stimmt, ist ein Warenzeichen.
(Hab das doch glatt mit Vuitton verwechselt. Naja, wer kennt sich schon mit Damenhandtaschen aus.)
Zitat von: cledrera am 05 Februar 2017, 19:57:30
Stimmt, ist ein Warenzeichen.
um das Ganze ein bißchen abzurunden, steht in Wikipedia unter Fluorkautschuk, dass bei Dupont diese Werkstoffe in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts "entwickelt" wurden. Ich habe es nicht weiter überprüft, aber man kann fest davon ausgehen, dass Dupont auch ein oder mehrere Patente davon gehalten hat.