BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: rolf am 14 September 2004, 14:56:38

Titel: Öl für die Kipphebel/Verstopfte Ölbohrung
Beitrag von: rolf am 14 September 2004, 14:56:38
hallo,
wir hatten doch mal vor geraumer Zeit das Thema verstopfte Ölbohrungen im Zylinderkopf.
Hier nun die Lösung:
Normalerweise sollte man bei jeder Zylinderkopfüberholung die Bohrungen säubern (Strauß+Gerken machen es).
Wie: Zylinderkopf erwärmen (Heizplatte oder Backofen, gut 200° C), dann die Hülsen aus dem Kopf "schlagen", gehen ganz leicht raus. Dazu vom Deckel her mit einer Zange in die Hülsen greifen und von der anderen Seite mit einem Dorn auf den zankenschnabel (der in der Hülse) schlagen. wenn sie (ausnahmsweise) zu fest sind(obwohl es heiss genug war) ein M12 gewinde reinschneiden und mit einen Ausschläger rausklopfen oder M12er Schraube rein und zart gegen den (Schrauben) Kopf schlagen.
Alles säubern und freikratzen, wieder heiss machen und zurück das Ganze mit zarten Schlägen bis die Hülsen unten aufliegen (hört man am Klang).
Gruß
Rolf
Titel: Re: Öl für die Kipphebel/Verstopfte Ölbohrung
Beitrag von: mekgyver am 15 September 2004, 22:25:33
Jau,
hatte ich die Tage, also es gilt für R25/3 aufwärts :
wie gesagt den Kopf erwärmen (bei mir war es die Heißluftpistole) , dann herausfinden, wann diese Druckstücke (mit rundem Kopf) gängig werden,
habe dann mangels geeignetem Werkzeug, mit der Wasserpumpenzange diese Teile herausgezogen. Hat natürlich Macken im weichen Material hinterlassen  >:( (zur Nachahmung daher nicht empfohlen !)  :(
Es mußte damals schnell gehen, mit den Mitteln die vorhanden waren  :kopfhau:
(bei dieser Gelegenheit : mein Forumname kommt nicht von ungefähr und ist auch nicht von mir selbst  ;) )
Eleganter kann man den Kopf in einen großen Schraubstock zart spannen, von unten in den Brennraum heizen, von oben das Druckstück irgendwie ziehen. Vor dem Heizen auf Spannung bringen und schauen wann die Spannung nachgibt, 
:oberlehrer: >> habe ich oft so bei ähnlichen Problemen gemacht.
Ziehen ... womit ?
Entweder mit einem normalen Abzieher, der unter den Kragen des Druckstückes passt und bei dem die Druckspindel sich auf einem Querträger abstützt, oder
mit einer Ausziehstütze und einem M10 außen mit angepasstem Krallengebilde wieder am Kragen anfassen und Druck aufbauen.
Anheizen .... dann kommt das Teil  :)
Dann zeigt sich der Ölkohlenschmodder !
Hat bei mir den Auslaßölstrom abgeriegelt!!  :schimpf:
Also Kanäle reinigen !
Beim Zusammenbau habe ich die eine (der 2)Ölbohrungen des Druckstückes mit der Zuführungsölbohrung fluchten lassen. Wie am besten ?
Eine Markierung oben am Kragen mit einer Schlüsselfeile anbringen, dann bei der Montage ausrichten.
Also das kalte Druckstück in den heißen Kopf ( vorher die Ölkohlekrümel  ;D entfernen ! ) (Klasse Wortspiel...oder?)
Danach gibt's auch wieder Ölstrom am Auslasskipphebel  ;D
am Einlass sowieso.
Gruß mek